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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-17 · Heft 2271 (17.6.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2271 (17.6.1925)
Date
1925-06-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SM 6 Wien, Mittwoch Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, Schubert.'Symphonie lt-Moll, Lieder vom Frühling; Nrensky: K l avierkonzert (Relly Friedländer-Reichlin); Spoerrr Abt vonFicht; Berlioz: U n g a r i s ch e r M a r s ch. StaatSoper. Heute statt „F i d e l i o" „M adame Butterfl y". Morgen, 7 Uhr abends, ,D i e A f r i k a n e r i n". Deutsches Dolkstheater. Morgen, l/3S Uhr abends, wird Georg Kaisers Komödie „Kolportage" in der Besetzung der Uraufführung nach längerer Pause wieder gespielt. Neues Wiener Stadttheater. Heute, 3lfi Uhr abends, Premiere des Lebensbildes „Strauß und Lanner". Ratmund-Theater. Heute und morgen im Rahmen des Gastspieles des Moskauer Kammertheaters „Qirotlö — Girofla". Freitag tritt Alice C o o n e n als Salome in der Inszenierung von Alexander Tairoff zum ersten Male vor das Wiener Publikum. K a m m e r s p i e l e. Freitag Uraufführung des französischen Schwankes „Ein g u t e r H a h n" (Uti bon cog) von Pierre Mortagne und Jaques Stellt. Reinhardt in den Kammerspielen. Birabeaus und Dolleys reizendes Lustspiel „Der Myrtenkranz" ist nunmehr in die Kannnersprele übers rodelt und hat hier denseilben starken Beifall gestruden wie ciitft in der Iosest'tadl. Hermann Thimigs Raymond ist frisch geblieben wie a>n ersten Tag; nicht minder anmutig das Dameirgnartett Servaes. Matscheko, Hofer und Woiwode. Man erfreut sich immer wieder an den Delikatessen des geistreichen, tändelnden -und doch lebenswahren Dialogs. Jarno übernimmt die Renaissaneebühue. Direktor Josef a rn o hat gestern einen Vertrag abgeschlossen, wonach er für fünf Jahre die Renaissancebühne übernimmt. Diesen Freitag. den 19. d., findet eine einmalige Aufführung von „Totentanz" von August Strindberg statt. Den Kapitän Edgar spielt Josef Jarno. Richard Strauß ist gestern in Wien angekommen. Sern Aufenchalt soll Familienangelegenheiten gelten. Strauß ist im eigenen Anto voll Köln nach Wien gefahren. Die „Sanierung" der Wiener Theater. Den Gehe r- Bühnen wurde vom Handelsgerichte die Ausgleichsbestätigung verweigert, weil der Ausgleichsverwalter Grude r- G u -n t r a n dort zu Protokoll gab,' daß seine Forderung nicht befriedigt worden sei. Diese Angelegenheit ist ein pikantes Detail in dem Schicksal der verkrachten Wiener Theater und wirft auch auf die „Sanierer" ein bezeichnendes Licht. Herr Gruder-Guntran hat sich um den Posten des Ausgleichsverwalters der Geyer-Bühnen förmlich gerissen, obwohl er wissen mußte, daß dort nicht viel zu „holen" jer. Er hat „im Zuge feiner Sanierungsaktion" die Bühnen Kbßtenteils gesperrt und scheint nun durch sein Verhalten die f urchfüihrung des Ausgleiches überhaupt unmöglich machen zu ü lllen. So sieht jetzt die „Theaterstadt" Wien aus.' Gerichtssaal. Ser Wöllersdorfer Skandal vor Gericht. Die Angeklagten haben nichts gesagt. Bevor der Vorsitzende die Verhöre gestern sortsetztc, erklärte er, er müsse zu einer Aeußeru'ng des Angeklagten N e u m a n n Stellung nehmen, die weder er noch der Gerichtshof gehört haben und deren Zusammenhang er augenblicklich ohne Einsichtnahme in das stenographische Protokoll nicht feststellen könne. Und auch Dr. Katz erklärte im Namen des Angeklagten Neumann, daß die Aeußernng: „Wenn wir gewußt hätten, daß Oesterreich von solchen Leuten regiert werde, hätten wir unser Bündel gepackt", in der Tagespresse irrtümlich Wied er ge geben wurde, weil die Worte nicht so gelautet haben. Diese Behauptung, die sich noch durch das stenographische Protokoll wird kontrollieren lassen, war offenbar,, wie auch die Fortsetzung der Erklärung, dazu angetan, die Angriff e, die Neumann vorgestern bewußt egen die ö ste r r e i ch i s ch e Regierung vorgebracht at, in einem milderen Licht erscheinen zu lassen. Die Aeußerungen wurden von den Stenographen der Berichterstatter ausgenommen, und es scheint wohl unmöglich, daß sie solche Satze wie die angeführten . irrtümlicherweise dem Herrn Neumann in den Mund legen konnten. Nun meldet sich auch der Oberfinanzrat Dr. Schwabe als Vertreter des Bundes zu dem vorgestern vorgebrachten sogenannten Geheimabkommen zwischen Regierung und Alder zum Wort und schildert die Entstehung dieser Verträge. Angeklagter Neumann bemerkt hierzu: Ich bleibe dabei, der Druck, der auf uns ausgeübt wurde, war nicht so glimpflich, wie er dargeftellt wird. Hierauf wird der Drittangeklagte, Sektionschef a. D. Karl Pitner, einvernommen. Er erklärt sich nichtschuldig und gibt eine kurze Beschreibung seiner Ästigkeit als politischer Beamter in Bosnien und dann als vom Kaiser ernannter Gouverneur der bosnisch-herzegowinischen Landesbank. Er sagt dann: Einige Tag« vor der konstituierenden Generalversammlung erschienen Neuhöfer sowie Futter und Dombacher bei mir und haben mir den Posten eines Präsidenten der Wöllersdorfer A.-G. airgeboten. Neuhöfer hat das Jndustrialisierungsprogramm für Wollersdorf entwickelt. Ich war mit diesem Programm einverstanden und gab eine Zusage, doch begab ich mich, bevor ich endgültig ja gesagt hatte, zum Bundeskanzler Dr. Seipel und habe mit ihm das ganze Problem eingehend durchgesprochen. Dr. Seipel erklärte, der Bund habe ein Interesse daran, daß Wöllersdorf industrialisiert werde. Was die finanzielle Seite der Sache betrifft, so legte Dr. Seipel das größte Gewicht daraus, daß der Bund keine Zuschüsse zu leisten habe. Wir sprachen davon, daß dies der letzte Versuch der Regierung sei, um in Wöllersdorf Ordnung zu schaffen. Schließlich war der Bundeskanzler ausdrücklich damit einverstanden, daß ich die Präsidenlenstelle bei den Wöllersdorfer Werken übernehme. Der Angeklagte betont, er habe keinen Anteil an der Geschäftsführung noch an der Buchführung oder Geldgebarung gehabt. Man habe ihm auch keine Akten vorgelegt. Als besonderes Indiz für den Betrug wurde mir der Fall Hofgartenstraße (Wohnung des Sklarz) vorgeworfen. Für Sklarz war die Wohnung in der Hofgartenstraße eine besondere Marotte, an der er bis zum Schluß festgehalten hat. — Vors.: Ist Ihnen bekannt, daß sich schon anfangs Jänner Alder schriftlich beklagte, daß ihm reicht die nötigen Unterlagen zur Verfügung gestellt würden? -• Pitner bejaht und bemerkt, daß es sich hierbei nur unr di^Geschäfte mst der „Gefia" und Pappenyeim handeln könne. Der Angeklagte berichtet über die Bemühungen des Bundesministers Doktor Schür ff, die bestehenden Differenzen in der Wöllers- Sind Sie ein Breund der „Wiener Morgenzeitung", dann verlangen Sie überall, in allen Hotels, Cafes, Restaurants, bei den Zeitungsstünden etc. etc. die HSÖiener ZM.orgenzeitung und geben Sie uns Nachricht, wenn Sie irgendwo das Blatt nicht erhalten können boi-fcY A.-G. zu überbrücken. Pitner betont dann, er habe während seiner Amtsführung in der Wöllersdorfer A.-G. nie eine Wahrnehmung gemacht, welche eine planmäßige Vertveigerung oder Verhinderung der Vorlagen an gezeigt l)ättc. Er sagt: Aus meiner Wirksamkeit bei den Tochtergesellschaften sind mir nicht die geringsten Vorteile erwachsen. Allerdings hatte ich als Präsiden t' der Wöllersdorfer A.-G. ein Monatsgehalt von 1200 Goldkronen. Gewiß eine sehr schöne Summe, aber sic als eine abnorm hohe Bezahlung meiner Leistungen liinzustcllen, geht doch nicht an. Auf eine Frage des Vorsitzenden über seine Beteiligung an der Jron-Metall-A.-G. erklärt Pitner, daß Mitte März 1924 Sklarz ihm ein Papier vorlcgte mit der Bitte, cs zu unterschreiben. Es war eine Eingabe um Konzessionserteilung und Sklarz erklärte, er lege es deshalb vor, damit ein österreichischer Staatsbürger als' Konzessionswerber auftrcte. — Verteidiger Dr. Katz: Sie waren doch entschlossen, zu demissionieren. Wer hat Ihnen davon äbaeraten? — An ge kl.: Ich habe, als die Zeitungskampagne gegen Wöllersdorf immer heftiger wurde, verschiedene Minister gebeten, mit aller Beschleunigung die Sache vors Gericht zu bringen, aber dabei zu trachten, Wöllersdorf nicht zugrunde gehen zu lassen. Im Herbst habe ich Bundeskanzler Dr. 'Seipel gefragt: Soll ich demissionieren? Dr. Seipel entgegnete: We^ wird denn gleich davonlaufen, wenn man nichts angestellt hat! Daraufhin bin ich geblieben. Immer hoffend, daß es zu einem Ausgleich kommt und daß die unglückselige Wöllersdorfer Sache doch noch gut erledigt wird. Die Verhandlung wird hierauf abgebrochen. ' * Amtlich wird erklärt: In den Berichten Über -den Wöllersdorfer Prozeß erscheint eine Aeußernng des Angeklagten Neuhöfer, der ein Telegramm des Anwaltes Dr. Benedikt erwähnt, nach dem die Klage gegen den „Abend" zurückgezogen wurde, da „Bundeskanzler Ramek ihn darum gebeten habe". Diese Bemerkungen entbehren jeder Grundlage, wie dies Bundeskanzler Dr. Name! bereits in der Sitzung des Finanznnd Budgetausschusses vom 25. Februar d. I. festgestellt hat. Der Kridaprozeb der Allgemeinen Zndnstriebank. Der Freispruch Dr. Flinkers aufgehoben. Vor dem Obersten Gerichtshof unter Vorsitz des Hofrates Dr. Smolit-Finger fand vorgestern die Verhandlung über die Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft gegen das frei sprechen de Urteil statt, welches vom Landesgericht in dem Prozeß gegen den Leiter der Devisenabteilung der Allgemeinen Jnduistriebank Dr. Martin Flinker wegen fahrlässiger Krida gefällt wurde. Das Landesgericht hatte den Freispruch damit begründet, daß den Angeklagten kein Verschulden an den zahlreichen Ursachen treffe, welche die Zahlungsunfähigkeit der Industriebank herbeigefnhrt haben. Der Vertreter der Generalprokuratur Hofrat Dr. Gastheimb bezeichnete bei der Verhandlung vor dem Kassationshof die Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft gegen diesen Freispruch für begründet und beantragte die Aufhebung des Urteils und Rückverweisung der Sache zur nochmaligen Verhandlung an die. erste Instanz, weil der Umstand, daß Dr. Flinker keinen Anlaß hatte, von den Brüdern Einhorn Deckung zu verlangen, ihn nur gegen den Vorwurf der leichtsinnigen, nicht aber gegen den der unverhältnismäßigen Kreditgewährung schützen könne. Der Oberste Gerichtshof hat nach einstündiger Beratung der Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft stattgegeb e n. den Freispruch aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landesgericht verwiesen, und zwar ans den von der Generalprokuratur angegebenen Gründen. _ Wenn der Schaffner der Elektrischen zu früh das Abfahrtszeichen gibt. Die^Disponentensgattin Frau Nelly F. erstattete gegen den Schaffner Johann Janecek eine Strafanzeige, weil er als diensthabender Schaffner bei einem Straßenbahntrain der Linie „60" am 4. Jänner d. I. um *1$ Uhr abends z u f r ü h das Abfahrtssignal gegeben habe und dadurch sowohl eine Gefahr für sie als ihre beiden Kinder heraufbeschworen, beziehungsweise hetzbeigeführt habe. Die Situation war im kritischen Zeitpunkte folgende: Frau F. stand noch auf dem Tritbrett, am Arm trug sie ihr 4 Monate altes Kind, und ein Bekannter auf der Straße wollte ihr das 4 bis 6 Jahre alte Kind hinausrelchen, als das Abfahrtssignal ertönte und der Train sich auch schon in Bewegung setzte. In diesem kritischesten Momente nahm ein zweiter, ariif der Plattform stehender Herr das Kind, so daß eine weitere Gefahr sowohl .für die Frau als auch für beide Kinder hintangehalten wurde. Wegen dieses Vorfalles. hatte sich Johann Janecek kürzlich vor dem Strafrichter des Bezirksgerichtes Fünfhaus, dem Bezirksrichter Dr. W a u e c e k, zu verantworten. Der Verteidiger meinte, daß dem Schaffner kein Verschulden treffe. Er sei der Ansicht, daß es für die Anzeigerin als Mutter besser gewesen wäre, wenn sie ihr vierjähriges Kind z u erst rn den Wagen gebracht und dann mit dem Säugling nachgestiegen wäre. Ein Zeuge bemerkte, der Schaffner halbe sich um die einsteigenden Personen gar nicht gekümmert, er sei in einem Wagenwimel in einer Ecke gestanden und habe Geld gezählt. — Bezirksrichter Dr. Wanecek verurteilte den Beschuldigten zu einer Geldstrafe von 10 Schilling. In der Begründung hob der Richter hervor, es fei zweifellos, daß das Abfahrtssignal zu früh gegeben worden ist. 'Schuld daran ist Janecek selbst. Da Frau F. im kritischen Momente noch auf der Treppe stand, so konnte er ja überhaupt nicht wissen, ob nicht noch eine Person werde aufsteigen wollen. Der Prozeß gegen die Mörderin Lederer. Der Budapest«! Strafsenat hat die Hauvtvechandlung im Prozesse gegen die Mörderin Fran Gustav Lederer für den 30. d. angesekl. 17. ffu.tti 1025 Nr. 2871 Solfsmirt. Polnische Wirtschaft-Woche. (Bon unserem M.-S.-Korrespondenten.) Die Lage der polnischen Börsen hat auch in der Berichtswoche keine Aendcrnng erfahren. Sie halben ttiktcr dem beispiellosen Geldmangel stark zu leiden. Die Aktien der Bank Polski werden auch weiterhin in größeren Mengen ausgeboten, wobei sie schon den Tiefstand von 55 Zloty erreicht haben, bo: einer Nominale von 100 Zloty. Die Wiener Arbitragewerte konnten sich jedoch in der Berichtswoche auf ihrem Tiefstand behaupten und einzelne konnten sogar ganz minimale Besserungen erzielen. So erholte sich die Malopolskibank aus 0,31, Zielcniewski auf 9,90 Zloty. Die restlichen in Wien gehandelten Papiere notieren: Warschauer Diskontobank 5,90, Hypothekenbank 0,60, Galizische Montan 2,60, Tepege 1, Chodorow 3,10, Rakfzawa 1,15 Zloty. Merkwürdigerweise gelang es, jetzt, in den Zeiten der schwersten Wirtschaftskrise, neuerlich das Ausland für Polen zu interessieren, und es kamen auch in der letzten Woche große A n l e i h e a b s ch l ü s s e zustande. So nahm die Regierung bei demselben Konsortium, welches die erste amerikanische Anleihe erteilt hat, eine n^ue kurzfristige Anleihe von fü nf M il l i o n e n Dollar auf. Aber auch die Bank der La nde s w i r t s chaft, die dazu gegründet wurde, der Industrie mit Krediterteilung zu helfen und welche infolge Geldmangels zuletzt nicht mehr Wechsel eskomptieren konnte, erhielt von einem Schweizer Bankenkonsortium eine Anleihe von 20 Millionen Schweizer Franken. Zuletzt erhielt die Landwirtschaft im Wege ihrer Kooperativen eine Anleihe auf die bevorstehende Ernte in der Höhe von einer Million P f u n d S t e r I r n g. An diesen neuen Geldzuftuß knüpft man nun die größten Hoffnungen. Man muß jedoch erist den wirklichen Erfolg abwarten, unr sich ein Urteil über die Resultate machen zu können. Sollten die Gelder die richtige Bertvendnng finden, dürfte der erwartete Erfolg sich zweifellos einftellen. Nichtsdestoweniger steht ein Teil der polnischen Industrien vor einer neuen, sehr schweren Krise. Mit dem 15. d. entstandzwischen Polen und Deutschland' der Vertrags kose Zustand und wieder einmal wird der Zollkrieg zu seinen Rechten kommen. Wie schädlich dieser Zustand ist, kann man sich daraus ein Bild machell, wenn man berücksichtigt, daß Polen eine halbe Million Tonnen Kohle monatlich nach Deutschland exportiert hat und >daß auch ein großer Teil des Holzexports in Deutschland den Mnehmer gefunden hat. Deutschlandexportiert wieder mehr als 40 Prozent aller nach Polen eingeführten Waren. Die Kohlenindustrie verliert ihren größten Abnehmer und muß jetzt evst nach einem neu^n aus die Suche gehen. Eine leichte Belebung verzeichnet dagegen die Textilindustrie in Lodz, die von der Sowjetunion Bestellungen um fünf Millionen Dollar erhalten hat. Die Bemühungen um die Rückeroberung des russifchen Absatzurarktes werden langsam vom Erfolg ge-' krönt. Die R o h ö l i n d u ft r i e erhofft sich nun ebenfalls infolge der neuesten durch die Regierung gewährten Exporterleichternngen eine leichte Besserung, insibesondere jedoch" auch bessere Exportmöglichkeiten durch den Abschluß der Handelsverträge, mit Ungarn und der Tschecho-Slowakei.. Die Polnische Bauaktiengefellschaft hat ihr.Aktienkapital auf 600.000 Zloty valorisiert und in 12.000 Aktien zu je 50 Zloty Nominale aufsieteilt. Der AnstauschfchlüssLl ist 1:50, die Dividende beträgt für 1924- 10 Groschen. . _ Insolvenzen. Den Konkurs« n t r a g gegen sich selbst hat die E i e r g r o ß h a n d l u n g D. nnd Sam. Kolli n e r, 14. Bez-, Zappertgasse 4, gestellt. Ueber die Firma, die auch in Oradea-Mare (Großwardein), Rumänien, protokolliert ist, wurde vom dortigen Gericht der Konkurs eröffnet. — Der Konkurs wurde eröffnet über A. C h l a m t a t s ch, Handel mit Werkzeugen und Maschinen, 4. Bez.. Belvederegasse 6. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnetr Ueber Alfted Kraus, Kaufmann. 1. Bez., Ebendorferstraße 3. Passiv e n 37a Milliarden, Ausgleichsanbot 35 Prozent in vier Quartalsraten. Ueber A. D u m m L Co., 2. Bez. Hollandstraße 7. P a s s i v e n 900 Millionen, Anbot 35«/, in elf Monatsraten. Ueber Philipp L Maretrelo, 1. Bez., Plankengasse 4. Ueber Max S p e t h, 20. Bez., Jägerstraße 42. Ueber Josef P e r z y, 6. Bez., Schönbrunnerstraße 84. Ueber Karl S p ö ck n e r, Wäscheerzeugung, 3. Bez., Landstraßer Hauptstraße 117. Eine Stützungsaktion an der Budapester Börse. Aus Budapest, 16. d., meldet Tel.-Komp.: Wie „Az Est" von maßgebender Seite erfährt, Plant Finanzminister Bud eine energische Intervention zugunsten der Börse in die Wege zu leiten. Die Stützungsaktion wird von der Geldinstitutszentrale ausgehen. Ein staatliches Petroleummonopol in Ungarn. Aus Budapest, 16. d., meldet Tel.-Mmp.: Wie die Abendblätter mellden, beabsichtigt die Negierung, ein staatliches Petroleummonopol in Ungarn e'mzchühven. Die Regierung will mit dieser Mion den Wünschen der Agrarier entgegenkommen. Die zweite Radiomesse in Pratz. Die Mite Radiomeffe in Prag wird auf den: ehemaligen Gelände der Firma Umrath - nächst der Fabrik Novak n. Jahn abgehalten werden. Für die ' diesjährige 11. Prager Herbstmesse (6. bis 13. Schteniber) sind 1100 Quadratmeter Standfläche, auf etliche Pavillons verteilt, für diese Sondermesse in Aussicht genonrmen. Zahlreiche Einzel. Pavillons, welche mindestens 12 Qlladratmeter Standfläche umfassen müssen, dürsten diesem Zivecks gm fttf&ß eststzvechen,

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