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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-04 · Heft 2348 (4.9.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2348 (4.9.1925)
Date
1925-09-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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# Seile Men, Freitag Wie»er Mirften^eUttna 4. September 192o Nr. 2348 Das Paukenklavier. Das Mitylreder Wiener Philharm c>n iiker, Professor Schnell er. konstriuert Wer Anregung von Richard Strauß ein ,Paukenklavier" Es wird acht ckbgestimmte Paulen enthalten, welche alle durch einen Spieler bedient werden können. Radioprogramm. Heute Freitag. 4 bis 6 Uhr r Nachmittagskonzert. Stolz: Bauernvrinzeifin. Weber r Euryanthe, Ouvertüre. Campagnoll-Bondi r Allemande. Flmy : Nsnustt vivnvv'8. Gounod r Margarete (Faust) 3. Chaminade r Elevati» n. Ohlsen: Tanz der Marionetten. Kerker: Th» Belle of New York. S rauß r Nachtfalter. Gilbert r Tanzlied aus »Uschi". — 7j7 Uhr: Vortrag Niederösterreich, der Garten Wiens. — 8 Uhr? Mene- Symvhonieorchester. Weber r Freischützouvertüre. Borodin r Stevvenskizze aus Zentralasien Anton Dvorak: Mittaashexe Smetana r Sarka. Robert Fuchs r Serenade in v-vur für Streichorchester. Nicola r Ouvertüre zu »Die lustigen Weiber von Windsor". SeMtssaal. Eine Nachtszene. Das Schwurgericht des Landesgerichtes 2 unter Vorsitz des Oderlandesgerichtsrates Dr. V o ck n e r hatte sich gestern wieder mit einer Anklage wegen Randes zu befassen. Der Vertreter Andreas Riedl zechte in der Nacht zuim 13. Zlipril d. I. m einem Gaschaufe im 31. Bezirk mit mehreren Burschen, unter denen sich der 19jähri-ge Tilschlergehilfe Engelbert Lammerer und der gleichaltrige Kutscher Rudolf Dr iano ta befanden. Gegen 11 Uhr nachts verließ die Gesellschaft das Lokal und die Heiden Angeklagten begleiteten den Riedl, der «sein Fahrrad neben sich herschob, ein Stück Weges. Plötzlich überfielen sie chn, raubten ihm seine Brieftasche nnt etwa 8 Schilling Inhalt und versuchten, ihm das Fahrrad zu entreißen, indem sie ihn eine Böschung hinabstießen. Die Angeklagten, Lammerer und Drimota, verantworteten sich mit Trunkenheit. Die Gefchwornen vernein t e n die auf das Verbrechen des Raubes lautende Hauptfrage, so daß dis Angeklagten frei gesprochen und sofort enthaftet wurden. Ein Postoffizial beraubt Amerikabriese. Der 30jährige Robert Pa rr war Offyial beim Hauptpostamt und hatte :n der Sortierstelle Dienst zu machen. Im Frühjahr wurde entdeckt, daß Ausländsbriefe, insbesondere solche aus Amerika, den 'Adressaten nicht zugestellt worden waren. Die Erhebungen ergaben, daß Parr solche Briefe beseitigt hatte, und er legte das Geständnis ab, daß er fünf „Aurerikabriefe", die Schecks über Beträge von 10 bis 100 Dollar enthalten hatten, beim Sortieren zu sich gesteckt, den Inhalt an sich genommen und die Briese vernichtet hatte. Parr gab an, daß er durch den 91jährigen Hilfsarbeiter Leopold P e r s a i n e r, den er seit längerer Zeit kannte, auf den Gedanken gekommen sei, Briese verschwinden zu lassen. Die Schecks haben Persainer und der 27jährige Handelsangestellte Johann Penicka verwertet. Der Erlös wurde geteilt. Rober Parr wurde gu sechs Monaten, Persainer und Penicka zu je vier Monaten Kerker von den Schöffen verurteilt. Der mchtbezahlte eiserne Vorhang. Im Oktober v. I. hatte der Schlosiermeifter Alfred Hauptmann über Bestellung des Direktors der Stolz-Bühne, Robert Stolz, für das Theater die eiserne Kurtine um den Preis von 36 Millionen angesertiigt und hatte weitere Schlosserarbeiten für das Theater geleistet, wofür er einen Betrag von 69 Millionen zu fordern hatte Herr Stotz hatte aus die Rechnung 25 Millionen Kronen bezahlt und war den Rest schuldig geblieben. Gestern beschäftigte sich das Zivillandesgericht, Einzelrichter Hoftat Gerhard, mit der Klage des Schlossermeisters, in welcher die Zcchlung des Restbetrages von 44 Millionen samt Zinsen und 35 Prozent Verzugszinsen begehrt wurde. Stotz hatte in der Klagebeantwortung 'behauptet, daß er zur Zahlung nicht verpflichtet sei, weil die Arbeit nicht sachgemäß aus- -gesührt sei. Zur Verhandlung erschien weder Direktor Stotz noch sein Vertreter. Der Kläger erMäte demgegenüber, daß die Arbeiten von einer Kommission als in Ordnung befunden wurden. Es sei offenbar, daß der Beklagte lediglich die Zahlung verzögern wolle. Der Kläger führte noch aus, daß er 25 Prozent Zinsen für die gelieferten Materialien zahlen mußte, worüber er auch einen Kontoauszug vorlegte. Das Gericht verurteilte Herrn Robert Stotz zur Zählung des geschuldeten Restbetrages samt Zinsen und oen dom Kläger zu zahlenden 25 Prozent Verzugszinsen an den Materiallieferanten. Volkswirt. Ungleichung der österreichischen an die dentsche LiskonipoMik. Keine weitere Ermäßigung der österreichischen Diskontrate. In finanziellen Kreisen wurde der Erwartung Ausdruck verliehen, daß ein weiterer Abbau der Diskontrate stattfinden werde und daß die gestrige Ermäßigung um 1 Prozent nur die erste Etappe in der Rückbildung des Zinsfußes bedeute. Wie wir erfahren, sind diefs Erwartungen verfrüht. Die Nationalbank bleibt bis auf weiteres beim Zinsfuß von 9 Prozent ohne Rücksicht daraus, ob sich auch der Geldmarkt unabhängig davon weiterhin günstig gestaltet und sich eventuell sogar der tschechoslowakischen Bankratej' die derzeit bekanntlich 7 Prozent beträgt, nähert. Die Oesterreichische Nationalban/k will nunmchr, nachdem sie denselben Zinsfuß wie Deutschland aufwerst, ihre Diskontpolitik analog der Deutschen Reichsbank fortsetzen. Es zeigt sich nunmchr der Inhalt de>r Unterredung des Reichsbankpräfidenten Dr. Schacht mit dem Nationatbankpräfidenten Dr. Reisch, der seinerzeit geheim gehalten wurde. Die Frage der gemeinsamen Diskontpolitik Deutschlands und Oesterreichs dürfte einer der wichtigsten Punkte der damaligen Verhandlungen gelweisen sein. Die weiteren DiSkontmaßnahmen der Oesterreichifchen Nationalbank dürsten nunmehr nach Fühlungnahme mit den deutschen Reichsbanksaktoren durchgeführt werden. In seiner Rede, die im gestrigen Communique der Nationalbank nicht veröffentlicht wurde, erklärte Präsident Reisch, aus diesem Diskontsatz von 9 Prozent und der jetzigen Barschatzpolitik deswegen verharren zu müssen, damit jede Gefahr der Baissespekulation aus den Schilling vermieden werde und das Goldniveau des Schillings unbedingt gehalten lverde. Er wies auch bei dieser Gelegenheit mehrmals auf die deutschen Verhältnisse hin. In finanziellen Kreisen verlautet, daß den Wiener Banken von der Nationalbank nähegelegt worden sei, die jetzige Diskontermäßigung nicht zum Anlaß einer stärkeren Hausseifpokulativn an der Wiener Börse zu nehmen. Demgemäß seien auch gestern alle eventuell erwarteten Emotionen an der Wiener Börse ausgeblieben. Borliiustg feine Samstagbörsm. Als zu Sonnuerbeginn die Samstagbövsen ausgelassen wurden, «bestaub die Absicht, dieselben im September wieder ausleben zu lassen. Es wurde damit gerechnet, daß zu Herbstbeginn eine Belebung des Geschäftes emtreten und sich auch damit die Mtwendiigkert des sechsten Börsentages ergeben werde. Da aber bisher diese Erwartungen nicht eingetroffen sind, wird infolgedessen vorläufig von der Wiedereinführung der Samsta^bövse abgesehen. Die Geschäftstätigkeit ist fo gering, daß mit den bisherigen fünf Börsentagen das Auskommen mehr als hinreichend gefunden wird. ES ist nicht notwendig, daß ein weiterer gefchästSloser Dag hinzukomme. Infolgedessen wird die Wiener Börse vorläufig von der Wiedereinführung der Samstagbörse Abstand nehmen. Auch di« Prager Börse bleibt weiter an Samstagen geschlossen. Die Devisenpreise. An den internationalen Devifenplätzen ftaub auch gestern die Lira im Mittelpunkte des Interesses. Sie erhöhte sich in Zürich von 20,30 auf 20,60. Man befürchtet jedoch in Bannkreisen, daß die Krediftestriktionen der italienischen Notenbank Gegenaktionen auSlösen werden, die die Festigkeit der Lira erschüttern könnten. Fest lagen auch die Devisen Amsterdam, Oslo und Kopenhagen. Der polnische Zloty blieb unverändert. Dividendenlose Pcchiere. Die M. L. Biedermann u. Co.Ecmkaktiengesellfchaft, die G. Rumpe lEtiengefellschaft-Bauunterneihmung, die R h o m b u s-Berlags-Mtrengesellschaft und die Vereinigte Bau- und Jndustrie- A.-G. zahlen für bas Jahr 1924 keine Dividende. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet Wer Sandor Kelemen, Seidenhandlung, 7. Bez., MariähUferstraße 68. Aktiven 104.905 Schilling, Passiven 318.479 Schilling. Ausgleichsanbot 95 Prozent in neun Monatsraten; über Bernhard Gold färb, Tapezierevineister, 3. Bez., Margaretenstraße 85, und über Johann Koffler, Käsegroshandlung, 15. Bez., Gebrüder-Ha-ng-Gasse. Die wichtigsten Berkchrserleichterungen im jugoflawischösterreichischen Handelsvertrag. In dom heute unterfertigten Handelsverträge sind für die Einfuhr nach' Jugoslawien insbesondere folgende Artikel berücksichtigt worden r Kandiszucker. Bonbons, Pflanzenfett. Senf, Gips, Magnesit, Seifen, Schuhwichse, verschiedene chemische Artikel, Brom und Pigmentfarben, Firnisse, Baumwollgarne, sowohl eindrähtig, als auch mehrdrähtig, Baumwolle für den Detarlverkauf, Tüllgewebe, baumwollene Wirkwaren Jutesäcke, Wollgarne für den Klein- Verkauf, Abfalldecken. Wirkwaren, Seiden- und Halbseidengewebe, seidene Wirkwaren, Seidenbänder, Filze, Konfektionen, Hüte, Schirme, Sattlerwaren. Taschnerwaren. Kauischukwaren, Drechslerarbeiien, Möbel verschievene Holzwaren, Pavierzeug. Papven, Papier, Papierwaren, nicht fassoniertes Eisen. Faffonei'en, Eisenbleche. Draht, Achsen. Hämmer. Aexte, Schaufeln, Schrauben. F ugteile, Drahtst ste, Drahtwaren. Blechwaren, Schlösser, Geldschränke. eiserne Möbel, Armaturen, diverse Waren an« Blei, Zi n, Kupfer, Kesselschmiedwaren, Lion sche Waren, verschiedene Metallgalanteriewaren, Wasser! urbinen, Verbrennungsmotoren, verschiedene landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeugmaschinen, Pumpen und Wägevomchmngen,. Dynamomaschinen, Transformatoren, elektrische Apoarate. elektrische Lampen, elektrische Leitui'gsdrähte. Waggons. Fahrräder, Autowagen, Personen- und Lastwagen, verschiedene Musikinstrumente, Kindersptelwaren. Die Einfuhr nach Oesterreich ist für folgende Artikel erleichtert worden: Welntr üben, Obst frisch und zubereitet (Pflaumen), verschiedene Gemüsear en, Rtüdvieh (Bindung). Schweine, Pferde, Geflügel, Fssche, Schweinefett (Bindung) Speiseöle, Sltbowitz. Wein. Schweinefleisch, Würste, Käse (Spezialitäten , Konserven, Kastanien. Holzeytrakt, Holzwaren, Zement (Bindung), Nägel, Schwcfelläure, Natriumsulphat, Kalzium arbtd, schwefelsaure Tonerde. Kalkstickstoff Erhöhung der Naphtha, und Benzinpreise in Polen. Warschau, 3. September. ,Polnische Nachrichten" melden: Der. Verband der NaphtharaMnerlon in Polen hat auf seiner letzten Sitzung den Beschluß gefaßt, die Naphtha- und Benzinpreife um 30 Prozent zu erhöhen. Die Erhöhung beträgt in Engros 6 Groschen für ein Kilogramm Naphtha und 7 Groschen für ein Kilogramm Benzin. Die Erhöhung tritt mit 1. d. in Kraft. Wiederaufnahme der österreichisch-ungarischen WirtschattSverhandlungen. Aus Budapest wird telegraphiert: Wie .Magyarorszag" von gut informierter Seite erfährt, steht dir Aufnahme der ungarisch-österreichischen Handelsreviseu- und Balutrukursr vom 3. September 1925. vevisan Seid War« Qein Ware Französische Noten . » S, Geld Wert t1m«wra»m. . . .8. 288.20 268.20 idofla . . .. Stockholm Warschau . Zürich ....... Valuten . . 8. 6.11 6 16 33.86 33.85 Belgrad. . . tterUa . . . Srü,«> , . . Budapest » Bukarest . . . , a 1 09*30 . . « 3.4675 12.8260 168.00 81.08 00.70 8.4876 189.46 126.60 186.76 100.06 128,— 187.26 Holländische Noten . itailenJsche Noten , . hiKosiawische Noten « , Polnische toten ... HumSnlac/ie Noten . . . 331.50 28 36 12.6050 134.26 286 50 28 65 13.6860 136.26 London . . . , 34.33 34.43 4merlkaiiiache Noten 708 06 712.06 'tusslsche Noten Roman,) Mailand . . . . . 26.16 2828 Belgische Noten •« Schweizer Noten . . . 186.60 187.80 New-York« » . 707.65 710.16 Bulaar. Not. .... Deutsch« Noten . . Tschecho-siow. Noten . 20.84 21.00 Pari» ...» . . 88.14 83.80 187.80 188.80 Türkische Pfnnd*Noten . 88*86 10C.16 Pra« .. . . 31.0476 Bogilscbe Noten .. 6 1 Ungarische Noten . . . v e r t ra sv e r I) a n dl u Ng e n für Ende September bevor Marr hofft auf eine Beendigung der Ha-iidelsvortragsvcrhandluugen bis Weihnachten. Ungarn wird bei den Verhandlungen nicht mehr durch Baron Wod ia ner. sondern durch die Ministerialräte Ferenczy und Barezy vertrete,: fein. Die ungarische Regierung beabsichtigt, in erster Linie Zollerleichterungeil für die Ausfuhr von Getreide. Wern, Obst und Gemüse zu crlangen. Die erste tschechoslowakische Reklamemrsse. Die Prager Messeleituna veranstaltet anläßlich der 11. Prager Herbstmesse (6. bis 13. September 19251 mit Hiilife der Redaktion der „Reklame?,unst" in Toplitz--Schvuau und „Nova Noklama" in Prag eine eigene Reklame messe. Es ist sehr erfreullich, daß für dieses Sondergelbiiet, loolchcs leider hierzulande oft in unberufene Hände gelegt wird, ein großes Interesse hc-rfcht. Nicht nur künstlerische Plakate, Prospekte, Reklamc-Zu-gabeartikel aus Glas. Papier, Leder ufw.. Blech- und geprägte SchÄder. Kanzlelzugehor usw. werden zur Vorführung gelangen, sondern auch, geschmackvolle Auslageneinvichtungen, BeleuchtungsKrper. Diapositive, HUfSptbehör für ReklameMecke nfw. Dieser Dondevgvuppe kann nicht nur ein endfpvechender moralischer, sondern auch großer geschäftlicher Erfolg Vovausgesagt Weden. Modeschou der Prager Herbstmesse. Aui Messeeröffwungstage (6. September 1925) findet um halb 10 Uhr vormittags im Theatervariete in Prag-Karolinerckal abermals eine große Modeschau statt, zu der die berufenen Kreise unter der Leitung des Herrn Btzeregisseurs des böhmischen NationÄtheaters, B. Zintl, weitgehende Borbevsitungn treffen. Ein originelles Prager Motiv soll die szenische Grundlage der Modeschau bilden, die an Reichhaltigkeit noch «die bisherigen Modeschanen Kberlreffen wird. Eine Wiederholung dieser Revue ist für den 13. September ebendaselbst .in Aussicht genommen und werden Karten in der Wohmmgska-r^ei des Messeamtes im Abtstädter Rathaus und an der Kasse des Dheatewarietes erhältlich sein. Wiener Produktenbörse. Die Presse notierten geltem wie folgt» Weizen» Inländischer neu 37.— bis 39.—, Ungarischer Tbeiß 79/80 Kilogramm 43. - bis 45.—, Ungarischer Ddeiß neu 88.50 bis 41.—, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — bis —Roggen» Inländischer neu 28.— bis 29.—, Pester Boden neu 29.— bis 29.50. Gerste: Jnlärrdische 83.— bis 42.—. böhmische mährische —bis —. M a i 8: Ungarischer —bis —. C i n q u a n t i u 41.— bis 42.—. Hafer» Inländischer neu 27.— bis 28 50. Reis» Italienischer 83.— bis 84.—, Burma 64.— bis 64.50. Mablvrodukte: Grieß inländischer 76.- bis 78.-, Wetzenmehl 0 inländisches 73.- bis 76.-, Kochmehl 2 inländisches 66.- bis 68.- Brotmehl inländisches prima 53.— bis 55.—. — Tendenz r Flau. Wiener Biehmarkte. Rinder. Der «estrige Auftrieb belief sich aui 811 Stück Schlachtvieh, womnter sich 521. stück Mast- und 290 Stück Beinlvieb befanden Bel spärlicher Käuferbeteiligung stockte der Verkehr fast vollständig. Die letzt notierten Montagspreise konnten nur mühsam erzielt werden. — Schweine Anfgettieben wurden 2829 Schweine damnter 1588 Fleisch- und 1241 Fettichweine. Fettschweine hoben gegen Dienstag 6 G. und Fleischschweine 10 bis 1b G. pm Kilogranwr im Preise nachgegeben. Es notierten je nach Qualitätr Fettichwetne 2.35 bis 2.60 S. und Fleischschweine 2.— bis 2.70 S. pro Kilogrmnm Lebendgewicht. — I u n g v i e h. Die Gesamtzufuhr belief sich auf 1094 lebende Kälber. 1166 Weidner, 788 Weidnerschweine. 52 Schafe und 12 Jiegen. Bei einer Mehrzufuhr von 650 Kälbem haben prima Sorten 5 bis 10 G . alle anderen Qualitäten 10 bis 20 G pro Mogramm in der No iz eingebüßt. Es notierten je nach Qualität» Lebende Kälber 1.80 bis 2.50 S. (2.55 S... Weidner 2.— bis 3.-S., Fleischschweine 2.50 bis 3.30 S., Fettschweine 2.30 bis 3.10 S., Weidnerschafe in Fell 1.20 b»S 1.80- S., ohne Fell 1.60 bis 2.40 S. und Ziegen -.60 bis 1.— S. pro Kilogramm. Wiener Börse. Behauptet. Die Herabsetzung der Diskontrate der Oesterretchischekc Nationalbank hat auf die Börsenstrmnlung etwas anregend gewirkt, doch war die Sttmmu, g nicht derart, wie man sie erwartet hatte Man hofft nur, daß sich die Börse in Hinkunft infolge der erleichterten Geldbeschaffung beleben wird. Größere Kaufaufträge waren nicht m verzeichnen. Das gesteigerte Interesse zeigte sich vor allem auf dem Bankenmarkt, bei den StaatSbadnaktien und bei Juli-Süd. Tschechoslowakische und ungarische Arbitragewerte neig en euer zu Abschwächungen. Besonders lebhaft gestaltete sich das Geschäft auf dem Anlagemarkt infolge der ZtnSfußherabsetzung. Auch im weiteren Verlaufe deS Verkehres zeigte sich diese befestigte Tendenz darin, daß die AnfangSkmle nur geringen Schwankungen auSgeletzt waren. In der Kulisse überwogen die KurSbesserungen, wobei unter anderem Juli-Süd 6000 K. gewannen, Unlonbank 3000 K., Staatsbahn 3000 K., Krupp 2900 K.. Poldihütte 14.000 K.. Felten und Alpine le 2000 K. und Karpathen 3500 K. Niedriger schlossen Zentralboden und Salgo um je 2000 K., Siemens um 400 K. und Südbahn um 800 K. Nur bei wenigen im Schranken gehandelten Papieren waren stärkere Kursänderungen >zu verzeichnen. Es erhöhten sich Lemberg-Czervowitzer um 5000 K., Liesinger Bräu um 13.000 K.. Berg und Hütten um 25.000 K.. Dttmar um 11.000 K>. Wiener Lokomottv um 40.000 K., Hetnrichstaler um 22000 K.. Galicia um 7000 K. Mld Roth- .Kostelezer um 17.000 K. Schwächer waren Nat'onalbauk um 5000 K. Pester Kommerzialbank »mt 15.000 K., Ungarische Allgemeine Kohle und Lenzinger um je 10000 K., Grazer Bräu um 20.000 R. und Nordbahn um 190000 K. Auf dem Anlagemarkt befestigten sich Völkervund-Anleihe, Psundobiigationen und Renten. StaatSbahnprioritäten waren um 2000 K. schwächer. Von den Exoten notierten r Doemol 5000 bi» 5100 K., Tepege 6550 bis 6800 K. und Universale Bau 13.000 K. _ AuMMsche Börse«. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Berlin, 3. September. Gswinstrealifationen brückten das Kursnweau. doch brachten neue Kaufauft'äge im wetteren Verlaufe deS Verkehres die anfänglichen Kursverluste wieder herein. Es notierten: Oesterreichische Kronenrente , Ungarische Kronenrente —Ungarische Goldrente —. Türkentose 22.35 Süddeutsche Lombarden alte —. Oesterreichische Staatsbahn 22.26, Darmstädter Bank 112.87, Deutsche Bank 114.—. Dresdner Bant 101,*0 Oesterr. Kredss 7.25 Oesterr. Länderb«-»-» —RetchSd»-,k 129.50, Wiener Bankverein 5.50. Uuionbank 7.13. Daimler Motoren 52.—. Dynamit Nobel 78.125, Felten ck Guilleaume 136.-0 Prag, 3. September. Ohne Anregung aus dem Auslands ch w ä ch t t n sich die meisten Paprere lercht a t e Umsätze waren gering. Es stierten: 6°/.ige österreichische StaatSa»lleihe 79.50. ZtvnostenSka anka 880— Anglobam 71.-. Mercurbant 43.50. Oesterr. redtt 60.50 Wiener ltnionbauf —, Wiener Bankverein 44.75, erdinandS-Nordbabn 8680.— Böhmische Zuckertndustrte 1020.—. choeller 2455.— Nestomttzer Zuckerindustrie . Vereinigte lettrizität Wien 113.-, Aussig Chemische 666.-. Weltbräu «». Zement 1337.— Brünner Maschinen

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