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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-18 · Heft 2331 (18.8.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2331 (18.8.1925)
Date
1925-08-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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ZaHrgang WELCHE UBER GUTEN WIENER , GESCHMACK SOWIE NEUESTE k RICHTUNG DER MODE | INFORMIERT SEIN WOLIEH S BESUCHEN UNBEDINGT DAS MODEN PALAIS KAIS ERST A-111-US J.A.Baczewski iiiiitfiiiiiiiititiiiimiimiiiiifmiiiiiiiiiiiiiiii'fiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifuiiiiiiiii - Sch.näp f c . tziköre Spezialität: Baczewski - Stanislauer Doppelt rektifiziert und destilliert Seit 1782 weltbekannt Hl I IHM.• HIHIII Ml Wiedner Wechselhaus «■ Robert Reitler IV, Wiedner Haupistrasse Nr. 20 Gegründet 1883 332 Nur Paulanerhof kauft und verkauft alle Valuten, Devisen, Schecks und Wertpapiere zu den besten Tageskursen Kultus- und Justiz-Talare . in den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie vorrätig oder auch nach Mass nun bei der altbewährten Spezialfirma Rudolf Goldstein, Uniformierungsanstalt Gegründet 1860 W.EN, II. TABORSTRASSE 54 Telephon 45-6-29 Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemelnden. Zahlreiche .belobende Anerkennungsschreiben. 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Es ist daher sicherlich nicht zu verwundern, datz er in der christlichen Bevölkerung vielfach auf Gegnerschaft stötzt. Ich selbst bin überzeugt, datz der Zionismus kein Interesse der christlichen Bevölkerung verletzt, datz er im Gegenteil eine Bewegung darstellt, die geeignet erscheint, uralte Gegensätze ausz u g l e i ch e n n n d ein besseres, a u s A chtung gegründetes gegenseitiges Verständnis zu fördern. Dem 14. Zioniftenkongretz möchte ich als gegen wä rt i g e r L e i t e r der ö st e r r e i ch is ch e n B u n d e s r e g i e r u n g u n d a l s M i tglied derchristl ich sozialen Partei wünschen, datz er nach Abschlutz seiner Verhandlungen in der Lage sein möge, unter anderen mit der Durchführung seines Programmes zusammenhängenden Erfolgen aüch den zu verzeichnen, datz er in der von mir astgedeuteten Richtung wirksame MstlSrung veMe!ürt hat: “ ' Sie heutige Eröffnungssitzung. Das Bureau des 14. Zionistenkongresses teilt uns Mit: Die auf Grund rechtzeitiger Bestellungen reservierten Eintrittskarten zum 14. Zionistenkongretz werden am Schalter des Konzerthauses heute Dienstag von 9 bis 11 Uhr ansgegeben. Heute um 11 Uhr vormittags werden die Schalter geschlossen und keine weiteren Karten .mehr ansgegebMi. Die Gröffnurrgssihuitg des Kongresses beginnt heute Dienstag, präzise 7 Uhr abends. Ginlnfz in das Konzerthaus ab 5 Uhr nachmittags. Auffahrt fiir Vertreter der Behörden, das diplomatische Korps, Ehrengäste, Exekutive, Aktionskomitee und Delegierte (rote und gelbe Karten) Johannesgasse—Heumarkt; Eingang für Vertreter. der Behörden, das diplomatische Korps und die Ehrengäste Tor 1, für Delegierte Tor 2, für Exekutive und Aktionskomitee Tor 3. Ausfahrt für Pressevertreter, Gäste und Beamte (woitze, blaue und grüne Karten) Johannesgasse—Lothringerstratze, Eislaufvereinsseite, Eingang Hauptportal. Alle Kongreßmitglieder und Gaste werden dringend gebeten, bei den Ordnerkordons di e. E in trittskarten vorzu weisen. Gesinnungsgenossen und Freunde! Angesichts des zu erwartenden starken Andranges zur Eröffnungssitzung des Kongresses bittet das Kongretzbureau, ihm seine schwierige Aufgabe dadurch zu erleichtern, datz vollständige Ordnung und Disziplin gewahrt werde und den Weisungen der Kongretzordner und der behördlichen Organe unbedingt und sofort Folge geleistet wird. Wir bitten insbesondere alle diejenigen, welche keine Eintrittskarten zum Kongretz erhalten konnten, sich heute Dienstag nicht in der Nähe des Kongreß ge bau des auszuhalten, damit keine Verkehrsstockung entsteht. Schließlich bitten ttnr eindringlich, unter allen Umständen Ruhe zu bewahren und sich keinesfalls, von welcher Seite immer, provozieren zu lasssen. Wir wollen in der Stadt, in welcher wir für einige Tage zu Gaste sind, den Eindruck von Ordnung und Selbstzucht hinterlasfen! Gruß an den Kongreß. Vom Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes. Nach zwölfjähriger Pause ist Wien wieder der Schauplatz der jüdischen Nationalversammlung. Die Stadt Theodor Herzls, auf die seit jeher die Blicke von Millionen Juden hoffnungsvoll gerichtet waren, gilt wieder einmal als Ort unserer Zuversicht. Ist doch der Kongreß die höchste Instanz, welche die nationale Existenz des jüdischen Jischuw und seine beispielgebende Organisation sichern soll. Als jüdischer Gemeinderat grüße ich im eigenen Namen und namens aller jüdischen Mandatare dieser Stadt den 14. Zionistenkongreß und gebe der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Kongreß einer der großen, für die Geschichte der Juden bedeutungsvollen sein wird. Wenn nicht alles täuscht, wird mit ihm ein neuer Abschnitt der zionistischen Entwicklung beginnen; er hat die strenge innere Konzentration vorzubereiten und in diesem Sinne die Ziele und Methoden des Palästinaaufbaues zu bestimmen. Von ihm kann der belebende Stronr ausgehen, der die - auseinanderstrebenden Teile der Judenheit besser bindet als Vereinbarungen und Verhandlungen, ein neuer Strom von Liebe zu Palästina als Ausfluß des Willens zur Errichtung des nationalen Heims. Möchte der 14. Zionistenkongreß diese Einheitswirkung auslösen und hunderttausende Juden neu in unsere Reihen führen! Die Nationalisierung und Zionisierung der Juden in der Galuth ist und bleibt das latente Programm unserer Kongresse. Alle Umstände' sprechen dafür, daß wir einer würdigen Tagung von großem agitatorischen Wert ent-- gegengehen. Kein Zufast sind die empörenden hakenkveuzlerifcheu Umtriebe, welche der österreichischen Staats regierung zum Trotz die Abhaltung unseres Kongresses vereiteln wollten. Sie bestätigen nur die schmerzlichen Erfahrungen der Kv-eitausendjährigen Galuthgeschichte und beleuchten blitzartig die Situation der Juden unter den Völkern. Die widerlichen Ausbrüche des wilden Judenhasses in allen Ländern müssen selbst die verbissensten jüdischen Assimilanten zur Ueberzeugung bringen, daß es nur eine wirkliche Lösung der Judenfrage gibt, die zionistische. Kein Zufall ist es auch — um von inneren Angelegenheiten unserer Bewegung zu sprechen —,'daß die Frage, welche ursprünglich als die brennendste des Kongresses galt, die Streitfrage betreffend die Erweiterung der Jewish Agency durch Nichtzionisten, seit der letzten Aktionskomitee- .sitzung so stark in den Hintergrund trat, -daß sie im offiziellen Kongreßprogra-mm gar nicht angedeutet wurde. Kein Zufall ferner, daß die Tagesordnung der Erörterung zahlreicher anderer Fragen nur so breiteren Spielraum bietet: Verstärkung unserer politischen Arbeit, Stellung zur Mandatsmacht, Besserung des Verhältnisses zu den Arabern und Klärung unserer Stellung zum Völkerbund. Die entscheidenden wirtschaftlichen Fragen: Einwanderung Bodenpolitik, städtische Kolon'ffabion, Privatinitiative usw., und schließlich die wichtigen Organsationssragen: Autorität des Kongresses, Erhaltung seines nationalen und demokratischen Charakters, Unversehrtheit und Stärkung der zionistischen Organisation als der' alleinigen Trägerin des jüdischen Rcnaissanoegcdankens werden mächtige Do'batteN .Hervorrufen. Hoffen wir, daß alle Gegensätze aus der Zeit vor dem Kongreß vergessen sind und nur eine Absicht alle Herzen bewegt, unser heiliges Land, unser gequältes Volk zu erlösen. Dieser Absicht sollen die ernsten, gründlichen, nützlichen Kongreßdebatten und Komnrissionsberatuugen diewtt — frei von engherzigem Parteigeist. Die Würde unseres Kongresses, die gradlinige Offenheit seiner Beratungen wird einen wohltuenden Gegensatz schaffen zu dem Gerede und Getue einer entarteten Minderheit, welche dieser Stadt und diesem Staat das Schandmal ihres Ungeistes aufdrücken möchte. An dem einheitlichen Willen aller Gntgesinten muß dieser frevelhafte Versuch zunichte genlacht werden. Ich kann nicht umhin, dro einwandfreie Haltung der ,christlichsozial-großveutschen Bundesregierung hervorznheben und das geradezu musterhafte Wirken der Wiener Polizei, deren Leiter Altkanzler Schober mit tiefem Verständnis fiir die historische, Bedeutung unserer Tagung die r»mm«n-«umunE5vsrh»uk .MM Schiff mann II. Taborstraße 48 Teleohon 47-1-78 En gros En dntall

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