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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-30 · Heft 2343 (30.8.1925) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2343 (30.8.1925)
Date
1925-08-30
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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M. 2343 Wien, Sonntag Wiener MorRenzetturrk „Schwalbenest" von Fritz G o t t w a l d. „Die legitime Freundin" von Fritz' G o t t w ä l d. „Jlonka" von Armin Friedman«. .Heimlich« Ehen" von LÜ. G ifford. „Der Autowildling" von Emil und Arnold Golz. „Der sprechende Affe" von R. F a u ch o i S. „Küsse mich" von Tristan B e r n a r d. „Der Löwe und da» Kätzchen" von G u i t r y. „Der kleine Kuppler" von A r m o n t Md At. G e r b i. d o n. „Zurück zur Schul«" von B i r r a b e a n. „Die Bar aus Montmartre" von H e n n e q u i n und L e b«r. „Mit Sophie muß etwa» geschehe»" von Mouezy-Eon. „Fesseln der Liebe" von M. Baneair e. „Esther Labarr" von Franz Schulz. „KmdkMk" von R e i m a n n und Schwarz. „Mann Tier und Lugend" von L. Pirandello. Au« de« Theater«. Vu,-garten. Heute,3 Uhr aLenb». Symphoniek o n z e r t, Dirigent Theodor L h r i st o p d. Morgen, 8Uhr abend»F » ft a ka d em i ezugunsten HeleneOdi l o n ». Schönbrunner Schloßtheater. Heute Erstaufführung von „Fra Diavo lo". Burathoat er. Dienstag, den 1. September, beginnt di« Winterspirlzeit mit „E t n Sommernachtstraum" A t a d e m t e t h e a t e r. Als Eröffnungsvorstellung. Dienstag den 1. September „D a s K o n r e r t". Ä o lkSover. Heute .Boheme". Morgen Abschiedsvorstellung der Mailänder Stagkove „ToSk a". Deutsche- BolkStdeator. Donnerstag den 3. September wird -Antonia" mit Sari Fedak zum 186. und zum letzten Male gespielt. Alnächste Novitäten solaeu die deut'chen Uraufführungen der Lustspiel« „Wenn ich wollte" vo« Paul G « ralöyund Franz Mo l n ar s „Der gläserne Pontoffel" mit Hältst Niese. Theater an der Wien. Heute, nachmittags 3 Uhr.„D e r O r l o w". Johann-Strauß-Theater. Freitag den 4. September unter persönlicher Leitung des Komponisten Franz Lehar zum ersten Male r „E l o c! o", Operette in drei Akten. L ustspislth eate r. Morgen zum 2b. male „Da» verzauberteBett". Rouaissaneebühne. Dienstag den 1. September gekaitzt'daS amerikanische Kinodrama „D i e l e tze W a r n u n g" von DhomaS E. F a l l o n mit Josef Jarno in der Hauptrolle, zur Aufführung. Mitteilungen ans dem Publikum. Wimdmwzu haben) 0Bureau: Wl»iir,AMi!«iii»M WO bim.huUm«»«h im Mirjam Jollss Dr. Philipp Fränkel Beamtin der Premier A. G. In Reohtsanwalt in Boryafaw Zwett., Nlederöaterre/ch Verlobte , m 4. August 1025 •’ «17 Juwelen, Uhren, Gold« und Silberwaren Heinrich Teifelbaum Wien, IX., WMtringeratr.«. Tel.19.0-4S Cxporf nach allen Hindern IWSPL ALLER ART I > M «P Hw Hi liefern preiswert BECKV KOLLER & Cp. WIEN, I., FICHTEGASSE 2 a VeLlPHON 72-1-89 »5 TELEPHON 72-109 CAFE SPLENDIDE—i I., JasomirgoUiiraMe 3 10 Billards — 1 TuralerbrcM Vorzügliche Geir&nke - Kalles Büfett 336 ATELIER FÜR FEINSTE PELZMODE ALOIS KADLASCH KÜRSCHNER WIEN, IX. PORZELLANGASSE Nr. 22 TELEPHON Nr. 16*7*72 m VDSL.AU Pension „Austria“, Kinderheim Olga Kadlsch w iüaormoyerttrassQ 19 ss Telephon 99/VIII Ganzjährig geöffnet. 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Pfarrn, l\ Anlässlich der Hochzeitsfeier unseres geschätzten Vorstandsmitgliedes des Herrn Dr. Hormann Wassar mit Fräulein Klara Amreich gratuliert bestens, und wünscht ein ap Die Verefneilelturig ‘ W'M WWMuni Erzleliunpstalt |,,Wcr4ertargeW'f* (Schulleitung Miivlne Fri«dm«nn) . 283 Erstklassiges Mädchenpensionat mit Fortbildungskursen und Volksschule Sprechen, Kunstgewerbe, Musik, Sport. Auskunft täglich, Telephon 68*1-97 Externst IsUnisi Halbinternat -m-. Zchmemn rheumatischer, gichtischer und ner-SserArt, i«e. Hervorragend dewii-rt anch hei «opllckmerzen / Pobrpackung in allen ^vot-Nen. Kultus, und lustiz-Talare •»wie Baratt« in den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie vorrätig oder auch Nach Mass’ nun bei der altf»«wUhrt«n Sp'ellalflrme Rudolf üoldsf ein, Umformierungsanstalt Gegründet 1866 W,*N, II, TAB0RITRAS8I 04 Telephon 45-6-23 Lieferant vieler in* und ausländischer Kultusgemeinden. Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben. Verlangen Sie illustrierte Kataloge gratis I t35 NEUER SCHEIN!! WC Stttrmer des Ghetto von 7. F. Pinkels?efn, mit Studien über Nordüu, Perez, Bialik, Smolensk! und führende Persönlichkeiten der jüdischen Neuzeit Ueber dieses Buch schreibt der Krakauer „Nowy Dziennik“ (Dr. W. Berkelhammer) wie folgt: „2. F. Finkeistein, dessen hervorragende literarische Tätigkeit noch aus den Jahrgängen der „Moriah" und „Wschöd“ in bester Erinnerung bei uns fortwirkt, gibt in diesem Buche psychologische Essays von tiefer Analyse, ungewöhnlich scharfer Erfassung der tiefsten Seelenregungen und ungewöhnlicher Art konstruktiver Plastik. Der Kampf des Ghettos mit Europa ist geradezu eine Spezialität Finkeisteins. Kein einziger von den jüdischen Schriftstellern der Gegenwart vermag so treffend und zugleich in einer solch grandios tiefsinnigen Art über Maimon, Zangwill, SchoJem Alejchem und Frug zu schreiben“ Zu belieben im Kongrawgebäude bei R. LÖwIt und in allen Buchhandlungen Prele gebunden K 60,000, gebettet K 49.000 INDUSTR1A ESPANOLA DE PERLASJM1TACI0N PARIS BARCELONA!!!. BRÜSS Depositar i MORITZ BIRKMEYER, WIEN, VII. •BRNARDQMSI28 m FEINSTE FRANZÖSISCHE PERLEN 30. August Hb?» Sctfr 11 »-:-:—■ 5ILBE.RWAREN ESSBESTECKE GALANTERIEWAREN KUNSTGEGENSTÄNDE FABRIKSNIEDERLAGE j,cK|iNK05<tlA.<3, WIEN, I., MICHAELERPLATZ 2 FABRIK* WIEN, II. BEZ., AFRIKANERGASSE 5 NUR EN GROS Gerichtssaal. Die Nichtigkeitsbeschwerde Im Ankerbroiprozeß. Gagen das Urteil ldes Wiener Schöfsengerlchtes vom 2. Mai d. I., in welchem der Generaldirektor der Wiener Anker brotfabri'k Herr Artur Fried wegen PveiströNborei zu acht Monaten schweren Äevkers unid zu einer Geldstrafe von IM Milliarden Kronen verurteilt worden ist, sind derzeit bvim Obersten Gerichtshof z w e s Nich tsgk «itsbeschwerden und eine Berufung ’ gegen das Strafausmaß anhäncstg. Die erste NlchtiligkoWbeschlverfde ist von Fried durch Dr. Edmund Benedikt und Dr. Mravlaa, di« zwovte Nichtigkeitsbeschwerde Vau der AnkeribvotfadM durch Dr. Rodert G r u b «r eingelbracht worden. Die Berufung des Angeklagten .gegen die Höhe der Strafe führt, 'insbesondere aus, daß die vom Gericht selbst festgestellten Mi'lderunugsgrüude u'icht genügend berücksichtiget worden seien und, daß inslbesondore auch die Geldstrafe sine enorm hohe sei, die zu leisten, Fried vollkommen außerstande fei. Die Staats a nwal 4schüft, vertreten durch den Ersten Staatsanwalt Doktor W t e n t e r st e i n, hat bereits gegen deiide Nichtigeitsboschwerden seine gefaßten Gegenäußerungen evstattet. Sowohl 'die NichtigLeitts'beschwerde wie auch di« Ge,g«.näußerungen, wurden rm Anhang an die stenographischen Pvozeßderichte üibeir'die Verhanidl.ung vor dem Schöfsenge-richt in Druck gelegt. " Gibt es noch eine« Schleichhandel? 8itfo%e einer don der G e n e r a l p r o k u r a t u r eingeorachten Nichtiakeiisbeschiverde M Wahvunig des Gesetzes hat der Oberste Gerichtshof eine EMcheiidung gefällt, welche sich gegen die Handha-bmlg des Preisireibevelgesetzes m der Richtünig des „SchleichbaÄdels" wendet. Gegen den Gasttvirt Johann F is ch e r e o e r * in Äpieldovf wurde hie Anzeige wegen Vergchms des Schlerchhandels nach dem Preisdreibcreigssetz erstattet, weil er, ohne i>m Besitze der vorgeschriebe neu Bewilligung hierzu w sein, einen mit. dom Gastgowerbetrieb nicht znsammelchängen'dcil umfangreichen Handel mit Mostodst getrieben Me. Der Angeklagte erklärte,' er sei der Ansicht gÄveisen, es gebe überhaupt keinen Schleichhandel mehr, da Lebensmittel in Hülle und Fülle vorhanden seien und man nichts mehr auf Schletchwogen zu erwerben brauche. Das KreiSgericht Wels erkannte den Angeklagten nN Siimoder Anklage für schnldig und verurteilte ihn zu 14 Tage n stxengen Arrests und zum Verfall der Kaution für den beschiagnalhnvtvn Waggon Mostobst iini Betrage von 800 Schilling. In ver gegen dieses Urteil, anMnoldeteu^ Bevnfnna wurde hevvovge'hohon: Der bloße unbefugte Handel an sich, ohne ausbeuteriische Absicht, könne Meitiwövt'ig, nach Aufhebung aller kriogswirtschaftlicheil Einschränkungen nicht nichr als Schleichlrandel vom Strafgericht, sondern höchstens Äs Orfdming<>- Widriakeit von der Gewerbobohörde geahndet werden. Da'der Berufungssenat das Strafurteil bestätigte, ertvnchs dasselbe in Rechtskraft. Gemäß der von der Generaliprokuratur (GenralstaatAanwält Hofrat Dr. Gastheimb) eingeibrachlten MchtiMitslbeschwerdc zur Wahrung des Gesetzes hat jedoch der Oberste Äerichtshof (Vorsitzeiider Senatspräsidenf Doktor Warbanek) erkaimt, daß durch die untergerichtlichen Urteile das Gesetz verletzt wurde. Das Stvasuriell wurde ausgehoben und der Angeklagte frei gesprochen. In der Begründung wird betont, daß die Strafbestimmungen gegen den Schleichhandel nicht nur den Schutz der Vevsovgrmg her Bevölkerung mit Bedarfsartikeln, sondern int Zusammenhang damit auch den Schutz der Bevölkerimg vor Ausbeutung, bc* Kwecken. Der Schleichhandel müsse daher eine ausbeuteriische Handlung sein, nicht aber bloß eine Uebertretuna rein fonneller gewevberechtlicher Bovschriften. Wenn keine ausbrnteriische. Absicht des unbefugten Händlers vorüege, könne er auch nicht wogen Vergehens des Schleichhandels bestraft werden. Im.vorliegenden Falle nviisscu aber selbst die untergerichtlichen Urteile zgge'ben. daß dem AngeiLlagten ein .Handel zu übermäßigen Preisen nicht zur Last liege. Fischer kontra Dr. Plauer. Bor dem unter dem Vorsitz des Hofrates Dr. Eh re »reich faiw gestern die Verhandlung üoer die Berufung des ehemaligen Smgestellten des Wiener Palästinaamtes Gustav Fischer gegen Herrn Nahum Moses Blauer, den Leiter des Amtes, oem* das den Dr. Blauer freisprechende Urteil des Straf^chirksgerichtes 1 statt. Als Vertreter des Privatklägers F'scher fungiert« Dr. Lucia« D a u b e r, als Verteidiger des Beschuldigten Dr. Leopold P lascht es. Dr. Blauer beleidigte nämlich Fischer anläßlich einer zivilgerichtlichen Bechnndlung mit den Worten: „Sie leben von Gemeinheiten und Antrigen! Es handelt sich nicht darunt, emen armen Angest-emen h verkürzen, aber so ein Charakter!" Der Erstrichter, Lanoesgerichtsra: Dr. Arie, hatte den vmn Beschnhdigten Dr. Blauer angebotenen WahcheitOeüveis als erbracht angesehen und Doktor Blauer freigchprvchen. Das Berufungsgericht gab der Berufung statt, hob das angefochrene Urteil auf und verrvies diese Strafsache an das Erstgericht zur neuerlichen Berhandlnng u,») Entscheidung. Residenz-Atelier K,WÄM WÄÄIJ “m K’onsrs'sVh.uil! 2157

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