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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-14 · Heft 2328 (14.8.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2328 (14.8.1925)
Date
1925-08-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gelle 6 Wien, Freitag Wiener Mornen»eltuna. 14. Un'nst \m * Hch« ®t. ZweybrSck gestorben. Gestern ist der ArchHffwscher, Schrfffitrller und pensionierter Chefredakteur -er „Viemr.StthrntT,Haftat Dr. $t<m* Zweybrtt<f, m TS. Lebenchchve gestorben. * vermißt. Seit dem 9. d. wird aus ihrer WAung, 6..V«.. ReinPrrchtÄVvferstraße 23, die 40jährige TaziUe Mühlbach er vermißt. Bor ihrer Abaängiglett äußerte die Frau toi einer Nachbarin, sie gehe Nach -Lchbnßrunn und seither fit st« veaschwimven. * Do« Vetter. Gestern vormittags war es kalt und stük' «isch. Nachmittags wurde es heiter und warm. Die Voraus' foye kündigt besseres Wetter an. * Di« Lebensmittrlmörkte. Die Großinarkchalle hatte gestern wesentlich günstigere Flefichmvporte aufzuweili««. MttrlS Bahn sind 24 Waggons nn Gewicht« von 166 Tonnen eingobnvgt. Der leibhaftem Verkehre sind nennenNverte PreisvEUmderlMgen nicht zu verzeichnen. Der Naschmarkt wuNde mfi allen Gebieten Wer Bedarf bEfert. Die Preise sämtlicher Gemüsesovten sind andauernd stationär. Nur Spinat und Paradeiser» wie. auch ältere, von den Vortagen ersparte Ge- Musesorten wurden billiger. Auf dem Obstnrarkte, der Über sine »Auswahl in'allen Obstgat ttru^n verfügte, stchen n, namentlich jugoslawischer Herkunst. die reger Nachfrage bagognen, im Vordergründe. Butter und Eier langten m genü-gvnder Mengen ein. * Eine ganze Familie durch Schwämme vergiftet. Mittwoch nachts sind der 50jäHrigc Maschinenmonteur Wenzel Turner, Linherstmße, dessen 42iährige Gattin Barbara und seine Kinder, der 21jährige Jostif und der füwfftrhrige Ludwtzg, die am Abend geikaUste Schwämme genossen hatten, augenscheinlich an Schtvämmevevgfi'tnng erkrankt. Me winden in das Spital gebracht. * Opfer der Berge. Aus ArnoLdstem wird gemeldet: Der 14jähnge Jndustrieangestellte- Hans Wank ist von der Südiwaröd deS Freikofel beim EdottveitzpMlcken 806 Meter tief ab^estürzt. Er blrüb tot Heactt. — Der Dostrat Paul Be» naget aus Berlin, der allein eine Tour in da4 Gebiet der Drei Zinnen unternommen hat, ist woch nicht Mvückgekehrt. Man befürchtet ein tödliches Unglück. — Im Gebiete, bei Gosst «faß hat ein reichsdeutscher Tourist eine Skitour unternommen, von der er ebenfalls nicht znvückgekchrt fit. — Bei Partsch i ns fit ein Bergsteiger, dessen Name noch nicht festgestellt werden konnte, tödlich verunglückt. * Ein« Frauentrqgödie. Zn einem Hotes rn der Innern Stadt hat' sich Mittwoch abends eine ungefähr 3Sjährige Dame erschossen. Sir hatte einen Ahschiedsboiof an ihre Tochter Silvia gerichtet, in dem sie Krankheit als Ursache der Ta-t bezeichnet. Den Brief hatte sie aber dann wieder atfrtffert, daß sich nur die Stucke vorhanden. Der Ehering der Toten trug die Gravierung: ,Moritz, 19. Mai. 1907". Die Selbstmörderin wurde als dir 85jährige Frieda K ä st e n- 5>«um, die seit kurzer Zen bei ihrem Vater Edm-und Leicht- •OTOttrt in der Oberen Donausiraße gewohnt hat, agnosziert. Sie hat ihren ständigen Wohnsitz in Bukarest und war vor einigen Tagen zum Besuche ihres Vaters nach Wien gekommen. - * DaS erste Schillingsfalsifikat. Der Mrlchmeier Anton Mark! im>9.. Pezir^e hat das erste SchillingsfatzsWat eingenommen und bei der Polizeibehörde hinterlegt. Er kann sich mcht erinnern, wer mit mesem Geldstück gezahlt hat. Es ist eine sehr plumpe Fälschung durch Guß hergestellt. T-as Faft siftkat fit auch sehr leicht biegbar. * PreiS«tt»Sßi«wrg fiir Weißgebäck, jedoch nicht für Kleingebäck. In der morgen zur Ausgabe gelangenden ,Mister« reichlichen Bäckerzeit-ung" wird ab Montag den 17. d. die Herabsetzung des Preises für einen weißen Wecken von 42 altf 40 Groschen anempföhlen. Gleichzeitig wird festgestellt, daß die derzeit rückgängigen Weizenpreise noch keine Preisermäßigung beim Kleingebäck zulassett. Der Preis des Weizenmehles müßte um rund 8o Groschen pro Kilogramm heruntergchen^ um den Verkaufspreis des Kleingebäckes um einen Groschen für das Stück herabsetzen zu können. * Eltt Abgebrmter zertrümmert Fensterscheiben um eingesperrt zu werden. Der 36jährige abgebante Ba-nffkontist Edmund Breninger hat sich ttt der Nacht zum Mittwoch beim Kommissariat R-udolssheim als untersbandslos gemeldet und wurde auf sein Ersuchen dem Ashl- und Wevkhaus übergebend Da ihm dodt keine Arbeit zugewiesen werden konnte, emsernt« er sich gleich. In der folgenden Nacht erschien er im Koinmissariat mit der S e -l b st b e s ch n 1fc> i g g u n g, er habe eine Gaslaterne in der Absicht zertrümmert, e i n ge sperr'! M werden. Breninger hat schon im November 1921 in der gleichen Absicht zwei Spiegelscheiben zertrümmert und fit deshalb vom vom Äandesgerrchte mit viere Mo aten schweren Kerkers bestraft worden. Er erklärte, die Sachbeschädignng«n solange fortsetzen zu wollen, bis er eine Arbeit finden werde. Er wurde dem Bezirksgericht Funkhaus eintzeliefert. * Ein Mädchen von einem Wilderer erschossen. Wie der „Salzburger Chronik" aus St. Michael im Lungau berichtet itnvb, wurde dortselbst beim Boerenpflücken im Walde die StaatsOrsterstochter Anna Trattle.r von einem bisher unbekannten Männe, der die Flucht ergriffen hat, erschossen. Man vermutet, daß der Täter ein Wilderer war und daß Anna Trattler, die auffallend rotblonde Haare hatte, das Opfer einer unglücklichen Verwechslung geworden fit. in dem -der Mörder glauhte, im Gehölz ein Reh zu sehen. RadtoProFramm. Heute Freitag. 4 bi§ 6 Uhr: Nachmittagskonzert. — Sieffa» r Ägrt, Walzer. Schubert r Rosamunde, Ouvertüre. Waghalter r Florentiner Intermezzo. Bizet r Pastorale. Satnt'Saen» t Samson und Delila, Phantasie. Stojanowits r EZwei Lieder aus „Der Herzog von Reichstädt*. Strauß't ledermaus, Polka. Lehar r Libellsntanz, Potpourri. Lanner: te Schönbrunner, Walzer. Scotts: „La Trompett«* One-sttpp. ~ .V*7 bis 7Uhr r Vortrag. ^Ouer durch Oesterreich*. — i Uhr t Schubertiade. Rezitation Anna Kainz-Schrötter r Franz Grillparzer, Schubert. Gisela Berger t Die Rosen von Zelez. Lieber gesungen von Viktor Heim: Der Wanderer. Die Forelle, Der Tod und das Mädchen, An die Laute, Ungeduld. Wanderphantasie. ForellemOptts 114. «ereilte, SortrSge und Berfammlnttfleti. Zionist Uschqakadem ischor Verein Bar- Kochba, Wien, Mir ersuchen alle Alle Herren, soweit sie bereits in Wie,» sind, ihre Adresse »machend aU den dergeitigen Präses, Abraham Teufe r, 8. ity., Jose-fstädterstvaße Nr. 51- -.J6, besumrl'zugelben. 4 Kuthartna Steinerdas unschuldige Opfer eines sfustiz- M0l.^s.!eN'! als alte Fm» sit,n>-rv Not. Sie wrnvet sich durch uns an die jüdisrt,? Osseiu.üw sstzre Mtess«: 2. Bez., Franz -vochedliuger-^Gaije 4, L. iölock, Tür üL Bühne md Kunst. Aus deN rheateen. Vn rggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaäl der Hofburg). Heute, 8 Uhr c>b«nds. Bunter Abend. Dirigent de- Symphonie-OrchesterS TheodorChrtstoph. Roland-Bühne. Anläßlich der Eröffnung deS XIV. Zionistenkongrefses finden Dienstag den 18. d. nüd Mittwoch den 19. d. um 8 Uhr abends zwei Fest* Vorstellungen von ^S ch m a t t e S" von Laiwik mit Dr. Paul B a r a t o f f (B e n - Z w i) in der Hauptrolle, statt. . Theater an der Wen. In t>-cr zugkräftigen Operette „Der Orlow" wird jetzt die weibliche Hauptrolle von der annmvigen und geschmackvollen Lea Teidl mit gwßem Erfolg gegeben. Unter den übrigen Mittwivkenden ragen Kriri Lang, Elsa Altmanu und Viktor Fkemm tng hervor. JuttitS Ztmpel gestorben. Gestern wurde der als Maler und Graphiker bekannte Künstler Julius Ztmpel begraben. Trotz seiner Jugend galt der Benstvvbene als Führer der von Dagobert Peche begründeten Neivwiener Richtung des moderne» Kunstgewevbes. Sem Hauvtgebiet war das der Buchkunst, auf dem er ErsMassiaes gleistet ha>t. In den Ausstellungen des „Hagenbund" n-nd der ,Mtnstfchau" waren treffliche Werke ZlNi^ls zu sehen. Als.Graphiker setzte er sich.zuerst durch und wurde sogar der künstlerische Leiter der Wiener Werkstätte. Bollswitt. Sie Petroleumtntereffen in der weliwiNschaft. Bis um die Mitte des letzten Jahrhunderts wurde das Erdöl tveder systenvatisch gesucht, noch gewonnen, dielnnchr übevvieß man beider dem Zifiall. Erst die wissenschaftliche Forschung und dre modern« Technik schufen die Borausfetzimgen zur ErdAwivtfchaift und auch Erdöüpolitik, wie sie unsere Zeit . kennt. Die wissenschaftliche Cvforfchuivg machte das Auisfnchen der Lager ökon>omficher. Wenn wir vom Erdöl sprechen, so denken wir in erster Linie an Rockeiseller und seinen Standavdtruist, ohne zu bedenken, daß es stets nur wenige Bohrungen lvaren, die das kostbare Erdöl zu Tage förderten, und in den Zetten, da die Suche nach dem Öel mit der dazu gchörigen ^Kapitalanlcvge ein GluckSfpieil ersten Ranges war, diese nicht nur Treffer, sondern auch in ebenso retichvm Maße Nieten kannte. Uebrigens ging der schlaue Rockafeller nicht von der Produktion aus, diekmehr gliederte er an ssine Mine Raffinerie gleiche Betriebe cm, uan auf diese Weise Macht zu gewinnen. Erst später ging hie GelsellischcSft zur Produktion über, zu einem Zettpirnkt, da das RWo bedeutend gesunken war. Die große Entwicklnivg setzte m»it bvm Beginn der sechziger Jahre ein, 1654 entdeckte SiMmann jn Amerika die sogenannte fraktio-nelle Destillation, die es gestattet, die leichteren von den schwereren KchlettwasserstoWervmduugen zu isolieren. 1869 wunde dann in Penntsylvanien das erste untevirdlsche Erdöllager evbohrt. Bon da an sängt sich die Wirtschaft und das große FiNanzkapttäl, das in der Folge in der Erdöl- Politik eine immer größere Rolle zu fpioleu begann, für Viesen Rohstoisf zu interessieren an. Eine Umwälzung tzogann mit de/ Verwendung der DastillatlonsprodMe für den Denzbnnwtor mit dem anjfkommenden Auto und jcirnct ungeheuren Entwicklnu,g und dann mit der Verwendung des OelS zur Aufeuevuitg von Dampf- Maschinen und mit der Erfindung deS Die'sslMotors. Die Oeft heizuug der Dampffch'Ue hat Manche Bor teile, wie Raumgewinn, Zeitgewinn baim Bunker«, Personalverrlngeruug und größere Reinlichkeit. Bon Jchr zu Jahr nimmt die mit OeÜfeuerung verschene Dampferflotte zu. Die großen weiltwirtischaiftlichon MochfitLaten haben deshalb die Bedeutung des Erdöls für «ihre Handels- und Kviegsflvtte rasch erkannt Und schon Dutzende von Oolstützlstatiionen erbaut. Ans diesem Gvüttde hat sich die englische Regierung an der anglo-,pevsischen Erdosgesellschast stark 'beteiligt, gilt es doch die Wahr- Nehrming der Welttnteressen das britischen Reiches. Den Zusammenhang Zwfichen EvdÄ und Politik gilt es Überhaupt zu begrefien. Die PrMeme Mexiko-Amerika, die Orientfrage und die Mossnler Angelegenheit müssen unter diesem GesühtspuniVt betrachtet werden. Es fit zum Befipiel bekannt, daß die rapttalinöchtige Standard Oil Lo. in den Vereinigten Staaten während der mexikanischen Wirren mtt manchem Präsidenfichaftskandidaten, die öS dort in abenteuerlicher Ausmachung gen-ug gab, Gehettnvövtrüge abgeschlossen hatte, wonach sich gegen finangielte UnkevstAtzUNg die betrvfftN'dett Kandidaten verpDchteten, bei ihrem Sieg der Stanbard-. gesellschast OMottzesswnen ein-uränmen. Bekannt fit auch der fogenaNte Chostervertrag, der die orientalischen Fragen noch kontplizierter gestattet mid der aus den amerikanischen Mmiral Ehester zurückgeht, dem hie türkische Negierung bei einem Bffuch Bocherasiens im Jahre 1896 bestimmte Eisenbahn- Und Bergbcnlkvntzesstomn oinräumte, auf die sich jetzt die üüterilkanische Regicrnng stützt und in die KSSfiellos Interessen der großen Oolgesellischaften hiiteinifpislen. Schließlich bezieht )iÄ; das beriitzlNte ZlhkoMmen van San Romo vom Frühjahr i960, das Zlvfichen Lloyd George, Cadm-an und MÜerand abgeschlossen wurde, sbenifalls auf die Regelung der Oeliuieressen der Gvoßmtächte im nahen Orient. Im großen und ganzen streiten drei groß» Interessengruppen nur die Wrltherchchaft des Oels. Alle drei stellen ganz gewaltige Trusts dar mit einer KupimlNiacht» die in die Hlluiderte von Mlilwue»« Frauken geht. Zunächst existiert einmal die schon genannte amerikanfiche, von Itthn Rockefeller gegründete Msiilischoft der Standard Oii Co. Wegen Ihrer Prei^'ciliik, der unjicheuren Kapitalmach!, die in ihm konzentriert ist, wurvr oer RockesellerDvust unter dem Druck der öffentlichen Meinung aus Grund der «mertkanfichen Trust« gesetzgebnng mchttte Mal« cmsgelöst. Er vtrimöchte sich jedoch immer wieder zu bilde.» Md sein« Interessen zu wahren. Dann kmnmt eine hottändfich-englfiche Gnüppe, der . sogenannte Royal «Dutch-Lhell-Konzern. Diese Gesellschast geht aus ein« große chilläudfiche Gründung im Jahr-« 18M zur Exploitation der Oelle knrf Suinertra zurück. In der Folge 'fusioniorte sw sich nrtt Lin er russl'ischen Gesellschaft undmit der englischen BerkoussgcseN'schcift, der Shell Transport ant Trading Co. Im weiteren Berlams der Entwicklung^ nahm diese Gesellschaft einen ungeheuren Anffchwung. Wo es Erdöl 'gibt, pflegt die 'Atandardigesellschast auch die RoyaftLhell als unverlierbaren „Rofiefteund" auzntreifen. Schließttch beste-ht als dritte große Gruppe die Angko-Persian Oil Co., die englfiche Interessen vertritt und jetzt «in. Mttenkapital von 20 Millionen Pfund Sterffng besitzt. Hervorgegangen fii diese Weltgesellschüst aus der sogenannten 1886 gegründeten Bumrah Oil Co., die ein Morropol fiir die hinterindfichen 'Oelfolder besitzt. Im Jahre 1914 begann sich aus strategischen Gründen die etiglische Regierung an dom Unternehmen zu beteittgen. Bielftch übersehen wird heute vi« für die zukünistige Entwicklung höchst bedeutsame Tatsache, die nrerttmirdigerwafie weniig beachtet wird, daß ein«s Tages die gvoßen südamerikanischen Oolfelder «ine große» wenn nicht an»- schlaggebende Rolle spielen können. Hier bereitet sich ein wettwivfichÄMcher Machtsaktor vor, der einst auch sein« poilitischen Rückwivkungen haben wird. Sv besitzt Argentinien im mittleren Potagonien ganq nngchoure Oelschätze, deren Ausbeutung sich von Jahr zn Jahr vergrößert. Fast dt« ganze PasWküst« entlang finden sich solche Oellager, di« noch der! Eyschlließung harren, Chile und Bolivia besitzen neben Argentinien aus diese Weise noch große und > uNgehobene Schätz«. Doch wird eS zwefielhaft fein, ob sie sich 'ihrer so recht frouen können. Denn eS fit vorausynsetzen, daß um diese MamertSaNi« scheu Oefiellber «becfiaNS der wivtschaftttche und politisch« Kampf der großen Welterdölkonzerne entbrenn«« wifib. Belehnung von offenen Puchforderungen und Kreditversicherung. Mst der Wicdcrkchr normaler Gsschäftsverhältinss« gcht man nun auch tu allen WirtschaftSkreifen daran, auch wieder die normalen Kreditverhältnisse herzusiellen. Dazu gehört wohl auch, wie die „Wiener Bank- und Börsen-ertung" schreiibt, die Belchnuttia offener Buchforderungen, di« in der Vorkriegszeit ein toichtiges Krodittnstrument für sooen Kauft n,aNn war. Und Mar ist es der ^Kompaß", dein das Verdienst gebührt, den Versuch zu machen, dislen Zweig des Kvedrtaeschäftes tu Verbindung-mit einer Kreditversicherung, wieder einzitsühren. Di« Verhandlungen, iilber diese Frage sind, wohl über di-e ersten Anfänge noch.nicht hinaus. Vers' .. ... jprechen aber doch, zu dtnem günstigen Ende zu 'gelängen. Dividendenlose Papiere. Die .M^ewah", Niederösterreichisch« EleltriFitättzwirtschafts-Ärtiengesvll'schaft, und die Glasfabviken und Raffinerien Josof Jnwald A.-G. zahle« für das Jahr 1924 keine Dividende. Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffnet über Josef Keller, reg. unter der Firma Keller n. .Comp, in Guntrmnsdors, Sichteneckerstraße 339, und über Marie Schubert, reg. unter der Firma. Marie Trimbach er, verehff. Schubert, in Rodalln, Licsingevstvahe 6., — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über T. PötzelHauer, 10. Bch., Laaerstraße 172; über I. Pse fferb a u m, Textilwaren, 8. Best., Josofstädterstraße 82; Wer Achad Egon Dillmont, 12. Bez., Kaulbachstraße 23; über Angela Melcher, Drlderrahmenerzeummg, \ Bez., Mühlgasse 25, und über Ferdinand Hager, Backernwister in Dentsch-Wagram. ' Filialen der Aegypttschen Hypothekenbank tu Palästina. Eitle Abordnung der Aegyptischen Hypothekenbank weilte in den letzten Tagen in Jerusalem, Jaffa und Hciiifa, um di« Möglichkeiten der Errichtung von Filialen dieses im Orient hochangeschenen Instituts 'in den erwähnten Städten zu untersuchen. Die Mitglieder der Abordnung äußerten sich hochibesriedigt iilber ihr« EpsahAMgen in Palästina. ES verlautet, daß schon tn den nächsten Monat«,, die Filiälen in Jerusalem, Jaffa lttld Haifa etabliert werden würden. Bieheinfuhrderbot auS Ungarn. Ans B u d a p « st, 18. d., nreldet Tel.-Konip.: Der Staatssekretär im Ackerbauministerium Karl S ch a n d l äußerte sich vor Pressevertretern über die von Oesterreich verhängte Grenzsperre gegen die ungarische Pieheinfuhr. Demnach hat die österreichische Regierung vom morgigen Tag angefangen die Grenzsperre gegen ungarisches Vieh angeordnet. Es ist jedoch zu hoffen, daß die österreichische Maßregel nur von kurzer Dauer sein wird, zumal als die Maul- und Klauenseuche nur in einzelnen ungarischen Gegenden austritl. Von einer Epidemie könne keine Rede sein. Die Regierung hat im Wege, des Außenministeriums bereits Verhandlungen mit der österreichischen Regierung zwecks Aufhebung der Sperre eingeleilet. Staatssekretär Schandl betonte schließlich, daß kein Grund vorliege, in der österreichischen Maßnahme eine böse Absicht gegen Ungarn zu erblicken oder die Verfügung der österreichischen Regierung Mit dem Scheitern der Verhandlungen über das Hanvelsprovisorii,m tn einen Ursächlichen Zusammenhang zu brttlgen. Suspendierung de- Zolles für Weinfässer in Ungarn. Die di« Kammer fiir Handel» Gewelbö und Industrie in Wie« bekanntgibt, hat di« ungarische Regierung mit einer am 9. d. Vevlautlbarten Verordnung >den Zoll für Weinfässer mit einem Rait-Ndgchalt von l# Hektöltter oder darüber fiir die Zeit vom 9. d. bis 80. November 1925 st,spendiert. Wiener Vlehmllrtte» Rinden Der aestrtgs Auftrieb belief sich apf 884 Stück Schlachtvieh, worunter sich 670. Stück Mastuhb 254 Stück Beinlvieh befanden Bei ruhigem Verkehr blieben Primalortrn, die schwach vertreten waren, im Preis« ziemlich 'behauptet, alle ander«» OUatttattn haben 5 bis 10 Qi. ptö Kilogramm gegen Montag iiu Pteist nachgegeb e n. lLs yotterttn je nach Qualität, Ochsen 1.35 bi« 1.00 S. ldi« 3.10 S.), Stiere M bis 1.76 S... Mhe 1.25 bis 1.00 S. Und Beinlvieh 0.70 bis 1.20 S. pro Ailotztamm Lebendgewicht. — Schwei»« Aufgetttebe» wurde« 2046 Schweine, darunter.1508 .Fletsch* ittid 588 yettschwelne. Gegen Dienstag stellten sich die Prelle um 6 bis ^10 G. pro Kilogramm d Ml \ ft e t. Es «otterten je nach Qualität t FetttchtveMe 2.40 1)10 ^66 «. Und Fleischschweine 3.M dis &«* ». pro KtlograMn,

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