Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2338 (25.8.1925)
- Date
- 1925-08-25
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien, Dienstag Wiener Moesenzeltuns Skr. 9888 gemeinen unter der Weltmarrtparitat stehen, so daß also Abschlüffe nicht itm wegen der anerkannt vorzüglichen Qualität der Waren, sondern auch aus dem angeführten .Gesichtspunkte heraus, dringlich zu empfehlen sind. Die Wincr Messe bringt auch stets eine Reihe hochinteressanter Spezial-Ausstellungen, von denen für die Herbstmeffe 1926 die Musterschau der österreichischen Land- und Forstwirtschaft, die internationale Motorrad-Ausstellung, die Flugausstellung, die Bienenzucht-Ausstellung und die zweite österreichische Kohlenmesse erwähnt seien. Die Fahrt zur und v o n der Wiener Herbstmeffe ist durch eine Reihe von besonderen Fahrbegünstigungen erleichtert. Die österreichischen Bundesbahnen gestatten den durch den Ausweis legitimierten Messebosnchern die Benützung der Schnell- und D-Züge mit Personenzugsfahrpreisen und gewähren bei Benützung von Personenzügen eine 25prozentige Ermäßigung. Auf den Bahnen der tschechostowakischen Republik wurde eine 25Prozentige Fahrpreisermäßigung für Personen- und Schnellzüge, ausgenommen Expreß- und Luxuszüge, gewährt. Auch eine Reihe anderer Staaten, wie Ungarn, S. H. S., Italien, Rumänien hat für Messebesucher sehr bedeutende Fahrpreisermäßigungen für Hm- und Rückreise eingeräumt, ebenso die Schiffahrtsgesellschaften: Donau-Dampfschiffahrt, Ungarische Fluß- und Seeschiffahrtsgesellschaft „Cosulich" und Lloyd Triestino. Für die Meffewoche im September 1925 bereiten sämtliche Wiener Theater und andere Vergnügungsetabliffements besondere Festprogramme vor. Auch sehr bedeutende sportliche Veranstaltungen, wie Pferderennen, Automobil- und Motorennen, Fußballtämpfe, Leicht- und Schwerathletikmeetings, finden in der Meffewoche statt. Sehr erwähnenswert sind auch die Gefellschaftsausflüge in die nähere und weitere Umgebung Wiens, die sich bekanntlich eines Weltrufes erfreut. Diese werden im Anschluß an die Messe veranstaltet und geben Gelegenheit, den Wienerwald, Semmering, den Weltkurort Baden und Hochschneeberg usw. zu besichtigen. Zur Messezeit findet eine Reihe von Tagungen statt, von welchen besonders die internationalen Hochschulkurse, die aus allen Kulturländern zahlreiche Gelehrte als Vortragende und Studenten und Kaufleute als Hörer anziehen. ferner die Tagung der mitteleuropäischen Freihändler, zu der eine Anzahl bedeutender Volkswirtschaftler und Industrieller erwartet wird, erwähnt seien. Nach den bis jetzt bei der Meffeleitung vorliegenden Anmeldungen, dürfte mit einem Massenzustrom von Einkäufern zur Wiener Herbstmesse gerechnet werden können. Die Leitung der Wiener Messe hat im Kongreßgebäude einen eigenen Schalter errichtet, auf dem Propagandamaterial ausgegeben und alle Auskünfte erteilt -werden. Wir zweifeln nicht daran, daß ein großer Teil der Kongreßbesucher von der Chance, das Weltunternehmen der Wiener M"? im Anschluß an den Kongreßaufenthalt kennenzulernen, Gebrauch machen wird. Sie werden von uns als liebwerte Gäste begrüßt werden und wir hoffen, daß ihr Besuch dauernde Beziehungen zwischen unserem Unternehmen und den zum Kongreß erschienenen Kaufleuten, Industriellen, Gewerbetreibenden und Landwirten zur Folge haben werde. Mitteilungen nur dem Publikum. Wieder zu haben! Bureau: Orta.(rant.ZlnareBenpapler JwP unen.mii.«teJmas«n/i TAPETEN-WALLIS Wien, I. Wlpplingerstrasse IS Telephon 67-307. 69-2-92 11090 Buch- und Kunst-Antiquariat, Auktions-Institut Ccilhof er D Ranschburg Wien» I. Bognergasse Z Seltene olle Bücher, Inkunabeln und Holucbnitiwerke, Kund und Literatur, Judaica in Wort und Bild, Hebraica, alte Bibeln, Kupferstiche, Porträt«, Lithographien, Autographen etc. P Export nach allen Landern INSEL ALLER ART i ■ ei W» >W liefern preiswert BECK, KOLLER & Co. 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Hauptgläubiger des Unternehmens mit 4 Milliarde« waren die Gebrüder Nowak. — Das AnsgletchSv erfahre« wurde eröffnet über Simon Beck, registriert unter d« Firma K o b l e r u. B e ck, 1. 33«., SalzgrieS 15. Anbot 3b*/, in zehn gleichen Monatsraten. Passiven 34.486 S., Aktiven 13.507 S. — lieber Ignaz Haberfeld. 7. Bez., Kandlgasse 6. Anbot 35°/0 in zehn Monatsraten. Passiven b2.419 Attiven 18.163 S. — Ueber Friedrich A r b a ch. registriert unter der Firma Fr. A r b a ch, 19. Bez., Döblinger Hauptstraße 27. Anbot 35% in zehn Monatsraten. Passiven 67.185 Aktive» 26.009 S. — Ueber Josef Trau, 10. Bez., Trostgaffe 11/13 und die Kraup u. Co., 10. Bez..- Netlreichgaffe 60. Anbot 8b% in zehn gleichen Monatsraten. Passiven 56.000 @., Aktiven 26.000 S. — Ueber ,M e l o" S ch u r 1 n g G. m. b. H., 7. Bez., Ztealergaffe 26. (Die Firma führt die Insolvenz auf nicht eintreibbare Forderungen in Jugostawten zurück.) Passive« 53.000 S., Akttven 25.000 S. — Ueber Josef P r e s s e l u. Co., Wirkwarenerzeugung, 18. Bez./ Basttengaffe 4. Passiven 31.700 S., Aktiven 6006 S. — Ueber Auguste G r 3 g l, 16. Bez.. Lerchen» feldergüriel 56, über Otto N i z z e l, Schlosserekinhaber, 19. Bez., Billrothstraße 23 und Wer Johann und Maria Ramel, Marktlieferanten in Groß-SieghartS. Konkurs des Modenhauses Renee Goldschmidt. Gestern wurde das Konkursverfahren über die Inhaberin des Modell-» Hauses Renee G o l d s ch m i d t, Wien, 1. Dez., eröffnet. Da^ Modellhaus befindet sich schon seit längerer Zeit in Schwiei rigkeiiten. Die größten Verluste datieren aus der Zeit her, wo die Inhaberin, Renee Goldschmidt, in Karlsbad eimr prunkvolle Filiale errichtet hatte, die sich aber keines ZnL spruches erfreute und der Firmemnhaberm große Verlust« bet teitete. Ein Ausgleichsverfahren verlief vollkommen resultatloS, Eine Reihe von Prozessen siel zu ungnnsten der Fivmeniicha« berin aus. Da die Gläubiger in der letzten Zeit auf die B« gleichung ihrer Forderungen drängten, sckh sich die Firma zum Konkurs gedrängt. Die meisten Aktiven der Firma sind seih längerer Zeit bereits verpfändet. Der Bau der Messepaläste in Prag. Die Bauarbeiten des ersten Messepalastes in Prag sind im vollen Gange^ und man hofft, denselben programmgemäß bereits am 1. Jänner 1927 eröffnen zu können. Insgesamt gelangen vier imposante Bauten zur Ausführung, die einen Stadtteil für sich von mindestens 2000 Einwohnern, eigener Post. Bank und Druckerei bilden werden. Das Interesse für die Prager Handelscity ist sowohl im Inals auch im Auslande sehr groß, und es ver-i dient hervorgehoben zu werden, daß sich bereits acht Staaten entweder als staatliche oder private Jndustriegruppen bet mühen, für ihre Expositionen, Kanzleien und Magazine die notwendigen Stände zu sichern. Es sind dies Deutschland, Franko reich, Italien, Schweiz. Griechenland, Jugoslawien, Polens Rumänien. Dieses frühzeitige Interesse hat aber auch seiner Vorteile: erstens ist eine bessere Auswahl der Plätze möglich» und zweitens beanspruchen verschiedene Firmen, so nament-, lich die Schwerindustrie, besondere Adaptionen, die nach Fertigstellung des Gebäudes nicht mehr durchführbar find. Selbstredend nehmen dann alle diese Firmen an allen Boi günstiaungen^ die aus der zeitgerechten Anmeldung und Sichel rung der Plätze resultieren, teil. Die anderen Firmen werde« den Rest aussüllen oder vis zur Fertigstellung des nächste« Palastes sich gedulden müssen. Leer wird niemand ausgehe», selbst der kleinste Gewerbetreibende nicht, für den übrigens auch in handelsbildender Hinsicht gesorgt werben soll. Herr Mag, Pharm. V.Bohac, der verdienstvolle Präsident der Prager Muster-« messe, beabsichtigt nämlich, die Messe durch Gründung einer &et Werveakademie zu beleben, die dem Arbeiter, Gewerbetreiben-i den und Kleinproduzenten Gelegenheit geben soll, sich komme« zielle Kenntnisse anzueignen und im Tarif-, Export- und Spei dittonswesen auszuvilden. Bietet schon ote Prager Muste« messe allein für diese Schichten eine umfassende LebenSfchulh i 1 .. r 1 ■ .... > .. i Residenz-Atelier PhotosnpMe fj!!ph Telephon-Nummer 79-280 1 einziges Atelier für Aufnahmen || ' im Konsresshausli /