Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2382 (10.10.1925)
- Date
- 1925-10-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung 10. Oktober 1925 Nr. 2382 Volkswirt. Polmsche Wirtschaftrwoche. <Bon mrserem polnischen M.-S.-Korrespondemen.) Schon in der lausenden Woche beabsichtigt Ministerresident Dr. Gr ab Ski, mit den neuen Sani-erungsmaßahmen voll eiMsetzen.' Me neue Inflation der polnischen LHrnng verursachte den Abbruch der -früheren Sanierung nd der Umgestaltung des Programms, tvelches jetzt mit viel rchr radikalen Mitteln das wirtschaftliche Gleichgewicht zuückeroberu soll. Der Oberste Wirtschaftsrat, der eigentlich Ott sine beratende Rolle spielen wird, hat natürlich die Maßchmen der Regierung approbiert. Das Budget für 1936 sicht Ausgaben im Gesamtbeträge an 1840 Millionen Zloty vor, wobei jedoch die Post nicht erücksichtigt ist, da sie von nun an kaustnännisch unabhängig esührt werden wird. Um jedoch die Ministerien gur besoneren Sparsamkeit zu zwingen, wird «i-n Komitee aus Bercetern de» Sejm und von Staatsbeamten einberufen, die den funduS einzelner Ministerien zu kontrollieren haben werden, das Zolllo-mit« hat ferne Arbeiten beendigt, und, wie ge- «ldet wird, soll tüe Zollechöhung eme ganz bedeutende sein, an der heimSschen Industrie «inen genügend starken Schutz u schaffen. Alle ausländischen Experten, die sich bisher mit der Prüfung der polnischen Wirtschaftsverhaltnisse befaßt haben, teilten einstimmig sch, daß ein Land wie Polen bei einem o niedrigen Bantnotennmlauf (der letzte Ausweis der Bank SolSki vom SV. September meldet einen Umlauf im Werte nm 396 Millionen Zloty) unmöglich normale Geldvechaltnfle hcwen kann. NM endlich hat auch die Regierung einjefchen, daß es so weiter nicht gehen kann, und hat sich auch -nffchlossen, den Banknotenumlauf zu vergrößern, indem sie at dessen Deckung eine ausländische Anleihe aufnehmen will, die Anleche soll schr hoch sein und es kursieren darü'bcr verchiedene Meldungc«. Einerseits heißt es, daß der Staat eine klnleihe in der Höhe von 100 Millionen Zloty aufnehmen rnd den Banknotenumlauf auf eine Milliarde Zloty erhöhen oird, anderevseüs will man in -informierten Kreisen wiflen, >aß trotz der Dementierung seitens des Finanzministeriums ich ein englisches Konsortium mit 150 Millionen Zloty an >«t Bank Polski beteiligen und dieser Betrag ebenfalls eur zu einer eventuellen Erhöhung des Banknotenmnlaufes neuen soll. Me Regierung will jedoch auch weitere Kredite mfnchmen, die für Jndustri-ekredite Verwendung finden vevden. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit Schweizer rnd amerikanischen Gruppen sollen einen überaus günstigen verlauf nehmen -und knapp vor dem Abschluß stehen. Ms Sicherstellung für diese Anleihen dürften die staatlichen Monopole dienen. Jedenfalls -ist es erfreulich, daß ein Kapitalszufluß zu erwarten sei, denn nur auf diesem Wege ist .'ine richtige und dauernde Sanierung der Wirtschaft Polens möglich. Daß jedoch in Warschau noch immer Fehler gemacht werden, beweist das starre Feschalten an den Paßvorschriften (ein Auslandspaß kostet bereits 500 Zloty), die es nur den obersten Tausenden möglich machen, ms Ausland zu reisen. Auch eine weitere Erhöhung der Eisenbahntarift kam: nicht als gePreich betrachtet werden, denn diese weiden bestimmt den Export ungünstig beeinflussen. Me polnischen Börsen verkehrten in der Berichtswoche unregelmäßig. Die teureren Wien finden infolge Geldmagels schwer Abnehmer und weisen kleine Aurseinbußen aus, die leichteren Werte verzeichnen geringe Erholungen. Fester waren Ehodorow und Chybie, da sie aus Wien stärker gefragt wurden. Me Wiener AEragewerte notieren: Veviaen Amsterdam ...... ,L. Belgrad......... Berlin.. Brüssel .. Budaoest ........ Bukarest. London Mailand.. . New.York.. Paris ..... .. Prag .... Seöiten« und Solutentnrfe vom S. Sktober ISIS. Geld War« Qe> War. Uet- Wate 204.70 285 70 äofla .......... S. 6.13 189 96 6 17 190.56 hruiizObiscui' Noten . . b. Holl!tndlRChe Noten . . 12.S0BC 12,6350 Stockholm . .. 108.63 168.18 Warschau ....... 117,76 118.26 Italienische Noten . . » -v-,- 32.04 32.16 Zürich . ...... 136.32 137.12 imjoslawiaclic Noten . . 12.68 12.64 88.15 2.4075 98.46 3.4276 Valuten Politische Noten . . rtuntäniAC'.iti Noten . . . 118.25 110.26 34 31 84.41 AmeriKaiitiche .iottu » 708.— 712.— Russische Noten Roman.) schwelser. Noten . . . 28.33 2846 Belgische Noten .. » . 708 35 710.86 Bulgar. Not. . .. . . deutsche Noten . . , 6.1060 6.1860 Fschecno-slow. Noten . 20.67 21.09 32.82 32.98 168.30 168 90 Türkische Pfund-Noten . 20.99 21.07 KneMache Noten 34 22 34.38 inufirisciii- 00.3^ 99.70 Chodortev 2.85, Zivlenie-vÄi 10.30, Galizische Montan 2.60, Tche-ge 0.90, Warschauer Diskontobank 1.85. Htipocheken'- öank 0.35, Malopolskibank 0L8, Lemberger Brau 8.75, Ra-kszawa 0.90, Silesia 0.40. Der Zlotykurs war ebenfalls nicht regelmäßig und schwankte zwischen 5.99 und 6.25 Zloty für einen Dollar. Auf dem Bruttomarkte dauert die Stagnation an. Der Rohölpreis ist stabil bei 170 Dollar pro Zisterne Marke Boryslaw-Tustanowiee. daß in einzelnen (Mieren Kursabbröckelungen zu verzeichnen waren. Fristerstreckung über den 12. Oktober , für Warenliefemngen zum alten Zollsatz in Polen. Wie die Wiener Handelslammer im Cinvernchmen mitder polnisch-österreichischen Handelskammer mitteilt, besteht Aussicht, daß der Termin vom 12. d., innerhalb dessen beschränile Mangen einzelner vor dem 19. Mai bestellter Waren zu den alten Zöllen nach Polen Sie Vezlmiernng des Sonkgewerbes. eingeführt werden können, über diesen Zeitpunkt hinaus verlängert werden wird. Gestern wurde die Zählung der Gesuche um Konzessionierung der Banisirmen beendet. ES haben 818 Firmen um die Krnrzessionierung angesucht. Hiervon sind 381 Firmen aus Wien. Wenn bedacht wi-rd, daß im Jahre 19L1 in Oesterreich zivka tausend Banöfirmen bestanden, welche auf Wien und die Provinz verteilt waren und wenn weiter erwogen wird, daß ein Teil der Gesuche wahrscheinlich abschlägig beschieden werden wird, so daß höchstens 300 Bankfirmen verbl-eiben werden, so kann daraus ersehen werden, wie sehr das österreichische Bankgewerbe durch die Krise dezimiert wurde. Ein großer Teil von Darrkfirmen' hat überhaupt nicht eingereicht, weil ihnen die Mittel zur Bezahlung der vünfrigen Erwerbsteuevn nicht zur Verfügung stehen und sie mit dem bloßen Börsenbesuch ihr Auskommen zu sinden hoffen. Die meisten Firmen haben erst knapp vor Termmschluß die KonzsssiomerunHsgefuche eingeveicht. Anfangs hatte es den Anschein, als ob nur ein Teil dieser Gesuche dem Finanzministerium vovgelegt werden würde. Im letzten Monat hat sich aber doch eine ganze Reihe von Barrkinhabern die Sache überlegt. Effetterchreichmrgen der Mener Börse. JnfÄKe Neubemessung der Kvüsrunasgebü-hren an der Wiener Börse haben folgende ausländische Gesellschaften die erhöhten Gebühren nicht erlegt, und zwar: Telephonfabrik A.-G. vorm. I. Berliner in Hannover, Navigazione libera Triestina socreta in azioni (Triester Freie Schiffahrtsgesellschaft) und die Allgemeine Gasgesellfchast, beide in Trieft. Diese Wien teajltett nicht mehr notiert. ZwaugSexEltiouen au der Diener Börse. Gestern sind wieder eine Reche notleidend gewordener EffÄtenpositronen zur exekutiven Lösung gelangt. Es waren Gerüchte -verbreitet, daß zwei Firmen, die im Wiener Bankleben eine angeschene Rolle gespielt haben, nunmehr an die Liquidierung ihrer N-nternchmungen schreiten und ihre Verbindlichkeiten lösen. Die zwangsweisen Exekutionen sollen von einem sehr alten Banikhrusc Herruhren, das gerade in der letzten Zeit unverhofft in größere Schwierigkeiten geraten ist und sich durch Abstoßung seiner GffelLenbestände eine stille Liquidierung ermöglichen will. Außerdem wurden auch kleinere in Kost gegebene EfstckteN- Positionen anderer unbedeutenderer Firmen auf exekutivem Wege dem Markt zur Verfügung gestellt. Dies hatte zur Folge, ■□■cnc»[=naHOiiasoaaBoa[aw-niaw=»cniE}«QacnD ßWerbetAbonnentensSr die l I „Wiener Morgenzeitung" I Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffiret über die Firma Max Singer u. Co., 1. Bez., Nemorgasse 17. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Sinnreich u. Klein, Textilwdrengesellschast m. b. H., 2. Dez., Obere Donaustraße 87; über Joses Kaplan, Kaufmann, 2. Bez., Schüttelstraßr 73; über Hans Werner, Kaufmann, 1. Bez-, Wiedener .Hauptstraße 10; über Leopold Konstantin Pischta, Parfümeriehändler, 2. Bez., Kleine Psarrgasse 18; über Emma Strondl, Tuchgechäst in Mödling, Bckben- 'bergeystraße 1, und über Josef Menzier, Geschäftsmann, 10.-Bez., Favoritenstraße 152. Ausdehnung der Streikbewegung in der nordböhmischen Textilindustrie. Aus Prag wird telegraphiert: Die Blätter mäden aus Warnsdorf: Im Laufe des gestrigen Tages hat der Streik in der nordböhmischen Textilindustrie eine weitere Ausdehnung angenommen und auf die Mehrzahl der Betriebe in allen Städten des Jndustriokreises übergegriffen. In Warnsdorf stchen gegenwärtig 88 Betriebe mit 5500 Arbeitern still. In ungefähr 16 Betrieben wird noch gearbeitet. Es ist vorauszusehen, daß auch diese dem Streik beitreten werden. In Rumburg sind fast alle großen Betriebe stillgelegt. Etwa 3300 Arbeiter von neun Fabriken stehen im Streik. Auch in Schluckenan und Zwickau sowie in Schöltlinde ist es zu Ausständen gÄommen. Es dürften gegenwärtig ungefähr 10.000 Arbeiter im Streik stehen. Warenaustausch zwischen Palästina und Rußland. Ing. Ginsburg von de-r Hamanchil-Gesellschaft, der am 24. September von einer Rußlawdreise wieder nach Palästina zurückgskchrt ist, teilte der I. T. A. mit, er hübe mit den russischen Faktoren ein Abkommen betreffend Warenaustauisch zwischen Rußland und Palästina getroffen, wonach die Hamanchil-Gcsellschaft von Rußland Bauholz für 20.000 Pfund lauft, welches über Archangelsk nach Palästina transportiert 'werden wird, wahrend Rußland palästinensische Weine, Orangen ustv. für 1600 Pfund ersteht. Direkter Warentransport zwischen Polen uud Rußland. Wie den „Polnischen Nachrichten" ans Warschau,?, d., mitgeteilt wnd, gestalten sich die polnisch-russischen Eisenbchnverhandlungen. welche am 16. September in Moskau begonnen haben, schr günstig. Es ist der polnischen Delegation gelungen, Punkte, welche für Palen von großer Bedeutung sind, durchzusetzen Die Angelegenheit des direkten Warentvansportes aus Polen nach Rußland und umgekkchrt wurde bereits .günstig erledigt. Die weiteren Bechandlungen fcürfteit itt den nächsten Tagen zu Ende gssAhrt werden. Der internationale Weinmarkt. Die Lage am rnter« nationalen Weinmavkt beginnt sich bereits zu Äären. Währerü Italien für die Kampagne mit hohen, oft unannebm'oarer Preisen eröffnet, halten sich die spanischen Preise in Grenzen copyrtedi 1924 by 81 Fortletzing. Kort WolS Verlag A*G. Müncfaen Rachdrack verboten. Herr SeMmift. (Sm amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Bvolkie gefällt die Idee so gut, daß er selber den Vertrieb übernehmen will. Am nächsten Morgen brachte ich ihm die gedruckten Lose, und in ein paar Stunden hatte er hundertfünfundzwanzig zu fünfundzwanzig Cents verkauft. Wir teilten, wobei Boolkie versprach, die Zeche für die anderen zu zahlen, wenn sie sich Samstag nachts im Ratskeller einfinden werden ... Und Sam und ich verbrachten einen glückseligen Abend damit, mit den ^Altwarenhändlern in der Houston Street um unsere verschiedenen Kostüme zu handeln. Little Joe ging mit uns und stahl einen prachtvollen Bart für Sam und einen herrlichen Schnurrbart sowie einen Ziegenbart für mich. Little Joe's Stehlmethode war herrlich. Er nahm die Dinge einfach direkt unter den Augen des Verkäufers weg. Es war so unglaublich, daß ihn niemand jemals verdächtigte oder beobachtete. Man verliert ihn nie aus den Augen, aber - Geschwindigkeit, meine Herrschaften, wie die Ausrufer in Coney Island verkünden, ist eben keine Hexerei. Little Joes Gabe wurde nicht lange an Ladendiebstähle verschwendet. Er bekam bald eine Stellung als Kartenmischer in „Honest Johns" Spielhöhle. Und dort trug seine blitzartige Geschwindigkeit viel dazu bei, den Ruf, den „Honest John" für seine Ehrlichkeit genoß, auftecht zu erhalten. Das Laster Nety-Aorks ist immer selbstbewußt, wie daS eines bösen Buben. Sein Symbol und Leuchtturm ift stet» die rote Flamme, die heute, Samstag, am großen AaÜtag« und dem Tage goldener Ernte für alle Ber-! gnügungSewbliflemeniS Manhattans, leuchtet: Vorspiegej wng falscher Tatsachen und ein hhpokritisches Verj steckenspielen äußeren Anstandes und äußerer'Ehrbarkeit! gibt e» nicht. Der Teufel P lo», Die Stadt steht weit »Am. Die rote Lampe glüht über der Tür und sagt: ich bin die Sünde! Und die Menschen trinken und sündigen und lieben, prahlerisch, als ob sie sagen wollten: schaut nur her — wir sündigen! Sucht ihr Vergnügungen? Schaut nach der roten Farbe aus! Seid ihr farbenblind, dann fragt einen Droschkenkutscher oder einen Polizisten. Oder, wenn ihr nicht überflüssig zartfühlend seid, fragt ein Kind. Me wissen es . . . Das Tenderloin ist ein knallroter Hummer. Allen Street hat die Farbe und den Dust eines roten Herings. Elizabeth Street schäumt, herb und blutig wie zuviel Chianti. Und die purpurnen Lampen Five Points blinken ekelhaft unter ihrem Ueberzuge aus Schmutz uud Gemeinheit. Das Dutch Village ist ein glühender Rubin aus der groben Brust des Tenderloins. Es ist ein kostspieliges Lokal, das in zwei Teile zerfällt. Oben erweckt es den Anschein billiger Eleganz. Es ist nach dem „guten Geschmack" des Tages hergerichtet. Rosa Lampen, Palmen, teppichbelegte Gänge, Tischtücher, Kellner im Frack, und ein Streichorchester. Auffallend gekleidete Frauen, die, dem Geschmack des Tages entsprechend, ihrer Größe und Fülle nach ausgesucht sind, streichen an den Tischen vorbei, rascheln mit den seidenen Unterröcken und verströmen Wolken schweren Parfüms; höflich und bescheiden fragen sie, ob ihre Gesellschaft erwünscht sei . . . Und inzwischen musiziert verhalten und höflich das Orchester, das auf einer Art Balkon versteckt sitzt. Und dann erscheint ein Tenor mit zerbrochenerMimme, in schlechtsitzender Perücke und mit gewichstem Schnurrbart, und eine alte Sängerin, die verzweifelt bemüht scheint, ihre Jahre mit Schminke zu übermalen, eine entsetzlich zusammengeschnürte Figur; sie kommen zusammen oder einzeln, verbrechen ein Gemengsel übertriebener Arien, die durch Drehorgeln schon unerträglich gemacht worden sind .. . Unten aber, im RarSkeller, ist e» anders. Hier gibt e» keine Teppiche und keine Tischtücher. Der Ratskeller macht einen recht und schlecht anständigen und anheimelnden Eindruck. Statt d« Tenöre, Sopranistinnen und patt de» Streichorchester» gibt es da Niggcrliedersänger und eine lärmende Jazz, kapelle, die aus Geige, Piano und großer Trommei (hauptsächlich Trommel) besteht. Die Mädchen, die hier ihre Gesellschaft anbieten, sind nicht so elegant und nich! so vornehm, aber sie sind gutmütig, natürlich und in besten Sinne des Wortes uew-yorkisch. Sie setzen siöf an töe* Tische, verstehen einen Spaß, wissen auch einer mitzumachen und verfrachten sich nach dem nächsten Tische wenn sie nicht willkommen sind. Hier kann man sia intim amüsieren, so lange das Geld reicht. Das Dutq Village wird überhaupt nicht zugemacht. Al hat den Zeitpunkt unseres Debüts auf Mittev nacht festgesetzt. Er braucht ein wohlgefülltes Lokal uni ein Publikum, dessen Kritik bereits ein wenig abgetön ist . . . Er zeigt uns Frenchie Lavelle, der iu einer Eck« sitzt, und wir sehen einen schweren Menschen mit fetten Gesicht, dessen Augen ganz von Krähenfüßen ausgelösch erscheinen . . . „Nicht für ihn singen," rät uns Al. „Da! würde uns nichts helfen. Frenchie will eines wiflen: wil ihr den Mob beeinflußt. Nu aber vorwärts und imms feste drauf los!" Der Trommler schlägt einen langen Wirbel. A steigt auf das Podium. Er wird erkannt. Jeder Besuchet von Miners Theater kennt ihn . . . „Was gibt denn do hmte von sich?" ... „Ein Preis in jedem Paket" . . „Nur einen Dime, den zehnten Teil eine- Dollar-" . . Al'§ rundes Gesicht legt sich in glückliche galten über di gutmütige Anrempelei . . . „Nu schieß loS" . . . A winkt dem Trommler, der abermals einen Wirbel schlägt und dann beginnt er: „Meine Damen und Herren . . Jemand miaut. Ein anderer niest übertrieben. Ein dritte imitiert ein weinendes Kind. Al erhebt die Hand al Protest gegen die gutmütige Bnffonerie. . . „Laßt tht doch reden," hört man hier und dort, meisten» von unser»! Freunden, den Ludlow Srreetern. „Er ist ausgezeichnet ... Al fahrt mit seiner Rede fort und überschreit g« ' legen tliche Zwischenrufe. (Fortsetzung solat.^