Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2307 (24.7.1925)
- Date
- 1925-07-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette* Dien, Freitag Wiener Mor-enzeitung 84. IuN 1986 Nr. WM Juda •rach««« al« Wflcht, sein Leben zugunsten der Seinen zu versichern. Schiebet die Erfüllung dieser Pflicht nicht auf! Wendet Euch an die ie&fliSQersitlierangjgesellschoft „Phönix" in Wien 11049 Versicherungsabteilung des Jüdischen Nationalfonds Wien, L, Kärntnerstrasse 28 — Telephon 77-4-85, 77-4*86 oder an eine andere Filialdirektion des „Phönix" Ra-ioprogramm Hesste Frettag. 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. — Ascher r Bruder Leichtsinn, Walzer. Mozatt: Don Juan, Ouvertüre. Leoucavallo r Intermezzo und Gavotte aus der . Oper »Der Bajazzo", Kreisler: Mitteruachtsglocken, Intermezzo. Wagner r Große Phantasie aus „Lobengrin". Ganne r Ertase. Strecker: Schmeichelei. Offenbach r Die schöne Helena, ■> Phantasie. Strauß r Aceelerationen, Walzer. Robrecht r Windsor, Tanz-Intermezzo. — 8 Uhr: Heiterer Wiener A b e u d. I. Strauß: Bei uns z'HauS, Walzer. L. CelakovSky: E. Sknrawy r Der Tschokerl wird abgebaut. A. Krakauer r Die wahre Liebe ist das nicht. Kapelle Silvingr I. Lanner: Die Romantiker, Walzer. Rosi Kopvler-Schillerwein: P. F. Fieackch r Unser Schubert; F. Roth: Der dumme Hans. Kapelle .Silving: %. Schubert: Aus der Ballettmusik „Rosamunde". L. GodoScev und L. CelakovSky: I. Siolyr Der Fri- und Raseur, Warumperl denn net?, Das fchad't nix. „Herr Dangl als Diplomat", von E. Skurawy. Kapelle Silvingr F. P. Fiebckchr A süaßer Tram; Stoß ma z'samm' und sag' ma du! Rosi Kopvler-Schillerwein: C. Millöcker: A bifferl Liab und & bifferl Treu; R. Leukauf: A Maderl von aner eigenen Raff'; Mein Friedrich. Langer: Großmütterchen; Ehr Alt-Wiener Ländler. C. Lorenz: Weil mir brave Weana sehr. Sioly- Skurawy: A bisserl umirucken. Sie, daS iS was für uns zwa! Seidl und WieSberg r Es dam-dam-Gstanzeln. Schrammel: llrwieuer Tänze. _ geteilte, Bortröge und Versammlungen. Zeire und Hechaluz Hamisrachi, Wien, 2. Bez., Praterstraße 33. SamStag von 4 bis 5 Uhr Pirke Awod, M. D. Groß. Nachher Diskussion über die Weltkonferenz der Zeire Hechaluz und Hapoel Hamisrachi. Montag, 27. d.. 7 Uhr abends, dringende Vorstandssitzung der Zeire MiSrachi. Dienstag, 8 Uhr abends, Delegiertenwahl zur Weltkonferenz (2. Bez., Czerninvlatz 4). Vorschläge und WahMsten (mindestens 10 Unterschriften) bis längstens Montag abends im Sekretariat, 2. Bez., Praterstraße 43, zu Händen des Herm Grünes. Gerichtsfaal. Sie Ablöse voll Wohuuugen zulSffig. Ehre wichtige Entscheidung zugunsten der Hausbesitzer. Das Zivillandesgericht als ReLursgericht hat es in einer in den letzten Tagen herabgelangten Entscheidung für zn- Lässig erklärt, daß sich der Hausbesitzer unter dem Titel einer Hausreparatur für die Uckberlassung einer Wohnung oder eines GüschäftAokailes abfinden läßt. Der Selchlwarenverschleißer Franz KriegIer klagte den Fabrikanten und Hauslbösitzer Rudolf Kuti'I aulf Rückersatz von 600 Schilling, die er ihm als Entgelt dafür ausbezahlte, daß er (Kläger) sein Geischäftslokal au einen anderen Selcher, Franz Steiner, weitervermietete. Auch von diesem Nachfolger habe sich der Hausherr eine Mlüse zusagen und von dem Vorgänger des Klägers eine Möse von 1000 Schilling ausbezahlen lassen, in allen drei Fällen unter dem Titel einer Dachreparatur; be- Frehungsweise Beitragslefftnng zu derseMben. Es sei aber klar, daß es sich in Wahrheit nicht um einen Reparatuvbeitrag, sondern um eine Ablässe unter dem Scheine einer Dachreparatur handelte, wie schon aus der Tatsache hewovgche, daß die Dachreparatnr nicht vvvgMvlinmen wurde.! Gegen das die Klage abweisende Urteil des Bezirksi gerächtes Hernals brachte der Klagevertreter Dr. Fried die Berufung ein, in welcher es als unzulässig und unsittlich bezeichnet wird, daß ein Hausbesitzer unter dom TAel eines Reparaturbeitrages für eine übrigens nicht durchgeMhrte Reparatur sich von einem Mieter für die Wertevvermiotung eines Lokales einen Geldbetrag bezahlen läßt. ••!'■ Der Beruftmgsfenat gab der Bevussung kerne Folge und bestätigte das abweisende Urteil. In der Begründung wird hervorgehoben: Wenn sich der Hausherr ßür die Dachreparatur mit 600 Schilling abfinden läßt, kann dies nicht als eine verbotene Ablöse rm Sinne des Mietengesetzes angesehen werden. Daß die seit Jahren notwendige Dachreparatur noch immer nicht durchgoführt ist, ist nicht verwunderlich und schließt die Ernstlichkeit der Absicht, einmal die Reparatur ausgusühren, nicht aus. Zugngeiben ist der Berufung, daß die 1000 Schilling, die sich der Hausherr von dem Vorgänger des Klagers zahle« ließ, eher den Charakter einer Ablöse tragen. Aber selbst diese Zahlung muß deshalb nicht eine verbotene Leistung im Sinne des § 16 des Mietengesetzes sein. Wenn ein Hauseigentümer eine frei gewordene Wohnung verkauft, widerstreitet dies dem Gesetz und den guten Sitten. Wenn aber der Mieter durch Uebertragung seines Loyales ein gutes Geschäft macht und aus diesem Anlässe dem Hauseigentümer, der sonst von jedem Vorteil aus dem Hause ausgeschlossen ist, an dem Gewinn in mäßiger Weife teilnehmen läßt, muß dies nicht gegen die guten Dibten verstoßen.;/<.•! .„ Der Prozeß gegen die Mörderin vom Burgtheater. Die Bechandlung gegen die Mörderin vom Burgtheater, Menoia Karmieru, wurde endgültig für den 39. S^rtemiber festgesetzt. Die Gerichtsärzte erklärten dm Gesundheitszustand der Inhaftierten als derartig, daß eine weitere Haft für sie mit einer flagranten Lebensgefahr verbunden ist. Dennoch kann die Karnieiu nicht in einer privaten Heilanstalt untergebracht werden, da die Polizei für chre persönliche Sicherheit keine Garantie übernehmen will. Man fürchtet, daß sie das LUfer eines politischen Racheaktes werden Kmste. ----- Volkswirt. Re SrmWgims der österreichische« Siskontrate. Die Oefterreichische Nationalbank versendet folgendes Communique: Der Generalrat der Ocstcrreichischen Nationalbank hat sich heute unter dem Vorsitze seines Präsidenten, Bundesminifters a. D. Dr. Richard Reisch, zu einer Sitzung versammelt. Da die günstige Entwicklung des Standes des Noteninstitutes, wie sich aus dem gleichzeitig publizierten Wochenauswois vom 16. Juli und auch aus der Bewegung während der letzten Tage ergibt, angehalten hat, da ferner der Geldmarkt weiter flüssig geblieben ist und am Effektenmarkt während der letzten Zeit stürmische Bewegungen nicht gu verzeichnen waren, hat die Geschäftsleitung in dieser Sitzung dem Generalrat bei: Antrag aufErmäßigungder Bankrate um 1 Prozent unterbreitet. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Vom 24. d. angefangen wird daher von der Ocsterreichischen Nationalbank im bankmäßigen Eskompte von Wechseln, Warrants und Effekten der Satz von 10 Prozent in Anwendung gebracht werden. Die zwciprozenbige Eskomptierungsgsbühr für zweifirmige Wechsel mit einer längeren als dreißigtägigen Laufzeit bleibt aufrecht. Entsprechend der Herabsetzung der Diskontrate vermindern sich sellbstverständlich auch die Sätze im Darlehensgeschäft um 1 Prozent. Mit Rücksicht auf die von Hafrat Stern in der letzten Sitzung gegebene Anregung gm einer weiteren Verbilligung des industriellen Kredites wurde eine allgemeine Diskussion Wer die Möglichkeiten der Einflußnahme der Nationalbank auf Verbilligung der allgemeinen Kreditbedingungen abgeführt, wobei unter anderem insbesondere auf die Notwendigkeit der Fusionierung von Kreditinstituten und auf die solchen .Fusionierungen entgogenstehendeu Hindernisse verwiesen wurde. Es wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß es durch oin Zusammenwirken aller politischen Parteien möglich werden möge, eine angemessene Novellierung der einschlägigen staatlichen und autonomen Gesetzgebung herboizuführen. * Durch diese Maßnahme hat die Naticmalbank die schon längst fällig gewesene Ermäßigung der Diskontrate durchgesiührt. Gleichzeitig mit dem oberwähnten Communique hat die Bank auch den Status vom 15. Juli veröffentlicht. Er zeigt eine weitere günstige Entwicklung der Geldverhältnisse. Das Eskompteportefeuille hat sich neuerlich um 2 Millionen Schilling vermindert und beläuft sich nunmehr auf 83,6 Millionen Schilling. Der Geldumlauf hat sich um 36 Millionen ermäßigt und beträgt nunmehr 770 Millionen Schilling. Seit Jahresbeginn hat sich das Eskompteportefeuille um die Hälfte reduziert. Dies zeigt nicht nur von einer günstigen Gestaltung der Geldverhältniffe bei der Oesterreichischen Nationalbank, sondern auch von einer stärkeren Einengung des österrvichischon Geldmarktes. Diese Maßnahme der Diskantermäßigung war schon längst fällig. Der Zinsfuß von 11 Prozent dauert bereits seit 26. April an. Es hat nicht seit Monaten an Stimmen gefehlt, ^welche entschieden eine woitere Ermäßigung gefordert haben. Die Nationalbank war aber zurückhaltend, und als sie schon vor. zwei Wochen eine solche Ermäßigung beschließen wollte, kam die Börsenhausse, welche wieder diesen Plan verzögerte, da befürchtet wurde, daß durch eine solche Ermäßigung die damalige Börsenhausse weiter entfacht werden könnte. Diese Gefahr ist jetzt vorbei. Die Börse ist weiter zurückhaltend. Wso konnte ohne Risiko diese Ermäßigung vorgenommen worden. Sie ist an und für sich ziemlich gering. Noch immer ist der österreichische Zinssatz einer der höchsten Europas. Er beträgt in Rußland ebenfalls nur 10 Prozent, in Polen 10 Prozent und in Ungarn nur 9 Prozent. Der österreichische Satz muß infolgedessen noch immer als enorm hoch angosehon werden. Sie Krise der Gerhard«« Leder-A.-G. Der Betriebsrat gegen die Präsidentin. — Wahrscheinliche Jnsolvenzerklärung. In der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung der Ge rha rdus Leder-A.-G. ikam es zu sehr bewegten Szenen, Die Vorgeschichte der außerordentlichen Generalversammlung ist folgende: Die Gqttin des Gründers der Gesellschaft, Frau Julie Gerhard»s, hat die Majorität von 7000 Aktien bei der Anglobank äuf den Namen ihres früheren Advokaten Dr. Ster n b erg hinterlegt. Trotzdem Dr. Sternberg nicht mehr Rechtsanwallt )er Frau Gerhardus ist, übt er dennoch seine Funktion auf Grund des Aktienpaketes aus, das in der Angloibank für eiu Darlehen gcibunden ist. Dr. Sterübevg erklärt, das Stimmrecht über die Aktien nicht aus der Hand geben zu können, da ein Entmündigungsverfahren gegen die Präsidentin schwebe. Tatsächlich hat vor einer Woche der Betriebsrat des Unternehmens bei der Polizei wegen Internierung in eine Irrenanstalt interveniert. Es waren zwei Detektivs erschienen, welche die Präsidentin ln die Irrenanstalt Überführen sollten. Erst auf Intervention ihres Rechtsanwaltes und nach Prüfung durch den Polizeiavzt wurde von dieser Maßnahme Mstand genommen. Dr. Sterüberg, der als Aelltester des Verwaltungsrates in der gestrigen Gencralverisammlung präsidierte, erklärte, daß die Entmündigung deshalb notwendig geworden sei, weil die Präsidentin das Unternehmen fast zugrunde gerichtet hat. In den letzten zwei Jahren halbe die Präsidentin nicht weniger als zwanzig Advokaten nacheinander beschäftigt. Drei Milliarden seien an Prozeßkosten verausgabt worden. Das Unternehmen stche seit einer Woche still und dennoch seien noch ISO Angestellte vorhanden, die pro Woche zirka 176 Millionen zu erhalten hüben. Es sei weder Rohmaterial noch Betriebskapital vorhanden, es sei Nicht eiyMl Geld vorhanden, um den Angestellten die Vievzchntägige Kündigungsfrist auszuzahlen. Es fehlen sogar die Mittch für eine Jnsolvenzerklärung des Unternehmens. Alle diese unerquicklichen Verhältnisse kamen gestern in dev außerordentlichen Generalversammlung zur Sprache, welche von der Präsidentin eMerusen worden war. Dabei ist interessant, daß die Präsidentin selbst zu dieser Versammlung nicht enschionen war und nur einen Advokaten und einen anderen Vertreter als ihre Wortführer hingcksendet hatte, welche die Legitimation des Advokaten Sternberg selkbstvevständlich sehr hastig bekämpften, indem sie erklärten, daß ein Advokat bei einer zurückgezogenen Vollmacht nicht das Recht zur Stimmausübung hübe. Dr. SterMerg wehrte sich gegen diese Auslegung, indein er sagte, er vertrete die Interessen der Gesellschaft ltitb könne sich nicht durch eine Person, die vor dem Entmiündigmitzsverfahren stche, beeinflussen lassen. Im übrigen schwebt darüber eine Untersuchung beim DisziPLinaranS-t schuß der Advokatenkammer. In der Versanumlung hatte der Anhang des Dr. Sternberg die Mchorität. Seine Anträge wurden mit 500 gegen 30Ö Stimmen achenommen. Er wurde auch in den Verwaltungsrat kvoptiert^ Ans alle Fälle ist das weitere Schicksal bc& Gerhavdus-A.-G. sehr f r agli ch. Generalversammlung der Nevag. In der gestrigen (Seite*! ralversammlnne, wurde der Antrag der Verwaltung, mit Rück-, sicht aus den bloß 92 Millionen betragenden Reingewinn, keine Dividende zu verteilen, angenommen. Der Abg. Sever als Mitglied des Verwaltungsrates wandte sich dagegen, daß rni Berwaltungsrat ein Herr sitze, der keine einzige Aktie bcssche und nicht ans dem Verwaltungsrat austreten wolle: Stktionsches a. D. Karl Pitner von den Wöllersdovfer Werken. Er beantragt, die Generalverisammlmug solle Pitner ausfochern. sei« Wiandat als Verwaltungsrat zuvück^ulegen, mit Rücksicht ans die Wöllersdovfer Angölegenheit. Landeshauptmann B u r e s ch teilt das Schreiben der Wüllersdorfer Akiiengeisellschaft mit, wonach diese darauf beharre, daß Pitner sein Mandat weiter behält, und erklärte, daß er sich namens des Landes Niederösterreich dem Antrag, voll und ganz anschließe. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Jnsoldenzeu. Um Eröffnung des Ausglcichsv^rfah^e^ns^ haben angesucht: Franz Kratky jun., 7. Bez., Buvggasse 89, und Wilhelm H a r a n d, 17. Bez., Lerchenfeldergürtöl 25, als öffentliche Gesellschafter der Haus- und Vertriebsgerätegesellschaft Fr. Kratky, Arsenal, Objekt 7, Pasfiva^ eine halbe Milliarde; ferner Josef Obczil, Holjz- und Kohlen-Engros, 16. Bez., Akbrechtskreithgasse 9, Passiva eine halbe Milliarde^ und K. Jorda n, Kino- und Filmgesellschaft w. b. H., 7. Bez.^ Neuistiftgasse 116, Passiva 400 Mllionen Kronen. — SBeitexS; wurde das Ausgleichsverfahren evössnet über Marie Leis in-; g er, 19. Bez., Döblingergi'rvtel 3, und Bernhard SchEmm-Lr-. meister, Schneider, 1. Bez., Tvattnerhos 2. , ' Reorganisation der Skoda-Wecke. Prag, 33. IM. In der, ätzten Sitzung des Verwaltungsrates der S k 0 d a - W e r k e wuche ibeschlossen, zur Betriebssührung ein D i rekt 0 räum zu errichten, an dessen Spitze Generaldirektor Löweusteittr stchen und das unmittelbar dem Berwaltungsrat verantwortlich sein wird. ...... Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern, wie folgt: Weizen: Inländischer 39.— bis 40.—, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 44.50 bis 45.—, Ungarischer, nen Theiß Kilogramm 41.50 bis 42.50, Jugoslawischer 76 Kilo-! gramm —bis —, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm bis —. Roggen: Inländischer 31.75 bis 32.25, Pester. Boden neu 34.— bis 34.50. Gerste: Inländische —j bis —, böhmische mährische —bis ——. Mais: Ungarischer —bis —. Cinqnantin 43.— bis 44.—, Hafer: Inländischer 43.50 bis 44.50. R e i Sr Italienischer! 81.- bis 88.—, Burma 62.— bis 63.50. Mahlprodukte:! Grieß inländischer 87.— bis 89.—, Weizenmehl 0 inländisches! 83.- bis 86.-, Kochmehl 2 inländisches 78.- bis 80.—, Brot-! mebl inländisches prima 67.— bis 69.—« — Tendenz.» Ber geringer Geschäftstätigkei flau. \ Wiener Viehmackie. Rinder. Der gestrige AuftvieLi belief sich auf 750 Stück Schlachtvieh, worunter sich 481 Stück! Mast- und 269 Stück Beinlvieh befanden. Bei spärlicher Käuferbeteiligung stagniecke der Verkehr fast vollständig. Preise; waren gegen Montag rückgängig. — Schweine.' Aufgetrieben wurden 1367 Schweine, darunter 811 Fleisch- und' 586 Fettschweine. Gegen Dienstag haben die Preise bis 10 G.i pro Kilogramm a n g e z 0 g e n. Es notierten je nach Qualitätt\ Fettschweine 2.40 bis 2.60 S. und Fleischschweine 2.20 bis 2.90 S., pro Kilogramm Lebendgewicht. — S t e ch v i e h. Die Gesamt-! zufuhr belief sich ans 688 lebende Kälber. 915 Weidnerkälber,, 597 Weidnerschweine, 27 Weidnerschafe, 9 Ziegen und 9 Lämmer., Kälber tendierten fester. Nanrentlich bessere Qualitäten haben bis; 10 G. pro Kilogramm in der Notiz a n g e z 0 g e n. ES notierten je nach Qualität: Lebende Kälber 1.80 bis 2.60 S.„ Weidner 1.90 bis 2.80 €[., Fleischschweine 2.70 bis 3.30 S.,. Fettschweine 2.90 bis 3.05 ß., Weidnerschafe 0.90 bis 2 — S.,' Ziegen 0.50 bis 1.18 S. Lämmer 1.20 bis 1.80 S. pro; Kilogramm. /_ Wiener Börse. / Freundlich. Die gestrige Börse/eröffnete in steundlicherer Haltung, wobei auch die Geschäftstätigkiit im Gegensätze zn den letzten Tagen einen etwas lebhaftere Charakter zeigte. Diese Tendenz fand ihre Stützen in den tünstigen Ernteberichten, weiters in den Kauforders von den Aachbarbörsen und in den Deckungskäufe» der Konternüne. Veranzelt lagen auch Kaufaufträge von fette« des Publikums vor, /welche die Tendenz noch weiter befestigten. Die Widerstandskraft/der Börse dauerte bis zum Schluß des Verkehres an, obzwar/ein Teil der anfänglichen.Kursgewinne auf' Gewinstrealisationen terloren gingen. Die Börse schloß in freund*, licher Haltung bei teiweise sehr lebhaftem Verkehre. Viele Effekte» in der K111 i f f schlossen zu den höchsten Tageskursen. ES' gewannen unter and>cem Staatsbahn 6100 K., Alpine 8000 K.,> Felten 9000 K., Bri mer Maschinen 21.000 K.. Semperit 7000 JK; und Karpathen 420q K. Schwächer waren Tnfailer um 25üü K.„ Juli-Süd um 2000 K. und Anglobank um 3000 K. Der Verkehr' im Schranken war ebenfalls lebhaft, Petroleum und chemische, Werte waren gesucht Im fließenden Handel avancierten Zuckerwerte. Es' erhöhten/sich Lloyd um 60.000 K., Ausstger Chemische um 15.000 K., LaOen um 30.000 K., Schrauben um 20.000 K., Steyrermühl um 25000 K. und Schoeller Zucker mn 44.000 K. Da-! gegen verloren Aester Kommerzialbank 10.000 K., Nordbahn 60.000 K., DynaMt 60.000 K., Prager Eisen 65.000 K. und Brüxer Kohle 90.000 K. Auf dem A n l a g e m a r k t waren Goldrenten fest. Staatsbahnprioritäten gewannen 25.000 K. Von den Exoten dotierten: Mrazniea 83.000 bis 34,600 K., Tepege 13.500 sts 14.000 K. BezngSrechtr Gösser Brauerei 135.000 ff.