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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-12 · Heft 2326 (12.8.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2326 (12.8.1925)
Date
1925-08-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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I Serie 8 ~ ' Merk, MltKoch MeMV WSVMW^kiWU. _ ' it Airsiiist 192o Nr. LM Bühne md Kunst. «ui de» Theatern. / Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal , der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, Alt-Wiener Abend. Das Wiener Symphonie-Orchester, Dirigent Martin S p ö r r. Mitwirkend: Annie Gerold und Viktor Heim. VolkZoper. Heute, V-8 Uhr abends, als zweite . Vorstellung der Mailänder Opern st agione > „D e r M a S k e n b a l l". Morgen, »Der Troubadour". ' Carl-Theater. Am 16. d. wird als Eröffnungsvorstellung „DieFledermaus" gegeben. Etrinkungstod eines Malers. Me aus Es feg gemeldet , trniib, ist beim Baden in der Drau der bekannte kroatische < Maler Inchiostri ertrunken. Sir Herbert Samuel und Abel Panns Bibelbilder. Sir Herbert Samuel, der erste High Commissioner von Palästina, erwarb von AbelPann, dessen Ausstellung in der Wiener Secession allgemeines 2lufsehen erregt, dcis berühnite Bild „Schau gegen den Himmel und zähle die Sterne". Dieses j biblische Thema hat den Jerusalemer Meister mehrfach inspiriert und ein Duplikat des Bildes wurde von: Verband der Museen [ der Bereinigten Staaten erworben. Sir Herbert Samuel erwarb i eine SupeAuxusausgabe von Panns - Bibel in Bildern, die die | ersten in Jerusalem angefertigten farbigen Stornzeichnungen! enthalten. _ Radioprograrnrn. Heute Mittwoch. 4 bis 6 Uhr: Na chm ittagskonze r t. Millöcker: Sonntagskind, Walzer. Lincke: Singspiel-Ouvertüre. L. Liszt r Liebestraum. Lüling: Ota-Gygi, Serenade für Violine. MoniuSzko: Halka, Phantasie. Micheli: Lsrsnata supagnola. Mario: Santa Lucia luntana. Suvve: Boccaccio, Phantasie. Strauß (Vater): Das Leben ein Tanz. Conley r Easy Melody, Tanzlied. — V,7 bis 7 Uhr: Vortrag Albrecht Colerus: Wandemnsitten. — 8 Uhr: La aerva padrona (Die Magd als Herrin). Intermezzo in einem Akt von Jacovo Angiolo Nelli. Musik von Giovanni Battista Pergolesi. — 1/i10 Uhr r H eitere Abendmusik (Kapelle Gangelbrger). Gerichtssaal. Das Finanzministerium hebt seine eigene Rekursentschei- . düng auf. Die Eeheleute Adolf und Theresia S t a n z l, welche in Frauendorf eine Müllerei betreiben, vereinbarten im Februar 1923 ihre Wirtschaft an Herrn Traxler iiwt 160 Millionen Kronen zu verkaufen. Bon diesem Vorhaben ^erstattete Notar Dr. Himmelbauer in Rave'lsbach auftragsgemäß die G ebühre nvor anzeige. Der Kaufvertrag wurde aber nicht Abgeschlossen. Die Eheleute Tvaxler klagten beim Kreisgerichte in Krems auf Erfüllung des Vertrages, zogen jedoch ihre Klage zurück. Trotzdem wurde, dom Zentraltaxamt eine Gebühr von mehr als 12 Millionen Kronen zur Bezahlung von diesem geplanten Geschäfte vorgeschrieben. Die Finanzlandesdirektion wies ebenso, wie das Bundesmmisterium für Finanzen den gegen diese Borschveibung eingebrachten Rekurs zurück. Das Ehepaar Traxler überreichte nun eine Beschwerde beim Berwaltungsgerlchtshof ein und wies darauf hin, daß ihnen nach dem G r u n d h e r k e h r s g e s e tz e allein das Recht zustand, vor legalisierter Fertigung des Vertrages von dem Verkaufe zurückzutreten. Vereinbarungsgemäß sei die Schriftlichkeit des ^Vertrages Vorbehalten worden, weshalb eine Gebührenpfticht micht eingetreten sei. Das Bundesministerium für Finanzen, .welches seinerzeit den Rekurs abgewiesen hatte, faßte nun nach .Einsichtnahme in die anhängige Beschwerde an den Verwaltungsgevich-tshaf. ohne daß ein Rekurs Vortag, den Beschluß, in . Abänderung der seiuerze-rtigen Rekursentscheidung demselben Rekurse, den das Ministerium bereits abgewiesen hatte, statt zugeben, und ordnete die Rückvergütung der unberechtigt vorgeschriebenen Gebühr an. i Hausmeister Hlawacz und die ,Mass'" in der Heinzelmann- -gaffe. Es regnet. Vor dem plötzlichen Regenguß flüchten die in 'der Heinzetmanngasse spielenden Kinder unter die Haustore, auch die elfjährige Gisela sucht unter dom Haustore Nr. 22 Zuflucht. Der Hausbesorger Karl Hlawacz, welcher gerade mit seiner Frau die Einfahrt gewaschen hat, ist darüber entrüstet, weil das Kind aus einem fremden Haus Schmutz chineintragen könnte. Er brüllt das Kind an, und als dasselbe meint, es tue ja nichts, hackte er es beim Genick und schleudert es auf die Straße. Die Kleine eilt zu ihrer Mutter, welche nun sehr erregt den Hausbesorger zur Rode stellt, der nun seinerseits auf die Frau losschimpft und ihr droht, sie zu erschlagen, und nicht übel Miene macht, den Kübel Spülwasser über sie auszugießen. Gestern hatte sich;toot dom Bezirksrichter Dr.'J ellinek der Hausbesorger wogen Ehrendeleidigung zu verantworten. Er erklärt: „A so war des net." I bin der Hausmeister und i muß für die Ordnung und die Reinlichkeit rm Haus sorgen. I kann ma das net g'fallen lassen, daß die Fratzen von fremden Häusern den Dreck ins Haus trägen. I häb dem Kind, das im Haus nichts zu /suchen gehabt hat, g'sagt: ,-Schau, daß du weiter kommst", und wie das Kind g'sagt hat: „Das goht Ihna -nichts an, ich kann hier stehen bleiben", habe ich es einfach vom Haustor wetzgeschoben. Zu was wer i denn der Hausmaster, wenn i net soviel Recht hält', in dem Haus Ordnung zu halten. Richter: Soviel Recht haben Sie gewiß nicht, ein kleines Kind beim Genick zu packen und auf die Straße zu werfen. Au gekl.: In der Gassen ist a so a Rass', wie man's in die ärgsten Proletarierbezirk net find't!" Der Mutter will er nicht mit dem Erschlagen gedroht haben, sondern wollte ihr nur den Unratkübe>l -über den Kopf schütten. Weil aber das Wasser zu schmutzig war, habe er es sich überlegt. Zwei Zeuginnen bestätigen, daß der 'Hausbesorger das kleine Mädchen, das beim Haustor ganz ruhig jstand, beim Genick packte und es derart beutelte, daß das Kind laut aufs ihrie. Richter: Mo so ganz havmws war das Wegstellen oes Kindes nicht. Ein Zeuge bestätigt ferner, daß -der Angeklagte zu der Frau gesagt habe: „Wanns nei Weggehen, hol i die Hacken und hau Ihnen auf den Kopf." Darauf habe er auch Miene gemacht, den neben chm ' stehenden Kübel auf die Frau zu gießen. Der Angeklagte evklärte darauf, er müsse seine Zeugen zur Bernehmug bvingon lassen, denn was die „Horde" von der Gassen aussagt, oas sei für iirhn nicht maßgebend. Der Richter legte dem Hausmeister nahe, Abbitte zu leisten, .um so mehr als das Kind an den Folgen der Mißhandlung drei Tage krank war. Herr Hlawacz lehnte das . entschieden ab, da dies für ihn eine Blamage -bedeuten würde, 'und bestand auf Einvernahme seiner Zeugen. Der Richter be- - schloß die Verhandlung zu vertagen, aber dazu einen 'staatsanwaltlichen Funktionär zu laden, da-der Verdacht einer Körperverletzung bestehe. Lolkrwiü. Meseustimumug und Verstimmung. Von Dr. Heinrich Schreiber. Natürlich, wer wird da nicht aufgebracht sein, wenn man ihm unversehens mehr aufrechnet, als er bisher zu leisten hatte. Auch das Börsenvölkchen, das angeblich eine so leichte Hand hat und als leichtlebig verrufen ist, versteht in solchen Dingen k inen Spaß; es weiß $u rechnen. So hat es denn die Börse recht krumm genommen, als sie mit einer Vorschreibung baträchtlich erpichter Arrangementskautionen überrascht und überrumpelt wurde, zumal gleich zu einer Art exekutiver Eintreibung durch buchmäßige und verzinsliche Belastung geschritten wurde. Da gab es helle Aufregung und dröhnenden Lärm, unter dessen schmetternden Eindruck das Clearinginstitut seine mißliebige Maßnahme vilig zurüchog und auf solange verschob, bis auch hier ein „Arrangement" erzielt sein wird, das int Wege eines Kompromisses zu gelingen scheint. Mögen noch sovicle Gründe für die Lockung des ,-Kautionsschutzes" zeugen, möge der einzelne innerlich die Unbilligkeit des Zustandes noch so empfinden, die Pflicht zur Valorisierung und Aufwertung auch in diesen Taxen einsehen, so wie es an den eigenen Sack geht, ballt sich die Hand krampfhaft zur Fanst, unk heftig auf >den Tisch zu schlagen, wenn jemand hingreifen will. Freilich, die Börse ist arm geworden, sie muß knicken und kargen. Einmal schon ist man ihr mit der Goldckbgabe für den Bövsenlbesuch gleich hart an den Leib gerückt, daß sie vor Weh aufschrie und zum Streik als selbstmörderische Abwehr griff. Freilich hat diese Geste damals nichts genützt, es ist bei .der Kontribution geblieben, bis sie kürzlich unter «dem Sntet der krisenhaften Verhältnisse von selbst in ein Stäubchen zerfiel. Indessen solche Intermezzi sind geeignet, die Börse außer Rand und Band zu bringen. Ohnehin ist die Stimmung ungemein gespamtt und nervös, die Verdrossenheit infolge der Lauheit und Flauheit des Geschäftsganges kaum mehr zu übertreffen. Wie erst, wenn solche ärgerliche Zwischenfällenoch dazu treten! Nicht nur, daß es dem Marli an Anreiz fehlt, wird das bißchen Leben, das sich regt, durch derartige Dämpfer verlöscht. Die fallwcisen Alffpulverungen, wie Goldbilanzen, Zinsfußermäßigung und dergleichen, verrauchen rasch in ihrer Mrkung und hinterlassen das dumpfe Gefühl, daß die Dosis doch zu schwach ist, um den zerrütteten Organismus hochzubrin-gen. Die Ausschau nach der Besserung ist tief bestvöllt; das Barometer geigt unablässig auf schlechtes Börsenwetter, das in der brütenden Sommerhitze jeden Anlauf erstickt. Was frommt da die immer wieder einsetzende Stimmungsmache, die Sucht, das leiseste Symptom einer Auffrischung abzufangen, damit es nicht ungenützt entwischt! Die kleinen Mtttelchen taugen nicht und verfangen nicht; da braucht es schon eines gehörigen Anstoßes, um die Lethargie zu brechen und zu verscheuchen und die Börsenbewegung in das richtige Fahrwasser zu lenken. Woher ihn aber nehmen, woher die «Kraft ausbringen, um eine lebhafte Brise anzufachen, um die Hoffnungen zu schwellen, «daß es ja doch wieider besser werden wird! «Soll just die Börse in Enttäuschungen versinken und versumpfen, trotz Sanierung, trotz Stabilisierung, «trotz Anstellung, kurz trotz aller Infektionen, die wie ein Kokainrausch glutvolle Bilder vorgaukeln, aber schließlich in einem öden Kopf und zermürbendem Katzenjammer ausklingen. Trübsal blasen ist die ewige Melodie, die die Stimmung und Verstimmung der Börs-e begleitet, und der ,-Kontrapunkt", aus dem das Ach und Wch zu kurieren wäre, ist noch immer nicht vertont. Dividendenlose Papiere. Die Internationale Transportigesellschast A.-G., die Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen, die Josef Borgt u. Co. „Zum schwarzen Hund" Aktiengesellschaft, die Wm. S z alay u. Sohn, Eisengroßhandlung A.-G., und die I. Odelga, Aerztlich-techmsche Industrie A.--G. zahlen für das Jahr 1924 keine Dividende. Abonnements auf die (Organ det XIV. Zionistankongrwet) nimmt in Wien jede Trafik entgegen Bezugspreis Schilling * A bonnenten der 9Wr. Morgen- § # zeilung1 zahlen die ermäßigte£ £ Gebühr von 3 Schilling 9 weityafrsoerriyt des Postsparkassenamtes im Juli 1826. Nach dem Geschäftsbericht des Postsparkassenamtes für Juli 1925 haben im Sparverkchr um 1,309.297 Schilling mehr Einlagen als Rüchzahlilttgen stattgofnnden. Im ScheÄierkehr hat sich das Einlagensaldo um 7,963.067 Schilling vermindert. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich im Sparverkchr um 2307, im Scheckverkehr um 312 vermehrt. Der Umsatz erreicht die Summe von 1423 Millionen Schilling. Der Gesamtsaldo beziffert sich im Sparverkchr mit 21,976.842 Schilling, im Scheckverkehr mit 166,978.390 Schilling. Die Gesamtzahl der Teilnehmer beträgt im Sparverkchr 2,455.766 und im Scheckverkehr 177.434. Insolvenzen. Die mechanische Rvhwarenweberei Ernst Kelsen n. Co., Ges. m. b. H, 7. Bez., Ziagkergasse 6, «e seit denr Jahre 1907 besteht und 160 Mechanische WebstSftle besitzt, ist in Zahlun-gssDvierigkeitcn geraten urrd dürfte um das A -u s g «l e i ch s v e r f a h r e n ansuchen. Die Passiven werden auf mehr als 100.000 Dollar, das sind 7 Milliarden Kronen, beziffert. Betro>sfe-n sind meist österreichische Spinnereien. Man glaubt, daß «ine 60prozentige Quote angeboten werden wird. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Johann Reiter, 6. Bez., Gießaufgasse 4. — Ueber Ing. Siegfried Wessely, 6. Bez., Mittelgasse 23. Das Darlehenskassenlvesen in Palastin». Während der letzten Jahre sind in Palastina 14 Spar- und Darlchonskassen gegriindet wordclt, die 7000 Mitcsiicder zählen. Das Grundkapital einschließlich der Depositen beträgt gegen 100.000 ägypt. Pfund. Wiedereinführung her Einfuhrzölle für Getreide- und Mahlprodukte in Italien. Mit Wivffamkett ab 34. Juki hat die italienische Regierung für die einzelnen Produkte nachstehende Zollsätze festgesetzt (pro 100 Kilogramm in GoMire): Weizen 7.60, Mais 1.16, Roggen 4.60, Weizenmchl 11.60, Roggenmch-l 6.50, Hafermehl 6.—, Maismehl gelb 3.15. Grieß 15.50, Teigwaren.aus Weizenmehl 16.—, Brot- und Schiffszwichack 16.—, Hafer 4.— und Kleie 2.—. Wiener Viehmärkte. Borstenvieh. Der gestrige Auftrieb belief sich auf 10.391 Stück, danmter 6460 Fleisch- und 4931 Fettschweine. Bet wesentlich verminderter Zuftrhr eröffnete der Markt bei steigenden Preisen in lebhafter Tendenz. Gegen Marktschluß hat die Kauflust namentlich fitr Fettschweiue merklich nachgelassen. Es notierten r Fettschweino vrima 2.60 Vis 2.65 S.. extrem 2.70 S.. mittelschwerv 2.55 bis' 2.6b S., Bauernschweine 2.40 bis 2.70 S., alte Schweine 2.40 bis 2.50 S. und Fleischschweine 2.20 bis 3.— (3.10) S. pro Kilogramm Lebendgewicht. — Pferde. Zum gestrigen Markt wurden 528 Schlächter- und 139 Gebrauchspferde gebracht. Bei lebhaftem Verkehr notierten: Zugpferde, leichte 400 bis 1300 S.. schwere 600 bis 1600 S.. Kutschpferde 400 bis 1200 S., Pferde für Schlächterzwecke (Vankpserde) 0.70 bis 0.90 S. (0.95 bis 1.10 S.) und Wurstpferde 0.50 bis 0.65 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer neu 40.50 bis 41.60, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 44.50 bis 45.—, Ungarischer Theiß, neu , 42.- bis 42.50, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —.— bis —. —. Roggen: Inländischer neu 32.60 bis 33.—, Pester Boden neu 33.— bis 33.50. Gerste:; Inländische 38.— bis 46.—/böhmische mährische —bis —M a i S: Ungarischer —bis . C i n q u a n t i n 43.— bis 44. -* Hafer: Inländischer 33.— bis 34.—. R e i Sr Italienischer 82.— biS 84.—, Burma 64.— bis 64.60. Ma h l v t o d u k t e: Grieß inländischer 85.— bis 87.—, Weizenmehl 0 inländisches 81.- bis 84.-, Kochmchl 2 inländisches 76.- M 78.-, Brotmehl inländisches prima 65.— bis. 67.—. — Tendenz» Bei geringer Nachftage nach gebend. Wiener Warenbörse. Es notierten am 11. August: Kolonialwaren: Kaffee: New-Iorker. 18.72.Dollar, Santos Prime 630.—. Tee: Pecco Java, Orange 1050.—, Gewürze: Paprika, edelsüß 650.—, Pfeffer Singapore schivarz 560.—, Kümmel, neu, holl. 160.—. R e i 8 r Burma 64.50, Italienischer 84.—. Zucker: Raffinade-Kristall 232.50 tschech. K.. Würfel (in Kisten) 247.60 tschech. K. Lequar 1924 110.—, Pflaumen, bosni, in Kisten, 95/100 140.—, Kranzfeigen, Calamata —, Barimandeln, superior —. C h e m l k alien: Aetzkali, 88/92 79.— Schweizer Franken, Aetznatron, 128/130, Solvay 64.50, Alaun, in Stücken 34.—, Ameisensäure, 85% 145.-, Borax, krist. 100.-, Chlorkalk. 110/115 31.—, Chromnatron 130.—, Eisenvitriol 14.60, Essigsäure, 80%, für Genußzwecke 230.—. Die Preise verstehen sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen pro 100 Kilogramm. Wiener Börse. Lustlos. Nach dem ruhigen Beginne de8 Vortages eröffnete der gestrige Verkehr in ausgesprochen lustloser Haltung. Maßgebend für diese Stimmung waren die flauen Berichte aus den Nachbarbörsen. Besonders drückend wirkten die Abgaben aus Prag, welche voll dort aus infolge der schweren Geldbeschaffung in größerem Maße getätigt wurden. Unter diesen Umständen litten besonders die tschechoslowakischen Arbitragewerte, welche durchwegs rückgängig waren. Einiges Interesse bestand nur für Staatsbahnaktton, Lonrbarden- und Hofherr-Aktien. SvekulationS- und Deckungskäufe der Kontermino brachten diesen Effekten kleine Kursbefferungen. Fest waren auch die ElettrizitätSwerte, doch hielten sich all diese Aufträge in sehr engen Grenzen, wobei schließlich in der Kulisse unter andrem Koburg um 10.000 K., Felten um 3600 K. und Siemens um 1400 K. sich erhöhten. Dagegen ermäßigten sich Ungarische Kreditbank um 3100 K., Unionbank und Zivnostenska um je 2000 K., Salgo um 10.000 K.. Poldihütte um 7000 K., Waagner um 6000 K., Trifailer nm- 4100 K.,. Brünner Maschinen um 4000 K. und Karpathen - Petroleum um 900 K. Jnr Schranken kamen lediglich in Zuckeraktien größere Umsätze vor. Die Tendenz im fließenden Handel war eine schwankende. Schließlich gewmnen unter anderem Gösser Brau lmd Holzverkohlung je 20.000 K., Karborundmn 23.000 K., Lenzinger 10.000 K., Oesterreichlsche Nattonalbank 5000 K., Cosmanos 30.000 K. und österreich. Eisenbahnverkehr, 7000 K. Dagegen drückten sich Meinl «m 15.000 K., Scheidemarldel um 50.000 K., Dampfschiff Um 10.000 K., Solo um 24.000 K. und Galicia um 3000 K. Auf dem Anlagemarkt warerr die Renten freundlich. Polnische Eisenbahnvrioritäten waren wegen der im Zuge befindlichen Konvertierung gesucht Von den E x o t e n notierten r Mrazniea 34.000 K. und Tepege 13.600 bis 15.000 K. 0evl««n Ao»ter dam.. a.X“::::::::: Brüssel •••••*... Budapest.. . . Bukarest. London. . Mailand ........ .. Paris ........ Prag , Bettilen« und Salutenlurfe dom 11. August 1923. OeId Ware 286.28 Sofia ......... Geld 5.11 Ware 5.16 Französische Noten . . Geld S. 33.25 Were 83.55 12.0860 12.7260 Stockholm ...... 180.60 191.10 Holländische Noten .. 283.80 286.80 168.75 168.85 Warschau ...... 127.50 128.— Italienische Noten ... 25.76 26.925 81.89 32.11 Zürich.. . . 137.70 138.20 Jugoslawische Noten . . Polnische Noten .... Rumänische Noten . . . Russische Noten (Roman.) 12.70 12.76 88.82 3.88 84.4650 100.02 8.70 84.5650 Valuten Amerikanische Noten 707.— 711.— 126.50 3.65 128.50 8.09 26.71 25.83 belgische Noten . . Schweizer. Noten . . . 708.17 711.87 ßulgar. Not. . . , , . Deutsche Noten . . . Tschecho-slow. Noten , 20.0950 21.1150 38.21 88.87 188.31 189.31 Türkische Pfund-Noten . 21.0160 21.0900 Englische Noten . . 84.40 3466 Ungarische Noten .. . 99.70 100.20

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