Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2366 (23.9.1975)
- Date
- 1975-09-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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[Polen: 30 gioszyl Wi ev: Zum Abholen in chsr IHon,n.,Täborsti.l*$ rtz» dnervetabhleisstejle Wne) monatl. 5 Schilling; 1 assenverkauf in Wiesln roh che Kolporteure m ,wnna Gold schmieg I, Wollzeile 11 W Postversand für Wien rina Oesterreich monaMeh 5 Schilling Ts5 cb .e c h o - S1 o w ak e 1: Kn. K22. Jugoslawien: %n.Dia. 60. Polen:Md ,4Zloty. Deutschlan? Oon. Om. 4, Frankreich 'Belgien: Mon. Fres. 18 NachMhlnngcn Prell* erhöh an Sen Vorbdumo teuer reis 20 fl I E n g I a li d: Mon. 4 Schilling, .Italien: Monatl.' 18 Lire: Rumänien: Möiv 170Lei. BulgariemMon.lOOLewJ. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien,II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (DiUckerei, lg. Steinmann) Österreichisches Postsparkassen,-Konto Nr. 150.693 «t 2866 Wim. Mittwoch. 23. SeptemberlSSS 7. gatzrgaus der MWe« Selegalionen bei den Mtterbnndbern' tnngen. Bktterluirgen Leo Motzkins. Genf, 02. Sepiemiber. Der Generalsekretär des KotititeeS bet jüdischen Delegaitionen in Paris, 'Harr Leo graPhen-Agentur in Gens folgendes über die Tätigske-it des Komitees in Gens mit: Das Komitee der Wischen. Delegationen nimmt zur Frage der Minderhei-ts rech te i n Litantcn öeu. Standpunkt ein-, Laß. die Angelegenheit mit Len Erklämngen des Citawiifdjeit Vertreters noch n i ch t e x lediigt t[t. Das Komitee .Äberm-U-Äte dem Völkevbnude neue Tatisachen über das Verhallten Litauens gegenüber der jüdischen Minderheit im Lande und echiolt vom Völkerbund die Z u s i ch e r u n g, daß die, Angelegenheit Gegenstand von Betrachtungen sein wird. Herr Motzßin .ist dev Ansicht, daß die vom Komitee der indischen Delegationen neu registviertelv Tatsachen einetv genügenden 'Grund Wen, Litauen: noch einmal über die loyale Ausführung der Mnderheitskteüsel-n zu befragen. ' / Herr Motzkrn hatte in Gens eine ZüsaumteM-nst mit - Wlgavischen Vertreter heim BöÄerbund; Herrn Kalif off, hei welcher Gelegenheit Herr MotzKn üie Frage der in den letzten Monaten in Bulgarien zutage getretenen I in denhe tze berührte. Herr Kalfvff versicherte,i, daß die - Judenhetze von «einer kleinen und nicht sehr, einflußreichen Gruppe ausgchs. Wd daß "tm <fcCDe^y tu-t, M'dWH,int'^sMM.sMUS'z'U,ünseSdrMe^^ BsgWich der - der .Wischen»di«e' Regievung bisher das Konfistvrinm - der'/ h u lga ris ch - jüd i sch e n Gem e i nde n gesetzlich uicht anerkannt hat, äußerte sich Herr KMfoff . dahin, daß sogar , die gviechischÄatW'ische Kirche, der der . größte Teil der bulgarischen BevMeMNg angehört, noch immer aus einegesetzliche Regelung ihrer Angelegenheitenückarten müsse;- die rFuden müßten sich eben solange, gedulden, bis 5>iie ,Berpfimfle im Lande normal geworden sind. Der griechische Vertreter in Gens,- Herr Rendis, iUformierie Hexrn Motz'kin dahin,. daß die grie ch-i-sche' Regierung das Memorandum des, Komitees der iüdi-- fcheor Delegationen betreffend das Z w a >n g s s o u n ta g §-'. ru hege setz einem Studium unterzieht. Iw Meworandum «ivird vvrgeschlagen, daß Äe Regierung -den Jud en in Saloniki erlauben solle, an den Sonntagen ihre Geschäfte niirideste-ns drei W- -vier'Stunden -'-'vssim D' hMsm - ' '' : ■! ’( Das Komitee ider .jüdischen Delegationen arbeitet ihand in Hand mit dem Vertreter des aMWanischeu Wischen Kongresses in Genf, Mr. Marvin Loewentihäl. Das Komitee beschäftigte sich in Gens umgehend mit der Frage der jüdischen Einwanderung in die s ü da m e r i k a n i s -ch e u Ä ä >n d e r. Herr Motzkiu hatte ilviederhollt Konferenzen^ mit Kolonel rJämes Proctor/ dem Führer der Abordnung des Internationalen Mbsitsamtes, die. .jüngst Ab g e n i imb e n, . B.r,a,s i l i e n,: U r u g,u a y und ■ andere südamerikayische Länder besucht hat. Wie Matmt,' nahm Vvn jüdischer Seite/Herr L atz l h- B e r >t h v i diaN' dieser Reise teil, sah >fich. aber. mit Rücksicht idaraus, daß er als Mchberechtigtes MWed wicht an-, erkannt wurde und die jüdischen Jmmigratiousinteressen von der KommiMn,hintang>esetzt,wordeN''sind,: veranlaßt, au 's de -r Ko mmisisi o n au s zw trete n. Kolonal Proctor versicherte Herrn Ntotztin, idaß innechaG der Kommission lein Antisemitismus herrschte, der Fall^LaW-Bertholdi wurde durch ein M i ß'v e r st an d.ni's verursacht. Die Kommission v>ertrat den Standpunkt, daß in ihren Verhandlungen-mit den R<^>ieMngen der füdüimevikaMschen SAatenkein Unter* schied gemacht werde zwischen iMschen/'und nichtjüdischen Giuwänlderern.' Kolonel Proctor' teilte, Herrn. Motzkin weiters >mit> dclß die Vertreter des.In ter n a ti o n a,l e n Arbeitsäm.te,K, jw Men- .Länderu^^daM instruiert worden sind, 'mm ■ ftä n d i g e n Kv'n t a it m i t d e n jü'dischen Emi,gräti'o-n's'komitees zu unterhalten. WhMche''KnistruÄoneu echMendie Leiter der Heiden-. Ginigvationsbuveau^, die das Internationale Arbeitsamt jetzt in Buenos Aires und in Rio de Janeiro, erbichiet/ um die Emwanderung. nach'-,den Eine Eingabe der syrisch-Palästlnenfischen Araber an den MlkerMM. Forderung nach Aufhebung der Mandate. Gens,. 22. 'September. (Schweiz. ^Dep.-Ageutur.) Der s y risch -pa l ä st inen s i s che;: , (mra-b i ßch e) Ko ngr e ß.!hat an die ^sechste EkeOuMeilsg^ eine u-'m-. sang rei che Eingabe gerichtet, ,wowr nach eingchen-', der Darstellung der, Lage in Syrien, 'vor allem lsüns Fvrder.ungen erhoben werden, nämlich:.. . , 1. Anerkennung der Unabhängigteit und Souveränität Syrien 's, d e s L iban on und Palä st in a s. 2. Das-iRechkdieser Länder,, sich unter sich zu^ einigen, - eine zivile parlamentarische Regierung ejugusetzen und sich Mit anderen arabischen Staate« zu Verbünde\h .; 3. So so x t i ge Au s-h s bu n,g d'e's-M ,a ndat s. 4. Räumung Syrie ns, .de,s Libano n und Pa-, -ästiuas durch die französischen und .britischen Truppen. , ' ' 5. Zulassung des Staates Syrien und des Staates G-rvß-Libanon als,Mitglieder des Böller-. Hundes, zugleich mit der.ProKamietung der völligen und integralen -Unabhängigkeit'-dieser' -beiden Länder '. . : In der. Eingabe - wird' ferner, verlangt/tdaß btc' E i nstellung der Feindseligkeiten' '.in Syrien' angeovdE und «ine K v m m i ss i o, n ÄMsetzt werde, die/ aus 'Neutralen, zusammeüges'etzt,'dirMe WWngen^ über, die Ereignisse im Dscheib.e l "D ru s'und, über, die', Ursachen pflegen jsoll/vÄche'' die Drusen' und andere BMer' bewogen haben,' sich, gegen, ihre UntevwerfuM guMLe-hr N setzem , iueiMarMchen Sors 1a PMM Jerusalem 22, Septenlber., (I. jHU) Die'^ arabische Zeitung „El Carrnel" teilt mit, daß W p a l ä st i n e ,n s i-> s ch e G e n d a r m e r i e in dem - arWchen. Dorfe A b-i ha ti a ein W a ff e nu n d MunMs-o n s la ger ent-: deckt und beschlagnahmt hat.;; ' v . 2e!«»Witt^bc^|ouDttnDteBjimn bet pMi- - Jerusalem^ 22. September/ (I. T. A.) Die Verwaltung; . der palästinensischen Eisenbahnen hat, mit den.' Stadtverwaltungen von Tel-Awiw- und Jaffa ein Arrangement getroffen, in Verfolg, dessen die Eisenbahnverwaltung die Verpflichtung' übernahm-' eine Eisenbahnlinie bo'n Kalkili.eh nach Tel-Awiw zu bauen. Pach Fertigstellung dieser Linie wird der Eisenbahnknotenpunkt Lü d d ’ aüfgehöben , und Tel-Awiw, zum Haüptknötenpunkt der, pälastinensischeu',.Eisenbahnen erhoben. ," '' Durch die .neue Linie wird' die Verbindung zwischen Jaffa und' Haifa einerseits und'"Jaffa und Jerusalem andererseits sehr verbessert. Die Lime'schafft auch einen' Verkehr zwischen.Tel-Awiw und den Kolonien in Judäa. »«fe.JBK-'MESSINGMÖBEL ■■ RAT E N T - S C H L A E H Ö B E L UBE&iKlEEK-iKllilDERWAGEN JE $iBuK«R« BETTWÄSCHE «SUAiBJR-iNATRAtZEN xu Fabrlkspreicen ■ 1 /; Solide Ausführung SIOM. EISLER NACHF. WIEN, II. BEZIRK, PRATERSTRASSE Gegründet 1870 . Telephon .46-1-40 Ser Streit »m MWl. Ein türkischer Hanidftreich geplant- 'Lo^on^-W. 'SePteMr.^ (TA.Ä0W.)" Die ,, mnster ,Gazette" bestätigt, - daß die Regierung'des , J,-r u--k ' England um beschleunigte Gntsendu-NK , von T',r, Uppen ersucht hah turnt einem g e P l a n t e «türk i s chen,^A ngr>ifjf auf die Molsstultz.ve'nz'ie-MvoW-kommen.'Die Nachrichthabe, in 'PoMschen Kreiisen Englands große Ille de r r a sch u n g> hervorgerufen.' ' Die Chriftendeportationen der Türkei. a r-chWttf,.' 32., ^SchteWr,' (Schweiz. Dch.-Agentu-r.) Me. HÄische- Delegation hat daß^der ^VWrvtznndMi spW - als' mMi ch zusamDirtreh,die - Kovvaspondenz i MWM;' die anpdieD'e Pp/rtüx -x u N g vo n. EH -Viste vl: ^'lipvöchür'dpr'Mhe der BrHeter Linie^ gelLgemn Distri>k-> ten.der MossNlgrenze Vesug nimint., --Die britische -Regie-! vung -evklärt in -einer an die Presse Michteten Note, es Ätze' eine osfenbare V e r l -e tz u n gdes Artikels 3, des B e rt -r,a g« s v o-n L a u sä uu e vor. Dte^ britische Regtermig schlägt, vor, daß der'B.ö'lZke r pu nd r a t, einen. oder zwei' Bert rete-r/, ent send e, -welche, an Orb und' Stelle, zu, .prüsien hätten, ob die-Mwher. britischen'<undvoit' der. """"' Ae MWinigeletze. , ' \-7-y. S3S i e n, 23. ©ejitemBer. Für den ruhigen. Fortgang' der jüdischen Aufbauarbeit, in Palästina sind nunmehr durch die Regelung der E-inwanderungsvorschristeil und.der Staatsbürgerschaft die so notwendigen ersten; Voraussetzungen geschaffen' worden. ' Im großen, und ganzen tragen die beiden Gesetze den durch das VM-erbundmandat sich ergebenden Forderungen! Rechnung^? obzwar sich gegen , viele Besümnmngen sehr schwerwiegende Einwetedüngen erhÄen - lassen. Vor allem' ist zu bemängeln, daß dws, Bürgerschaftsgesetz jeden - Hinweis auf das Mandatunterläßt. Palästina wird in dem Gesetz so behandelt, als wäre es irgend ein Einwanderungsland und nicht vielmehr ein Gebiet, in welchem die Entwicklung in eine genau vorgeschriebene Bahn zu lenken ist. Palästina soll die Wische nationale Heimstätte weiden und die Ma-ndatsmächt hat die.'Verpflichtung, alle Maßnahmen -zu treffen und - zu üntersÄtzens die diesem Zwü zu bienen haben. . , Wr die nächste aHMare- Zeit ist. allerdings, nur mit einer -Wischen EinUmrÄiermlg zu rechnen und es ist.äNzutteWen, daß die beiden besprochenen.Gesetze die. Beziehung auf daL MaMv cckch eine SelbstvevstaniMchkeit^die nicht extra,zu verzeichnen ist,-unterlassen. Eine unglückliche Fassung hat im Bürgerschaftsgesetz der : Punkt 10 'des ArÜkels 3 echalten, der dem Ober- - kommissär das Recht gibt, einer Person, die sich, durch Rede oder. Tat unfreundlich, oderilloyal gegen die PMstin!ciregieru-ng gezeigt hat, - das bereits - erteiltes Naturalisätiönszertistat. durch Verordnung zurück-" . zuzichen.' Die' Praxis in anderen. Staaten kennt. diesen - Vorgang, umschreibt ihn aber viel schärser unter dem Namen der Bckvährungssrist.' Es soll damit gemeint ' sein, - daß jemand - in-n-erhM. eines gewissen Zeitraumes; —.in Palästina drei Jahre'.— jede unfreuMiche Aeußemng oder Tat gegen den Staat, dem man izugehören bestrebt ist/ unterlassen soll.' Das', ist eine An-! gelegenheit des Taktes und es dürsten ganz besondere : Gründe, die' leider unbekannt bleiben, zu der immerhin l auffälligen Aufnahme einer. Taktsache, in ein Gesetz ' maßgebend gewesen sein. Biel bedeutsamer, ist es, daß ' die letzte Enffcheidung über Einreise, und Naturalisation vollständig dem Obeäommiffär, resp. den Organen der Palüstinaregierung anheimgegeben wird. - Es wird abzuwarten sein, inwieweit bei der Handhabung der EinbürgerungOestimimungen. die Mitwirkung der Zionistischen Exekutive als der im Artikel 4 des Mandates anerkannten jüdischen Vertretung gesichert ist. Immerhin sind diese bÄden ftir die Fudenschast schwerwiegenden Fragen Palästinas durch gesetzliche Anordnung in ein, gewisses System gebracht, mit dem , man zu rechnen hat. Die jüdische Arbeit kann sich dar- . auf einstellen 'und, chre Lenker, werden ihr Augenmerk darauf zu richten haben, welche Auslegung die britischen Verwaltungsbehörden: den so dehnbaren Begriffen der Regelung der inneren ArbeitsvevhMmsse und des „unfreundlichen oder illoyalen Bechaltens".zu geben gewillt sind. Das-stellt sehr weitgehende Anforderungen an die Initiative und Aktivität der Zionistischen Exekutive. Es ist' deshalb mit ftäMer Dringlichkeit darauf hinzuwirken, 1 daß diese'- Exekutivederkürzesten Frist gebildet und daß alle inneren - Schwierigjkeiten, die im Augenblick noch bestehen,-übeiwunden werden. Es ist ein - ungesunder Zustand, daß ' im gegenwärtigen Augenblick keine Instanz-Vorhänden ist, die den in 'Jerusalem mit den schwierigsten Agenden betrauten Kölonel-KrH mit -Hrev Autorität stützt."- - Es sind viele- Momente vorhanden, die-das Fehlen einer' taÄräftigen Exeküttbe -schwer . vermissen' lasten.' Das unselige und als Schlag gegen den Zionismus und England Machte Projekt der - sowjetistischen Judenansiedelung auf der Krmr hat in der amerikanischen Audenschäst zu schweVen. mmven.- Differenzen gefichrt.