Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2402 (30.10.1925)
- Date
- 1925-10-30
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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9h, mi Mn, Freitag Au, de» Mater«. t l> Buratheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Rom «i»d3i»Ha*. StaatSoper. Morgen, 6Uhr abends, .Tristan n K b 3 f p I b tu. Atademtetheater. Morgen, V»8 Uhr abends, „Unverhofft*. in , . Johann Volksoper. Heute tritt Richard Kubla als Hans SmetanaS .Verkaufte Braut* auf. Morsen nn Strauß' X fl uf 4 tt b u « b e l n t f1 ' DeuticheSBolkstheater. Albert Baffermann wird in nächster Zeit noch den Herrn van Sala in Schnitzlers Schauspiel X e t eins am e Weg", den M e p h t st o in „Faust* und den Konsul Bernick in Ibsen» „Die Stützen der Gesellschaft" spielen. Wilhelm Klitsch wird in den „Fausts-Aufführungen die Titelrolle darstellen. Für die nächste Zeit steht da» Schauspteldebüt der Frau Gutbeil-Schober bevor, und Dar in der Titelrolle de» Lustspiel» „Die Frau ohne Veden t u n g* von Wilde, neben Arnold K o r f f al» Lord JllingSvorth. Theater in der Josef st ad t. Freitag, 6. November, findet die Erstaufführung von Dantt S i g n o r i n i» Lustspiel „Lob der Diebstahl-" statt. Neues Wiener S t a d t t h e a t e r. Am 1. und 2. November finden Aufführungen von „D e r M ü l l e r und sein Kind" statt. Carl-Theater. Sonntag, st Uhr nachmittag», „Der Müller und sein tttnd^ Jo Hann-Strauß-Th eater. Heute, 7 Uhr abend», Erstaufführung von L e h a r 8 „P a g a n i n i". Rabioprogramm. heut« Freitag. 4 Uhr 10 Min.r Konzert. — 8 Uhr 2b Min.r Radiovolkshochschule. Kunstgeschichte VIII (Univ.-Pröf. Dr. Hans Tiehe): Gotische Baukunst.-- 7 Uhr 10 Min. r Dr. Richard Rerschr Der Weltspartag. — 7 Uhr 40 Min.: Englischer Kurs lDorgeschrittene). — 8 Uhr 16 Min. r Konzert« kademie- Christoph Willibald Gluck. Mitwirkend: stammeriängerin Elise Elizza, Opernsängerin Käthe Schwarz, Opernsänger Hans E. Hey, Friedrich Schönfeld (Flöte). Am Flügel; Erich Meller (Staatsoper). Einleitender Vortrag; Othrnar Wetchp. tzerichtssaal. Küchengeheimnisse. Nach Eänstellun« einer zunächst ve»n Laribesgerickte wogen Bergchens de» Lsbensmittelgesetzes ge- Mgeiren Uni echt chung hatte sich fteffcem die Private Marie D i e 1 el, welche im Juli vorigen JaihreS durch einige Wochen provis o risch Küchen'beiterin in der jüdischen Mensa am Zimmermannplatz war, wegen Uebevtretunig gegen das Lebensmittelgesetz zu verantworten. Am 5. Juli vorigen Jahres erkrankte u gseichzeiM 3 0 S t u d e n t e n, welche m der genannten Mensa das Mittagessen genommen hatten, unter Erscheinungen einer Fleischveraifiulrg. Die PMei ließ durch den Markt Inspektor Wolfram am 0. Juli eine Revision in der Mensa vornehmen. Der Berich:, Sen MaMinspoktor Wolfram über das Crgebiris der Revision erstattete, war für die Küche-nleiteriuüberaus vernichtend. Es >mtrde darin auStgestchrt, daß die Speisen.nicht frisch waren und daß in der Küche Unsau'beMit geherrscht habe. Anis Gru-ivd dieser Erhebungen wurde gegen die Mchenleiterin Marie Dietl, welche damals die, aus Urlaub betsindliche Leiterin der Mensa, vertreten hatte, beim Landesgericht« eine Untersuchung wogen Vergehens gegen das Lebensmittelgesetz erhoben. Vor dem UntechlchungSrichter stellte Frau Dietl die in dem Gutachten angegchemen Tatsachen entschieden in Abrede. Zwei Mitglieder des Kuratoriums der Mensa sowie mehrere Angestellte sagten entlastend au», so daß die Untechuchung beim Landesgericht eingestellt und der Mt dem Bezirksgericht Übermittet wurde. In der gestern vor dem BezivkSrichter Doktor Berger durchgefilhrten Verhandlung wurde die AngeÄagie lediglich wegen Fahr lässigleit bei Verwendung der n-ach dem Berichte des Marktaiuts Inspektors nicht sauber gehaltene«« Fle-ischmaischiNe bedingt zu einer Geldstrafe von 20 Sch i 'I sing verurteilt, von den übrigen PuM-sn der Anklage bezüglich der Verwendung von angeblich verdorbener Kondensmilch und verdorbenen Fleisches mangels hdachweises eines Verschuldens f r e i g e sp r och e n. Kokain. Beziriksrichter Dr. Jlellinek sStrafbezirksgcricht 1) verhandelte gestern gegen den 24jä!hrigen Elcktrot^chniiker Anton H o t s ch e w a r wegen u n >b e fugten tz a ndcls mit Kokain und wegen Landstreicher ei. Am 18. d., gegen 3 Uhr früh, erschien 6er 21jährige Buchbinder-' §1^0^ Flu ß, nur mit Unterhose und Winterrock gern der Renmveger Kaserne und teilt« dem Wachposten mit, daß er soeben aus. dem Rennweger Hotel geWchtet sei, weil ihn der Kellner Joses Klein, Mit dem er in einem Zimmer übernachtet halbe, mit dem Ermorden bedroht habe. Muß, ver Symptome eines schweren Kokainrausches anstvies, wurde zunächst a-uf die psychiatrische Klinik und von dort auif den St einhos gelbracht. Die Er-Munaen ergaben, daß Muß, ein leidenschaftlicher Kolkainist, in den letzten Monaten scihr häusig Koka in von ,dM unter dem Spitznamen ,,Ja8z«" in Kreisen der Kolkainisten bekannte«« ANtön Hatsche >v a r gdka-ulft halbe. Hotschewar wurde verhastet und in seinen; Besitze eine avoßere Menge von Kolkain gefunden. Bor Gericht erklärte Hotschelwar, daß er seit eineinhallb Jahren chne jede Beschäftig stung sei und von ZHallsgeschaften lebe. Er habe das bei ihm >in großer Menge vorgesundene Kokain allnMich, jedoch nur hum eigenen Gebrauch'aufgekaust. Dem Fluß habe er oinndal aus Mtleid Kokain verschaO und ihm auch gegen .Pfandscheine ein Darlehen gewährt. Der als Zeuge vernommene Kellner Josef Klein iveihie den Richter in alle Geheimnisse, deS KokainWeichhandelS ein. Mit Rudolf Fluß halbe «er m der kritischen Rächt gemeinlsam in einvn« Hotel ülber« ,nachtet. PlWich habe Fluß, der schr viel Kokain ge-schnnpft hatte, dw Zimmertür hinter sich albgeschlossett unb sei aus fc>cmt HM gMÜchtet. Daß er (Zeuge)1 den Fluß mit den; Lode bedroht halbe, sei eine ErsiMmg des Fluß unter dm iEinIflutz deS KMnranscheS. Der Haupt^enige Rudolf Muß wurde, da er eine Entwöhnungskur macht, von; Richter in Gegenwart des Schristsühvers am SteinW als Zeuge riuvernimmen. Cr machte sein« Astgalben mit voller Siche und sehr geordnet. Muß gab an, daß er seit zwei Jahren l>cldettschaMicher KoLainist lei und daß er sehr häusig von HoWewax in de»l letzten Monaten Kokain zum Preise von 20.000 K. pro Gramm. gekauft habe. Da er kein Bargeld -Hatte, habe er dm Hotschewar Mandscheine ülbergeben. Der i -Richter verurteilte Anton Hotschewar wegen ünlbesugietr . .bandeilr mit Kokain unid wegen Landftve'ichevei zu einem Monat strengen Arrests und sprach die Eigitnng (einer AibgaH« in eine Beisserungsanstalt aus. Wiener Mor-enzettnns ♦ Ser znsamntenbrach der Liroter christlich- «ozialrn Bereinrbank. Die Devisenspekulationen mit der Trienter Banea Catolica. — Große M iß stände jn der Verwaltung. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Innsbruck, 29. Oktober. Die Affäre der zusammengebrochenen Alpenländischen Beroinshant zieht imnier weitere Kreise. Es zeigt sich, wie verfehlt es war, sich bei Grülldung von Wirtschaftsaktioneu von rein politischen Motiven leiten z» lassen. So wurde in Wien von monarchistischvn christlichsotzialei; Parteileitern die Nordisch-Oesterreichifche Bant gegründet, die jetzt ins KoMrsverfähren gehen muhte. Unter der Devise „A b t e h r vom jüdischen Kapital und gegen, die verjudeten GroßlbaBen wurde auch die Alpettländ i sche Vereinshank ins Ldben gerusün. Die Ereignisse zeigen, daß diese Bant nicht llebensfähig war und daß sie so schlecht geführt wurde, dyß die christlichsWaleii Parteigänger Tirols, B a u e r p, tP'farrer, kleine Gewerdetreidende chw., ihm; praEtischen Wirtschastsaniisemitisnlus mit schweren Verlusten 'ihrer Einlagen werden büßen müssen. Bisher wird das ungedeckte Defizit mit sielten Milliarden angegebetr. Es ist aber »Miselllos, daß nach einer genauen Mschätznng der Aktivist die Passiven noch diel höher fein werden. ES wird versucht, die Haupiursache des Z>rsammentbrucheS der Bant auf Verfehlungen eines Vorstandsmitgliedes Plvückznführen, welches große Lirespckulationen mit der italieniischen Banea Catolica durchgeführt hat. Nmt veröffentlicht heute die Banea Catolica, ein Trienter Instituteine EMrung, daß die Zentrale von diesen Transaktionen tübechaupt nichts gewußt habe, und daß nur uniergeordnete «Beamte sich an diesen Spekulationen beteiligt haben. Sei den; «wie .immer, der P r o k u r i st der Alpen ländischen «B e r e i n s «b a n k, Johann D ö r r i ch, dem diese verschlten lLirespotulatiouen vovgeivorscn werden, ist gestern verhaftet worden. Es scheint aber, daß er lange nicht der alleinige «Schuldige ist. Die Revisionen haben schwere Mißstände in der gcsam:en GeischälftMhrung der Bank ergeben. Das Institut, «welches nur Vleinen Parteigängern Kredite verschaffen sollte, «hat sich nicht nur in Lire>spMationen, sondern auch in andere «verselhlte Transaktionen eingelassen. Die maßgebenden Kreise ihMen von einer seriüsen BanHührung gar keine Ahnung ge- «habt. Sie wollten den Filialen der Wiener Groß- «b a n k d n K o n k u r r e n.z machen und haben dabei die «a n s e ch t b a r st««« Geschäfte bcirieiben. Es ergib: sich «eine gewisse Analogie mit der Nordlsch-Oesterreichischen Bönk: «Die Magi^rnng ist -KvLh>hefi'vcht-- 'M' Mstertjngen $u‘ vßtimeiden, und cs ist nicht ansgeschlosseu, daß eine dnrchgreiseüde «Sanierungsaktion Platz greisen wird. Ans welchen Mitteln aber die notwendigen zehn Milliarden . vcrschafst n«erden sollen, ist vorläufig ganz unklar. WmM WiMastswoche. Anleiheverhandlungett. — Die Läge der Jn'düstrie. — Die Börse. (Bon un'erem polnischen M. S.-Korrespvüdenten.) Ueber die Berhandlungen bezüglich der Verpachtung, des polnischen Dpiriiuknwuopols werden in der -in» und ausländischen Presse verschiedene Nachrichten kolportiert. Dr. Grabski hielt cs sogar für richtig, offtzicU die Verhandlungen mit deni .Hause Rothschild zrl dementieren, wobei er letztens bemüht ist. alle Auleiheverhandlungen ganz geheim zir halten. Es wäre jedoch trotz der Dementierung fesizustellen, daß die Tatsache der Verhandlungen in Wien vollkommcll richtig ist. Die -diesbezüglichen Besprechnngeit sollen auch demnächst in War'chau fortgesetzt werdet«. Der Vizepräsident der Bank Polski M! y n a r s k t reiste nach Atneriia ab, um dort die Attgelegeilheitet« der früheren Anleihen zu ordiien und auch wegen neuer Kredite Ausschau zu.halten. Die Lage der polnischett Industrie weist in letzter Zeit keine wesentliche Acndernng auf. Die Kohlcnindustrie verzeichnet eine leichte Steigerung der Ausfuhr nach Italien, da die österreichischeu Bahnen die Tarife für polnische Transrtlohle weiterhin ermaßet haben. Die Eisenindustrie hat Aussichten, auf dem Balkan ttewe Absatzgebiete zu finden. In der Lodzer Textilindustrie läßt sich eine Auswanderung nach Numätlien in erhöhtem Maße bemerkbar machen. Die Industriellen nehmen ihre Werkstätten und auch qualifizierte Arbeiter mit. Im allgemeinen läßt jedoch der ungeheure Geldmangel, der uitmer wieder mit jedem Tag an Stärke zunimmt, jede normale Produktionstätigkeit nicht zu. Seitens der Negierung wild jedoch nichts dazu getan, um der Wirtschaft mehr Kapital zur Verfügutig zu stellen, im Gegenteil, mit jedem Ausweis der Bank Polski sind weniger Banknoten «Nr Um- Icmfc. Dagegen nimmt der Umlauf von Scheidemünzen täglich 51t und man kann bereits von einer ^njlation ber Scheidemünze;« sprechen. Der Geldmangel übt natürlich auf die polnischeir -Bor s e n seinen Emsinß ans. Tie in der Vorwoche zum Durchbruch gckon«niene Besserung hielt nur zwei Tage an und schon zum Wochenschluß setzte der Abbröcklungsprozeß mit voller Starke ein. Die Wiener Ärhitragettfcrtc, die vor einigen Tagen am lebhastesten gesucht waren, verzeichnen auch jetzt die größten KNrsverluste.s Zielem«ewSki ermäßigte sich auf 9.80. Tepege auf 0.86, Chodorow auf 3.90, Galizische Montan sogar auf 2.05, Rakszawa notiert 0.80, Silesia 0.38, Warschauer Distonto- N Ofiobcr 1925 . Beite 7 batik 4.30, Hypothekenbank 0.37, Malopolskibank 0.20, Leni-berger Brau 8.50, östliche Gazh 10, westliche. 1 Zloty. Die Aknen der Bank^PMi gingen auf 53 Zloty zurück. Die Lage der Petroleumindustrie dürfte - in der nächsten Zeit eine leichte Besserung erfahren. Infolge des Zollkrieges mit Deutschland uitb den Einfuhrverboten nach der Tschechoslowakei ging selanntlich der Absatz an Halbfabrikaten rapid zurück und die Ras- « inerlen mußten mit Betriebseinschränkurigen Vorgehen. Run gelang es den Industriellen, lve««igstens den tschichischen Markt frei zu bekommen, und die diesbezüglichen Verhandlungen, die in Vrog geführt wurden, haEen alle, Aussichten auf Erfolg. T e SchlußverhandliuNM finden in den nächsten Tagen statt. Die tschechischen Petroleiiniindustriellen forderten z«tvar die Freigabe .des polnisch?«« RohölexporteS, nachdem jedoch dies bei der polnischen Regierung nicht di«rchznsetzen wäre, sind sie von dieser Bord> rung zuvückgetreten. Das ober'chlosiische Gisensyndikat soll m\ Lause dieser Woche erweitert werden, da alle Msellschaften, die bisher diesem fernstande««, ihre Bewitwilligbeit z«««s« Eintritt geäußert haben. Außerdem soll >das Syndikat demnächst auf ganz Polen ausgedehnt werden, da Luch die Hütten Kongreßpolens ihren Beitritt in Aussicht gestellt ha'öen. Wie verlautet, dürfte dadurch die Preisgcstaltuirg keine Aendcrung erfahren. Die Handelskanimern haben sich an das Handelsnrinisterium mit dem Ersuchen gewendet, den Termin b-' ZollabftÄigung vou Postpake.ien von Mi auf. Ms Wochen zu verlängern. Das HaMIsministeriUM hat die Verlängerung ibewiÜigt und so dürften die Schwlergkeiten, die -infolge der kurzen Frist mrf der Tagesordnung «waren, behoben werden. __ Wlrtschgftrnachrichten au« PalWna. Die Preisbewegung in Palästina im August 1926. Nachfolgende Tabelle gibt die Indexzahl der Großhandelspreise für Lebensmittel und Heizmaterial im Monat August 1628 an: 1. Zerealien und Fleisch . . 2. Andere Lebensmittil n. Obst 3. Heizmaterial und Ver- . schieden eS ... . Juliindtx 121,9 107,8 Augustinder 112,2 110,2 »u-.(+) resp. 97,8 1023 tdnahme (- — 2,7 4- 2.4 4-46 10?,3 - 0,5 Generatindex . . . 108,7 Im allgemeinen ist der Stand der Großhandelspreise unverändert geblieben bei festen Preisen und steigender Tendenz. Das Ansteigen der Gruppe 2 „Andere Lebensmittel und Obst" ist nur der Saison zUzuschreiben und hängt von Angebot und Nachfrage ab. Eier, Milchprodukte, frischer Gemüse und Obst sind ziemlich knapp und gehen die Preise in die Hohe. Hejzholz ist infolge stärkerer Nachfrage und geriitgeren Vorrates gestiegen, während Köhlen und Kerosin urwerändert geblieben'sind. Man muß bedenken, daß. im August des vorigen Jahres auf Streichhölzer,, Alkohol und Kaffee höhere Zölle lagen, was die Preise stark in die Höhe trieb unb das allgemeine Preisniveau beträchtlich hob. Die Lebenshaltungskosten an Hand Kleinhünhelsindex. bnat Jänner Durchschnitt Jänner Durchschnitt Jänner Durchschnitt Juni 1926 Jult „ fo! 11.111 ft Monatl. Ausgabe*) Piaster Z»^ resp,., ... nähme tzeßenÜber Pro dein DomoNcit z e n t 1922 . . . . 858 100 — .. 768 88,2 1928 . . . , . 732 85 9 — . . , . 058 76,6 — 1924 . . . > . 655 76,8 — w . , , . . 677 79,4 — . . 694 80,2 - 0,7 . . 665 81,6 4- 1.3 . « . . . . . 704 82,5 1 Der Abbau bei den Banken. — Forderung der ««gestellten aus Abbaumaßnahmen in den Direktionen. Gchern «halbe«« die Ban-ßbeamten eine große Versammlung abge'halten, nN welcher - geigen den weiteren Mbau von Bankbeamten ent» «schicdcn Protost eingelegt w«nbe. In den Ausführungen der >Rrt)««er wurde betont, daß bisher genug Bankbenmle ail'jge- «bau: wurden und jetzt auch der A'Wan bei den Dlrdkioren ein- 'setzen «nüssc. Dadurch könne eine wesentliche Erislparnis der Baitlkregien erzielt werden. Außerdem erörterte National- >rat A l l i n a den Vorschlag, daß die Tantiemen^ welche die Vertreter der Banken als Berwaltungsräte in den zum Konzer«r. der Banken gchörigen Industrie«« erhalte««, nich: den /Bairkvertreteri«, so««der,« den Banken sclibst zu-fließen solle««, welche da-drrrch ciberr-falls eine Ersparnis ihrer Regien erreichen könnten. Gileichzeittg mit dieser Mion hat a«lch der Äpgeordnete Allina au den Finanzminlster die Anfrage gestellt, o>b er bereit sei, d»«rch Experte«« festzustellen, inwieweit die Ba««-ken übemräßig mit Direktoren besetzt seien. Der Rückgang des BörfenbrsnchrS in Wien. Im Jahre 1919, in weichen« das Interesse fitt die Börse im allgerneinen .««och ailf den« Fride-nsrliveau stan-d, belief sich die Zahl der .ausgegebenci! Jaihreskarwr« für Börsenbesucher auf 872. I«« den foligende«« Jahren, die mit de7 Jrrstatioi« die Ansst vor der Kro««e n««v die L««st zur Spekulation brachten, findet inan «in rapides Ansteigeir der Börsenlartei«, welche in« Jahre 1921 mit der Ziffer 1940 de«« Kulminationspunkt erreichen. Schon seit dem Jahre 1923 begi-nnt der Rückgai«ia der Zahl «der regeluläßsgen Börsenhesucher, was sich zahlenmäßig durch «einer«' Mf-all der Zister aus 1923 Karten feststellen laßt. Roch 'weiter schreitet dieser, Rückgang im daraiistolgentzen Jahre, 'in der«« iin ganze«« 1897 BörstnEarten ausMWn wurden. Seit diesern Jahre si««kt das Interesse an der Wiener > Porise von , Monat zu Monat. Im Jahre 1926 «vurden bisher nur .1346 Börsenkarten ansgefolgt, von denen «zach Schätzn««>grn aus Börsenpreisen sicherlich 360 abMtreichen sind. *) Einer sitnfköpfigen Familie für 20 Bedattfrgtgenstände.