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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-13 · Heft 2357 (13.9.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2357 (13.9.1925)
Date
1925-09-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Die Polnische Telei graphenagentur hatte nun gemeldet, Amery hätte! seinen Vorschlag unter anderem auch damit begründet,! datz England auf der Zuweisung Mossuls an den Irak bestehe, um so die Bildung eines panarabischen Staatenbundes, der auch Palästina umfaßt, zu erleichtern. Bon dem in Gens weilenden Berichterstatter des Warschauer Tagblattes „Moment" über diese Meldung der Polnischen Telegraphenagentur befragt, hat K o l o n i a l m i n i st e r Amery den Korrespondenten des „Moment" bevollmächtigt, zu erklären, daß die Nachricht der Polnischen Telegraphenagentur jedes tatsächlichen Grundes entbehrt. „Großbritannien" — erklärte Amery dezidiert — „hat bezüglich Pal8stinas Mandats v e rp f l i chtungen [ auf sich genommen; sowohl gegenüber den Inden als auch Die arabischen Rationalisten. Jerusalem, 10. September. Die arabische n 0t at io na listen setzen ihre Aktionen gegen den Zionismus fort und verfolgen offenkundig den Zweck, durch Unterbreitung unerfüllbaren Forderungen dem neuen Oberkommissär Verlegenheiten zu bereiten und ihn zu einer Stellungnahme zu veranlassen. Ihre jüngste Forderung ist, Lord P l u m c r möge die B e >n n tz u n g d e r jüdisch e n Fah ne in Ere; Israel verbieten. Uoberdies planen die arabischen Führer für den 18. d. eine große Demonstration in Jerusaleni, durch welche den aufständischen Drusen in Syrien die Syntpathien ausgedrückt werden sollen. Es verlautet, das; Lord Plumer die Demonstration verboten -habe. j Die Aurwandermigslommission des Bölker« bundes.! Genf, 11. September. In der gestrigen Sitzung der vom Völkerbund einbernfenen Emigrationskonferenz wurde ein Exekutivkomitee eingesetzt, in welches unter anderen Lneien Wolf und Cohen aus London, der Delegierte der amerikanischen Gesellschaft zur Unterstützung jüdischer Einwanderer („Hias"), B e r n st e i n und Zwi A b c r s o n gewählt wurden. Lord Plumer im Hadaffah-HoMal. Jerusalem, 10. September. Oberkommisfär Lord Pilnmer und Gemahlin statteten dem vom amerikanischen Verband jüdischer Aerzte errichteten Hadassah- Hospital einen Besuch ab und nahmen sämtliche Abteilungen dieser auch außerhalb Palästinas als erstklassigen Hospital anerkannten Krankenanstalt in Aalgenschein. Lord P l u m e r erklärte, daß dieser Besuch ihn und seine Gattin überzeugt ha'be, daß der gute Ruf der Anstalt wohlbegründet ist und sprach den Wunsch aus, daß die Hadassah-Orgamsation ihre für die Verbesserung der s a n i t ä r e n B e r h ä t t n i s s c im Lande so segensreiche Tätigkeit fortsetze. gegenüber der Zionistischen Organisation" existieren feierliche Zusagen, die England gemacht hat und die es niemals zurückzuziehen beabsichtigt. Es mutz hervorgehobcn werden, datz die Aufgabe in Palästina interessanter und komplizierter ist als die im Irak; P a l 8 st i n a mutz daher ganz gesondert behandelt werden, unabhängig von der sogenannten Frage eines panarabischen Staaten bundes. Ueberdies hat in dieser Frage Frankreich auch ein Wort, denn die Frage des panarabischen Staatenbnndes geht nicht b l o tz England an." eine Besprechung zwischen Lord steril und 2r. gacoblohn. Genf, 11. September. Der Vertreter Englands beim Völkerbund, Lord Robert Ce eil, welcher nach der 2lbrcise des britischen Außenministers Chamberlain für den Rest der gegenwärtigen Völkerbundtagung England im Völkerbundrat repräsentieren wird, hat dem Genfer politischen Vertreter der Zionistischen Organisation, Dr. Iaeobsoh n, auf dessen, schriftliche Anfrage, ob die Nachricht über die nahe bevorstehende Schaffung einer panarabischen Föderation richtig sei, brieflich geantwortet, ihm sei von dem Plan, diese-panarabische Föderation ins Leben zu rufen, nichts bekannt. Lord Ceeil hat gleichzeitig Dr. Jacobsohn zu einer, m ii n d l ichen Besprechung eingeladen. Der Streit um Mofful. London, 12. September. Tewfik Bei hat dem Kor», refpondten der „Financial Times" in Genf ein Interview gewährt und darin ausgefühvt, daß. die Türkei keinerlei Interesse an der Petr o l e u m frage i n M os s nl hätte. Sie habe ihre Uneigennützigkeit dadurch gezeigt, daß sie der englischen Regierung jeden Tropfen Petroleum zur Verfügung gestellt hat. Die Türkei habe ferner England alle Hände l s k onze s s i o n e n angeboten und sie sei bereit, in den Status quv im Irak eillznwAigen. Tewfik Bei fuhr fort, daß die Türkei keine n Krieg wolle, sondern sich vielmehr nach Frieden sehne. Wenn aber England der Türkei Mossul wegnehme, dann sei der Friede gefährdet. Eie türkisches Zugeständnis. Genf, 12. September. (Tel.-Komp.) Das Dreierkomitee des Völkerbundes für die Mossnlfrage unter dem Vorsitz des schwedischen Delegierten U n d e n hatte heute nachmittags den türkischen Außenminister Tewsik Rüschdi Bel vorgeladen, der, unter Aufrechthaltnng aller bisherigen Argumente der türkischen Delegation, für die Belassnng des Bilajets Mossul bei der Türkei doch ein wichtiges Zugeständnis machte. Er erklärte sich bereit, das Gebiet von D i a l a im Süden des Vilajets an den Irak abzütreten. Damit verknüpfte er aber den Vorschlag, einen S i ch e r h e i t s P a k t zwischen dem I r a k, der Türke i. Persien und England abznschließen, der der Türkei eine gewisse Garantie für den späteren Abschluß günstiger Wirtschafts- und .Handels-- abkommen bieten soll. __ iaiUam’ Budget. Einnahmenüberschutz von 133 Millionen. Paris, 12. September. (Tel.-Komp.) Caillanx hat heute der Finanzkonimission der Lbammer den Entwurf für das Budget 1926 überreicht. Das Budget schließt mit einem E i n n a h nt e it ü ber s ch n tz v o.g 13 3 M i l l i o n e n Franken ab. 2L«, HÜBNER8 KURSALüN-RESTAURANT rd LE. September werden die Preise wegen Regieverminderung im Wiener Restaurant UM 23 BIS. 30 PROZENT HERABGESETZT! // im französischen Restaurant Konzert avavavavava Nachmittags s-unr-Tee

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