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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-27 · Heft 2281 (27.6.1925) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2281 (27.6.1925)
Date
1925-06-27
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Skr. 2281 men, SamSky Staatsoper. Morgen, 6 Uhr abends, „Tannh t »f c t". S chönbrnnner Schloßtheater. Morgen Erstaufführung von Johann Strauß' „Fledermaus*. Deutsches Volkstdeater. Mittwoch den 1. Juli beginnt das Gastspiel der Tairoff-Truppe mit der letzten Aufflchrung von LecoeqS „OirokiL — Olrotl»'; Donnerstag bringen die Gäste zum ersten Male Schnitzlers Pantomime „DerSchleterderPterette* zur Aufführung. Raimund-Theater. Dienstag verabschiedet sich da» Tairoff-Ensemble mit der Premiere des Drama» „Das Gewitter" von OstrowSky, um ins Deutsche BolkStheater zu überstedelu. Am Mittwoch den 1. Juli gebt im Raimund-Theater der Schwank „Dje vertagte Nacht" in Szene. Neues Wiener Stadttheater. Als nächste Novität wird der Schwank „AuSgerechnetCarotti*, vou Eugen Burg und Fritz Lunzer, mit Ludwig Stärk in der Titelrolle, vorbereitet. Kammerspiele. Heute, %8 Uhr abend», erste Mendvorstelluna der Sommerspielzeit „EinFehltrttt* Schwank von Eugen Burg und Louis Taufstein. Las Deutsche BolkStheater im Burggart»». Das zugunsten des WohlfährtSwnds des Deutschen Bvlr8the>at«rs stattfmdende Abendfeft im Burggavten, der um */j8 Uhr eröffnet wird, beginnt heute Samstag präzise 8 Uhr mit einem erlesenen Programm des fitonzortvereinsorchefters unter Leitung von Martin Spörr. Dre künstlerischen Darbietungen, an denen sich auch hervorragende Mitglieder anderer Bühnen in kollegialer Weise beteiligen, füllen die zweite un>d dritte Abtdmifl. Bei ungünstiger Witterung wird das Fest im Festsaale der Hofburg mit demselben Programm abgehÄten. Erich Mann, der gegenwärtig als jugendlicher Liebhaber uwd Held am Theater in der Josefftadt wirkt und sich durch seine zahlreichen VortragSLben.de in Wien und im Ausland einen Namen gemacht hat, wird demnächst einoni EidgaaemeniLantrag nach Amerika Folge leisten. Der junge Künstler hat sich auch als FÄmschauspi-oler betätigt. Ein polnisches. Schauspiel an einer Berliner Bühne. Im Theater «Die Tribüne" in Berlin wird die Uraufführung des Schauspieles „Die Liebenden," von Waclaw Grubiuski vorbereitet. Radioprogramm. Heute Samstag. 11 bis 1 Uhr: Bomnittagskolnzert. — .1 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. Mendelssohn, Die Fingalshöhle, Ouvertüre. Kalman, „Die Faschtngsfee". Strauß, „Aschenbrödel", Vorspiel zum 3. Akt. Loewe, Die Uhr. Gossee-Burmestvr, Gavotte. DölibeS. Coppelia, Suite. Tschaikowsky, Canzonetta. Stuhlmüller, Silbermvrte. Komzäk, Für lustige Leut' Potpourri. R. Fall, Mandoli-Mandola. — V,7 Uhrr Wochenfeier. — Robert Franz (geb. 28. Juni 1815), Otto Jul. Bierbaum (geb. 28. Juni 1865), Christ. Wtllib. Gluck (aeb. 2. Juli 1714', Christ. Fürchteg. Geliert (geb. 4. Juli 1715). — 8 Uhrr Heitere Akademie. — 10 Uhrr Heitere Abendmustk. (Kapelle Jelinek.) Angenehme Serien können Sie nur dann haben, wenn Sie auf Ihr Blatt nickt verzichten müssen. Ihr Blatt ist die Wiener ZMorgenzeitung Geben Sie sofort Nachricht, wann Sie auf Urlaub reisen, wir schicken Ihnen die Wiener Morgenzeitung sofort nach ----; Serichtssaal. Straferhöhung für die Bostmeisterin von Gobelsburg. -Wie wir erfahren, hat der Oberste Gerichtshof die Strafe für die ehemalige Postmeisterin von Gobösbung, Rosa Kovarna, von 7Va Monaten auf ein Jahr schweren Kerkers . erhöht. Diie vom Schöffengericht gefällten übrigen Urteile gegen das Ehepaar Populorum sowie gegen Frau Antonie König wurden ausnahmslos bestätigt. Mutz und Matzka. Die Geschichte von Friedrich Mutz -und Otto Matzka hat im August 1924 großes Aufsehen erregt. Die beiden hatten eine Kompagnie gegründet und kamen schließlich auf die Idee, Darlehen auf Schmuck aufzuuehmeu, das Pfandobfekt aber dem Darlehensgeber nicht auSzufokgcn, sondern zurückzuhalien. Sie verschafften sich teils 'durch Kauf, meist aber durch betrügerische Herauslockung wevtvollen Schmuck. Den Darlehensgebern zeigten sie den echten Schmuck und ließen ihn i» Gegenwart .des Interessenten vou Sachverständigen prüfen. Dann wurde der „Klient" in das GesthäftÄokal der Firma Mutz u. Matzka geführt, wo der Darlehensvertrag geschlossen wurde. Mutz legte die Pretiosen in eine Kassette, verschnürte und versiegelte sie und «legte sie ans den „Zaubert lsch". Das ivar em Schreibtisch mit einem dreiteiligen Aufsatz, der um seine vertikale Achse drehbar »oar, io daß durch Auslösung einer Zugvorrichtung, die mit der Tür der Holzverschaluna in Verbindung stand, die eine Mtcilung des Schrerbtischaufsatzes verschwand und eine andere an deren Stelle erschien. Während der Darlehensgeber ei« Vertragsformular ausfüllte, schloß Matzka meist mit den Worten: „Es ziehstd die Tür der Holzverschalung, der Echreibtischaussatz drrhte sich um feine Achse und es erschien eine andere, gleichartig aussehende Kassette, die aber leer oder nrit Kohle, MetallabsälHen rmd dergleichen gefüllt ivar. Die Gläubiger trugen wertlose Kassetten in die Bauksafes. Eine Z-eitlang zahl« das Paar die Zinsen pünktlich, so daß der Schwindel erst im August 1924 auskam. Beide flüchteten dantckls nach Frankreich und ließen sich als ehemalige Offiziere zur Fremdenlegion anwerben. Mutz wurde aber als dienstuntauglich erklärt, Lehrte nach Wien zurück und stellte sich sebbst der Behörde. Matzka ist noch in A l g i c t und wird steckbrieflich verfolgt. Bor einem Schöffensenat unter dem Vorsitz des Hofvates Czerny gab Mutz gestern den Sachverhalt zu, Lestritt jedoch die Schädigung sab ficht. Der durch die fita ssettenmanipulativn entstandene Schaden beträgt mehr als l^j MilIjarden K r o n e n. Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten Friedrich Metz des Verbrechens des Betruges und der Veruntreuung schuldig und verurteilte ihn zu drei Jahren schweren Kerkers. Bon einigen Punkterl der Anklage wurde Mutz fretgesprochen. Der AnMagte hielt sich Bedenkzeit vor. ISftift« Ifottrtiwitfittifg* A ufwertungsfragen Besitzer Berliner Grundstöcke werden durch uns bezüglich Hypothekenaufwertung uhd Eigentumsverhältnisse kostenlos beraten Herbert Otto D Co. Berlin, W 9, Linkstrosse 11 «x» Bolkswirt. SestmeWsche 8»dtt<Auftalt für Hantel und Gewerbe. Generalversammlung. Gestern fand -im Saahe des Architoktenocrei-nLs die 69. Generalversammlung statt, zu welcher 42 Aktionäre erschienen waren. Als Vorsitzender fungierte Präsident Louis Rothschild. Der Geschäftsbericht, welcher vom Direktor Ludwig Neurath verlesen wurde, bespricht ausführlich die Wirtschaftslage Oesterreichs in: Jahre 1924. Er besagt unter anderem: Dieses Jahr brachte die zeitweise stürmisch verlaufende Liquidation der Inflationsperiode, eine Liquidation, welche sich in krisenhaften Vorgängen in der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung einerseits und in einem vehementen Medergange der Gffektenkurfe andererseits manifestierte. Di>e scheinbar leichten VerdienstmöAichkeiten der Inflationszeit hatten zn Neugründungen auf dem Gebiete des Bankwesens, der Industrie und des Handels geführt, welche vielfach nicht nur finanziell ungenügend fundiert, sondern auch von Personen geleitet waren, die — bar jeder sachlichen Erfahrung und auf Spekulation «e-mgostellit — der im Verlause des Jahres eingetretenen Rückbildung der Scheinkonfunktur sich als absolut nicht gewachsen erwiesen. So düster auch der Verlauf der Ereignisse im Berichtsjahre sich malte, so gereicht es uns doch zur Genugtuung, konstatieren zu können, daß diese R c in f g ungskrise das Fundament der ökonomischen Hivtschast unseres Landes unberührt ließ, daß die alten, wohl fundierten und gut geleiteten Bank- und Nndustrieuntevnehmnngen nicht nur das Vertrauen des In- und Auslandes ungeschmälert erhalten, sondern einen Zutvachs an neuen Verbindungen zu verzeichnen haben, -wofür auch die Ziffern unserer Bilanz «den Beweis erbringen. Di« verschiedenen Zweige des laufenden Geschäftes trugen in ihrer Gesamtheit: an Zinsen 112.683^13:300 K., an Provision 172.609,114.300 fit., an dem Umsätze in Devisen 25.096,149.000 K.; hievon ab: Hehailte und Spesen 214.552,338.900 K., Steuern und Gebühren 51.603,917.600 K, zusammen 266.066^56.400 K., verbleibt eist Erträgnis von 46.072,520.200 fit. Das laufende Geschäft ergab somit, ohne Rücksicht auf den Gewinn an Effekten und Konsortialgeschäften, für das Aktienkapital von 30 Milliarden Kronen eine Verzinsung von 225,86 Prozent. Nach einer längeren Debatte wurden der Geschäftsbericht 1924 rmd der Bericht des Revisionsausschusses zur Kenntnis genommen. Ebenso wurde die Verwendung des Reingewinnes nach den Anträgen der Verwaltung und die Verteilung einer Dividende von 6000 K. beschlossen. Nachdem diie Wahlen in den Verwaltungsrat und in dorr Revifionsausschuß vorgenommen waren, bei welchen die Herren Baron Paul Kornfeld, Willy Gmzkey, Franz Hardegg, Anton Knips, Oskar H. List.und Dr. S. M. Singer als Bevwaltungsräte gewählt wurden, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Sie flauen WeltmSrkte. Dia Wirtschaftslage in Deutschland hat sich weiter verschlechtert. Seine Kaufkraft, läivgere Zeit künstlich durch Ausla-ndsbredite gesteigert, befindet sich, nachdem diese nicht mehr in so reichlichem Maße zur Verfügung stehen, wieder im Abn-chmen. Auch das Auslandsgeschäft stockt, da hohe Steuern und Zinsen den Vorteil niedvigerer Löhne mehr als ausgleichen. Vielfach kann der Auslandsmarkt nur durch Verlustverkäufe behauptet werden, so daß deutsche Waren zum Teil im Auslände -billiger als im Inlands zu erstehen sind. Die Kohlenproduktion befindet sich infolge des sirckerwen Absatzes bereits in einer Krise. Zahlreiche Arbeiterentlassungen haben bereits ftattgefunden, tveitere stehen bevor, umfangreiche ProdMionSeinfchränkullgell lverden beabsichtigt. Die Eisen- und Stahlindustrie verzeichnet einen stavken Rückgang des Exporte-, -während das JnlaildSgeschäft noch günstiger ist, die Lage im Schiffsbau und in der W-aggonfahrKatiön sich jedoch ebenfalls kritisch gestaltet. Dagegen verzeichnet die Mtomobil- und eilektrotechnische Industrie noch eine günstige Entwicklung. Auch das Baugewerbe hat sich etwas belebt. In Frankreich hat die wirtfchastliche Depressiv schärfere Formen angenommen. Die Industrie leidet außerordvnttich unter Man-gel an Betriebskapital, so daß viele Uinternehnunrgen ihre Produktion einschränken mußten; das gilt besonders von der TeMmdustrie. Die Baumtvollindustvie, der der Export nach Deutschland nun verschlossen ist, versucht zivar mit Erfolg einen Ersatz .durch gesteigevten Absatz nach den ÄofonUitt zu finden, doch bleibt die Lage noch ungünstig, obe-nso wie in der Seidenindustrie. Auch die SchweriMlstrie klagt über Rückgatrg des Absatzes. Da der frauMVsche Export bisher -kl hohem Maße durch den 'Rückgang der Valuta begünstigt wurde, so muß die.Devisenpolitik der Regievu-ng, die aus die Stabilisierung oder sogar Steigermlg des Frankens hinzielt, naturgemäß wenigstens für eine Uobergangszeit dar Wirtschaftsleben «ngünstig bevinflllssen. Auch Ln Belgien, wo die Anpassimg 97. -Juni 1025 Seite 7 der Preise an sie (Meldeniwertnng -bereits größere Fortschritte gvinacht hat, liegen Anzeichen für eiire Verschlechterung, besonders m der Schtverindiiftrie, vor. Die .Kvhlenpvodnktion stockt, da große Bestände vorhanden sind, die keinen Absatz finden. In Englaild ist ebenfalls kein« ive-sentlichc Besserung zu verzeichnen. Es leidst nntvr der We-ldkMenkrife, zu der sich der ständige Rückgang des Kohlenkonsums, zum Teil auch durch fortschreitende Elektrilfi-kation Mld Pevivendnng der Oelfaneramg allmählich auswächst. Ein« gwße Zahl von Kohleilgru-öen sind bereits stillgologt, andere arbeiten mit beschränAer Betriebszeit. Die Bannlwollindustrie wird gegenwärtig durch die Wirren in Schanghai n-ngünstig beeinflußt. Etwas günstiger ist die Stahlindustrie für das Inland beschäftigt, während die Exportla-ge weiter schlecht ist. Es bleibt abgutvarten, in welcher Weise die neuen englischen Schutzzölle die Sittration der Industrie vcr- -bestern werden. Der allgemeinen wirtschaftlichen Depression haben sich auch die skandinavischen Länder nicht entziehen können, wenn deren Lage auch noch verhälinismäßig günstig bleibt. In Norwegen und Schweden ist der Export gefunken. Die schwedische Eisenindn-strie beabsichtigt Betriebseinschräll-klUlgelt infolge der steigenden Eirrfuhr französischer und belgischer Ware.?luch in der Maschinellindustrie hat sich der Absatz verschlechtert, ivenn man von der Herstellung emzÄner Spezialitäten absieht. Die Inbllftrie Polens leidet weiter unter Kreditnumgol und kann in-it denk Ausland infolge zu hoher Produkt ionSkoften und Steuern solvie technischer Rückständigkeit imurer woiriger konkurrieren. Zudem bedr-o!lst das -Aushöven der deirtschen Verpflichtung zur Abnahme obevschlüsischer Kohle einen wichtigen Industriezweig. In Jugoslawien ist die Ausfuhr landwi-vtschaDicher Produkte stark zurügegangen,- auch die Zuckerfabriken klagen iiber Absatzstockungen. Die Austeilung des Großgrundbesitzes hat einen Rückgang -der Wvizenprodnktion bewirkt, so -daß gegenwärtig sogar ausländischer Weizen i-nlportiert werden linuß. Im Gegensatz zu dieser allgemeinen Depression steht die noch am-darvernde güilstige Entwicklung dor Wirtschaftslage Italiens. Der Export wird weiter durch die Valuta- Verhältnisse begünstigt. In letzter Zeit hat besonders die Stickstoffi-nduftrie eine große Ausdehnung durch Gründung zahlreicher neuer Unternehmnugon gon-onlmen. Die polnische Zollerhöhung und der österreichische Textil-- handel. Infolge des Rückganges des österreichischen Exportes ist' vom Handelsministerium und vom Gromium der Wiener Kanfnlannfchaft an die eirizelmn >Handelskategoricn die?l>nfrage ergangen, welcher Ursache der Rückgang der Geschäftstätigkeit zuzuschreiben sei. Diese Frage wurde von den .Händlern der Strumpf- und Ha ndschuhi nd>u st rie dahin beantwortet, daß sie den polnischen Markt infolge des um 26 bis 100 Prozent gesteigerten Zolltarifes verlöre,: haben. Der noch e-rh alten gebliebene Geschäftsvorkehr ist durch den deutsch-polnischen Handelskrieg weiter eln-geischränikt worden, da die aus Men exportierten Textilwaren größtenteils deutsche Erzeugnisse find und als solche nach Polen nicht eingoführt werden dürfen. Ein MerkblM zum Goldbilanzengeseh. Das Organ des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft „Der Handel" enthält in seiner letzten Nummer ein ausführliches Merkblatt über das Goldbilanzengefetz, das alle für den Kaufmann wichtigen Fragen in leitfatzlichvr Form behandelt und insbeisondere für die jetzt aiktuelle Frage der Steuerveranlagung für. 1924 erschöpfende Auskünfte gibt. Von diesem Merkblatt sind auch Sonderabdrücke im Hanse der Kaufmannschaft, 4. Bez., Schwarzenbevgplatz 16. erhältlich. Insolvenzen. In Angelegenheit der Gewerbliche n Zentral sparkaffe begann gestern die zweite Ausgleichstagsatzuug, in der eine Bürgschaft für die Durchführung des Ausgleiches erbracht wurde. Die Annahme des Ausgleichsantrages wird von den Gläubigern verweigert. — Der Konkurs wurde eröffnet über Wilhelm Brand, Gomifchtwarenhandel en gros, 6. Bez., Strohmayergasse 6. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über K. Frühwirt, Blattgoldhändler, 13. Bez., Schüttzstraße 27. — Ucber Franz Khllch, 2. Bez., Stuwerstraße 32. — Ueber S. Basch i e ra, 6. Bez., Joanelligasse 3. — Ueber M. Ro th, 2. Bez., Rotensterngasse 31. — Ueber Ludwig H a n a i, Zeitungsherausgeber, 9. Bgz., Liechtenstemstraße 90. — Ueber Leopold Flohr jun., Babywäscheerzeugung, 7. Bez., Wrmbergergasse 36. — Ueber August Köhler, 2. Bez., Obere Augartenstraße 58. — Ueber Karl Kuvert, .HuterzeuMNg, 16. Bez., Gentzgasse 37. — Ueber AloiS Palon s, 13. Bez., Linzerftraße 67. — Ueber Viktor Gerstl, 13. Bez., Schloß Hetzendorf. — Ueber Richard Ludwig, 6. Bez., Hofmühlgaffe 4. — Ueber Bruno Siößl c r, 1. Bez., Stadiongasse 8. — Ueber Otto Fleischer, 4. Bez., Goldoggasse 7. Ermäßtauna der jugoslawische» Eisenbahntarife um 30 Prozent. Wie aus Belgrad gedrahtet wird, teilte -der Verkehvsminifter bei einen: Prefleeuvpfang mit, daß die jugoslawischen Bahn ei: mtt Gültigkeit vom 1. Angust des laufenden Jahres an ihre Frachten- und PeTonentarife itim 30 Prozent ermäßigen werden. Einfuhrverbote in Polen. Die polnische Negierung hat Mit Gesetzeskraft vom 27. d. eine Reihe von Einstlhrberboten erlassen. Diese Verbote richten sich jedoch nur gegen jene Staaten, ivelche ebenfalls die Einfuhr polnischer Waren verbieten. Von dem Verbot sind unter anderem betroffen: Pelzfelle, Schuhe, Lederhandschuhe, Taschnerrmd Galanteriewaren aus Leder, Taschner- und Riemevwaren, Adöbel, Porzellanivaren, Gummireifen und -schlä>uche, Seifen, Porfonenantos, Karosserien für Personenautos, Schreib- und Rechenitkaschinen, Wirk- und Strickware-n aller Art, Vorhänge, Spitzen und Stickereien, Wäsche mW sonstige Konfektionsware, Hüte, Schirme sowie Galanterie- und Spielwaren. Dieses Einfuhrverbot erstreckt sich auf Waren öfterveichffcher Herkunft nicht, doch -müssen Sendnngelt, welche Waren vorgenannter Art beinhalten, von einem Ursprungszeugnis begsleitet sein. Das genaue Verzeichnis der von dieser Bewrdmmg betroffenen Waren liegt im Zollbureau der Handelskammer auf.

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