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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-15 · Heft 2387 (15.10.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2387 (15.10.1925)
Date
1925-10-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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' (Polen: jo gl oszy t- Wi en: Zum ^bholcn in der Expedition. II., Taborstr. 1-3, oder in »merVerschleisstelle (Trafik) monath b Schilling Sdrassenverkaut in Wien durch die Kolporteure der Firma G o 1 d sch mied, 1, Wotlzelle 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich S Schilling Tschccho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Pol en: Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Om. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 NaduMblMgeii bei Preiserhfthangen rorbrballen Nr. 2387 Wiener ♦ Wie», Donnerstag, IS. Lklober 1921 IPreis 20"i1 England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monat). 18 Lire: Rumänien: Mon. 170.Lei, Bulgarl en; IVJpn.lOOLewi. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, 11. Taborstr. I Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerd lg. Steinmaj|n) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 mmmmmaoHimm 7. Ftchrgang 81« Weißbuch über bas Palöstinamandat. Bor der Sitzung der Maudats'.ommission. . > Die b'-vi tische Regierung veröffentlicht soeben ein Weißbuch über Paläst tim«, welches emen ergänzenden Gericht M . dsm Bericht der Regderung an den BAkerbund »Wer die Pailästinaadministvcrtton im Jahre IM dachM. Das Weißbuch enthält die Fragen der Mandatskommission des Völkerbundes mit Bezug ans die Jewish Agency, das jüdische Nationalheim, Einwamderuna und Auswanderung usw. mch bringt die Antworten der britischen Negierung. Wir veröffentlichen im Folgenden den uns von der I. T. A. Mormittelten ersten Teil dieses DoTnuienws: Erste Frage: Welche Maßnahmen sind getroffen worden, um in dem Lande solche politische, administrative und wirtschaftliche Bedingungen zu schaffen, die die Errichtung des Nationalheims für das jüdische Volk sichern? Was wurde schon in dieser Beziehung erreicht? Antwort: Die Regierung Palästinas hat durch legislative, administrative und fiskalische Maßnahmen die lo- Valen Möglichkeiten immer mehr entwickelt und verbessert mit dom allgemeinen Ziele, allen Gemeinschaften und Klassen Kelche Sicherheit zu schaffen und Unternehmungen zu ermutigen. Die jüdische Initiative hat es verstanden, sich die günstigen Bedingungen-für industrielle und landwirtschaftliche.Siedlung schnell zunutzezu mach e n. -12.856 Wische Einwanderer haben sich im Fähre 1924 in Palästina niedergelassen. Es wurde eine besondere Verordnung erlassen, die die Inkorporierung der die jüdische LandsiMung betreffenden Unternchmungen des Bawns Edmond de Rothschild legalisiert. Eingetragen wurden auch auf Grund des Kovperschastsgesetzes die American Zion Commonwealth zur Förderung der Mischen Siedlung in Palästina sowie eine Anzahl jüdischer kooperativer Gesellschaften für Bau- und Kreditwesen. Aus Grund der Revidierung der Landwgister-Ordnung wurden jüdische Besitztümer, die unter dem ottomanischen Regime erworben und ans Namen ottomanischer Untertanen eingetragen waren, nunmehr aus die Namen der wirklichen Besitzer nmrogistriert. Zweite Frage: Welche Maßnahmen sind getroffen worden, um die Entwicklung der Selbstvetwaltung zu sichern? Antwort: Die gesetzgeberische Tätigkeit wurde noch durch dir offizielle beratende Körperschaft (Advisory Council), der der Oberkommissär vovfteht, auf Grund der Pälestine (Amendement) Order in Council vom Jahre 1923 ausgeM. Der in der Order in Council vom Jahre 1902 vorgesehene Gesetzgebende Rat (Legislative Council) wurde zurückgestellt, da die Majorität der arabischen Bevölkerung sich der W a h l b -e t e i l i g u u g e n t h i e l t. Infolgedessen sind in dieser Beziehung Fortschritte nur auf dem Gebiete lokale« Verwaltung zu verzeichnen. Dritte Frage: Welche Maßnahmen sind getroffen worden, um dl e z i v i l e n u n d r e l i g i ö s e n R e ch t e aller Einwohner Palästinas, unabhängig von Rasse und Religion, zu sichern? Antwort: Solche Maßnahmen sind die Gerichtsordnung/ die Rechtsprechung der Magistvatsgeri-chte, die Verordnung über WoPfährtsgesellschaften u. a. m. . Im Juli: 1924 erschien ein Order in Council, laut welchem von der zivilen Gerichtsbarkeit alle jene Angelegenheiten ausgeschlossen werden, die in de:: Wirkungskreis der vorgeschlagenen Kommission für die HMgcn Stätten gehören. Frage: Welche Maßnahmen wurden getroffen, -irm die lokale Selbstverwaltung $uv fördern? ■ .. Antwort: In vielen größeren Städten wurden 5oNe Hospitalkmullees begründet-, die auf eigene Kosten den nichttechnischen Dienst der bestchenden, bis dahin von der Regierung erhaltenen Spitaler leiten. Im Jahre 1924 wurde eine Kommission ernannt, die die -Frage der Entwicklung der lokalen Verwaltung zu prüfen hat. Ihr Bericht liegt bereits vor. Eine Anzahl arabischer Orte und das Mische Tel-Awiw erhielten erweiterte Steuerbefugnisse. Insgesamt betrug die Zahl der autonomen Verwaltungen im Lande Ende 1924 27, davon 23 in arabischen und 4 in jüdischen Ortschaften. Solche Räte sind ermächtigt, mit Zustimmung des Distriktskommissärs die Ordnung im Orte betreffende Gesetze herauszugeben. Das Jahresbndget wird dem .Distriktskommissär zur Begutachtung unterbreitet. Die Regierung Palästinas kommt den bedürftigen Gemeinden finanziell zu Hilfe und trägt zum Teil Garantie für deren Anleihen. Die Regierung trägt einen Teil der Kosten für Straßenbau im Gemeindegebiet. Der Jerusalemer Gemeinde wurde eine Anleihe von 20.000 Pfund zwecks Entwicklung ihrer Wasserversorgung garantiert. 1. Frage: Wann und in welcher Form ist die Jewish Agency offfziell anerkannt worden? Antwort: Die Form der Anerkennung der Jewish Agency und die Form ihrer Zusammenarbeit mit der Palästinaregiernng wurden im Bericht von 1923 bereits dargclegt. ■ 2. Frage: Hat die Agency der Administration im Jahre 1924 Rat erteilt? Wenn ja, in welcher Beziehung? Antwort: Es wurde dem Palästinakomitee der Agency, bekannt als die palästinensische Zionistische Exekutive, und dem Hauptbureau der Zionistischen Weltorganisation Gelegenheit gegeben, ihre Ansichten über die Revision des Emwanderungsgesetzes darz u l e g e n und Vorschläge betreffend die Organisation der Jüdischen Gemeinden vorzulcgen sowie sich über Sittengesetze und die charitaiive Ordnung zu äußern. Das Palästinalomitce der Agency wird bei der Vorbereitung der halbjährlichen Arbeiter-Jinmigrationsliste regelnmßig um Rat gefragt. Dies betrifft auch die Lage des jüdischen Arbeitsmarktes und die Versorgung mit jüdischer Arbeitskraft für die Zukunft. Ein Vertreter der Agency gehörte der ÄZ ä h r u n g skommission an. 3. Frage: Wie ist Natur und Umfang der Zusammenarbeit dieser Agency' mit der Palästinaadministration in wirtschaftlicher, sozialer und in anderer Beziehung? Antwort: Durch ihren Kontakt mit den jüdischen industriellen Unternehmungen, durch ihre statistischen Informationen über Angelegenheiten des Handels, durch ihr landwirtschaftliches Forschungswesen und dadurch, daß sie die Leitung des jüdischen Erziehungswesens innehat, Brand in der Änderet der „Wiener Mmenzeitung". Gestern um viertel 12 Uhr nachts brach in den Kellerräumen der Druckerei der „Wiener Morgenzeitung" aus' bisher unaufgeklärter Ursache Feuer aus. Der Brand, der bald bemerkt wurde, war in den Papiermagazinsräumen entstanden. Die sofort alarmierte Feuerwehr, die rasch zur Stelle war, konnte ein größeres Umsichgreifen des Brandes verhüten, der nach fast einstündiger Arbeit gelöscht war. Die intensive Rauchentwicklung, welche in der ganzen Universitätsstraße bemerkbar war, hatte zaMMe Neugierige angelockt. Der Rauch machte den AuMthalt in den Druckereiräumen für längere Zeit unmöglich, wodurch der Betrieb eine einstündige Unterbrechung erlitt. Dieser Umstand hatte auch aufdie Herstellung, unseres Blattes Einfluß, weshalb in die heutige Nummer der „Wiener Morgenzeitung" einige Meldungen nicht mehr Aufnahme finden konnten. An die Besitzer Berliner Häuser! Berliner Grundstückspezialist in Anfechtungu. Aufwertungen erteilt kostenlos Auskunft bei Bankhaus M. Münzer / Wien I., Hessgasse Nr. 7 Täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und 654 von 3 bis 7 Uhr nachmittags. ist 'die palästinensische Zionistische Exekutive in der Lage, die Regierung ' - in allen Angelegenheiten, die das Wohlergehen der An die Besitzer Berliner Häuser! Berliner Grundstückspezialist in Anfechtungu. AuMnnMen erteilt kostenlos Auskunft bei Bankhaus M. Münzer / Wien I., Hessgasse Nr. 7 Täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und 654 von 3 bis 7 Uhr nachmittags. BACZEWSKI LIKÖRE U. SCHNAPSE WIEN, I,, BABENBERQERSTRASSE 5 TELEPHON 45-30.SERIE . . . . ■ ist 'die palästinensische Zionistische Exekutive in der Lage, die Regierung ' - in allen Angelegenheiten, die das Wohlergehen der jüdischen Bevölkerung betreffen, wertvolle Unterstützung zu leisten, was sie auch tut. 4. Frage: Welches sind die Resultate der Teilnahme der Agency an der Entwicklung des Landes? Antwort: Die palästinensische Zionistische Exekutive hat direkt und in förderlicher Weise mitgeyolfen, die i n d u st r 1 c 11 e E n t w i ck l.u ng weiterzubringen, für die die Mische Arbeit in den' letzten Jahren Beträchtliches geleistet hat. -Die'Agency hals bei der Bildung einer Anzahl landwirtschaftlicher Siedlungen, wo.ausgedehnte Aufforstungs- und Entwässerungsanlagen geschaffen wurden. Diese Anlagen nützen dem ganzen Lande, indem sie die gesundheitlichen Verhältnisse in der ganzen Gegend verbessern, abgesehen davon, daß die landwirtschaftlichen Verhältnisse im allgemeinen gehoben werden. Die Zionistische Exekutive hat auch die Bewegung für berufsgenossenschaftliche und Darlehensgesellschaften in den jüdischen Siedlungen gefördert. Auf dem Gebiete des Erzichungswesens unterhält die Exekutive drei Schulfarmen für Frauen; sie.hat auch eine, landwirtschaftliche Schule in N'ahalal im Norddistrikt eröffnet. Die Exekutive kontrolliert ganzen 123 Schulen mit 538 Lehrerm und 13.848 Schülern, darunter sind drei Mittelschulen, o<ei Fortbildungsschulen und acht technische Schulen. Die Palästinensische Zionistische Exekutive unterhält einen G esundheits rat, der die hygienischen und sanitären BcchMmsse in -den jüdischen Besitzungen regelt. Die medizimsche Organisation Hadassah hat aus den Fonds, die'ihr seitens der Hadassahorganisaiiön in Amerika, des Joint Distribution Committee und. der Zionistischen Organisation zustießen, Hospitäler, ' Kliniken und Laboratorien in den Städten Palästinas und in den Mischen Kolonien begründet und eine Erzichnngsschule für , Krankenschwestern in Jerusalem eingerichtet. Hadassah ist auch für den medizinischen Dienst in den Jmmigrantenlagcrn und den Hospitälern der Jewish Agency verantwortlich. Die Gesamtzahl der Betten in den Hadassäh- Hospitälern beträgt 322, die'Jchresansgaben belaufen sick> auf 90.000 äghpt. Pfund. . , Die jüdische Arbeiterorganisation richtete für ihre Mtglieder eine Arbeiterkrankenkasse ein, wozu 40 Pr-WNi des Jahresbudgets (20.M Pfund im ’ Jahre 1924) v o n d e r Jewish A g e n c y beigesteuert werden. Diese Krankenkasse unterhält in der Nähe Jerusa- Wegen und?ür alle Waren tief redmierte Breite itchikkmsnn tt. TaborstraBe 48 Telenhon 47-1-7! En gros En delaSi

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