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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-05 · Heft 2408 (5.11.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2408 (5.11.1925)
Date
1925-11-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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0SS3EEÜ3359 Wien: Zum Abholen in der Expedition, ILTaborstr. 1-3, oder in einer Verschlelsstelle (Trafik) monatl. 6 Schilling Strassenverkaut ln Wien durch die Kolporteure der Firma 0 o I d sch m ie d, L Wollzelle 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling 1 schecho-Slowdkel: Mon.K22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen:Mon. 4Zloty. Deutschi and: Mon. Gm. 4, Frankreich, t Belgien: Mon. Frcs. 18 Nachzahlungen bei Frei»* erhöhungen Vorbehalten »1.241» ienetr —BMBMWB—I—i Wien. aonnttatoB. 5. November 1925 IPreis 20~51 England :Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Ru mänl en: Mon. 170 Lei. Bulgarien; Mon.IOOLewr. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (D. uckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 7. Jahrgang Kampfe in Arabien. Lar Nnigrelch Hedschas. - Arabische Biinünispolitik gegen England. - Stollen im nahen Ssten. Jerusalem, 2. November. (I. T. A.) Hier sind Nachrichten über ernste Kämpfe zwischen den Truppen des Imam Ichia von Jemen und den Truppen des Emirs I d r i s s i von A s i r eingetroffen. Die bisherigen Kämpfe waren für die Jemen- Truppen erfolgreich und es heißt, Imam Ieyia wolle seine Grenzen gegen den Hedschas erweitern; tische Macht Vorgehen will, die Teile des Jemen kontrolliert. Die Zeitung „Mokattam" in Kairo teilt mit, daß G r o tz b r i t a n n i e n u n d I t a l i e n wegen Schaffung einer vereinigten Behörde in H o d e i d a, dem Hafen von Jemen, verhandeln. z» ammenlnnft zwischen Sir Gilbert Clahton und Fbn Saud. ModeDamen» und Spangen-Schuhe a'jr Sr c ,/ S’jy jtu /»V er ä* vP man erwartet, daß der Imam nach seinem Sieg über den Emir El Jdrissi gegen die Wahabiten Vorgehen wird, die jetzt die Truppen von Asir unterstützen. Es verlautet auch, daß der Imam von Jemen dem Hedschas- König Ali ein Bündnis gegen den Wahabitcnsnltan I b n Saud angeboten hat. Die Truppen des Jemen entwickeln eine rege Tätigkeit. Man nimmt an, daß -er Imam gegen die bri- Jerufalem, 2. November. (I. T. A.) Sir Gilbert C l a y t o ii, der frühere Obersekretär der Palästinaregicrung, jetzt.Leiter der britischen Mission für Festsetzung der Grenzen zwischen Nejd, Irak und Tr ansjordanien, ist in Dscheddah, dem Sitz des Königs Ali von Hedschas, eingetrosfen. Er begibt sich von dort nach Bahra, wo er mit dem WaHabit enfultan Jbn Saud zusammentreffen wird. Man nimmt an, daß die Zusammenkünfte Clahtons mit den arabischen Herrschern der Beilegung der Kämpfe unter den arabischen Stämmen dienen sollen. Air Wische Arbeit in Palästina. Anerkennende Berichte der Mandatskommission. — Die Vorteile der jüdischen Einwanderung für die Araber. Gens, 3. Novemeber, >(J. T. A.) Die permanente Mandatskommission des Völkerbundes,' deren siebente Session am 31. Oktober zu. Ende ging, hat .über die von ’ der Exekutive des, syrisch - p a I ö ft-i n e n s i s ch e n Araberkong resse's eingereichte Petition, in welcher die Zurü üb>erufung der britischen und französischen Militärbehörden aus Palästina und Syrien, die Annullierung der Balsour-Deklaration und die Erklärung der. Unabhängigkeit und Einheit der arabischen Länder gefordert wird, bereits seinen Bericht an den Völkerbund rat aibgeifaßt, der sich, wie verlautet, sehr wenig wohlwollend über diese Stellungnahme der Araber ausspricht.: . lieber die Lage in Palästina fand innerhalb der Mandatskommission eine eingehende Aussprache statt. In ihrem' Bericht hierüber drückt die Mandatskommission die Anlsicht aus, daß die jüdische Arbeit in Palästina der a r a ib i f ch e n Bevölkern ng bessere Arbeitsbedingungen geschciffen■ hat. Die Kommission gibt -er Hoffnung Ausdruck, daß dieser Erfolg des jüdischen Aufbauwerkes die arabische Bevölikernng veranlassen Wird, sich. zu der Frage der jüdischen Einwanderung freundlicher als, bisher zu verhalten. Die Mandatskommission spricht ihre Zufriedenheit mit der Arbeit der Mandat armacht aus, die bestrebt ist, die Bezieh u n gen zw i s ch e u d e r a r ab i s ch e n u n d jüdischen Bevölkerung zu bessern. kine Kriegsrede Muffolinis. „Bloß mit einem Auge «uf die Friedenstaube schauen." Nom, 4. Noveenber. Mtmstevpräsident Mussolini hielt heute nachmittags im Saale des Theater Costanzi anläßlich der Feier des Sieges von Bittor io Beneto eine Rede, in der er zunächst den Eintritt Italiens in den Krieg zu rechtfertigen suchte. Er betonte sodann die Unantastbarkeit der italienischen Grenzen«m Brenner und am Krainer Schneeberg und sagte, das Volk würde in den Krieg giehen, falls diese Grenzen in Gefahr wären.' Er und seine Regierung seien für den Frieden, aber man dürfe nicht vergessen, daß unmittelbar nach Locarno Kanonendonner ans dem Balkan gehört worden sei. Kanonendonner schalle auch heute noch aus dem OittÄineevb-ecken herüber. Mit einem A^ge dürfe man daher bloß aus die. Friedenstanb e schDen, mit dem anderen aber müsse. man die W irklich l e i't betrachten. Italien müsse, daher' ein starkes Heer,'eine tüchtige Marine und eine die Lust beherrschende Motte besitzen. Wsüm-Feier in London. Ansprachen Dir Herbert Samuels, Weizmanns und Sokolows. . . London^ 3. November. (I. T. A.) Aus Anlaß des achten .Jahrestages der 'Berandung der'Balf»mr-D'eklara- :tion. wurde , am 2.. d. abendsin London eine 'großartige K.u'N dg eib.u n g veranstaltet. Der Höhere Ober- .kommissär!von Palästina Sir Herbert Sa mu el trat -zum erstenmal in einer öffentlichen jirdischen V erf ammlung als Redner auf. Er hielt eine b e g e i st e r n d e A n sp r a ch e, .die, er. mit der Versicherung . schloß er hege große Hoffnun g e n mit Bezug, ans die große Zukunft des jüdischen Nationalheims in Palästina. Nach Sir Herbert Samuel sprachen, von den Zuhörern stürmisch akklamiert, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation Dr. Ch. Weizmann und der Präsident der Zionistischen Exekutive Nahum S o k o l o w. Begrüßun^lsschveiben langten ein von zahlreichen führenden Persönlichkeiten der britischen Politik, so unter anderen von Kolonienminister Amerh -und Lloyd George. 8er aaitliche Bericht über Damaskus. Paris, 4. November. (Tel.-Kvmp.) Die Blätter veröffentlichen eine amtliche Darstellung der B o rgänge in Damaskus auf Grund der im Ministerium des Aeußern eingetvoffenen Berichte. Danach' halben a.m Morgen des 18. Oktober zwei Banden, als die Truppen des Generals Gamelin mit -der Wiede rHerstellung (!) der Ordnung beschäftigt waren, die Gelegenheit benützt, um in zwei >S t a d t t'e il e v o n D a m a s k u s, Chagur und Medan, eiitzudri-ngen und die Polizei und die syrische Gendarmerie zu überwältigen. Darauf schlossen sich alle lichtscheuen Elemente den Banden an, um geg-en die anderen Stadtteile vorzurücken. Da wegen des Einbruches der Nacht ein Straßenkampf unmöglich erschien, die Aufständischen aber überall das Feuer ecöffneten, ließ der französische Kommandant Schreckschüsse abgeben. Die darauf eintrelende verlMnismäßige - Ruhe wurde zur Errichtung von Barrikaden rund um die Europäerviertel benützt. Da am anderen M-vrgen die Eingebornen das Feuer wieder Ausnahmen, in andere ,Stadtteile einzudringen und die alte Zitadelle zu. stürmen versuchten, ließ der Qbevstkommandierende eine gewisse Anzahl von Granaten. in vegetmäßigeu Zeitabständen auf das Eingebornenviertek und vor allem auf die Sammelpuukie der Aufständischen' abseuern. Am Mittag des 20. Oktober stellte sich beim.Oberkommando eine Abordnung der A-nsständischen ein und Hot die Ü n i e r w e r f u u g an. Boxkalf.. 37*° Prima-Lack. . . . 39°° H e r r e n-H a l b s ch u h e Boxkalf.42’W Prima-Lack. .. . 49'S° Qualität „Jellinak", V»., Burggasse b 588 [143 JAHRE I BACZEWSKI 1 LIKÖRE U. SCHNÄPSE I WIEN, 1, BABENBERGERSTRASSE 5 D TELEPHON 45-30 SERIE ... Der Bericht betont, daß die zur UnterdMckung der Revolte ergriffenen Maßnahmen , im Vergleich zu dem .Umfang der Bewegung gering waren. Europäer feien weder getötet noch verletzt worden. Die Franzosen haben 10 Mann, darunter 7 emgeborne und 3 französische Soldaten, verloren. Etwa 30,..darunter.26 Emgeborne und 2 Franzosen, wurden verwundet. Außerdem wurden von den Aufständischrn 5 0 A r m e n i e r und 2 T r i p o l itaner niedergemetzelt. - Die Sachschäden beschränken sich auf die Giugsbornenviertel. Arabische Gebäude von historischem oder architektonischem Werte wurden mit Ausnahme des Asaempalastes nicht beschädigt, der aber auch zum größten Teil erhalten blieb. Im Stadtviertel Chagur wurden 20 Häuser durch die Beschießung und eine weitere Zahl von Häusern durch Feuer beschädigt. Kämpfe im Hevmongebirge. Beirut, 4. November. (Havas.) Zwischen einer auf d^n Hängen de's H e r m o n operierenden Kolonne und einer Bande ist es zu einem Kugelwechsel (!) gekommen. Militäralbteilu ngen haben die Gegend von 'Nebek durchzogen, ohne daß sich ein Zwischenfall ereignet hätte. Nach einem Telegramm aus I e r u s.a l e m ist die Lage südlich von Damaskus kritischer geworden, da sich nunmehr alle Dörfer des Gebietes den Aufständischen angeschlossen haben. rer Umsturz in Persien. Eine konstituierende Versammlung. London, 4. November. (Tel.-Komp.) Nach Meldungen aus Teheran hat Riza Khan eine konstituierende Versammlung von 300 Mitgliedern aller Parteien einberusen, die über die endgültige Staatsform Persiens Beschluß fassen soll. Durch eine Verordnung Riza Khans wurden alle Alkohol aus schankstellen und Spielhöllen geschlossen. . . . Finanzminister Fahim el Molk ist mit der Führung der Geschäfte des Ministerpräsidenten beauftragt worden. Die englische Regierung hat die n e u e Regie r u n g in Persien anerkannt. Der englische Gesandte in Teheran wurde ermächtigt, die diplomatischen Beziehungen mit der persischen Negierung anfzunehmen. jeder Kunde erhält kostenlos Anweisung auf eine photographische Aufnahme und drei herrliche Photos ohne Preisaufschtag bei Einkauf von 8 30 im Warenhaus t Schiff mann II. Taborstraße 48 Teleohon 47-1-79 En gros En detail *

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