Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2373 (1.10.1925)
- Date
- 1925-10-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981459--24221-3011743- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wien, Donnerstag Nr. ML Wiener Morgerrzeitung 1. Oktober 19Sd DiDeMngs von bezwiugeuder Komik ist. Cr wich feinen Weg Mchvn. Bon -en übrigen Mitwirkenden sind Rolf R t\ n> Hardt, Paul Mahr und Emmy W-endt howorzuhchon, b^vndors zu loben aber das ^frische, fein pointierende Fräulein Lueie Englis ch. Es war ein amüsanter Abend und ein voller Echckg. __ O. A. M BMerbnnd der dramMchen Kunft. In Berlin sprach 4m Rahmen eines festlichen MMmges, an tvelcham nngofähr 400 geladene Gäste teilncchWen, der Direktor des Theaters Odeon in Paris, fthmtit Gern rer, über die Idee der -Bereinigung der Bühnenorgawifttiorm: aller Länider. Sie solle zur Errichtung des AAeÄsrndes der dramatischen Kraft und darüber hinaus zum Aufbau einer Internationale der Künstler und Wissenschasiten führen. Wie verlautet, soll demnächst Direktor Gemier mit deutschen Schauspielern in Ber- 8m Äm» Molicre-Abeud infgerrierelr uui> gleichzeitig Professor Fejsner mit sranzäsiischen SchauspieleM in Paris „Wallenstevf' «Mhvon. «US de» Mater«. B » rgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „L o r> ,»ato Lasso*. Akademtetheater. Morgen. V,8 Uhr abends, pm erste» Male, ,2X2 5" von Gustav Wied. Staatsoper. Morgen, V,8 Uhr abends, ne« einjtrdiert ^ucia von Lammermvor*. Deutsches VolkStbeater. Heute und urorgen ,A» t o u i a* mit Sari F e d a t Theater in d e r I o s e f st a d t. Morgen 100. Auf- Ahr«» des Schauspiels ,G e s e l l s ch a ft* von John Gals- »orthy. Renaissancebübne. Sonntag, 7,4 Uhr riachrftaB*, ,% x c», ehrlich und fleißi g*, „Schöne 8eeleu* Md ß> in t angenehme P erson" mit SaussNiese als Gast. Carl-Theater. Sonntag nachmittags „D er R astel- ) in b et". _ Eme „Faust"-Oper komponiert H-indemith. Den Lezt steW Franz Blei bei. Es ist eine moderne Bearbeitung m ,^lMst"-Stosifes. Der Autor verlegt die Walpurgisnacht — rn ome ntteruationälc Tanzbar. ' , Arnold Korfs klagt einen Theaterkritiker. Anläßlich eines HWMes in Berlin spielte Korfs die Rolle des Georg Aormg in WWdes „Idealen Gatten". Der Kritiker Ludwig Sterneaux schrieb nach dieser Vorstellung, Korfs sei für WeRolle ,LU alt, M verlebt, um nicht M sagen, zu rauipooiert^ und' habe ,M Karikatur gewirkt". Korfs strengte die keleidigungsLilage.an. Es fand bereits ein. Termin uti. Sterneaux lehnte den vom Vorsitzenden vorgeWagenen vergleich ab. Er habe in seiner Kritik die Greben der ZachlWttt nicht überschritten, habe den Kläger nur als Darsteller gewertet und ihm persönlich nicht uahetret-en volle». Es handle sich-in diesem Falle nicht um eine persönliche Angelegenheit, sondern um die Freiheit der.Kritik urck man dürfe keinen Präzedenzfall schaffen. Radioprogramm. beule Dönuerstag. Festv r o «ramm anläßlich des eiujLhrtzen Bestanoes von Radio-Wien. 11 NLr: Festkonzert des Wiener Symphonieorchesters unter Leitung von Professor Rudolf Nlltus. — 4 Uhr 10 Mm.: Nachmittagskonzett der ' Kapelle Silving. — 8 Uhr: F e st v o r st e l l u n g: „Die fl e d -e r m a u s". Personen: Gabriel von Eisenstein, Renr: Kammersänger Anton Ludwig » Rokalmde, seine Frau: ' Kammersangettn Wanda Achsel-Clemens (Staatsover): Frank, Eesangnisdnektor: Josef Groenen (Staatsoper); Prinz Orlotskt: Olga Bauer-Pilecka (Staatsoper); 'Alfred, sein Gesangslehrer: Kammersänger Georg Maikl (Staatsoper); Dr. Falke. Notar:. Gerhard Stebmann (Staatsoper); Dr. Blind, Advokat: - Otto Beer (Volksoper); Adele, Stubenmädchen Rolalindens: Lotte Schöne (Staatsoper); Frosch, Gefängnisautseberr Viktor Madin (Staatsoper). Musikalische Leitung: Dr. Ludwig Kaiser. tzerichtssaal. Die Ersatzpflicht des Buchsachverständigen. Das Zivillandesige'riä)t unter Vorsitz des Hofrates Dr. R a P p e r t führte geftem die Verhandlung über die Schadenersatzklage zu Ende, welche drei Konmrittenten des m Konkurs gegangenen Bankhauses Ultmann gegen den Puchsachverständigen Professor Armr Einöhrl erhoben hatten. Der Anspruch gründete sich darauf, daß die Kläger sich veranlaßt fühlten, neue Einlagen bei dom Bankhaus Ultmann, und Zwar 32, 50 und 30 Millionen zu. machell, im Vertrauen auf das von Professor Einöhrl erstattete Gutachten, womit das Bankhaus Mmann als solvent bezeichnet uni) erklärt worden war, daß für die Einleger keinerlei Gefahr bestehe und die Einlagen sichergestellt feien. In tzioscm Vertrauen seien sie auch durch die Aeußerungen des Sachverständigen in einer am 5. Februar 1924 stattgesundenen GläubigerverfanMÜ'nng beftäÄt worden. Demgegenüber hatte der Vertreter des Beklagten ansgeiführt, daß das G u tachten ein rein privates und nicht amtliches )var und daß der Sachverständige in feinem Gutachten einen für den 17. Jänner 1924 vollkommen richtigen Status ausgestellt habe. In der geistern dnrchgchührten Verhandlung wies der Richter sämtliche Klagen a b und verurteilte die Kläger Zur Tragung der Kosten. In der Begründung heißt es, der SachverstüMgc hatte lediglich die Aufgabe, den Status vom 17. Jänner Mnsbellen. was er auch pflichtgemäß getan hat. Sollswirt. Schwankende Haltuug des Weltgetteidrmarkter. Die amerikanische Spekniatton am Werke. In den letzten Tagen Aeß sich eure starke Senkung des Preisniveaus aus jäiMchen internationalen GetreidsmäMm beobachten. Die BÄveguug nahm von Amerika ihren Ausgang. Die-Käufer sind überall zurückhaltend. Ms den amerikanischen Äiärkten wird das Ergebnis der deutschen und der übrigen Ernten des Festlandes mit einem gewissen Mihmute angesehen, zumal da auch Plata- und südafrikanische Dampfer vollbeladen mit Weizen eine neue starke Belastung des Weltgetreidemarktes erwarten lassen. Die russischen Getreideanbote häufen sich ununterbrochen ans allen Plätzen. Die amerikanische Spekulation, welche im Frühjahre durch die bekannten Haussetreibereien die große Teuerung hervorgerufen und dabei ungeheuere Gewinne eingcheimst hat, scheint nunmchr eine Wendung im Sinne der Baissespekulation vovgenormnen zu haben und beabsichtigt das Niveau stärker zu drücken, weil sie' der Ansicht ist, daß die weiteren günstigen Getreidezufuhren das Preisniveau noch mehr herabdrücken werden. Gestern scheint aber die Baissespekulatton vorläufig mit ihren weiteren Aktionen ausgesetzt zu halben. Dies hatte zur Folge, daß eine Be-, ruhignng eintrat und sich die Nachfrage in einzelnen Getreide--' forten erholen konnte. Sie Haisaer Handelslage in de« Monaten F«ni und ZM IMS. Die Handelslage , in Haffa war im Monat Juni ruhig, im Juli dagegen etwas' flauer, während die finanzielle Lage weiter recht gut war. Die'für den Juli erwartete 'Besserung der Marktlage infolge des Einsetzens der Exportsaison blieb aus. Die Bodenspekulation, die wahrend, der Monate Mai und Juni fast ganz aufgchört «hatte, stand, im Juli wieder' in Blüte. Eine weitere Eharaktevistik der^ Wirtschaftslage lvährend des Monats Juli bildete die Jnbetrie-bsetzung einer Reihe größerer und kle-inerer Fndustrieunternchnmngell und die Evöiffuung rnchverer Hotels >itttd Pensionen in der Stadt als auch im Distrikt Halft. Bvn Zerealien hat im Monat Juni nur ein recht kleines Quantum den lokalen Markt erreicht. Die Bauern hielten mit der Ernte zurück in der Erivartung einer' Steigerung der Preise. Jur allgemeinen sind die Zerealienpreise, die noch im Mai fallende Tendenz anlftviesen, in der letzten Juuilvoche sowohl infolge der Mißemteu mr Hauran und in Palästina selbst als auch infolge des fyrischcn Geimdeexportverbotes wiederum gestiegen. Die Exportsaison für Zerealien «hat in diesm Jahre schr spät eingesetzt. TranSjordanische Importe such voMomnmr ver- «boten. Während gegen Ende IM der .Jahre 1923 und 1924 die Levaut Bonded bereits 500 Tonnen Korn aufgespeichert hatte, besaß sie im Juli 1926 überhaupt rroch kein Korn in ihren Speichern. Das vollständige Exportverbot für Zerealien aus Syrien wie aus Transjordanien hat gegen den Juni ein lveiteres Anfteigen der Zevealienpreise bewirkt, wie aus rmchstchender Tabelle zu etschm M Piaster Artikel Mai Jmi Jvli Hamonweizen . 146-156 176-186 178-188 Lokoweizen. 134-144 156-176 166-176 Gerste . 123-185 107-117 111-117 Kersenneh. 98-107 113-117 119-126 Erbsen, einheimische.... 126-136 146-156 139—186 Bohnen. 107-117 117-125 133-140 Sesam . .. 303-312 303—312 302-319 Hirse. 115-117 113-117 128-187 Linsen, rote. 117-127 — — Linsen, weiße. 153—163 146—166 166-171 Linsen, gemischte. 143-144 146-152 157-168 8er Kamps gegen die Zenenmg in Sentschlnnd. Heute Stichtag der Bevbilligmig. Aus Berlin lvird uns berichtet: Die deutsche 3k* gievung sucht mit allen Mitteln die Seirkung des PrÄsniveaus durchzufiühren, um auf diese Art den Lebensstandard der breiten Schichten der BevWerung zu verbilligem Sie sÄbst hat zuerst > die erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Bmr heute angefangen werden auf den deutschen Reichsbahnen die Frachtsätze fiir die wichtigsten LobeusmiM um 10 Prozent hcra!bgesetzt. Ebenso wird von diesem Tage an die Umsatzsteuer von 1,5 auf 1 Prozent ermäßigt. Die B-cncken setzen mit demselben Tage ihre Provisionen um 20 Prozent herab. Es wird ihnen nahegelegt, denjenigen Kreisen, die sich an der ProisseMmgsaktion wicht beteiligen wollen, bei der Kreditgewährung Schwierigjkviten zn bereiten. Eine Reihe von Jwdustrieovganiscrtionen hat bereits die Zu- ■ sage erteilt, keine weitere Preiserhöhung vorzunchnren, sondern im Gegenteil mit Ernräßignngen vorzugchen. Außerdem werden die beihöMicheu Preiskontrollen auf sämMchen Gebieten verschärft. Für Reisch und Mchl wechen ft den nächsten Tagen weitere EvmäßMngen erwartet. Die österreichischen Goldbilanzen. Bo:: den einzelneu Unternehmungen wird «bereits eifrig an der FevtUtellung der Goldbilanzen gearbeitet. Man rechnet damit, daß M Beginn des nächsten Jahres die meisten GoMilanzen bereits für 1935 veröffentlicht werden. Vorläufig werden von der . Steuerbehörde die entsprechenden Maßnahmen, wie sie nach dem GoMilanMsetze erfiovdeÄich find, getroffen. Es wurden nunmehr diejenigen Undernchmungen bestimmt, für welche die ordentliche. Evwcvbsteuervemnlagung vorgesehen ist. Es gehören dazu folgende GgsellschastsnnteMehlnungen: Brauereien, Bäckereien, Zuckerfabriken,. Bichhandels- und ClÄtviziiätsgesellsch asten. Copyright 1924 by 22. Fortsetzung. Kurt Wolff Verlag A*G. München Nachdruck verboten. #enr Setttmuift. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. . Ich-beobachtete sie. Gretel . -beg'nnt ihren Tag beim Morgengrauen und beendet.ihn, wann^ immer die Min- .Mds sich entschließen, schlafen zu gehen ... Ich bin ganz veMebt in Gretel. Sie wirkt: nicht so auf nt'ch wie Lillie, m die ich Mr verliebt bin, wenn ich sie sehe. An Gretel muß ich immerfort denken. Ich warte stundenlang auf der Trappe, um den Augenblick auszukosten, wenn sie bescheiden au mir borbeischlüpft. Ich zittre- und tanze innerlich wie WMl unter dem Magnet. Schon ihr Vorübergehen macht mich nervös. Das Blut steigt, mir ins Gesicht. Mein Herz MW. Meine Pulie schlagen, und/meine Augen tun mr -wch, so fest starre ich; sie an. Und wenn sie vorüber ist,, .dann stirbt die Flamme,-und ich.werde gemeines, lebloses Hiftrr. . . Noch habe ich kein Wort mit ihr gesprochen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll... Der Sturmwind des Begehrens raubt mir Pen Atem ... Ich weiß nur, daß ich Grete-l haben will. Sie Mentet für mich: Leben, mch Avaft; und ohne sie bin'ich «verloren... Ich will Gretel . . . Gretel-. . . Gretel . . . Sie färbt den Horizont nmnes Bewußtseins m't den lglühenden Farben des l^onMMntevganges ... Ich weiß schon, -was ich will; ich weiß, warum ich Gretel.so notwendig «Habel Ich brauche sie, um mich.vor den'Gefahren meiner Gier zu bc- -wahxen . . . Letzthin haben sich ern paar meiner Bekannten verbrannt... und ich schaudre vor dem Gedanken, daß -mein Körper von schlechtert Krankheiten angefressen werden konnte . . . Ich betrachte che Weiße, die Symmetrie die Gesundheit meines Körpers als etwas Heiliges. .Wd ich.beschließe, mich.den' stinkigen Feuern und den wrennerwssn Misthaufen der Elizabeth Street fern zu halten . .. nicht meiner Seele'.'halber, sondern meines Körpers wogen ... And Gretel ist eine weiße Flamme. ' Gretel ist nicht schön im gewöhnlichen Sinne des Wortes. Ihre Züge sind unregelnräßig. Sie hat große Hände und breite Füße. Ihr fülliger Rumpf aus breiten Hüften. Ihr Busen ist voll und fest ... Sie ist ein junger, starker Baum . . ..Ihre tiefliegenden Augen sind ft weichbraun wie die Farbe der Baumrinde nach einem warmen Rogen. Ihre Wangen sind wie reife Aepfel,- rund und rosig. Ihre grob geschnittenen Lippen wölben sich verlockend, und ihre Kehle ist wie der elfenbeinerne Turm -des Liedes der Lieder. Ihr glänzendes Haar schlingt sich um ihren Kopf wie eine Girlande früher Sumachblätter. Heute abends bin ich glücklich. - Gretel und ich begegnen e'nander auf der Treppe. Ihr Atem huscht an meinem Gesicht vorüber wie der Wind, der in Fliederbüschen Verstecken gespielt hat. Ihr Rock streift meine Knie. Ich halte sie fest. Es ist dunkel. Ich fühle ihre Überraschung. Meine Hand ruht auf chrem runden Arm, Sie will gehen, und da, endlich, Äbevstvömen meine. Lippen. ,-Gretel, Gretel... du läufst mr immer davon. Warum? Habe ich etwas getan, daß du mich nicht magst? . . . Weißt du — jeden Abend habe -ch gewartet, nur um dir na-he zu sein, wenn du an mir vorübergeW. Habe gewartet und gewartet, nur um dich eine Sekunde lairg zu sehen. Gretel,' ich bin beinahe gestorben vor Sehnsucht, mit dir zu sprechen. Aber du läßt nicht mit dir Än. Du läufst immer Zavon.' Und ich möchte doch ft gern mit dir reden und dir sagen —" , Ich slüst're ihr mein Jiddisch, ins Ohr, das wie Musik. Mgt. Ich fühle die warme Röte aus . ihrem GesiA hörß, wie sich ihre Brust schneller.hebt .. .^Sie sagt, sie verstehe mich nicht . . . sie glaubt nicht, daß ich mich 'zu einem- Dienstmädchen herablassen -vmrde . . . beftuders. weil sie doch ein Greenhorn sei und ich ein amerikanischer- Student . . . Und ich säge ihr, wie ich I vor. Liebe'zu ihr verbrenne, und sie legt ihve Hand aus 1 'weinen' Mund und meint, es fti ünW von Hr, loltze Reden anzuPren ... Nach und nach gewöhnt sich Gretel an das Zusammentreffen mit mir auf der Treppe, rm Mur, und die süßesten Nächte sind die, die wir auf dem 'Dache im Schatten eines Kamins verbringen... 7. Unsere Küche ist voll Diskussionrften. Boris Udell, Tolstoi-Anhä'nger hat seine Fiedel mitgebracht, vermutlich mit der Absicht, die stürmischen Teile der zu erwartenden Debatte mit Musik zu dämpfen. Aber keine Muisik konnte den. heutigen Gesprächsgegenstand, über den -wüten'd debattiert wurde, übertönen. Die Union! Ich liege im Bett und warte aus «Ruhe zum -Einschlafen. Aber Lewkowitz, der halsstarrige Umonanhanger, führt das Wort. Er ist verzweifelt hartnäckig. „Wir -haben genug geredet. Jetzt müssen wir -handeln. Wir müssen handeln!" Er hat et« neues Schlagwort geprägt, das zu pathetisch ist, als daß es ohne weiteres niedevgeschrien werden könnte: ,Mn etwas besseres Leben — ein wenig Schönheit im Leben — bessere LebensverMnisse — das wird die Union für uns und unsere Genossen tun." ... Seine Gefühle werden refpekttert. . . einen Augenblick läng ist es M, M genug, u-m Mutter Zeit zu geben, schüchtern und m t dünne-r Stimme zu bemerken: .-Vielleicht ... wenn es eine Union gäbe... vielleicht wäre mein Mann heute noch lebendig und wäre nicht an der FabrMra'nkh'eit gchorben." ... Jch>rgaß zu erwähnen, daß Vater tot ist: er ging wie ein Schatten, wenn die Sonne sinkt. Mir rst's, als ob er immer schon tot gewesen wäre. Atzt .hat ein anderer trüber Schatten seinen Mtz eingenommen; jetzt sitzt Mutter in seiner Ecke. ,Mll — wollen wir's nicht probieren? Was? Sollen wir warten, bis wir uns zu Tode geschwitzt haben?" fragt Löwkow'itz. Mchtznng fttgt.)