Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2288 (5.7.1925)
- Date
- 1925-07-05
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. 2888 Men, Sonntag Wiener Morsten-eitung. ö. Juli 1925 Seite 9 ZUridier Seidenhaus l., Bauernmarkt Nr« 2 a vereint S. Wiilhelm ElnDenkmalförVoJtalreJ Josef Popper-Ly nkeus VOLTAIRE Künstlerisch ausgestatteter Ganzleinenband S 15.—broschiert S 12.— Turmhoch über allen, rein biographischen und literarhistorischen Büchern steht dieses Werk, das mit tiefstem kulturhistorischen Verständnis das Zeitalter Voltaires schildert Popper* Lyn keus verteidigt Voltaire elf Dichter, ■' "" Ufr und e|f Mmche». Cr entdeckt de» Natur und dmen Fe war KibdUcoe in Voltaire#. _ ....... _ find die Fehler eines sroesen ecnialen Kinde«, das fleh seine Naivität und Impulsivität Vif an sein Ende erhalten hat •«Wer Lebensvoll ersteht vor ans der reiche und leuchtende Geist Voltaires, dessen Ideen für die kommenden Jahrhunderte richtunggebend waren R. ah Löwit Verlag / Wien, I. Flelßchmarkt Nr. 1 ober schlechter Witterung regelmäßig m den Festsaal der Hof- “ hutß v«ÄW werden. Diese VeranMmmgen firwen bdfyst unter allen Umstünden täglich statt. Ein jüdischer Film aus Pole«. Demnächst gelangt in Wien, wie wir erfahren, ein in Polen hevgestellter und dort mit großem Ersatz, gegedeue-r Film aus dem Mischen Leben Polens Air Aufführung. Das FiilmwerE „T k i a s Kaf" (Der Handschlag) betttiM, führt in daS Joschiwälelben in Palen und Litauen, fit die Haffidische Welt mÄ> m die rabbi wischen Höfe. Die Hauptrollen werden von den bekonnben jüdischen Darstellern. Esther Rahel KaminSka und S. Turiow, Verkövpert. Gerichtssaal. Die Recht sprattlkanten müsse« in Zukunft dem Staate vmsoust dieuen. In den letzten Monaten halben die in der Gericht-Praxis befiMicheu RechtsanwaltSaniwärter eine eifrige Aktion zur Erhöhung ihrer Bezüge, di« derzeit 82 Schilling im Monat betragen, eirrgeleitet. In den letzten Tagen hat aber das Justtzminifbermm im Wege des. Präsidiums de- ZivMandesgerichtes an sämtliche Gerichte einen vom 16. Juni d. I. datierten, vom Minister Wader unterfertigten Erlaß gerichtet, in dem verfügt wich, daß RechtsanjwattsanHvärter, die 'in Zukunft zur Absolvierung der Gerichtspraxis bei Gericht Eintreten, überhaupt keinerlei Entlohnung für die bei Gericht zugebrachte Zeit beanspruchen dürfen und auch nicht erhalten. Die gegenwärtig bereits in RechtspraM stehenden Rechtsauwaltsanwärter bleiben auch weiter im Bezüge ihrer "ihnen derzeit zukormneuden Entlohnung. In einer diesem Erlaß düigefugten Note wird hinzugesngt, daß auch diejenigen Rechtspraktikaitten, tvelche mit Zusthmrmng der Vorgesetzten Behörde oie Gerichtspraxis auf bestimmte oder unbestimmte Zeit unterbrochen haben, bei Wiederel-ntM m die Gerichts- Praxis ebenfalls keinen Anspruch auf Entlohnung haben. Es dürfte in der Frage der Entlohnung der Rechtspraiktikanien zu einer Anrufung des Ver-fassungsgerichts- Hofes kommen. Der gegenwärtig zur Entlohnung aller Rechtsipradtikanten in Oesterreich erforderliche Betrag macht monatlich rund 16.000 Schilling aus. ~ Der Mord im Bttrgtheater. Wie gerüchtweise verlautet, 'wird die Verhandlung gegen Menüia Earni ein, die, wie noch Erinnerlich, vor mehreren Wochen im Burgtheater ans politischen Motiven den Bulgaren Todor Panitza erschossen hat, am I. August stattfinden. i Eine Jahresrente von 20 Groschen. Der im Jahre 1906 verstorbene Großindustrielle und persische GenerMochul Georg , Roth hatte feiner entfernten Vevwattdten Barbara Detsch je ine jährliche Rente von eintausend Gulden im Wege eines Legates ausgesetzt, um ihr ein halbwegs auslkömnttiches Dasein 'zu sichern. Das Testament, welches das Legat enthielt, wurde ‘im Zuge der Verlassenschaftsabhandlung ans formalen Gründen für ungültig evllärt, die Erben z<chlten jedoch trotzdem das l Legat von eintausend Gulden, bezrehungsweis« ziveii tausend Kronen unverändert der in großer Not lebenden Frau Detsch Ms in die letzte Zeit aus. Die Rente reichte in den letzten 'Jahren kaum zum Ankauf von einem halben Laib 'Brot. Frau Detsch, die jetzt 7 4 Jahre alt ist, klagte im Vorjahre durch Dr. Heinrich Osse als ex viffo-Vertveter die Erben, die Großindustriellen Karl und Emil Roth, auf Zcchlnng der Rente im valorisirrten Betrag von ‘2 8 Millionen Kronen jährlich. Die Beiklagten hatten eingclvendet, daß die Klägerin, ihre Cousine, überhaupt niemals einen Anspruch aus das Legat hatte, da das Testament für unj'.qült'ici erklärt worden war. daß sie als Erben jedoch aus Pietät und reiner Liberalität durch zwei Jaihvzchute die Monte an die Klägerin ausbezahlt hätten. Das Landesi'gertd)t hatte die Klage aus Valorisierung abgewiesen. In der Beruifungsverhandlung hatte der Vertreter der Klägerin unter .anderem hervorgehoben, daß der Diener der Brüder Roth, der in dm letzten Jahren mit der Zustellung der Rente von 2000 K. an die Klägerin beauftragt worden war, zuletzt aus .'eigenen Mitteln aus Mitleid für die Klägerin den Betrag von 20 Groschen aus einen Schilling erhöht hatbe. Auch das Berufungsgericht wies die Klage aus Valorisierung ab, im wesentlichen mit der Begründung, daß zur Wirksamkeit des von den Beklagten gezMten Legates mangels eines gülttgen Testamentes ein ^von dem Beiklagten gefertigter NotardatSakt erforderlich wäre, der jedoch nicht errichtet worden sei. Gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Mte die Klägerin durch Dr. Osse heim Obersten Gerichtshof Revision Än. Dieses Forum hat unter dem Vovfitz he8 Senatspräsidenten Dr. Pa^coletto in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt, daß der Revision Folge gegeben wird und daß die Sache zur neuerlichen Bechandlung und Entscheidung ett das Gericht erster Instanz verwiesen ivird. sind die 2 Geschäfte wo sie Seidenstoffe UN-, Wasohwaren am besten und billigsten einkaufen können Diese Mit Sommerokkasionspreise Crepe de Chine, in allen Farben.von II.» Seiden-Popelin, dessip. 7,80 Japona, 93 em . . . . . 4. — Seiden-Marocain, waschbar, 100 cm breit..... Rohseide Shsntungr, weiss und färbls. ....... Satin de Chine . . . . S 4.80 e 8.80 8 4.80 Eponge. glatt und ge* muflert . . . 8,80, 8.80 Dess. engl." Krepp ... 8 1.80 Waschtnarocalne, . schone Mualer . . .8 4.80 Bouretseide S 9.80 ] 8 8.80 Voll-Marquiaette, mod. Dessin.8 3.20 Kleider* Wasch*Rlps . . 8 2,70 UNSER PRINZIP: - Verkauf per Kassa su Engrospreisen I IIIIIUIIIIIIHIIIIHIlHIIlllllBIIIIf »olkswirt. Börfenumschwongr In den letzten Dagen hatte es den Anschein, als ob nunmehr an den mitteleuropäischen Börsen ein entschiedener Umschwung oingetreien wäre. Aus Budapest und Prag langten günstige Börsenberichte ein. Auch die Wiener Börse schien eine deutliche Wendung zum Besseren gc-' nonrmen zu haben. Das Geschäft belebte sich. Die einzelnen EMtenbategovien wiesen kleine Besserungen auf' Die Schlußkurse waren die höchsten des Tages. Nach einzelnen Effekten machte sich eine starke Mchsvage geltend, ohne daß' entsprechende Ware vorhanden gewesen wäre. Die Mienen der Börsenbesuchcr hellten sich aus, jeder raunte dem anderen zu, daß nunmehr das Ende der Krise da sei und die Börse sich anschickc, zu ihren Traditionen vor zwei ,Jahren zurückßukehven. ' In vereinzelten Momenten »hatte es sogar den Eindruck, als ob eine veritäble Hausse entstanden wäre. Banken und Bankiers schauten verwundert auf die plötzliche Gestaltung und konnten sich diese nicht leicht erklären. Die Frage, die aber allen aus den Lippen lag, war die, ob tatsächlich bi-ef« günstige .Haltung auch anhalten werde.; Es ist schwer, diese Frage zu beantworten. Die Ereignisse sind noch viel zu undurchsichtig, als daß man schon jetzt ein abschließendes Urteil geben könnte. Die neue Entwicklung kann gevaöe so gut das Resultat einer geschickten B ör se n m ach i Nation wie das E r g e b n. i s der wür t sch östlichen nn d m ar k ttechnischen Entwicklung der Börse sein. : Schon vor einer Woche machten sich deutliche Anzeichen bemerkbar, daß in Bitdapest irgend - etwas vorgehe. Die dortige Spekulation begann etwa's rühriger zu werden. Die Ungarische K o m me rz i alb auf versendete überallhin förmliche Animierbriese, in welchen sie das Publikum darauf aufmerksam machte, daß jetzt die günstigste Zeit für den Gfsektenankaius wäre. Die Nachrichten über die günstigen ungarischen Ernteergebnisse wurden ^besonders unterstrichen. Man suchte aus jede Weise aus das Publikum eiuzuwirken, daß es sich für ungarische Werte interessiere. Es ist bekannt, daß die Budapester Banken in der letzten Zeit gern, eine Reihe -ihrer Aktienpakete los werden möchten, weil sie Geld für die bevorstehende Ernte benötigen. Das Budapester Jnterventionskomitee fungiert ziemlich schwevfällijg. Es scheint auch nicht über die nötigen Mittel zu verfügen, um energisch einzugreifen. Es hat sich, um einen Effekt zu erreichen, erst vor kurzem des ungarischen Finanzministers bedient, der offiziell erklärt hatte, daß das Intervention'skomitoe weiter bestehen und sich der ungarischen Effekten energisch a.nnehmen werde. Es war ein deutlicher Nngerzeig, aus den die lammiftomme Bu-dapester Börse reagierte. Die Gpe^kulation rechnete damit. Die Kontermine zog sich zurück, alle diese UmstäiNlde bewirkten eine Plötzliche Steigerung einzelner ungarischer Werte, namentlich solcher, welche den ungarischen Großbanken schr nahestehen. Die Vermutung fft naheliegenddaß die ganze Budapester Bewegung eine g'eschickt inszenierte Mache war, ünt' die Effektendepots der Großbanken zu 'entlasten und dem Wiener Platze diese Effekten zu höheren Kursen zuzuschanzen. Vielleicht hat der Ruhm der Budapester die Wiener nicht ruhen lassen und sie zu einer ähnlichen Mion angeregt. Die Bosel-Meife und. offenbare Uebettreibung ihres Erfolges kamen hier sehr gelegen. Die Gofchästslosigkeit scheint auch den Banken etwas zu lang zu Hauern. Es ist ihr Wunsch, daß etwas Bchiegung in .das Haus am Schottenring komme. Ihre Effektendspots.sind etwas größer geworden, als es ihnen lieb ist. Die Dividenden dieser Effekten wurden bereits eingezogen. Sie waren vielleicht deswegen so hoch, weil gerade die Banken die Besitzer der GffEen waren. Im Interesse des privaten Mttonärs wqve ivahrfcheinlich auf die Industkiennternehmungen nicht eiugewirkt worden, daß diese trotz des schlechten Gafchäftsganges relativ hohe Dividenden zur Ausschüttung bringen. Sei dem wie immer. Ohne eine lebhafte Börse gibt es kein Geschäft. Die Emissionstätigkeit ist lahmgelegt. Der Präsident 'der österreichischen Industrielle,n hat vor ztvoi Wochen lebhaft Klage darüber geführt, daß der Stillstand der Börse die Industrie schwer schädige, weil sie ihre Emissiouspläne nicht zur Durchführung kommen lasse. In den -Jahren der Wusse hat die ,J"—“sj6a Seiden u. Textil Export io88 i., Tuchlauben Nr. 8 ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ne freundliche Worte für die Wiener Börse gefunden. Jetzt . denkt sie anders. Mit einer freundlichen Börse wäre allen geholfen. Vielleicht hat mancher Finanzfaktor mit .Hand angelegt, uni den im Schlamme der Krise völlig verfahrenen Bövsenkarren wieder ein wenig herauszubringeu. 'Eine solche Aktion ist heute nicht schwer. Äkan forciert die Nachfrage nach einigen Papieren. Bei denr Warenmangel und der Unlust des Lfsektenbesitzeirden PMikums, zu den tiefen Kursen abzugeben, ist bald eine forcierte Nachfrage geschaffen, die die Kurse rasch in die Höhe emporschnellen läßt. Der Effekt ist damit erreicht. Nur muß auch das Publikum durch diese Bewegung mitgerissen werden. . Ob dies heute tatsächlich der Fall fem kaem, ist nicht lsicht zu beantworten. Unleugbar sind eine Reche günstiger Momente vorhanden, die einen Umschwung nicht ausgefchlossen erscheinen lassen. Die Kursstürze der Lira und des Franken lenken die Aufmerksamkeit des ausländi-schen Kapitals auf Oesterreich mit seiner stabilisierten Währung. In den letzten Tagen sind evfolgwiche Anlechetransaktionen in Amerika durchgeführt worden. Oberösterreich hat bereits seine Dollavauleche durchgeführt. Cs ist begrünidote . Aussicht vorhanden, daß auch die anderen BundMänder bald Geild 'bekomnren. Durch die Elektrifizioru-ngsaulei'he ist einer Reihe österreichischer Industriell Beschäftigung für längere Zeit gesichert. Die GeldverMtnisse entwickslu sich günstig. Eine Diskontherabsetzung steht in Aussicht. Die Dividenden der emzelnen Papiere bringen Erträgnisse, die die normalen Emlagefätze in einzelnen Fällen übertveffeu. Unter diesen Umständen ist es nicht ausgsschlossen, daß der eine oder der andere Kapitalist sein Gckd aus der Ba-nk uiurmt und es in Papieren , anlegt. Dabei ist <der Markt ein äußerst beschränkter. Es ist gar keine Ware auszutvevben. Schon zwei Schlüsse können bei nranchem Papiere, wie es sich tatsächlich eveiignet hat, an oinenl einzigen Tage eine lOprozentige Steigerung verursachen. Ein kräftiger Auftoß kann tatsächlich das Kurs» Niveau entschieden heben. Es kann sicherlich durch die Ereignisse der letzten Tage im Falle Anhalltens derselben eine kräftige Erholung des Börsenindex Platz greifen. Ob aber dadurch auch das Geschäft als solches eine wesentliche Erholung oder oiue wcfenttiche Belebung erfährt, ist nicht ohneweitevs zu beautt.Dorten. Irl.ganz Europa ist die BövseNsituation gedrückt. Die Schwierigkeiten Deutschlands sind noch lange nicht übertvaruden. Dabei muß noch das wichtigste Moment in Betracht gezogen lverden — die psychologische Berfassuug des Wiener Marktes. Technisch sind wohl die Bovaussetzungen für eine Hausse gegeben. Ob dies auch in psychologischer Hinsicht der Fall ist, ist ftaglich. Die breiten Schichten des Publikums halten sich vorläufig noch in respektvoller Ferrre; sie iverden ihre Börsenscheu nicht von einem Tag au>f den anderen verlieren. SchlieMich tza-rs eines nicht vergessen werden: die Zeit der ftünnlifchen Haussebewegung, wo die Kurse plötzlich in unendliche Höhen enrporüvirbolten, ist vorbei. Bei normaler Entwicklung kommen solche hausseartigen Kursentartungen Mw selten vor. Die Wirtschaft Oesterreichs beginnt auch -in dieser Hinsicht Uiormalen Eharnkter anzuuehmen. Der gestrige Effektenprivatverkehr — Resistenz des Publikums. Trotzdem l-eute in: Privatverkehr eine äußerst feiste Stimmlmg herrscht^,, und einzelne bevorzugte Werte wie StnatAbahn, Donaaddampf, Karpathen ufw. stärker gesucht waren, herrscht doch völlige Ungewißheit, ob diese Steigerung anhalten wird. Es fällt allgemein auf, daß sich das Publikunr vollkommen passiv verhält. Die Käufe werden amr unter einzelnen Bövfenfivmen getätigt. Es wird allgemein anerkannt, daß ohne die Mittätigkeit des Publikunts die Bewegung arnlinöglrch anhalten könne. Bei den Banken sind bisher fast gar keine Aufträge aus Kreisen des PuWi» knms eingejlvoffen, die eine stärkere Entwicklung d?s Geschäftes zur Folge haben könnten. Die Effektensperre des Jnterventionskomitees noch nicht feststehend. In den letzten Tagen ivar an der Börse allgemein die Ansicht, verbreitet, daß das IrrterventioiMomitee die Absicht habe, die Efftkterr für längere Zeit zu sperren. Wie wir erfahren, ist diese Frage noch ganz unentschieden. Erst in der nächsten Woche wird eine Plemarsitzung des Interventionskomitees tagen, welche sich mit dieser Frage befassen wird. Maßgebende Mitglieder des , InterventionÄomitees nehmen ein« entschieden ablehnende HMu'Ng ein, weil sie erklären, daß auf die Dauer eine svllche Mahnahnve weder den Banken noch dom Publikum oder dem Markt« Bortetle.bringen könnte. Sie verweisen darauf, >daß die Frage der Sperr« bereits feit sechs Monaten im Iuterventilonskomitee diskutiert wird, und daß sie imnter abschlägig entschieden wurde, ivoil der Effekt einer solchen Maßnahme sehr zweifelhaft ist. Oesterreichische Naiionalbank. Aehnlich wie zu Ende des Monates Mai zeigt auch ber gestern publizierte Wochensiand der Oesterwichischen Nationalbank vom 30. Juni die Wirkungen des gesteigerten Geldbedarfes zunr Monatsschlusse in einer Vermehrung des effektiven Notenumlaufes um 60,9 Millionen Schilling, der eine Abnahme der Girovtzribindlichkeiten um 84,6 Millionen Schilling gegenWersteht. Die daraus hervorgehende Steigerung der Gosamtzirkulqtion -um rund 56 Millionen Schilling ist einerseits durch hie nicht schr .. erhebliche Zunahme des Eskompt eporteseuille- Wcht^ allzu I stand es um 10 Millionen Schillig, andererseits durch die