Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2296 (13.7.1925)
- Date
- 1925-07-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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CBtav, Bt9nM§ MoraemeMtM m ftuR 19» VieiKom tU6d Barm mit abgehoivfm «erdm, wenn WM die -Ävßg««te» M Sen MwmtdLmngAAnibern für ihren Bemf fachganätz vorbereitet. Die Errichtung von Werkstätten für Ehalnyttn mich in einem viel größeren Maßsttcke allS bis jetzt durchgeiführt werden. Wo er die Mittel nicht erlauben, jeMststandige Werkstätten zu errichten, muß die Hachscharaikonttnissivn dafür sorgen, daß registrierte Chaluzgruppen bei HandWerikSmeisdern aufgenovrmen «nd ausgeMbet werden. Die Echaltluirg d«S Gruppensystems ist sehr erwünscht und hat sich in Palaftitut sehr gut bewahrt. ES bestehe« Kür jede Art von Bau- «lbeit« eigene Kwuzoch: Tischtet-, Ziegel-, Beton-, Maurer- Kwq-och «stv., die immer als Ganzes für einen Bau ange- Kpvoche« werden. Dvtche Gvltppe« Kirnten, mit Lu Sn ahme von TAschder- «ch Schusterwerkstätten, unter Führung eines MMfterS und zwei bis drei auSgebilldeter Schellen Banarbeiten übernehme«, sonst als Lehrlinge bei fremden Meistern untergedvacht werden. Tischler- «nd Schlosser-, betzw. Schmiedewerfftätteu sind i» möglichst groß« Zahl zu errichten. Kür andere Berufe, wie Schneiderei, Schufterei, Klempnerei, Buchvindareli, Rafierstuben Mstv., herrscht eine Neberpvoiduktio« im Lande «nb wird Kür längere Zeit kein Zufluß benötigt. Dagegen macht sich der Mangel «m weiblichen HaushaktlmngSkräfte», besonders in den Städten, sehr unangenehm DhlVbar, denn die zu Hausarbeiten herangezoyensn jemenitischen Frauen «nd Mädchen verftchm von einer europäisch geführten Mrtfchaft üiberhanpt nicht«. In keinem Lande «nd bei keinem Bälde besteht Sin so fvemchschaftttcheS «nd beinahe familiäres Verhältnis zwischen den WirtSleuten und der ,Mütze der Hausfvau" wie hier i« Palästina. Rur ist eß erforderlich, baß dt« betreffenden Mädchen, außer dam guten Willen Mr Arbeit, eS devmeiidön, die MOaffirng eines Lohnverhältnisses, wie es sanft zwischen Arbeitgeber «nid --nehmet besteht, igelten zu lassen. Biet wichtiger ist aber, daß gründliche Fachiksnntnisft in der Hauswirvschoft mitgebracht werden, denn daran rden rranSen die ureÄstM Mädchen hier im Lockde. Der Mangel an Wirtinnen ist auch in größeren ChMygruppon auf dem Lande und in den ,städtischen LribvitertÜche» Kehr wnangvnehm. Welche Aufgaben für die HachscharalkommtM auf dkfM Miete erwachsen, ist ganz Kar. MM Snn-te eine gange Reihe von Berufen anfühven, die die Notwendigkeit einer großangelegton Hachscharp im GolnS beweisen; das würde An Rahmen dieses ArtÄett zu weit führen. Soll diefe Organisation etwas PoMves leisten, so darf sie nicht von einer Zsntrofstelle aus geführt werden, sondern muß vielmehr dezentralisiert und den einzelnen Landesorganisa-twnen Werlaffen werden. Der Vorteil liegt: 1. In der sretien Anpassung an die loyalen Bechaltniffe, die einzig «nd allein Kür We Errichtung von Hachlschavainstrtu'tionen maßgebend sind; 1 in der Befreiung von jedem Partei- «nd FvaiktionSeinfluß oder auch MhängigkSit von demselben, wie fte durch eine Zusamnrenisetzrmg der Zentralstelle unvermeidlich wäre «nd von dem momentanen Kräfteverhältnis der Parteien und Fraktionen abhinge. Die Vergebung von Zertifikaten muß an das Gutachten dieser Kommissionen gebunden sein. An diese Stelle ift Kür jeden Fall die Anfordeyrng von Arbeitern für Palästina zu richten. Sk Uffefath Haniwcharlm für eine Kontrolle der BodenkSufe. Der Waab Leumi teilt mit: Die Affefath Hünilvcharim kst der Ansicht, daß neben unserem Wunsch, den Boden Erez Israels durch den Keren Kajemeth l'Zsrael auSgelöft zn sehen, auch dem BobeNerwerb dmch private Personen »nd Gruppen große Bedeutung -»kommt, aber nur in dem Maße, alS er nicht zu einem Gegenstand des freien PrivathandeS wird. .Jede Bodenspekulation verursacht allgemeinen «ationattN Schaden, Weshalb die Affefath Haniwchari« die Forderung «rfstellt, daß Bodentransaktionen unter nationale Kontrolle gestellt werden. Zum Zweck dieser Kontrolle soll durch den Waad Leumi und die Zionistische Exekutive eine besondere zentrale Institution geschaffen werden. BodentranSaktionen sollen nur die Gesellschaften und Privatleute vornehmen dürfen, die sich der Kontrolle dieser Institution unterstellen. *3 K*1 tsf> no’p fl» KEREN KAJEMETH L’ISRAEL (Jüdischer Nationaffonds) WIEN, I., Kärntnerstrasse 28. Tel. 7748b, 77486. - Pöst* Sparkassenkonto 100.206. Ausweis Nr. 12 ing Gesamtsumme der Eingänge dieses Monates . . . 10.814.60 Summe der Eingänge von Rosch Haschauah 5685 . . 89.418.81 Zentrale: 2372. Bezirke: , 1. Bezirk 142.50, 2. Bezirk 161.62, Prater 10815, ä. Bezirk 152, 4./5. Bezirk 127.20, 6/8 Bezirk 403.50, S. Bezirk 927, iO./ll. Bezirk 24.91, 1S./L5. Bezirk 88, 13 Bezirk 28, 18. Bezirk 10, 19 Bezirk 67.30, 29. Bezirk 34, Zwischenbrücken 91.05. Btreine und Sonderverbande. Bar-Giora 172.34, «echawer 66.7b, Iordanta 47.70, Ävrla 221.30, Slaöimah 810, Lese- und ReSehall« 99,96, Theodor Äerzl 963, Anitas 40, Giskalah 41.37, Jedivaa 75, Mafsadah 61.14, Blau-Lveib 956.84, Bund jüdischer Iungwanderer 120.07, Erez Israel 15 90, Frauenorgantsalion 083. Bagibor 107.18, ^aschomev Hazaiv 130.65, titachduth 61.40, Jüdisches Aealgymnasium 59.92. ugendgruppe Veopoldftadt 557.35, Juaendgruppe Z«ischenbrüchen 85.10, Äulturgruppe XX 380. Midrachl 85 Tcheleth Lawan Prater-Dror 382.90, Zaire! MtSrachr 90.40. Provinz: Angern 103.22, AtzgevSdors 15. Baden 20, Klosterneuburg 11.80, vinz iii7, Mödling 80.06, Pernhosen 10.60 Ptlgerodors 31. Selbstköntlttgentler: Jakob Adler 10. Rosa Ander«««« 199, Markus Baelstzsd 75, Dr. Arj« Birnbaum 12, Dr. Nahum Matter 210. Dr. Hilde Blelek 10, Leo LtivNiet 41, Ludwig Dcnl.ch 30, Laura Liü««ük 50, Kiwel Eder ib. Frau Dr. Fischer 10. Rabb. Resel HrieS«««« 50, Dr. Leo Fuchs 20, I. A. «erstt 24, Dr. Mar Sold 300, S. Srimminger 50. Dr. Abraham Grast 19, Theodor Oruvner 15, Malkiel Grünwald 30. Ludwig ««Uer 50, Dr. Heinrich Bammer 10. Hermann «Snig 55, Chaim Kallmann 22, Leo Siausmann 20, Moses Kerzner 262, Heinrich «estler 77, Osias KvhlVeka 40, Dr. Robert Kohn 10, Dr. Nathan Korn 12, Lazar Kkanz 30, Julius Vager 60, Sophie Löwen Herz 10, Stegm. Msraulies 13, Ruth Mohr 50, Ing. M. Mühldauer 21, Gau! Oppermann 38, Paul Perntz 50, Josef Pohornlle» 18, Dr. Josef Polalschek 40, Ing. Julius Bosenstoa 40, Leopold Eakorl 100, Dr. Max Gllberberg 155, Jakob Spiest 15, Rtsa Sporer 18, Max Spri«zett» w, Dr. Ing. Abel Suchrsko« 150, A^e Gcherzer 86, Rosa Scherze« 31, Jehuad Schmtedt 21, Kitty Schütt 40 Ing. Stephan Schwarz 10, Alfons Schwarzdarl 16,Mac Schwarzwald 10, Dr. Brno Schwoner 20, Risan rosset 29, Dr. Chaim rartakower 24, Relly Teichthal 29, Rosa Thnmin 20, Samuel Unge» 18, Dr. Georg Meiner 10, Sank Weinreb 10, Samson Wieselberg 13, Rosa Weiusloch 10, Adolf Winbler 12, Ing. Gustav Wolf 60, Abraham Fahler 21. Provinzkontingentler: Erna Müller, Linz 20, Marianne Piesinger, Litt- 40, Emanuel Sand, Linz 40. Nene Seibstkontingente. Blsjetzt haben 674 Personen Kontingente im Gesamtbetrag« von 846 Millionen Kronen Übernommen. Aufgebracht haben davon 371 Personen 825 Millionen Kronen (88*/A An den Gesamtetngättgen deS Keren Kajemeth l'Zsrael von Rosch Haschauah haben sich die Stlbstkontingentler mit 36*/, beteiligt. Mdtsche HoMchulknese in Wien. Wahrend de« 14. Zionistenkongresses. Der Jüdische Hochschulausschuß veranstaltet anläßlich des 14. Zionistenkongreffes in Wien jüdische Hochschnl- »k u r s o. Bedeutende jüdische Gelehrte «nd Schriftsteller de« Jn- UNd Auslandes haben ihre Mitarbeit zugesagt. Nähere Informationen erteilt der Jüdische HochschülauSschuß, Wien, 9. Bez., ZimmerMannplad 6, Telephon 25-2-28. ragung de» 3entralrate» der Mischen Welthilfskonserenz. Paris, 10. Juli. (I. T. A.) Das Exekutivkomitee der Jüdischen Welthilfskonferenz hat beschlossen, für den 12. Mid 18. August d. I. eine Sitzung des Zentvalvates einzuberufen, lieber den Tagungsort wird erst in den nächsten Tagen entschieden werden. In Betracht röntmen in erster Reihe Berlin, dann Wien oder M a r i e n b a d. Dieser Session des Zentralrates der Jüdischen Welthilfskonferenz ift größte Wichtigkeit beiKuMeffen; es webden in ihr Fragen von weittragender Bedeutung behandelt werden. Der Zeniralvat zählt 90 Mitglieder, Vertreter det großen Organifatiottettfür jüdische soziale Hilfstätigkeit. Von den auf der TagesordnUirg stehenden Fragen find hevdorzuheben: Die Erneuerung der Hrlfstätigkert des Joint Distributiss Eömmittee «nd ihre Folgen die Bereinigte jüdische Dolksbank, die Statuten des Weltderbandes für jüdische soziale Hilfe, die Gründung eines Zentrums für jüdische Kindechilfe Ufw. Die nach Amerika entsandte Abordnung der Jüdischen Welthilfskonfereng, bestehend aus dem Präsidenten Leo M o tz k i n, dem Oberrabbiner von Petersburg, E i s e n ft a d t, und dem Abgeordneten Dr. Oskar Cohn, wibd über die Resultate ihrer Mission Bericht erstatten. Schekelaktiün. DaS Zionistische Lcmdeskomitee teilt, mit: Die zioniistischen BeKirksfektionen, Sonderverbände und Ortsgruippen werden davrmf aufmerksam gemacht, daß der uns von der Exekutive verlärdgerte Termin fiir die Schekelverrechnung am: Donnerstag den 16. d. Mäuft. Die SchekelverrechNnngen müssen mit unserem Bureau bis zu diesem Zeitipunkle dnrchgchüihrt sein. In letzter Stunde fordern wir alle Verantwortlichen Faktoren Mts, den kurzen, -noch zur Bechügrmtz stehenden Zeitraum mit Einsetzung aller Kräfte MSgUwützen, um mit Rücksicht aus die konrmenden DolegiertenwaMen das Endergebnis der diesjährigen SchekelMion günstiger zu geistalten. llaillaux zum Senator arwöhlt. Paris, 12. Juli. (Havas.) Finanzmiuister Carllau x wurde im Departement S a r t h e mit 641 von 870 Stimmen All«: Senator gewählt. Seine Gattin, die sich im Automobil iu den Hauptwahlort begeben hatte, erlitt einen schweren Unfall. Sie wurde aus dem Wagen herattsgeschleu'dekt und bedenNich verletzt. Sie wlirde nach ihrer Uebevfichrung ins Spital sofort operiert. Obwohl die Verletzungen ernst sind, besteht keine Lebensgefahr. _ Set Konflikt fm englischen Bergbau. London, 13. Juli. Der Sekretär der Bergarbeitevföderatiott Cook sagte in einer Rede in Simdevlaud: Die Bergleute wmlischetl den Frieden, aber lvenn es zwut Kanlpf kommt, wird es ein i n t e r n a t i o n a l e r Kampf werden. Ich warne die Avbeitgeiber ivutb die Regierung, es einem Konflikt kommen zll lassen, denn dieser würde von einem Ansmaß setrr, wie ihrr Gnglaud noch nicht erlebt hat. Lasset »ms aber, so schloß der Redirer, beweisen, daß wir »nit xeiiveu Händelt kämpfen. Wene es zum Kampf konmrt, tvollen wir keine Gruben zerstören. Sie werden nn8 vielleicht bald selbst gchöveu. Sa» Stab bet Matia BNlero. Dik Korresponden- Hertzog mtttmt tUftec AOAMne W* Direktor« der österreichischen PerkehrswerbungSgesekffchaft, Ministerialrat Doktor Fritz D-rlbingss» «nteknahinen die Wiener Vertreter der angesehensten «ruMnvisckicn Mütter am Gamstag eine Propagandafahrt durch den Wienerwald und besuchten unter andevem die Krainer- Hütte, .HeiliuenkreiW umd di« Hiinterbrühl. In Mayerling zeigten die ausländischen Pressevertreter für die trotz aller neueren Publikationen m»ch immer Nicht restlose AüfKürmbtz der TtagMe de« Kronpriinze« Rudolf Interesse und ließep sich von älteren Ortsbewohnern mlSführlich über «im« Reihe von Detalls des Drama« un>5 dessen Vorgeschichte' informieren. Di« auswärtigen KorrePpondetttt« besuchten korporativ das Grad der ««glücklichen FreÄn Mary Betfera, auf dom geroide gestern von «nbekaanter Hand ein großer Rvfenstrantz niedergelegt wurde. Die Korrespcmdenten erfnhren von dem Totengräber, der dar chhöuchedeckte Grab der Vetsera aufmerksam Pflegt, daß für die Kosten der GraberhaÜimg lediglich eine Stiftun-g von — zehn Kronen vorhanden ist. Der Totengräber erzählte alle Details, diie ihm sein Vater und Vorgänger in seinem Amte über die furchtbare Tragödie berichtete und erwähnte unter anderem, daß die angekleidet« Leiche der Vetsera von drei Mittgliedern de« ehemaligen AdelS, di« Toittzeugen waren, m eiinem Landauer vom Jagdschloß in Mayerling in die Totenkammer des HeLigenEreuger Friedhofes gebracht und dorffelbst vor jeder Bestchkigung bewacht wurde, bis der i« Kloster eilends gezimmerte Sarg tzertiggestellt und di« Provisorische Beisetzung der Leiche vn der zweiten Reihe de« Friedhöfe« in aller Stille erfolgte. Erst spater wurde die Leiche der Bawnin auf einer links vom Eingänge befindlichen lisichten Anhöhe des Friedhofes unter einer Tra»rerweide zur letzten Ruhe beigefetzt. Ein großer MairmvMSck trügt den Namen der Freiin Mary Vetsera, die Sterbedaten «nd «men wehmütigen Spruch, der das Leben der unter jo tragischen Umständen Gestorbenen mit einer Blume vergleicht, die vorzeitig gebrochen würde. In der von der Mutter der Betsera gestifteten GedächttnSkapelle auf der Friedhofshöhe erregte das Attarbikd besondere« Interesse, auf dem diie Engel die Zuge der Mary Vetsera mü> ihres beim Ringtheaderbrcmd verunglückten Bruders zeigen. Die PrSsenzlisten erledigt. _der Korrespondenz iherwe-i vom Beamtenvertretern mitgeteitt wird, O der Wan px Einführung von Präsenzlisten in den österreichischen Bundesämtern als erledigt zu betrachten. , Wie», IS. Juli. * Ernst Divenot verhaftet. Wie die ^Wiener Sonn- und Montagszeitung" berichtet, ist der in den Wiener Gesellschaftskreisen bekannte Rittmeister Ernst (Baron) Vivettot Unter )er Anklage betrügerischen Vorgehens gegen die Gräfin Cä- :ilie Thun-Dohenstei» verhaftet »nd de« Landesgerichte eingeliefert worben. * Die teuerste Briefmarke der Welt. Die teuerste Freimarke der Welt ist in einer Auktion-in London an einen Amerikaner M. Hlttd von iltika für de» fabelhaften Preis von 8 0.0 00 Dollar verkauft^ worden, sicher der höchste Preis, der überhaupt «icher für eine Briefmarke bezahlt bürde. S« ist eine rote 1-CentMarke a»S Britisch Ä u y a na vom Jahre 1856. Sir war die Krone der Sammlrrng des österreichischen Grafen Ferraris. Der Graf, starb ivährend des Krieges in Lausanne, seine sehr wertvolle Markensammlung wurde vom französischen Staate beschlagnahmt. Es rxistiert von dieser Marke nur ein einziges Exemplar luf der ganzen Welt. Die Auflaae selbst war ungewöhnlich klein, da es sich Ui» eine AuShtlfswarke handelte, die nur vlaNge gebraucht wurde, bis neue Marken der *»*-**. ftt gedruckt waren. Im Laufe von 80 Jahren ist der Preis >on 6 Schilling über 25 englische Pfund zu der fabelhaften RtNtMe von 30.000 Dollar gestiegen. * Mozarts Biotin«. AstyartS berühmte Violine hat ein eltsaMes Schicksal gehabt. Vor kurzem wurde sie i« London ür einen Spottpreis verkauft, für etwa 700 Goldmark. Diese Stzwöttung erscheint um fb merkwürdiger, als ja gerade in wndon sonst unverhältnismäßig hohe Preise" str derartige lndeüken an berühmte Männer bezahlt werden. Außerdem oar Mozarts Violine schon an sich em hervorragendes Musiknstrnment, auch ehe er sie berühmt gemacht hatte. Sie wurde >on dem großen Violinbauer Maginnt geschaffen und trägt ie Jahreszahl 1615. Mozart erhieÜ fie von fernem Vater im )ahre 1764, als er als achtjähriger Knabe zmn ersten Male n London auftrat. Mozart war bekanntlich bereits im Alter >on sechs Jahre» Violin-Virtuose. Gerichtssaal. »et Mord an dem Kaufmann Rifchtlt«. Bor dvm Schwurgericht deS Lanidesgerichts 1 hat sich hertte der Mjährvge Portier der DomruwerSe Ernst Krause, Morg Kleibel, wegen Mordes gu verantworten. Der Angeklagte lvar. dem Ratenhändiler Hemnann R is cheleS ftrr gelieferte Kleider einten größeren Betrag schuldig und boalbstchtigte, nachdvn: seine Frau 'chn veckaffen hatte, nach der Tischechchlowallei ausKulwandern. Ms Rilscheles davon erlfchr, erftachtete er gegen Klewöl die Änzei-ge wegen Beruntrenuug «mb die Polizei nahm ihm den Reisepaß ab. LKn 2. Mai erschien der Beschuldigte i» der Wohnung Rischeles, und als seine Forderung, die Anzeige Auvüötzuzieheit, zurückgeloielsen wurde, «gab Kleibvl gegen den Rcrterchändler zwei Revolverschülsse alb. die seinen Tod gur Folge hattw. Den Borsitz m der BevhaMlmg führt Hosvat Dr. Gold sie irr, LffeM'icher Aukläger ist Staats, anwalt Dr. Nickerl, Verteidiger Dr. Fritz Flandrak. Der Beschuldigte hatte ln der Untersuchung ein vollkommenes Geständnis Mellegt und zugsgeben, daß er den Entschluß gefaßt halbe, den Hermann RischeleS zu töten. Ei wollte nach der Tat sich selbst evschießeu, die Pistole habe aiber versagt. Die Untersuchung des Geisteszustandes deS Lkngeklagtelt führte zu den: Grrtachtem daß Ktekbel Mar ern leicht erregbarer, vevstimmbarer, empfindlicher, zu Lügen uni? Renomnrieren geneigter Mensch sei, keineswegs über an esirer Geifteslkrankheit leide. Zur Zeit der Tat habe er sich ztvar in einer großen Erregung böfnnden,^ nicht aber m einem geistigen Ansuahmsgllstand. Er ist daher für seine schwer« Tat Veranttvortlich.