Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2289 (6.7.1925)
- Date
- 1925-07-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Wr. 2689 '" Men, Monftrg ftongtefitefoim üon Grund auf! Don Dr. Oskar Epstein, Bvünn. Die Bildung der „Konferenzgemeinschaft radikaler Zionisten" wird ivohl die Frage der Jewish Agency um ein entscheidendes Stück weiter iir den Vordergrund vücken. Und die Freunde ebenso wie die Feinde der eoweiterten Jelwish Agency hatten dies für richtig und natürlich. Trotzdem ist eS ausgeschlossen, daß der 14. Kongreß vr-rch eine Entscheidung in der Frage der Jewish Agency, mag sie wie auch immer aussallen, uns einen, wenn auch noch so kleinen aber doch tatsächlichen Schr-i-tt nach vorne brttvgen wird. Man wird sich sehr aiffregen, man wild sich Isttweise sehr wichtig Vorkommen, aber dies wird oud) alles sein. Mögen zunächst einmal die Anhänger Grünüaums sich vorstellen, sie hätten mtf dom Kongreß schon entscheidend gesiegt! Glaubt man wirklich, daß ihre BesÄrchtt'ngen, chrc tatsächlich berechtigten Befürchtungen, die Mitarbeit antinationaler Elemente an dom Aufbau Palästinas werde dem Zionismus seine Kraft nehmen, ohne chm dafür entsprechende, materielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit gegenstandslos geworden wäre? Mit der stillschweigenden Voraussetzung, daß es sonst im Zionismus im großen und ganzen Leim alten bleiben wird, ist daher aus dem 13. Kongreß von chven Gegnern mit Recht hervorgchoben worden, man solle doch einen Schritt, den man einmal ohnedies werde tun müssen, lieber svödwillig tum. Ein Beschluß des 14. Kongresses, der die Erweiterung der Jewish Agency faktisch oder sogar formell unmöglich machen würde, wäre wertlos, ja, er könnte sogar dazu führen, daß wir gar bald vor den Assimilanten auf die Knie fallen würden, sie möge» die Mitarbeit am Ausbau Palästinas unter für uns noch ungünstigeren Bedingungen übernehmen. Mögen sich anderseits einmal auch die Anhänger Weizmanns vorstellen, sie hätten auf dem 14. Kongresse bereits gesiegt! Es wäre also ein von WeiKmamr vorgeilegtes Stattet der Jewish Agency tarn Kongreß bereits genehmigt oder Woizmann, wie es Solowsvdschkk in seinem Artikel in der „Wiener Morgenzertung" vom L Juni befürchtet, nochmals carte blanche gegeben worden. Sind wir damit wirklich über das Budget der bloßen Konsolidierung hinaus? Und ist nicht andererseits damit, wie ja schon zum Ueberdruß oft betont wurde, eine Gefährdung der elementarsten Kräfte der zionistischen Bewegung erst möglich geworben? Durch die Erweiterung der JewiD Agency also kann ebensowenig der geringste Schritt nach vorwärts verwirklicht werden. Und auch das Ware unrichtig, wenn man die Lösung fas Frage der Jewish Agency aus dem Wege suchen wollte, so und so viel Prozent von Grünban; ms Ansicht mit soundso viel Prozent von WeizmannS Ansicht zu verschmelze«. Das wäre wohl das Unfruchtbarste. Der Weg des Mens, den wir suchen, Liegt sicher zwischen Weizmcmn und GvLn'öamn. Aber ob wir ihn oder den Weg in den Abgrund betreten — denn heute geht es darum —, daS hängt nicht davon ab, ob wir uns mehr Wsigmann oder mehr Grünbaum zuneigen, sondern vieLmchr davon, ob wir diesen Weg zwischen WeMvann und Grünbaum i« Kraft oder Ln Schwache betreten. Nicht Formeln» sondern ,-Schaffung historischer Tatsachen und Freimachung aller positiven schöpferischen Kräfte!" wie das Problem deö Kongresses bereits vor zwei Jahren in Mer Rede Ln Ncchalal formuliert wurde, Und so ist es mit allen Fragen, die auf dem Kongreß zur Sprache kommen müssen. Zunächst mit der Arabersrage. Schon schreibt Robert Weltsch Ln der ^Jüdischen Rundschau" vom 19. Mai, der 14. Kongreß möge „auf dem Wege", unsere Auffassung von Erez Israel als „Heimat für beide Nationen" zn deklarieren, „weitergehen". Was soll daS für «inen Sinn haben? Gewiß ist es richtig, daß „auch Resoluiiion-en wirken", wie es in dom angeführten Artikel heißt, aber sie müssen irgendwie den Ausdruck von Lebenstendenzen, von guten oder bösen, aber nicht blutleere Konstruktionen sein. In der Kritik hat auch hier der Gegner recht: Der Araber hört aus dev „Hsinrat für beide Nationen" nur unsere Schwache heraus. Wir brauchen uns nur vorizustellen, wie eS auf unS wirken würde, wenn wir eine solche DeKaradion MS dem Munde der Araber hören würden. Die Bedeutung deS „richtigen Augenblickes" überschätzt dabei Robert Weltsch maßlos. Eine Deklaration unserer Araberliebe D Mn Beitrag zur Lösung der Arabersrage. Ebensowenig aber sind die Resolutionen der »Lionisten- N evisio-nisten" in der Arabersrage ein Schritt nach vorne. Gbensorvemg wie di« Araber sich davon rühren lassen ioerden, wenn der 14. Kongreß sie mit Robert Weltsch in die Arme Metzen wird, cbensoioenig wird es sie in Schrecken versetzen, wenn derselbe 14. Kongreß mit JabotinSkY aufs energischeste die Mische Mehrheit in Palästina verlangen wird. Und Woizmann hat es schon aus dem IS. Korrgvesse mit Recht ironisiert, daß man etwa durch Domonstrabionen in Warschau daS British Empire einschüchterrr will. Man hat «lanchmal den Eindruck, als ob die Freude über unsere Anteilnahme an politischen Aus« druckSfovmen. die «ns im Ghetto versagt war, uns jetzt den Kops verwirrt hatte. «Wer auch in dieser Frage besteht, ebensowenig wie m der vorigen, der Weg deS Lebens in soundso viel Prozent von Robert Weltsch'S Ansicht gemischt mit JabotinSkyS Ansicht. Mt den Arabern tverden wir nur dann auSkommen, wenn wir von ihnen genau so viel Verlangen werden, als wir entsprechend unserer Kraft und nicht entsprechend einer abstrakten Moral, wie Robert Weltsch meint, oder entsprecherld dem Mandat, wie JabochM MVt, zu Verlangen berechtigt sind Wienev Morvengetsunft.___ | Mitteilungen ans dem Publilum. «t»u«e»u haben! Butein: >>ki>.iki»r.riMii»«»iM JvtP wiM.«n _ \\n Und so ist es mit allen FraMn, di« der Kongreß zu behandeln haben wird. Wir können das natürlich im Rühmen eines Zeitungsanfsatzes nicht ausfi'chren und es soll darüber bald eilte m. sfü-hrlichc Broschüre erscheinen. Hier sollen nur noch zwecks Verdeutlichung des Grundsatzes kurz drei Fragen gestreift tvorden. 1. Die H e b r a i s.i e r u n g, die der itmerstc Kern unserer NatiouattsievungSarbeit besonders Ln der Gal n t h ist. Ueber die Nutzlosigkeit der KongreßbeschMsse in dieser Richtung braucht man wohl kein Wort zu verlieren. Auch hat sich eiue Partei zwecks Proklamierung des Hebräischetl als rrationale Sprache und die dazugehörige Gegerchartei noch nicht gebildet. Auch hier hängt der Erfolg nicht von Resolutionen, sondern von der Durchführung ab. 2. Dasselbe gilt von der Organ isationsresorm, die übrigens in einem anderen Zusammenhang noch ausführlicher behandelt werden soll. Was würde es zum Beispiel helfen, wenn die Föderationen aus dem Kongreß aus ihre Sonderstellung verzichteten, wenn dies mehr oder weniger durch eine Ueberstimmung geschähe und die Föderationen dann in der praktischen AlltagSarbett die neuen „Terrrtorialverlbände" sabotieren? Und tvenn die Uoberwinduirg der Föderatlonszcrsplrttevml.g durch das Territorialprinzip mehr oder weniger eine Konstatierung realer Entwicklungstatsachen feilt soll, wozu dann wieder ihre Inauguration durch den parlamentarische« Apparat? 3. Ganz ähnlich liegt die Situation auch mit der dringenden Frage Mes Beamtenrechtes in der Zionistsschen Organisation. Könnte nran, wie «8 sich etwa Julius Berger vorstellt, die zionistischen Beamten zu einer Art Staatsbeamten machen, dann wäre die Frage wirklich aus parlamerttavischem Wege, also durch den Kongreß zu erledigen. In Wahrheit handelt es sich aber auch hier nicht um die Frage der Formulierung, sondern um die Frage der Durchführung, mrd zwar hier vor allem m dem Sinne, daß die besonders dringliche materielle Sicherung der zronistischen Beamten praktisch — um uns kurz anszudrücken — von einer gewissen Rentabilität ihrer FuMion abhängig ist, die wieder nur mit voller Berücksichtigung der Persönlichen Qualitäten der zur Bechuguiwg stehenden Beamten und den Wwkungsmöglichkeiten des zionistischen Milieus hergestellt werden kann. % PvoklamrMons- und« TirtfaLheirzfvniKrMrs.^) Es gibt ein merkwürdiges SchlemHlttrm i» unserer Geschichte, indem wir da§ Griechentum übernommen haben, als es nach Alexander dem Großen schon ohne Säst und Kraft war, indem wir den rationalistischen EutopRSmuS übernommen haben, als das geistige Europa bereits „Untergang des Abendlandes", „SteoXin de l'Europe" n. a. zu rufen begann (in der „Revue des deux mondes" schrieb Balbensperger vor ein Paar Jahren klagend, die modernste, franKsische Jugend lese nichts als japanische Gedichte), und jetzt sehen wir den Gipfel unseres nationalen Lebens in Parlamentarischen und scheinpavlamentarischen Abstimmungen und Intrigen, während auf dem suro- PÄschen Fastlande di« Krise des Parlamentarismus auch dem naivsten Betrachter bereits in die Auge« springt. Und wäre doch unser Kongreß wenigstens das, was er» europäisches Parlament ist. Es ist gewiß ein großer Schritt nach vorne, wenn die Vorschläge der Z. V. s. D. zur Reorganisation dadurch eine größere Kontinuität der Kongrehvevhandlungcn bewirken wollen, daß sie das Aktionskomitee zu einem Parlamentsausschuß mit fast alle« Rechten des Kongresses umgestalten wollen. Doch ist damit keineswegs der wichtigste Mangel der heirtigen KongreßinstttMon «beseitigt. ES ist schon ein noch viel Mlbaverer Mangel unseres Kongressegegenüber dm Staatsparlammten, daß den Mitgliedern des Kongresses im allgemeinen nur ein Keiner Teil ihrer Zeit und ihrer Kräfte für die Aufgaben des Kongresses zur Verfügung steht, wÄhrend 'in den Staatsparlamenten die Abspordnete« durch den Bezug der Diaton in die Lage versetzt sind, ihren Beruf äufzugeben und ihre ganze Zeit und ihre ganzen Kräfte den AWgqcben debetreffenden Parlamentes zn widmen. Dabei finfc die Ausgaben unseres Kongresses ganz unvergleichlich schwierigere als die eines StaatSparlomenteS. föit Staatsparlament findet den fertigen Staat vor und hat die Verwaltung dieses fertigen Staates zu überwachen. Bei uni Lst der Staat erst zu schassen. DaS Ringen um sein Werden in allen seinen Einzelheiten ist eine so furchtbar schwierige Aufgabe, daß sie mit der Technik von Abstimmungen und was sonst das parlamentarische Getriebe ausmacht, unmöglich bewältigt werden kann. Betrachten wir doch die Entstchung unseres Kongressegeschichtlich. Seine Ausgabe zu Herzls Zetten war doch, die zionistische Idee in aller Wett bekannt zu machen, sie zu proklamieren. Für diesen Zweck, für den Zweck jenes Proklamationszionismus, war der Kongreß ein herrliche-, genial erdachtes Instrument. Noch die Stürme des siebenten Kongresses haberr in unüberbietbar imposanter Weise der ganzen Welt die uralte Proklamation eingchämmert: „Im esch- *) Ich lege Wert darauf festzusiellen, daß diese Formulierung des Nuterschiedes zwischen dem Herzlischen Ulid dem Nachkrlegszionisnttts in ihrer nrsprüngl'ichen Güstalt hebräisch, näanlich Zionnt hahachrasot wezionut hanwdot gelautet hat. Der Versasser. 6. FM IM, EBAk M kachcich, Jeruschalajim tischkach jemini." Die ganze Wett horchte aus, in chr auch Dalso^ir. Und Weizmann erhielt die Balsomc- Dvklaration. Mer gerade die Balsour-Deklaration hat alle wetteren Proklamationen unsererseits überflüssig gemacht. Es fft vielmehr an nns, jetzt unsere früheren PrMamationen samt der von ihnen erzeugten Balsour-Deklaration nicht nachträglich überflüssig und lächerlich zu machen. Das hängt aber nicht von neuern Proklamationen, seien sie noch so feierlich und ln welchen: Sinne auch immer gehalten, das hängt einzig und allem von der Schaffllng von Tatsachen ab. Ob wir wollen oder nicht, toi* find heute in die Periode des Ta tsa ch en-zioniSmus eingetreten. Ein Bierteljahrhnndcrt lang haben wir proklamiert, daß wir ein Volk sein, daß wir unsere nationale Heimat wieder auf&aucit wollen. Das weiß die Welt nun schon ganz gründlich. Sie möchte jetzt sehen, ob «vir das auch wirklich durchführen können. Da muß aber nun der Begriff des Kongresses, der für den Proklanlationszwnismus geschaffen tvurde, von Anfang an neu durchdacht werben. Dies könnte schon daraus klar geworden (ein, wie sehr WeiMann, der doch — das nlüssen wohl auch seilte Gegner zugeben — die größte Per sönlichkeit des 13. Kongresses war, dort den Rahinen des parla - mentarischen und scheinparlamentarischen Tones gesprengt hat. Er sagte z. B. (Seite 226 des Koilgreßprotokolls): „Natürlich, Herr Grüirbaum kann warten. Ich habe noch andere Juden gesehen, die warten können... Es ist lächerlich und kindisch, die Augen zu schließen mid sich vertrösten zu lassen ans etwas, was nicht eintrete-n kann." Ist das der Ton eines konstitutionellen Mitttsterpräfidenten dem Chef der größten Oppositionspartei gegenüber? Die falschen Parallelen find nicht Wetter mlsrecht zu erhalten. In einem Staatsparlament, wo alles schon da ist, konvmt es vielleicht wirklich 'darauf an, daß es im Sinne der Mehrheit des Volkes vevivalltet wird. Wir aber stclhen heute — und das wird charakteristiischevwerse und am häufigsten und immer wieder von den PalÄstinenfern iviederholt -— mitten im Kampfe um die nationale Existettg und da kann es für den Kongreß fürwahr keine andere Ausgabe geben als die, dem Führer die Hände z« stützen — wie Josna und Kaleb Moses die 'Hände stützten, als es um den Kampf mit Amalek ging. Und die Demokratie? Die Opposition zählt ganz richtig ans, wie wenig die Beschlüsse des Kongresses immer wieder beachtet worden sind, und es sieht mit der Demokratie bei der Fossvlie des PrÄsianmttonszionis-mus, die der Kongreß heute noch davstellt, noch viel übler aus, wenn mair einmal ftststellt, wie viele Beschlüsse nichtssagende Kompwmißformeln sind, so daß ihre Beachtung in der Praxis überhaupt nicht in Betmcht komme» kann. Eine wirkliche Macht des Kongresses im Sinne der Demokratie ist ganz und gar abhängig vom Grade der Freiheit der Präsidentenwahl. Me sieht es aber heute mtt dieser Freiheit deS Kongresses aus? Sie ist gleich Null, weil es einen ernsten Präsidentschaftskandidaten außer Weidmann über- - Haupt nicht gibt. Wozu aber in Budgetfragen oder auch in anderen Fragen irgend welche Beschlüsse fassen, wenn ihre Annahme von vornherein davon aibhän'gig ist, o«b sie Wckzmann genehm ist oder nicht. Dann kann sie ja Woizmann selber fassen. So sicht er in Wahcheit mtt der Demokratie des Kongresses aus, so lange er sich nicht bewußt ist, daß die Zvtt des TatfachenziomSmus einen neuen Begriff des Kongresses braucht, Daß wirtschaMche Fragen des PÄasttnaaiuljhaues nicht durch Kongreßabstimamlidgen entschieden werden können, hat man halb und halb schon eingeschen. Warum aber Fachleute nicht besser von der Exekutive herangezogen werden sollten, die dauernd in der Arbeit steckt, als von gslegmtlichen Kongveßtagungen, ist Mir unerfindlich, außer man hält es schon Kr die Hauptansigabe des Kongresses, der Exekutive ihre sonst wohl zu leichte Ausgabe möglichst zn erschweren! Es ist aber mit anderen Fragm, z. B. .mit der Frage der nattonallen Erziehung durchaus nicht anders. Warum soll es der Exekutive, wenn sie 'überhaupt einem Sinn haben «soll, nicht überlassen bleiben, alle sich evgelbenden Fragen, also z. B. die Frage der nattonail-sn Erziehung «rtt denjenigen Menschen SU beraten, deren Rwt sie für den wertvollsten hält? Wir wollen hier nicht untersuchen, toamm Weizmann hei der heutigen Situation der relativ geeigneteste Präsident der Drganisatton ist. Mer das ist sicher, daß der einzige Weg, mehrere ernst« Präsidentschaftskandidaten zur Verfügung zu halben, sicher der ist, die Arbeitsbedingungen zn erleichtern. Ju dieser Beziehung ist die Freiheit der Wahl des Präsidenten ibezügilich der übrigen Exekutivmitglleder, wie sie der bereits erwähnte Reorganisationsvorschlag der Z. V. f. D. fordert, ein großer Schritt nach vorne. Es zeigt aber, daß die ReorgLlrisatiynsvorschläge wohl wagen ihres Kompromißchavakters der Konsequenz ermangeln, wenn sie den Präsidenten zwar nicht durch heterogene Mtavbeiter, wohl aber durch Beschlüsse binde« wollen. Wenn aber der Kongreß nicht durch seine Beschlüsse die unvntbchrliche, schöpferische Kraft der Exekutive lähmen will, dann darf er seine Anschauungen nur ans denr Wetze durchzusetzen suchen, daß er denjenigen PräisidmiischaftL-r Kandidaten wähtt, dessen Progrannn seinen Mschauungen am hefte« entspricht. Dadurch ivürde von der im Reorganisattons- Vovschlag der Z. B. f. D. skizzierten Tagesordnung des Kongresses der zweite Teil, nämlich die Bevadungan der Kommissionen und Abstimmung «ihrer Beschlüsse im Plenum, übechaupt Wegfällen und der Kongreß nach denr ersten Teil, dem all-, gemeinen Uoberblick über die Lage des jüdischen Volkes, über die Tätigkeit der Zionistischen Organisation und einer Generaldebatte mtt Dechargeerte«ilung als einer Art Einleitung, hauptsächlich n u x aus dem dritten Ml des Vorschlages bestehen, nämlich aus der Debatte über die DarlegUng der Programmes der Präsidentschastsk<r«d>^ 1