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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-28 · Heft 2282 (28.6.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2282 (28.6.1925)
Date
1925-06-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«eiie « TSieit. 2cn\\frt<? Wiener Mnrnenzert'Mq. S5. Ji-ni 1025 Nr. mH sie ansharreil beim jüdischen Glon bei». sich nicht auf üc;nde Wege verirren, selbst we»n; der ^eiud sein Schwert über ihre Häupter schwippt." T-e Familie Eodelia blieb tatsächlich in allen kommenden Generationen dem Judentum treu. Aber auch in langer war ihr nicht immer der Friede beschieden. Fm Frhrc 1905 mußten zwei Mitglieder der Familie ihr Netzen einbüszen, als ein Haufen wilder Marokkaner das Haus der Eodelia stürmte, weil ein kleiner Junge der Familie in eitlem Streit mit einem Marokkanerjungcn diesen verprügelte. Bei diesem Ucberfall wurden zwei Söhne der Fmnilic Eodelia auf gräßliche Meise hingeschlachtet. Anders war es mit der Familie Abenzur. Diese nahm allmählich arabische Sitteil an, und in den letzten Jahren Mimilicrten sie sich den Franzosen oder den Briten. Ditz Fanrilie entsremdete sich immer inehr dem Itldentnm, bis ein seltsamer Liebesroman eine Wandlung herbersührtc. Nissim Abenzur, ein angeseherter Nechtsanwalt, hatte fast gar keine Berührung mehr mit dem Judentum. Eines Tages erschien bei ihm die junge Zahawa Eodelia, ein wunderhübsches Mädchen, die im Aufträge ihres Batcrs in einer Prozeßangelegenheit gekommen war. Nissim Abenzur verliebte sich in das schöne Judenmädchen. Nach einiger Zerr suchte Nisiint Abenzur den Vater Zahawas auf, um um die Hand der Tochter anzuhalten. Eodelia antwortete ihm kurz: „Wenden Sie sich an den Rabbiner." Abenzur blickte ihn verwundert an: „Wozu zum Rabbiner?" Der alte Eodelia blieb jedoch bei seiner Bedingung, Nnd dem jungen Rechtsanwalt blieb nicht anderes übrig, als den Rabbiner auszusuchen, um zu erfahren, welche Bewandtnis es mit seiner Liebe zu Zahawa habe. Der Rabbiner nahm ihn freundlich auf und sagte: „Ich weiß schon, daß du wegen Zahawa zu mir kommt. Sie sagte mir, daß sie dich lieb habe. Aber weißt du auch, wer sie ist?" „Nein", antwortete der junge Mann. „Es interessiert mich auch nicht. Ich liebe sie und das genügt mir." „Du mußt aber ja wissen, wer sic ist", erwiderte der Rabbiner. „Und du mußt auch wissen, wer du selbst bist." Der Rabbiner erzählte ihm dann die ganze Geschichte der Familien Abenzur und Eodelia, schilderte ihm die großen Leiden, die die Vorväter der zwei Familien wegen ihres Glaubens erlitten hatten. Als Nissim Abenzur die Geschichte seiner Familie hörte, war er zu Tränen gerührt und begriff erst, wie schwer cr sich an dem Jichus seiner Familie versündigt habe. Ter Rabbiner sagte schließlich: „Willst du die reine, in ungetrübter Tradition ihrer Familie erzogene Zahawa als Frau heimführen, so mußt du dich deiner Vorfahren würdig zeigen,, um ihrer würdig zu werden. Kehre zurück zum Judentum!" Bald darauf fand die Hochzeit statt. * Schekelaktion. Das Zionistische Lan'desromilce. für DÖsterreich teilt mit: Die zionistischen Bezirksorc-auis-atiouen, ■C rcsgruppen, Sanderverbände nsav. werden darauf aufmerksam gemacht, daß morgen die Verrechnungen für die. diesjährige -Schekelaktion mit unserem Bureau durchgejührt werden müssen. Zu diesen! Zeitpunkte nicht verrechuste Schekel gellen als verkauft und sind uns die Herren Obmänner, beziehungsweise Schotelrefcrenten der einzelnen BesivksseMo-nen, beziehungsweise Ortsgruppen für den Gegenwert verantwortlich. * Zionistischer Parteirat. Die Sitzung des PavteirateS sinder a-m Dienstag den 7. Juili um 7 Uhr abends im kleinen Saal des Ingenieur-« und Architektenvereins, 1. Bez., Eschenbachgassc 9. statt. Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Kongreßwahlen. . 3. (H-ontuclles. (J WEL1ER MORIZ OESTERREICHER I. Wlpp.ingftrstrafU 29 SMer Eingang besonders orelswerter Jnoselsn mnd SUbermgrsn Grosses Vhrenlager 5112 Bigm*» AtHlSf Wo las das biblische Goldland Mir? Bon Rudolf HrrM. Aus der Bibel wissen wir, daß der König Salomon ans Lchifsen von den edomitischen Häsen aus nach einem L-ande snhr, au» dom er Riesenmcngen „Gold, Sicher, Cl-feubei»!, Assen und Pfauen", wie es im zweite,! Buch der Chronika, in Kapitol 9, Bers 21, und „sehr viäl Sandelholz und Edelgestcinc", wir cs im ersten Buch, der Könige im Kapitell 10, Vers .11, heißt, heimbrachte. Mit diefen Schätzen war cs dom König Salomon möglich, seine prachtvollen Bauten in Jerusalem auszufichrcn. Schon se.it ewigen Gedenken beschäftigt man sich mit der Frage, wo dwses Goldland der Bibel, dieses Oph'r golegon haben soll. Man verlegte es bald nach Vorderasien, bald nach Indien, nach Amerika, nach Südoftafrkka, ja sogar an die Ostküste von Mien. Neuere Forscher wollen Qphir nach Malakka, an die Safalaküste Afrikas, an die Nrrdwostküste von Ostindien in die Nähe der Jndusmündung, an den pcvfifchen Meerbusen verlogen. Es ist interessant, daß ein neuerer Forscher, Rudolf Mewes, das Goldlaud Qphir in Peru sucht Seine Ansicht wird durch eine aztetische Sage gestützt, in der man erfährt, daß Uebernreuischen aus dem Westen nach Peru gekomnten sind Und neuerdings hat ein österreichischer Forscher, Otmar v. Hauck, aus seinen Reisen durch Peru in den Urwäldern der Pcmrpas bei Sacramendo einen 300 Kopf starken Indianerstamm mit ausgesprochen jüdischen Zügen an-gotrosfen, der eine Sprache spricht, die der hebräischen ähnlich ist. Weiter fand er, daß der Name Salomon bei diesen Jndianerstämmen sehr verbreitet war. In einer Jndianersabel wird von einem Geibiet am Huallagafluß erzählt, das man als „Qphira" bezeichnet. Hierher sollen ciuft weiße Männer gekommen sein, die viel Gold gchol-t haben. Es ist schr leicht denkbar, -daß es sich bei dem OPhirgold um sogenanntes Seifengold handelt, das ans den lockeren Flußsanden und -Kiesen durch Waschen gewonnen wurde. Mit Recht weist Otmar v. Hauck darauf hin, daß es sich um solches Seifengold handeln mußte, denn bei der Entwickln ng der damaligen Bergwerke wäre es nicht möglich gewesen, in kurzer Zeit eine solche Riefemnerrge von Gold ans bergmännischem Wege zu gewinnen. Schon vor den Forschungen Otmar v. Haucks hat'man Mittelamerrka als Sitz des biblischen GoMandes Qphir angeschen. Damals wendete sich gegen diese Ansicht der berühmte Sanskritforscher Max Müller in Oxford, der Südarabien für das biblische Ophir ansah. Diesen Standpunkt vertreten auch zwei Gelehrte, und zwar 'Professor Moritz und Professor Nev.ille. Ncville weist vor allem Dingen nach, woher die Aegypter ihr Kupfer bezogen. Dabei streift er auch die Ophirfrage. Er hat erkannt, daß in den ägyptischen hüroglyphischen Texten die Aegypter die Metalle Kupfer, Gold und Silber mit dem gemeinfamen Namen „Azem" bezerchnoten. Dieses Azem bedeutet soviel als „Münzende". Die Aegypter erhietten diese glänzenden Metalle,'also auch Kupfer, Gold und Silber aus Punt, das ist Südara'bien und das Somakiland. Und hier tvurden im Gebirge der Südküste Arabiens, ungefähr in der Mitte von Annen, große Mengen Gold nnd Kupfer gegraben. Die Flotte der Aegypter zog hierher und' holte von dort diese Schätze. Die ägyptische .Königin Hatschepsnt sandte um f;V>0 v. Chr. eine große MoM nach Pnnl und als die von ihr ausgesaudte Expedition zurück, kehrte, schmückte sie den Tempo! Deir el Bahri, der bei Dhetber liegt, mit sehr charakteristischen Bildern. Auf diesen BMeru erkennt man, wie die Waren in Punt in die Schiffe golader werden und wie sie in dem ägyptischen Halfen wieder ausgc laden werden. Man sieht, wie -die Metalle Gold und Kupfer ge wogen werden, wie sich unter den Waren Räuchevtvaren, Eben holz, El-csantenzähne, Vieh, Affen, Pancher, Giraffen, Palmen, holz befinden. Man erkennt auch, wie der Admiral der Flottvon dem Fürsten von Punt und dessen Frau und Tochter empfangen wird. Die Männer ans Pnnt zeigen altägyptifchet Aussehen. Die Frauen zeichnen sich durch Dicke ans. Dtosc .Handelsexpedition ging unter militärischer Bedeckung vor sich Die Menge Kupfer, die moit nach Aegypten brachte, ist tiefe;* groß gewesen, und der Reffe der Königin, der dann auch ihr Nachfolger als Tuchmes der Dritte wurde, hat ganze Pyra midon, Obelisken und Tempel mit Kupfer überziehen lassen sodaß durch die Strahlenbrechung nach seinem Bericht da-: Land erhellt wurde. In der Bibel lcfeu wir, daß Salomon in einem Jahr, für 666 Talente Metall erhalten habetl soll. Wenn man diese Summe auf Goldtalente ausrechnet, evgoben sich 70 Millionen Goldmark. Wenn man diese Talente für Gewichtstalontc ansieht. so stellt die Snmme keine Uebcrtreibung dar. Aus der Banari der Schiffe schließt Professor Moritz, daß mit diesen kleinen, den heutigen Sa-mbngs Arabiens ähnlichen Schiffen, keine Ozean fahrten unternommen werden konnten. Darum muß Ophir nach seiner Meinung an der Küste und doch nahe am Meer gelegen haben. An der Südküste Arabiens gewann mau das Gold aus Goldseisen. Das Kupfer dagogeli aus deu Erzen des Gebirges. Alle Waren Südasicns und Ostafrikas wurden in Bemen gestapelt. In Onezu war von altersher der Juwelen Handel in Blüte und die Goldfchmiodekimst zu Hause. Und heule noch befindet sich der Jmvclenhandel in Onezn in der Hand der mächtigen AdÄsfamilie der El Bessam. Diese.Familie unter hält heute noch Handelsbeziehungen zu Kairo, Damaskus And Bombays Da der Orientale konservativ ist, die Handelswege also seit Jahrtausenden innegehalten wurden, ist es leicht mög lich, daß seit Salomons Zeiten bis auf heute gleiche Handels Wege eingoschlagen werden. Lar Nordvo!-Luftschisf. Berlin, 27. Juni. (Tel.-Komp.) Dr. Ecken er erklärte einem Mitarbeiter der Z. am Mittag" über die geplante Zeppeltn-N o r d p o >l fahr t, daß, sobald die Boischafterkonferenz die Erlaubnis hiezu erteilte, .mit dem Bau des Zeppelin-Luftschiffes begonneu werden wird. Das Luftschiff wird alle bisherigen an Größe übertreffen und ettva sieben Millionen Mark kosten, wozu noch die überaus großen Kosten der Nordpolfahrt fclibit kämen. Man hoffe, die Mittel für den Luftschiffbau .zmn größten Teile in Deutschland selbst aufbringerl zu könuiev. Es sei jedoch auch möglich, hqß von den amerikanisch e n Verbindungen der Zeppolin-Gefellschaft eine Beteiligung erfolgt. Das Luftschiff wird als lvisscnschaMches Laboratorium, anit Radweinrichtungen und Filmapparaten ausgerüstet sein. Dieser Zeppelsti wird sich fünf Tage lang in der Luft 'halten können, und das genüge bereits, uni inrehrfache Kreuzfahrten über dem Nordpolgebiet ausführen zu können. Er werde aber auch so gebaut fein, daß cr auf Eis und auf Wasser -ohne Hilfe von außen landen kann. Für die Forscher werde es von eHebtichelu Vorteil sein, daß das Luftschiff eipe Heizanlage besitzen wird, so daß sie sich aus der KMe ihrer Arbeit anf dcm dem Versprechen Gottes, daß er die Welt verschonen wolle. Ehune Pflegte die Tür seines Zimmer nie zu schließen. Er rechnete damit, daß ihn Gott einmal Plötzlich aus dem Loten äbberufen werde, und da wollte er, wie er sagte, feinen Brüdern im Städtchen keine Il-ngelegeuheiten machen. Das Unwetter nahm au .Kraft noch zu. Ehnne ergötzte sich an dem herrlichen Anblick, den das Gewitter in diescin Talkeffel bot. Da Plötzlich horchte er auf. Ein Scharren an der Tür... Die Tür öffnet sich und herein schleicht ein Hund, ein Wolfshund. Vor Kälte und Nässe zitternd, keuchend, mit heraushangender Zunge, bleibt das Tier in der Tür stehen und blickt mit seinen klugen Augen den Mann i-n der Stube bittend an. Ehune steht wie erstarrt ans seinem Platz. Mit einem Male durchzuckt sein Hirn die Erinnerung an seine Heimatstadt im Lande des Schreckens. Dort 'hatten solche Hunde das Nahen eines anderen Gewitters, den Ausbruch von Pogromen, angekündigt. Ist dieser Hund auch der Vorbote eines solchen Blutregens, wie Ehune ihn in seinem Städtchen an der russisch-rumänischen Grenze miterlvbt und dem er mit Weib und Kind zu entrinnen gesilcht hat? Es waren Minuten höchsten Bangens, in denen sich Ehune und das Tier mit fragenden Blicken geg-snübersteheu; denn auch der Wolfshund, der im „Kvöterlauge" Unterschlupf suchte, schien den Mann, der vor ihm stand, zweifelnd anzustarren, ob er in ihm einen Freund erblicken könne oder einen Feind, der ihn davonfagen werde. Das Tier erlangte feine Geistesgegenwart früher als der Mensch. Es schüttelte sich kräftig die Msse vom Leibe, kroch an Ehune heran, boschnupperte ihn und versuchte mit einem Satz seine Hand zu erhaschen, die es dankbar leckte, als wollte es sagen: „Erschrick nicht, Mensch! Wir sind zwei Geschöpfe, die auf einander angewiesen sind. Lass' uns Freundschaft schließen!" Ehune war von dieser Szene so erschüttert, daß er in deiu Hund ein übernatürliches Wesen erblickte, das mit jeincm plötzlichen Erscheinen einen höheren Ziveck der Vorsehung erfüllt. Er streichelte das Tier und begann mit ihm zu sprechen: » ,NLoher kommst du? Wer hat dich geschickt? Warunr bist du gerade zu mir gekommen? Sag', Geschöpf Gottes, hat dich die Witterung von Blut oder von Trauer und ^Kummer gerade zu mir getrieben? Kommst du vielleicht auch von dort, woher ich komme? Haft du vielleicht >das Blut meines greifen Vaters geleckt oder warft du der treue Freund eines armen Juden, -der die Grausamkeiten der Maschen nicht mehr mitansehen konnte, und bist davongeranut, der Spur, dem Geruch des armen verfolgten Juden nach? »Haft du vielleicht gehört, wie sie schrien: ,/Jewrej...!" Bei diesem Wort sprang der Hund nnt einem Frendengebell auf Ehune zu, -umkreiste ihn einige Male -und legte sich ihm dann zu Füßen; und so oft Ehune später das Wort „Jewrej" anssprach, horchte der Hund auf, kam 'herangelaufen, rannte aufgeregt zur Tür zurück und bellte in den Hof. Ehune nannte seinen neuen Stu'bengenossen Jewrej. 6. Ehune uub Jewrej sind gute Freunde geworden. Ehune teilte mit Jewrej die besten Bissen, die ihm aus dem Städtchen zukamen. Jewrej wieder hatte sich sehr rasch mit den Sitten und Gebrauchen Ehunes befreundet. Kaum machte Ehune Anstalten, Dallis und Tefillmr anzulegen, nm das Gebet zu verrichten, Wich sich Jewrej ans dem Zimmer und lagerte sich vor die Tür. Ging Ehune durch deu Wald jenem Fluß zu, in welchem Malfeie ihr vorzeitiges Grab gefunden hatte, so rannte Jewrej den Strouk errtlallg, heulend, als weinte er, kam immer wieder zu Ehune zurückgelanfen und unbwe-delte ihn, wie wenn er ihn trösten wollte. Und toenn sie zuvückkanren, trabte Jewrej traurig wie sein neuer -Freund und Herr diesem zur Seite und wurde nur stutzig, wenn ein Freuider ihnen entgegen kam. Auf einer dieser traurigen Wanderungen durch den Wald setzte sich Ehune auf einen Baumstumpf, um äuszuruhen. Jewrej machte seine luftigen Sprünge, die er immer vorführte, rvenn Ehune besonders traurig war., Ehune rief seinen Hund heran, nahm seinen langen spitzen Kopf zwischen beide «.Hände, .blickte dem Tier in die treuen Augen und sprach: ,Warum verstehe ich nicht deine Sprache so wie du die meine verstehst? Wie klein hat uns Menschen doch Gott geschaffen! Jewrej, sprich, sag doch, warst du nicht einmal Mensch, warst du nicht einmal Jude? -Sprich! Warst du nicht einmal Jude in Nußlaud?" Jewrej stand ruhig, als wollte er, daß ihm kein Wort seines Freundes entgehe. Dann — Ehune erschrak — breitete er die beiden Vorderpfoten aus und legte sie a-ui die Schultern Ehunes, als wollte er ihn umarmen. Nachdenklich schritt Ehune den: „Krötenange";u. 7. Einmal kam Ehune von seinem Besuch bei Ällatkeli nicht mehr zurück. Was nnt ihm geschehen, weiß niemand. Nur Jetvrej kam ateuttos, keuchend in die Stadt gelaufen, heulte, winselte, cheinte wie ein Kind. War es. Zufall, daß er überall an dm Türen der Juden sein Geheul verstärkte? Die Juden und auch die Ehristen tvaron von Schrecken erfaßt. Jewrej rannte wie besessen durch das ganze Kvötenistädtchen und wollte keine Ruhe finden- In der Nacht lag er vor dem „Krötenauge" und heulte wie ein Schakal; dann lief er in den Wald und auch vor« dort her drang noch fein markerschütterndes Geheul ins Städtchen. Nach einiger Zeit fand man Jewrej mit «durchschossener Lunge anr Ufer des Flusses, in welchem Wta-lkele aus dem Leben geschieden war. Man warf den Hund ht den Fluß. Zu den anderer». Das,Mötenauge" ist seither unbewohnt gebltehen. Nur toewt Michael der Straßen- ' meister nicht nach Hause zu gethen tvagt, übernachtet er dort und nim.mt seinen ,Kxtrazug". um den Geist Ewnies und Jewrejs zu verscheucherr..,

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