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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-18 · Heft 2331 (18.8.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2331 (18.8.1925)
Date
1925-08-18
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Gerltz ’fö Dienstag Auch den, der mir durch die Form besteht. Ich habe gefürchtet, eine Serie Budkos zu sehen, gefürchtet die Enttäuschung. Nun, sch bin bekehrt. Zum erstenmal in der Graphik fand ich dos Kondensierte des Stoffes, das die Graphik, das Sonett in der bildenden Kunst, verlangt. Das Weih neben Schwarz von einer Dichtigkeit, daß kein Platz ist für Anekdote, literarische Leere, für Geistreichelei. Die Holzschnitte zu den Ghassidischen Legenden in Hrer Anschaulichkeit und Slrenge, die sich an die Gesetze dieser Technik hält, bewundernswert, die Holzschnitte zu Eh. N. Bialiks Gedichten von einer tiefen, religiösen Inbrunst. Alles breit und stark, kühn selbst in den Details, groß gesehen im winzigsten Format. Daneben die scharfen und milden Radierungen, wie ist Kaltnadel, die vielen jüdischen Klänge und Mysterien aus Bibel, Legende und Leben. Bon den Oelbildern sollen vorerst nur „Am Wochentag" und „Erlvachen" und »Mutter und Tochter" gengnnt werden, alle drei meisterlich komponiert, bei aller Bewußtheit irratioucll. Bon Hermann Struck die Reihe palästinensischer Radicrun'gen und eine Menge toniger Aquarelle, sehr lieb und brav, lyrisch und zärtlich, möhr verliebt als Liebe ausstrahlend. Alexander Jarays monmnentale Indengruppc dominierend. Ein kühner Wurf, dem mau die Glut der Empfindung und Erfindung anmcrkt. Ein keckes Stück der Akt „Eitelst", besonders die ,^Tänzerin". Jaray strebt zur architektonischen Bildnerci, gebt ihm Aufträge! Und nun ein mir neuer Name: Paul K ö n i g s b e r g er! Aus den kleinen Bronze-Frauenköpfen ist nicht viel herauszulesen. Hingegen der männliche Torso schr stark, irgendwie ans der Linie Rodin bei aller Betonung >des Körperlichen. Vielleicht ist nächstens von Königsberger mehr zu sehen. Können und Sicherheit vorhanden, an großen Aufgaben gewiß wachsend. Der Torso selbst verheißungsvoll. Und zmn Schluß wieder Budko — ob Jerusalem, Jememte, Araber, ob Landschaft, Legenden, Vignette. Man wird ihn doch nicht durch zu viel Lob verderben. Oskar Rosenselü. Aar den Matern. Schönbrunner S ch lo ß theat e r: Donnerstag 'Erstaufführung von „Cavalleria Rusttcana" und ,/Der Bajazzo". Volksöper: Heute „Nigolettv". Morgen Madame Butterfly". Raimund-Theater: Morgen 66. Aufführung von ,Mre vertagte Nachtt'. Die Haupirollen wurden neu besetzt. Deutsches Volks theater: Donnerstag den 20. d. als Eköffnungsvoristellung ,Jä ntonia" nrtt Sari F e d a k in der Titelrolle. Am 4. September geht Artur Schnitzlers Tragikomödie ,/Das weite Land", inszeniert von Arnold iKorsf rmd mit dem Künstler als Hofreiter, in Szene. Theater an der Wien: Freitag geht -die Operette ,M>er Orlow" zum 160. «Male in Szene. Karl Schönherr hat sein füngstes Drama „Die Hnnoerblockade" Herrn Direktor Dr. Rudolf Beer .für das Deutsche Volkstheater zur Uraufführung übergeben, die Ende November dieses Jahres stattfmdet. Kunstausstellung im Atelier Krestin. AnläMch des Monfftenkonlgresies ladet der bekannte jüdische Maler Lazar Krestin alle Interessenten zur Besichtigung seiner Origmalwerke in sein Aletivr, 1. Bez., Concordiaplatz 5, ein. Besuchs - stunden täglich von 10 bis 1 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags. Eine KongreßmM»e von Reichental. Anläßlich «des Kongresses erscheint eine Kongreßmappe, enthaltend Port-räisteingeichmrnigen der führenden Persönlichkeiten der zionistischen Bewegung (Weizmann, Soikolow, Ussiischkin -usw.), ein Herzl-Portrüt und Gesamteindrücke vom Kongreß. Die Mappe wird von, Franz Reichental verfertigt, der unbedingt einer der hervorragendsten jüdischen Vertreter der jungen, zeitgemäßen Kunst fft. Dr. Oskar Roseseld schreibt in der „Wiener Morgenzoitung" vom 20. Juni 1625 über diesen Künstler: .. das Sonderbare besteht darin, daß sich in Reichentall alle wertvollen Resultate der Moderne kristallisieren. Eigen ist ihm starke Farlbigkeit auch lim Schwarz-Weiß, eigen ist ihm das „neue Sehen" und das Bestreben, selbst das Porträt architektonisch auffzubauen. Die beiden Pole, Temperament und Grübeln, klingen zu einer schönen Harmonie zusammen. Blaminck, Chagall, Kokoschka ft'rtb gute Wegweiser und Begleiter, und da sie ein Stück unserer Zeit bedeuten, hat auch Reichentäl etwas hievon mitbekommen. HoffenÄich erwirbt die Albertina einige seiner graphischen Blätter. Ein Teil des Reingewinnes fällt dem Keren Kajemeth l'Jsraell zu. Da die Mappe nur in beschränkter Anzahl erscheinen wird, fordern wir Interessenten hiem-it aus, sich schon jetzt beim Keren Kajemeth (Wien, Kärtnerstraße 38) vormerken zu lassen. VorMgsausgabe 80 Schilling, Zweite Ausgabe 40 Schilling, dritte Ausgaibe 20 Schilling. Serichtssaal. Otto Eißlex aus der Strafanstalt Karlau nach Wien Averstellt. Der .wegen Ermordimg seines Vetters zu zehn Jahren schweren Kerkers verurteilte Otto Eißler. der seine Strafe in der Strafanstalt Karlau bei Graz verbüßt, ist anfangs August von dort in das Straslandesgericht Wien 1 überführt worden. Dieser Transport erfolgte auf sein Ansuchen, weil Otto Eißler gegenwärtig mit den Inhabern der Holzffvma Eißler u. Brüder einen verwickelten Zivilprozeß führt und der gerichtliche Buchsachverständige die Anwesenheit Otto Eitzlers in Wien zur Erleichterung entsprechender Informationell für zweckdienlich bezeichnet hat. Die Arttvesenheit Eißlers in Wien ldüvfte bis Mitte September notwendig sein. Dann wird er wieder nach Karlau überstellt werden. Eine lAöpfige Betriigerbande. Im Sommer und Herbst des Jahres 1623 trieb in Wien eine Betrüger,geisellschaft ihr Unwesen, die durch Verpfändung gänzlich minderwertiger Waren, denen sie durch -übermäßige Schätzungen und unrichtige Fakturen den Schein hochwetriger Waren zu geben wußte, viele hundert Millionen betrügerischen Gewinn erbeutete. Gestern sollten sich vor einem Schössensen-at unter Vorsitz des Hofrates Dr. Karnert neunzehn Mitglieder der Schwindlerbande verantworten. Fünf Angeklagte (finb flüchtig und werden steckbrieflich verfolgt. Sie heißen Fürst, Simon, Papadatos, Barany uild Duisberg. An der Spitze der Gesellschaft standen Dewald nnv Josef Fürst. Der Angeklagte Dvwald wurde psychiatriert, doch konnten die Sachverständigen kettle Geistes-kranöheit seststellen. Die Verhandlung ist W, Lcks Daoe anbe räumt 4 Wiemer Modenzeitung Lolkswitt. Var Wische Finanzproblem. Die große Pakästinaanleih«. (Eine Broschüre des Kommerzialrates Max Klein.) Eine der wichtigsten Fragen des jüdischen Ettvwan-dcrungsproblenls nach Erez Israel ist die Finanzierung dieser Einwanderung. Für diesen Zweck sind geüvaltige Mittel notwendig, mit deren Ausbringung sich der Kongreß eingehend befassen wird. Bisher wurdcrl die notwendigen Mittel vom Keren Kajemeth und Keren Hajessod, die auf den freiwilligen Beiträgen der Juden beruhen, aufgebracht. Es ist aber Meisollos, daß ein so wichtiges Problem nicht einfach dadurch gelöst werden kann, daß nur srettvillige Beiträge zusließen. Hier ist eine großzügigere Lösung notwendig, die der jüdischen Ein- Ivanderung diejenigen Mittel für die Dauer sichert, welche zur Erfüllung dieses Zweckes notwendig sind. Kommerzialrat Max Klein, ein österveichilscher angesehener jüdischer Industrieller, hat nun zum 14. Zionistenkongreß eine Broschüre, „Die große Palästinaanleihe", veröffentlicht, die dieses Problem von allen Seiten gründlich behandelt. Der Verfasser glaubt, daß schon die Einwanderung von rund einer halben Million Inden nach Erez Israel genügen würbe, um dort tatsächlich den Juden ihrer Bedeutung nach die Majorität im Lande zu sichern. Es müsse das Streben der Juden sein, für England ein Faktor zu werden. Vorläufig ist sowohl nach der Größe als auch nach der Bedölikerungszahl in Erez Israel das Verhältnis der außerpalästinensischen zu den palästinensischen Interessen Englands wie 989 :2. Erez Israel ist das einzige Land, wohin Inden in großen Massen wandern können. Von den 14,365.000 Hektar unkultivierter Flächen können auf Grund der Angaben -der ernstesten Agronomen uud Fachleute mindestens 9 Millionen Dunam der Kultur zurückgewonnen werden. Auf diesen könnten insgesamt 200.0 00 Familen leben, ohne die Inanspruchnahme des heute von den Fellachen kultivierten Landes, mit welchen ein harmonisches Zusammenarbeiten schon durch das Setbstinteresse der Inden gegeben sei. Denn die Araber und die mohammedanische Bevölkerung sollen einmal die größte und beste Kundschaft der Palästinensischen Industrie und des paläftlnenisffchen Handels werden. Palästina, das laut Feststellung der Historiker zu König Davids Zeiten sechs Millionen Menschen hatte, werde einmal wiederum sechs bis acht Millionen Menschen ernähren können, womit das Märchen der Expropriierung und Vergewaltigung der derzeitigen arabischen Bevölkerung tvegsälle. Heute beträgt die Bevölkerung Palästinas und Transjordaniens nicht einmal eine Million. Die Einwanderung -der Juden müsse aber beschleunigt werden. Sie hat im letzten Jahre unr 53.000 Personen betragen. Es muß möglichst rasch eine halbe Million Juden nach Palästina gelbracht werben. Um 600.000 Juden anzusiedeln, sind 3 5 Millionen Pfund notwendig. Aus den Einnahmen des Keren Kajemeth und des Keren Hajessod lausen durchschnittlich 700.000 Pfund jährl-ich ein. Diese Summe genügt nicht, zumal sie doch nur aus unregelmäßigen Almosen besteht. Nur durch ein Radikalmittel können so gewaltige Summen auf einmal und rasch beschafft iverden: durch eine große Pal äst in aanleilhe. Diese soll aus rein kaufmännischen Grundsätzen aufgebaut sein und eine sichere, gut verzinste Kapitalsanlage bieten. Zur Sicherheit des Kapitals und des Zinfendienstes soll das Vermögen sämtlicher zionistischer Institutionen, der Gegenwert, der mit dieser Anleihe geschaffen wird, die Einnahmen des Kere-n Kajemeth und Ker-en Hajessod, die Stourn und der -natürliche Wertzuwachs, der bei dem Landerwerb erficht, verwendet, werden. Die A n l e i h e soll placiert iverden beim jüdischen V ollk, in der gesamten anderen Welt, in England und beim Völkerbund. Bei allen diesen Gruppen müsse betont werden, baß es sich nicht um eine Unterstützung, sondern um eine sichere und hoch verzinsliche Anlage handM. Jüdische Bankiers haben derartige Anleihen schon zu Tausenden in allen Weltteilen placiert; sie würden dies auch -bei der jüdischen Anleihe treffen. Die Summe ist nicht so groß, daß sie nicht infolge ihrer vollen Sicherheit und Verzinsung aufgeibracht werden könnte. Sollten genügende Mittel da sein, dann müßte damit eine Hypothekenbank und eine Liquidationsbank zur Liquidierung der Sachwerte für Auswanderer geschaffen und endlich auch das Boden Problem und die Frage der Kolonisation sm-ethoden gelost werden. Der Verfasser ist gegen jode Enteignung. Mit den Mitteln der Anleche konnte soviel Goden erwotzben werden, daß damit der Landhunger gestillt und die Kolonisation in großem Stil begonnen werden Sonnte. Der Schluß der Broschüre besagt: ,-Soll nun der 14. Kongreß, welcher ebenfalls in Wien tagt, auch eine positive Tat, eine effektive Leistung hervorbriwgen, so darf er nicht seine Zeit und Kraft nutzlos mit Kritiken über ^begangene Fchler und UnteblassungMnden vergeuden, sondern seine Kraft konzeirtrieren einzig und allein aus die Beantwortung der Frage: „Wie finanziert man die Einwanderung einer halben Million Juden nach Erez Israel?" Und 18. August 1966 Nr. 2831'* die Antwort fei der Beschluß -des Kongresses: „Aufnah«« einer allgemeinen, großen Palästina«nleihe!* Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröfftret über Theodor August Bergmann, registriert unter der Firma Gebrüder Kössel8dorfer u. Bergmann, 10. Bvz.. Inzersdocherstraße 28. Passiven 39.012 SchMnq, Mt'iven 29.388 Schilling. Gestern fand die Ansgleichstagfatzung der PaPiergroMaMnng Bauernebel stat-t. Passiven 1,6 Milliarden, Aktiven 800 Millionen Kronen. Das Ausgleichsanbot von 50 Prozent dürfte abgelehnt werden, da ein Bürge nicht gestellt worden ist. Um Eröffnung des Ausgleichsverfahrens hat die Firma Fritz Neck Ham, 6. Bez^ Äonnenuhrgasse 2, Ai'.sgleichsanbot 36 Prozent, angesucht. Die Textilflrma Ernst Kelsen u. Co., G. m. b. H., in Liquidation, brachte gestern ihr verbessertes Ansgleichsauslrchen dar. Passiven 900.000 Schilling, Aktiven 461.000 Schild ling. Ausgleichsanbot 40 Prozent in zehn Monatsraten. Die Schwierigkeiten Edmund Stlnnes'. Berlin, 17. August. Die Schwierigkeiten, in welche der Sohn Hugo StinncS', Dr. Edmund Stinnes, geraten -ist, sind noch nicht behoben worden, doch ist sotvohl die Regierung als auch der Betriebsrat der ihm gehörigen Automobilfabrik Aga bestreb^ S-tinues einen größerer: Kredit zu verschaffen, damit er in der Lage sei, den Bettieb für die nächste Zeit anfvechtzuerhalteu^ Bekanntlich ist die Spannung Mischen dem Sanie-rungskonfo-ktium r>nd Edmund Stinnes dadurch entstanden, daß Doktor Stinnes sich nicht arr der Sam'erungsaktion des Stinnes-Bermögens beteiligerr wollte rmd gegenüber derr Banken einen ablehnenden Standpunkt einnahnr. Die Kreditentzichung der Banken ist eine Folge der ablehnenden Haltung Edmund Stmnes'. Er hat es nun versucht, durch Uebergabe der Hälfte seines Mtienpalets an den Betriebsrat diesen mitzuinterefsieven und auf diese Art eine Kampffront gegenüber den unnachgiebigen Bankeil zu bilden. Diese Absicht scheiM aber nicht gelungen $tt sein, da der Betriebsrat sich noch gegenüber einer solchen -Uebernahme eines Aktienpakets ablehnend verhält. Sollte es K» keiner Einigung kommen, ist es nicht: ausgeschlossen, daß Dr. Edmund Stinnes aus Trotz das Ansuchen um die Korrkursverhängung stellen wird. Aufhebung von Einfuhrverboten in der Schweiz. We die HandÄskanimer im Wien bekcnrnt gibt, hat die schweizerische Regierung mit Wirksamkeit vom 10. d. die folgenden Ernfuhrvovbote aufgchoben: Sitzmöbel aus gebogenem Buchenholz, Glas flaschen, Hohlglas rpnd Glaj^i waren aus farblosem Glas, nicht geschliffen, nicht Laviert. Bulgariens Ernteaussichten. Nach einer Mitteilung des bulgarischen Berpslogskommissärs Kosta Nico low ist in Bulgarien eine ausgezeichnete Ernte zu erSvarden. Einzig die Bchnenevnte -dürfte zu wünschen übrig -lassen. Die Hirseernte ist über Erwarten gut ausgofallen. Bulgarien dürfte in diesem Jahve -fünfmal mehr Produkte der Landwirte schaft auslfhven Wnnen, als in den vorhergchemden Jahren. Auch für die Weinernte find die Älussichten Mte. , Wiener Biehmärkte. Rinder. Der gestrige Auftrieb fev lief sich auf 3615 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2865 Stück Mastvieh- und 750 Stück Beinlvieh befanden. Tendenz: abgeschtvächh ES notierten: Ochsen, prima 170 bis 1.85 S., extrem 1.90 ÄS 2.15 S.. sekunda 1.40 bis 1.60 S., Tertia 1.15 bis 1.35 S., Stiere 1.25 bis 1.65 S. (1.75 S.). Kühe 1.10 bis 1.40 S. (1.60 S.) und Beinlvieh —.65 bis 1.10 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Wiener Produktenbörse. Die Preise iwtterten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer neu 40.50 bis 41.60, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 43.50 bis 45.—, Ungarischer Theiß neu 43.— bis 42.60, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — bis Roggen: Inländischer neu 30.75 bis 31.25, Pester Boden neu 31.50 bis 82.-. Gerste: Inländische 34.— bis 44.—, böhmische mährische —bis . MaiSr Ungarischer —biS —. Cinquantiu 43.— bis 44. — Hafer: Inländischer 30.— bis 32.—. R e i Sr Italienischer 82.— bis 64.—, Burma 64.— bis 64.60. Mahl Produkte: Grieß inländischer 82.- bis 83.-, Weizenmehl 0 inländisches 80.- bis 82.-, Kochmehl 2 inländisches 72.50 bis 75.—, Brotmehl inländisches prima 58.— bis 60.-. Wiener Börse. Abgeschwacht. Die lustlose Haltung der Vorwoche Übertrug >fich auch auf den gestrigen Berkchr, da von keiner Seite irgend welche Anregmvgen aüf die Gövse bellebemd wirkten. Umfangreiche Abgaben der Kontevmine und die andauernden Schwierigkeiten des Stinnes-Kouzerns drückten die Tendenz, so daß die meisten Effekten nnt Kursevmäßigungen eröffnetem Besonders groß waren die Rückgänge, die Staatsbahll--. Alpine-, Kvupp- und Salgoaktien erlitten. Im wetteren Verlaufe des Verkehres trat in Ermangelung jeder Anregung eine fällige Stagnation ein. Die Umsätze waren auf ein Mndestmaß gusanrmengefchvumpft. Im Zusammenhang mit dem drohenden Textilaribeiterstreik in der Dschechpslowakei waren die Textilwerte flau. In der Kulisse verloren -unter anderem Kreditaktten -und Rttnamuranyer je 1600 K., Staatsbahn und Sabgo Kohlen je 6000 K., Alpine 4500 K., Semperit und Karpathen- Petroleum je 1000 K. Fester waren Auglobank uan 1000 K.» Brünner Maschinen um 6600 K. und Pol-dihütte u-m 600 K. Im Schranken Werwogen die Mschwächungen, Nationalvanr verloren 6000 K., Lsmlberg-Ezernowitzer 8000 K.. Aussig Chemische 14.000 K. und Ungarische allgemeine Kohlen 20.000 Kwnen. Ans dam. Anlagemarkte zeigte sich lebhaftes Interesse nach polnischen Prioritäten. Bon den Exote» notierten: Universale 14.000 K. Ex Coupon: Wiener Messe 600 K, _ AurlSndMe Börsen. BeEn, 17. August. Die schlechte wirtschaftliche Lage det Industrie wirkt weiter kursdrttckend, so daß die gestrige Börse ina-geschwächter Haltung eröffnete. Trotz, erleichtertem Geldmärkte waren die Umsätze sehr gering, die meisten Effekten schloffen tiefer. Es notierten: Oesterr. Kronenrente 0.46. Ungar. Kronenrente 0.625, Ungarische Goldrente 8.25, Türkenloso 20.8, Süddeutsche Lombarden alte —, Oesterreichische StaatS- Oevisen Amsterdam . Belgrad. . . Berlin . . . Budapest . . Bukarest . . London. » . Mailand . . New.York. . Paris . . . . «nur, . , . . Geld 5, 285.76 afeesc 25.80 708.06 88.01 24*0150 Levlsenm»d Lslutenkurse vom 17. Auzuft 1SSS. Vars 285.76 15838 3.8850 24.67 25.62 711.86 28.17 21.0050 doBa. Stockholm Warschau ...... Zürich . .. Valuten Amerikanische Noten Belgische Noten « iiulasr. Not. . . . » , Deutsche Noten . . » ftagltodM Not« , , . 6.11 124 86 6.12 128.25 84.42 Ware 18120 6.20 168.26 34.6» Französische Noten . L Holländische Noten .. Italienische Noten . Jugoslawische Noten . . Polnische Noten . . . . Rumänische Noten . . Russische Noten (Romna.) Schweizer, Noten . . . Tschecho-slow. Noten . Türkische Pfund-Noten . Ungarische Noten .. . 26.72 124.50 8.67

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