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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-28 · Heft 2282 (28.6.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2282 (28.6.1925)
Date
1925-06-28
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Men, Sonntag Wiener MornenHeitung. 28. Juni 1926 Gerte 16 hineingezogen werden könnte. Ein anderes Moment, das beiden Staaten gemeinsam ist, wäre das Drängen Amerikas airf die Bezahlung der Kriegsschulden. Während England in dieser Hinsicht seinen Verpflichtungen vollkommen nachgckommen ist, haben Frankreich und Italien die Bezahlung der ungeheure,: Summen von einen, Jahr auf das andere hinausgeschobcn. Es werden aber diese Staren über kurz oder lang genötigt sein, einen Teil ihrer Saftrlden an Amerika abzutragcn. Aus welchen Mitteln dies geschehen soll, ist vorläufig ungewiß. Die ausländische Finanz glaubt nicht daran, daß dies ohne eine erhebliche Erschütterung der Wirtschaftslage beider Staaten möglich sein könnte. Infolgedessen blick, sie schon jetzt mit einer gewissen Skepsis auf die Wirtschaftsentwicklung Frankreichs und Italiens und bringt dies in einer geringeren Wertschätzung der Währungen dieser Staaten zum Ausdruck. Es spielt hier vielleicht auch das psychologische Moment eine wesentliche Nolle, das die Kursgestaltung so mancher Währungen bisher ungünstig beeinflußt hat. Dazu kommen aber noch für beide Staaten Momente in Betracht, die in dem speziellen Verhältnis derselben gelegen sind. In Frankreich wurde gestern das Jinanzprojekt Caillaux' parlamentarisch behandelt. Bekanntlich hat Frankreich in den letzten .Jahren seine dringendsten Be-' dürfnisse durch die Ausgabe von Schatzscheinen gedeckt, welche zum Teile beim französischen Noteninstitut begeben wurden und dadurch eine Vernlehrung des Notenumlaufes verursachten. Die beiden Amtsvorgänger des jetzigen französischen Finanzministers Caillaux sind über das Problem dieser Schatzscheine gestolpert, weil sie seine Lösung durch eine Vermehrung des Notenumlaufes in die Wege zu leiten versuchten. Frankreichs Finanz sträubte sich gegen eine solche Notcninflation. Caillaux selbst ward der Führer der Gegner dieser Pläne. Der Zufall will es nun, daß Caillaux selbst dem Parlament ähnliche Vorschläge machen mußte. Er ließ sich die Ermächtigung zur Vermehrung des Notenumlaufes um sechs Milliarden erteilen, um eventuell mit dieser Summe die fälligen Schatzscheine einzulösen, beziehungsweise eine Konversion derselben vorznuchmen. Das französische Parlament hat dieser Maßnahme zugestimmt, weil ihm kein anderer Ausweg offen stand. Schon am 1. Juli werden 1800 Millionen solcher Schatzschcine fällig. In zwei Monaten, während welcher das französische Parlament seine Sommerferien hält, sind weitere 3800 Millionen Schatzscheine einzulösen. Noch vor vier Monaten hatte Caillaux sich mit der Absicht getragen, durch eine entsprechende Budgetreform die Schatzscheinfrage aus der Welt zu schaffen. Die Kriegsausgaben in Marokko hoben aber eine solche Reform auf unbestimmte Zeit verzögert, und das Fazit von alleden, ist, daß wieder an Frankreichs Notenpresse appelliert wird. Frankreich verfügt zwar noch über eine namhafte Vtützungsreserve. Es ist dies der vorjährige Morgan- Kredit, der vorläufig noch unversehrt für solche Zwecke bereitgeholten wird. Es fragt sich aber, ob nicht die Inflation der französischen Regierung über den Kopf wächst, und sie sich infolge der immer sich steigernden Kricgsausgaben außerstande fühlt, ohne eine durchgreifende Währungsreform hier wirklich Wandel zu schaffen. Vorläufig wird mit Jnjektionseinspritzungen des französischen Noteninstitutes auf den internationalen Devisenmärkten das Auslangen gefunden. Auf die Dauer läßt sich aber keine Währungsentwicklung durch solche Aktionen beeinflusien. Unter diesen Umständen ist das Schicksal des französischen Franken noch ziemlich ungewiß, wenn auch durch die gestrigen Beschlüsse des französischen Parlamentes eine momentane Gefahr abgewendet worden ist. Die Privatwirtschaft scheint ihrer Devisenvorräte vollkommen entblößt zu sein. Zur Beschaffung der Rohmaterialien sind weitere Devisenmengen notwendig, die nur durch größere Preiskonzessionen erlangt werden können. Darauf ist es in erster Reihe zurückzuführen, wenn in vielen Fällen die Abwärtsbewegung des Franken in Form einer Steigerung der Devisen in Paris ihren Ausgang nimmt. In Italien scheinen in erster Reihe psychologische Momente die Abwärtsbewegung der Lira zu beschleunigen. Die Notenmcnge hat in der letzten Zeit eine wesentliche Verminderung erfahren. Durch den Fremdenverkehr wird auswärtiges Geld ins Land gebracht. Dennoch will die Abwärtsbewegung der Lira trotz des wachsenden Exportes nicht aufhören. Wenn auch die Stäatsausgaben Italiens wachsen und'die innerpolitischen Ber-' hältnisse in der letzten Zeit eine weitere Verschärfung erfahren haben, so scheint doch die Liraflucht der heimischen Bevölkerung die hauptsächlich st e U r s a ch e für die Lirasenkung zu sein. Es wäre sonst unerklärlich, warum trotz des wachsenden Exportes Italien dennoch nicht über so viel Devisen verfügt, daß die heimische Wirtschaft damit ihr Auslangen finden könnte und nicht gezwungen'wäre, . die ausländischen Devisenmärkte in Anspruch zu nehmen. Italien forciert zwar den Export durch möglichst niedrige Preise.' Es ist ein förmliches Dumping, durch welches die italienische Industrie sich im Auslände festsetzen will. Doch bringt ein solcher Vorgang nicht allzu viel Gewinn. Wenn dabei noch bedacht wird, daß die italienischen Exporteure ihre Devisenguthaben im Auslande lassen, so ist es leicht erklärlich, warum der inländischen Wirtschaft diese Devisenmengen fehlen, und warum diese im Preise fortwährend steigen. Allerdings dürste dabei auch die Devisenspekulation eine wesentliche Rolle spielen. Sie sieht den Boden für ihre Aktionen günstig und unterminiert infolgedessen den Wert der Lira. Hier können noch so drakonische Maßnahmen der italienischen Finanzverwaltung keine Abhilfe bringen. Rückgang dev Westdevisen. Tie voll den einzelnen Regierungen unternommenen StütznngSversuche ihrer Währungen sind allem Anscheine nach fehlgeschlagen. Nach der leichten Besserung ist der französische Franken gestern in Zürich wieder von 23-70 auf 23,GO gesunken. Die Devise Brüssel ist wie gewöhnlich mitgerissen worden und ermäßigte sich von 23,65 auf 23,50. In: Gegensätze zu diesen verhältnismäßig schwachen Rückgängen ist die Devise Mailand schärfer mitgenommen worden. Die Lira ist von 18,80 auf 18,15 gesunken und hat daillit ihren tiefsten Stand erreicht. Weiterer Rückgang des Wechselportefeuilles der Oesterreichischen Nationalbank. Der Ausrveis der Oestcrreichischen Nationalbank mit dem Stande vom 23. d. zeigt eine Verringerung des Barschatzes um 1,282.000 S. und ist damit ans 392,585.000 S. gesunken. Das Wechselportef e u ille hat um weitere 9181 S. a b g e n o m m e u und beträgt jetzt 81,310.000 S. Der B a n k n o t e n u m l a u f hat um 21,094.000 0. abgenommen und beträgt 737,110.000 S. Im Zwsammerchange mit der Abnahme des Banknotenilmlauses sind die Verbindlichkeiten aus dom Giroverkehr um 15,739.000 0. gestiegen. Privatverkehr. Der gestrige Privatverkehr brachte entsprechend der festen Tendenz der ungarischen Werte in den letzten Tagen weitere Kurssteigerungen. Bon österreichischen Werten waren Kreditaktien gesucht. Der übrige Verkehr war gering. Zum Vorkriegsschuldengesetz. Der Niederösterreichische Gowerbeverein hält am Dienstag den 30. d. um 6 Uhr nachmittags in seiner Abteilung für Finanzpolitik eine Besprechung über die geplanten Blenderungen des Vovkriogsschuldengesetzes ab. Da seinerzeit die Anregung zur Schaffung des Vorkriogsschrckdengesctzes vom Niederösterreichischen Gewerbeverein ausgmg und bei den Beratungen hierüber eine Reihe von Körperschaften und Persönlichkeiten beteiligt waren, so wurden auch für diese Sitzung alle jene Persönlichkeiten und Körperschaften geladen. Insolvenzen. Der K o n k u r s wurde eröffnet über Vera Hü t t l - B e chste i n, 8. Boz., Lagegasse 32, und Allbin Pörner, elektrotechnisches Bureau in Hadersdors am Kamp. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Anna Kluger gob. Wand, Pfaidlerin, 19. Bez., Döblinger Hauptstraße 61, Luise Stolla, Mödistrn in Stein a. d. D., Johann P e i ch l, Holchändler in Hohenberg, und Narzissus Lavorgnon in St. PÄten. Erste Sportmesfe in der tschechoslowakischen Republik. Zu dieser ersten Sportmesse, welche sich der allgemeinen 11. Prager Herbstmesse (6. bis 13. September 1926) selbständig angliedern wird, werden riesige Vorbereitungen getroffen. Den: Ehrenkonlitee gehören Herr Ministerialrat Dr. I. Gnth-Jarkowsky, der Vizepräsident des tschechoslowakischen Sokowervandes Herr Fr. Maschek, und der Präsident des tschechoslowakischen Sportverbandes, Herr Ing. Kaiser, an. Die Sportmesse wird in vier Gruppen eingeteilt sein: Die erste Gruppe umfaßt alle Arten der Sommeriporte, die zweite alle Wintersporte, die dritte Sportschuhe uui> Ausrüstung und die vierte Sportliteratur und Propaganda. Für die Sportmesse wurde durch die Direktion der Prager Mustermesse der Pavillon B2, der sich hinter der Maschinenhalle erstreckt und 800 Quadratmeter Standfläche (pro Quadratmeter 130 tschech. K.) umfaßt, zugeteilt. Da auch zahlreiche Auslandsfirmen bereits ihre Anmeldungen eingeschickt und sich beträchtliche Standflächen gesichert haben, kann auf verspätete Anmeldungen keilte Rücksicht genommen werden. Neue Unternehmungen in Haifa. In Haifa hat sich laut „Cmnmercial Bulletin" ein kleines Unternehmen zur Bereitnltg von Konserven- und Räucherfischen mit einem Kapital voll 200 ägypt. Pfund etabliert. Die Produktion gelangt auf dom palästinensischen Markte zum Absatz. Mit einem Kapital von 2000 ägypt. Pfund wurde in Haifa eine neue Werkstätte zur Reparierung von Maschinen und Wagen zusaamnen mit einer Schmelze eröffnet. Arbeit haben fünf Manil. Angesichts der bevorstehenden Jllbetriebnahme der Ruthenberg - Station haben sich in der Stadt Haifa eine ganze Reihe von Läden und Werkstätten für elektrische Zubehörteile und Installationen etabliert. Am 1. April wurde in Haifa eine Filiale der Bank of the T e m p l a r Society eröffnet. Die A m e r i c a n - P a l est i n c Insurance Compa it y, bekannt unter dom Namen A u d a, Versichern::gsgesellschast, hat in Haifa eine Zweigniederlassung eröffnet. Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer 51.50 bis 52.50, Ungarischer Tbeiß 79/80 Kilogramm —bis , Ungarischer Theiß 77/78 Kilogramm —.— bis —Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —.— bis —. Roggen: Inländischer . 43.— bis 47.—, Bester Boden oder Rytrer 45.75 bis 46.25. Gerste: Inländische 36.— bis 41.—. böhmische mährische bis —. Mai 8 r Ungarischer 29.50 bis 80.60, Cinguantin 40.— biS 41.— Hafer: Inländischer 43.— bis 44.50. 9t c i 8: Italienischer 80.- bis 82.—, Burma 62.— bis 63.50. Mahlprodukter Grieß inländischer 88.— bis 90.—, Weizenmehl 0 inländisches 84.- bis 86.-, Kochmehl 2 inländisches 79.- biS 81.— Brotmehl inländisches prima 60.— bis 71.—. — Tendenz» Ruhig. __ Sie Setoifenlurfe. Zürich» 27. Juni. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin pro Billion 1.2260 (1.2260), Holland 206.55 (206.75), Rew-York 515.- (515.-).'London 25.03"/. (26.033/A Baris 23.60 (28.70), Mailand 1815 (18.80). Brussel 23.50 (23.65), Kopenhagkv 101.85 (100.50), Stockholm 138.— (137.76), Oslo 90.- (88.50), Madrid 74.90 (75.-), Buenos Aires 207.50 (207.60), Prag 15.25 (15.25), Budapest 0.007250 (0.007260), Bukarest 2.40 (2.37»/*). Belgrad 8.92*/* (8.90), Sofia 3.70 (8.70), Warschau 99.12»/, (99.12), Wien 72.55 (72.55) für 100 Schilling. Budapest» 37. Juni. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 18.880, Amsterdam 28.400, Kopenhagen 14.060, Stockholm 19.010, Rew-Aork 70.970, London 846.000. Parts 3253, Brüssel 3220. Prag 2105. Belgrad 1231. Bukarest 328.-, Warschau 13.530, Wien 9990.-, Sofia 604, Mailand 2501, Zürich 13.780. Sportnachrichten. Sa« Sportprogramm fflt heute und morgen. Sonntag. Fußball. Montevideo (Uruguay)-Wien ... 6 Uhr, Hobe Warte Rudolfshügel—Hertha . ... 10 Uhr, Hertha-Platz Schwimmen. „Quer durch Wien" im Donaukanal ab '/»4 Uhr. Montag. Hakoah—-Rapid . 6 Uhr, Hohe Warte Amateure—F. A. C. . .. 6 Uhr, F. A. C.-Platz Fußball. Slovan gegen Hakoah 3:2 (2:1). W.-A.-C.-Platz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter Kienzl. Slovan: Hlousek; Reichard, Grüner; Mache!, Baar, Barbak; Haider, Hanvl, Zdarsky, Stepan, Eckl. Hakoah: Fabian; Wegner, Grünseld; Fried, Gnttmann, Heß; Schwarz, Häusler, GrünwaD. Fuß. Katz. Die an Erfolgen so reiche Meistevschaftskampagne. die der Hakoah sogar den stolzen Meistertitel brachte, schloß mit einem Mißton. Der letzte Pnnktekanrpf brachte dom jüdischen Verein eine recht unerivartete Niederlage, an der das Unangenehmste lvar, daß sie dem Spielverlauf vollkommen entsprach. Das Versagen des Schiedsrichters kann nicht als Entschuldigung geltend gemacht werden, da Herr Kierrzl beide Teile in gleicher Weise benachteiligte. Infolge der schlvachen Leitung artete das Spiel, besmchers nach Halbzeit, aus und vielleicht wurde dadurch die Hakoah als feinere Kombinationsmaniffchaft mehr aus dem Konzept gebracht, doch führten die Wiener Tschechen schon bei Halbheit. Viel zu dem Mißerfolg trug das völlige Versagen der sonst so guten Haldesreihe bei, in der nur Fried, und auch dieser lediglich in der ersten halbe:: Stunde zn seiner gewohnten Form auflics. Gnttmann hatte vielleicht feinen bisher schlechtesten Dag und beging überdies einige Derbheiten. Im Angriff arbeitete nur Schwarz vom Anfang bis zum Ende zufriedenstellend. Fuß erwies sich wieder als schr talentierter und energischer Spieler, dem es nur noch an Routine fehlt. Häusler vermißte seinen Partner N e u f e l d sichtlich und gab gegen Schluß den Kampf auf. ebenso G r ü n w a l d. K a h war besser als sonst, ohne deshalb gut z-n sein. Die Verteidigung war reichlich unsicher, hingegm Fabian Mnzend. Die Slovan-Mamvschast hatte in den Flügelläufern schwache Puittte, spielte sonst aber sehr gut. Besonders der Angriff kombinierte schnell, flach und genau. Dl>e Verteidigung forcierte das One-Back-System, Hlousek fing einige Balle sehr unsicher. Vor dem Kampf wurde d'.r Hakoah ein prächtiger Silberpokal. den ein ungenannt sein wlllenver Anhänger gespendet halte, und in der Pause van Slovan ein Blumenstrauß überreicht. Das Spiel begann schr vielversprechend, da schon in der Poesie,: Minute ein weiter Ball H ä n s l e r s über H l o n s e k s Kopf ins Netz aina. Eine prächtige Kombination zwischen Haider nnd Eckl verschaffte Zdarsky eine >gute Schußgelegercheit und der Ausgleich war hevgestellt. (11. Minute.) Sechs Minuten vor dec Pause landete ein unerwarteter Schuß Stepans ans 30 Meter Entfernung im Hakoah-Tor. Rech Wiederbegirm hatte Slovan mehr vom Spiel. Hakoah stellte den Angriff ohne Erfolg wiederholt.um. In der 11. Minute glich Schwarz zwar nach einem Hands Z d a r s! h s durch einen Elfer aus, aber bald darauf jagte Eckl einen Zenterball Haiders aus der Lust ms Tor (27. Minute), womit der gegen Ende abffaneude Kampf entschieden war. Sollen Sie der jüdischen Sache dienen, dann verlangen Sie überall in allen Hotels, Cafes, Restaurantst bei allen Zeitungsständen, die Wiener ZMorgenzeitung Schreiben Sie uns, wo Sie das Blatt nicht erhalten konnten, wir werden sofort für Zustellung sorgen Kirdimah—Erlaaer S. C. 2:0 (1:0). Kadimah: Singer; Kolisch, Horoschovsky; Singer 2. Reinkrauch, Eisen; Schallt, Drucker, Fürst, Max, Salzmann. Die in dieser Saison noch ungeschlagene jüdische Mannschaft konnte ihren Si-egeszng fortsetzen, indem sie den starkem ln der zweiten Provinzklasse führenden Nen-Erlaaer Sportklub glatt abfertigte. Dabei entspricht das Resultat nicht denr richtigen Kräfteverhältnis. Denn wären die jüdischen Stürmer besser disponiert und von weniger Schllßpech verfolgt gewesell, wäre die Niederlage der Hausherren ärger ausgefallen. Den besten Mannschaftsteil biGete diesmal die Hntternrannschaft. Singer im Tor nreisterte die unglauhlichsten Bälle; KMsch mld Horoschovsky bedeuteten für di« gegnerischen Stürmer einen nicht zu umgehenden Mock. In der Halvesrei'he führte sich ber lang vermißte Reinkrauth gut ein. Er verfügt über prachtvolles Kopffpiel nnd gute Placiemngskunst. Der bestie Mcmn der Halvesreihe, und man kann sagen auf dem Spielfelde, tvar Singer 2. Eisen hatte einer: schwacher: Flügel zu Hallen. Die Stürn:erreihe star:d diesnml riicht garrz arff der Hohe. Schalst am rechten Flrigel zeigte wohl oirrrge schöne Läufe, die beiden Tore wurden auch durch ihn in: Alleingang erhielt, er kam aber auch nicht Über den Durchschnitt hinaus. Drucker verfällt immer wieder in seiner: allen Fehler: die Dvribbelei. Dadurch Mt er u-nrrötig -den Angriff auf m:d schadet so der eigenen Mcmnkchaft. Fürst war gut wie immer. Er ist ein Angriffs' lenker von großer Durchschlagskraft und Raffinement. Max tvar sehr vonr Schußpech verfolgt und spielte überhaupt befangen. Salzmann am linken Flügel besviedigte, torrrde aber ivaurg beschäftigt. Die ganze Mannschaft ist nach nicht genügend ewae» spielt. In ihrer jetzigen Pierfassuna kann Kadr-mah imnwvyur als die zwöltbche jüdische Mannschaft Wiens bezeichnet werden^ *

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