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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-29 · Heft 2371 (29.9.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2371 (29.9.1925)
Date
1925-09-29
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 SBtencc Mo«ae»reita«a LS. TchkmVer 1SSS K. Ml' Sportnachrichten. Der große Lag auf der Hohen Warte. Wen—Krakau 1:0 (OrO). Spanien—Oesterreich 1:0 (1:0). Os» war kein Ruhmesdaa des äsderreichüscheu Fuschallspoues. Der knappste Äag.yogm Krakau und die Nieder-' tage ftecjen Spanien erfolgen nach beängstigend tti'ülcq-em , 'Dpikl der heimischen Mannschaften. Die 6O.O0O Zusch-auer verließen die Hohe Warte kühl und Mbüfvichigt. Die Mno- Wäce 'leildmschafMcher Anteiluahnve fchtte, weil von Oesterreichs Bortretern keine Begeisternng mlsstvömte. Man s<ch uchsere Leute mäßiig Spielen urch schon gar nicht kämpfen. Das Match gegen Krakau, das als Einleitung WN „Schüdge.r" Oesterreich, gegen Spanien gedacht tvar, brachte rinurerhin interessanle Phasen und abwechsluugsreiche Episoden. Die davauffolgeude Begebung erwies sich sportlich als schr dürftig. Bis auf den Start der Oesterreicher uqd eine kurze, durch «inen Schuß Häuslers einqeleitete ArMiffsPerivde war es eine schr langwemge Angelegenysit. Die Spanier erwiesen sich keineswegs als Sensation und blichen uns vieles schuldig. In Schnelligkeit und raschem Start lvaren sie unseren gemächlich arbetten-oen Spielern Uerlegm. Das Kick- und Rwshsystem der Gäste wich immerhin durch genügende Technik unterstützt. Sie Halten den Bclll nicht lange und geben ihn rasch weiter, wodurch sie Terrain gewinnen und den Gegner auspumpen. Auch wenn die f^cmticfjeit Halbes freie Bahn hatten und den Ball noch unbc- -hindert hätten sichren können, spielten sie ihn in richtiger Weise der noch ungedeckten eigenen Seite zu. - Fi scher zum Beispiel,, nn Match gegen Kraka-u, zögerte emige Male, nur um seine DribbeWnste an einigen Gegnern vvrWführen. Wenn er schließlich flankte, waren seine früher noch freistcheichen Partner bereits zerniert. Die Spanier spielten hart und kämpften mit uneDmirdlicher Opferung, aber dennoch war ihr Sieg glücklich erzielt. Ihre Spielkultur ftcht uuter dem tschechischen, ungarischen oder auch österreichischen Niveau. Zamorra im Spanicrtor ist wnWch allererste Klasse. Er ist ein Tormann großanFor m a t e s, mit richtigen Iangacmen und riasioem Mionsradius. Er dirigiert seine Leute hinten und greift taktisch schr gut in das Spiel ein. Seine katzenartige Behendigkeit verleitet -ihn aber auch zu Posen. Die Korner wehrte er mMechaft ab. Leider sin.) unsere heutigen Fußballer La-Msch keim großen Künstler. Sonst hätte sich ein Stürmer schließlich nur damit befassen müsse», Zamorra an der Erreichung der Eckstöße in erlaubter Weise 511 bchiickem. Der berühmte Goalkeeper von Espagnol hatte Sonntaa aber auch entschiedenes Wück. Eine ganze Reihe von Bällen ging am Tore knapp vorbei. bei denen er keine Ablvchrnwglichkeit gehabt hätte. Den von Wefiely schwach und schlecht getretenen Elfer zu halten, war vielleicht kein großes Kunststück. Sonst sah man von dem Spaniern nicht viel. Sehr spanisch kamen uns aber die Leistungen unserer Leute vor. In beiden Spielen war eine erschreckende Schuß un sicher heit der Heimischen zu konstatieren. Aber auch die Methode der Teamaufstellung wird revidiert werden müssen. Berühmte Namen allein tpy es nicht. Wies er war einmal (als Flügelstürmer) gewiß eines der besten Produkte österreichischer Fußballkunst. Heute P er bereits viel zu schwer und langsam. Horvath kann 'sicherlich gut Fußball spielen. Sein Mut und Draufgängertum in allen Ehren, aber zum Angriffsführer einer Auswahlmannschaft fehlt ihm das Format. Wessely hatte einen schlechten Tag. Es gelang ihm gar nichts. Seinen wunderschön volley gezogenen Ball rettete ein Spanier auf der Goallmie. Häusler zeigte einige schöne Aktionen und gute Schüsse, spstlte aber reservierter als sonst. Cutti, der von ihm sehr gut gemanagt wurde, arbeitete bravourös, konnte sich aber körperlich gegen die wuchtig dreinfahrenden Gegner nicht so durchschen, wie es wahrscheinlich Neufeld vermocht hätte. Die Läuferreihe war unser schwächster Mannschaftsteil. Wir: können derzeit keinen - Eigneten Mittelstürmer - und 3entej>; hals ins -Feld stellen. Die Mängel..Reschstraten Sqnytag - 'deutlich zutage. Er ist' zü^lanäsam und' kein größer 'Taktiker. iKurz siel ganz um. Schneioer, der beste.Manu.im Vorspiele gegen Krakau, wäre ihm vorzuziehen gewesen.-Nietfch. half zumeist rückwärts 'aus. Auch unsere Verteidiger waren; .nicht ganz auf gewöhnter'Höhe. Rainer hat nn Tmzelkainvf gewisse Mängel und Tandler fand sich erst nach der-Pause. Cdi Kann häuf er kam bezeichnenderweise 'nicht recht' ins .Gefecht. Möglicherweise hätte er den in der IQ. Spielminute erzielten Treffer C.ü bell § durch ' Heranslaüfen' verhüten können. Schiedsrichter Ce-jnar amtierte gut>und wohlwollend .für Oesterreich.;. . In der K r a k a u e r Mannschaft stieß das Wiener Team, auf eine« e r n st e ic G e g n e r. Die Ausdauer her Polen beweist am bestell, daß sie nach der Pause däS Spiel, offener batten konnten als vorher. Die Krakauer zeigten sich als flinke, faire Elf, die über recht achtbare technische und Mische Fähigkeiten verfügt. Mit einfachen Mitteln streben ihre Stürmer, von denen sich besonders die Flügel A 0 am 'ek unh Sperling auszcichneten, dem Tore zu.' Auch wie man sich ick Zentrum dem gegnerischen Tore ank besten nähert,.'zeigten die Gäste einigemal viel besser als die Wiener Stürmer. Piese schienen bei erdrückender Ueberlcgenheit in der ersten Hälfte btc Sache zuerst nicht sehr ernst zu nähmen. Der Ball wanderte in Ueberkombinationen unfruchtbar hin und her. Nur selten wurden Torschüsse gewagt, die dann freilich m dem kleinen Torhüter Malcyk, der bald der Liebling des Publikums wurde, ihren Meister fanden. Er hielt eine Unmenge schwerer l Bälle und mußte nur einmal, in der 14. Hirmte nach der i ' Pause, vor einem Schuß von-Heß kapitulieren. Bon den Hakoahnern zeigte der glückliche Torschütze einige schöne Züge, erreichte aber seine sonstige.Klubform.vichst E i sc n°. Hofer arbeitete unermüdlich und Nützlich, wagte'aber viel zu wenig. Schüsse. Drucker hielt sich nicht schlecht. Er besitzt Können und Uebexficht. ..Nach,- der. Pause siel er ab. Schiedsrichter Ivan csnc Z.-amsierte vorzüglich. Es war eine große stBeranställullg. die Oesterreichs Fußbaüsport bei etwas? mHr Glück , einen seltenen Triumph hätte bringen können» 'aber -'sehr dürftig - aussiel. - Das Ergebnis des Großkampftages wiLlst? aber die Mängel, nnsexer Spieler Her! beseitigen helfen als' täuschende Siege. Stiere Niederlage Ämaterrre in Prag. Gestern trüge« ' die..Wiener-Amateure ein Wettspiel jMn die PraM Sparta Ms, Pie Oberst. Peiter traten mit ihren TeamMelexn, . bis,auf .Ko.-nrad, komplett an.. Sparta mit Ersatz uW ohne'-Schaf-fer.' Der KchrÄsrichter benachteiligte die Wiener,' bei: denen L 0 hr'm a n 11 vwsaate,' ibeträcht-lich. Beim Stande von 4:2 für Sparta gaben die Amateure aus. Das Endresultat lMttet- 7:2 für die Tschechen. Halbzeit 2:1. Konstituierung der Kreiser ßngland i>^ Mavabi-Weltverbande». 'Eigcndienst der „Wiener Morg'enzeitung".! London, .26. Sepiemder. :y . ounerStag den 25. d., abends, fand hier unter Vorsitz des PrDdlÄmit-Kredes des Ma>MÄ-Weltverbandes, Herrn Alfred T y s js e r, eine Konferenz'der depr.Berhattde bereits an- - gchörigrn-.Vereine sowie interessierten Gruppest statt,urn gemäß hen Brstsin-mungen. des M. W. B, einen eircheUichen Kreis iNnerhM der Organisation zu. konstttuieren. Der Bohsitzende berichtete über den Wiener Maffabi-Kongreß und die Not- -wendlgM der .SchaGung enws' Kröises, der hre aMschlöjseUen Vereine nach außen vertritt, sowie' gemeinsame''LlrigÄetzenhetten Mrt. Es galbew.'sÄ^arm' M' .Vertreter '.der; .%mne durchwegs zustimmenh-e. ErLlärulMn hch, wovaps oipe.PtvviforWe^ Exekutive zur Leitmlg der . Bnttsh Branch of ttze MäÄbi Möüd Union,'wie der Kreis heißen wird, berufen'.wurde. Dieser gehören M.. Zick m er man, Aoüng Macoabeans (Präsident), Mr. Liöuel L. Shällrt, HÄoah (Mz-4. - Präsident), Mr. L. Miskey, Honorary Secretmy -- ent4 spricht unserem Schriftfjihrer (Die Red.) —, uM Herr.ALfvch Thys-s er an. Sämtliche Zuschriften sind .an Mr. L. MÄekfl->! '88, King Edward R-oad, Hackney, London,' E.' J, richten.' Im Lälldereup sck)lu-g Nie d e r ö st e r r e i ch' B u -r a e m» Land 8:1 *<2:0) .und S lei er mark K a r n-tem .-ck:1 (1:O: r Slavia (Prag) schlug den Budapestor F.' T. C. -8Ä- (1:0). Z« Budapest gewann M. T. K. sein MMevschastSlspiÄ gegen U. T. E.- 2:1 (1:0).'. Vivo spielte 'Wm- ValsoS 2:L. Resultate aus Polen. Warschau: W'ach-awianka-^ Poloma 2:0 (1:0). li^oerrafchlmg. OrkM—Gegja"6'tL -Pof<n: > Städt^spiel Lodz gegen Posen gewWnt Lodz' 'Mch schwerem Kaiupf 3:2 (1:1)/Lemb-erg: Der Meister' Pogon -Högte'-m.. Cupbewerb den alten Rivalen .S. C. Eiar-ni' überlegen 6:1. Hasttw-nea—^echia 1:1. Przemysl: Poloma-Wa-rta (Lemberg) 2:1. Krakau:- Cracovia -KrowoldM 2:0. Msla?- ®auba-uta 2ck).! .* Polen «trägt am 1. dlovenrbe-r in Krakau-einen 'Fußballikampf gegen Schweden aus. . ( Ungarn—Tschechoslowakei. Für das Länderspiel Ungarn—. Tschechoslowakei am tl. Oktoberin Prag wurde',die tschechpslpwittische Nationasinannschaft nachstehend umaeändert: Hochmanu (Sparta); Hojer. (Sswrta), Seifert (SÄig); Kolwaty, Kada, Cerveny (alle drei Sparta); Mmr (A.' F. K. Vvsovice), Sedlatschek. (D. F. C.), Banik. Capek, Kratochvtt (alle ' drei Slavia). Für den SMtckainps Budapest—Prag,-/der.- «berchlllS .am 11. Oktober zur-AustrMung gelangt,- wurde folgendes Team nominiert: S-faplik (Slavia): Eteiüer (Sparta), Weim-,. lwfer (D. F. C.); Kuchar tzLlavia), Cbarvan (BGoria Zißkov), Mährer (D. F. C.); Bobor, Oatek (beide D. Ft iE.), Schäsf< (Svarta), Dvoracek (Sparta). Jelinek' lBiktoria-Zigkov). .-Die Hockeyspiele des Sonntags ergaben.solgsrede Resullabe:- W. A. C—-B. f. B. 1:0 (0:0). Reserven«2:0. Hakoah— Kn-tzendorf 4:0 '(3:0). Rese-wen 10:0. — Allroyttld—Nicholson 20:0 (12:0)!! — Amateure—Jnterrrational 2:1' (2;1). — Lchtzer —Aknrmen 2:0 (1:0).- Reserven 1:0- — JMmatioü-al 2-- AmatNnr- 2-2:1. __ , Den Wiener Marathonlauf ae>waun am Sonntag Pe n- 3 e I (Steyr) in-2:59:21 u.nter 37 Startern,- voriMnen 22 ans Ziel gelaugten. t - ' -? t . Im Präger Marathonlauf siegte '.Gkvia-Mamt' Maly in 2r51:08. ■ - ' Das nächste internationale Wettschwimmen im Dionabad. , Als Veranstalterdes nächsten '-großen) mterMtionalen Schwinmffestes zeichnet der . Wiener IiWvurFÄvortver-ein. Gr hat sich zu sc-ineiu Fest die beste SchwimuteWassc Ungarns eingeladen. -Aus. Eg er startet - der.' .s-chuMte Schwimtmp Europas, Barsny, der famose -Rü'ckeckräsvlep' -Bitskey, weiters ist der N. S. C. mit Ga«bo'r-siyi",Bar«täin» I.u ng Fritz, vom Hakoah-Meelmg lher.-gleich. -m Wien geblichen und endlich kom-mt noch der M. T. Ä. uüt sei-n-er erstklassigen WassMall'Mqnnschaft sowie/ckff. dem' PAMchwickmer Sipos, dem Sprinter Magyar und 'Bela^-stnig. Die R-enneit sind also inäernatioual gut besaßt.'Außer denselben sinder neberr einiigeu Dam-euurL.' IngenvisNMlMnc'r n-och sechs österreichische Meiste-rschasiten--Mt, die bei dem steigerrden Können unserer eMhenmscheu SDKnnn-er und Schwimm-eviiltMu heiß umstr-itt-en .sütd.'. Besonders . -interessaitt dürfte die -Sprmgkunist- -der^ Frau- Klara 'Borue.tt wivken, -:d4e: in der- Damentur-muttd MuMrillMdisterfHas-t'ihr" IMneu-zeigen wird. Das Meetiu,g bWuNh an. Heiden'Tagen'(? . und 2t Oktbber) um Punkt 7- Ühr abends.... .... Einen interltatioualen Vorabend veraimalret der Orencr Sportklub am Freitag den 2: Oktober'--beim'Stalchner in. der Jvrgerskraße' W. Einige der besten ungarischen Boxer werden antreten. Beginn halb 9 Uhr abends.'''. . - : - - ‘ Z Theater von heute BüffitDeater: Peer Gynt l^utemietbeMcr: Der Damenkrieg Matropef: Bioletta (La Traviata) StftcabriinBer $cblos$*CI)tat<r: Don Pasquale QOfbsopef: Madame Butterfly vtßircder llolkzrderterr Wenn ich wollte..! rpeater to <Ur|Jo*tMaflt: Gesellschaft HJHtnund-Chcalcr: Der Kreidekreis sWtSirrSNttbüdnr r Treu, ehrlich und fleißig - Schöne Seelen — Eine angenehme Person Wttpielwtster: Die Bar aus Montmartre «hester sn cker Wie«: Der Orlow LÄkl-Tbester: Bojarenbraut W. Börgcrtbeafcr: Gräfin Mariza i0l).*Strausi<Che«ter: Cloclo MlKNüdötztre: Francesco Mirche Liibse (H., Taborstraße 12 ■?- Hotel Stephanie): Dus Stiefkind fin der Welt KfeinfeUR$t$pi«ie im Variete Reklame Vraterstr. 34): „Antonina" — . 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