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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-06 · Heft 2320 (6.8.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2320 (6.8.1925)
Date
1925-08-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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mti SM Men, DonnerSkag Wiener MorMnzrltuns 6. August 1925 Seit« S ÄÄ Dr.Paul Baratoff (Ben-Z wi): sSSÜLSSLÜTSfSC Ser 14» Sionistenlongreß in Wien. Sie Wchle» in Lesterreich. Me Hauptwahlkonrimission des Zionistischen Landesverbandes für Oesterreich teilt mit: Infolge eines Jrrtumes wurde in der gestrigen Nummer der „Wiener Morgenzeitung" ein Brief der Ortsgruppe Linz, enthaltend Vorschläge für die Wahllokale in der Provinz, zum Abdruck gebracht. Im nachfolgenden gibt die Hauptwahlkommission die c n d g ü l t i g e n W a hll o k a l e für Wien und die Provinz bekannt. Die Wahlen werden nur in den hier angeführten Wahllokalen heute in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags stattifinden. Nach Abschluß der Wahl haben die Wahlleiter in den einzelnen Wahllokalen in Gegenwart der Wahlkommissionen das gesamte Material Mahlprotokolle, SchMquittnngen, Kuverts samt Stimmzettel, Wählerlisten) in einem Paket zu versiegeln und dieses entweder bis 10 Uhr abends oder F r e i t a g bis halb 6 Uhr nachmittags im Zionistischen Bureau, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, abzugeben. Die Hauptwahlkommission tritt am Freitag um 6 Uhr nachmittags im Zionistischen Bure au, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, zusammen, um das Skrutinium vorzunehmen. Es bestehen nachfolgende Listen: Nr. 1. Listenführer: Dr. Jakob Ehrlich. Nr. 2. Listenführer: Dr. Isidor Schallt. Nr. 3. Listenführer: Dr. Israel Waldmann. Nr. 4. Listenführer: Dr. Norbert Hoffmann. Gruppen bezeichn ung: Liste Nr. 2: Zionistische Vereinigung pro Jewish Agency. Liste Nr, 3: Zionistisch-Akademischer Verein Bar Kochba. Liste Nr. 4: Liga aktivistischer Zionisten. Wahllokale und Wahlleiter für Wien: i. und 2. Bez.: ,Morgenzeitung", 2. Bez., Tabovstraße 1, Dr. Rhbaczewskh. Prater: Sektionslokal, 2 Bez., Jungstraße 8, M. Schächter, 8. und 6. Bez.': Cafe Lovrana, 6. Bez., Löwengasse 39, Pros. Menkes. 4., 6. und 10. Bez.: Favoritentempel, 10. Bez., Humbold- Platz, Rudolf Steiner. 6., 7. und 6. Bez., Sektionsheim, 6. Bez., Wennoplatz 1, Begirksrat M. Kohn. 9. Bez.: Cafe Metropol. 9. Bez., Berggasse 99, Max Bella«!. 12., 13., 14. und 16. Bez.: Sektionsheim, 16. Bez., Herklotzgasse, Oskar Goldschmied. 16. und 17. Bez.: Cafe Dubinsky, 16. Bez., Bvunnengasse 94, Dr. Bohin. 18. und 16. Bez.: 19. Bez., Hutweidengasse 7, Parterre, Dir. Hermann Schärf. 20. Bez.: Sektionsheim, 20. Bez., Karl-Meißl-sStraße 20, Oberrechnungsrat Weiner. Zwischenbrücken und 24. Bez.: Cafe Pgvk, 20. Bez., Allerheiligenplatz 3, N. Schönfeld. Wähllokale und Wählleiter für die Provinz: Baden: Restaurant ScheY, ßlnnagasse, Gustav jScheidemann. Graz: 1. Kleiner Sitzungssaal der Kultusgemeiude, Grieskai 58, Karl Schwarz. 2. Stubenberggasse 4, S. Weiß. 3. Frauengasse 7, E. Grünfchlag. 4. Neutorgasse 25, R. Weiß. Innsbruck: Wnichstraße 13, Ing. R. Berger. Krems: Sitzungssaal der Kultusgemeinde, Karl Rephan. Linz: 1. Kultusgemeindekanzlei, Betlehemstraße 26, Erwin Piskaty. 2. Landstraße 99, Kamillo Schiller, 3. Karl-Marx- Strahe 16, Dr. Rudolf Menzel. Mödling: Spechtgasse 7, Ephraim Niswicski. Salzburg: Purtfchellerstraße 12, Marianne Pifinger. St. Pölten: Kultusgemeiude, Sitzungssaal, Heinrich Schwager. ' W«hlirrstruktiön. § 1. Die Wahlen finden in den von der Hauptwahlkommisfion feistgeisetzten Wahllo>ka>len und zu den von ihr angegebenen Stunden statt. In jedem Wahlort wird -ein von der HauptwaWommission bestellter Wahlleiter die Durchführung der Wahlen überwachen. Ihn: steht eure Wahlkommission zur Seite, in welche jede Liste je eine Bertranenspevson entsenden kann. 8 2. Die Schekelzahler mlüssen Persönlich ihr Wahlrecht ausüben; Vertretungen sind unzulässig; auf schriftlichen! Wege kann das Wahlrecht nicht ausgeübt lverden. 8 3. Jeder Schekelzahler darf nur in dem Wahlkreis seines Wohnsitzes, und Mar in dem für seinen Rayorr bestimmten Wahllokal seine Stimme abgeben. Die Mitglieder der Wahlkommissionen dürfen dort ihre Stintme abgoben, wo sie ihre Funktion ausüben. — Zur Legitimierung hat der Wühler denr Wahllelter nebst der Schekelquittung, die abzunehmen ist, auch ein persönliches Answeispapier vorzulegen, aus dem genau der Name und der Wohnort des Wählers hervorgcht. Bei Zweifel über das Mer des Wählers (vollendetes 18. Lebensjahr) ist die Kommission berechtigt, die Vorlegung eines Dokumentes zu verlangen, aus dem das Mer des Wählers hervorgcht. Die Agnosziernng eines Wählers kann auch durch einstimmigen Beschluß der Wahlkommissivn erfolgen, doch muß diefter .Vorgang pwtGoUert HMD»/ "...... § 4. Jeder Wahlkommission wird vom Zionistischen Bureau eine entsprechende Anzahl gleicher Kuverts zugestellt werden. Der Wahlvorgang ist folgender: Der Wähler nennt dem Wahlleiter seinen Namen, übergibt thm seine SchekÄquittung und weift sein Legitimationspapier vor. Hierauf übergibt der Wahlleiter dem Wähl-er ein Kuvert, in welches der Stimmzettel von dem Wähler selbst zu geben ist. Das Kuvert bst von dom Wähler selbst, in die Urne zu iverfen. Ans dem Stimmzettel, der welche Form immer haben kann, muß der Wähler den Namen des LiftonisAhrers eines kundgemachten Wahlvorschlages vermerken, oder «me Gruppenbezeichnung, aus der unzweideutig der Wille des Wählers hervorgcht. Stimmzettel, die dieser Bedingung nicht entsprechen, sind ungültig. Nach erfolgter Abgabe des Stimmzettels wird der Name des Wählers in ein vom Wahlleiter anzulegendes Wahlverzeichnis, und zwar fortlaufend numeriert, eingetragen. 8 5. Nach Beendigung der Wahl wird die Wahlurne geöffnet und von der Wahlkommission das Ergebnis der Wahl in folgender Weise festgestellt: Der Wahlleiter nimmt ans der Urne sämtliche Kuverts, welche nunmehr fortlaufend zu numerieren sind. Dann werden die Stimmzettel aus den Kuverts herausgenommen, gezählt und nach den einzelnen Mahlvorschlägen geordnet. Sollten mehr Kuverts, als in der Wählerliste angeführt werden, vorhanden sein, ist dies im Wahlprotokoll zu konstatieren. Befinden sich in einem Kuvert zwei oder mehrere gleichlautende Stimmzettel, so sind sie als eine Stimme zu zählen; befinden sich in einem Kuvert jedoch zwei oder mehrere verschiedene Stimmzettel, so sind sämtliche ungültig. Ueber das Ergebnis der Wahl ist ein Protokoll in vier Exemplaren auszunehmen, in welchem die Anzahl der abgegebenen, der gültigen und die Anzahl der auf jeden Wahlvorschlag enitfallenden Stimmen anzugeben ist. Dos Wahlprotokoll samt Stimmzettel und allen anderen Akten Müssen unverzüglich an die Hauptwahlkommission, 1. Bez., Kärntnerftraße 26, übermittelt werden. Nach Einlangen aller Wahlprotokolle findet das Skvutimum gemäß 8 16 der Wahlordnung bei der Hauptwahlkommission statt. Achtung, Wahlloiter! In dem Wahlprotokoll sind die Punkte 4, 6, 6 und 7 nicht auszufüllen. An die österreichischen Zionisten! lim unangenehme Wahlkämpfe zum Zionistenkongreß, welche die zionistische Arbeit in Hinkunft nur stören würden, zu vermeiden, haben wir die in der „Wiener Morgenzeitung" vom 30. Juli bekanntgegebvnen Wahlvorschläge Nr. 1 ^Doktor I. Ehrlich) und Nr. 4 (Prof. M. Rath) vereinigt. Der Wahlvovschlag lautet nunmehr: 1. Dr. Jakob Ehrlich, Präsident des Zionistischen Landeskomitees. 2. Direktor Siegmund Epler, Präsident des Keren Hajessod. 3. Professor Moses Rath, Vizepräsident de« Zionistischen Betzirkssektion Leopoldstadt. 4. Rudolf Seiden, Chemiker, Mödling, Mitglied des Parteirates. 6. Bezirksrat Dr. Georg W e i n e r, Präsident der Zioniftischen Bezivkssektion 9. Bezirk und Mitglied des' Zionistischen Landeskomitees. 6. Paul F ö l d e s, Mitglied des Landeskomitees. 7. Dr. Z. F. Finkelstein, Vizepräsident der Zionistischen Sektion Brigittenau. 6. Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeiude. 9. Dr. Isidor Kl aber, Kultusvorstcher, Mitglied des Landeskomitees. 10. Jehuda Schmi e d, Präsident der Zionistischen Bezirkssektion Prater. Aus dieser Liste ist zu ersehen, daß in ihr nicht nur das Präsidium des Zionistischen Landeskomitees, sondern auch die führenden Männer der lokalen zionistischen Arbeit vertreten sind. Die in der letzten Zeit in bezug auf die Kongreßprobleme hevvorgetretenen zwei Richtungen sind in diesem Wahlvorschlag vertreten, so daß dafür gesorgt ist, daß unfere Delegation ein wahres und wirkliches Bild der Meinungen der Z i o u i st e n unseres Landes bietet. Auch die Provinz «ist durch einen Kandidaten in unserer Liste vertreten. Wir fordern daher alle Zionisten auf, am h e u t i g vn Wahltag zwischen 6 und 9 Uhr abends mit der Schekelquittung an der Wahlurne zu erscheinen und für die Liste Nr. 1 (Listenführer Dr. Jakob Ehrlich) zu stimmen. Die Teilnahme au der Wahl ist Pflicht eines jeden Zionisten. Ein passives Verhalten der Schekelzahler würde die Wahlzahl auf ein Minimum reduzieren und dadurch ein Resultat ergeben, das ein ganz falsches Bild der Verhältnisse in der Partei ergeben würde. Dr. Sanel Beer, Josef Brenner, Dr. Jakob Ehrlich, Direktor S. Epler, Dr. Z. F. Fink elfte in, Paul Földes, Dr. Desider Friedman n, Dr. Leo G o l dh a m m e r, Dr. Wolf Herzberg, Dr. Bertold H i r s ch l, Julius Ka tz, Dr. Isidor Kl a be r, Dr. Josef Löwenherz, Isidor L e b e n s o h n, David Nebenzahl, Erna P a t a k, Dr. Leopold Plaschkes, M. R. Racker, Moses Rath, Moses Rubin fen., Dr. D. Rybaczewski, M. Sch achter, Max Schlffmann, Jchuda Schmied, Josef Singer, Jacques Singer, Oberbaurat Robert Stricker, Rudolf Seiden (Mödling), Gustav Seide mann (Baden), 1. Waffe r, Dr. Georg Weiner, Samuel W e i n t r a u b. * * Die Wahlleitung der Liste 1 (Dr. Jakob Ehrlich) befindet sich im Klubraum des Cafe Zentral» 2. Bez., Daborstraße 8 (Große Mohrengasse), und amtiert heute den 6. d. permanent von 3 Uhr nachmittags an. Telephon 42.629 oder 43.461. Die Zionisten-Revisionisten. Die Liga der akt iv i stis che n Zionisten richtet an ihre Anhänger in Wien einen Aufruf, in welchen! gesagt wird: „Unser Führer, Wladimir Jabot i n sky, ist von den palästinensischer Zionisten als Kongreßdelegierter gewählt worden. Damit haben die maßgebendsten Faktoren, die das zionistische Ideal durch ihrer Hände Arbeit verwirklichen, sich zum revisionistischen Programm bekannt. Stimmet daher heute für den Wahlvorschlag der Liga ak t ivist is ch e r Zionisten (Liste Dr. Hoffman n) und vergrößert somit die Zahl derjenigen, die auf dem Kongreß eintreten werden für die Stärkung der Organisation, für. aktive zionistische Politik, für die Souveränität des Kongresses, für eine demokratische Jewish Agency, für die nationale Gestaltung des Aufbaues in Erez Israel, für produktive Siedlung in Stadt und Land." * Das Agitationslokal der Liga aktivistischer Zionisten be» findet sich im Sekretriat, 8. Bez., Anerspergstraße 21 (Souterrain), woselbst Stimmzettel ab halb 4 Uhr nachmittags erhältlich sind. Bulgarien und der 14. Zionistenkongrest. (Eigen'dienst der ,-Wiener Morgenzeitung".) o. r. Sofi a, 2. August. Schon seit längerer Zeit macht sich hier ein . intensives Interesse für Palästina und im besonderen für die Fragen und Probleme des 14. Zionistenkongresses bemerkbar. Im Zusammenhang mit der Emigration bulgarischer Juden nach Palästina stehen die wirtschaftlichen Beziehungen, welche zwischen den Ausgewanderten und Bulgarien weiter bestehen und eine bemerkenswerte Entwicklung zu nehmen versprechen. Den bulgarischen Zionisten ist es infolge ihrer rationellen Propagandatätigkeit gelungen, vier Delegierte zum Kongreß nach Wien zu entsenden, -und zwar durchaus Persönlichkeiten, die in Bulgarien sÄbst überaus populär sind. An der Spitze der Delegation stcht der verdienstvolle Präsident des Konsistoriums der bulgarischen Juden in Sofia, und Gemeinderat Eh. A. F a r ch y. Weitere Delegierte sind der Organisator der Philippopeler Zionisten, Albert Romano (Philippopel), der Advokat Dr. Marko Romano (Philippopel), dev Pionier des bulgarischen Zionismus, ferner der Sekretär des Rustschuker Keren Hajessod, Jose? A. Levh (Rustschuk). Die Konsvetz-eleyrevten für Siebenbürgen. Aus Cluj Mausenburg) wird uns berichtet: Die Zionistische Organisation für SiMnbürgen wird auf dem Kongreß durch folgende Delegierte vertreten fein: Dr. Joisef Fischer, Dr. Dheodor Fischer, Dr. Ernst Marion, Dr. Moritz Deutsch, Dr. Ezechiel Brisker. Evsatzdelegierte sind Dr. Max Klein, Johann Giszkalah, Dr. Hillel Kohn, Dr. Abraham Fried und Bela Szekely. Die Hitachibulh-Konferenz. Die vierte Weltkonferenz der Zionistischen Arbeitspartet Hitachduth findet nicht, wie angekündigt, im Niedevösterreichischen Gewerbeverein, sondern im Saale des Hotel Post, 1. Bez., Fleischmarkt, statt. Die Konferenz beginnt anr 8. d. um 8 Uhr abends. Eintrittskarten sind allabendlich in der Hitachduth, 2. Bez., Glockengasse 60, erhältlich. Girre Tirgurrg der Zionisten aus den österreichischen Bundesländern. Die zionistischen Ortsgruppen Linz und Graz berufen hiedurch für die Zeit vom 20. bis 22. d. nach Wien eine P r oviuziaguntz ein. Zur Teilnahme ist jedes ordentliche Mitglied einer Provinzortsgruppe berechtigt, das von ihr legitimiert erscheint. Soferne nicht mehr als 20 bis 25 Teilnehmer angemeldet tverden, wird die Tagung im Sitzungssaal des Landeskomitees, Wien, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, stattfiuden und am Donnerstag den 20. d., 6 Uhr nachmittags, ^beginnen. Sollte eine größere Teilnehmerzahl angemeldet werden, so wird seitens des Landeskomitees der Saal des Ingenieur- und Architektenvereins z»er Verfügung gestellt. Die Tagesordnung der Provinztagung lautet: 1. Allgemeine Kongreßfragen (Jewish dlgench). 2. Stellungnahme zu landespolitischen Fragen, unter Be« rücksichtignng der besonderen Verhältnisse für die Provinz. 3. Antrag zur Bildung eines eigenen Wahlkreises „Oefterreichische Provinz" für das Kongreßwahlstalut. 4. «Eventuelles. Anmeldungen zur Provinztagnng wollen an die zionistische Ortsgruppe Graz per Adresse Karl Schwarz, Graz, Brückenkopfgasse 7, bis spätestens Montag den 10. d. gerichtet werden. Anregungen und Anträge sind erwünscht und an die gleiche Adresse zu richten. Nach den! 10. d. einlangende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden. Weitere Verlautbarungen wer« den durch die ,Mf«n«-r WoxgenHeitnng" erfolgen. wm

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