Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2320 (6.8.1925)
- Date
- 1925-08-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981405--23553-3011083- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Gerte 6 Wien, Donnerstag Bühne md Kunst. Mater in der Iosefftadt. Dom Einakterabend des Sommerspiel-planes wurde CourtelineS „Am Post sch alter" hinzu gefügt. Zur Frcnde des Publikums, dem diese Satire auf die Dummheit und Borniertheit des Amtsschimmels sehr behagt. Max Gülstorff ist wieder außerordentlich und Lov ric als Postbeamter gibt ihm trefflich das StichNwrt. Bor dem Postschalter geht es lustig zu, wofür namentlich die Herren Frieden, K a m m aus und B o e lf<t sorgen. Nachher gingen Gogols „Die Spieler" und Tscheschows „Ein Heiratsantrag" in der bekannten Besetzung in Szene. — Wenn einer die temperamentvolle und schöne Frau Servaes davon überzeugen könnte, daß Humor nicht ihre starke Seite ist, würde er sich um die Künstlerin und das Publikum verdient machen. ««§ den Aeater«. Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, Lachabend: Maximow-Truvpe, Rudi Merstallinger, Else S a ld e r n, Max B r o d, Gretl R u ß, Mizzi Z w e r e n z, Paul O h l m ü h l, Richard Waldemar, Gertrud Lasch, Reinhold S i e g e r t. DolkSoper. Der Vorverkauf für die Vorstellungen der Mailänder Opern st agione hat bereits begonnen. Dienstag den 11. d. geht als erstes Werk P u c c i n i s „Madame Butterfly" unter Leitung von Maestro Egisto Tango in Szene. Johann-Strauß-Theater. Als erste Vorstellung im Zyklus erfolgreicher älterer Operetten wird „D e r Frauenfresser", Operette in drei Akten von Leo S t e i n Md Karl Lindau, Musik von Edmund E y s l e r, vorbereitet. Roland-Bühne. Heute beginnt Dr. Paul B a r atoff (Ben-Zwi) anläßlich des Zionistenkongresses sein Gastspiel in deutscher Sprache in „Gott der Rache" von Schalom Asch. Die Besetzung der Hauptrollen ist folgende: Schepschowitsch — Dr. Paul Baratoff (Ben-Zwi); Sara — Maja Gering; Riwkele — Dolly Markowa; Htndl — Gisa Wurm; Manila Alice Lach; RoSl — Erika Dambacher; Baßja — Karla Gerl; Schloime — Anrel Nowotny als Gast von den Reinhardt-Bühnen;Reb Elje — Max Wittmann;Reb Aaron — Michael Preiß; Ein unbekannter Jude — Benzion Stgall; Eine einäugige Jüdin — Lilly Fröhlich. Regie Renata M o r d o. Beginn präzise 3 Uhr abends. Ausstellung Abel Pann. Die Sezession gewährt Ceilnchmern -des Zionistenkongresses gegen Vorweisung der mit der offiziellen Kongreß-marke versehenen Legitimation 10 Prozent Ermäßigung vom Eintrittspreis und überdies 1b Prozent Rabatt bei den Käufen von Mappen und Steinzeichnungen. Die Aufführung des Auerbachschen „Mose". Für die FestauMhrung ,M o s e", eine Bolkstragödie von Israel Auerbach, wurden bisher folgende Künstler gewonnen: die Damen Reingruber, Jda Ehre und die Herren Askonas, F e 1 d h a m m e r, Fore st, Hans Raabe, Dr. Soltau und Direktor W e i s s e. . Volkswirt. Ungarns verfehlte GurkenpoliM. Der Abbruch der österreichisch-ungarischen Handelsvertrags- Verhandlungen. Bekanntlich sind in der Vorwoche die Verhandlungen 'wogen des Abschlusses eines Handelsprovisoriums zwischen Oesterreich und Ungarn ergebnislos abgebrochen worden. Die Anregung zu diesem Provisorium war von ungarischer Seite gegeben worden, da Ungrn infolge der günstigen Ernte schon vor Abschluß eines regulären Handelsvertrages seinen AgrarprodMen die Einfuhr nach Oesterreich sichern wollte. Es handelt sich namentlich um ungarische Gurken, Melonen, Tomaten, Weintrauben und ähnliche leicht verderbliche Artikel, die nur in Oesterreich abgesetzt werden können, wenn sie nicht in Ungarn zu Schleuderpreisen verkauft oder einfach verfaulen sollen. Ungarn hätte natürlich ein großes Interesse daran, diesen Produkten den Absatz in Oesterreich zu sichern, weil es damit seinen Agrariern einen großen Gefallen erwiesen hätte. Oesterreich -war zum Abschluß eines solchen Provisoriums im Prinzipe bereit, doch erklärte cs, daß Ungarn als Kompensation dafür auch für die Einfuhr österreichischer JndustrieProdukte größere Zollermäßigungen gewähren müsse. Während aber Ungarn feine Gurken gerne den Oesterreichern gegeben hätte, war es zu solchen Zugeständnissen nicht zu haben. Es sei betont, daß eines der größten Hindernisse des österreichischen Exportes nach Ungarn die höhen Zölle sind, welche gegenüber den Vovkriegszöllen über hundert Prozent erhöht -wurden, und daß Oesterreich zweifellos ein gutes Recht hätte, auch feinen Industrieprodükten die Abnahme in Ungarn zu sichern. Vielleicht wäre es auch zu einer Vereinbarung gekommen, wenn nicht in diesem Agrarstaat Ungarn die ungarische Industrie und die ihr zur Seite stehende Finanz einen so großen Einfluß hätte und einfach bei der ungarischen Regierung gegen solche Zollbegünstigungen für Oesterreich energisch opponierte. Da die ungarischen Unterhändler sich infolgedessen vollkommen ablehnend verhielten und nur Begünstigungen auf Gebieten zugestehen wollen, an denen die österreichische Wirtschaft kein Interesse hat, ist es selbstverständlich, daß die Unterhandlungen kein Resultat ergaben. Als dies in Ungarn bekannt war, erhob sich in der dortigen Presse ein Sturm der Entrüstung. Täglich werden in allen ungarischen Blättern spaltenlange Abhandlungen gebracht, welche in erregtem Tone die Haltung Oesterreichs besprechen. Alle möglichen Mottve werden den Oesterreichern für dich UMnung unöjMMn. Mn W ___Wiener Morqenzeitung. den Eindruck, als ob die ungarischen Blätter vergessen hätten, daß die Zeiten des seligen Dualismus schon längst vorbei sind, wo Ungarns Politiker durch möglichst großen Krakeel der österreichischen Wirtschaft alle möglichen Konzessionen erpressen konnten. Heute ist Oesterreich ein eigenes wirtschaftliches Gebilde; es muß infolgedessen auch seine eigene Wirtschaftspolitik gehen. Schließlich sind die Gurken Jugoslawiens ebenso gut und wohlfeil wie die Ungarns. Und Weintrauben sind aus Südtirol gerade so leicht zu erhalten, wie aus Ungarn. -Wenn Ungarn feine noch zu Zeiten des seligen Dualismus aujfgepäppelte unproduktiv arbeitende Industrie trotz seines agraren Charakters unbedingt in jeder Hinsicht schützen, und Oesterreichs .Handel und Industrie die Einfuhr erschweren will, dann muß es sich auch gleichzeitig damit abfinden, daß es seine Gurken und Tomaten -selbst essen muß. Dies ist eine Tatsache, die von sämtlichen österreichischen Faktoren anerkannt und gebilligt wird. Es scheint aber, daß die Magyaren in gewissen österreichischen Provinzblättern, die vielleicht die Wichtigkeit der österreichischen Wirtschaftspolitik nicht verstehen, warme Parteigänger gefnn-den haben. So wahren z. B. die Klagenfurter ,-Freien Stimmen" fast vollkommen den Standpunkt Ungarns. Sie erklären, daß „die diktatorische und distanzierte Mrtschastsverhandluug'smethode Oesterreichs ihre Erklärungen darin findet, daß Oesterreich Hoffnungen hegt, nach einem günstigen Ausfall der Wirtschaftsexpertise Ungarn durch Einwirkung des Völkerbundes zu besserem Entgegenkommen auf industriellem Gebiete zu veranlassen, ohne dabei agrarische Zugeständnisse za machen". Es zeugt von der völligen Unkenntnis der tatsächlichen Wirtschafts-situation Oesterreichs, wenn in einem österreichischen Blatte eine solche Behauptung aufgestellt, beziehungsweise äbgedruckt wird. Es ist lächerlich, der österreichische Wirtschaftspolitik imputieren zu wollen, daß sie deswegen ungarische Gurken nicht -hereinlassen wolle, weil der Völkerbund die einzelnen Nachbarstaaten Oesterreichs zu einer Milderung ihrer Zollpolitik zu veranlassen beabsichtigt. Im Gegenteil, der Völkerbund hätte es -wahrscheinlich viel lieber gesehen, wenn das agrarische -Ungarn seinen intransigenten, haltlosen und unberechtigten Jndustrieschutzstandpunkt aufgegeben und endlich der österreichischen Einfuhr diejenige Rolle einge räumt hätte, die ihr in Wirklichkeit zukom-mt. Ungarn sieht selbst ein, -daß sein Standpunkt nicht haltbar ist. Die Bauern Ungarns können unmöglich einer Politik ihrer Regierung zustimmen, die deswegen, -weil sie für i-hre rein politischen Zwecke von der Industrie und Finanz Geld erhält, die Forderungen der ungarischen Agrarier vollkommen beiseite liegen läßt, und die unproduktive Industrie schützt.. Die ungarische Regierung weiß dies ganz genau. Sie fürchtet den »Haß, der daraus gegen sie in Ungarn entstehen könnte, denn schließlich -werden durch diese verfehlte Jndustrieschutzpölitik die Produktionskosten der ungarischen Agrarier um 50 Prozent erhöht und ihre Kaufkraft erheblich vermindert. Sie sucht nun alle möglichen fadenscheinigen Motive den österreichischen Wirtschastspolitikern zu unterschieben, um ihre .Handlungsweise vor ihren Agrariern zu entschuldigen. Vorläufig scheinen Ungarns Politiker aber -damit bei Ungarns Bauern nicht viel Glück zu haben. Die ungarischen Agrarier verdammen die ungarische Politik als eine „unfruchtbare S eide nst rum pfpoll i tif', mit der unbedingt aufgeräumt werden müsse. Sie wissen genau, um was es sich handelt. Nur die Klagenfurter ,-Freien Stimmen" scheinen von diesem Zusammenhänge keine Ahnung -haben. Verschlechterung der ungarischen Handelsbilanz durch den Abbruch der Verhandlungen. Budapest, 5. August. (Tel.-Komp.) Die Regierung i-st bestrebt, nach dem Abbruch der Verhandlungen mit Oesterreich über lda's Provisorium die Verwertung der Obst- und Gemüseernte im Lande selbst zu erleichtern. Bölkswohlsahrtsrmnister Vaß will zu desom Zwecke die Konsumkraft der inländischen Bevölkerung, steigern und die Eis-en- -bahntar-ise, Verzehrungssteuern und Abgaben herabsetzen. Im Handelsministerium sind Beratungen in dieser Richtung im Gauge. In agrarischen Kreisen schätzt man die Verbesserung -der ungarischen Handelsbilanz durch die Ausfuhr -der ungarischen Obst- und Gem-üseernte nach Oesterreich, falls das Provisorium zustande gekommen wäre, auf 12 Millionen Goldkrone n. Kongreßwähler! Wer den ruhigen Fortgang des Aufbaues und die Wahrung der errungenen Erfolge in Erez Israel durch die Weizntann»Polltlk zu schätzen versteht, wer Dank und Vertrauen für Welzmann votiert, den wir nicht verlieren dürfen der wählt die Welzmann-Gruppe „Pro Jewlsh Agency11 I Liste 2, Listenführer I S Dr. Isidor Schalit ■ 6. August 1025 Nr. 2320 Dividendenlose Papiere. Die Schoeller-B-leck» mann Stahlwerke A.-G., die Mraznica Petroleum- Industrie A.-G., die Oesterreichi-jche Alpine Montangesellschaft und die Es-ses- Chemische Industrie- und Haude-ls-- aktiengvsellschaft zahlen für das Jahr 1924 keine Dividende. Insolvenzen, lieber die Lignu m, HoIzHandels- G. m. b. H., die im Ausgleichsverfahren gestanden ist und die Ausgleichsquoten nicht euchEen konnte, wich demnächst der Konkurs eröffnet werden. — Der Konkurs wurde eröffnet über Jos eis E n l b a u e r u. C o., 6. Bez., Gumpendorferftraße 109, beziehungsweise Kirchbach a. d. Piolach. — Das Ausgleichsve -rfahren wurde eröffnet über A n st r i a - K a k e s f a b r i f, Gesellschaft m. b. H., in Liquidation, 9. Bez., Latschkagasse 1. Airbot 35 Prozent in zehn Teilbeträgen innerhalb eines Jahres. Passiva 53.956 Schilling, Aktiva 21.480 Schilling. — lieber E. P o-low e r, 2. Bez., Scholzgasse 13. — Ueber Anna Seiler, 13. Bez., Reichilgasse Nr. 35. — In -der Provinz über Richard R e i s m e r, Tabaktrafik in Stocke ran, und Ludwig Preis, Altmetalle in Wiener-. Neustadt. — Ueber Felix Wichterle, FuhÄverksunternehmer, 21. Bez., Mühlschüttelgasse 15. — Ueber Isaak Beer-Ehrlich und CM Ehrlich, Kauflente, 5. Bez., Storikgasse 7. —- lieber Ludwig Karpf, HerreMei-derikonfektion, 21. Bez., Am Spitz 12. — Ueber Helene Fuchs in L-andfee, Burgenland. Die Darlehenskasse Halwaah W'Chissachon. Die Darlehenskasse Hakwaah w'Chissachon gewährte im Laiffe des Monats S-iwan (Mai-Juni) Darlehen in der Höhe von 6200 ägypt. Pfund gegenüber 5300 ögypt. Pfund im Monat Jjar (April-Mai). Die Einlagen -erreichten bis zum 1. Tamus dm Betrag von 42.000 äghipt. Pfund. Ursprungszeugnisse für nach Polen bestimmte tschechoslowakische Waren. Das polnische Konsulat in Prag hat in den letzten Tagen die Legalisierung von Ursprungszeugnisten über in Wiener Transitlagern befindliche tschechostowakffche Waren, welche znm Export nach Polen bestimmt sind, mit der Begründung abgelehnt, daß nach den jetzigen Vorschriften die Fakturen für die in der tschechchlowakischen Republik erzeugten Waren in der Tschechoslowakei ausgestellt und mit der Klausel versehen werden müssen, aus welcher Fabrik die Ware nach Polen expediert wird. Die in anderen Staate«: olusgestellten Fakturen über tschechoslowakische Waren nehmen die polnischen Grenzämter nicht an. Weitere Steigerung des Zloty. Auch gestern Kar der Zloty in Zürich gesucht und besserte sich vor: 95.60 aus 96.60. Der Zloty hat somit den Kurs vom Ä. Juli wieder erreicht. Auch die nordischen Devisen waren fester. Sv erhöhte sich die Devise Oslo von 94.— aus 96.60 und die Devise Kopenhagen von 116.76 aus 118.50. Bei gerinn geren Umsätzen waren >die Balkandevisen fest, während' Paris und Briissel leicht abbröckelten. ,• Die Spareinlagenbcweguna im Dorotheum. Im Monat Juli 1926 wurden 5,521.468.23 Schillirrg eingelegt und' 3,819.256.62 Schilling rückgezahlt. Mit Ende Juli 1926 betrug bei einer Einlegerzahl von 41.552 der Gesa-mteinlagensta-nd 50,276.870.14 Schilling. :; Wiener Produktenbörse. Die Preise uotierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer neu 40.— bis 41.—, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 44.— bis 44.50, Ungarischer neu Theiß Kilogramm 43.— bis 42.60, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —Jugoslawischer 77/76 Kilogramm bis —. Roggen: Inländischer neu 32.25 bis 32.75, Pester Boden neu 33.— bis 33.50. Gerste: Inländische 34.— bis 41.—, böhmische mährische —.— bis —Mais: Ungarischer —.— bis . Cinguantin 43.— biS 44.— Hafer: Inländischer 38.— bis 39.—. ReiS: Italienischer 81.— bis 83.—, Burma 62.— bis 63.50. Mahlprodukt er Grieß inländischer 85.— bis 87.—, Weizenmehl 0 inländisches 81.- bis 84.-, Kochmehl 2 inländisches 76.— bis 78.—, Brotmehl inländisches prima 65.— bis 67.—. — Drnderq, Infolge schlechter Wittmmg ist die Tendenz fester. Wiener Holzmarkt. 6. August. Nadelholz- Rundholz. Fichten ndTanne. Langholz von 26 bis 35 Zentimeter 25 S., Blochholz 4 bis 6 Meter von 20 Zentimeter aufwärts 23 S. Nadelholz --Schnittmaterial. Gerüstpfosten 50 Millimeter von 16 Zentimeter aufwärts 59 S., Kistenware 13 Millimeter 8 bis 17 Zentimeter 3 bis 6 Meter 58 S., Kistenware 20 Millimeter 10 bis 17 Zenit« meter 3 bis 6 Meter 55 S. Wiener Börse. Abgeschwächt. Die Güschästsftille des Vortages übertrug sich auch a-tst den gestrigen Verkehr, so daß die Börse in flauer Habtung eräffnete. Von Ausschlag für die Fortdauer dieser^ fchävächere-i: TendeW waren die Wvachen Berichte au-s Berlin -mw -aus Budapest. Dazu -ka-n:en noch rmff-angreiche Abgaben aus dem A-nslande. welche besonders die Kurse der Kredit- und Staatsba'hrmktien drückten. Die größeren Verkäufe von ungarischen Werten driickten auch diese Arbitrageefföktm. Diche Stimmung ivur-de durch Leerabgabe der Kontermine noch weiter gedrückt. Einiges Interesse bestand nur für tschechofloüvakifche A-rbitragewerte. In: Verlause des Verkehres nahm dann die Geischäiftslofigkeit noch an Umfang zu, wobei der Verkehr lange Zeit hiill)urch fast vollständig stagnierte. Die Börse schloß in abgeschwächter Ha-ltinng, wöbe, die meisten K u l i s s e n w e r t t zu den tiefsten Tageskursen notierten. Es verloren -u. a. Oesterr. Kredit 2300 K., Staatsbahn 8400 K., Alpine 5100 K., Ung. Hosherr 3900 K., Salgo Kohlen 18.000 K., Koburg 3000 Kronen -und Karpathen Pettolenn: 2000 K. Dagegen gewann-m Poldihütte 4000 K., Trifa-iler 6000 K. nnp Südbahnprioritäten 900 K. Im Schranken waren die Unffätze 'belanglos. Hier ermäßigten sich u. a. Holzverkohlung u-m 46.000 K., Iungbnnzlaner um 10.000 K., Ga-licia um 16.000 K. und Cosman-o-s um 12.000 K. Dagegen erhöhten sich u. a. Prager Eisen um 60.000 K., Rotha-u-Neudeck um 36.000 K., Portois u> Fix -um 23.000 K. und Gechardus um 10.000 K. Anis dom Anlagemarkte zeigte sich Nachfrage nach tschechischen Priori- Leviseuand Balatealarfe vom 8. Auguft 19LS. Vui Oeld War« Devisen Oeld . . .8. 286.18 Var» 286.18 5oRa « t i i s * S* Stockholm ....... Oeld 6.1160 Ware 6.1660 Französische Noten; . Oeld 8. — Ware Belgrad. Berlin ...... 12.7060 180.70 181.30 Holländische Noten . . 283.40 286.40 188.88 Warschau .. . 182.60 183.—h 138.26 Italienische Noten . . 26.86 26.16 Brüssel 32.18 Zürich. 187.76 Jugoslawische Noten . . Polnische Noten .... Rumänische Noten ... Russische Noten (Roman.) 12.78 12*78 Budapest . Bukarest . « , . , . . . 84.48 100.06 888.— 84.68 Valuten Amerikanische Noten . 706.— 708.— 181.76 182.76 iseleö Mailand ..... 26.86 Belgische Noten , . , . Schweizer. N«ten . . . 137.80 New-York..... 711.86 Bulgar. Not. TschechO'Slow, Noten . 20.8860 21.1160 Paris. 33.68 Deutsche Noten .... 188.26 188.26 Türkische Pfund-Noten . P*jg *.« M i,i . ... 21.0180 2i.0C£0J englische Noten Ungarische Noten . . . 88.70 10Q.20 i