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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-12 · Heft 2295 (12.7.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2295 (12.7.1925)
Date
1925-07-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Gew 10 Dien, Sonntag Nr. 2296 LoÜswitt. Ae «Mengefellschaft al, AttionSr. Von Dr. Heinrich Schreiber. D-e Akt'rengestllsch-aft ist begrifflich eine Handel s-gesell- /schalst auf Aktien. Sie entsteht durch Ausgabe ihrer Aktien. Aufi ^obe und Zweck einer Aktiengesellschaft ist aber nicht die Bc-! gübung von Aktien, sondern die Ausübung ihres gewerblichen I Zweckes. Die Begebung ihrer Aktien ist nur Mittel zum Zweck! und im wahrsten Sinm das Mittel zur Beschaffirug der für! ihr Geschäft benötigten Geldmittel. Dies schließt aber nicht j ans, daß die Aktiengesellschaft fremde Mien erwirbt, ja selbst! — als Fiinanzierungs-- und Gründungsgesellschaft — fremde! Aktien schöpft, um damit — wie die Banken insbcsonders — i Handel zu treiben rmd sie abMsetzen. So wie jede natürliche; Person, so wie jede Personeruxesellschaft, kann auch die juristische! Person, kann auch die Kapi'ita^gesellschaft Aktionär werden und! Aktionär sein. Diese Qualifikation ist mithin nicht nen und : nicht absmrderlich.; Nert und absonderlich wird sie erst, wenn eine Akticngei sellschaft keinen anderen Ziveck und keine andere Aufgabe hat, : als fvemde Aktien zu besitzen und demzufolge nichts anderes als Aktionär anderer Aktiengesellschaften zu sein. Der Typus hierfür ist die Holdinggesellschaft und speziell der für unsere heimischen Verhältnisse byzichungsreichsie Schweizer Holding. Seine Einführung, die unter der Devise der „Berschweizerung" mit dom Zerfall des alten Staates und den damit einhergehen-; den Neubildungen sich vollzog, hat als Timber-Holding (Holz), als Tarbouches-Holding (Fes), als Fanto-Holding (Petroleum), als Mundus-Holdmg (gebogene Möbel) und dergleichen die mafrkantesten Muten getrieben. Die Holdinggesellschaft, als Haltogesellschaft verdeutscht, hat solcherart die Aufgabe, gegen ihre Aktien Wien gleichartiger Unternehmungen auszrmehmen, sich als Aktionär anderer Aktiengesellschaften zu betätigen und diese Beteiligung dauernd zu behalten und zu verwalten. Dem Holding zunächst steht die Abart der Schachtelgesellschaften, die wohl die nämliche Aufgabe sich setzen, jedoch nicht an eine dauernde, sondern mehr vorübergehende Beteiligung denken. Branchegemeinschaft und Verwandtschaft der aufgenommenen Aktien und deren dauernde Jnnehabung sind demnach die wesentlichsten Merkmale der Holding- oder Haltegesellschaften. Wo diese Requisiten nicht vorhanden sind, die Artung der Wtien verschieden, die Beteiligung nicht bleibend ist, wird die Bezeichnung Holding nicht in ihrer Reinheit erfaßt, liegt keim Reinkultur des Holdings vor. Wenn also in eine Aktiengesellschaft (gleichviel ob heimischen oder ftemden Rechtes) nicht Aktien des nämlichen Geschäftszweiges eingebracht werden, wird der Name Holding zu Unrecht gebraucht, zumal ein solches Gemenge verschiedener Anteilsarten das Erfordernis der dauernden, eng verbundenen und gemeinsamen Gestion an und für sich ausschließt. Ist daher der Holding wohl als Finanzierungsgesellschaft anzusprechen, so ist darum doch nicht jede Finanzierungsgesellschaft schon ein Holding, wie der bben herausgestrichene Gegensatz zwischen Halte- und Schachtelgesellschaft genügend bekundet hat. Unserem heimischen Gesetz fehlt bis nun die spezifische Normung der Holdinggesellschaft, so daß die Finanztechnik es -immerzu liebt, die Quelle der Institution iim Schweizer Gesetz und Ländergebiet aufzusuchen und dort die Becher der Kapitalsbrlduug unter -ihren Strahl zu stellen und zu stillen. Die Reform des Aktiengefetzes, von der es nach den jüngsten Meldungen heißt, daß sie in die Wege geleitet sei, will freilich auf die Holding- und Schatelge-sellfchaften Bedacht nehmen, sie in die neue Ordnung einbeziehen und mit speziellen Pflichten bedenken. Wie aber jetzt die Dinge liegen, verlegt das Holdingsystem die -Kapitalsbasis der eingegliederten Aktienbeteiligungen noch immer in die Fremde, schafft eine einheitliche ausländische Vermögensverwaltung zersplitterter Glieder, Zweige und Interessen eines Stammhauses oder einer Stammnnternehlmnng, sammelt also in einem Brennpunkt die zerstreuten Strahlen eines Aktitznbündels, das der heimischen Hand entglitt oder entfremdet worden war, um ihm in -der Fremde wieder eine gemeinsame Konzentrationsbasis zu sichern. . Freilich die Frage, cb auf diese Weise ein Zufluß oder ein Abfluß von Kapital entsteht, ist nicht einheitlich zu lösen. Gewöhnlich findet bloß ein Austausch >der Mtien statt, -indem für den Stock an ein gebrachten Aktien Holdingaktien ausgewechselt werden Nicht einmal, wie dies bei Fanto und Timber zu beobachten war, ist die Dividende in bar zurückgeflossen, sondern wieder in Gestalt von Aktien (Freiaktien oder Eouponaktien), während umgekehrt die Ausschüttung der Dividende aus den Angebrachten Aktien in die Holding ausgeronnen ist. Bon einem Kapitalszufluß kann somit nur dann die Rede sein, wenn der Holding als Dachgesellschaft seinen Dachbewohnern und Schutzbefohlenen auch Gelder vorstreckt, ihnen seinen Kredit eröffnet und sie finanziell stützt und fördert. Auch diese Mitwirkung kommt vor und gcht darum mit, ohne sich jedoch gerade -darin immer zu bewähren. Wir beobachten viel-' mehr, daß gerade wegen unzureichender siinantzieller Aushilfe durch die Holdinggesellschaften die eingegliedevten Aktiengchettschaften häufig notleidend werden und sich nach anderweitigen Geldquellen umschauen müssen. Der Holding als oberste Schutzfrau versagt also manchmal, ivenn sich nicht die Fittiche seiner unmittelbaren Bankverbindungen auf ihn senken und unter ihre Obhut nehmen. Der Holding mündet und endet somit regelmäßig wieder in einer Bank, einem Geldinstitut, das befähigt ist, den affiliierten Unternehmungen das nötige Klein- und Bargeld vorzuschießen. Wo dies nicht zutrifft, kann der Holding leicht auf eine Sandbank mlffahren und brüchig werden. Di« Aktiengesellschaft als Aktionär leidet demnach nebst ihrer Schwerfälligkeit an dem Nebel der Spekulation, das sie mit jenen Risken belastet, die sich an jeden Aktienbesitz wie ein Bleigewicht hängen. Tie Aktiengesellschaft als Aktionär hat doppMen Anteil an -lon spezifischen Kriterien des Aktienweseirs, Hß ieMrjejts der MienzrsBschaft und andererseits den Mtio- * _Wlenev _ nären anhaftcn und damit ans der Kapitalsgesellschafr das letzte Quintchen Persönlichkeit Herauspressen, die sich sonst in der Versammlung der lebendigen Aktionäre offenbart und zur Durchsetzung bringt. Der Holding wird zum toten Gestein, um das sich wie um die Dcrmögensmassc alle Schleier der An orgauität so dicht und unzerreißbar hüllen, daß nur schwer ein Lichtschein in dieses Dach- und Fachwerk dringt. La» Ausland an der 8. Sftmeffe in Lwow (Lemberg). Die im Monat September vom 6. bis 16. stattfindende fünfte Internationale Qstmessc in Lwow steht nunmehr mich vier Jahren ihrer Tätigkeit im Mittelpunkte des osteuropäischen kommerziellen Interesses. Die int Vorjahre vom Organisationskomitee der Messe in Barcelona veröffentlichte Statistik evgaib, daß die Qstmesse in Lwow in bezug auf die Ansstellerzahl an zehnter, in bezug auf die Käuferzahl an achter Stelle steht und daß sie in bezug ans die Transaktionen die Messen in Padua, Bordeaux, Göteborg und Malmö weit überflügelt. Das Messeamt m Lwow erhält täglich Berichte vom Auslände, ans welchen $u schließen ist, daß die Beteiligung der einzelnen Länder an der diesjährigen Beranstal-tung im -Verhältnis zu den verflossenen Jahren sich bedeutend stärker gestalten Wird, und man darf annehmen, daß die Angaben der Barooloncr Statistik namhafte Steigerung erfahren werden. Die ei-nlaufenden Berichte befunden von stets sich erhöhendem Interesse des Auslandes und liefern den Beweis, daß Lwow Gelgenheit geboten, Beweise für ihre Bdeutnng als als stark nach dem Osten verschobener wirtschaftlicher Posten berufen ist, zu einem modernen Unffchlagplatz im europäischen Transitverkehr und Güteraustausch zwischen Ost und West omporzu-wachfen. Gerade in: laufenden Jahre, in welchen! Polen mit fast allen ourvpäitschen Staaten Hcmdolsvevtrage abgeschlossen hat, -und nur noch mit einem gernvgen Teil der restlichen Staaten -in diesbezüglichen Verhandlungen stcht, ist der Ostmesse in Lwow Gelegenheit geboten, Beweise für ihre Bedeutung als günstiger Platz zur praktischen Erprobung dieser Verträge zu liefern. Von den Berichten über die Teilnahme des Ausländes an der fünften Internationalen Ostnresse in Lwow wäre an erster Stelle Oesterreich zu erwähnen. Der österreichische Haindslsniinister Dr. Schürff äußerte, sich gelegentlich seiner Rücksprache mit einem Delegierten der Ostmesse, daß Oesterreich sich offiziell an der Messe beteiligen wird. Die Ergebnisse einer in Wien auf Anregung des österreichischen Verbandes für Kultur und Wirtschaft abgehaltenen Konferenz lassen mit Bestimmtheit eine rege Beschickung der Lemberger Messe durch die österreichische Industrie erwarten. Auch die Handelskammer in Wien organisiert einen kollektiven Besuch der fünften Ostmesse in Lwow durch namhafte Vertreter verschiedener Handels!ategorien, da doch sämtliche wivttfchastliche Kreise Oesterreichs sehr starkes Jn-teresse im Handel mit Polen hüben. Gelegentlich einer Rücksprache des Posen-er Vertreters der Oftmesse mit englischen Industriellen und Kanfteuten gäben dieselben bekannt, daß auch in England in diesem Jahre ein kollektiver Besuch zur Messe in Lwow geplant wird. Nebst den ledanti-ni scheu Gästen -wird -das orientale Gepräge der diesjährigen Qstmesse zweifel5os durch einen Pavillon, welcher der palästinensischen Industrie, dom Kunst - gewerbe und den Bodcnprodukten gewidmet wurde, besonders zum Vorschein treten. Zum ersten Male wird Palästina an einer Mesie in Ostsuropa vertreten und dieser Umstand wird denjenigen, welche an diesem Lande Interesse nehmen u-nd in Handelsbeziehungen mit de-mtsülben treten wollen, günstige Gelegenheit bieten, sich eingehend von der Leistungsfähigkeit Palästinas zu überzeugen. In Jugoslawien, mit dessen -wirtschaftlichen Faktoren von der Leitung der Oftmesse eingehende Konferenzen betreffs Anbahnung engerer Handelsbeziehungen dieses Landes mit Polen gepflogen Wurden, konnte besonderes Interesse der Handolskreise für den Import der polnischen Textilindustrie, gewerblicher und landwirtschaftlicher Maschinen, Petroleum, Pavafftn, Hopfen nsw. festgestellt werden. Eine kollektive Ausstellung jugoslawischer Produkte auf der diesjährigen Ostmesse wurde beschlossen, wo'bei man sich auf die kaufmännischen Erfolge einer ähnlichen Unternehmung im Vorjahre berufen konnte. Holland und Dänemark beabsichtigen, auf der fünften Qstmesse eigene Pavillone für ihre Erzeugnisse nn-d Produ-kte zu errichten. Auf Gvu-ud dieser verläßlichen Nachrichten unterliegt es keinem Zweifel, daß die diesjährige Qstmesse in Lwow sich zu einer imposanten Schau -der in- und ausländischen Industrie gestallten wird. Rückgang des Banknotenumlaufes und des Eskompteportefeuilles. Der letzte Ausweis der Oesterreichifchen Nationalbank mit dem Stande vom 7. Juli 1-935 zeigt eine Steig-ernng des Barschatzes -um 6,343.666 Schilling. Er beträgt somit 444,836.936 Schilling. Das Eskompteportefenille, das im letzten Ans-weis infolge des U-ltim-obedarfes eine Zunahme erfahren hat, ist jetzt u-m 9,184,223 Schilling auf 85,914.967 Schilling gesnnke n. Auch der Not e-n u in l a -u f hat eine A b n a h m e -um 22,975.380 Schilling erfahren und beträgt nunmehr 805,04-1.4-82 Schilling. Im ZNsammenhang -mit dem verrinigevten Ban-knotenumla-uf sind die Verbindlichlkeiten aus dem Giroverlkchre um 16,963.856 Schilling gestiegen. Aus diesem Berichte ist zu ersehen, daß der Status des Noteninstitntes trotz des gesteigerten Geldbedarfes an der Börse ein günstiger ist. Der gestrige Privatverkehr. Die feste Tendenz fand auch im gestrigen privaten Effektenhandel ihre Fortsetzung. Besonders leibhaft gestaltete sich das Interesse nach einjetneu Bank- und Petrolenmeissskten. Die Taxationen loaren teilweise höher als die vortägigen Schlußku-rfe. Der Privathandel wurde auf die Intervention eines Börses-unktionärs hin e i u g ejtelU, 12. Juli 1926 Cosmanos vereinigt« Textil- und Druckfabriken. Am Grund des Beschlusses der Generalversammlung vom 5. Februar d. I. gelangen 30.000 Stück ab 1. J-uli 1025 dividcnden berechtigte Aktien der C o s m nnosi Bereiigte Textil un d Dr u ck fabrike u a Nom. 400 tschech. Kronen zur Ausgabe und werden den bisherigen Aktionären znm Preist von 435 tschech. Kronen tel guel pro Stück derart znm Bezüge angeboten, daß auf je drei alle Aktien je eine neue Aktie be zogen werden kann. Das Bezugsrecht ist bei sonstigem Verlust in der Zeit vom 13. Juli bis cinschrießlich 22. J-nli d. I. in Wien bei der A l l g em e i n e n ö st c r r e ichischen B odvn - C r vd i t - A n st a l t oder deren Stadtburcan, in Prag bei der Z i v u o st e n s k a b a n k a v Praze ausznnben. Der Geschäftsgang der Gesellschaft im laufenden Jahre ist günstft-p so daß eine gegen das Vorjahr erhöhte D i v i d e n d e zu Mvärtigen ist. (Entgeltlich.) Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde über Franz M a t u s ch e k, Gastwirt, 14. Bez., Mariahilferstraße Nr. 219, eröffnet. Oesterreichische Baulose, Emission 1925. Auf Grund eines mit dem Buudes-Wohn- und Siedlungsfonds getroffenen Uebereinkommens gelangen 600.000 österreichische Baulose, Emission 1926, zum ^Preise von 100.000 K. (10 Schilling) zur Ausgabe. Die Verlosung dieser Losanleihe erfolg. Innerhalb 40 Jahren, wobei in den ersten fünf Jahren jährlich zweimal Haupttreffer von je einer Milliarde Kronen, in den weiteren Perioden jährlich zweimal Haupttreffer von je 800,000.000 K., ^i-chungsweilso 600,000.000 K. -u-nd 400,000.000 K. aus-gelbst werden;'da auch zahlreiche Nebentreffer in Tlbstufungen von 300,000.000 K. bis 300.000 5k. vorgesehen sind, bieten sich dem Losbesitzer große Gewinstchancen. Jedes Los muß mit einem den Zeichnungspreis übersteigenden Betrage gezogen werden. Die Treffer der Baulose sind von sämtlichen Stenern und Gebühren befreit, insbesondere auch von der Einkommensteuer. Gleich wie in den früheren Jahren hat sich ein Konsortium, dem das Postsparkahenamt, die Dienststelle für Staatslotterien, das Haus S. M. v. Rothschild, sämtliche große Wiener Banken, das Bankhaus Schelhammer und Schattera sowie die Bank für Oberösterreich und Salzbrrrg und die Steiermärkische Escompte Bank angehören, und dessen Führung der Oesterreichrschcn Boden-Credit-Anstalt in Gemeinschaft mit der Oesterreichischen Credit-Anitalt und dem Wiener Bank-Verein zusteht, bereit erklärt, die Ernission dieses Losanlehens zu übernehmen. Zeichnungen auf Oesterreichische Baulose, Emission 1925, nehmen alle österreichischen Banken, Bankfirmen, Wechselstuben sowie das Postsparkassenamt und die Dienststelle für Staatslotterien entgegen; bei diesen Stellen sind ausführliche Prospekte kostenlos erhältlich. (Entgeltlich.) Kapitalserhöhung der Ungarischen Allgemeinen Kreditbank. Airs Budapest, 11. d., meldet U. T.-K.-B.: Di« Direkt-ioll der Ungarischen Allgemeinen Kreditbank hat beschlossen, der «m 27. ö. abzuhaltenden außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals von 550 Millionen ans 690 Millionen Kronen durch Ausgabe -von 350.000 neuen Zlktien vorzuschlagen, von denen 343.760 den bisherigen Aktionären in der Weise angeboten werden sollen, daß der Besitzer von vier alten Aktien Anspruch auf eine neue Aktie hat, während die restlichen 6350 Stück aus freier Hand, jedoch nicht unter dem Tageskurs, zu verwerten wären. Die Placierung der Aktien wird von einem Konsortimn garantiert, das aus dem Wiener Rothschild-Haus, der österreichischen Kreditanstalt für Handel und Geiverbe, der sranzösischen Finanzgruppe Schn cid er u. Comp., der Union Europienne Industrielle et Financiere, der Banqua de l'Union Parisienne soivie den Bankhäusern Lazar Bros (London), und Warbu rg u. Co mp (Hamburg) besteht. Einfuhr von Transitwaren nach Polen. Mach einer soeben eingelang-ten telegraphischen Mitteilung aus Warschau worden poln'ijchevseits die in der Einfuhr ans Doutfchland verbotmen Waren, die nicht diwlt ans dem Ursprungslande eingeführt werden, ohne Urspvungszeiugnis zur Einfuhr zngelassen, wenn ans den Begleitpapieren hervorgeht, daß es sich nicht um Waren deutscher Hevkimst handelt. Diese Regelung, die spezi-ell für den Wiener Tmusilhandel von größter Wichtigkeit und Bedeutung ist, gilt mir bis 16. August dieses Jahres. Nach diesem Zeitpunkte 'behält sich die polnische Regierung die weitere Reigelnng der Einlsuhr von Transt'twaren vor. Zunahme der Konkurse in Deutschland. Diese zeigt, daß im ersten Hälibähr 1925 die Zahl der eröffneten Konkurse ans 4924 gestiegen -ist gegen erst 1106 im ersten Halbjahr 1924. Darin kommt die ganze Schwere der Stabilisierungskrilsie zuni Ausdruck, die sich gerade in der Periode seit Frü'hsommer 1984 so energisch aus-gewirkt hat. Ungarns Ernteaussichten. Aus Budapest, 11. d., nroldet U-iig. Tel.-Korr.-Bur.: Der heinte veröffeiMichte Saatenstandsbericht weist eure B e f s e r u n g der Erntoevgelbnisse -auf. Das Erträgnis an Weizen wird gogenübor dom letzten Swatenstandsbericht uni 1,2 Millio-nen Meterzentner mehr auf 16,2 Millionen (gegen 14 Mllionen inr Vorjahre), das Roggenerträgnis nni 1/6 Millionen Meterzentner mehr ans 7,1 Millionen (gegen 5,6 Millionen int Vorjahre), das Gerste erträgnis auf 4.3 (gegen 3,2 Millionen -inr Vavjalhr-e), das Hasererträguis auf 3 Millionen (gegen 2,2 Mlillionen Meterzentner -im Vorjahre) geschätzt. Wiener Prvdulltenbörfe. Die Preise notierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer 61.60 bis 62.60, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm —.— bis —Ungarischer Theiß 77/78 Kilogramm —bis —, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm 46.50 bis 46.—. Roggen: Inländischer 89.— bis 39.60, Pester Boden neu 39.— bis 39.50. Gerste: Inländische 36.— bis 41.—, böhmische mährische —bis —. Mais: Ungarischer —bis . Cinquantin 42.— bis 49. — Hafer: Inländischer 43.60 bis 44.60. Reis: Italienischer 81.- bis 83.—. Burnra 62.— bis 63.50. M a h l p r o d u k t e- Grieß inländischer 88.— bis 90.—. Weizenmehl 0 inländisches 84.- bis 86.—. Kochmehl 2 inländisches 79.- bis 81.-, Brstmehl inländisches prima 69.— bis 71.—. — Tendenz r FreMdlich. Sie Devisenkurse. Zürich, 11. Juli. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin pro Billion 1.2260 (1.2260). Holland 208.40 (206.40). Netv-Aork 615.10 (615.10), Londoil 25.04 (26.04). Paris 24.20 (24.20), Mailand 19.35 (19.-), Brüssel 23.85 (23.80), Kopeilbage 105.62 (104.76), Stockholm 188.25 (138.25), Oslo 90.50 (89.60), Madrid 74,80 (74.90), Buenos Aires 208.— (208.-), Prag 15.25 (15.25), Budapest 0.007265 (0.007250), Bukarest 2.52Va (2.52Va), Belgrad 9.05 (9.05), Sofia 8.72% (9.72V,), Warschau 98.62 (98.70), Wien 72.55 (72.55) für 100 Schilling. Budapest» 11. Juli. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.865, Amsterdam 28.440, Kopenhagen 14.550, Stockholm 19.030, New-York 70.980, London 345.000, Paris 8385, Brüssel 9207, Prag 2105, Belgrad 1246, Bukarest 939.-, Warschau 13.630, Wien 9990.-, Sofia 507, Mailand 2073 Zürich 13.760.

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