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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-12 · Heft 2384 (12.10.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2384 (12.10.1925)
Date
1925-10-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-kr. 2684 Men, Montag Menet Motsenzeitunft n Slovan führt in der Meisterschaft. Haloah au zehnter Stelle. Ae «ellkilchaft. e„!,n>» >««, eie ie:i). Die Dornbacher gewinnen mit Glück und Plhak. Hakoah-Platz, 10.000 Zuschauer, Schiedsrichter Plhak. Sportklub: Edi; Beer, Teufel; Wiedemann, Mika, zopak; Bauer, Severin, Höh, Wana, Strnad. Hakoah; Fabian; Scheuer, Grünfeld; Hetz, Guttmann, pollak; Schwarz, Hüusler, Kehler, Eisenyofer, Wortmann. Die jüdische Mannschaft hat wieder An Meisterschaftsspiel Floren. Sie hatte mehr vom Spiel als di« Gegner, rrpeitete jedoch die längste Zeit lässig und ohne Anfi p f e r u n g, besah einige schwache Punkte und war außer- >ern von Pech verfolgt. Die Dornbacher kämpften vom Fleck -oeg bis zum Schluß mit Aufbietung aller Kräfte, erhielten >rei ausgesprochene Zufallstreffer, und, als sich hakoah aufraffte und in einer schwungvollen Viertelstunde das Multat zu korrigieren versuchte, da war E d i Kannhäuser ein- -ach u n ü b e r w t n d l i ch. Ein scharfer Schuh WortmanNS, der MS Händen schließlich doch entglitt, prallte von der Querstange mrück ins Feld. Trotz alledem hätte das Können der Dornbacher zu einem Siege nicht ausgereicht, wäre ihnen nicht ganz überraschenderweise m dem Schiedsrichter Plhak ein wert- ,oller und vielleicht ausschlaggebender Helfer erfanden. Wer Plhak nicht als unbedingt einwandfreien Sportsmann kennt und ihn gestern amtieren sah, mutzte annehmey, >aß seine die Hakoah aufs schwerste benachteiligenden Entscheidungen nicht bloh einem schwachen Tage zuzuschreiben waren. Er diktierte nicht lange nach -Beginn wegen eines unweit der Strafraumgrenze durch Scheuer verschuldeten Hands einen Elfer gegen Hakoah. Scheuer war angeschossen worden und hatte gar keine Abwehrbewegung mit den Händen »Macht. Ein Hands des Sportklubs an der Strafraumlinie erttschied er zugunsten der Dornbacher. Einmal hatte sich Häusler durchgespielt und konnte fallend noch einen schweren Schuß anbringen, der von Edi fabelhaft abgewehrt wurde. Aber Häusler war klar in unfairer Weise abgedrängt worden, was unbedingt durch einen Elfer zu ahnden gewesen wäre. In einer Reihe von Situationen batten Hakoahner trotz Fouls der Gegner in aussichtsreichem Angriff den Ball behalten, aber Plhak pfiff meistens ab. Auch sonst trafen seine zahlreichen Fehlentscheidungen zumeist d i e j irdische Mannschaft. Man kann ruhig sagen, dah Plhaks gestrige Indisposition der Hakoah die Niederlage eingetragen hat! Die Blau-Weihen befanden sich zwar keineswegs m höster Berfass-mm- Das Schmerzenskind, die Verteidigung, erleichtert« dem wrUWulö wieder einmal den Sieg. #5ö8 zweite Tor der Hernalfer entstand durch eine ungeschickte Abwehr Grünfelds -und beim dritten, nach einem Korner erzielten Treffer, sahen alle Hakoahner hinten untätig zu, Me der Ball ins Tor befördert wurde. Am Angrrffszentvum dyr Krioauer stand der Ersatzmann Keßler. Der junge Mann kann entschieden Fußball spielen, O aber derart langsam, .zaghaft und weiche daß er jroh seines Talentes vollkommen unMänAich wirkte. Es Ware sicherlich zweckmäßiger gewesen, ihn bald nach Beginn mit Wortniann den Platz tauschen,zu lassen. Wortmann, der die beiden Tore für Hakoah erzielte, wurde vor der Panse viel zu wenig beschäftigt und zeigte nachher in der linken Verbindung im Felde eigentlich auch nichts Besonderes. Eisenhofer war, noch kaum genesen, angetreten. Bei ihm losten, wie immer, schwache und gute Leistungen einander ab. Vsenhosers Fähigkeiten werden in der Mannschaft nicht recht auSgenilht. 'Keiner versteht ei, ihm aus Distanz durchzulegen und richtig tot „schicken". Häusler bot eine hervorragende Leistung und hatte prächtige Momente. Sein alter Fchler, nie nach links zu geben und lieber aus unmöglichen Winkeln zu schießen, trat auch gestern auffällig in Erscheinung. Schwarz lieferte im allgemeinen ein gutes Spiel, war aber nicht btt Schutz, waS er auch bei den zahlreichen, von ihm schlecht aeltretenen Ecken bewies. Mit Neu seid und Grünwaid km Angriff hätte HMch gestem wolhl eine Aaren Sieg erzielt. Die Läufer der Mau-Weißen spielten ungleichmäßig. UebcrragendeS zeigte manchesmal Heß, der aber den Ball auch oft zu lange hält und immer die gjleiche Seite forciert. Ms er statt Keßler in den Angriff ging, brachte er wohl einen frischen Zug hinein, aber Nichts Mlawa mehr. Eibe Wanee vergab Hetz durch den BeGuch, auch Mi gu überspielen. Guttmann hatte ein großes Arbeitspensum zu erledigen, fand durch seine Mitspieler wicht die richtige Unterstützung und arbeitete daher ungileichmätzig. Auch sein Zuspiel war ziemlich ungenau. Po.lllak befand sich in der ersten Hälfte viel zu wert dorne und hatte übechoupt keinen besonderen Tag. Scheuer käNMfte sehr brav. Grünselb kann mchr als ergestwn z-eigte. Er brachte den Ball nicht recht weg. Hierin ist Weaner 1, der sonderbarerweise gar nicht mchr herangMgen wird, weit besser. Außer ihren schwachen Punkten überraschte öle jüdische Mannschaft unangenehm durch den »Mangel an Kampfgeist. Die Spieler arbeiteten schlaff und energielos und rafften sich erst nach dem zweiten Tor Wortmanns ans. Da zeigten sie, daß in der Mannschaft mchr steckt als es den Anschein hatte. Mer dieser mit Wan durchgeführten AngMAperiooe Mich, größtenteils durch die herdörvagende Abwehvarlbeit Edis der.ÄnScfleich verÄqt. Auch Fabian bekam oft harte Arbeit, der er sich zum Teil großartig, manchmal aber auch «sehr unrein entledigte. Im übrigen klafften zwischen der Hintermannschaft und den Stürmern Hakoah» wieder riesige Lücke», die für den BerlaUs vielleicht auch aiNLschlaggchend waren. Beim SportWub rackerte sich alles ohne besonderes Niveau ab. Die beDsn Tschechen Mika und Severin sind wertvolle MqnW-onen . Milka ist unermüdlich und überall. Gr neigt zu unfairem Spiel, wie Ziele der Dornbacher, vor allem Her Hotz. Schon in der ersten Minute sicht Kestiler allein vor dem Spv-Mubtor, Wetzt jedoch das Gelder M leicht in die Hände. Einen Freistoß von ziM 20 Meter verschießt Wana. Zwei Ecken gegen die Dornbacher verlaufen ergebnislos. In der 18. Minute verschuldet Scheuer durch Hands einen Elfmeter, den Wana «Ät wchaltbarem Schuß verwandelt. In der 19. Minute gibt Schwarz den Ball hoch vor da» Tor und WovtMann stellt mit Kopfstoß das ein. SportOub verschuldet Mi . weitere Eckstöße, einen Bombenschuß HäuSlerS wehrt Mi mit Mühe ab. Nuü gelangt auch SPortMub zu einem Kötner, der ebenfalls nicht Msgenützt wich. In der 40. Minute gelangt Bauer in Tornähe, Gvüuse>Id. und Pollcck lassen ihn unhchindert schießen und mch Fabian macht keine Mvchcheweigung, so daß die Dornbacher abermals in die Führung gelangen. Während der letzten fünf Minuten werden noch drÄ Korner geM den SportNub avführt, die das Schichal ihrer Vorgänger Men. In der vierten Mimte nach der Pause er« Mt Höß nach einem Eckstoß im Gedränge einen weiteren Treffer, auf bleiben Seiten gibt eS UmstellMMlr. Hakoah setzt tum zum GenovalaMM ein. Ein Eckstoß, der von Hiß gut zur Mtte gegeben wird, wird durch WovtmanN ins Tor gedrückt. Während der nächsten BiotWstunde vollbringt Edi wahre Copyright 1924 by SS. Fortsetzung. Kurt Wolff Vtriag A.-0. tfflnchea Kachbruck verboten. Hm zettwM. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Sie war sehr beliebt und nannte ein irisches Temperament ihr eigen. Sie bildete sich ein, daß Davie sie absichtlich übersehe und sie beleidigen wolle. Wütend schlug sie ihm eine ins Gesicht. Ein Glas fiel vom Tisch und zersplitterte auf dem Fußhoden. Das Piano wurde still. Betrunkenes Schweigen legte sich auf das Lokal. Es war in jener trägen Morgenstunde, in der auch laute Trunkenbolde zu flüstern beginnen. Davie stand auf und streckte seine Hand aus: „Was habe ich denn getan?" fragte er mit bettelnder Stimme . . . Billie warf sich Vor ihm auf die Knie: „Das wollte ich nicht ... ich kann ja nichts dafür. ... deine goldene Stimme hat mich perrückt gemacht" . . . Davie hob sie auf und setzte sie in einen Stuhl neben sich . . . Das Urteil ging dahin, daß Billie eben wieder einmal verrückt geworden sei. Man schwatzte ein wenig, daß sie aus guter Familie stamme... daß sie eines Tages erben würde . ., zuviel Temperament und Eigensinn für ein Mädel von der Straße habe ... und außerdem nicht einmal den Schutz eines Zuhälters . . . sie sei überhaupt kein anständiger Kerl. . . Die anderen Hürchen machten abfällige Bemerkungen über sie. Sie Waben neidisch auf ihr hübsches Gesicht und ihr elegantes Wesen ... am wütendsten aber waren sie darüber, daß alle besseren Besucher, die, die wirklich. Geld ausgaben, allesamt versuchten, sich Billie aufzuzwicken . . . Billie wurde zuerst ins Auge gefaßt , . . Boolkie war schwer besoffen. Cr hatte es versucht, sich Billie beizubiegen, Und ich glaube, er war wütend, daß es ihm danebengeglückt war .Er stolperte zu ihr hinüber und fragte sie, was sie eigentlich damit bezwecke, einen seiner Freunde, ins Gesicht zu schlagen und ihn dann der Gesellschaft zu entliehen. Er sagte, er habe gute Lust, ihr dafür eiUs in die Schnauze zu schlagen. Billie öffnete ihr tzandtäschchen, nahm einen kleinen Revolver heraus und meinte kaltblütig: ,/Versuchs doch einmal, du Lümmel"... Davie War unglücklich. Er bettelte um Frieden, erklärte, daß eS nichts zu bedeutet habe, und Boolkie retirierte vor dem Revolver, konnte es sich aber nicht verkneifen, prahlerisch zu erklären: „Schön, wenn mein Freund sagt, es ist in Ordnung, dann foll's diesmal dabei bleiben" ... Ich paßte auf, neugierig darauf, was aus einem reinen Idealisten in den Händen einet verliebten Hure werden würde. Dadie trank noch eine Flasche Wein, Billie schlürfte Absinth frappe. Sie bestellte sich einen zweiten, während Davie über seinem zweiten Glase Wein doste. Billie goß den Absinth jetzt ungemischt hinunter. Die elfenbeinerne Bläste ihres Gesichtes wurde, noch ausfallendere .Ihre schlanken weißen Finger bewegten sich ruhelos über den Tisch. Sie bat Davie, zu singen. Der Wein war ihm in den Kopf gestiegen. Er sang: ,-Trink mir zu, nur mit deinen AugeNj" und das Publikum wollte wissen, was in drei Teufels Namen er damit meine, auch wenn es von der Süße seiner Stimme gefangen war. Billie schien in verzückter Trance, und ihre schiefergrauen Augen füllten sich mD Tränen . . . Und Davie sang wieder, Wunder über Wunder, ein Schubertsches Liebeslied, das das Publikum wild vor Enthusiasmus machte . . . Äl meinte, das Publikum sei betrunken genug, an allem Gefallen zu finden/ wenn es den Sänger erst einmal in sein Herz geschlossen habe, so lange es noch nüchtern gewesen sei . . . Und Billie trank Absinth ... Die andern Mädchen meinten: ,-Paßt mal auf die auf, wenn die erst richtig am Saufen ist. Da wird sie verrückt." ... Ich trank meinen Whisky ungemischt, wie ein Alter. Ich bemerkte, daß er Mich mürrisch und schwermütig machte. Ich trank den Schnaps ohne Wasser, weil ich hoffte, er würde mich aufheitern; statt besten aber fuhren mir Gedanken an Esther wie rötglühende Rädeln durch das Gehirn. War doch auch Billie da, die mich an sie erinnerte ... . Ich setzte mich an' Davies Tisch. Er war entweder entzückend unschuldig oder fürchterlich' besoffen. Er rezitierte Walt Whitman für i Billie, die mit brennendem Gesicht zuhörte, was entweder IS. Oktober 1926 1 seit« I Heldentaten, Schuß -omf Schutz acht auf das GporMIbtvr und als die Stürmer der Mau-Weißen da» Nutzlose »ihrer Bemühungen eiufchen, ffaut der Kampf ch. Die letzten Minute« sichen wieder im Zeichen der Angriffe der Dormacher. Das Koruevvechältn'iS war für Hakoah. Bocher schlugen DporlMch-ReserVen die zweitL Mvunischasi Hakoah» 5:1 (8:o). ___ Slovan-Rapld Sr4 (ätO). Hervorragendt» Finish der urit zehn Mann spielenden HLtteldorfer. HütteVdorf. 12.000 Zuschauer. Schiedsrichter iftaufmatt*. Slovan: Hlofek; Reichacht, Grüner; ikernitzky, Machek, Barlbak; Heider, Hanel, ZharSky, Stepan, Cckl. Rapid: Ianszik; Regnart, Gzejka; Richter, Brandstetter, Madlmeher; Wondrack, WessM, Krüchmr, Bauer, Wessely. In diesem Spiel gaben die Hütteldorfer wieder »ivmal glänzende Proben ihrehervorragenden Kampfgeistes. Nnmerffch geschwächt — Regnart wurde gleich zu BeglMt verletzt, für ihn ging dann Wessely zurück —, sahen sie beim Stände 4:0 für Slovan einer vernichtenden Niederlage entgegen. Sie rafften sich aus und konnten im weiteren BerlMfe gegen die einheitliche, gut funktionierende Dschechenmannschaft noch vier Tore ausholen. Erst in den letzten MiMltrn wurde das Match entschieden. Rapid trat Übrigen» wegen der Tvilnahme des plötzlich paMnmevten StepanS unter Protest an. Kurz nach Epivllbeginn wird Regnart verletzt und veMßt nach dem in der 7. Minute von Haider erzMen ersten Treffer den Platz; ' er kommt zwar später zurück, hMpelte «ine Weile Äs Linksaußen Mit, trat aber in der zweiten Hälfte nicht mchr an. Slovan ist nun während der ganzen ersten Spielzeit überlegen und erreicht durch.Hanel einen zweiten und au» einem von Stepan Veckvandelten EiisimÄer den dritten Erfolg. (18. md 23. Mnmte.) In der Folge vergeben beide Parteien, besonders aber Slovan, gute Torchancen. Nach der Pause ist vorerst wieder Slovan erfolgreich, als Eckl einmal doch den kürzesten Weg aufs Tor nimmt; sein Schuß wäre ftMich haltbar gewesen. Rapid Mt aber nicht zurück und als Bauer in der 12. Minute mit wunderschönem Schuß em Treffer gelingt, werden die Hütteldorfer sogar offensiv. Gin Elfmeter, den Wessely veeüwandelt, bringt ihnen den zweiten Punkt (19. Mn.) und Kuthan erzielt Mmtmer drei (84. Min.)! Nun sicht «L ganz nach Ausgleich «mS, als acht M- «uten vor Schluß Hanel «inen ©cttof mit Wessely leicht gewinnt und eS 5:8 sicht. Roch scheint aber Rapid nicht besiegt und ein weiterer Elfer, wieder von Wessely derwanidli, ergibt den Stand 5:4, den Slovan mit Mühe W zum Schluß hAlt. — Reserven 6 al für Rapid. f Ltt »up. Amateure-Mmmerlns Sri' lvrd, Sri). ^Ql W. «. E.^stlatz. 10.000 Kufchatm. Schiedsrichter Andre». Amateure: Schvmann; Bligen«, LoUdlsr; Schneider, Reiterer, Prohaska; Ctttti, Rausch, HierlLnber, Kalman, Wiestt. Simmering: Aigner; Hmswirch, Duanser; Gävlich, Ku!rz, Dumser; Urban, DaniiS, Horvach, ZMcmer, Bievtl. Die Entscheidung fiel erst nach dem Hrupüfpiel. Die Amateure baten ein« sehr schwache Leistung, vor allem spielte ihr Angriff zerfahren. Die Simmevinyer dagegen mbeffeten flink, unermüdlich und wie aueinem Guß. Eigentlich war es eiH Verdienst der ummtteGaren Amateuve-Gerteidigung, daß die bvemrende BerbWffuNg oder brennendes Verlangen 'bedeuten konnte... Und Davie eMrte ihr Walt Whitman. Er sagte ihr, daß WhiMran alle Menschen tzÄiebt habe, mH büß er sie auch vevsteheu konnte mck chre Seele er- -awttt habe, MÄ er sw ldebte. Sie fragte: ,Jnd glaubst du, daß er mich hätte verjstehen können — mich —, und daß er mich hatte iliebhaben können — und meine Seele erkannt hätte Und dann sprach ihr DMe, den ich für ein Keines Kind gehalten hatte, Whitmans Werse an ein SMßenmädchen vor... Und Billie schlüpfte i'hrm Msinth. und ich schluckte meinen starken Schnaps, wahrend Davie davon schwärmte, welcher Dichter er dereinst sein werde... ,Ach bin hochsahrerch gewesen, a^er das werde ich alles aötun von mir, allwie ich Menschen kennen lerne Und Kcken. Ich werde den Rhythmus des Lebens Men und stimm Sinn. Ich werde aUffteigeN wie das leichte Schwellen der See, Md ich werde schweben auf den Schwingen des Gefühles. Aechgen will ich mit den Lungen- < Wanken, will mich mit den Häftlingen in der Zelle quälen und >M stöhnen, ich will auf dem Rade der Arbeit mich Martern, will taumeln mit den Trunkenen, berauscht sein mit ihrer Verzweiflung und mit ihrer Freude, ich will mit der Mutter erschauern, die ihr Kind saugt, und mit dem Vater, dessen zärtlicher Blick aus ihr ruht; will mit den Hei-matlosen und den Parias und dem Abschaum aus den Straßen gehen; will sie lieben und einer von ihnen sein. Ich will ihre Lieder anstimmen, -ihre Melodie will ich fein, ihren Trmmphgesang will ich singen und ihr Grablied. Mein Takt soll sein der Takt -ihrer Herzen, der Taki ihrer müden, armen Mße, der Pulsschlag ihrer Missetaten, ihres Zornes und ihrer Süchte." , , Das ist die häßlichste -der Stunden. Die Kellner sind Mit ihrem Frühstück beschäftigt. Henry Mecke-lheimer, der Besitzer, kommt und zählt die Einnahme. Es ist Morgen. Die Lust wird klarer. Die Stimme eines jungen Mädchens ' Kittgt: „Papa"... Meckel'hei-mers ( Stimme antwortet: ,Hier bin ich, unten"... Ein flachshaaviges Mädchen erscheint, mit frischen Augen, ausgeschlasen. Es ist Henriette MeckeWiimer, ' Korffetzung folgt.)

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