Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2318 (4.8.1925)
- Date
- 1925-08-04
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wiener Moraensettlmg. 4. August 1925 Wien, Dienstag *t. 2318 fit Berlin eine Gruppe von „Persönlichkeiten" znfammcngetan, die auch in der Hauptstadt der Deutschen Republik ein rassenreines Theater ins Lüben rufen wollen. Spielplan arisch, Schauspieler arisch, Zuschauer arisch. In foem Aufruf, den Generaldirciktovett, Grafen, frühere Staatsminister, Gchvimräte, Professoren, Büvgevnreister, Geistliche unterzeichnet haben, unter diesen auch der Pfarrer T r a u b, wird die Absicht nicht so deutlich ausgesprochen. Man umkleidet das hagere Knochengeriippe mit einem Phrasenmantel, man will die „Kunstfrorurde" aus den nicht gairz nlirarechts stehenden Parteien nicht gleich mit der Stirn auf >den doch immerhin ettvas gefährlichen Hauptpunkt stoßen. Man spricht von der Gründung einer .Deutschen ^rationalbühne" und legt damit, gleichwie nran das Nationalgefühl gelpachtet hat, auch auf eine seit 100 Jahren und mehr vorr den wertvollsten Kunstmenschen gehegte Idee Beschlag. Jetzt wird dieser Gedanke verunreinigt. Er soll Dampf anstnochen in der brüchig gewordenen Maschine eines politischen Klüngels... Die Herren lverden nun ihr Zelt aufschlagen, sie werden in dem großer: und herrMchen Bestände unserer deutschen Literatur manches finden, was vor ihnen längst entdeckt und wahrscheinlich sogar von Judenhirnen gefördert worden ist. Sie werden vielleicht auch Goethe spielen, obschon sich in antisemitischen Kreisen das Gerücht erhält, daß dieser dunkeläugige Mann, dessen Großmutter eine geborene Lindthaler gewesen, in der Blutsrage nicht zuverlässig ist, ganz abgesehen von seiner Freundschaft mit dem Fremdkörper" Felix Mendelssohn. Fritz Engel kommt zu dem Schluß, «daß diese Gründung an geistiger Blutarmut zugrunde gehen müsse, daß alber grundsätzlich cmf die Gefahr dieses garantiert „arischen" Theaters aufmerksam gemacht werden soll. Hevoch Barzinski — PrelstrSger des Rote« Kreuzer. Aus das Preisausschreiben des Roten Kreuzes in Paris für ein Werbeplakat gingen 333 Entwürfe ein, unter ihnen 25 aus Deutschland. Der erste Preis wurde von der Jury einstimmig dem Plakatentwurf H e n o ch B a rz i n s k i s zuerkannt. Der preisgekrönte junge Künstler stammt aus Lodz und studiert gegenwärtig an der Dresdener Mademie. Der bekannte Maler Forair, der zur Jury gehörte, äußerte sich im Pariser Eclair": „Der Entwurf von Barzinski war künstlerisch unzweifelhaft der beste; dieser Maler hat ein Werk geschaffen, das durch seine Einfachheit zu wirken sucht und aus joden in der Malerei störenden literarischen Einschlag verzichte:. Deshalb haben wir uns einstimmig für diesen Entwurf entschieden." Interessant ist, daß die deutsche Presse, so die „Dresdner Neuesten Nachrichten" und das berliner Tageblatt", die Entscheidung der Pariser Jury als einen Sieg deutscher K u n st feierten, ohne zu erwähnen, daß der Künstler ein Jude sei. Die französische chauvinistische Presse griff die Jury sehr scharf an, weil sie einen Deutschen in solcher Weise ausgezeichnet hat. Bayrische antisemitische Zeitungen verhöhnten diese französischen Stimmen und brüsteten sich um so mehr mit dom eutschen Sieg". Aus den Theatern. Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, Symphoniekonzert (Dirigent: Zdenko Mihalovits). Mitwirkend: Otto Schulhof. B o l k s o p e r. Ab 11. d. gastiert die Mailänder Opern st agfone unter Maestro Egisto Tango. Der Vorverkauf beginnt morgen. Tbeater in der Josef st ad t. Heute, ‘/,8 Uhr abends, Erstaufführung der Szene „Am P o st s ch a l t e r" von Georges Courtelin e, welche den beiden Einaktern „Die S p i e l e r" und „D e r Heiratsantrag" 'angeschlossen wird. Lustspieltheater. Freitag den 7. d. zum ersten Male „DasverzauberteBett"vonAchaumeund M a l o t. Ermäßigte Abonnements an den Vereinigten Bühnen. Die Direktion der Vereinigten Bühnen hat den Entschluß gefaßt, irrZinkunft prinzipiell keine Freikarten und keine ermäßigten Karten mehr auszugeben; hingegen will sie dem minderbemittelten Publikum Gelegenheit bieten, künstlerisch hochwertige Vorstellungen besuchen zu können und hat sich daher entschlossen, in der V olksoper und im Carl-Theater je ein Abonnement in beschränkter Anzahl mit 40prozentiger Ermäßigung aufzulegen. Dieses Abonnement, das für die Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 1035 gelten soll, wird m der Bolksoper auf drei Schrien, im Carl-Tyeater auf zwei Serien zu 15 Vorstellungen verteilt werden. Die Schule Hellerau in Laxenburg. Die weltberühmte Schule für Rhythmus, Musik und Körperbildung in Hellerau bei Dresden ist im hiesigen Jahre nach Wien übersiedelt und hält ihre Kurse in einem Teile des Schlosses Laxenburg ab, der ei«ns zu diesem Zwecke adaptiert wurde. Der Leiter der Schule. Herr Ernst Ferand-Freund, lud Samstag die Vertreter der Presse zu einem Besuch seiner Schule ein und gab ihnen Gelegenheit, einigen Unterrichtsstunden beizuwohnen. Das Hauptprinzip der Unterrichtsmethode, die eine Fortbildung des Systems Dalcroze ist, besteht darin, daß Bewegungen nur in Verbindung mit Musik geübt werden, so daß sich die Schüler und Schülerinnen an rhythmischen Takt gewöhnen. Außerdem werden eigene Gesangsstunden äbgehalten, umdas melodische Gefühl m trecken. Die Zöglinge der Schule Hellerau führten unter Musikbegleitung rhythmische Tänze vor, Ivelche bic Elastizität und Anmut der durchgebildeten Körper zeigten. „Die große Trommel" in der Fledermaus. Samstag wurde aus Gebot der Polizei diese erfolgreiche Revue auf der Mariahilserstraße zum fünfzigsten Male als Einakterzyklus zur Aufführung geibracht. Bon den: ursprünglichen Ensemble waren Kurt v. Lessen, Fritz Schreck er und Fritz Puchstein hierher mit übersiedelt, während die übrigen Rollen neu besetzt wuvdeu. Bon diesen müssen in erster Linie Lola Leh ry, eine für Wien neue Soubrette, Ry Rienzi, Fritz Raimund Flemmich gefiel recht gut. Den meisten Beifall hatte das und Fritz Heller besonders hervorgchobeu werden. Äuh Frau »reue BWd „Hopp my lady" zu verzeichnen, das Frau Fritzi Pa ul mann, die auch in einer kleineren Rolle wieder Gelegenheit hatte, ihre drastische Komik zu entfalten, gestellt hatte. — Die Autoren Friedman n und Fischer, die Komponiistm Fr yd an wie auch der Regisseur Eduard S ekler durften nach den: letzten Akt Dr reichen Beifall danken. Radioprogramm. Heute Dienstag. 11 bis 1 Uhr: Vormittagsmusik (Programm nach Ansage). — 4 bis V,6 Uhr r Nachmittagskonzert. TschaikowSky-Klein r Die Siegerin, Walzer. Zimmer r Fridericiana, Ouvertüre. Griinfeld r Romanze und Pizzttcato. Schebek r Das Lied der Geige. D'Ambrosio r Aubade. Strauß r Märchen aus dem Orient, Walzer. Handman r M'tten in der Nacht, Tanzlied. — 7,7 Uhr r Andersens 50. Todestag (4, August 1875). — 8 Uhrr „Minna von Darnhelm", von Gotthold Ephraim Lessing. Serichtrsaal. „Ich bin vom zehnte« Hieb!" Der Hilfsarbeiter Johann Mann war am 22. Juni beim Schottentor und blieb absichtlich auf dem Fahrweg stehen, so daß eine Autokolonne stehen bleiben mußte, als der Mann nicht Weggehen wollte. Als nun der Oberwachmann Makula ihn aufforderte, die Fahrbahn zu verlassen und den Verkehr nicht zu stören, machte der Mann eine Geste gegen das Publikum an den Kops, womit er andeuten wollte, daß der Wachmann nicht ganz bei Vernunft zu sein scheine. Als der Wachmann ihn deshalb zur Rede stellte, sagte er zu ihm: „Mir wevden Sie keine Scharfen machen, denn ich bin vom 10. Hieb!" Darauf sprang er auf die Elektrische, wobei er noch emmal die charakterisierende Geste des Blödsinns in bezug auf den Wachmann machte, der ihm nun von der Elektrischen hsrunterHolte und zur Ausweisleistung verhielt. Der Beschuldigte wurde gestern, da er nicht erschienen war, in seiner Abwesenheit benn Strafgerichtsbezirk 1 vom BezirkSrichter Dr. Neudeck wegen dieser symbolischen Wachebeleidigung zu drei Tagen Arrest verurteilt. Bedingt« Verurteilung für „Saujud!" Eine Hausbesorgerstochter hatte einem jüdischen Kaufmann die Worte:, ,Mememheit, Gaunerei, Saujud!" zugerufen. Er klagte. Sie war geständig. Der Kaufmann wollte sich mit einer Ehrenerklärung zufrieden geben, wenn das hoffnungsvolle Mädchen eine Geldbuße für wohltätige Zwecke zu erlegen bereit wäre, mit dem Bemerken: ,/Sie hat eine lockere Zunge und würde die Beleidigungen wiederholen, wenn man ihr die Sache zu leicht macht. Sie sott ihre Handlungsweise in der Tasche zu spüren beikommen, sonst best che ich auf Bestrafung". Die Angeklagte erklärte, keine Geldbuße zahlen zu können, worauf der Richter, Dr. Theodor Heß, Strasbezirksgericht Margareten, wo die Angelegenheit dieser Tage verhandelt wurde, das Urteil verkünoete: Fünf Schilling Geldstrafe oder 24 Stunden Arrest, b edingt mit einjähriger Bewährungsfrist. „Jüdische Frechheit" ist straffrei und ,Sansnd" wird bedingt verurteilt. Volkswirt. Senerawersammlungrdonnrr. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Die schärlfere Tonart in den Generalversammlungen der Aktiengesellschaften gcht um. In der letzten Zeit häufen sich die Generalversammlungen, in denen es drüber und drunter hergcht. Es hagelt Vorwürfe gegen die Verwaltungen, welche Mtionäre erheben, die über den schlechten Geschäftsgang ausgebracht oder sonst durch die fehlgeschlagene Spekulation abgebrüht, über Mißerfolge und unzulängliche oder gar ganz ausgebliebene Dividenden ungehalten sind. Mehrfach werden auch diverse Transaktionn arg bekrittelt und angrfochten, und dabei einzelne Mitglieder der Verwaltung scharf aufs Korn genommen. Kurz die idyllische Ruhe ist dahin, der sich die Vorstände der Aktiengesellschaften gewöhnlich hingeben dursten, und sie halben mit ungebärdigen und unwilligen Aktionären manchen harten Strauß anszufechten. Man braucht nur an die Generälversamimlungen der verkrachten Banken zu erinnern, in denen begreiflicherweise das Temperament der enttäuschten Mtionäre aufbraufte und dmchging, um sich zu heftigsten Schmähungen und BerunMmpfungen fortreißen zu lassen. Eine Krise entschuldigt solche Vehemenz. Auch in Generalversammlungen, in denen, wie im Fall der Staatseisenbahngefellschast, die den Fanto -Aktien und Warchalowski zu tief in die Augen geschaut hat, gewisse LiebM-en übel vermerkt und ausgenommen wurden, gab es einen polterigen Krach. Nicht minder heftig war der Zusammenstoß in der Gerhardus-Gesellschaft, wo Mischen der entmündigten Präsidentin und den übrigen Mitgliedern des Bevwaltungsrates eine heftige Fehde ausgebrochen war. Ein auffälliges Pendant dazu bildete die Generalversammlung der Newag, wo wieder ein VerwaGungsrat den übrigen Mitgliedern des Kollegiums ein Dorn im Auge ist, der ausgestochen werden Abonnements auf die (Organ das XIV. Zlonlstsnkongrest**) nimmt in Wien jede Trafik entgegen Bezugspreis Schilling * A bonnenten der ,Wr. Morgen• 0 0 zeitung*zahlen die ermäßigte f / Gebühr von 3 Schilling r sollte. Die Not des Kupons ist es aber insbesondere, di« den Unmut entfesselt, nährt und schürt, und so war eS wieder die Generalversamnrlung der Alpine, in der eS Proteste regnete, die der Verwaltung, die an Haupt und Gliedern gewechselt hat, an den Kopf geschleudert wurden. Es ist eine triste Zeit für Abrechmmgen über eine Mißernte, die an Heftigkeit und Wirkung ihresgleichen sucht nnd e« ist kein Wunder, daß die Mtionäre nach den Prügelknaben suchen, um an ihnen ihr Mütchen dafür zu kühlen, daß die Aktien an Wertung verloren, der Ertrag dahingefchmollzen, das ausgelegte Kapital dezimiert oder verloren und die Aussicht in die Zukunft unrdüstert ist. Freilich am Schluffe der Generalversammlungen, so hoch und stürmisch es auch in ihnen hevgchen mag, stellt gewöhnlich die Ruhe nach dem Sturm sich ein. Mag auch Bericht und Ziffernbau noch so arg zugerichtet und zerzaust worden fern, in der Mehrzahl der Fälle wirst die Mehchebt ihr Votum in die Wagschäle, das die Malkontanten in alle Winde jagt und sie blau anlaufen läßt. Es geschieht ja doch, was die tonangebende Aktionärmasse tvill; die Minorität mag wettern, Schreien HMst da nicht; das Gewicht der Mehrheit gibt den Ausschlag. Freilich darf man nicht glauben, daß die Klagen und Beschwerden ganz fruchtlos dechallen. Die WKung eines großen Schalles Weißt nicht ganz aus, ganz umsonst sind die scharfen Worte nicht gewechselt tvorden; nran pflegt sich sie hinter die Ohren zu schreiben und nicht so einfach abzntnn und zur Tagesordnung iiborzngehen, wie es nach foem Programm der Genevalvevsammlirng den Anschein haben mochte. Mit dem Spektakel gcht es wie mit manchem Hausmittel; nützt es nicht, so schadet es auch nicht. Freilich prallen an der Macht der Mehrheit die Pfeile der Minderheit ab und die bisherigen Bestrebungen, die der Verstärkung des Minoritätenschutzes gelten, haben hieran nichts zu ändern vermocht. Mt der Geltendmachung der Individualrechte sicht es ziemlich windig aus und die MinovitätSrechte haben bisher nur in einzelnen Gefetzespartien, wie BanShafttmg und Goldbilanz, Anker geworfen, wenn es sich um vorsätzliche Arglist oder falsche Bewertungen handelt. Sonst siegt das Majoritätsprinzip. Freilich Übersicht die Refovmdie Unzulänglichkeit dieses Zustandes nicht und der neueste Refovmentwurf operiert daher mit speziellen Mindecheitslvlagen und Anfechtungsrechten der Aktionäre, deren Heft bald einer bestimmten Mindestzahl, bald jedem Aktionär als Klage in di« Hand gelegt wird. Sie richtet sich gegen jede Schädigung oder Verletzung von Gesetz und Statut. Die Gegenwehr der Aktionäre wird hiedurch sicherlich gekräftrgt, weil sich Hnen die'Möglichkeit öffnet, den starken Worten auch die Tat folgen z« lassen, was nach dem jetzigen Sachbestand nicht so ohne weiteres durchführbar ist. Jedenfalls ist die Tendenz auch der Gesetzgebung darauf gerichtet, das beschauliche Leiben der Generalversammlungen empfindlich zu stören und für lebhaftere Bewegung zu sorgen. Ohne Rücksicht auf Besitz wird das demokratische Prinzip auch bei den Mttengesellschaften in den Vo-rdovgvund gerückt, das auch den Minderheiten Gerechtigkeit widerfahren laßt und das darauf gemünzt ist, daß Widerspruch und Widevstänide in der Generalversammlung Nicht M einer bloßen Demonstration herahfinken, sondern sich zu Ansprüchen und RvchtsKgen zusanvmeNballen, die nicht in einem lewen Theaterdonner untergchen, sondern in feurigen Blitzen zischend sich entladen. Die Schwankungen auf dem Balutenmarkte. Auf den .gestrigen Valutenmärkten standen wieder die nordischen Devisen und der Zloty im Mittelpunkte des Interesses. Nach den Rückgängen in den.letzten zwei Tagen sind die Kurse der nordischen Devisen wieder fester geworden, wodurch ein Teil der Verluste wieder wettgemacht wurde. Der polnische Zloty. ist. gestern zwar stärker umgesetzt worden, doch zeigte er bis auf Zürich nur geringe Kursäudevungeu. In Zürich ermäßigte sich der Zloty von 96.50 auf 94.50. Die übrigen Devisen läge« ruhig. Vom Gummimarkte. In den letzten drei Monate« wäre» auif dem Gmmnimarkte bedeutende Kursschwanknngen zu verzeichnen. Diese Kursschwankungen haben ihre Ursache in dem vergrößerten Bedarf an Rohgumme, und in den Reftriktionsmaßnähmen der Gummliplantagonbesitzer in den englischen Kolonien. Seit Beginn dieses Jahves ist der GummipreiS von 1 Schilling 6 Pence auf 4 Schilling pro Pfund gestiegen, Nun aber werden von einigen Setten Erfatzp räparatt in besserer Art, als sie während des Krieges erzeugt wurden, auf den MaM gebracht und wirken kursdvückend. Der jetzige Rückgang der Gummipreise war ein zieuvlich scharfer, ei senkte sich von 4 Schilling 1 Pence auf 3 Schilling 1 Pence. Im Zusammenhang mit diesen Kursschwankungen sind auch die GuunniPvodMe ziemlich stark gestiegen. Das Gremium österreichischer Hmrdelsvertreter hat rm Hinblick auf die bevorstehenden Handelskammer- und Gremial^ wählen ein unpolitisches, wirtschaftlich unselbstständiges Wahlkomitee konftitutert, welches dle Aufgabe hat, sich mit allen unpolitischen Bereinigungen des Handelsstandes zusammenzufetzen, um einen ständigen Block ür die Wahlen zu bilden. Die Geschäftsstelle befindet sich in Wien, 1. Bez.. Elisabethstraße 9,1. Stock, Tür 10. (Täglich von 11 bis 12 Uhr vormittags.) Herabsetzung des Zinsfußes im SParvttkehr des Pastparkaffenamtes. Auf Grund des Bundesgesetzes vom 4. Juli* 1934 wird kundgenracht: Das Postsparkaffenantt verzinst Sparguthaben von 1 S. und darüber vom 16. ÄugM 1923 angöfangen mit 7 Prozent für das Jahr. Insolvenzen. Wer Konkurs wurde eröMet über me ,/D a g a" Dachdeckungs- und Asphaltterungsgesellschaft m. b. H. in Liquidation, 6. Bez., Gumpendorserstraße 10; über Richard P u m m e r, Tabaktrasikant in Stockerau und Ludw.Preis, Mmetallwarenhändler in Wiener-Neustqdt. Gestern fand die AuSgleichstaasatzuna der Helios-Film- A.-G. statt. Passiven an 6 Milliarden. Dle Ursachen der In-,; olvenz lagen darin, daß die Gesellschaft für einen Film, her unter Patronanz des Völkerbundes gedreht wurde, a« 2 Ml-- liarden ausgab und den Film nicht vollenden konnte. — DB Wlrner Handelsgericht hat Hunte hg- Au»gl«ichsve^