Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2257 (3.6.1925)
- Date
- 1925-06-03
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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8. FM IW 8^v. 888T «M 8 " mm MMö'H ... essp^-v Merme MM-EEüM. Domayer selbst eine Anzeige wegen Amtsehrenbeleidigung erstattet und eine Anklage ttt Vieser Richtung auch erhoben wurde. Rach Inhalt der Anzeige soll Buchbinder beim Aussteigen dem Schaffner zugerufen haben „Halten Sie die Goschen!* und auch im Wagen selbst von „Gemeinheit und B l ö d s i nn des Schaffners" gesprochen haben. In der gestern gegen Buchbinder beim Strafbezirksgerichte 1 (Landesgerrchtsrat Dr. Arie) dnrchgeführten Verhandlung, erklärte der Beschuldigte, daß er dem Schaffner, der ihm die inkriminierten Worte beim Aussteigen nachgerufen hatte, nur zugerufen habe: „Das ist eine Gemeinheit", daß er aber sonst den Schaffner, gegen den er eine noch nicht erledigte Ehrenbeleidigungsklage cingebracht habe, nicht beschimpft habe. Der als Zeuge unter D i e n st e i d vernommene Schaffner August Domayer gab an, daß der Angeklagte ihm beim Aussteigen zugerufen habe: „Halten Sie dre Göschen!", worauf er (Zeuge) sich habe hinreißen lassen, dem Fahrgast zuzurufen: „Saujud, dr . . ., geh' hin, woher du gekommen bist." Richter: Sind Sie wegen dieser Beleidigung eines Fahrgastes von ihrer Vorgesetzten Behörde d i s z i P l-i n i e r t worden? — Zeuge: Bis jetzt noch nicht. Ich bin jedenfalls vom Fahrgast provoziert worden. — Richter: Solange Sie in offentliechn Diensten stehen und aus öffentlichen Mitteln erhalten werden, müssen Sie jedem Fahrgast gcgeuiiber gleich höflich entgegenkommen". Nach durchgeführtem Beweisverfahren verurteilte der Richter Buchbinder wegen des dem Schaffner gemachten Zurufes: „Halten Sie die Goschen! zu einer Geldstrafe von zwei Schilling, eventuell zu 12 Stunden Arrest. Trinkgelderwirtschaft bei den Bundesbahnen. Der Kaufmann Karl Nathansky hatte sich kürzlich wegen Amtschvenlbeleidigung vor dem Bezirksgericht Favoriten (Landesgerichtsrat Dr. Donau) zu verantworten, weil er -zu denr Kondukteur der zweiten Klasse auf der Abgangsstation der Wiener Ostbahn — der ihm ein Bett im Schlafwagen des Schnellzuges am 29. März d. I. gegen entsprechende Daraufzahlung verweigerte — gesagt hatte: „Bei der Eisenbahn kann niemand fahren, der nicht ein Trinkgeld hergibt." Bei der VerhaMung gab Herr Nathan sky an, er habe sich sofort, als er auf dem Ostibahnhof angekommen war, an den Kondukteur mit der Bitte gewendet, ihm ein Bett im Schlafwagen znzuweisen, da er erfahren habe, daß noch in der ersten Klasse ein Bett frei sei. Darauf habe Hm der Kondukteur geantwortet: „Der, was Ihnen das gesagt hat, der soll Ihnen das Bette geben." Nathansky gab weiters an, er und noch einige Fahrgaste hätten gesehen, wie den: Kondukteur nachträglich, ganz öffentlich, für das Bett in der ersten Klasse von einem anderen Fahrgast ein Trinkgeld übergeben worden sei. Daraufhin habe er erst die inkrimmierte Aeußerung gemacht, die er ohne weiteres zugebe. — Im Zage selbst, der knapp vor der ^lbfahrt stand, entstand wegen Einschreitens der Polizei und eines Kriminalbeamten die größte Aulfrogung. Bei Gericht erklärte der Angeklagte, er habe mit seinem Ausdruck nur den betreffenden Kondukteur, aber nicht den ganzen Stand beleidigen wollen. Er sei viel herumgereift: in anderen Staaten sei er ganz gut ohne scde Trinkgeldevwirtschaft ausgekommen, nur bei uns werden derartige skandalöse Zustände geduldet. Wenn man ein Betr Im Schlafwagen bekommen will, dann muß man zum Kondukteur, aber nicht zur Schlafwagengesellschast gehen, nur gegen anständiges Trinkgeld ist die Sache zu machen. Zeugen erklären, daßder Kondukteur Trinkgeld angenommen hat. Landesgerichtsrat Dr. Donau verurteilte den Angeklagten zu 1 Schilling Geldstrafe. Durch die Zeugen wurde einwandfrei sestgestellt, daß sich Vorgänge ereignet haben, die den Verdacht als gerechtfertigt erscheinen lassen, daß Im gegebenen Falle bei den Bundesbahnen eine Trinkgeldannahme besteht. Leider D ein Wahrheitsbeweis nicht zulässig, wiewohl'in diesem Falle der Wahrheitsbeweis als gelungen erscheint und eigentlich ein Freispruch am Platze wäre. Das Gesetz verbietet eine solche Maßnahme. Es wurde nur die Strafe an ge deutet, da sich diese Aeußerung hart an der Grenze der Kritik bewegt. Das Gericht beschließt, nach Rechtskraft dieses Urteils den Mt an die Generaldirektion der Bundesbahnen abzutceien. BottÄirt. Sie Wirtschaftslage Polens. Erklärungen des Ministerpräsidenten Grabski. ' Aus Warschau wird gemeldet: Auf einer Pressekonferenz kam Ministerpräsident Grabski auf die gegenwärtige w i r ts chaft'li ch e und f i nan zielle Lage zu sprechen. Er erklärte, daß die in der öffentlichen Meinung des Landes bestehenden Besorgnisse betreffend die wirtschaftliche Lage unbegründet seien, denn seit dem kritischen Zustand im Monat März sei eine ständigeBefserung zu verzeichnen gewesen. Die Zahl der A r b e i i s k o s e n fei von 186.000 auf 175.000 zurückgegangen. Seit zwei Monaten sinken die Preise der lebenslwichtigsten Artikel, Insbesondere jene des Getreides und der Textilwaren. Der Weizenpreis, sagt der Ministerpräsident, :fyd das Weltmarktsniveau zuzüglich der Transportkosten erreicht. Die gute Ernte dieses Jahres wird eine Ausfuhr von Weizen ermöglichen, 'was ein Sinken der Preise auf dem Jrilandsmarkte für Weizen wie auch für andere Produkte hevbeiführen wird. Der Ministerpräsident verwies sodann auf die ständig 'wachsenden Ersparnisse, ivas mit 'Rücksicht auf die durch die schlechte Ernte des Vorjahres bedrängten wirtschaftlichen Schwierigkeiten bemerkenswert sei. In Besprechung der Staatsfina nzen stellte der Mrnffterprästdent fest, daß die Eingänge an Steuern, Gebühren und aus den Monopolen im Laufe der ersten vier Monate dieses Jahres den Voranschlag um 10 Prozent übertrofsen haben. Die .Handels- und die finanzielle Bilanz bilden die schwache Seite der Lage. Wir können aber, sagte der Ministerpräsident, eine beruhigende Tendenz feststellen, da das Defizit derHandelsbilanz von 61 Millionen Zloty Im März auf 45 Millionen Zloty im April gesunken ist. Für Mal ist eine weitere Herabsetzung dieses Defizits zu erwarten. Dem Abströmen ausländischer Devisell konnte -dank der im kritischen Augenblick erzielten amerikanischen Anleihe begegnet werden. Die Regierung hat geeignete Vtaßnahmen ergriffen, um die Einfuhr von Waren und die Ausfuhr panischer Devisen heräbzufetzen. Die ans die Ernte dieses Jahres gesetzten .Hoffnungen sind durchaus begründet. Der Ministerpräsident schätzt den durch die Mißernte des Vorjahres entstandenen Verlust auf etwa eine Milliarde Zloty. Die diesjährige Ernte werde also einen beträchtlichen Gewinn bringen. Die Weizenausfuhr werde die Erreichung des GleichgewiKes hex AuidMhistW ernMliche.», Neuerlicher Zraukeufturr. Paris, 2. Juni. Der FranLenkurs hat'heute den Uchsten Stand seit Jahren erreicht. Das Pfund notierte bei Bövfenschluß 98,15 gegen 97,10 bei Eröffnung, der Dollar 20,16 gegen 19,97 und der Schweizer Frauken 391,25 gegen 380,18. Der Rückgang dauert also an, trotzdem das Monatsende vorbei ist, das in den letzten Wochen stets für die Abwärtsbewegung des Kurses verantwortlich gemacht wurde. Unter diesen Umständen 'beginnen die Zeitungen wieder von ausländischen Manövern gegen beit Franken zu sprechen und behaupten, daß vor allem England auf diese Weise Frankreich in der Sichcrhc-itsfrage zum Nachgcden zwingen wolle. Die Gerüchte, daß der illotenumlauf von 45 ans 60 Milliarden erhöht werden soll, wollen trotz aller Dementis nicht verstummen. Sine Stlitznngsanlelhe für die Lira. 60 Millionen Dollar von Morgan. Rom, 2. Juni. (Tel.-Komp.) Finanzminister di S t efan! hielt heute in der Kammer sein Finanzexposc. Der Finanzminister kündigte an, daß das Bankhaus M o r g a n mit den italienischen Notenbanken unter Führung der Bank von Italien ein Abkontmen über die Gewährung einer Anleihe von 60 Millionen Dollar getroffen habe. Diese Anleihe soll zur S t ü tz u n g d e s L i r a kn r s e s dienen. Der Diskontsatz wird mit Rücksicht auf die italienischen Geldverhältnisse von 6 auf 6,6 Prozent erhöht werden. Die Lebensversicherungspolizzen tschecho-flowakischer Staatsbürger bei österreichischen Versicherungsgesellschaften. Die zwischenstaatlichen Verhandlungen mit der Dschecho-Slowakei Über die Erfüllung alter Lebensversichcrungspolizzen sind zum Abschluß gelangt. Durch das Uebereiwkommen wird fcftgelegt, daß die Ansprüche der Versicherungsnehmer, welche nach dem 26. Februar 1919 durch Prämienzahlung in tschechischen Kronen erworben worden sind, unter allen Umständen voll in tschechischen Kronen erfüllt werden müssen. Bezüglich jener Teile der BersicherungscntsprüchL hingegen, welche auf die Zeit vor der W ä h r u n g s t r e n n u n g entfallen und durch PrämienzMungen in alten Kronen begründet worden sind, konnte ein Recht der Versicherten auf Auszahlung in tschechischen Kronen einstweilen nur Insoweit feftgelegt werden, als die dauernde Erfüllung dieser Ansprüche durch die hierfür verfügbaren Deckungswerte im Hinblick auf den notwendigen Schutz der Gesamtheit der Versicherungsnehmer bereits Im gegenwärtigen Zeitpunkte unbedingt gesichert ist. Bis zur endgültigen Durchführung des Unterzeichneten Uelbereinkommens werden die beiden Staatsverwaltungen bestrebt fein, im Einvernehmen mtt den auf dem Gebiete der tsC: cho-slowakischen Republik auch weiterhin tätigen in- oder ausländifchen Versicherungsanstalten, welche die tschecho -slowakischen Berslcherungsbestände der übrigen Anstalten zu übernehmen haben werden, solche Vereinbarungen zu treffen, durch welche sichergestellt werden soll, haß auch die in alten Kronen begründeten usid aus der Zelt vor der WLHrungstrennung herrührenden Versichevungsansprüche voll in tschechischen Kronen erfüllt werden können. Insolvenzen. Die 1923 gegründete Pharmaceutica- A.-G. hat gestern ihre Zahlungseinstellung bekanntgegeben. Das Ausgleichsanbot beziffert sich auf 35 Prozent in elf Monatsraten. Die Pharmaceutica-A.-G. besitzt eine Fabrik in Graz Filialen in Graz, Linz und Neuhaus und Niederlagen in Budapest, Zagreb und Czernowitz. Den: Verwaltungsrat gehören unter andern der Minister a. D. Dr. Richard Weiskirchner und Präsident a. D. Dr. Gustav Groß an. Das Aktienkapital beträgt 260 Millonen. Die Gesellschaft befaßt sich mit dem Großhandel und der Erzeugung von chemisch-pharmazeutischen Drogen. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über den Oesterreichischen Filmdienst, Ges. m. b. H., 8. Bez., Lerchenfelderstraße 1. Die Schulden betragen 500 Millionen. Anbot 35 Prozent in 11 Monatsraten. — Ueber die Helios-Film-G. m. b. H., 7. Bez., Neubaugasse 25. Passiven 200 Millionen. — Ueber die Floridadorfer Fellindustrie Ingenieur Karl Ern st, 2. Bez., Praterstraße 15. Aktiven 1355 Millionen, Passiven 1964 Millionen. Ausgleichsanbot 35 Prozent in 10 Monatsraten. — Ueber Georg Freund, Metallwaren- und Zelluloiderzeuger, Schanzstraße 32-34. Passiven 1800 Millionen, Aktiven 1050 Millionen. Ausgleichsanbot 35 Prozent in 12 Monatsraten. — Ueber Stephan Borhegyi, 3. Bez., Beatrixgasse 14 a. Passiven 600 Millionen. Anbot 50 Prozent in 24 Monatsraten. — Ueber Karl Hand! u. Co., 16. Bez., Appenplatz 8. Passiven 300 Millionen. Anbot 35 Prozent in 10 Monatsraten. — Ueber Rudolf Kugler, 15. Bez., Hütteldorferstraße Nr. 52. Passiven 400 Millionen. Ausgleichsanbot 35 Prozent in 10 Monatsraten. Falsche 1000-Zloth-Noten. Aus Warschau, 2. d., meldet P. T.-A.): Da von Zeit zu Zeit Noten zu 1000 Zloty in Umlauf gesetzt werden, gibt die Bank von Polen bekannt, daß die höchste gesetzlich im Umlauf befindliche Note auf 500 Zloty lautet. Daher können Noten zu 1000 Zloty nicht als echt gelten und nicht als Geldeswert dienen. Ungarisch-rumänische Handelsvertragsverhandlungen. Aus Budapest, 2. d., meldet U. T.-K.-B.: Einen der wichtigsten I Gegenstände der bevorstehenden ungarisch-rumänischen Wirt- § schastsverhandlungen bildet die Festsetzung des Petroleum , zolles. Gegenwärtig stehen niedrigere Sätze in Geltung als sie im autonomen Zolltarif vorgesehen sind. Das Petroleumkartell verlangt eine Erhöhung der gegenwärtigen Zollsätze, wogegen die landwirtschaftlichen.Kreise heftigen Protest erheben. In Fachkreisen wird damit gerechnet, daß die Geltung der mit 1. Juni ablaufenden ermäßigten Petroleumzollsätze um sechs Wochen verlängert werde, da eine En Höhung unmittelbar vor den Druscharbeiten schwerlich vov genommen tverden dürfte. Aushebung von Ausfuhrzöllen in Polen. Aus Warschau 2. d., meldet P. T. A.: Das Wirtschaftskomitee des Ministev rates hat beschlossen, die Ausfuhrzölle für Pferde, Leinsaaten, Raps und Oelkuchen anfznheben. Ferner wurd« beschlossen, vom 1. August d. I. die Ausfuhrzölle für Roggen Weizen, Gerste, Hafer und Mehl aufznheben. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, das Gleichgewicht der Handelsbilaw herznstellen, hat sich das Wirtschaftskomitee dahin erklärt, das die bei der Ausfuhr einer Reihe von Artikeln getätigten Geschäfte von der Warennmsatzstencr zn befreien sind. Das Verbot des Gemüseimports aus Aegypten nach Palästina. Die Regiernugsabteilnng für Landwirtschaft sicht siä laut ,,Commercial Bulletin" im Interesse der Förderung oei Gemüseknltnr in Palästina veranlaßt, das Einfuhrverbot für einige bestimmte Gemüscarten aus Aegypten aufrecht zu erhalten. In Aegypten herrschte vor mehreren Jahres eine Jnsektensenche, die Mealy Bug, die besonders Eierpflanzen, Tomaten, Okra nsw. befällt und die dort einen gaty unberechenbaren Schaden unter den Obstpflanzungen und Gemüsegärten angerichtet bat; trotz der dagegen ergriffene« Maßnahmen von seiten des Ministeriums für Landwirtschaft die jährlich einen Kostenaufwand von 20.000 ägypt. Pfund erforderten, verbreitet sie sich noch immer. In Palästina tfi diese Seuche glücklicherweise noch nicht bekannt und die palä- Itinensische Regierung hält es für ihre Pflicht, die einheimichen Landleute davor zn schützen. Das einzig wirksame Mitte! lagegen ist nun das Verbot der Einfuhr von solchen Gemüse arten aus Aegypten. Wiener Viehmärkte. Rinder. Der gestrige Auftrieb belief sich auf 2431 Stück Schlachtvieh. Bei lebhaften Verkehre infolge besserer Beteiligung seitens der Landfleischhaue' sind sämtliche Qualitäten gegenüber der Vorwoche um 10 Gr pro. Kilogramm im Preise g e st i e g e n. Es notierten: Ochsen prima 1.70 bis 1.85 S., extrem 1.00 bis 2.25 S-, sekunda 1.5t bis 1.65 S.. tertia 1.25 bis 1.45 S.. Stiere 1.30 bis 1.70 S <1.75 bis 1.80 S.), Kühe 1.20 bis 1.70 S. und Beinlvieh 0.7( bis 1.10 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. — Pferde. Zun gestrigen Markt wurden 417 Schläch-ter- und 153 Gebrauchspferdi gebracht. Bei lebhaftem Verkehr notierten: Zugpferde, leichte 400 bis 1000 S., schwere 500 bis 1400 S.. Kutschpferd, 600 bis 1000 S., Pferde für Schlächterzwecke 0.60 bis 0.80 S. extrem 0.85 bis 1.10 S. und Wurstpferde 0.30 bis 0.55 S. pr« Kilogramm Lebendgewicht. Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer 51.50 bis 52.50, Ungarischer Theiß 79/60 Kilogramm —.— bis —, Ungarische: Theiß ",7/78 Kilogramm 64.50 bis 55.60, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — bis —Nog'gen: Inländischer 47.50 bis 49.50, Pestei Boden oder Nyirer 47.— bis 47.50. Gerfte: Inländische 40.— bis 45.—. böhmische mährische 50.— bis 52.—. Mais: Ungarischer 29.75 bis 30.76, C i n g n a n t i n 38.— bis 39.-, Hafer: Inländischer 43.50 bis 44.50« Reis: Jtalienischei 81.— bis 82.—, Burma 60.— bis 61.—. Mahlprod'uktel Grieß inländischer 88.— bis 90.—, Weizenmehl 0 inländisches 84.— bis 86.—, Kochmehl 2 inländisches 79.— bis 81.—, Brotmehl inländisches prima 69.— bis 71.—. Die Preise verstehen sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen pro 100 Kilogramm. Wiener Warenbörse. Es notierten am 2. Juni, Kolonialwaren: Kaffee: New-Uorker 17.90 Dollar, Santos Prime 635.—. T e e: Peceo Java, Orange —.— Gewürze: Paprika, edelsüß 490.—, Pfeffer Singapor« schwarz 415.—, Kümmel, neu, holl. 170.—. Reis: Burma 62.— Italienischer 83.-. Zucker: Raffinade-Kristall 242.50 tschech. K., Würfel (in Kisten) 260.— tschech. K. Lequar 1924 115.— Pflaumen, bosn. Sackware, 100/110 134.—. Kranzfeigen, Calamata75.—, Barimandeln, superior 640.—. C h e m i k ä l i e n! Aetzkali, 88/92 80.— Schweizer Franken, Aetznatron, 128/130, Solvay 64.50, Alaun, in Stücken 30.—, Ameisensäure, 85°/fl 145.-, Borax, krist. 98.-, Chlorkalk. 110/115 Chromnatron 130.—, Eisenvitriol 14.50, Essigsäure, 80%, für Genußzwecke 235.—. Die Preise verstehen sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen pro 100 Kilogramm Wiener Börse. Freundlich. Die freundliche Stimmung der Vorwoche übertrug sich auch auf den gestrigen Verkehr, so daß die Börse mit wetteren Kurssteigerungen eröffnete. Von besonderem Einflüsse für die andauernd gute Tendenz waren die umfangreichen Deckungskäufe aus Prag von seiten der Konternrine, welche für ihre Leerabgaben der letzten zwei Wochen Deckungen vornehmen mußte. So besserten sich vor allem, die tschecho-slowakischen Arbitragowerte und einzelne Bankaktien. Die Annahme, daß sich keinerlei ernste Schwierigkeiten mehr bei der Bundesibahnanleihe ergeoen würden, hatte zur Folge, daß die Elektrizitätswerte durchwegs mit Kurserhöhung eröffneten. Den Montanwerten kam-n höhere Dividendeneinschätznngen zugute. Inder 5tnlisse erhöhten sich unter anderen: Oestrrr. 5rred!: um 1500 K., Anglobank um 2000 K., Fett.en um 5000 5k., Poldihütte um 10.000 K., Brünner Maschinen um 20.400 K.. A. E. G. Union um 2700 K. und Siemens um 2500 K. Dagegen verloren Alpine 8000 5t., Salgo 0500 K., 5öavpachen 1900 St und Ziv.no 18.500 5k. Auch im Schranken war eine freundlichere Tendenz zu verzeichnen, wobei imter anderem Nationalbank 5000 K., Gösser Bvän 15.000 K., Lissinger Bräu 18,000 K., Carborunvum 26.000 5k., Mnndus 40.000 K.. Galicia 20.000 K. und Schönpriefener 100.000 K. gewannen. Niedriger schlossen Scheidemandel um 190.000 K-, Ung allgem. Kohlen um 40.000 K. Ung. Zucker n.u 50 000 5k. und Dynamit um 20.000 K. Ans dem Anlage markte waren die Kursänderungen unbedeutend, R e n t e n lagen schwächer. Bon den Exoten notierten: Mraznica 36.000 öis 38.000, Tepege 17.000 bis 17.100 Universale Bau 15.500 bis 16.000. Auslilndiiche Börsen. Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung") Berlin, 2. Juni. Infolge Dividendenlosigkeit einiger Jndustrieunternehmungen eröffnete die heutige Börse in abgefchwacher Haltung, doch waren i-m späteren Verlaufe des Berkcheres auf Deckungskäufen der .Kontermine be- Devisen Oeld Amsterdam . . .s. 284.86 Belgrad.... 11.78 Berlin . . . . 168.78 Brüssel . . » . 84.44 Budapest . . 98.66 Bukarest . 3.3760 London. . . . 34.47 Mailand . . . 28.12 New-York. . . 708.86 Paris 36.26 •ä! 3A.0» Devise«' und Balntenkurse vom 2. Juni 1928. Vars 288.88 11.82 188.38 84.88 100.00 3.886U 34.67 28.24 711.88 36.41 31.10 Sofia. Stockholm Warschau ....... ZUricb. Valuten 8. Amerikanische Noten « belgische Noten .... gul gar. Not. ...... Deutsche Noten •. ßogUKfa* NÖifo Oeld 6.0260 188.70 138.16 187.84 70620 4^88 168.26 Ware 6.0650 180.30 136.66 187.84 710.20 eio4 168.26 Französische Noten . . 8. Holländische Noten . . Italienische Noten . . . iuBoslawische Noten . . Polnische Noten .... Rumänische Noten . . . Russische Note» (Roman,) Schweizer. Noten . . . Tschecho-slow. Noten . Türkische Pfuud-Noten « Ungarische Noten Oeld 34.41 28.18 11,7760 135.60 137.10 20.88 88^78 Ware, 34.6' 28isa 11.8360 138*60 187.80 21.11 100.23