Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2368 (25.9.1925)
- Date
- 1925-09-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wert, FvMg , * Nonistisches Landeskomitee fik Oesterreich. Die FortiWkvü-W mfovmativen Gelfprechuinig fmdet morgen Sanrstaig!mt 8 Wr abends im klemerr Saal des Ingenieur- .uno Architebbenveroms, 1. Be-;., Gschenbachigasse 0, statt. Die Dollnchmer -der bilden letzen BesPrechuiMN! wMven auf Wem Gvge HMM «ingeladen nnd «erstich^ piiWkNch und Kuversichtlich Kn Äscheinen. * Radio in der Küche. Das neueste AnKichungsmiW, 'durch das emMche Damen, die auf der Suche nach einer ^Köchin sind, den Dienst in ihrem Hause als besonders beachrenswert erscheinen lassen wollen, «ist der Radioapparat in der Küche. In sehr vielen Häusern, die mit einer Radioeinrichtwnig verschen sind, ist bereits eine MzweiHmm für die Küche, die sich ja mrschwer aNbvingen läßt, eingerichtet wor- >den, und die Vermieterinnen bestätigen, daß von den stellungisuckenden Küchenfeen mit Bovliebe danach >gefra-gt wird. Das iLobon einer ^Köchin ist -ja auch, so erMävte eme Vermieterin, recht oinsanr, besonders wenn sie in einem Landhcmse leibt, in dem keine anderen Midchm angestellt sind, und es ist seit langem bekannt, «daß die KöchlimiM immer darauf bedacht sind, in solchem Fall irgendwie den Genuß von Muisilk m erhalten. Bicher war es das Mchengrammoiphon, das diesen Dienst verrichtete, heute ist an seine Stelle aber allgemein der Radioapparat getreten, der ganz zweifellos diese Aufgabe noch viel besser erWt. _ Rttdiostrogramm. Heute Freitag. 4 Uhr 10 Min.: Nachmittagskonzert. — 6 Uhr: Märchen der Weltliteratur. 1. Abend. Finnische Märchen., Gesprochen von Elly PeiSkar und Hans Kirchner. -? 8 Uhr 15 Min.r Professor Dr. V. O. Ludwig, Konservator beS Merreichischen Bundesdenkmalamtes » Finnland. Mitwirkend: Annemarie Lischke, vorm, hessische Hofopernsängerin (Lieder), Hermine Lischke, Konzertpianistin, Anita Ast (Violine). — S Uhr 15 Min.: Populäres Orchesterkonzert -er Kapelle I. Ganglberger. ___ ne unö Kunst. 3oha«n>Stta«b-Borfeier. ,Mener Bürt" im The>ater«n der Wen. Anläßlich deS 1o0, Geburtstages von Johann Strauß sind «Mäße Festlichkeiten geplant. Den Auftakt gab im Theater E ^der Men ein« BovstMug von Mlener Blut", der einst beliebten/ durch den Zauber ihrer Musik unsterblichen Operette mßt chrer sanften, zärtlichen^ «lavendolduftigen Lustig- Mt. Hulberk Warischka, der unermüdliche DireMor, hat die alt« Operette kstf Glanz hengerichtet und einem Wich gestimmten PubWm dargeboten, so daß man hatte glaulbvn können, bei Mer Lehar-Premiere 'anwesend W sein, Frau H'anisi Niese eMnete dis FeWorstellung mit einem sein pointierten, originellm Prolqg von Wto; Leon, überaus eindrucksvoll pvälsentrertL sich die sogenanM ,Dtrautz - Huld igung" mit der ^trautz-BÜste> und per Schubertüund, von IK e l d o r s e r geführt, bviMevte Mit dem popnlä«n> Chorwaljzer Mein, Weib, Gesangs, > D?ö Vorstellung selbst sta-nd im, Zeichen echtester Wiener LheateMMm die Damen Betty Fischer, Kariousch und Beye^ditz Herren Marischla,Tauite n h a y n, Waldemar und Langer machte das Meisterwerk von Johann Strauß Wendig, HanS Moser als Fiakerkutscher wurde bchcholt, M besondere Ueberraschung und Festgabe wirkte daS Aulstretender Frau Selma Kurz WWinMtimmenlwlalßer, TrWeKied) Mi Pjiceav erL, den brennender Beifall girr Zugabe von ,Mw uns getrM^ zwang. Ein-e Sptzialodatüm wurde der Witwe des Meisters, Frau Wels Strauß, seitens des Direktors und des Publikums dargdbvacht. Ueberaus reizvoll und gediegen das Festprogramm, füv das dem Direktor MarWa büsonderes Lob gebührt. Das Haus war sestlich gestimmt. EsßiW-e sch Verpflichtet, »inen seknÄ Großen gebührend zu «feiern. Die gentenarfekr füt Sttauß. Das Festkomitee gilbt nachstehendes Programm ier Fvier- Nchteiten anläßlich des hundertsten Geburtstages von Johann Strauß bekannt: Sonntag den 18. Oktober: Enthüllung der vom Wiener Männergesanigverein' gestifteten Gedenktasel am Geb urtshanse, Lerchenselderstraße 16. — Um Vorabend des hundertsten Gchuvtstages tSamstaig den 24. Oktober): Altwien er Johann-Strauß-Soiree in schnitlichen Sälen des KonKevthauses. — Die Sonntag den 26. Oktober statdftndende eigentliche ZentenarfeieP bqginnt mit einem Huldigungsakt vor dem Iohann-Strauß- ' Denkmal in: Stadtpark, der vormittgS um 10 Uhr im Beisein der Witwe und der Tochter Johann Strauß' vor sich Leihen wird. Um die Mittagsstunde findet das große offizielle Festkonzert unter Mitwirkung der Philharmoniker, der Kaimnersängerin Selma Kurz-Halb an, Moritz Rosenthals, Lili MarbergS.sowie des Wiener Mann erg esaugver eines im großen Musikvereinssaale statt. Am Abend des 26. Oktober findet in der Staatsoper eine F e st a u!f f ü h r u n gd e r „F l e d e r m -a u-s" statt. Aus de« Mater«. B n t gtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „6 amle t". A r ad emieth eater. Morgen, */,8 Uhr abends, .Der Krampus". ■ Staatsover. Morgen gelangt als erste Vorstellung des Zyklus „Der Ring , des Nibelungen" „D a s R h e i ng o l d" zur Aufführung. N e d o u t e n s a a l. Morgen, 1/ö8 Uhr abends, die Ballettkomödien „L eS p e t i ts r i e n S". „P u l e i n e l l a", „B al e oft um e" und „T ed d v b ä r". Schönbrunner S ch l o ß t h e atei'. Heute Erstaufführung von „D o n P a 8 q u a l e", V o l k S o p e r. Morgen „Meistersinger von Nürnberg" mit Michael Bohnen als HanS Sachs. Deutsches V o l! 8 t h e a t e r. Heute rum letzten Male „Antonia" mit Sari F e d a k. L u st s p i e l t h e a t e r. Heute 60. Aufführung des ftanzSstfchen Schwanki? „Das verzaubertdBet t". Wiener Morgenzeitung 25. September 1025 -Seite S Soeben sind die ersten vier Lieferungen erschienen! National'Biopaphie von 8. WININGER Lin Monumentalwerk in fünf Bänden, Lexikonformat, über 8000 Seiten stark, enthält über 8000 Biographien namhafter jüdischer Männer und Frauen aller Zeiten und Länder und wird bis Ende 1926 komplett vorliegen. — Die Biographie bietet die wichtigsten Lebensdaten und Würdigungen aller Männer der Wissenschaft, Schriftsteller, Journalisten, Maler, Graphiker, Bildhauer, Architekten, Musiker, Schauspieler und Deklamatoren, Staatsmänner und Politiker, Erfinder und Entdecker, Männer der Finanz-, Handels- und Industriewelt, Volksführer und Philanthropen, die für das Judentum und innerhalb des Judentums selbst und darüber hinaus für die gesamte Menschheit Wertvolles geleistet haben. — Das grosse Werk erscheint in einzelnen Lieferungen, deren billiger Preis (jedes Heft 8. 4.20) auch den Minderbegüterten die Möglichkeit bietet, es zu erwerben. Ein umfassendes jüdisches Nachschlagewerk! R. Löwit, Wien, I. Fleischmarkt 1 Begrüßnngsabend zu Ehren von I. OPatoschu. Der berühmte jüdische Dichter I. OPatoschu ist gestern aus Warschau zu kurzem Aufenthalt in Wien eingetronen, von wo er über Paris die Rückreise nach seinem Wohnfttz New-Aork antritt. Zu Ehren des Gastes veranstalten seine Wiener Freunde morgen Samstag um 8 Uhr abends im Klubsaal des Cafe Herrenhof, 1. Bez., Herrengasse, einen Begrüßungsabend, bei welchem OPatoschu auch Einiges aus seinen neuesten Werken vortragen wird. Mizzi Fveihardt, die Idskannte Soubrette, wurde <ub 1. Oktober für die Meinkunistbühne im Variete Reklame engagiert. Wilhelm Popp, der Direktor >des MDrisch-Ostrauer Stadltheaters, ist in Wien ans der Durchreise von Bad Nauheim nach MHvijsch-Ostrau plötzlich gestorben. Popp, ein erfcchremr und verdienter Bülhnenifachmann, i,st von seiner Wiener Wirffamkeit als Schauispieler deS Raimund-Theaters in Mter Erinnerumlg. Er war ein Charakteridarsteller von Rang und hatte insbesondere in AnzenMubor-Rollen starken Erfolg. Auch als Dramatiker hat er sich mit Glück versucht. Eines seiner Stücke, «Der große Theophrl", das er gemeinsam mit Ernst Bach verfaßte, ging am Raimund-Theater in S-ene. Rach den Wiener Schauspielerjahren übernahm er die Direktion des Mhrisch-Ostraner Theaters. Mlhelm Popp erreichte ein Mer vM 62 Jahren. Mnstlerhaus. Die Ausstellung „Deutsche Frauenkunst" wird Samstag den 26. d. um 11 Uhr vormittags im Künstlerhaus vom Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch erWnet.'; Schluß mit der Molnar-Fedak-Aftäre. Der Sensations- Hunger des PuMkums, der stch der ScheidunlgSangÄegenheit deS DramMers Iran; Molnar und der Schauspielerin Sari ~ adak.fo gierig bemächtigte, wurde nicht restlos besriedigt. Der utor und die Diva haben — den SchnWern diel zu früh die Sache einverstäMich geordnet. Wie die Korrespondenz Herzog meldet, ist der Ausgleich perfekt geworden. Beide Teile zogen ihre Klagen zurück. MÄnar verpflichtete sich, Frau Sari Fedak sofort 16.000 Dollar und weitere 16.000 Dollar innerhalb von vier Jahren zu bezahlen und mit 10 Prozent zu verzinsen. Gerhard Hauptmauus „Beland" gelangte anläßlich der Lbjährigen Jubelfeier des Hamiburger Deutschen Schauspielhauses zur UrauGLhvnng. Der Dichter hat sein neuestes Werk,, dessen Stoff die Wieland-Sage ist, seW in Sizene gesetzt, die Bühnenbilder hat Hauptmanns Schn Ivo eniworsen. Das 'Drama, dessen Hauptfigur wuchtig gestaltet ist, ließ das PremierenpuMmn ziemlich kühl. Erist nach dem dritten M wurde starker Beifall gespendet, der aber mehr dem berühmten Dichter als seiner KnAen Schlüpfung galt. Kein rheinisches Heine-Denkmal. Eine Anzahl hervorragender reichsdeutscher SchrWeller, darunter Herbert Eullenbevg. Thomas Mann, Fritz v. Unruh, plante die Errichtung eines Heine»Denkmä'ls in Godesberg bei Bonn. Sofort setzte die,,Mkische" Hetze gegen das DeEmalprofÄt ein und. die Stadtväter des kleinen Badeortes Godesberg gaben alsbald zu verstechen, daß sich im Weichbil.de der Stadt kein Platz für ein Heine-Denkmal finde. GeriWaal. „Ausfertigungsmarken" im Justizdienst. Die Justizverwaltung plant die Einführung von ,MsfertiMnMlarken" im Justizdienst, wodurd) der Justizverwaltnug eine Einnahme .insbesondere zur BMaffung. von Betriebsmitteln gesichert werden soll. Diese Einführung war schon vor Jahren unter dem Titel. „JustiKempel" geplant, der Plan wurde aber damals, fallen gelassen. Jetzt soll es aber ernst damit werden. Der bezügliche Entwurf würde zur Beigutachturrg der Richter- Vereinigung übemrittÄt. „Goethe hat stch viel deutlicher ausgedrückt!" Anr 6. Mai Wen b2 Uhr mittags war der DheateMrektor Blum in der Te!leplho!nzentrale tu der Heßgasse erschienen, um sich, welgen der seiner Astsicht^ nach unberechtigten Ausschaltung seines Telephons zu beschweren. Es kani hiebei zwischen ihm und dom Oberverwalter Karl Baumgartner zu einem Wort- 3el, in dessen Verlauf Direktor Blum dem Beamten zuen haben soll: ,ß>a haben Sie mir eine schöne Schtvoinerei gemacht, Sie haben mich ausgeschaltet, das ist eine Gemeinheit." Gegenüber dem Inspektor Wormser soll Blum sich geäußert haben: '„Das ist eine Sauwirtschaft. Sie können mich klagen, Sie können mich auch noch etwas anderes, Sie können darunter verstehen, wa^ Sie wollen," Gegen Diboktor Blum wurde auf Grund einer von dw TelographendirMion erstatteten Anzeige zunächst Me Anklage wogen Be-. leidigung der beiden Beamten.und eine Anklage wegen Beleidigung der Telephonzentrale als Behörde erhoben. In bei gestern »r dom Oberlandesgerichtsrat Dr. Arie zu Ende ge- -Ährten Verhandlung gab der Richter zunächst bekannt, daß dü SlaatsanwalffchLft die AnklaM, soweit sie sich ans die Bolei' dilgung des Amtes bezogen hatte, zurückgezogen habe und daß lediglich die Anklage wogen Beleidilgung der beiden Beamten ausrecht blÄbe. Der Beschuldigte gab an, daß er sich tmofevne schuldig bekenne, als er zngebe, an der DekephoMnträle eine selhr scharfe und abfällige Kritik, die iedoch nach der Sachlage begründet Mwesen sei, geübt habe. Er sei zur kritischen Zeit Direktor dreier Theater gewesen, war jedoch infolge der Sta>gnation bei den Theatern finanziell bedrängt, weshalb er behufs Zahlung der Gebühr für sein WohnM-BtelePhon um Raten ansuchen mußte. Dies wurde ihm auch bewilligt, doch sei eines Tages, ohne daß er davon veWndigt worden wäre, sein Tolephon ausgeschaltet worden. Mit seinen Aeußerungeü gegenüber dem Obewerwalter, der ihm 14 Tage vocher versichert hatte, daß das Telephon nicht ausgeschaltet werde, habe er keineswegs die Person des Beamten beleidigen, sondern nur 'das Amt treffen wollen und halbe zweimal heworgchbben, .daß es eine Sauwirtschaft sei. Der Richter hielt dem Angeklagten vor, daß die gegenüber dom Inspektor Wormser gemachtL Aeußerung: ,/Die können mich klagen. Sie können machen, was Sie wollen, und Sie können darunter verstehen, was Sie wollen", jedenfalls eine Beleidigung sei. —Ang6kl.: Meiner Ansicht nach tst das keine Beleidigung. Goethe hat sich viel deutlicher ausaedrückt. — Der als Zeuge vernommene Oberverwalter Baumgartner gcib an, daß er nicht genau feststellen könne, ob der Beschuldige das Antt oder die Beamten äomeint habe. Der als Zeuge vernommene Inspektor Wormser hatte Mgegeben, daß dem Anigeklagten bezüglich der TelePiaongMÜHr Ratenzahlungen bewilligt worden waren und daß me Ausschaltung deshalb erfolgt sei, weil das Gesuch bezüglich der Ratenzahlungen beim Rechnungsdepartement infolge Person>alnrangels liegen gMieben sein dürfte. Nach durchgefuhrtem Beweisverfahren sprach der Richter den Angeklagten zur Gänze frei. In der Urteilsbegründung führte der Richter aus, daß bepizüglich der Aeußerungen gegenüber dam Ober- Verwalter Baumgartner es immerhin mWich se'i, daß der Angeklagte das Amt als solches, nicht aber den Beamten gemeint habe, die Anklage wegen Beleidigung der TÄephonzentrale als Behörde habe jedoch die Staatsanwälffchaft zurückgezogen. Die Aeußerung gegenüber dem Inspektor Wormser sei von bem AntMagten in großer und begreMcher Aufregung gemacht tvoÄen. Sie sei oojekttv nicht als EhrenLÄMgung a-Mischen. Es war dies eine mhöfliche und ungelbührliche. Aeußerung, aber keine ausgesprochene Beleidigung, und Gedanken sowie innerliches Vorhaloen sind nach dem Gesetz straffrei. Der staatsanwaÄischaftliche Funktionär meldete gegen den Freispruch die Berufung an. Das Los eines in Wien geborenen, ausgewiesenen Heimatlosen. Vor dom Bezirksgericht Fünshaus (Bezirksrichter Dr. Wanecek) fand kürzlich eine äußeO aufregende Wer- Handlung gegen den 29jährigen Kürschnergchilfen BÄa B r a tmann statt. Wegen Reverston wurde er dem Richter aus der Zelle vopgeführt. Im Jchre 1020 ist er wegen Diebstchls M ' einer ArreWrafe verurteilt worden. Er behauptet vor dem Richter händeringend, weinend und jammernd, daß er diese Strafe unschuldig hat erleiden müssen. Am 22. JM d. I. ist er wegen einer Verfehlung ausgewigsen worden; er ist aber zurückgek-chrt, und zwar sofort, und ist zu seiner Mutter, die bei dem Friseur Jchann: BvzeL in Untermiete wohnt, gezogen. BozÄ soll w die Anzeige geigen Bvatmann, erstattet haben. Der Angoklagte behauptet, daß er nicht zurüchgekehrt fei, denn man häbe ihn bloß zur Grenze — nicht aber über die Grenze Wiens — gebracht. „Herr Richter!" «schreit der Angeklagte, „ich bin heimatlos! Ich bin in Wien geboren, hier bin ' ich sn die Schule gegangen. Ich hist ein imcholiches Kind, habe niemanden auf der Welt als meine Mutter und bin stets in Wien geblieben; ich bin unschuldig zwei Monate gesessen, seit dieiser Züit halbe ich aufgehört, Mensch zu sM. Wohin soll ich? In die Welt hilnaus? Wchm? Ich bin gemütskrank." Der . Mann schreit abermals, weint Mschendurch. Plötzlich versagt ihm die Stimme, er bewegt bloß die Lippen, die Hände zittern, er droht zufammemubvechen; er hAt sich an dem Tische fest und Mt unvorstÄndHche Worte. Dann beruhigt er sich und fragt. den Richter: „Was soll ich machen? Wchin soll ich? Ich bin >doch ein Mensch und kein Hund." — Der Richter rät ihm, ein Gesuch zu machen und verurtM Hn zu einer Woche strengen Arrests.: ' ' M Wettgetreideemte. Ueber den Stand der Weltgetreideversorgung im Erntet jahr 1925-26 gehen die Schätzungen noch stark auseinander. Im folgenden seien zwei Schätzungen gegenübergestellt, eine Schätzung des „The London Grain, Seed and Oil Reporter" vom 11. September und eine Schätzung in der Mannheimer Fachzeitschrift .Allgemeine Produktenbörse" vom 12. September (in Millionen Tonnen): Englische Ueberschuß in Weizen Vereinigte Staaten, . Australien. V. . , Argentinien . . . . Indien, Rußland Donauländer .... Noch vorhandene Vorräte und 2,6 8,0 3,9 s;9 ¥ 3,0 28,1 D e utsche Ueberschuß in Weizen Vereinigte Staaten... 1,3 " ' » , . . 7;0 . . . . 5,0 « 2,3 11;; 11 0,7 .... 0,5 .... 1,5 Schatzung. Zuschußbedarf in Weizen Deutschland.0,87 Großbritannien.... 6,3 Frankreich. 0,87 Belgien ...... 1,08 Holland . . . ... Q,65 Italien ....... 1,5 Oesterreich und Ungarn 0,82 Svanien und Portugal - i 0;5 Griechenland, Schweiz md übriges Europa. 1,5 Außer Europa , . . . 2;4 15,99 Schätzu n g.; Zuschußbedarf in Weizen Argentinien Australien. Rußland .. Indien . . Rumänien. Sonstige 19,4 Großbritannien . Demschland . . . Italien. . , Holland...... Frmrkreich. . . . Sonstiges Europa Außer Europa. . 3/5 l,b 0,9 0,7 0,5 4,5 8,8 14,9 Das aus den bisherigen amtlichen Schätzungen sich ergebende Erntebild zeigt starke Verschiebungen gegenüber dem Vorjahre, Die Ernte Kanadas kommt bis auf 40 Prozent derjenigen der Bereinigten Staaten nahe, während sie im Vorjahre nicht einmal den dritten Teil betragen hat. Beinahe auf das Doppelte ist die Weizenernte in Rußlarch, Polen und Algerien gestieM Alle ZTsK«ßMM»g? $gpt »hte h ö h ewe GrW e äuW.EngläM