Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2343 (30.8.1925)
- Date
- 1925-08-30
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 30. August 1986 Nk. 2843 Beteiligungen festgelegt. Daraus resultiert, daß eine Bank sich bei der Entscheidung, wie sie ihre Gelder elozieren soll, weder nach volkswirtschaftlichen Prinzipien noch gutgemeinten nationalen Wünschen richten kann, sondern ausschließlich nach den Intentionen ihrer Einleger. Denn wenn diese ihr Geld zurückverlangen, und die Bank ihnen d<mn statt mit barem Geld mit dem Hinweis auf ihre volkswirtschaftlichen Aufgaben kommt, so werden sich die Einleger schön bedanken. Auch das Beispiel der Arbeiterbank, die offenbar das Geheimnis erfunden hat, wie sie, falls ihre Einleger Gelder zurückverlangen, die an verschiedene Kooperativen verborgten Gelder ternringerecht zurückerhalten kann, wird die A. P. C. gewiß nicht zu einer Aenderung i^rer Grundsätze bekehren können. Hat Herr Gelfat bedacht, wie eine neuzugründende Industrie, die schon zur Gründung Kredit braucht, diesen überhaupt zurückzahlen soll? Nehmen wir an, ein Industrieller, wie sich ihn Herr Gelfat vorstellt, braucht nur 30 Prozent seines Kapitalsbedarfes als Kredit und erhielte diesen zu 8 Prozent pro anno. Wieviel Prozent müßte der Industrielle im Jahre verdienen, um außer seinem Lebensunterhalt die Zinsen und noch dazu die Rückzahlungsquoten herauszuschlagen? Glaubt Herr Gelfat, daß die Einleger der A. P. C. solange warten werden, bis die Eintreibung des Kredites gelingt. Die A. P. C. hat es, wie jeder, der vom Bankgeschäft etwas versteht, einsehen wird, noch viel schwerer als andere Banken. Erstens hat sie noch keine Erfahrung über die Stabilität des plötzlich in ihre Kassen gelangten Depositenstromes. Dürfte es sich doch zumeist um Geker der vierten Alijah handeln, die von den Eingewanderten zunächst bei der Bank eingelegt werden und sofort, wenn der Einwanderer sich wegen seiner Tätigkeit im Lande entschieden hat, wieder abgehoben werden. Ein Abreißen der Einwanderung, ein Konjunkturrückschlag kann den Einlagen» stand der Bank ganz gewaltig reduzieren. Dann ist zu bedenken, daß hinter der A. P. C. noch keine Notenbank steht. Eine europäische Bank kann ihre Kredite zum Teil bei ihrer Notenbank liquid machen, wenn sie vor einem Geldbedarf steht. Aber das gilt auch nur für kommerzielle kurzfristige Kredite, nicht für langfristigen Jndustriekredit, geschweige denn für Gründungskredite, wie sie sich Herr Gelfat vorstellt. Auf allen Kongresien, bei allen Generalversammlungen unserer Banken hören wir die gleichen Argumentationen, wie sie Herr Gelfat borbringt. Die Herren sollten doch endlich daran glauben, daß die Leiter unserer zionistischen Banken jüdische Kreditwerber in Erez Israel nicht aus reiner Bosheit abweisen, sondern nur aus selbswerständlicher Rücksichtnahme auf in jahrhundertelanger Erfahrung gebildeten ehernen Gesetzen der Banktechnik, Ser Stand der Mischen gudufttte ln Palüftina. Investiert: 2 Millionen Pfund. 1, , DaS unter Leitung von Mr. T i s h b y stehttlbe ^vspnrtmsut of Trade and Industrie« gibt darüber nachstehHtde Zahlen bekannt r Invest. Kapital Klasse Pferdestärken Personen aegypt. Pfund Textllwareu . ..... . 160 579 138.000 Stbtt . 67 330 44.830 Hotz und Möbel .... . 261 512 54.000 Baumaterialien. . 3464 963 482.980 Chemische Industrie . . . . 321 223 837.440 Druckerei und Papier . . . 71 676 91.485 p SJlctoSc e * . 184 484 73.155 Nahrungsmittel. .1166 971 383.705 Diverse ........ . 40 156 36.160 Insgesamt, . . 5734 4849 1)641*745 Hiebei find die Ruthenbergstatioven nicht inbegriffen. Mit diesen sind die Zahlen wie folgt r Zahl der Pferdestärken 6000; Zahl der Personen 5000; Investiertes Kapital 2,000.000 aegyptische Pstmd. Die Aufstellung enthält nur die Fabriken und Werkstätten mit motorischer Kraft. Es sind also nicht inbegriffen Arbeiter und Kapital in der Bauindustrie, die bekanntlich einen großen Umfang hat. Ser letzte Akt der Stinnes-TragSdie. Die Liquidierung der Zaniernngsattion. — Die deutschen D-Bmckeu ams den Trümmern des Stinnes-Vermögens. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeiitung",) Berlin, 29. August. Die Stinnes-AWre, welche drei Monde die deutsche Wirtschaft in ihren Grundfesten erschütterte, kann nunmehr als erledigt angesehen werden. Die vier großen deutschen Banken werden jetzt aus den kümmerlichen Resten des gowaMgen Stinnes-Bermögens noch das herauszuiholen versuchen, was nach dom Verkaufe der wichtigsten Substanzen an Wertvollem zurückgeblieben ist. Der Familie Stinnes wird fast nichts übvigjbleibe-n, nicht einmal das, was Hugo Stinnes vor seinem rapiden Aufstiege bereits besessen hatte. Mt den Aktien der neu zu bildenden Kohlenhandels - A. - G. wird ein Teil der übrigen Gläubiger befriedigt. Große Beachtung findet der Umstand, daß nunmehr Reichsbank und Seehandlung, die sich anfangs zögernd ve<- hielten, doch größere Kredite bis zu 40 Millionen zur Bereinigung der letzten Schwierigkeiten beistellen wollen. Das Ausgleichsverfahren über die dem Dr. Edmund Stinnes gehörige Aga nimmt seinen Fortgang. Nach den bisherigen Uebersichten, welche über den Status gemacht werden, dürften die Gläubiger der Aga zirka 40 Prozent eiabüßen. _ Privatverkehr mrd Geldmarkt. Im gestrigen privaten Effektenhandel von Geschäft zu Geschäft zeigte sich einiges Interesse nach migarssche» Werten. Me. Migen Papiere CMBdoagijahr 1900 Grflndnngijahr 1900 BANKHAUS M. ROHATYN Wien, I. Maria Theresienstr. 10 empfiehlt sich zur Durchführung sämtlicher Banktransaktionen des In- und Auslandes Telephone i 11400, 11401 * Teletfr. s „Roheiyitco" Fltialrepräsentanz der „Viktoria ZU Berlin", Allgemeine Lebens- und Versicherung*'A. - Cr. Entgegennahme von Versicherungsanträgen auf Eru, Ableben zu den kulantesten Bedingungen IS»' blieben trotz der Meldung über die gelungene Lösung der Stmnes-Kriise unbeachtet. Die Umsätze blieben dementsprechend nur gering. — Der Geldmarkt ist weiter flüssig. Er wurde auch trotz des nahen Ultimo nicht gestört. Die Nachfrage ist sehr gering; der Poivatdiskontsatz blieb unverändert. Kein Ausgleichsverfahren und keine Konkurseröffnung gegen Rechtsanwälte! Die wirtschaftliche Organisation der Rechtsanwälte in Wien, Niederösterreich und Buraenland teilt mit: In der letzten Zeit ist in mehreren Taaesblättern mitgeteilt worden, daß mehrere Anwälte um Eröffnung des Ausgleichsverfahrens anoesucht hätten und daß gegen andere Anwälte Anträge auf Eröffnung des Konkurses eingebracht worden sind. Die Wirtschaftliche Organisation der Rechtsanwälte in Wien hat an maßgebender Stelle eingeyende Erhebungen gepflogen und festgestellt, daß niemals von einem Rechtsanwälte ein Antrag auf Einleitung eines Ausgleichsverfahren eingsbracht wurde und daß beim Landesgerichte Wien auch kein Antrag um KonrurserÄssnun-g gegen einen Rechtsanwalt anhängig ist. Es ist auch seit vielen Jahren kein Konkurs gegen einen Rechtsanwalt eröffnet worden. Die polnische Regierung und die Wiener Herbstmeffe 1S2S. Die polnische Regierung hat für jene Waren, die auf der in der Zeit vom 6. bis 13. September d. I. stattfindendeu Wiener Messe angokauft worden, ein Einfuhrkontmgent in der Höhe von 6 Mlliouen Goldkronen bewilligt. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß diese Vevfügung das Geschäft auf der Wiener Herbstmesse wesenttich beleben wird, da die polnischen Kaufleute zu den regsten Einkäufern der Wiener Messe zählen und auch schon eine Anzahl Reisegesellschaften aus Polen ihren Besuch firr die Wiener Herbstmesse angeWndigt hat, . . Die neue Geldeinheit in tttwttt. Wie aus Budapest meldet, plant die Regierung in den nächsten Wochen di« entscheidendm Beratungen über die Einführung einer neuen ungcwrschen Geldeinheit zu beginnen. Drei Projekte stehen im Vordergründe der Beratungen, und Mar die Rückkehr zur Goldkrone, die Einführung des englische« Schillings sowie die Zuarundülagung einer drttten Geldeinheit, welche 20.000 Papwckronen entsprechen würde. Zur Durchführung der Währungsreform, weinte Generaldirektor Schober, braucht Ungarn anderthalb Jahve. In der Zwischenzeit würden beide Geldmittel im Verkehr sein. Keinesfalls wird die Einführung einer neuen Währung die Wiederaufnahme der Bavzahl.nngen bedeuten. Unternehmungen des Radioklubs «ms der Prager Herbstmesse. Der Zenttckwerband des tschechoflo-waSkschen Rabwklubs wird aus der Prager Herbstmesse (6. bis 13. September 1905) durch Vorführung' vor den Augen des PubMumSzusammengestellter Radioapparate am meisten zur Popularisierung des Rädiowesens beitragen. Auskünfte aller Art werden erteilt und auch Konzessionen seitens der Filialen des Postmimsterinms dasMt ausgestellt werden. (Standnummer 3016 rechts vom Haupteingange des neuen MessegebäudeS.) Details bringt die Mssenummer der „Radio-Revue" (Prag). Wiener Produktenbörse. Die Brette notierten gestern wie folgt r Wetzen: Inländischer neu 38.— bis 39.—. Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 43.50 bis 45.50. Ungarischer Theiß neu 39.60 bis 4150, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis , Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — bis —. Roggen: Inländischer neu 29.— bi» 29.60, Bester Boden neu 30.— bis 30.50. Gerste: Inländische 33.— bis 48.—, böhmische mährische —.— bis M a i S: Ungarische —bis —. Ctnquauttn 41— bis 42.—. Hafer: Inländischer neu 28.— bis SS 60. R e i Sr Italienischer 82.— bis 84.—. Burma 64.— bis 64.60. Mablvrodutter Grieß inländischer 76.— bis 76.—, Weizenmehl 0 inländisches 73.— bis 77.—, Kochmehl 2 inländisches 67.— bis 69.—, Brotmehl inländisches prima 53.— bis 63.—. — Tendenz: stau. Sie Seuifenfntfe. Zürich» 29. August. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin m Billion 122.90 (122.85), Holland 208. — (207 85-. Rew-Pork 516.60 (516.-), London 25.06 (25.06V,). Bari« 24.26 (24.25), Mailand 19.45 <19.40,. Brüssel 23.35 <23.35* Kopenhagen 127.— <128.—), Stockholm 138.56 (138.50,. Oslo 10150 (102.25), Madrid 74.20 (74.35). Buenos Aires 206.75 (207.76), Prag 16.30 (16.30). Budapest 0.007270 (0.007255-, Bukarest 2.67'/, (2.66). Belgrad 9.22'/, (9.22'/,), Sofia 3.76 (8.76), War,chau 89.50 (87.50), Wien 72.65 (72.65) für 100 Budapest» 29. August. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.895. Amsterdam 28.630, Kopenhagen 17:410. Stock- Holm 19.055. New-Yor! 71.000. London 345.000. Part» 3884, Brüssel 8207. Prag 2103, Belgrad 1366. Bukarest 363.—. Warschau 12.260, 'Wien 9995. Sofia 515, Mailand 2864. Zürich 13.766. Jüdischer Spott in Rnmönken. Wir bringen nachstehend die Ausführungen unseres van einer Reife durch Rumänien kürzlich zurückgeikchrten Mitarbeiters. In Rumänien, wo es ungefähr zwoislnhälb Millionen Juden gibt. hat. der jüdische Sport große Popularität erlangt und entwickelt sich zusehends, besonders in ine Brette. Kein Wunder: Sind doch fast alle Vorbedingungen für sein Entstehen und Gedeihen gegeben. In den andersnaUon-alen Vereinen herrscht meist antisemitische Strömung, und die wenigen, bei denen Juden noch Unterkommen können, find nicht imstande, die Masse der sporttreibenden Juden zu erfassen. Das Gemeindeleben der Juden, die t ja hauptsächlich in den zahlreichen Städten wohnen, hat die Entstehung der jüdischen Sportvereine gefördert. Es bedurfte nur noch der Propaganidaavbert der Makkabi in Bukarest und Cernauii, der ersten Klubs im heutigen Rumänien, undin jeder .größeren jüdischen Ansiedlung gab es bald einen Makvabr-Berem. Jn Altrnmanien 'st durch die Initiative der Bukarester der jüdisch Sport sehr verbreitet. Die wicht'gsten Orte, in denen es Makkaoim gibt, sind: Gal atz, Jassy-(hier sogar mehrere), Ploesti, Faltiten', Buzau, Bacau» P. Neante, Dorohoj, Botosani, Foseani.und schließlich sogar am Schwarten Meer in Eon st an za, im ganzen fast dreißig Ortsgruppen. Bon den neu zugekommenen Gebieten hat Beßaravten vierzehn Vereine, allen voran Chisinau (Kischinew). In den früher ungarischen Gebieten ist die Zahl noch größer. Hier wären vor allem Cluj (Klausenburg), Temesvari, Arad, Marmaros-Sziget und Hermannstadt zu nennen. Schließlich bleibt noch die Bukowina, wo es den ältesten und größten jüdischen Verein gibt, den Makkabi Cernauti. Weitere sind in Radauti, Suceava, Swrofinice, Dorna Batra und Guromora. Von all diesen Vereinen, die mit wenigen Ausnahmön nur Fußball und Turnen (worunter sie auch Leichtathlettk einbeziehen), betreiben, will ich die zwei größten herausheben. Der Makkabi in Bukarest zählt über 400 Mitglieder und rtze, deren Ausbau ungeheure Summen verschlang, und hofft, auch bald einen Turnsaal zu bekommen. Die Fußballer haben die zweite Stelle in der Meisterschaft inne und beendeten diese nur aus dem Grunde nicht siegreich, weil sie in den letzten Spielen auf ihre besten Spieler verzichten mutzten. Das Turnen und Wandern wird besonders gepflegt. Leicht- und Schwerathleten, Radfahrer, eine Tennissektion und "ießlich eine für Damenbazena beweisen, wie schön dieser erem arbeitet. Durch Feste und Veranstaltungen und eine _ etätiat st« der lichem Gebiete. Für andere Stzortzweige als Fußball hat man in Rumänien wenig Verständnis. So wird in der Leichtathletik und im Schwimmen nur einmal jährlich ein Meeting veranstaltet. Wie bei allen Makkabi-Bereinen bilden auch hier die außerordentlich talentierten Jungen das Hauptkontinaent. Leider fehlt es an Trainern, die dieses Material auSbilden könnten. Der beste Schwimmer Bukarests, Harry Beerlmann, ist Mitglied des Makkabi und der SemonSleiter der LMtathlkjen Jug. Bikjor Meister StMöniM, Schachfektion betätigt st« der Makkabi auch auf außcrsport- Ueber eine größere Mitgliedschaft, an 2550, davon 1000 aktive, verfügt der Czernowitzer Makkabi, der auch unter günstigeren Verhältnissen arbeitet. 1910 gegründet, hat er erst kürzlich sein fünfzehnjähriges Bestandsfest sehr eindrucksvoll gefeiert. Die größte Sektion bilden die Turner. Sehr zahlreich sind auch die Radfahrer und Leichtathleten. Die größte Propagandawirkung übt jedoch. die Fußballsektion aus, die an einem Matchtag „halb Czernowitz" auf den Makkabi-PIatz zieht. Auch hier stehen die Fußballer an zweiter Stelle der Meisterschaststabelle. Schwimm-, Mander- und eine Dameuhazenasektion vervollständigen die sportliche Arbett des Vereines. In Cernauti acht es auch eine Hakoah, welche die vielleicht beste Fußballmannschaft hat. Zahlreiche Wiener Spieler verstärken oie Mannschaft beträchtlich. Auch die Ha-, koab hat eine Leicht- und Schwerathletik sowie eine Hazenasektion. Ein Uebel, an dem, wie ja überall, alle jüdischen Sportvereine kranken, ist die. finanzielle Laga Durch oen Mangel an Mitteln ist es den meisten kleineren Vereinen unmöglich, sich einen Sportplatz zu bauen oder Sportlehrer zu halten. Der Zusammenhang zwischen den jüdischen Sportlern Rumäniens ist nicht besonders fest. Der Kreis des Makkabi- Weltverbandes, der. seinen Sitz in Bukarest hat, findet, wie mir der Generalsekretär Herr Dr. Weinberg» erklärte, keine richtige Unterstützung seitens der Makkabi-Bereine Rumäniens. Aufgabe des Makkabi-Weltverbandes muß es sein, hier -helfend -einzugreifen und so eine enge Zusammenarbeit der rumänischen Vereine zu ermöglichen, was ia für die Entwicklung des jüdischen Sportes nur vorteilhaft sein kann. . Hermann Tysser. Fußball. Ser Statt. m Heute Beginn der Meisterschaft. Heute beginnt die Herbstkonkurrenz der Fußballmeisterschaft 1925-26. Sechs Paare treten zum Punktekampf der ersten Liga an, darunter die aus der zweiten Klasse wieder aufgestiegenen Vereine Hertha und F. A. C. Bei dem Kräfteausgleich der Mannschaften sind durchwegs ernste, spannende Spiele zu erwarten. Im Zeichen des offenen Berufsspielertums wird nunmehr das zweite Jahr eröffnet. Das System hat sich im allgemeinen bewährt und auch beim Publikum Anklang gefunden. Es hat entschieden einen frischeren Zug in die Abwicklung der Kämpfe gebracht. Jetzt ist dazu ein weiteres belebendes Moment getreten: Die neue offside-Regel. Sie wird die Spiele bunter und trefferreicher gestalten. Ein Vorsprung wird; noch lange keinen Steg mehr bedeuten. Die Vereine werden ihre Spielweise danach einstellen müssen. Eine rasche und ausdauernde Hintermannschaft wird die verläßlichste Stütze eines Teams bilden und die Läuferreihe wird noch mehr als bisher Trägerin der Entscheidung sein. Die MeisterschaftSkämpfe werden hart «nd mit größter Aufopferung äusgetragen werden. Dem Sieger des langen WMMM8 winkt per stolze Titel eines. Meisters von