Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2397 (25.10.1925)
- Date
- 1925-10-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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/ 1 Polen;2U qi oszy 1 Wien: ZumAbholen in der Expedition, 11« Taborsti. 1-3, oder in einer Verschleisstelle fTralik) monatl. 5 Schilling Strassenverkaut in Wien durch die Kolporteure der Firma G o 1 d schmied, 1., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscbecho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Din. 60. Polen:Mon. dZloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 Mulwalilttafca bei Preiserhöhungen Vorbehalten reis 25 al lener England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170 Lei. Bulgarien Mon.lOOLewr, Schweiz und das übrige Ausland monu.licli Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien,II.Tabor$tr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhn 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (D. ückerel lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.692 Ar. 2397 Wie», Gamttafl, 25. ditobet 1925 SJ 7. Fahtgang vorm. 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Karten an der Konzertkassa der Hellerschen Buchhandlung (Bukum A.-O., I„ Bauernmarkt 3. an Wochentagen von 10 bis 1 und 3 bis 5 Uhr '(Telephon 67-3-64) und in der Bücherstube Rath & Präger, II., ,Täborstra$se;20a Sie Strähnigen filier die zionistische Exekutive Ae Berliner Konferenz des AMonskomitees. jEigendienst der „Wiener Morgcnzeitung".) V-LEI5CHHAOEI 8IEGM. KORNNEHL _Zentrale: IX., BerggaShe Nr. 19, Tel. 17-3-99 u. 30-32/VI KOSCHER-FLEISCHBANK im IX. Bexltk, Berggasse Nr. 19, und 18. Bezirk, Wührlngerstrasse Nr. 97 beide unter Aufsicht'des Ehrw. Rabbinäts, der Isr. Kultusgeme nde Wien Ausschrotung von ausschliesslich prima Qualitäten sämtlicher Pleischsorten;zu den ^billigsten Marktpreisen . ' erkaufsstünden von 7— 12,U"r und von 5—7 Uhr abends 424 Berlin, 24. DffhBer. Das Mionskomitee ist nach der Sabbatpause abends wieder zusammengetreten. Eine Liste der neu zu bildenden Exekutive liegt n o ch n i ch t vor. Die Beratungen dürften Montag nachts zu.Ende gehen. * Ueber den bisherigen Verlauf der Konferenz liegt uns der folgende Bericht der I. T. A. vor: In der Sitzung am Donnerstags abends wurde das Budget der Londoner Exekutive verhandelt. Nach Reden von Dr. Katznelson, Richter Rosenblatt und Rabbi M. Berlin wurde die Debatte vertagt. Sodann begann unter dem Vorsitz des Vize-' Präsidenten des Aktionskomitees, Leon Levite, die Beratung des Palästinabudgets. An der Debatte beteiligten sich Rabbi B e r l i n, S p r i nzak, Katznelson, Dr. Hindes, M ereminski, Dok-' tor Mossinson, Ussischkin, Ban Briesland, I. Grünban m, Dr. Thon, Dr. Ruf eisen. Eine ■ Reihe der Redner übte Kritk an gewissen Kürzungen, die im Palästinabudget vorgenommen wurden. Van Briesland verteidigte diese Maßnahmen und stellte andererseits die Bewilligung gewisser Wünsche in Aussicht.'Es'würden mehrere Anträge vorgebracht, Ein vereinigter Antrag G.rünbaum- Katznelson wurde angenommen, eine Kommission.einzu-. setzen, die dem Plenum detaillierte. Vorschläge über, die Durchführung des Palästinabudgets machen soll. In die Kommission wurden gewählt: Berlin, Mereminski, Dr. Katznelson, Dr. Federbusch, Doktor Rufeisen, Dr. Hantke, Dr. Goldstein, Dr. Rotten st reich, Dr. Rosen bla tt. Nach einer anderthalbstündigen Unterbrechung begann die N a ch t s i tz u n g, die sich bis 4 Uhr morgens ausdehnte. Es entwickelte sich eine sehr spannende Diskussion über die Frage der Bildung der Exekutive. Zu Beginn der Sitzung gab Dr. Weizmann in seinem wie in Sokolows Namen eine Erklärung ab, die ungefähr besagte, der Kongreß habe Dr. Weizmann und Sokolow mit der Bildung der Exekutive und Vorlegung der Liste dem Aktionskomitee beauftragt. 'Eine solche Liste wurde a u f g e st e l l t. Aber nach Fühlungnahme mit den Parteien und Gruppen war die Stmmnng nicht eine solche, daß die in Aussicht genommenen Exekutivmitglieder den Wunsch gehabt hätten, das Mandat zu übernehmen. Die Aufgabe der Bildung der neuen Exekutive übergeht nunmehr an das Aktionskomitee selbst. Es entwickelte sich daraufhin.eine längere Debatte, an der Robert Stricker, Dr. G o l d st e i u, Dr. R o s e nblatt, Dr. Feldinann, Richter Rosenblatt, Doktor Katznelson, Dr. Hindes, Levite, . Dr.° Hantke, Dr. Thon, Präsident Sokolow, Dr. Schramek, B. Locker, I. Grünbaum, Rabbiner Brodt, Dr. I. Hellmann, Farbstein, Mereminski und Dr. Rabin teilnehmen. Die Vertreter der linken Gruppen, wie Hitachduth und Poale Zion, erklärten, daß ihre Parteien an dem gegen Schluß des 14. Zionistenkongresses gefaßten Beschluß sesthalten, sich ,an der Neubildung der Exeku tive n'icht zu beteiligen. Diese Stellungnahme . der linken Gruppen läßt nach Ansicht maßgebender Personen eine Exekutive unter Teilnahme der Rechten, wie Misrachi, als nicht tragfähig erscheinen. Es bliebe also der Ausweg, eine , Exekutive aus den Zentrumsgruppen zu bilden, die zwar über keine Mehrheit verfügt, aber unter Umständen der Unterstützung der Linken sicher sein könnte. Die Vertreter der linken Gruppen hatten erklärt, sie würden! bei einer gewissen Zusammensetzung der Exekutive für diese stimmen, auch wenn sie nicht darin vertreten wären. Die Diskussion endete damit, daß das Zentrum damit beauftragt wurde, in der nächsten Sitzung dem Plenum eine Liste der Mitglieder der neuen Exekutive vorzusegen. Am Freitag war sich das Zentrum Über seine Vorschläge noch nicht einig geworden. Die Freitag mittags begonnene Plenarsitzung des Aktionskomitees befaßte sich daher mit der Pa lest in e Land'Developement Company, gegen deren Arbeitsmethoden von einigen Delegierten aus Polen Beschwerde erhoben wurde, sowie mit den E rziehungsfragen. Zu diesem Punkt der Tagesordnung sprachen Mossinson, Rabbi Berlin, David Sellin als Gast und NahumSokolow. Um halb 4 Uhr nachmittags wurde die Sitzung auf Samstag abends vertagt. Ueber die Neubildung der Exekutive werden gegenwärtio Be sprechungenprivater Natur gepstogen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Genf, 24. Oktober. Wie. bereits berichtet, nimmt die Mandatskommission am Montag die Verhandlung' über das Palästinamandat auf. Die hier weilenden A g u d a h - V e r t r e t e r halten ununterbrochen Besprechungen mit dem Marquis T h e o h.£> Li,,, dem Vorsitzenden der Kommission, ab, der' das Referat über die Eingabe des syrisch-palästinensischen Kongresses zN erstattenhat. * . Die Großgrundbesitzer. Gens, 24. Oktober. Die bekannte Denkschrift des syrische palästinensischen Kongresses an den Völkerbund wird hier durch den Emir C h e k i b A r s l a n persönlich vertreten, der 'einem Vertreter der Jüdischen Telegraphenagentur gegenüber folgende Erklärung abgab: Die Araber in Syrien und P alästina betrach ten diese beiden Länder als ein einziges Land. Als der Vertreter Syriens und des palästinensischarabischen Kongresses erkläre ich, daß wir Araber das Jüdische Nationalheim und überhaupt die Balsour-Deklaration nicht a n e r k e n ne n. Wir wollen einen einheitlichen Staat ans Syrien, Palästina, Libanon, Archibadson und Mesopotamien oder eine Föderation dieser Staaten, die Form hängt vom Willen der Bevölkerung ab. Wir niüssen gestehen, daß in arabischu politischen Kreisen drei Hauptrichtungen herrschend sind: Eine gemäßigte Partei sucht eine V e r st ä n d i g u n g mit deuIude n, während die andere Partei von einer solchen Verständigung nichts wissen will und eine jüdisch Einwanderung in Palästina nicht wünscht. Emir Arslan gab seiner Ansicht dahin Ausdruck, daß eine b e s ch r ä n k t e jüdische Ei n w a n d erung unter Bedingungen, daß die Juden niemals die Mehrheit im Lande erlangen, zugelassen werden könnte. Ein Parlament mit einer arabischen Mehrheit soll auch die Frage der jüdischen Einwanderung regeln und den jüdischn Einwanderern ganz oderteil weise Bürgerrechte verleihen. Die Araber wünschn nicht den englischen Schutz, auch nicht das jüdische Kapital und die sogenannte „Prosperität" Plalästinas. Arabische Arbeiter. Jerusalem, 20. Oktober. (I. T. A.) Der katholische Bischof von Haifa, der bekanntlich vor kurzem in einer Kirchenpredigt die jüdischen Einwanderer Bolschewiken nannte, hat die streikenden arabischen Arbeiter in Haifa ersucht, eine Abordnung zu ihm zu entsenden, da er vermitteln wolle. Als die Abordnung erschien, forderte er sie auf, die Verbi ndung mit der jüd i schen Arve i t e r s ch a s t z n löse n, da diese den Bolschewismus in das Land gebracht hat und die jüdischen Arbeiter den Arabern Sonniger Herbstaüfenmalt reinste Küche Sonniger HerDstaüfenmalt reinste Küche Generaldirektion: Hans Hübner soa i