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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-06 · Heft 2320 (6.8.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2320 (6.8.1925)
Date
1925-08-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 3320 Men, Donnerstag * Da- Wetter. Gestern fiel in Wien kein Regen. Es war auch etwas wärmer. Die Voraussage meldet: Veränderlich, zeMveise Regen, kühl. * Die Hebung des Fremdenverkehres. Nach einer der Korr. Herzog aus M o n d s e e zugehenden Meldung weilt der deutsche E x kr onPri n z seit acht Tagen dort als Gast des Grafen Almeida und nimmt an Hirschenjaaden teil. Morgen wird der bayrische Exkronprinz R u pprecht m Mondsee erwartet. * Das Ferienheim „Villa Mora" in Böslau. Wir haben vor kurzem über das Böslauer Ferienheim des Vereines Nach lath IMurum berichtet. Hierzu sendet uns Herr Josef Band e r in Graz, der Obmann des dortigen Äranteiuintcrstützungs- Vereins Briur Eholim die folgenden ergämenden Beinerkungen: Lm dem Ferlenheim BöSlau des HuMamtälSverLins Nachtath Ieichurum., Wien-West, finden auch die Ferienkolonien des Perems Brkur Eholiin. Graz, gegen Entgelt der Verpslegskostett gastliche Aufnahme. Gegenwärtig befindet sich dort die zweite Kolonie dieses Vereins, bestehend aus 16 Mädchen. Die erste ist schon MMckgekommcu und die dritte gcht am 13. d. ab. Abzeichen davon, da st unsere Kinder dort einer feindlichen IJwtöclt sUMen sind, laßt sich im Rahmen eines ZcitungsherichteS kaum schiloerit, wie wohltuend dieses Ferienheim auf die Gesundheit und aus den Geist unserer Kinder wirkt. Besonderer Dank gebührt dem Wirken der verdienstvollen Herren des Vorstänocs. ... * De* „Bist im Schafbergbad". Der mWeriöse Tod'der 1«lghrigen Rudokfine V o-ndxa, der -mit dein ihr int Sonnetrbatv auf dem Schafberg von ein egt jungen Mail» sin Scherze versetzten Bist tjt /den Schenkel in Zusammenhang gebracht wurde, hat durch die Obduktion feine AuWäruug gefunden. Die Voydra Mt nach dam Befund an s ip i n a l e r K i n d e r l ä hm u n g, einer InfoktionskraiMieit, der das Mädchen erlag. * Die SÄhstfnörder. Dienstag wurde bei der Iedlesecr Ucherfnhr ln Mörrdsdops ein etsva Mjahriger Mq'nn tot auf- , •** r’“vv ^^*»*«1»», tviMUiiu«myu|n, ÄO, IM il vergiftet. Gr hat derr Gas schlauch des GaStochets in .den Mmid gknoürmen und sich dann schlafen gelegt. * Dip Mjsrachi-Jugenbvexbändx jn Pkesthurg. Am 2. d. fand lg Vveßburff bei zäylreichcr Beteiligung die konstj'tnierende Landesversammlung des Chalnzitub Zeire-Misrachi für die Tschechoslowakei statt. Vorsitzender Isaak Weiüreb begri'lßte die Versammlung im Aufttage der eillberusendesl Ortsgruppen. Er skizzierte in kurzeit Umrissen die dringende Nottvenmgkeit dieser. Konstituierung wie auch die wichtiMen Anf,gabe,l <des Lcr-bandes. Im Namen der bereits bestehenden Ehaluzgruppeis sprachen SantNel Weingarten für RussinÄko, Samuel U/U Ufr HM, V u ü IHM ’Vl'U Ul UIVjLT Velke-Surany, N. A. Müller für die Chaluzim in Bratislava. Begrüßungen laugten ein von der ZefreMjsrächi Bardiyv gnd vom Hispachi-Iuigerchbllltd Wien. Hierailf folgten die Referate. Samuel Weingarten sprach über dis Methode der Zusammenfassung aller religiösen Chaluzim und Zeirim. Ueber Hachschaea und ÄlMH referierte Prof. Grü nwald. Dgs Budget wurde von Herrn Eo. UI l nt a n n vor gelegt. Die Administration wird' durch eine esuheitliche Parteistefter gedeckt. Für Hüchscharah und Wisah ist der SammLlfonds „Keren'Hechalttz Hamjsrachi" vorgeschen. Das provisorische Acheitsstatgt wird durch Herrn Isaak Schön berge r vorgglegt. Es folgte eine ernste und sachliche Debatte über die Richtlinien des Verbandes und der M fassenden Resolutionen. Unter den Resolutionen sind hervorzuhelben: Die Forderung lzach Anevkeftnung ' Ufld voller ' Gleichstellung der Lhaluä- und Zeire-Hamisracht mit dein allgemeinen Hcchasnz seitens des 14. Kongresses. Die Konferenz wünscht ferner eine reibungslose ZusaUMettariöÄs mit dem allgemeinen Hechaluz. Herrn Dr. Wargulie^ in Leitmeritz wurde seitens der Konferenz der Dayk auKgpsvrhchen Mr seine aufopfernde Tätigkeit im Interesse de? -in der Mtigen LandfvittMftlichen Schule arbeitenden Misrachi-Walnzi!m; U-m die Mitternacht sstunde wurde zur Wahl geschritteu, ' bei welcher ein Atgliedriger LandesauWuß gewMt wurde.' 6Üt «nffff Dgi (Pii Nationylsonds. An hie Oestypp^ichsr Ihr kennt alle die Bedeutung des Keren Kasemeth (Jüdischer Nationalfonds) für die Bestedlnng von Erez Israel und wisset, daß er es war, der als Pionier stets neue Strecken Landes für unser Volk erivapb, sie eittsnmvfte, bewässerte nitd die Schaffung des selbstar'beitendetr lsüdischelt Landwirtes erst ermöglichte. In allen Maseil der indischen Kolonisationsarbelt irr Erez Israel weckte der Kerey Kaseqneth neue jüdi-sche Energien dahurch, hast er neuen Boden erwarb upd ihn unserer Ingeud, den Müluzivr, die ijt Jahren fieberhafter, schwerer Arbeit -nüt Sehnsucht' d'arauff warteten, auf der der Nation gehörigen Scholle angOedest zu werden, zur Verfügung stellen. Wir erinnern Äoß an das Zauberwort „Emek^. weih nun , t DgS Msche Volk wchren Bolksfonds KU schätzen ufch reagierte auf feine Leistun d^n' Spenden, die in diesem Jahre eine Neropds»inine erreichen WN mit Rekordsi! stets wac Anschwellen der Die wahr? Liehe unseres VMS zum Keren Kajemeth zeigte sich im letzten Jahre in dem beisviellos Zahl der in jüdischen rhausern angebrachten Keren-KAjemeth-Bülhspii: während die Zahl vor Jahresfrist nur WM) hetrug, wuchs sie in kurzer Zeit bis zu 8QQ.0QQ. Wir wollen und dürfen in Oesterreich nicht hinter unseren BMerll in der ganzen Welt zurüMehen und daher soll als erster Schritt »um Ausbau unseres Ujichsennetzes die Zahl der Biichsey tzeriwpM wikchen. Während der Tagurrg des 14. Zionistenkongresses wird der österreichische Keren Mmeth eine großzügige BiichsenaufsteWrMktjpN durchführen. Es ergeht daher her Ruf au alle Judendieses Landes: Stellet tu euren Wohnungen und Geschäftslokalelt die blau- ° ~ u"d »ein Heimat zu b^rjedigen, - Die Halldeskonllnissioll des Keren Kaseufeih: , Dr. T a r t a k o w e r. Adolf Bäh »n. y ' Das Zionistische Landeskoulitee für Oesterreich: Dr. ELrNch. Msenpr Mppnenrertutm. MtMnßen au, dem AbWm. 6. August 1025 Seite S H«bent WilmriimliMM Bureau: 18/2 »o#o#o#c kflüssen unbedingt das grösste Spe^iftl-ModeUhftws für Datpenkonfektjon Leopold Ascher & Brudßr 7. Bet., Mariahilferstraße SO besuchen * Elegantere Kleider Mäntel, Kostüme und Blusen Massmodell-Abteilung Separate Abteilung für gestrickte Modeartikel und jCederbekleidung 518 SE R R ÄIf Ä In iiÖ mit r 1115 ültöüwfthrtüs, VPW über 9QQ0 ärztlichen Gutachtpn tiröfnft ümpfphlüneß KräftlgungßmitteJ für Schwächlinge, tzlutyrms und Rekonvaleszente Zu haben In all^n ApptheHen wm Ausländer Exporteure 519 erstklassiger Öunitrilerung und "Auslühriing bel nrOftl ft il Gummimäntelfhbrlfc IICuIVIAll Wien'in*He«markt7,Beatrix«.26 Vereine, Bottriigs und Verfammluage«. Lese- und Redehalle jüdischer Hochs ch st l e r. 9. Bez., Türkensttaße 9. Lesesaalarbeiten unvollendet. Wiedereröffnung erst morgen den 7. d. Bitte um Arbeit. Eine brave jüdische Frau, die für ihren schtverkranken Mann und zwei Kinder im Alter von 4 und <lt Jahren zu sorgen hat und in Not ist, bittet um Uebertragung leichter Schreibarbeiten. Die Bittstellerin ist absolvierte HandelSschülertn. Radiopxogramm. Heute Donnerstag. 11 bis 1 Uhr: Bormittagskonzert (Programm na« Ansage). — 4 bis 5 Uhr r Märchen. — 5 bts 6 Uhr r Nachmtttägskonzert. Dostal r Helxnen-Walzer. Rossini r Tan» cred-Ouvertüre. Wagner: Walkürenritt. Richard Strauß: Der Rosenkavalier, Suite. Baumgartner: Noch sind die Tage der Rosen, Paraphrase. Otto Jäger r Melancholie. Tango. Ziehrer r Mein Herz hävat an Wien. Walzer. — '/,7 bis 7 Uhr r Marianne Stem: Die Verwendung der Pilze. — 8 Uhr: Wiener Symphonieorchester. Ouvertüre zu „Da8 goldene Kreuz". P. Tschaikowsky r Konzert für Bjoline und Orchester. D. Dvorak : Symphonie Rr. ö. Serichtssaal. -er WWMmWch IppMei LelMuf. BetyiH »pd Wcher — 37 Pugep. In eitler Mr drei Tage anberaulfllen BerhalMttvtz, hie gestern vox einein Schösfensenat unter dem Ppvsitz des tzhifrates Dr. Karnert eröffnet wurde, haben sich der Bankgvschäftsiuhaber Richard Lein kauf wegen Verbrechens des BetWgeS, hetvügerifcher Krcha, Vergehens des Wuchers und mangelhafter Bttchführnug, feine Gattin Elisabeth Le i nk a us lyogeu Mitschuld an der betrügeri-schen Krida und wegen Verbrechens der Schädigung fremder Gläubiger zu verantworten. Leinkanf wich von Dr. Hachsinger, seines Frau von Doktor Mreid Kramer verteidigt, die AnAuge.voin Evsten Staatsanwalt Dr. Nahrhaft vertreten. .Zur VerhaiMing sind 3f Zeugten und Privacheteiligte vorgeladen. Die Anklage sagt in den Gründen: Richard Leinkauf, vor hem Kriege ein gänzlich mittellose-r Handelsangsstellter, befaßte sich tvährend des Krieges mit der E n t h eb n ug s r 0 n tdien ft i <1 u g [ t ch c r Leute durch falsche Krankheitszeugnisse und wurde vom D i v i s i 0 u s g e r i ch t t tt Preßburg zudreiIahren schüveren Kerkers verurteUt. Im Jahre 1920 ewffnete Lcinkauf ein Bank- und Kommissionsgeschäft und vermittelte Darlehen zu Wuchevzinseu. Wogeu Wucher wurde Leiukaus vonr Landcsgerichte am 20. März 1W4 zu sechs Monuten strengen Arrests verurteilt. Zahlreiche ueuevliche Wucherauzcigen lenkten die Ausmerksamkeiit der Wirtfchaftspolizei alsbald wiadertinr ans die Geschäftsgebaruttg LeinkaufS. Hiebei ergab sich trotz «der hohen Gewinne, die Leinkanf bezogen hatte, eine völlige Verschuldung des Uutcrnchmens, über das am 20- Oktober 1024 der Konkurs verhängt werden tnußtc, die fast unbedeckten Passiven betuugeu 0,7 Milliardcit Kronen. Lcinkauf machte sich ober noch verschiedener Betrügereien fchuldig. Unter anderem kann Le i nlaus nicht au-fklären, wohin die Barentuahmen von mchr als Mer Milliarden Kronen gekommen sind, und verweigert auch die Angabe, welchem Zwecke diese Summe zugaDht wurde. In der gestern begonnenen Verhandlung bekannte er sich nur der fahrlässigen 5Lrida schuldig. Die Altgeklagte, Frau Eliisabvch Le in kauf, cvklärte sich nichtschuldig. Sie habe ihren Gatten nach kurzer Bekanntschaft geheiratet und ihr ganzes Bornlögen übevgeben. Sie verbrachte die Tage im Geschäfte ihres Gatten. Sie tat hier das, was ihr vovgeschrieben wurde, von den ivMichen Borigäu'gcn hatte sie keine Ahnung. Da ihr das Leiben, in der Pension unerträglich wurde und sie keine Wohnung austreiheu konnten, bestimmte sie ihren Mann schließlich zu einem Hauökauf. Dieses Haus habe sie dann dem ursprünglichen Eigentümer wieder zurückvevkauft. Hierauf begann das Zeugeuv erhör, das auch heute fortgesetzt werden wird. Eine verwickelte Rendezvousgeschichte mit Ohrfeigen. Der Schneidergehilfe Fränz Scholz ist 30 Jähre alt, Bai er zweier Kinder uud Witiwer. Er sucht nach einer zweiten Gattm. wobei er in erster Linie darauf bedacht ist, daß die -Kurder mr chr auch eine gute Stiefmutter finden. Das Gluck zchien ihm zu winken. Auf einer TanzunteuhMuivg lerute er em hübsches, junges Alädchen kennen; er klagte ihr fern Witwertum wie froh er wäre, lvenn sie sich seiner annchmen Wurde, und dergleichen. Bald machte er ihr Anträge, auf die!>>e scheinbar einging. Für nächsten Tag wurde etn Rendezvous vereinbart. Herr Franz Scholz solle zum Woihtthause seiner neuen BeLanntschaift kommen und sie entüpedex durch hin Kind oder durch die Hausbesorgerin herunterzutieren lagen. Sie gab ihren Namen an: FranzisEa Wagner. Am nächsten Tage erschien vereinlharulllgsgemäß Franz Scholz dornt Hause der neuen Flamme und ließ sie heruuterrufen. Mer statt Franziska Wagner erschien der Gatte derfelbeg, her M-hpkthelfer Anton Wagner, gina geradewegs auf. den Schnerdergchilfen Franz Scholz zu, streckte deufeWen mft ei)tigeu Schlägen zu Boden, gab ihm F u ß t ri tt c, bist ihn un» machte Miene, dem Mann einen Denkzettell zu geben, der ihm stets vor Augen halten solle, fremde Frauen in Ruhe zu lassen. Der Mißhandelte schrie und Hausleute befreiten ihn von seinem Peiniger. Und nun stellte sich heraus, daß .Fr au Franziska Wagner mit dem Mähchen von dor Tanzunterhalluug gar nicht identisch war. Wer mit hem Scholz und dem Ehepaar Wagner den schlechtert Scherz gemacht hatte, kam nicht hervor. Jedenfalls eine Bekannte des Ehepaares, die die Eifechucht des Anton Wagner kannte. Kürzlich hatte sich Anton Wagner vor dom Bezirksgerichte Favoriten (Landesgcrichtsrqt Dr. Donau) zu veräniworten. Er galb an, er sei ans feine Frau furchtbar eifersüchtig. Cr habe tatsächlich geglaubt, seine Gattin'habe ein Rendezvous vereinbart gehabt, und da halbe er äste Ruhe und Besonnenheit verloren. Landesgerichtsvat Dr. Don alt: Sie halben aber Ihr Opfer furchtbar hergerichtet. Bierzchn Tage mußte er das Bett hüten. An ge kl.: Das tut mir aber schr leid, ich bedaure den Vorfall. Landesgerichtsrat Dr. Dvnäu verurteilte den Angeklagten zu 5 Schilling GÄdstrase. „Da mutz man ein AntlfePit werden!" Der Praktikant Otto Fries er wurde von seiner Firma mit einigen Paketen Ware zu einer Kundschaft geschickt, lvo er die Pakete ablieferte und von dem Firmeuchef wegen mepassendeu Benchmens zttrechtgolviesen wurde. Der Praktikant tvavf darauf die Pakete höchst ulchöiflich in einen Winkel, ivovauf ihm der Koumtis Max Bosiguoy eine Ohrfeige verlsetzte und ihn angeblich üiber einige Stufen des Geschäftes hmabgeworfeu haben soll. Frieser erstattete nun eine Straifanzeige gegen den Kommis, welcher sich gestern vor dem Bezivksrichter Dr. Narz, SträsbezirkSgertcht 1, wegen Gefährdung der kövperlichen Sicherheit zu verantworten hatte. Der BeschMigte, welcher Katholik ist, gab an, daß er in große Erregung geratep sei,. weÄ der Buusche, der sehr keck sich benommen Hatte, ihn einen „j ü d i s ch e n L a ü s >0 u b e n" genannt habe. Er halbe ihm darauf allerdings eine Ohvfeige gegeben, jedoch keilten Stoß versetzt. Frieser, der ein Jude iist, erklärte, daß er erst nach der Qhrfmge' dem Angeklagten „jüdischer Lausbub" zugerufeu hahe. Richter: Sie sind doch selbst ein Jude und er ist gar kejn Jude, sondern ein Kathoilik. Zeuge: Wenn man vom Chef geschimpft wird und dann noch vom Kommis eine Watschen kriegt, ha muß man dpch ein Antisemit werden! (Große Heiterkeit.) Richter: Sind Sie beim Fallen über die Stiege verletzt worden? Zeuge: Verletzt nicht, alber es hätt' mir was geschchen können. Der Richter verurteilte den Augeklagten wegen Gefährduug der Körpersicherheit zu fünf Schilling Geldstrafe, eventuell zu zwölf Stunden Arrest. Ber- .. ebern ,7 „ ,, . Krirninalfall interessant, der kürzlich SUM Abschluß gekomMn jist. Vor dein Hoifrat Dr. Schachner hafte sich ein geüviffer Isidor Kli nger wagen angeblicher Veruntreuung von KoinmissioirAvare zu verantworten. Kl'inger wurde daraufhin in Untersuch >u u g s h a f t genommen, m der er fünf M 0 n a t c verblieb. Die V e rh a n dl u n g hmgegen nahm ganze zwei Minuten in Anspruch. Schon die ersten ZeugenallÄsagvn ergäben einwandfrei, daß der Boschüldigte die Waren fix^ gekauft und sie mittlerweile gezahlt hat. Währenid der Mnsnlonattgen Dauer der Untersnchnldgshaift ivnrden im ganzen ^Wei Zeugen achört und der AngMagte dreimal pernmmmn. ^ofrat Dr. Schachner oMete die sofortige EnchaPung des Awgeiökagtvn an. . ' 1 i 1

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