Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2282 (28.6.1925)
- Date
- 1925-06-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Weizen per Juli 148*/,, September 146V», Dezember 148l/a ♦ Mais per Juli 1037», September 102V«, Dezember 88V*; Hafer per Juli 45, September 56, .Dezember 477a; Roggen per Juli 101'/«, September 104»/,, Dezember 107»/,. Rew-Vorker Devisen. New-Bork, 27. Juut. (Tel.-Komp.) Berlin 33.80, London Kabel 4.86»/^, London Chec 4.817», Amsterdam 40.90, Paris 4.S3, Brüssel 4.61. Rom 3.63, Madrid 14.52, Zürich 19.42, Stockholm 26.80, Oslo 17.55, Kopenhagen 90.74, Wien 14.—, Budapest 14.-, Prag 2.96Belgrad 1.73»/., Athen 1.76, Buenos Aires 0.407,0, Jio de Janairo 17»/,, Bukarest 0.46. Me Warschauer BerftSndlgungsverhandlungen. Re Fokmullemng der Sefetzesvorlagen. (Eigendienft der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 27. Juni. Der weitere verlauf der Ratifizierung und Durchführung der zwischen der Regierung und dem Jüdischen Parlamentsklub zustande gekommenen Verständigung wird sich, wie Ihr Korrespondent erfährt, folgendermaßen gcsich, wie Ihr Korrespondent aus führenden Kreisen des Jüdischen Klubs erfährt, folgendermaßen gestalten: Am Dienstag werden die Minister Gravski und Skrzynski in der im Mnisterratspräsidimn stattfindenden Sitzung des Minderheitsausschusses ihren Bericht über den Abschluß der Verhandlungen und die erzielte Verständigung erstatten. Hierauf wird der Ministerrat di« den Verhandlungen entsprechenden Beschlüsse fassen. In Ausführung dieser Beschlüsse wird dann die Regierung, und zwar schon in den nächsten Tagen, die Vorlagen, durch welche die Vereinbarungen in eine gesetzliche Form gekleidet werden, ausarbeiten. Behufs Foxmittierrmg dieser Gesetzesvorlagen findet noch am Montag eine Besprechung zwischen den Ministern Grabski und Skrzynski einerseits und den Vertretern des Jüdischen Parlamentsklubs, Dr. Reich und Dr. T h o n, andererseits statt. Ser PriiMnt des Jüdischen Pqrlameütskrubs^ Dr. Reich, der gemeinsam mit Pr« Thon die Vorhand-. langen. Mit der Regierung führte, erklärte Journalisten gegenüber: „Die Verdächtigungen, daß die Inden im Laufe der Verhandlungen der Regierung gegenüber hinsichtlich ihrer künftigen Haltung in der Frage der nationalen Minderheiten irgend welche Konzessionen gemacht haben, entbehren jeder Grundlage. Unsere Takttk in der Zukunft wird beweisen, wie unbegründet ein solcher Bedacht ist. Die Schwierigkeiten im Zuge der Verhandlungen ergaben sich gerade dadurch, daß wir unseren Standpunkt in der Frage unserer Stellung zu den nationalen Minderheiten mit allem Nachdruck verteidigten. Wir haben jede Gelegenheit ergriffen, um offen und kategorisch zu erklären, daß wir niemals dazu zu haben sein werden, gegen die gerechten nationalkulturellen Forderungen der nationalen Minderheiten zu stimmen. Wir lehnen es ab, jemals als Werkzeug für eine Unterdrücknngspolitik benützt zu werden. Die Formulierung der jüdischen Poll« tik wurde in unserer Fassung angenommen." In seiner Stellungnahme zn den erfolgreich alhge- . schlosse neu VerstÄndigungsvevhanNunigen stellt „Dlaivo Polskie" fest, daß die Aktion der Mischen Abgeordneten im Sejm von den Bedürfnissen und Forderungen der unteren Schichten des Judentums in Polen diktiert worden sei. Das Blatt kommt dann zu folgendem Schluß: Das wichtigste Faktum, dasi sich aus der soeben durchgeführten Revision dfr Beziehungen der Juden zum polnischen Staat ergibt, ist die Konsolidierung des polnischen Staates. Die Folge dtMSt^Divd das Wachsen der Macht Polens nach außen und seiner Bedeutung in der internationalen Welt sein. Die Wendung in der jüdischen Politik war eine Notwendigkeit zur Förderung des Bestrebens Polens, eine Großmacht zu werden und als solche Anerkennung zu finden. PalMlua im Weltverkehr. Jerusalem, 25. Juni. Einen starken Eindruck hat in den politischen Kreisen die Erklärung der englischen Regierung gemacht, daß es geplant sei, bereits im nächsten Winter eine direkte Luft verbin düng zwischen den indischen und mittelländischen Häfen einzuführen. Djese Luftlinie, die über Ramleh (neben Jaffa), Bagdad und Basra führen wird, soll hauptsächlich den Handelsinterefsen dienen. Der Weg von Europa nach Indien wird auf diese Weise um zehn Tage verkürzt. Der Plan dieses Luftverkehres ist für Palästina von außerordentlicher Bedeutung, da die Häfen des Landes auf diese Weise zu den Bermittl.ungspunkten des größten Welthandels werden und an Stelle Aegyptens, das früher so viel vom Suez-Kanal profitterte, durch den der ganze Handel mit dem fernen Osten ging, wird jetzt Palästina treten als Vermittlungszentrum des Luftverkehres, dem die Zukunft gehört. _ Ne Konferenzgemeinschaft radikaler Sioniften. Berlin, 35. Juni. (I. T. A.) Die programmatische Erklärung der Konferenzgemeinschaft radikaler Zionisten, die wir bereits veröffentlicht haben, wurde, wie wir erfahren, noch von folgenden Herren unterschrieben: M. B e r ch i n (Paris), M. B o n n e s (Breslau), Doktor B o r u ch o w (Jerusalem), Dr. N. D a v i d s o h n (Warschau), Ratmann E l l e n b e r g (Warschau), M. F i n k e l m a n n (Riga), S. Gepstein (zurzeit Jerusalem), Dr. G l ü ck s o h n (Tel-Awiw), Dr. A. H a r t- PALACE-HOTEL BADE-SAISON ERÖFFNET! glaß (Warschau), W.Javotinskh (Paris), Dr. I, Klausner (Jerusalem), Dr. A. Lapin (Kowno), Dr. S. Münz (Warschau), I. Rosoff (Tel-Awiw), Dr. M. Schwarz (Kowno), M. T e m k i n (zurzeit Tel-Awiw), I. Trivus (Paris), Dr. I. Wilanski (zurzeit Bukarest). Wie die I. T. A. weiter berichtet, hat die Konferenzgemeinschaft beschlosien, in einer ganzen Reihe von Ländern für die Wahl zum bevorstehenden Kongreß eigene Listen aufzustellen. Einen selbständigen Wahlkampf wird' die Konferenzgemeinschaft auch in Deutschland führen, und sie beginnt bereits in den nächsten Tagen ihre Wahlagitation mit einer Reihe von Versammlungen im Rheinlande und anderen Teilen Deutschlands. In verschiedenen Ländern hat der Wahlaufruf der radikalen Zionisten in entsprechenden Entschließungen o f s izieller Körperschaften seinen Ausdruck gefunden. So hat vor einigen Tagen der Pateirat der Bukowinaer Zionisten eine Resolution angenommen, die von Herrn Dr. Krämer beantragt wurde und die in voller Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der Konferenzgemeinschaft den Bukowinaer Kongreßdelegierten den Auftrag erteilt hat, für die Souveränität des Kongresses unbedingt einzutreten. In der palästinensischen Presse stehen die im Pro«, gramm der Konferenzgemeinschaft aufgeworfenen Fragen, im Mittelpunkt einer sehr lebhaften Diskussion. Der Weltkongreß dev sepharöischen Juden. Wie die I. T. A. meldet, wird der seit langem geplante Weltkongreß der sephardischen Juden noch in diesem Jahre in Wien, und zwar in der Zeit des 14. Zionistenkongresses, abgehalten werden. Abbazia^ FEINSTBKÜCHBI MODERNSTER KOMFORT! QINIRALDIRBKTION: HANS HUBNRR 602 '