Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2376 (4.10.1925)
- Date
- 1925-10-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wi en: 2um Abholen in der Expedition, ILTaboistr. 1-3, oder in einerycrschleisstelle (Trafik) monatl. 5 Schilling Strassenverkaut in Wien durch die Kolporteure der Firma G o 1 d ach mied, 1.. Wollzelle 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho-Slowakci: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon.Din. 60. Polen: Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 Nachzahlungen bei Pralter höh nn gen Vorbehalten Ifrreis 25 al England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Lei. Bulgarien: Mon.IOOLewr. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, II. Taborsir. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 UhriÜÄ, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 2376 Wie«. Sonntag. 4. Atober 1926 7. Jahrgang Präsidenten der Zionistischen Organisation und Exekutive Ghaitn Wer zmann und Nahum So ko low sowie das Londoner Direktorium des Keren Hajessod haben sich zu Beginn des neuen jüdischen Jahves mit einem Aufruf an die Jndenheit gewendet. Die vom 14. Zionistenkongreh ausgegebene Parole, im Jahre 3686 für das Finanzinstrument des Aufbaues, den Keren Hajessyd, eine Million Pfund Sterling aufzubvingen, hat diesen ernsten und eindringlichen Appell an die Juden der ganzen Welt veranlatzt. Am Wiener Zionisienkongreh wurde ein Budget von 600.096 Pfund Sterling genehmigt. Dieses Budget, nach den Grundsätzen äußerster Ersparnis und schärfster Selbstbeschränkung erstellt, kann und darf nicht das Ziel der Keren-Häjessod-Arbeit im netten Jahre sein. Man weih, daß die notwendige Entwicklung der jüdischen Heimstätte nur gewährleistet ist, wenn alljährlich eine Million Pfund Sterling zur Verfügung stehen. Und wir alle wissen, dah sich die Aufbringung eines solchen Jahresbetrages bei einiger Anstrengung verwirklichen läht. Voraussetzung für die Erzielung eines solchen Erfolges ist die volle und beispielgebende Pflichterfüllung der Zionisten dem Keren Hajessod gegenüber. Wir, die Repräsentanten der verschiedenen in der zionistischen Bewegung unseres Landes vertretenen Gruppen, halten es für unsere Pflicht, die Zionisten aller Richtungen und Parteien nachdrücklich daran zu erinnern, dah die erste zionistische Pflicht die Leistung für den Keren Hajessodist. Nur wenn; wir; diese unsere Aufgabe erfüllen, wenn wir Maasser leisten, dürfen wir epwarten, auch jene-- Juden mitznreihen, die dem Auf uns ist das Werk gestelll.Wr sind seine Träger; erunsisen wir uns' würdig der Verantwortung, die uns auferlegt ist) Wien, Tischri 5686. Das Präsidium der Zionisüschen LandeskockiteeZ' . Dr. JaKod Ehrlich» Kultusvorstand- Dr. Leo Goldhammer Vizepräsident der Keren-Kajemeth-Kommission Dlreklor SieMuad «pler. Kultusvarstand geschastsführender Vorsitzender der Keren-Hajessod-Kommission Das Präsidium des „Misrachi": Das Präsidium der jüd. sozialdem. Israel Austerlitz Arbeiterpartei „Poale Zion": ylCtttVilfiq Ai» (Sfttll finftnt Jakob S. Rester ®"ttl eoliai Das Präsidium der Zionistischen Arbeitspartei „Hitachduth": Dr. Joses Gclbarb Scklomeü Rofeublum Smil Weinreb ^uuu «e„«r Mendel Singer Das Präsidium der Oefterreichijchen Keren-Hajessod-Kommission: Oberrabbiner Dr. Z. P. Chäjes» Wtalied des Zionistischen Aktionskomitees Dr. Otto Abeles Ludwig Lato Dr. N. M. Velber Dr. Josef Löwenherz» Vizepräsident der JsraeMchen Knltusgemeinde Das Präsidium der Keren-Kajemeth-Kommission: Adolf Böhm Siegmnnd Wechsberg Dr. Chaim Lartakower <V rL t o r Ga nm>inge% KuAusvoOcher; Dr. M ax Bernhardt, QbmÜmr . der Ziackstischen BeziMMiM 6-8: Aurel En,ge'l, BeMsrat; Ing. IosessK'ischNlann, ObjNWM Ler-ZiomMchen BetziMMiW 10-11; Dr. Desider Frredmamn, KMusvonstand, Obmann der ZtonWschM Bezirkssekt-ion 1; Oskar GoLdschmidt, Obnrann dar ZionWschen OGMMon 12-16; Dr. Arnold Knrplns, KMusvarstand; Dr. I Isidor Kl aber, Knltnsvmstand: Dav>ld Kofjf'ler, Obmann der ZiomstWen SMon Zwischenibrücken; M. K v ih n. Bezirksrat; Jakob März, ' ' donständ; Kmmnerzmftat Max- Markus, KuLtusvovstand; Kirrt Offen-ber«er. Präsident des Mademischen Landesvechandes; Eraiä 'Pa ta lk, Präsidentin'der FrEenoriganisatÄn und BorWnde der ZiouWchen BMchMou 18; Emil Heinrich Nim hä «ser, Obmann der Zionistischen BhMHMom-'20; 'Hermann PLalschtes, Bezirksvat; Doktor Lvo.poild Plaschkes, Äemeindvrat und KMusvochaw;'Norbe'-ri Rappaport. Bezirksr-at; Dr. Samuel Ruß, Obmann der ZionWschen 'BetMsWwir 21; Dr/ Albert-Sch'ars. Obmann der Zionistischen ^irksMon 3; Iehuda Schmidt, Obmann.der ZionWchen Sektion Pvater; Leopold'Sitzmann, Obmann der ZiottWschen BchiMMon 16-17; Direiktor E. Spleglle-r, Obmann des Kreises Oesterreich-der?Mischen-Dum-:.und Gpovtwervrne; Max Spriinzelis, Obmann der/ZiynWche>nSÄtion BreiteiM; Pools. Dr. Wilhelm Stein. Obmann der ZionIWMn Bezicksicktion-19; Oberlbaurat Ing. Robert Stricker. Mitglied des ZionWschen MtwnAomit«s.. KEAsvorgtand, Obmann der ZiMWchen BeziMMgn 2; Ing. Snßnrann,der ■ ZviMschen' BegiMMmr 4-6;- -Ios es' H.- WaUuch, Besirksrat;'Dr.'Oeprg-'W«tueii GVirksvat, Obmann^der ZionGiMn' HMvkslsMon 9; OberrechnnnigHva-t Moses Weiner, Obmann des Mener^ZianistWm ^LokaWomitees. Rndols Wozaseit, Amstetten. — Gustav Selide'mann, Q'bnmnn der-ZionWchen Ortsgouppe Baden. — Oberlchrcr I a kolb Buxbaum, Eisensiadt. — Karl Schwarz, KMksvorsta-nd.'Obmann der ZionWschen OrtsavuüHe Graz. — Ing. Joses Adler, KMnsvoOMd;.Ing. Richard Berger.; MMsvorstand; Sietzsried Gran'b'art, tusvorstand, Obnuum der ZionWchen OvtSgruippe,' Innsbruck. — Max' Stotzl, -Klagenfurt.- — Karl Sachs, Ohmannder Ziomstischen OrtMuppe Krems/ — Simon Gewing, Obmann 'der-Zionistischeji Ortsgruppe^ Leoben.'' — Dr. Rud o•{| M cnzel, KnltN'svoOand; Dr. -G«nstau- Morgen st.ern,'KM-Uisvorstand'; Ing. Hi sja 1 y^-Kultusvorstand, 'Obmann der ZioWWen .OrtsgvuM; -Emannel' -S'<l.nd,i5hMsvorstand;.ör' SP itz,^Mtüsvovstand; Viktor Tanssi,g, KMitiWvoOand; Theodor ' Weiß, KMiusvorstand'/ Linz. — Dr.'.Ludwig "Roise'nHek,/ Obmann der Zioniistischm OMMPPe Mödling.— Dr/Hngo Deutsch, Obmann->der^ ^Zionistischen 'Ovtsgmpste' St. Pölten^ — F. Fischer, Villach. — Dr. H.ermann KadiMsBöÄmi. — Dr. Hugo Bauer. Wiener-Neustadt. Das Bureau des Keren Hajessod. Abteilung Oesterreich, befindet sich: Wien, 1. Bez^ Kärntnerstratze 28. Tel. 77-4-85.77-4-86. JABaaewtki iiiiliiiiiiiimmiiiDiiiiiiimiiiiiiiiiiiiitiiitiiiMiiiitiiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiniitiitmiiiiri Schnä p s e .. 2 t £ ö r e Spezialität: Baczewski-Stanislauer Doppelt re kt tsizi ert und destilliert Seit 1782 weltbekannt E vermittelt ohne Kostenvorschuss für gute Miethäuser im Deutschen Reidi 1114 lir Grundstichs- und Bau-Interessenten m. d. H. Berlin W 62. Kurfünienihv 123 / Tel. Kurfürst 6889 u. 5784 Mel den Macher! ' ' —y. Wien, 4. Oktober. In' der^' PalWnaarbeit/'-kulminiert das jüdische Leiben. Die .stmHen - geistigen., und, psychischen Energien strötnen aus dieser Mee,-ibie/vör nun dreißig Jahren ^imt ersten ■ Male in feste politische Form gefaßt worden ist. Das^^zerstreute.Mische -Polk^hat durch, den PMftinagedanken wieder ein Zentrum seiner seelischen hMnik erhalten^ einen sicheren. PuM . in der Leere des Exils, von dem .aus es an die Negeneration schreiten kann. Bon dem. Willen getragen, aus seiner eigenen Kraft sich eine Zelle -der Mationalen Erneuerung zu zimmern, hat das jüdische Vöfl in der Zionistischen Organisation den Vollstrecker '.seiner Hoffnungen bestellt und diese Bewegung hat. die . Sehnsucht von Jahrhunderten -in nationabpolitische Forderungen kristallisiert. Sie sind heute aller Welt bekannt. Der Zionismus hat nicht demonstriert. Er ist'selbst eine aktive Demonstration gegen den unwürdigen Zustand, daß ein reichbegaibtes Voll, das selbst an der Entwicklung der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kultur in nicht zu tilgendem Ausmaß mitgewirkt hat, nattonal rechtlos und politisch unfruchtbar bleiben soll.. Cs ist nicht. die Schuld des Judentums, daß dieser Zustand eingetreten ist; es ist nicht sein.Fehler, daß ihm. dieser Zustand so lange Frist hindurch nicht zum Bewußtsein kam. Aber es wäre seine niemals mehr zu sühnende Schuld,-sein die fernste Zukunft vergiftender Fehler; wenn es nicht heute die Zeichen der Zeit verstünde und nicht den letzten Hauch und den letzten Groschen daran setzen' wollte,, das seelische Zentrum zum nationalen und kulturellen Besitz zu gestalten. Niemand würde es verstchen, niemand' könnte es vor.der Gechichte und dem Gewissen der Lebenden rechtfertigen, wenn das Judentum sich weiter in einer Reserve gegen das Ideal seiner Freiheit halten, wollte, nur deshäW, iveil es Opfer zu bringen hat.'Es ist vielleicht zu verstehen,-daß dieses 'auserwählte BoW Zer Qual und des Leides, diese Inkarnation der tragenden und tragischen Geduld nicht noch mehr Lasten auf sich nehmen wollte, wenn ihm daraus neue Feindschaft, neue , Verfolgung droht und wenn es die Gewißheit hätte, gegen die Uebermacht und. den WAen der anderen Völker zu handeln. Wer gerade dieses hemmende Moment ist nicht mehr vorhanden. Es ist durch die mühevolle, unverdrossene Tätigkeit der Zionistischen Organisation beseitigt worden. Wenn uns eines mit der schmerzensreichen Geschichte unserer Tage versöhnen kann, .so ist es der.Umstand, ■ daß die Kulturvölker der Welt aus dem' ungeheuerlichen Krieg nebst anderem auch die Folgerung ziehen-mußten, daß dem jüdischen Volle das Vertrauen in ferne, Kraft, in sein Ingenium nicht länger' vorenthalten Iverden dürfe. Die zum Völlerbund vereinigten Nationen anerkannten unter . .»omugcr /.Ostaufentrialt cinsre Küche Soimioer HerDstaufeumair k regste Küche Ocneraldirektion: Hans Hübner fiOS 94