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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-21 · Heft 2364 (21.9.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2364 (21.9.1925)
Date
1925-09-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien. Montag Wiener Mokaenzeliuna 0f. September 1926 Nr. 2664 schuf so die. Basis für eine neue Offensive der Ungarn. Bei einem Zusammenstoß mit Wieser erlitt Pesovnik eine Verletzung am Knöchel, die ihn zwang, das Spielfeld zu derlassen. Seinen Posten nahm Vamos (Steinamaniger) ein. Die LI. Minute -ringt eine weitere Ecke gegen Ungar.«, bamt gi-t es einen Protestregen gegen den Schiedsrichter, weil das Publikum mit zwei Freistößen gegen Ungarn nicht einverstanden war. Nun setzen abermals verschärfte Angriffe der Ungarn ein und h, der 36. Minute blüht den Heimischen d:r stürmisch bejubelte erste Erfolg. Kleber hatte den Ball nach vorn gebracht «and Jenny hatte ihn übernommen; als Rainer ihn anging, gab er an Holzbauer ab, der unverzüglich Priboj in Aktion schickte. Ans kürzester Distanz sendete Priboj unhaltbar ein und Ungarn führte 1:0. Sofort nach Abstoß strebt Mertel nach dem ungarischen Tor, aber ein Fehlschuß ist das Ergebnis. Noch zwei ergebnislose Aktionen Molnars, dann geht es in die Pause. In der zweiten Hälfte präsentieren sich die Gaste in rotweiß gestreiften Hemden und cs scheint, daß dieser „Umzug" auch ans ihren Spieleifer belebend geüvirkt hat. Einmal noch schießt. Moltwr übers Tor, aber dann rollt ein präziser Angriff der Oesterreicher übers Feld, von Horvath getragender zwei, drei Gegner wunderschön überspielt, Wessely erhält das Leder und schießt so scharf auf das Goal, das Zsak nur ganz kurz herausfausten kann. Wieser und Bnga stürmen gleichzeitig auf den Ball, der Ungar erreicht ihn einen Bruchteil einerSekunde früher, aber so unglücklich, daß das Leder an den Pfosten und von da ins eigene Tor geht. Ein Eigengoal unter der Mitwirkung unseres Wieser hat somit für Oesterreich den Ausgleich gebracht. Wieser ist von diesem Zusammenstoß etwas mitgenommen und muß auf einige Zeit das Feld verlassen. Dennoch bleiben die Oesterreick>er in Front, drängen voll Energie und Sekunden immer mehr eine erdrückende Ue'bermacht; die verdient hätte, zumindest in einem Treffer ziffernmäßigen Ausdruck zu finden. Nur der glänzenden Leistung Zscvks, der unermüdlichen Arbeit Hnnglers und dem mitunter etwas zu robusten Spiel Takacs' haben es die Ungarn zu - verdanken, daß sie in diesem Abschnitt des Kämvsrs nichl ein Tir aöbekamen, das zweifellos ihre Niederlage besiegelt hätte. In einem Augenblick des Spieles schien es sogar, als sollte den Ungarn ein zweites Ggengoal blühen. Zsak mußte einmal seine ganze Kunst aihfdieten, um einen Schuß Hunglers unschädlich zu machen. Die ungarische Deckung zicht sich fast ganz auf die Linie der Verteidiger zurück, Oesterreich scheint frischer und kraftvoller, aber die Arbeit des Angriffes ist zu unausgeglichen, um sich durchsetzen zu können. Auf der einen Seite arbeiten Wessely und Wieser. aus der anderen Biertsl und Horvach recht hübsch zusammen, aber es fehlt die einheitliche Führung, für die Haft! nicht der geeignete Mann zu sein scheint. Wieser nnd Horvath köpfeln neben daS Tor, Viertl und Haftl verschießen' und so verpulvert sich die Ueberlegenheit'der Ocherreicher in erfolglosen Angriiffen. Einen Bochoß Pribajs kann Edi zur Ecke abwehren, dann bringt Buza allmählich wieder den ungarischen Angriff in Mion. Einen weiteren Korner gegen Oesterreich rettet Edi, der von drei Stürmern angegangen wird, aber sich ihnen im letzten Augenblick entwiu^n kann. Kurz vor Schluß kommt Horvach nochmals vor das ungarische Tor, aber sein Ball wird gehalten. Mit einer Ecke gegen Ocherveich, die ergebnislos blerbt, schließt das 56. Länderspiel Oesterreich—Ungarn. Eckenstand 6:2 (2:2) zugunsten der Ungar«. * Die geringe TreUeransbeiUte dieses Spieles trotz der »reuen Osffideregel ist diesmal nicht so sehr auf hochklassige Verteidiger als auf weniger disponierte und glückliche Stürmer zurückzuführen. Allerdings waren die beiderseitigen Torhüter in höchster Form und wehrten zahllose schwere Bälle ab. Nach einem glänzenden Start dar Ungarn, der aber erfolglos verlief, fanden sich die Qeisterreicher allmWich. Die zweite Hälfte brachte den Unserigen sogar eher ein kleines Uebergewicht. Es gab in beiden Mannschaften einige Enttäuschungen. Der österreichische Angriff spielte sehr zerfahren. Wessely, einer der Besten, wurde zu wenig beschäftigt. Viertel' besitzt noch keine Teamreise. In der Deckung fiel Kurz nahezu um. Er konnte den gefährlichen Jenny nicht'halten. Resch rackerte sich nicht ohtte Eusolg, R i e t s ch, der den hervorragenden Molnar gegen sich hatte, war einer der besten Spieler der Oesterreicher. Die Verteidiger boten nur Durchschnittsleistungen, während Edi wie ein Bollwerk stand und bravourös hielt, was zu halten war. Ans der Gegenseite bewies Zsak wiederum seine alte Klasse. Der ' halbe Erfolg. Ungarns ist vor allem ihm zu danken. In der Verteidigung sehlte Fogl 2. Takacs und Hunglen boten , int allgemeinen eine bessere Leistung als unser Backpaar. Der Mittelläufer B nz a bewies ziemliches Können. Kleber hielt sich recht gut, während Pesovnik total umsiel und gegen den Steinamangerer Bamos ausgetauscht werden mußte, der aber auch nichts zeigte. Der ungarische Angriff war ungleichmäßig zusammengesetzt. Beide Flügelstürmer spielten rasant und durchschlagSkräftig, Lettner ist aber kein großer Taktiker. Molnar brillierte, H o lzb a u e r ist keine Klasse, der alte Draufgänger Priboj konnte ein schönes Tor erzielen. DaS ausgleichende Tor Oesterreichs wurde unter; Mitwirkung BuzaS zustande gebsacht. Schiedsrichter HeriteS amtierte energisch, korrekt und präzis«. * Der ungarische Verbandskapitän Dr. Mariassy erklärte, daß das Resultat für Oesterreich ein glückliches fei. Ein 2:1-Sieg der Ungarn wäre berechtigt gewesen. Von der österreichischen Mannschaft gefiel ihm die Verteidigung und der linke Flügel am besten. Als besten Mann Ungarns bezeichnet er Molnar. Mit der Amtsführung des Schiedsrichters Herr t e s ist er vollkommen zufrieden. Sie Meisterschaft. SB. A. C.—Hertha 2:1 (3:0). W. A. C.-Plah. IO.OoO Zuschauer. Schiedsrichter Wolf. W. A. C.: Feigl; Becher, Heikenwälder; Schneider, Kticpera, Bielek; Swobvda, Dürrschmidt, Wolchowe, Schlosser, Huber. Hertha: Semenka; Wilffchl, Schramseis; Holsk, Pruha, Kronn; Listopad, Kabada, Hansl, Hovvath, Picha. Die ersten Angriffe inszeniert Hertha, die gegen die Sonne spielt, urrd bereits wenige Minuten nach Beginn placiert Schneider in arger Bedrängnis den Ball kna>pp neben das eigene Tor. Der Gegenangriff bringt Wolchowe in Front, der allein vor das Hertha-Tor kommt und den Ball in die Ecke jagt. (4. Min.) Der W. A. C. gewinnt allmählich die Obechand. In der 36. Minute spielt Schlosser Wolchowe vorbildlich frei-und dieser schießt mühelos ein. Die Mite Hälfte gehört fast ganz den Favoritnern. Nachdem einige ganz, unglaubliche Chancen von den Blau« Weißen nnausgenützt bleiben, gelingt endlich Picha in der 16. Minute ein BolltrMer. Fast im Tore stehend, hatte er keine andere Möglichkeit, als den Ball ins Netz zu drücken. Es kriselt wiederholt im W. A. C.-Strasraum, mindestens drei klare Elfer werden nicht gegeben, das Spiel nimmt immer derbere Formen an. Nach Schluß heftige Demonstrationen gegen, den unter starker Bedeckung in Sicherheit gebrachten Schiedsrichter. Zweite Klasse. Bewegung äv—Germania 7:6 (3:3). Donau—Sturm 07 2:1 (1:0). B. A. C—Weiße Elf 2:0 (0:0). Nicholson—Bewegitngsspieler 2:2 (1:1). Vorwärts 06—Wiener Sportfreund« 3:3 (2:1). WA. F.-Gersthof 0:0. Freundschastrsplele. Sportklub—Vienna 5:1 (3:1). Sportklub-Platz. Schiedsrichter Kürner. 3000 Zuschauer. Sportklub: Przichotzky; Beer, Teufeil; Lang, Wiedermann, Äowak; Bauer, Dana, Budin, Neumann, Pammer. Vienna: Ostriczok; Graf, Patzaik; Kaller, Hofmann, Seulffert; Seidl, Fürst, Rhba, Bulla, Fischer. Gleich nach Spielbeginn erzielt Vienna aus einem Freistoß ein Tor, das aber wegen Qffsidestellung Bullas nicht anerkannt wurde. Bauer erhält in der 12. Minute den Ball und erzielt den ersten Treffer. Kurz hierauf gleicht Fürst aus. Eine Minute später schwingt Neumann sein linkes Bein und der Ball zappelt abermals im Netz. In der' 38. Minute vergrößert Sportklub seinen Vorsprung mit einem Eigentor Qstriceks. Nach der Pause ist Vienna ständig überlegen, doch der Sportklub versteht es besser, seine Angriffe erfolgreich zu gestalten. Wana und schließlich wieder Neumann stellen das Endresultat her. ' Simmering—Rapkd 2:1 (2:1). Hütteldorf.' Schiedsrichter Anders. 5000 Zuschauer. Simmering: Cart; Jra, Hauswilth; Ehrlich, Novak, Dumser; Urban, Sesta, Danis, Zillbauer, Schleinzer, (Diamantinger). Rapid: GrWner; Solil, Regnart; Richter, Brandstätte^ Madlmeyer; Wondrak, Eppensteiuer, Kuchan/ Bauer, Kirbes. ' Gleich in der ersten Minute brachte Danis einen Schuß an, der das Netz von außen traf. Ehrüky und etwas später Richter verlassen für einige Minuten den Platz. Schon zwei Minuten nach dem ersten Treffer führt Simmoring 8:0. Meder war Danis der Schütze. Das Spiel flaut mm für eine Welle gängkich ab und e^t ein weiterer Treffer, diesmal für Rapid durch Bauer, bringt' wieder Leben in die Sache. Nach der Pause wird an dem Ergebnis nichts mehr geändert. Admlra—International 5:2 (2:0). Auswärtige Resultate. Tschechoslowakei. Pokalspiele: Slavia—Rapid, Prag 8:0 (6:0). Vrsovice—Viktoria Zizkov 4:1 (2:1), Ueherraschung, Preß, bürg: Meisterschaft. Ligeti—B. T. E. 4:1 (0:1). Bratislava—Slavia 3:1. Rapid—Törekves 1:0. B. A. C.— Donaustadt 4:2. . . Jugoslawien. Agram: Meisterschaft: Gradjanski geM Sparta 3:8, Conkordia gegen Croatia 2:0, Hask gegen Eisenbahner 6:2. Belgrad: Belgrader S. K. gegen Jadran 3:1. Polen. Warschau: Das Städtespiel Marschau gegen Lemberg endete 3:3, bei Halbzeit führte Lemberg 3:2. Wilno: Wilno—-Warschau 2 3:1. Lodz: Warte—Lo^er Sp. K. 2:1. Krakau: Cracovia—Amateure (Königshütte) 5:1 (1:0). Dänemark. Kopenhagen: Das hier zur Austragung gebrachte Städtüspiel zwischen den Mannschaften Londons Md Kopenhagens sah die Heimischen überraschend 4:2 siegreich. Sparta besiegte gestern den S. C. Wacker in überlegener Manier 6:2. Schon bei Halbzeit stand das Treffen 4:1. Als Schiedsrichter fungierte Zadak, der nicht befriedigen konnte. Die Tore schossen für Sparta Pollacek 2, Dworacek, Schaffer. Horejs je 1. Ein Treffer resultierte aus einem Elfer. Die Sparta war stark überlegen, hatte aber dabei leichte Arbeit, da Wacker vollkommen versagte. Für Wacker störten Siklossy und Machhövndl. Diese beiden waren auch die besten Leute der Wiener. In einer ganz hervorragenden Form spielte Schaffer. Die Amateure siegte» gestern in Graz gegen ein ans den Vereinen G, A. K. und Sturm kombiniertes Team 7:0. Slovan gewann in Wiener-Neustadt 3:1 (1:0). Der gestrige Länderwettkampf Tirol—Vorarlberg in Innsbruck endete 3:3. Der Sportklub der Wiener Straßenbahn gastiec:e >n Graz und mußte von einer kombinierten Mannschaft der Vereine Sturm und G. A. K. eine. 7:1Mederlaae,in den Kauf nehmen. Vormittags siegten die Wiener gegen Grazer Straßenbahn 8:0 (4:0). Westham United, die derzeit Wrende Mannschaft der englischen Liga, wurde von Leeds United 2:5 geschlagen. Die gestrigen Hockeyspieler B. f. B.—Lehrer 1:0 (1: 0), Reserven 2:1 für Lehrer. Juternational—W. A. C. 2:2 (2 :0)., Reserven 2:1. Allround—Arminen 2:0 (0:0), Reserven 3:1. Ein neuer Weltrekord im Speerwerfen wurde anläßlich des Dreiländerkampfes Schweden—Norwegen—Dänemark aufestellt. Dem Schweden Lind ström gelang ein Wurf von 7.31 Meter. Den bisherigen Rekord hielt der Amerikaner Murray mit 67,04. Im Gesamtergebnis siegte Schweden mit 31 Punkten vor Norwegen (27) und Dänemark (14). Einen neuen ungarischer Hochsprungrekord erzielte gestern der alte Gaspar mit 1,93! Auch Barst stellte sich mit 49,1 über 400 Meter mit einer Höchstleistung ein. Die jugoslawischen Meisterschaften wuvden Sanlstag und Sonntag in Gro ßb erskereL ausgetragen und ergaben teilweise sehr gute Leistungen: im Diskus stellte Am'bvozy mit 44,18 M. einen neuen jugoslawischen Rekord ans. Wahrend er im Kugelstoßen 13)58 und Joanovie 18/18 Meter erreichte. Bencze lief 200 Meter in 24/2 und 400 Meter litt 58,9. DeriM 5000 Meter m neuer jugoslawischer Rekordzeit von 17:04,4. Die Ringermannschaft der Hakoah unternimmt am 8. Oktober eine zehn- bis dierzchntagige Tournee nach Dentis chlarvd. s Theater von heute Neuer verg-lleetellMl äll5 grüsrls wiener keslsursnt Deulichlands BERLIN, FRIEDRICHSTRASSE 95 (gegenüber Centralhotel) am Bahnhof, Friedrichsirasse Besitzer: I. Rubinstein Täglich große aaswahlreiche Speisekarte sowie quantitative u. qualitative MENUS za Mk. 7.60 Treffpunkt der Zionisten Internationale Bedienung / Exquisite Wiener Küche (Echte Biere) / Solide Preise Diner ä’la Carte 1039 STorihd-unds S KALBFLEISCH ( > zu den B ■ billigsten Tagespreisen ■ ■ streng 1 B nur S ■ S. SCHABES 8 B Fleischhauer B ■ IOC Iltrerntrflfip 20 B ■ AA,JIgCiöuÄDC «v m S Telephon 48*8-84 Sj ■11., Krummbaumg. 6| M. BAUN Wien, IX. 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