Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2374 (2.10.1925)
- Date
- 1925-10-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Volkswirt. Billigerer Geld i« England. Herabsetzung der Bankrate auf 4 Prozent aus Wunsch der englischen Regierung. (Eigeiidienst der „Wiener Morgerlzeinurg".) Lolwon, 1. Oktober. Die Bank von Englau) hat heute )eu Diskontsatz von 4V» auf 4 Prozent ermäßigt. Diese Maßnahme er englischen Bank, lvelche vorn Generairal der Bank behlossen tvurde, hat auf sämtlichen iutcruat-iunaku Geldmärkten xoßes Aussehen hervorgerufen. Wohl war schon Al Sepremerbegmn eine solche Herabsetzung erwartet worden, >da sich ie Geldverhältnisse in London stark verflüssigt haben. Trotz lledem hatte die Bank von einer solchen Ermäßigung mit Rücksicht aus -den HeNMedarf abgesehen. Die noch im August vrgenommene Herabsetzung von 5 aus 4'/-j Prozent war mehr ils Versuch an'geschen tvordcn, dessen AuLgang Aveifelhast oar. Es war nämlich befürchtet worden, daß durch eine solche Ermäßigung die anmerikanischen Geldzuslüsse ausbleiben wer-!en. Diese Befürchtungen hatten sich aber nicht erfüllt. Infol- «dessen wurde von einem Teile der englischen Finanz ans eine beitere Herabsetzung gedrängt. Trotz alledwn vechielt sich die nMche Bank eine Zeitlang ablehnend. Wenn sie aber jetzt loch diese Ermäßigung vorgenommcn har, so scheint dies aus?me Ue'bereinstimmung mit den Wünschen der englischen Regierung hinzuweisen, welche fetzt einen neuen Posten ihrer Konversionssnleihe emittieren -und durch die Zmsfußherabsetzung die ktinlmung ans dem Anlagemarkt verbessern will. Es ist monentan nicht abgusehen, wie lange dieser Zinssatz andauern vivd. In Now-Aork haben sich >in den letzten Tagen die Getd- »echAtnisse etwas versteift. Bon finanzieller Leite werden Aöldabflüsse aus Londair befürchtet. Trotzdem bedeutet aber >ie Diskoncherabsetzung der Bank von England einen gewaligen Schritt in dem weiteren Abbau der Zinssätze auf den Geldmärkten der Welt. Es dürsten zweifellos auch andere N^- ciibanken sich durch diese Maßnahme beeinflussen-lassen. Weit«« Abbau in der PrivatwkrMait. Zahlreiche OttobrrkünLigungen. Gestern wurden von einer ganzen Reihe von österreichichen Unternehmungen zahlreiche Angestellte per Jahresende teLmrdigt. Es geschieht dies im Rahmen der Äbbauaküon, die trotz Erleichterung der Krise doch noch nicht beendet zu sein 'chetztt. Zu den Unternehmungen, welche solche Oktoberkünsignngen erlassen haben, gchören unter anderen auch eine Äntchl von Petwleummdustvieunternchmuwgen, welche rn Wien hre Bureaus besitzen so die Karpathen, Fanto,.Galina und andere. Bemerkenswert P, daß auch Lebensmitisl-. Getriebe stärkere Entlassungen vornehmen, trotzdem, wie gerade )er gestrige Erlaß des Finanzministeriums in der Frage der Äoldbrlanzen zeigt, diese Unternchmungen als von der Krise aicht tangiert angesehen werden. So haben zum Beispiel die Änkerlbrotwerke ebenfalls einer Reihe von Angestellten gekündigt, SerSchte 8b« neue Wrfeuiusolveuzeu. An der gestrigen Börse kursierten Gerüchte, welche im Anschluß an die Diskussion über die Insolvenz; des bekannten Bankhauses Popper auch von Schwierigkeiten anderer Komcnisiionsfirmen zu melden wußten. Es soll sich in'erster Reihe um Devisenhändler handeln, welche seit längerer Zeit ihre Wiener Morgenzeitun- -r --—.. 1 ■ - Engagements schuldig geblieben' sind und der Abzahlung ihrer Verpflichtungen nicht Nachkommen können. Im Zusammenhang damit sollen auch exekutive Verkäufe an der gestrigen Bövse getätigt worden sein. Tatsächlich wurden gestern vom Stützungsfomitcc Ztvangsverkäufe in Posten, welche von lignidierten Bänkell stmnmen und die seinerzeit vorn Komitee ausgenommen ivnrdcu, durchgeführt. Eine Bestätigung der Jrtsolvenzmeldtmg einzelner Devisensirmen war bis zütn Schluß nicht zu erlangen. Tatsächlich hat aber die Furcht vor weiteren Verlusten auf dem Repvrtaeldmarkt die Geldgeber von Entrierung von Geschäften abgchalten und infolgedessen eine Steigerung des Reportsatzes bis auf 12 Prozent verursacht. Generalversammlung der Sestcrrelchischen Sem Schicht A.>S.. för dar SeschSftriaftr 1924. Ain 23. September 1923 fand unter dein Vorsitz des Präsidenten der Gesellschaft, Herrn Georg Schicht, die zweite ordentliche Generallversammlung der Oesterreichischen Georg Schicht A.-G., Wien, statt. Der Geschäftsbericht meldete, daß der Ws atz der Erzeugnisse trotz starker ausländischer Konkurrenz gehoben werden konnte. Rach der vorgelogten Jchresrochnung ergibt sich ein Reingewinn von 2,07>1,533.670 K>, wovon an Dividende der Betrag toon 225,000.000 K. zur Ausschüttung gelangt. Der Rest toird zur Stärkung der gesellichastlichen Mittel teils einer Spezialreferve zugewiescn, teils auf neue Rechnung vorgetragen. Die turnusgemäß ausscheidenden Bevivaltungsratsmitgliodcr, Herr Vizepräsident Felix Fischer und Herr Vertvalrungsrat Max Fischer, wurden wieder gewählt. (Entgeltlich.) Saffaer Sroßhandelsvreile im Sntti Md Sttli 1925. Die wichtigsten Veränderungen der .Jaßfaer Groß- ^indelspreise im Monat Juni waren laut Commercial Bulletin folgende: Weizen stieg von 155 auf 185 Piaster; Gerste dagegen sank um 5 Punkte und notierte 125 Piaster. Kerseuneh sank voit 1st5 Piaster zu Anfang des Aäonats auf 175 Piaster; Tomaten kosteten im Juni 105 Piaster gegen 350 Piaster Ende Mai. Jur Juli zog Weizen weiter auf 200 Piaster an; Gerste notierte 140 Piaster gegenüber 125 im Juni. Milch ist im Steigen begriffen und kostete Ende Jüli 4/25 Piaster gegen 4 Piaster zu Anfang des Monats. Tomaten sind weiter von 105 auf 70 Piaster gefallen. Granatäpfel sind auf dem Markt erschienen und kosteten 210 Piaster pro 100 Kilogramm. Der österreichische Schilling ungarische Währungseinheit? Ans Budapest wird uns gemeldet: In der gestern abgehältenen Enquete über die Fragen der Balu-tareform, an welcher die leitenden Persönlichkeiten der Ungarischen Nationalbank sowie Vertreter des Banken- und Sparkassenverbandes, der Geldinstitutszentrale und der Verbände der Kaufleute, Fabriksindustriellen, Landwirte usw. terlgenomnren hoben, sprach sich die MchMhl der Konferenzteilnehmer» namentlich die Vertreter des Banken- «und Sparkassenverbandes, für die Einführung des österreichische« Schillings als Münzeinheit der neuen ungarischen Wahrung aus. Die Fremdenverkehrsinteressente» für die Siebenuhrladenspcrre. In der gestern unter Vorsitz des Vizepräsidenten, .Kommerzialrat Leopold Langer, stattgchabten Sitzung der Frem-denverkchrsinteresienten 'legte Kommerzialrat Hermann Pi eseu ausführlich die Schäden des Bestehens der Sechsuhr- 2. Ottöber 1925 Nr. 2874!' ladcnsperre für die am Fremidenvevkchr interessierten Kauslleutc und Produzenten dar. Er wies unter anderem darauf hm. daß besonders viele der aus geschäftlichen Gründen in Wien iveilendeu Fremden erst nach Bureauschluß'in der Lage sind, Einkäufe zu besorgen und zufolge der nach 6 Uhr geschlossenen Detailgeschäste eben gezwungen sind, ihre Besorgungen zu unterlassen. Das Präsidium wurde schließlich anfgefordert, neuerlich Schritte zur Durchsetzung der Siebenuhrladeufperre zu unternehmen. Insolvenzen. Das A u § gle i ch s v e rf ehre n wurde eröffnet über Re int c r n. B a u d. Erzeugung und Handel mit Herrenkleidern, 2. Bez., Uniere Auaartenftraßc l. Passiven 412.4L0 Schilling, Air wen 163.526 Schilling, lieber Rudolf und Theresia Krön f n ß. Schlosserei, 14. Bez., Herklotzgasse 23; über Roman Moser, 7. Bez., Bumgasse IM; über Jakob Ruthen. Raterrhändler, 20. Bez., Gerhardusgasse 29; über A. Foss ek, StrickwareuerMgung, 9. Bez., Marktgasse 16; über Franz Chalupa, 12. Bez., Flurschintzstraße 23; über Anton Eisenreich, 13. Bez., Glasauergasse 22: über Eduard Kou b a, Karosserieunterne'hmnng, 4. Bez., Wicdnergürtel 38-40. — In der Ausgleichstagsatzung der der ch r i st l i ch s o z i a l e u Partei nähe>tel>enden Wirtschaftsorganisation Wives in «Salzburg wuroe ein Vergleich abgeschlossen. Nach diesem Vergleich sollen 35 Prozent der Einlagen in einem Jahre ausbezahlt werden. Die Warengläubiger dürflen dieses 'Abkommen anfechtcu. Schärfere Eintreibung der ungarischen Wechselschulden. Aus Budapest wird telegraphiert: Die hiesigen Großbanken haben baschlvssen, den Wechselschulduern künstWn kein« Schonungssrist zu gewähren. Bisher war es übliä), nichteingeläste Akzepte erst füniszchn Tage nach denc VerfallSiage zu protestieren. HerabsetzMg der polnischen Frachtsätze für Holz. Aus Warschau wird^ te^egniphicrt:^ Anfangs Oktober wird ein neuer Eistnbahnfrachttarif siir H o l z v e r f r a ch t u n g a u sgearbeitet werden, der eine bedeutende Herabsetzung der Frachtsätze bringen wird. Bis dahin bleibt eine zchnprozeniige Tarifermäßigung irr Kraft, die für Holzverftachtnng von dreitausend Tonnen auswärts unter gewissen Modalitäten gewährt wird. Aus der Polnischen Petroleumindustrie. Aus Warschau wird gemeldet: Der Verband der polnischen Naphthamdusmelleit in Lemberg beabsichtigt, sich^ an die Negierung wegen Erteilung unmittelbarer Kreoite seitens der Bo nit.PolsTi für die Naphtha indnstri e zu wenden. Der Verband nwtitoicit sein Vorhaben damit, daß die Erteilung der Kredite seitens der Bankken eine Verteuerung der Kredite veranlaßt «und daß kein Naphthaunternehucen einen solch großen Nutzen bringt, um die enornren Spesen der Kredite damit decken tz« können. — Eines der grämte» Naphchanntevnchmiungen nr Polen, Brüder Nobel A.-G., hat sich mit der Naphtha A.-G. Oil es Sikalny fusioniert. Die GesellschM Brüder Nobel hat das garM Vermögen der A.-G. Oleij Slkalny im Woge der Fusion übemourmen. VereiniMug der tschechoslowakischen Eisenindustrie. Prag, 1. Oktober. Wschechoslow. Preßbur.) Gestern fand die ko«- stitulerende Generalversammlnug der Verkaufsstelle der Bereinigten tschechoslowakischen Eqenwerlke A.-G. in Prag statt. Der Zweck der Gesellschaft ist der Handel mit Erzengnissen der Evsenwerike svlme die Uebernahme vm Vertretungen für .den Bevkauif ihrer Erzeugnstse. Wiener Viehmarkte. Rinder. Der gestrige Auftrieb belief sich auf 414 Stück Schlachtvieh, worunter sich 270 Stück Mast- Md 144 Stück Beinlvieh befanden. Pümasorten, die spärlich vertreten waren, sind im Vergleich zu Dienstag bis zu —.15 S. pro Kilogramm im Preise a e st i e g e «. Mindere Qualitäten wte auch Wurstvteh tendierten unverändert. — Schweine. Aufgetrieben wurden 817 Schweine, darunter 626 Fleisch- Md 191 Fettschweine. Letztere tendierten gegen gestern unverändert, während Fleischschweine bet besserer Nachftage —.05 S. und stellenweise bis zu —.10 S. pro Kilo- Samm im Preise angezogen haben. ES notierten te nach ualität r Fettschweinv 2.4V bis 2.65 S. Mtd Fleischschweine s 1.90 bis 2.50 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. — Jung Copyright 1924 by 23. Fonsrtz-.mg. Kurt Wolä Verlag A^Q. UGnchen Nachdruck Violen. Hm Fettwuift. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. M'chel Cahn, der Revoluüonär, erwidert: Jawohl, warten; todtten bis wir bis zum äußersten 'ausgehungert und ausgequetscht sind! Dann werden sich die Arbeiter erheben, erheben wie die verhungerten Massen Frankreichs und werden die 'besitzende Klasse vernichten! Schwatzt nicht von Gewerkschaften! Predigt Revolution! Bereitet die Arbeiter auf den Klassenkampf j vor. Was ist Unionismus? Nur ein Betäubungsmittel — : ein Abführmittel — nur da, um den bitteren Trank zu \ versüßen — eben genug, um ^das Leben ein kleims bißchen erträglicher zu machen, gerade nur erträglich — erträglich genug, daß sich die Arbeiter mit der Lohnsklaverei einverstanden erklären." Boris Ratnowskif, der Mildeste unter der ganzen Versammlung, ist Anarchist. Er spricht sanft. Sanft beschreibt er die Schrecken des Lebens, die Grausamkeiten, die an der Tagesordnung sind, alte, weil Regierungen, Institutionen, Gesetze, Religionen, Heirat und Tradition das jvril. Wort emgekerkert haben. Die Union würde nichts weiter fern als ein weiteres Gefängnis des Rechtes der freien Rede. „Ich dm für die Gewerkschaft," fällt chm Simon «Äodin. der Sozialist, in die Rede. „Sie wird die Arbeiter die Macht und die Logik der Parlamentarischen Aktion lehren, sie dazu anlernen, ihre Probleme in organisierter, geordneter Form zu lösen und wird sie, kurz gesagt, für den Sozialismus reis machen. Sozialismus ist unmöglich, bis wir ein erzogenes, diszipliniertes Proletariat haben." Boris Udell sperrt den Mund auf, um. zu reden, überlegt sich's aber und stimmt lieber die Geige. „So ist's recht, stimm du nur — das ist, was wir alle brauchen: Harmonie. Spielt zusammen, Leute, und jeder wird erre'chen, was er erre'.chen will." Barneh Finn 'hat gesprochen. Borl hat recht. Dev schlägt em-mt Mt Mr den SZädßj. > Warnnt aber fai Philipp, der eifrigste Diskussionist, nichts zu sagen? Ich habe darauf gewartet, daß er etn geistiges Feuerwerk abbrennen würde,. . Die Anhänger der Gewerkschaft plädieren Nüsder. . . gründen eine Union . . . jetzt . . . hier ... und noch immer schweigt Onkel Ph;l'.pp . . . „Genossen, wer schließt sich an?"... Lewkowitz' Hand zittert, als er Papier und Bleistift vorbereitet . . . „Ich will hier die dcamen der Mitglieder des -organisierenden Komitees aufschrerben und dc.init die erste Klesdl'rmachl.-r.Uniou gründest — „Ich „Ich auch „Schreib' mich auf „Und mich -dazu-" Passiver Resist^'^r. Sogialisi, Äevolutionax und Anarchist bieren sich an m harmonichem Chor. Jetzt, dachte ich, wird es ihnen aber Oukel Philipp 'beibringen . . , statt dessen aber «wünscht er ihnen leise gute Nacht . . . Auf der Straße unter unserem Fenster hören wir Hochrufe und Schreie: „Hoch die Union Lewkowitz' Stimme erschallt: ,/Äenossen, seid aus viele Mederlagen gefaßt, Aber ein Zoll auf einmalgewonnen, ist genug. Geduld ist Kraft . . Barneh Finn bleibt.. . Er erwartet augenscheinlich noch etwas Interessantes voll Onkel Philipp. Dann höre ich Bennny Finkelstein reden. Er ist'stets der Schweigsamste. Ich wußte kaum, daß auch er >da war. Auch er gehört Wohl irgendöinem „ismus" an, aber er 'hat seinen Ansichten noch 'keinen Stempel aufgedrückt.. Philipp schließt die Tür mit den Worten: ,Kabt ihr sie gehört? ,-Geduld ist Kraft" — so sagt der Wurm." Finkesstein sagt: „Herr Finn, Sie wissen doch, wir Juden sagen, wenn ihr Geduld genug habt, werdet Hr auch -den Messias noch sehen." Barncy," meint Philipp, ,-Sie kennen FinkePein, aber gestatten Sie mir, daß ich ihn noch einmal vorstelle: das ist Barneh Finkelstein, der Kapitalist" Das ist also der „ist", der er ist. Mn Kapitalist.». Was aber, W Namen allex «in Kapitalist? ,-Jch hatte sagen sollen," fährt W'lipp fort, ,-daß ich und Finkelstein morgen ansangen, «Kapitalisten zu werden." „Und die Würmer," fragt Finn, „die Würmer mit ihrer Geduld «werden vermullich «den Boden für Sie tüngenk Llber wenn Ihre Fabriken erst eröffnet sind und wachsen, dann werden die Würmer auch mrtfvessen wollen." „Und -wir werden das tun, ivas man immer mit Würmern tut: w^r werden sie zertreten und aus dem Gar-- ten himuswersen," antwortet Philipp. Barneh Finn lacht seiin senores Lachen. ,Me sind sind wenigstens offenherzig," sagt er. ,Md warum sollte ich nicht offetiherzig sein?" fragt Philipp. Ich fühle die Erde unter mir als eine harte Tatsache. Ich erkenne die Welt als eine harte Wahcheit: Hund frißt Hund, Mnsch verschlingt Mensch. Ich sche das Leben nicht als einen poetischen Traum. Ich sehe, daß wir leben, solange wir leben, und etwas anderes gibt es nicht, nachdem wir ausgchört haben zu leben. Also ist es das Leben, was Mt. «Ich sehe, daß alles, tvas wir haben oder kriegen können, das ist, was wir den andern wegnehmen können. So ist nun einmal das Leben. Nichts erhält sich ms sich selbst heraus. Alles lebt von etwas anderem. Die stärkeren Elemente verschlingen die schwächeren. Die Schwachen sind nur dazu da, um die Starken zu ernähren. Und der ist wirkl>:ch stark, der glaubt, daß er stark sei: er ist stark, iveil er erkannt hat, daß es eine Welt von Schwächlingen gibt, «die bereit P, ihm zu dienen." Ich fetzte mich auf. Philipp war fo sicher und über.« wältigend in allem, -was er sagte, daß die Lust zu Mr« Mn: oder stöhnte vielleicht Mutter? Philipp geht aus und ab, und der Fußboden PtM unter seinem harten Absatz. Mutter «ringt die Hände, daß «die Finger in 'den Gelenken knacken, Barn-ey Wägt die Beine übereimuder und beugt W interessiert vor. Und Finkelstein grinst Mnn an. Wcchtzmg