Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2335 (22.8.1925)
- Date
- 1925-08-22
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981421--23785-3011269- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 Wien, Samstag Wiener Morseuzeitunp SS. August MS Nr. SW * Professor Dr- Eduard Baneth 70 Jap« «kt. In diesen ^agen deni»n, wie I. T. A. berichtet, der Dozent an der Berliner Hochschulfür die Wissenschaft des Judentums, Pro' fejfor Dr. Eduard B a n e t h. 'einen 70. Geburtstag.' Aus einer alten Rabbinerfamilie stammend. wurde Eduard Banetk» 1855 m Lipto-Lzt. Millos gebaren. Rael, dem Besuch des Gymnasiums in Gnestn erlangte er an der Leipziger Ilniv-rsitSt mit seiner Schrift: „Sadduzäer und Pharisäer" die Doktorwürde. Don Kroloschin, wo er seit 1882 die Rabbinerstelle bekleidete, wurde er 1897 zum Dozenten für talmudische Fächer an die Hoch' schule für die Wissenschaft des Judentums nach Berlin be' rufen, wo er 1917 vom preußischen Kultusministerium den Titel Professor erhielt. Neben seiner Mitarbeit an verschiedenen Fachzeitschriften und wissen ichaftlichcn Jahresberichten ist seine Ilebersehung und Erklärung der zweiten Mischnaordnung und eine poetisch-dramatische Bearbeitung des Hohen Liedes besonders hervorzuheben. * Rabbi Jolle« aus Stryj in Jerusalem gestorben. In Jerusalem * verstarb, wie I. T. A. berichtet, vor kurzem im Atter von 70 Jahren der bekannte Stryjer Rabbi Schalom Hakohen Io lies.'Er war ein Sohn des „Samboter Revben" und eine der einflußreichsten Persönlichkeiten Galiziens, wo er eine große Iefchiwah leitete. Er war Mitglied des rabbinischen Rates der Agudas Iisroel. Einer seiner Sühne ist sein Nach» solger als Rabbiner von Stryj, ein zweiter ist Oberrabbiner von Philadelphia. __ Radioprogramm. Heute Samstag. 9 Uhr: Marktberichte. — 11 bis 1 llhr - Vormittagsmusik. — 4 bis 5 Uhr: Aus Rudolf Banmbachs Sommermärchen. — 5 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. Josef Strauß r Mein Lebenslauf, Walzer. Raff: CAvaUne, für Violine, Solo. Buchbinder: Harlekinade. Ziehrer: Strauß. Millöcker, Suppe, Potpourri. KLlmsn: Mariza-Walzer. Lehär: Hallo! Da ist Dodo r 0oe-5lspv. — 8 Uhr r Operettenaufführung »Die FaschingSfee*. Operette in 3 Akten von Dr. A. Ai. W i l l n e r und Rudolf C e st e r r e i ch e r. Musik von Emmerich K ä l tft 4 u. — xl%tt Uhr r Heitere Abendmusik. (Kapelle Jelinek.) Mitteilungen aus dem Publikum. Wloderxu haben l DiiS. frani. Zigarettenpapier JOB Bureau: inn.nil.ttilqu» 11/2 Julius Meinls* Kaffee-Mischungen für Kenner 4L« Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren Heinrich Teitelbaum Wien, IX., wahrlngerstr. 6. Tel.19-C.4a Expert nach eilen Ländern INSEL ALLER ART aIIVwBöBb liefern preiswert BECK, KOLLER & Co. WIEN, Ih FICHTIGASSE Ae TELEPHON 72-1-69 »5 TELCPHON TL-1SM | LLOYD TRIESTIN^TRIEST DIREKTE LINIE TREST Rituelle Verpflegung Reduzierte Fahrpreise Expresslinie nach Aegypten, Konstantinopel, Indien, Postlinien auch s/ den Schwarzen-Meer-Häfen, Syrien und den fernen Osten ✓✓ Oeneralagentur: Wien, I. Kürntnerrlng Nr. 6 Holzschaufel, Schiebtruhen, Holzstiele aller Art, sowie alle einschlägigen Holzwarcn in prima Ausführung liefert Rumänische Holzindustrie Ges. m. b. H. Wien, I. Franz-Josefs-Kai 65, Telephon 18-3-21 »70 Koi,Uk»„Va1»»uN». •ntfarntl Wannen Dampf HERRENWÄSCHE MODEWAREN * TRIKOTAGEN WILHELM LÖBL WIEN. I.. SCHOTTENGASSE 4 NEBEN DBM BANKVEREIN Oegr. 1354 ÄlfeiteS Wiener Restaurant KRZIWANEK Kicssveticr - H d 1 ch e r 1088 BERLIN NW 7 Friedrichjlrasje — Ecke Mittelstraße 37/28, I» Nur eine Treppe Vorzügliche echt österreichische Küche, Pilsner Urquell, österreichische und deutsche Weine. Bürgerliche Preise Besichtigen Sie unsere KerbstuJiMoMtion MANNHEIMER & BERNSTEIN 9abrik feinster Stückwaren WIEN, V. S1E B E N BRÜNN EN GAS S E 37 Telephon 53-0-34 64 Für &'en Herbst! WollmSntel 45,58,69,85 M. HOLZER VI., Marlahilferstrasse Hr. 89 (neben Flotten-Kino) II., Taborstrasse Nr« 18 (im Hotel National) 319 Modisten Leh ranstslt REGIME KLEINPELD Tel. 61-1-71 I., Rabenstelj 3 Tel. 61-1-71 Vor- und Nachmittags- sowie Abendkurse. Lehrzeit bis zur Freisprechung 16 Monate. Jahres- und Monatskurse. 83st Buch-, und Kunst-Antiquariat, Auktions-Institut Gilhofer L Ranschburg Wien, I. Bognergaiie 2 Seltene «Ile BQdier, Inkunabeln und HoIssdmUtwerke, Kunst und Literatur, Jadalca ln Wort und Bild, Hebralea, alle,Bibeln, Kuplersüdie, Portrlts, Lithographien, Autographen etc. HOTEL CENTRAL Wien, II., Taborstrasse 8 a Stadtzentrum * 150 neu eingerichtete Zimmer » Zentralheizung, kalt- und warmfliessendes Wasser, Telephone, Lift, Cafd-Restaurant » Preise von 8 5.— aufw., b aufleute 10*/, Rabatt. 665 VOSLAU Pension „Austria“, Kinderheim Olga Kadisdi «» Jägermayerstrasse 19 n Telephon 99/VIII Ganzjährig geöffnet. Mütterliche Pflege und Aufsicht, Erstklassige Verköstigung, Während des Schuljahres auf Wunsch jeglicher Unterricht im Hause (Volksscnul-, Gymnasial-, Realschul-, Lyzealunterricht, Sprachen, Musik, französische Konversation). Zwei Gärten, gedeckte südseltlgc Liegehalle KALIS SHAMPOON UNO RASIMSBIFKNPULV8R aus Kali-Seife, einzig In ihrer Art Wr.-Neuit&dier dien). Industrie A.-G., Wien, L Parkrini 4 Vertreter litt ln» und Auelantf« geiHclitl 102b Soeben erschienen! Die Grundlagen der Kongressdiskussion! Dr, OSKAR EPSTEIN Preis: 1 $sterr, Schilling Verkaufsstelle: Wien, Kongressgeblude r>p—10MW|A8 ■WiiMi981iHPW19E»P88i JUWELEN- und PERLEN- OKKASION LUKÄCS L ARANY I., Küminenfraite %% » pp. Wir zeigen ihnen während des Kongresses unsere neuesten Modelle in gestrickt, Mänteln,Kleider, Jumpers, Westen etc,, die wir äusserst günstig, well eigene Erzeugung, abzugeben in der Lage sind. Wir bitten um freund• liehe Besichtigung, Diochachta^volt „Ideal-Strumpf** /. Graben .1 Eingang Tratinarhaf i Der automatische Belfchhingsmesser JUSTOPHOT s schützt den Amateur-Photographon vor Pehlbeliehtung I/chtmeiiung In S Sekunden / Brillante Negative / GrhHItUcIi!>i allen Photogcschtften Vorführung und Prospekte Im Photohatu Beaedlk, Wie®, I. Rotentor*utr«M* W 3» CAFE SPLENDIDE l„ Jaiomirpttitresie 3 10 Billards - 1 Tumlerbrett VoritagUche Getränke - Kaltes Büfett SBSBBSEgBBSEBSBSBBEBBBBgBSSfB m En gros Hl PqIzQ!!! *» «Eaßall PelsmSntel S 900 Pelilacken S ISO Sealmantel „ 390 Herronpelse „ DO . Modeilpeize ln allen Fallarten billiget! FREU HD. Ml IX. Porzellangasse Br. 2; Tateplioa 80*7-81 Bühne und Kunst. ..La« Roland'BühNc — Gastspiel Vamic,'-. Ein« höchst überflüssige Premiere! Niemoui) hat das ^Bedürfnis, sich ein AllerweltSsalo-nstückdazu noch üün-ne Dimonade, mit Rührseligkeit versetzt —> von einem zu-, sam menge würftlten Ensendble in jüdischer Sprache arktischen zu lasftn. Im jüdischen Osten -und in New-Aork pflegt das jüdische Thcnter Bühnenwerkc aller Literaturen^ Nicht nur Gordon, Pinski, Hivschbem, Asch, Wochen ge< bracht. Attch Hauptmann, ZHsen, Maeterlinck, Tschechows Tolstoi, .Kaiser, Schnitzler, daneben Bowlevavdstücke (Bernstein) und Saisonschlager a la Hans Müllers „Flamme". Selbstverständlich. I.» Wien, dazu noch-zur Zeit des Zionistenkongresios, erwartet man von einer ostjüdischen Truppe rlätnvlich bief Wiedergabe der besten Werke ostj irdischer Autoren. Aber ganz bestimnrt nicht. Herr Baratoff, Karena BrarnsonS Schauspiel „Das Äöück", ganz bestimmt nicht Aberrde, an welchen durch fragwürdige Uebertragung eines fragwürdigen Stückes in die jüdische Sprache drei Akte Peinlicher Geschmacklosigkeiten und bleierner Langeivetle beschert werden, ganz bestimmt nicht Dialoge, in denen eint Pastor jiidisch spricht und auch sonst höchst erheiternd wirkt. Herr Baratoff trug eine ausgezeichnete Maske, Herr S e rebr off ist ein herzhafter Schauspieler und Frau Potozkaja hat Kultur. Genug davon. O. A. gstdor Kaufmann. Das Mnppenlverk einejüdischen KÜtchkerS. Eine Entdeckung reichte der zweiten die Ha»ck: zuerst entdeckte Isidor Kaufmann den malerischen Reiz der jüdischen Welt und dann entdeckte man ihn selber als best «großen Maler, als den Darsteller des Zauibers, der über dem Leiben der Möschen Menschenwett schwebt. Leider begrenzte «man Kaufmanns Kunst, indem man ihn unter die Genreimaler, die Schilderer der Anekdote reihte. Heute eMich hat man Isidor Kaufmann als großen Maler erkannt. Ein Dell und vielleicht der chara>kterlftösch«fts seines Löbenswerkes wurde vom Manz-Verlog rvproduziert und in einer prächtig ausgestattete»» Mappe dsm PMlkmn übergehen. Bierzehn originalgetreue farbige Lichtdrucktaftin itttb zwei Kupftrtieft drucktafeln geben eine Vorstellung von Kauftnanns Schaffen^ daS der bekannte Schriftsteller Hermann Menkes in einer Lextbeilage vovtrefflich würdigt und das durch ein pqav charakteröstifche Geleitsätze von Oberrabbiner Dr. Chajes . ergänzt wird. Die Auswahl der Bilder ist derart arrangier^ daß der. künDerische Enttvicklnngsgang des Meisters klar er,e stchtlich wird. Die Pracht alter Synagogen, die Welt dey tzeiertage, die schwermütige Schönheit der jüdischen Frau, diü Poesie der Mehrtenstube — das ist die Atmvfjchäre. in der Kanftnann geschaffen und durch die er die jüdische Wslt deSi Geistes mrch der isteliglon geadelt hat. Ctesldenz-Meller KldLM.: Telephon-Nummer 79-280 1 nmlgas Im w für Aufnahmen II -8