Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2367 (24.9.1925)
- Date
- 1925-09-24
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Donnerstag Mene« Morgenzeitung Maria Orska i>st schwer erkrankt. Man hat die Bnhncn- LmsÜerm, die in Berlin u-nv:ittelbar nach einer Aibcit'bvor steDMgMammenibrach, nach Wien aobracht and'zunächst der- Pflage ihrer Mutter überleben. Die Aerzte stellten eine schwere Bungeneittzü-ndung fest. Die grobe Schauspielerin ihat ihre GesnrHeit durch Akorphiuminje-ktionen untergraben. -Wiederholte Srchrchungskilren. hatten nicht den echoftten Erfolg. Fra,: QrÄa verfiel immer wieder ihrer Leidenschaft für das Gift. GS ist zu wünschen, daß die hochbegabte Frau gerettet unD -der Kunst erhalten wird. .Lirjath Sepher".. Von der b^liographischen Bierteljchvtft ^irijath Scpher", welche von der Jerusalemer ÜniversMsbWiotlbÄ herausgegLben wird, erschien das sechste Lest mit Mgendem Inhalt: Nachrichten der Biblimhek. BWwgrcrvhie der Palofttnadrucke. Bibliographie neuer Hebvaica und Judaica. E. L. Sukenik: Bibliographische Liste von Zeitschriften, Anffätzen über Palästina während *1934. G. Scho- Horn: Der Kabbalist Raibbi Abraham den Elieser Halcvy. A. Tau- 'ber: Wer ist der Autor der Bibelkonkordanz'? — Aus -den Handschriften der Bibliothek: S. Asfrs: Piutinr und Glichet aus der gaonischen Periode. D. H. Banech: Ein Fvayimmt aus einem polemischen Brief des Rabbi Samuel Hcmuagid. B. Dinahuvg: Mendelssohn und der Stteit über das Buch Wcsselys: Diwre Schalom. — Glossen von Alexander Marx und A. Tauber. Der Abonnement spreis der Zeitschrift beträgt zehn wMche Sckftlling sein halbes Pfund) im Jahre. Radioprogramm. Heute Donnerstag: 11 Uhr: VormittagSkonzrrt (Programm nach Ansage.) — 4 ubr 10 Min.: Nachmittagskonzert. — */,7 Uhr: 1. Vortrag der Serie „Zeit nnd Zeitmessung". Rudolf Kaftan (Direktor des Uhrenmuseums der Stadt Wien): Geschichte der Uhrmacherkunst 1. Teil. — 8 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener Shmphonieorchesters unter Leitung von Kapellmeister Anton Konrath. _ Serichtssaal. . ,Der Weg zur Besserung. Bor dem BeziÄsgericht (Landestzerichtsrat Dr. Donau) hatte vorgestern dre VerhaMung gegen den iw I erusalem geborenen 88jährigen geschiedenen Winden Bürstenmacher Simche Lipfchitz wegen Uebertrebuny .der Meldevorschriften stattgefnnden. Lipschitz hat die ZWHrrge 42ma-l vorbestrafte Theresia Braun der sich wohnen lassen, ohne sie zu melden. Auch die Braun war wegen verbotener Rückkehr angchlagt; das Bevfahren gegen sie mußte aber Msgeschieden weÄen, da sie uuMffind'bar ist. Aus der BechaMung. gegen Lipschitz ging hervor, daß dieser cs sich zur Aufgabe machte, gefallene Mädchen auf den Weg der Besserung zu bringen. Er suchte Beckanntschaften irr Kaffeehäusern zu machen; fand er ein Mädchen bereit, zu ihm zu ziehen, nahnr er sie auf, irÄem er Hr das Heiraten versprach. Die Sache endete aber immer unglücklich, die Mädchen bestahlen ihn stets und verschwanden. Auch die Braun,' eine geschiedene Frau, war ehe solchö, die er auf den Weg der Besserung bringen wollte. Lipschitz wurde zu drei Shilling Geldstrafe verurteilt. Der rot angestrichene Weißfisch. 'Unter stürmischer Heiter- Eeit des PMibums wurde vorgestern von dem Strafrichter deS Bezirksgerichtes Fünfhaus, Landesgerichtsrat Doktor Schedy, eirne höchst Wmo'rWche BechanÄnnq durchgvführt. Gegen den GoldfischhäMer Johann W all isch war die BetMsanklage erhMn worden, weis er angeblich Weißfische mrt Gold-,' bezw. Ro t.farb e angestrichen und.als Goldfische verkauft halbe. Der lÄjähvige Metallschleifergehftlfe Rudolf Pou sch ek kaufte bei -ihm einen Goldfisch um den Preis von 15.000 K., trug ihn nach Hause und freute sich Der das muntere Fischlem. Leider nicht allzu lange, denn am nächsten Tage schon bemerkte Pouschek, daß der Fisch traurig auf dem Rücken schwamm. Er nahm! den Filsch aus dem Wasser und streute ihm Salz auf den Körper. 'Richter (die Erzählung des Burschen unterbrechend): ,Marnm haben Sie das getan," — ,Ko, damit er munter werde. Es hat aber nichts genützt, nach kurzer Zeit war er tot." Mt Tränen in den Augen ruft der Bursche: ,Mer das Schönste lomtnt noch! Abgefarbt hat er. Ganz rote Hände Hab' ich glhabt! Ein rotes Wasser war da.' Was' ich angegriffen halb', is rot worden. A Betmg war's. Er hat einen Weißfisch angestrichen.mit Mldfache und hat ihn als Goldfisch verkauft." — Der Angeklagte geM in hefigste Erregung» er ruft: „So ein Blödsinn ist mir noch nicht vorgekömmen; ich werde einen Weißfisch mit Farbe anstrelchen! Das gi'bt's ja nicht, das kann man ja nicht, in der ganzen Weilt nicht. Ein Goldlorch war's! Der säwt mit Salz ein bißchen ab, Aber angestrichen! Wie kann man so dumm reden. Seit Jahrzehnten habe ich mein Geschäft und nie einen Anstand gchäbt. Ich muß mich schämen, denn in der ganzen Gegend nennen sie mich den Ärsstreichermerster." Er erzählt dem Richter seine ganze Leidensgeschichte und macht wiederholt den Versuch, sich aus dem Saale zu entfernen; dör Richter muß ihn immer zurückrufen. Das PuVWum lacht nnd der Richter lacht. Die Sache nimmt ein gutes Ende. Johann Wallisch gibt über Aufforderung des Richters' dem Burschen die-16.000 K. zurück und es erfolgt der Frei-shmch. Der AnMagte atmet erleichtert auf -.und ruft ins PMikum: ,M;es, 'meine Herrschaften, lebts wohl," er winkt mit den Händen, und draußen ch er. Verurteilung eines ,-Wunderdoktors" in Dirpl. Aus Innsbruck wird gemeldet: Das Bezirksgericht' verurteilte den /Munderdottor" Johann Geh rer,-der durch [eine Heilmethoden und angebliche. Wunderknren in letzter Zeit viel Aufsehen verursacht hatte, wegen unbefugter Ausübung der AMeikunst als Gewerbe zu zehn Tagen strengen Arrests. Das von zwei Professoren erstattete Sachverständigengutachten stützt sich auf eine Reihe von Fehldiagnosen, die Gchrer gelegeMich der Vornahme von Kuren an der medizinischen Klinik in Innsbruck vorgonommen hatte. Beide Sachverständige geladen übereinstimmend zu .dem Gutachten, daß Gchrer nur imstande sei, durch suggestive. Einwirkung gewisse Leidenssymptome auf kurze Zert zum Vevschlvinden zu bringen, daß er. aber die Kranken nicht ernstlich heilen oder ihnen dauernd halfen Wune. Daß durch seine Methode ein direkter Schaden, angerichtet wurde, sei vorläufig nicht erwiesen. Indirekt sei aber ein. Schaden darin zu suchen, daß die KraMn durch das Aufsuchen Gchrers sich der sachverständigen ärztlichen Hilfe entziehen. Gchrer trat in der BerhaMung sehr selbstvewußit auf. Biele Zeugen 'bestätigen, daß sie durch Gchrer Heilung ihrer Kramhelten um Leiden gefunden hätten. Eine Erklärung. , Rechtsanwalt Dr. Weisnichl ersucht uns um Aufnahme, folgender Zeiten: „ftmt Laufe des Prozesses gegen Dr. Balevian Brendzan hchen.''einige Tageszeitungen berichtet, daß ich au seinen unter Anklage gestellten' LransaEtiouen beteiligt war. Demgegenüber stelle ich fest, daß ich' auf diese Transaktionen keinen wie immer gearteten Einfluß hatte und -meine Tätigkeit sich ausschlichttch auf das Advokatorische (Verfassung der Urkunden, der'Grundbuchgefuche «fw.) beschräE hat." Sie WirtschastMse. '• Die weltwivtschast'liche Konsuuktur zeigt seit eindm Mon^t keinerlei Fortschritte. Sicht - man von den Ländern ab, deren Etzpor: dlnch schlechte Währung oder niedrige Lebenchaltnng begünstigt wird, sowie von überseeischen Gebieten, wo Investitionen unbeschäftigter Betriebsmittel eine zeittveilige Wirtschaftsblüte Hervorrufen, ,so herrscht die D e p r e s s ii o n vor. Produktion, Export und Seefrachten zeigen fast überall ständigen Rückgang. Den zu großen Prodnktionsnwglichteiten steh: eine viel zu geringe Kaufkraft gegenüber, die durch zu hohe Steuern und Tarife weiter geschmälert wind. Tentschlands Industrie hat die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt erst in einem bescheidenen Maße wiedcrgeüvi-rnreu können, obwohl es vielfach zu Preisen ins Ausland verkauft, die kaum die Gestehungskosten erreichen. In der Schtvcrindustrie erscheint zwar die Lage etwas gebessert, nachdem zahlreiche unrentable Betriebe stillgelegt wurden, doch M allgemeinen steigt die Zahl der Arbeitslosen, zumal auch der Inlandsbedarf, wie das bescheidene Geschäft auf der Leipziger Messe gezeigt hat, stark gesunken ist. Konzentrationsbildungen in verschi.denen Jndustrie.ziveigen sollen jetzt eine Verbilligung der Prgduktion und damit erhöhte Konknrreuzfähigkeit bewirken. Im Gegensatz zu Deutschland entwickeln sich in Frankreich Produktion und Export noch günstig, wenn auch die wirtschaftliche Blüte, wie Minister Loucheur am 15. d. in Genf selbst zugegeben hat, etwas Künstliches an sich hat. Die gegenwärtige Stabilität der Valuta''muß zndenr, wenn sie länger währt, zu einer Abschwächung der BalutakoNjunktur führen, da die; Angleichlurg der Preise nnd Löhne an die Geldentwerttmg auf die Dauer nicht aufzuhalten sein wird. Achnilich sind die Verhältnisse in B elgic n, wo sich jedoch die Krise in der Schwerindustrie nur wenig gemildert hat. VerWtnisnräßig günstiig ist die Entwicklung in dem industrioarnwn benachbarten Holland, dessen Wirtschaft durch den Handels¬ und Se-everkehr mit seinen reichen Koloniengefördert wird. Dagegen dauert die Judustriekrise in England noch unvermindert fort und es siiw keinerlei Aussichten für eine baldige Besserung vochanden. Der Export ist -im August um 95 Millionen Franken geringer als im Juli gewesen. Die Eisenindustrie leidet unter der ausläudischcn Konkurrenz und hat -ihre Produktion weiter einschränken müssen; etwas gebessert hat sich die Lage im Kohlenbergbau, doch bleibt die Rentabilität gering und der Export ist gegenüber dem Vorjahre um 20 Prozent gefunken. Das Frachtengeschäst leidet unter der Zurückhaltnng der europäischen Getreideiniporteure. Besser beschäftigt sind einige Spetzi-alindnstrien, die p-m Teil auch russische Aufträge erhalten haben. Die neuen Zölle haben bisher noch nicht zu einer Belebmrg des Wirtschaftslebens boigetragen. Die Wirtschaf-tslaige in den fkandina-vischen Ländern zeigt keine wesentliche Veränderung. In Schwaden sind neue KuPserfunde gemacht worden, zi: deren Ausbeutung große Anlagen errichtet werden. Die dänische Wirtschaft befindet sich seit einiger Zeit in einer schiveren Krise, hervorgernsen durch das Steigen der Krone, das befoniders,den Import von Fabrikaten zum Schadender irrländischen- Industrie begünstigt. Mann echofft in «den skandmavis^n Länderneine Steigerung der H^udelsbegiehnnigen mit Rußland, -dessen.Ernteaussichten -sehr günstige sind, so daß man mit einem erheblichen Getroidrexport und damit auch mit einer gesteigerten russischeil -Kgnskraft für ausländische Erzengnisse rechnet.' Der russische 'Einfnhrp'lan sieht' ldenn auch für das Jahr 1925/86 einen Wann Import im Werte von 700 Millionen Goldrubel vor. Rumänien verfügt über eine große -Menge von Getreide zu Exportzwecken- und auch der Pe-troteumexport hat sich stark gehoben. 7luch Jugoslawien wird durch seine gute Ernte in der Lage sein, größere Käufe von ausländischen Jndustrieprodnkten vorzunchmell. Dagegen nrachen sich für die italienische Industrie, die bisher besonders in der Metallindustrie, der Autolnobil-, Kunstseiden- und Baumwollfabrikation, aber auch im Barrgeiweche eine schr gute Konjunktur hatte, die Wirklmge»! der Erhöhung des L-irekurses leicht fühlbar, wenn auch die niedrigen Arbeitslöhne noch inuner einen erfolgreichen Wettbeiverb ans dem Weltmarkt ermöglichen. Dageg endanert die Depression m Spanien fort und auch Portugal befindet sich in einer schlveren Wirtschaftskrise bei steigender. Bwschlechterunz seiner Handelsbilanz. Die Lage in den übe r s e -e -i s ch e n G e b i e t e n tvivd zum Teil durch die sinkenden Nchstoftpreise, -dann aber auch, soweit sie zu den getreideproduziereil-oen -Staaten gchöm:, durch die germgere Aufnahmafähigkeit Europas infolge -seiner gutcl: Ernten beeinträchtigt. Unverändert gut-bleibt die Lage noch in den Bereinigten Staaten. Die Eisennnd Stahlproduktion ist erheblich lgestiegen, die Nachfrage ist weiter groß mfolge der starken Bes-chäftigung der Antonwb-il- und . landwirtschaftlichen Industrien. Auch die Schisst Werften und Eifen- 'bchnen haben große Aufträge erteilt. Sehr gut beschäftigt ist auchdie Konfervewinduftvi-e, die Seidensäbr-iken haben bereits gute Aufträge zur FM-jahrslieferung erhalten, der. Frachtverkchr hat in den letzten Wochen erheblich zugenonrmen. Doch 2-s.. September 1925 Nr. 2867 bleibt cs fraglich, ob dieser Konjunktur eine längere Dauer de« schieden ist, mm einmal der Export nach Europa nicht m-chr so durch Kredite gosördert werden kann, wie es jetzt noch der Fall ist. Insolvenzen. Das A u s g l e i ch s v e r s a h -r e u vurrde eröffnet über Anna K r ist c n. mechanische^Strick-erei, 7. Bez., Sch)ttcnseidgassc 76. — lieber K. Geza ginger, 9. Bez., Rvleni-öwengassc 5. — lieber Josef ^kal, 2. Bez., Novaraga sse 19. - lieber Artur Hirschfeld, Tuch- und Schaftvolliuavcu, 2. Bez., Enusgasse 5. -- lieber Rchert R -e i ch, 4. Beg., Karoliuengasse 1. — lieber Michael Speise r, 2. Bez., Untere-Augartenstraß-e 8, uuo Samuel Speiser, 20. Bez., Trailnselsgasse 7. - ll-eber Atvritz Pri eser, 3. Bez.. Erd- -bcrgstraße 25. - lieber Dr. Maurin« und Emilie Voh-. rer, 13. Bez., Einwan,egasse 25. - Uober Oskar Völigyfy in Haiuburg, Han-ptplatz' 1. - Ueber Ferdinand Jorgo, Antiquitätenha-ndllmg, 7. Bez., Neuftiftgasse 16. - Ueber Ignaz Rössel, Holz und Kohlen, 3. Bez., HagenmülleMsfe Nr. 25. - Ueber Jchann Bucht in Reyersdors, Karl Hollerer in Saming und Franz Motz in St. Pölten. — Der Konkurs wurde eröffnet über Johann Br n n n b a u er, Zementtvarenerzenger, Neuhofen a. d. Ms. — Weiters wurde das Ausgleichsverfahren eröffnet über Rudolf nnd Tlherchra Kronfntz, Schlossereii-nhäber. 11. Bez., HevMtzgasse 33. - Ueber Roman Moser, 7. Betz., Burggasse 106. — Ueber Jakob Ruthen, Raten-Händler, 20. Bez., Gerhardusgasse 29« — lieber Adelheid Fossek, StrickwarenevMgung. 9. Bez., Markigasse 13. Die Abstcuchclung der galizischen LandesatUeihen. Dia Gesandtschaft dev Republik Pole:: in Wien gilbt bekamt-t: Die mit Verordnung des FinanMinisteriums in Warschau vom 20. Juli d. I. zur ReM-riemng und Wstempelung der 4^pw-. zcntigen Galizischen Landesanleihe vom Ich« 1914 festgesetzte Frist ivurde bis zum 15. Ükovember d. I. erstreckt. Die mit 1. Oktober d. I. ablausende Frist zur Registrierung und Abstempelung der übrigen in der geilannten Berovdidung angeftihrten Obligatiolren sowie der Obligationen der vrerprozentigen Galizischen LandcsanleHe vom Jahre 1908 (für die Landcsbank) ist bis nun nicht verlängert worden. - Leih- und Spargesellschaften in Jerusalem. Jerusalem, 16. September. (P. Z.) In Beribmdung mit dem Plan eines neuen Gebäudes für die Jerusalcnwr Leih- und Spargesellfchaft wird mitgeteilt, -daß jetzt die Zchl dieser (jüdischen) Gesellschaften in Erez Israel 19 bettägt. Sie zählen 9500 Mitglieder; das eigene Kapital beläuft sich auf 145.000 Pfunds Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern wie folgt: Weizen: Jnlärrdischer 37.50 bis 39.50, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 43.- bis 44.60, - Ungarischer Theiß 39.50 bis 41.50, Jugoslawischer 76 Kilogramm --- bis Jugoslawischer 77/78 stilogramm bisRoggen: Inländischer 29.- bis 31.50, Bester Boden 31.— bis 31.50. Gerste: Inländische 86.— bis 43.—, böhmische mährische bis —. M a i 8: Unga- bis —. C i n q u a n t i n 42.— bis 43.—. Hafer: Inländischer 29.-bis 30.-. Ne iS: Jtaliensscher 90.- bis 92.-, Burma 65.- bis 66.-. M a h l v r o d u k t e: Grieß inländischer 76.- bis 78.-, Weizenmehl 0 inländisches 73.- bis 75.-, Kochmehl 2 ürländisches 66.- biS 68.—. Brotmehl inländisches vrima 63.— bis 65.—. — Tendenz: R-i »nn-WtirtwtM* f I fl 11. Wiener Holzmarkt. 23. September. Bei fteuMichem Verkehre notierten r N a d e l h o l z - R u n d h' o l z. Fichte und Tanne. Schleifholz 1 Meter lang Achte 24 S. N a d e l h o l z - S ch ni t i m a t e r i a l. Bauwarv 26 Millimeter von 18 Zentimeter aufwärts 4 bis 6 Meter 68 S., Kistenware 13 Millimeter 8 bis 17 Zenttmeter 3 bis 6 Meter 62 S., Kistenware 20 Millimeter 10 bis 17 Zentimeter 3 bis 6 Meter 58 S. Exekutiver DeckungSkanf: 1 Waggon Fichte und Tmne 73 223 4 bis 8 Meter lang davon 10% Zwischenlängen und 6% Ueberlangen pro Kubikmeter 78.50 S., 1 Waggon Fichte und Tanne 24 Millimeter stark 26 Zentimeter breit pro Kubikmeter 92 S. Wiener Börse. Abgeschwächt. Die Geschäftstätigkeit hatte sich gegenüber dem Vortage noch weiter eingeengt. Der Streik bei der Alpine wirkte verstimmend, so daß die Spekulation und ebenso das Publikum sich von seder Geschäftstätigkeit znrückhielten. Die meisten Effektengattungen der Kulisse eröffneten unter diesen Umständen mit Kursverluste», die aber bei keinem Papier größeren Umfang angenommen hatten. Etwas freundlicher lag der Bankenmarkt auf gesteigertes Interesse aus dem Anslande. Auch im weiteren Verlaufe des Verkehres änderte die Stagnation rmr wenig die AnsangSkurse. In der Kulisse überwogen die Kursabschwächungen. Juli-Süd verloren 1000 K. Alpine 2600 K., Krupp 4100 K., Felten 2000 K-, Poldibütte 8000 K., Timber 24.500 K.. Salgo Kohlen 6000 K., Trifa'ler 8000 K.. Brüuner Maschinen 11..000 Kronen, Oesterr. Hofherr 880 K. und Semperit 300 K. Besser waren Oesterr. Kredit um 1450 K., Zentralboden um 500 K., Länderbank um 2000 K., Ung. Hofherr um 1200. K. und Krupp um 600 K. Der Schranke n schloß imgleichmäßig. Kaschau-Oderberger erböhten sich um 6000 K., Aussiger Chemische um 15.000 K., Gutmann um 10.000 K., Kroat. Zucker um 33.000 Kronen, Jute um 8000 Sc., Brunner Brau 20.000 K., Gösser Brau um 9000 K., Nußdorfer um 55.000 K. und Schelleichofer um 70.000 K. Schwächer waren Lernberg-Czernowitzer um 4000 S^kronen, Lloyd um 750.000 K., Perlmooser. um 15.000 K., Jungbunzläuer um 10.000 K., Lamben um 16.000 K., Nestomltzer um 39.000 K., Brüxer Kohle um 9000 K. und Ungar. Zucker um 24.000 K. Auf dem A n l a g e m a r k t e festigten sich verschiedene Renten, ferner div-Völkerbnudanleihe um lOO Pnnkte. Von den E x o t e n notierten: Esseff 6200 bis 6500 K., Mrazniea 33.500 bis 84.500 K., Tepege 5800 b'ts 6000 K., Universale Bau 14.500 K. Devisen Amsterdam ...... .8. . Belgrad........ Berlin. Brüssel ......... Budapest ...... , Bukarest ........ London......... Mailand.. New'-York. . ...... | Parts ....... ,.. Prag •••••*« i i », Jevisen' und Valutenlurse dom 21. September 1925. Oeld Ward Oetd Ware - Qeld Ware 284.70 285.70 . 8. 5.1360 6.1750 PranzOstsche Noten . . 8. 33.45 83.78 12 57 12,61. Stockholm ....••; 19C.10 190.70 Holländische Noten . . 283.70 285J0 168.88 109.28 Warschau . 118.— 118.50 Italienische Noten . . . 26.80 29 — 3C.79 31.91 Zürich . . . . . . . . 138.82 137.32 Jugoslawische Noten . . 12.64 12.60 99.25 99.66 Valuten Polnische Noten . . . . 115.75 118.76 3.4476 3.4076 Rumänische Noten . . ' —%—•' 34.3450 34.4450 Amerikanische Koten * 713.60 717.50 itussische Noten (Roman,) — — - 28.85 28.87 Belgische Noten . •. 30.85 30.96 schweizer, Noten . . . 138.30 187.10 708.76 711.25 —; — . . Tschecho-slow. Noten . 20.9060 11.085 ) 33.52 33.88 Deutsche Noten . . 168.10 »4.2« 189 10 Türkische Pfund-Noten. « — . - 20,8860 21.0850 Englische Noten ,.. -4.42 UpgarlBcbe Noten . . .> 99,50 100.—