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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-20 · Heft 2303 (20.7.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2303 (20.7.1925)
Date
1925-07-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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DK«. MMvg 80. IM Mb W Fußball. Re Haloaü in Polen. Das BialyMer Stadteteam 8:0 (l:o) geschlagen. Die Hakoah feierte einen neuen hervorragenden Sieg. Da in Bixllyjstock keine Klubmannschaft vorhanden ist. die deni Wiener jüdischen Verein einen gleichwertigen Gegner hätte abgeben können, wurde ein Städtetoam auffgestellt, aber dieses wurde nach Belieben geschlagen. Die Wiener führten ein Spiel vor, das die 7000 Zuschauer, für Bialylstok ein Reckortz, zu immer neuen Beifallsstürmen hinriß. Die Hauptarbeit verrichtete der AngrU der Haftxch, der maschinenmäßig genau znsammenspiölte und ausgezeichnet bei Schuß war. Die Tore erzielten Häusler (3), Grünwald (3). Eiftnhoftr und Fuß. Bei den Polen war der Tormann trotz der Viesen Treffer der beste Mann. _ Wiener Amateurteam» aus Reisen. Niederlagen in Lustenau und Baden. — Ein Sieg der Akademiker. Der Wiener Fußballvevband ließ gestern, um den Amatenrlsiport zu propagieren, aus unbezahlten Spielern bestehende Mannschaften in Baden gegen den B. A. C. und in Lustenau gegen eine Vorarlberger AuswahKnamvschaist antreien. Der Werbezweck dieser Kämpfe in der Provinz wurde nicht erreicht, da die Versuche mit unzureichenden Mitteln unternommen wurden: die Wiener Amateure spielten nämlich so schwach, daß sie an beiden Orten geschlagen wurden. Nur eine akademische Auswahlmannschaft, die in Baden das Vorspiel bestritt, rettete durch einen hübschen Sieg gestern die Ehre des Wiener AmateurftlßbaWportes. Badener A. C. gegen Wiener Amateurteam 2 :1 (0 :0). Die von den Wienern unterschätzte tüchtige Provinz- Mannschaft errang einen völlig verdienten, einwandfreien Sieg, da sie weit zweckmäßiger spielte als die Wiener, die zwar im Feld verschiedene unnütze Künsteleien vochührten, aber vor dom Tore versagten. Die besten Leute der Neger waren Ambrosch, Payer, Bürgert, Prlat und Hutterer; bei den Wienern hielten sich Widder, Radhofer nud Tauber am besten. Das von 2000 Zuschauern besuchte und von Schiedsrichter Kafta geleitete Spiel wurde von folgenden Mannschaften bestritten: Badener A. C.: Ambrosch; Payer, Wohatscheck; Benedickt, Burgert, Bischof; Mache, Pilat, Miliosits, Bartl, Hutterer. Wiener Team: Widder (Phönizier); Horn (Sturm 14), Michalke (Phönizier); Radhafer (Donau), Täuber (Sturm 14), Nebcmer (Red Star); Ausgebauer (Simmermger Sp. Vg.), Budrn (Sportklub), Wallner (W. A. C.), Gruber, Meissauer (beide St. Vetter Sp. Fr.). Nach einer matten tortlosen ersten HaWjzeit ' erzielt Hutterer durch einen schönen Einzelvorstoß einen «Haftbare» Treffer und Mat erhöht, gleichfalls im Alleingang, das Sckore auf 2:0. Nun raffen sich die Wiener aus, Gruber verringert den Vorsprung der Badner, für den Ausgleich reicht die Zeit äber nicht mehr aus. Wiener Akademiker gegen Badener A^ergangsmannschaft 3:1 (3:1). Akademikerteam: Spörer (W. A. Sp. <L); Dr. Raupenstrauch, Schneefuß; Poch (alle W. A. C.)» RosenSaum (Hakoah), Klimpfinger (W. A. F>); Svoboda, Ringer (beide W. A. C.). Schwarz (Hakoah, Eöbel, Feßler (beide W. A. CE.). Badener A. C.: Krug; Jreyler," Ruscha; Böhnl, Hohl, Junghuber; Martinek, Bauer, Schmidt, Kühlend, Mayer. Schiedsrichter: Dr. S p i h e r. Dieses Vorspiel stand auf einem höheren Niveau als der Hauptkamps. Man sah einen flott geführten Kampf, in dem fast während der ganzen Spielzeit eine deutliche Ueberlegenheit des akademischen Teams zu konstatieren war, Die Wiener hatten in dem Hakoahner Rosenbaum, seinen Nachbarn Klimpfinger und dein rechten Flügelpaar hervorragende Einzelkräfte, die auch zum Großteil an dein schönen Erfolg beteiligt waren. Die Mannschaft des B. A. E. stützte sich vornehmlich auf ihre Verteidigung, die niit recht viel Geschick operierte. Die Badener kommen bald nach Spielbeginn durch Bauer zur Füh" rung, Klimpfinger, der einen Solovorstoß unternimmt, egalisiert bald darauf. Feßler bringt den Stand auf 2:1 und kurz vor dem Halbzeitpfiff ist der Linksverbinder Göbek erfolgreich. Die zweite Kampfhälfte verläuft ergebnislos. Vorarlberger Team gegen Wiener Amateurteam 3:1 (0:1). Das Wiener Amateur-Team, das ans ferner Reise gestern in Lustenau spielte, hat von dem Vorarlberger Team eine empfindliche Niederlage hinnchmen muffen. Das Wiener Team, das aus den Spielern Kargl (Simmeringer), Düringer (Red Star), Koller (Straßenbahn), Luckesch (Simnreving), Pulpittel (Sturm 14), Krischcke (Simmering), Enver (W. A. C.), Sichler (Donau), Weißmann (Renn- 'weg), Kabada (Straßenbahn) und Dworschak (Straßenbahn) bestand, hatte einen ausgesprochen schwachen Tag. Die Mtanmjschcvft konnte sich auch auf dem schlechten Lustenauer Sportplatz sehr schwer zurechtfinden, während 'die Heimischen die Tücken ihres Spielfeldes kannten und zudem übermäßig hart spielen, so daß Pulpittel, Enver und Eichler Verletzungen erlitten. Die Vorarlberger hatten in Hagen, Riedmann und Petevlinger ein Kantendes Innentrio. Bei den Wienern versagten gerade die Erstklassigen Lrckesch, Pulpittel und Enver; ihre besten Leute waren Krischcke und Dvorak. Das Spiel begann mit Angriffen der Wener nud in «der zehnten Minute fchotz Kabada nach einer Flanke Sichlers den führenden Treffer. Nach Seitenwechsel glich Riedmann aus Dt. Minute), Petevlinger schoß nach einem Fehler Kollers ein weiteres Tor (32. Minute) und endlich war schon zwei Minute« spater derselbe Spieler abermals erfolgreich Dem schwachen Spiel wohnten 2000 Zuschauer Lei. Mne schwere MeÄerKrge -Ser Grazer Hakoah'. Der F. A. C. siegt 8r1 (2:0). Die heuer ersÄlaffig gewordenen Floridsdorf« wellten Samstag und Sonntag in Graz und trugen gestern gMn die in der steirischen Meisterschaft an dritter Stelle stehende Grazer Hakoah ein Spiel cms. Der jüdische Provinzjvereiu hiM sich vor der Pause sehr brav, nach Seitenwechsel machte sich jedoch die beffere Technik! nwd größere Routine der Wiener geltend. Tie Hakoah konnte nicht mehr mit und der F. A. C. schoß in regelmäßigen Zwischenräumen seine Tore. In erlangender Verfassung befand sich der Angriff der Wiener. Dtz Tore erzielten der von der Admira übernommene iSMlllM der Rechtsaußen Petz (3), Jszda rmd Jurcmie Tagsvorher spielten die Wiener gegen Die Amateure besiegen in Belgrad slawischen Meister 1:0. Die Mannschaft -er Amateure trat geffer« gsget den jugoslawischen Meister Jugoslavia an. DH Wiener, die mehrere Ersatzleute in ihren Rechen httttep mußten hart kämpfen, um gegen die tüchtigem Belgrade, einen knappen 1:0-Sieg erringen zu können. Bor der Pausi waren die Anrateure leicht überlegen, in der zweiten Spiel, Hälfte erwies sich aber die heimische Mannschaft als vollkommen ebenbürtig. Zur Pause stand das Trafen 1:0. Di< besten Leute der Amateure waren Netterer, Blizenetz uni Lohvmann. Das einzige Goal fiel in der 14. Minute durck Mieser. Bei den Belgradern war der linke Verteidiger Patscher, der 'beste Spieler. Länderspiel Ungarn gegen Polen 2:0 (0:0). Nach eine« Reche von Mißerfolgen errang Ungarns Auswahlmannschaf in Krakau endlich einen Sieg. Die Tore schossen Winkler lfitfl Holgsbaum. Hervorragend war Orth als Mittelläufer. , ' Malkabi besiegle Marathon 2:1. Spiele von gestern: Metallum—Donanstabt 6:2, Ni cholson—Straßenbahn 7:1, Atzgersdorf—Liesing 2:2. Boren. Oesterreich gewinnt den Länderkampf ge ge ll Ungarn 8:6. Der Boxländerkampf Oesterreich—Ungarn, der an Samstag wegen schlechten Wetters abgebrochen werden mußte fand gestern vormittags aus dem Sportplatz des W. A. C statt. Bei der großen Rivalität zwischen den beiden Gegners gab es recht spannende Kämpfe, von denen aber nicht all Maus voller Höhe standen. Den schönsten Kampf liefert« nalige Hakoahner Spunner (53 Kilogramm) im Ban, tarngewicht, der seinen Gegner Szbbolevscky (63 Kilogramm! überlegen nach Punkten abfertigte. Im Federgewicht 'besiegst der harte Netocny (Oesterreich, 56 Kilogramm) den Ungari Fas (56 Kilogramm) nach Punkten. Im Leichtgewicht wurdl Gutfreund (60 Kilogramm) zuerst als Sieger über Balm (59,6 Kilogramm) erklärt, doch wurde dann ein Unentschiede« oegeben. Im Weltergewicht besiegte der Ungar Schreibe (64 Kilogramm) Fried (62 Kilogramm) nach Punkten, Vibiro (Oesterreich) und Bokody (Ungarn), beide 71 Kilogramm kämpften Unentschieden, ebenso Pospischil (Oesterreich) uw Adler (Ungarn), beide 50 Kllogramm. Im Halbschwergewich ferttgte der Oesterreicher Schramm! (74 Kllogramm) Szemb« (Ungarn, 73 Kllogramm) nach Punkte« ab. Leichtathletik. Der Stafettenlanf „Quer durch Baden" Gurde gejsteri vormittags Aber eine zirka 3F Kilometer lange Strecke Es getragen und vom W. A. C. in 9.-06 gewonnen. Die Hakocä trat nicht an. Iw AuMnß waren einige leichtathletisch Konkurrenzen. Das Gehen über 2000 Meter gewann Kühne östapid) in 9:04, das Fußballwertstoßen TomÄ (Simmering «it 48-55 Meter, das Zerwerfen Hollescheck (Vienna) mi 47,31 Meter, 4 mal 100 Meter (Damen) die Darmbia ij 54,8 Seck, und das Vorgabeckaufen über 1000 Meter Rudi (SparMM m 2:36,8. [_ Schwimmen. Die 4 mal 200-MetevStaffel des M. E. S. E. (Erlach stellte mit 10:08-6 einen neuen «ngarischen Reckodg auf. Tennis. Im TennislSuderkampf DeutschlaM» Dschechoslotvak^ der gestern in Berlin cmSgetrage« wurde, siegten die Deut schon 6:1. Theater von heute Sg ScbönbroiBcr Schlon-theater t Geschlossen. Lurggatte» (bei ungünstiger Witterung Festsaal der Hofburg) „100 Jahre Johann Sttauß" 3 Ldester 1» üerZorekrtatlt: Ihr Keiner Freund '/-8 kiaimaall-rdeater: Die vertagte Nacht Lllltrpleltdeiler: Sally Davidsohn rve-ttt an sek wie»: Der Orlow wr.ssrgeme-ttk: Gräfin Mariza KdlSüllbüdue: Der Weg zur Hölle üülllrcde Lüdie (Hotel Stephanie, II. Taborstr. 12); Der König fon Liebe 8 Zirkus ztfttral (II.. 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