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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-31 · Heft 2255 (31.5.1925) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2255 (31.5.1925)
Date
1925-05-31
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Wien, GonnkaH Mienev Mo^^enzettung. oi. turat Ivrcy tSSCHC O Kr. ZS85 « Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 51. Mai. * Die Bisegebühren im Verkehr mit "Deutschland. Die tVcutfdjc Gesandtschaft teilt mit: Mit der österreichischen Regierung ist vereinbart worden, das; mit Wirkung vom l. Jnnc d. I. ab an Stelle der bisherigen Sichtvernierkgebühren bis ans weiteres von österreichischen Staatsangehörigen folgende Gebührensätze erhoben werden: t. Für einen Sichtvermerk zur einmalägen Durchreise ohne freiwillige Fahrtnntcrbrcchung 1,70 S. 2. Für einen Sichtvermerk zur e i n Mali g e n Einreise oder A u S r c i f e, soivie zur eiuirraligen Einnnd Wiederausreise, oder zur einmaligen Aus- und Wiedereinreise 8,50 S. 3. Für einen Sichtvermerk zum beliebig häufigen Grcnziiberschritt innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten 17 S. Die unter Ziffer 2 angegebene Gebühr kommt österreichischerseits nur für einen Sichtvermerk zur einmaligen Einreise zur Anwendung, da für die Ausreise ans "Oesterreich e i n S i ch t v e r m e r lk nicht c rsorde r- T i ch ist. Bon Inhabern der Reisepässe für Ausländer sind die b i s »h e r i g e n Sichtvermerk gebühren zu erheben. Man wird sich also um das Visum wie bisher anstellen müssen, was noch unerträglicher ist als die Visumgebühr überhaupt. * Das amerikanische Visum. Laut Mitteilung des amerikanischen Konsulats in Wien sind Ansuchen um Vormerkung für drc Erteilung des amerikanischen Einwander uugsvi sums in der Zeit vom 1. bis 30. Juni an 'das Konsulat in Wien, 1. Bcz., Stock-! m-Eisen-Platz 3, im Postwege cinzusenden. Persönlich überbrachte Ansuchen werden n i ch t angenommen. Gesuchsformulare sind beim W a n d er u n g s a m t. Hoher Markt 6, erhältlich. Da die österreichische Jahresquote nur 7 85 Personen beträgt und selbst von den seit 1923 vorgemerkten Visumbewerbern nur ein geringer Teil i'm nächsten Jahre berücksichtigt werden kann, besteht für sene Personen, die nicht fest den Vorjahren beim amerikanischen Konsulat borge nr erkt sind, keine Aussicht, in den n ä ch st e n Jahren das a m e ri k a n i s ch e Visum zu erhalten. Auch sene Personen, die bereits in den Vorjahren Ansuchen eingebracht halben, müssen diese Ansuchen, soll die Vormerkung in Kraft bleiben, neuerlich vorl-egen. * Amerikanische Reklame in der Provinz. Die Beka-Schnhfalbrik -benützt die modernsten Transportgelegenheiten, uitb zwar Junkers-Flugzeuge für ihre Reklamezlvecke. Gestern, Samstag, hat ein Junkers-Flugzeug, das von Aspern nach Klagenfurt flog, über die au der Fluglinie liegenden Städte eine große Anzahl Flugzettel abgeworfen, ntittels welchen die Neueinführung von B e k a - S a n i t a s, dem r d e a l e n S ch u h für leidende Füße, angekündigt wurde, » E Paläftinareisen mit den Dampfern der französischen Linien a'b Marseille oder Co'iistauza. AusWusie und Billette: Compagnie Generale Transallaulique, Wien, 4. Poz., Wiodner Gürtel 24. E Amundsens Flug zum Nordpol hallt die ganze zivilisierte Welt in fieberhafter Spannung. Berechtigtes Aufsehen erregt aber auch die Ovigin»al-Pet»vsl-Gas-„Krml»prinz"-Masch>in>e der Kronprinz-Werke Loop. Kimpiug in Guntramsdorf, mit »welcher enorme Ersparnisse beim Heizen, Kochen, Braten und Backen erzielt werden. Jeden Donnerstag ab 3 Uhr frei zugängliches Probekochen in der Wiener Niederlage, 7. Bez., Wcstbahnsrraße 60. - . * Ein Antrag auf Aufhebung des Verzögerungszuschlages bei städtischen Steuern. Die Bezirksräte der jüdischen Wcchlgemeinschaft, Simon Weiner und Dr. Georg Weine r, Habelk in der Bezirksvertretung des 0. Bezirkes den Antrag auf Aufhebung des 25prozentigen Berzö gerung.s-- Zuschlages bei den städtischen Abgaben gestellt. Die B ezirksvertretnn »g hat diesen Antrag mit dem Beisatz angenommen, daß, falls es unmöglich sein sollte, die gänzliche Aushebung des Verzögevungszuschlages durchzusetzen, die fünftägige Frist, nach welcher mit diesem Zuschlag vorgegangen" wird, entsprechend verlängert werde. Dieser Antrag fand krach einer lebhaften Diskussion die einstimmige Annahme. > * Vierter internationaler Zahntechnikerkongreß in Wien.! »Hilter dom Ehrenschntz des Bnndesministers für soziale Ver- I Wallung Dr. Resch findet in der Zeit vom 20. bis 23. Juni : d. I. in den Sälen der Hofburg der Vierte internationa'le Zahn-! techniker-(Dentisten-)Kongreß statt, der für die Vertreter des Zahnbehand'lungswesens die erste Gelegenheit feit Ausbruch des! »Weltkrieges sein wrrd, sich zu einer internationalen Avbeitsj gemeinschaft zusammenzuschließen. Zur Deilnahnre an dem Kongreß haben sich bereits mehr als 600 Dentistelk aus Oesterreich, den Nachfolgestaaten. Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Holland, Italien und Amerika augemv'ldet. E Die Sorge für den Sommereinkauf steht vor der Tür. Jetzt heißt es, die richtige Quelle zu finden und sich an diejenigen Firmen zu wenden, welche in der Lage »sind, die Dame lllld dcik Herrn bo,l der Konknrrenzlosi gleit der Warenallgebote in Qualität, Preis und moderner Musterung zu überzeugen. Ein Weg dlirch die Tabor st raße führt uns au deul populären Warelihans Brüder Schiffmann vorbei, das sich im Laufe seines langsährigen Bestandes als ein lluternehmcn ersten Ranges unter der Führung des allgemein geschätzten Fachmannes Max Schiff mann bewährt hat. Im Warenhaus Schiff m a n n, 2. Bez.. Tabor st raße 48, kann arrch derjenige, dem llicht allzn große Mittel zur Berfi'lgnna stehen, seinen Bedarf an Garderobe und Ansstattlmg I deckell. Ueberaus aktuell ist jetzt der als GelegelcheitSeinkauf I gedachte Zeitpunkt für Pfin g st-So ndera ngebot e. I Für das leichte Sommerkleid finden die Kunden reich- I haltigste Auswahl in den bekannten Mvdestoffen ivie Crepe! de Chine, Crepe marocain uni» den anderen leichten Sommerl gewoben, die für den Aufenthalt auf dem Lallde lllld im Kllr- I ort in Betracht kommen. Nicht zll vergesseil ist allch das Lager I in Chiffoirell llnd Leinen, fertiger Leibwäsche und allen Mode- I artiiMiit vom. einfachsten bis zum feinstell Genre. Ueberaus I preiswert sind allch die Strumpf- und Wirkwaren. I Für den kommenden Herbst hat daö Warenhaus Brüder Schiff- I warnt eine mustergültige, Kollektion von Teppichen, Bor- I hälil'gell und Bettdecken in allen Preislagen vorbereitet, so daß I »der Besuch dieser Firma sich für jedermann lohnend gestaltet.! * Schönes Wetter. Die in den letzten Tagen erwartete.! Störung des, fdjiiucit Wetters ist Freitag llachts vorbeigezogen. I Borläuflg bleibt der Fortbestand »des schöllen Wetters erhalte». I Die. Voraussage ntelidet: Nordalpen: Heiter, warm, föhnig,! Südalpen: Wechselnde. später zullehmelido Bewötkullg, warn:.! * Die Lebens,nittelmürkte. Die gesteigerte Aufnahms- I fähiglelt des Konsums anläßlich der bevorstehenden Doppelfeler« I tage kam gestern mlf allen Märkten zum Ausdruck. Die Groß- I Markthalle wies bereits in den ersten Frühstunden lebhaften Besuch! mlf. Dieser rekrutierte sich aus allen Bezirke» und selbst aus der! iintgebllllg Wiens sandelt sich zahlreiche Käufer ein. Entsprechend I der AuflvärtSbewegmig auf .den dieSivöchigen Vishmärkten in I St. Marx und im Großhandel in der Großmarktlialle sind dis I P reife aller Flelschforten auch im Detailhandel um 20 G. pro Uilograntm gestiegen. Der Naschmarkt wurde auf allen Ge-! bieten günstig beliefert. Bei reger Nachirage. namentlich für Qua-! littitsgemttse, zeigten die Preise gegen den Vortag keine nennens- I lverte Veränderung. Auf dem Obstnrarkte langten Kirschen italie-! nt/cher Herkuilft in großen Mengen ein. Um den Absatz zu beschleu« , i nigen, wurde die Preise unter die Gestehungskosten herabgesetzt.! Geflügel fn«b gestern trotz der hohen Preise besseren Absatz. Butter und Eier wlrrden ht bedarfdeckenden Mengen auf allen Märkten feilgeboten. E Neues aus Bad.n. Wir crsahrcn von einc.n ans Baden kammen'dcn Reifenden, daß das im Zentrum von Badelk .gelegene HotelMest-'urant ,<zum goldenen Hirschen" von den Herren »Sögrrer lin»d Scheihl übernommen un>d vollikomnlen neu renoviert worden ist. Die gesamte Jttilelleiilrichtnng ist ans das vornehmste nlld bequemft; hergcrichtct, die Küche in jeder Bel-»ichn,lg erstklassig turd hie Preise wirklich billig. Weiters steht den Gästen ein großer, schattiger Garten mit herrlichen Ruheplätzen zur Verfügung, so daß der Aufent>lMt daselbst Erhoilung lind Zerstreinlug bietet. ENvähllt fest noch, »daß sich int Halise eine eigene Garage und eine vornehme »Bar befindet, die der beliebte llild allge»reine Treffpunkt aller Fremden ist. Hotel „zum goldenen Hiescheil", Karlsplatz 12. * Laxenburg als Ausflugsziel. Die Kriegsbeschädigten konntell aus den TrünlUlertl »des alten. Staates das Schloß Laxertburg für sich retten. Si'e hatten das Schloß an eine französische Gesellschaft verpachtet, es entstanden aber Differellzen >itnd ein Schledsgericht erklärte den Vertrag für gelöst. Jetzt führen sie La--enbnrg in eigener Regie und »vollen es aktiv gestalten. 'Donnerstag luden ihr Präsident, HcrrB randeis, und oer Generaldirektor des Kriegsbeschädigtenfonds, Hofrat Doktor Niko'la, öiio Vertreter der Presse zu einer Besichtigung des Schlosses lllld des Parkes. Die Bevölkerung soll darauf auf- »rilerksam geinacht lverden, daß es dafür steht, irach Laxenburg zu fahreil. Die Reise ist wohl etwas beschwerlich, aber sie verlohlit sich trotzdem. "An das sehenswerte Schloß schließt sich ein englischer Park, »ein idealer Erhylungsort und eilt Musterplätzchen für botanische Feinschmecker. Der Teich, den man wohl besser als See bezeichnen sollte, gibt Gelegenheit zu Kahn^ fahrtell. Dicht an: Teiche steht die FranzenSbllrg, entc rechte Ritterburg mit einem Burgverlieh. Dort gibt es Schätze, bereit Wert man i>n Ziffern nicht ansdvilcken kann. Dies alles soll nun dem PUbliklluc Zugänglich gemacht werden. Die rühvi»ge Verwaltung hat »dafür gesorgt, daß man sich in Laxenbltrg wohlfühlen kamt. Eine Restauration in den Räumen des Schlosses, eine Meierei und nicht zuletzt ein schönes Schwimmbad werdetl den Aufenthalt angenehm gestalten.- Wiener und Fremde sollten -in ihrem Ausflugsprogramm Laxenburg an erster Stelle berücksichtiaen. Sic werden auf ihre Rechnung kommen und unsere armett KrtögSinvaNden hoffenmch auch. * Der Leuchtbrunnen im Betrieb. Heute und morgen wird der Leilchtbrunnen auf dem Schwarzeubevgpllatz um 9 'Ahr äbends in Betvieb gefetzt. ' * Die Tabaktrafiken bleiben morgen gesperrt. Morgen haben die Trafiken im Verschleißgebiet der Stadt Wien g eschlosse n zu halten. Die einzelnen Trafiken erteilten besondcreil Bewilligungen znm Offenhalten an Sonn- und Feiertagen werden durch »diese Verfügung nicht berührt. * Hundeausstellung. Die 6. allgemeine Hundeausstellung der Vereins der Hundefrennde findet heute uub morgen in den Hallert der Netten Wiener 'Kontumazanlage, Wien, 3. Bez., St. Marx, statt. Es sind ziirka 1000 Hunde aller Rassen gcmeN»ct, darunter sehr seltene Rassen, die (in Wien noch nicht zur Schau gestellt wurden. * Moses Hammers 70. Gebttrtstag. Anläßlich des 70. Geburtstages Moses Hammers.fand gestern eine erhebende Feier statt. Im Bureau des Jubilars, welches die Angeftelltetl der Firma Hammer festlich geschmückt »hatten, erschien der Vizepräsident des Zionistischen Lalldeskomitees, Herr Dr. L»eo Goldh am-m er. um die Glückwünsche der zionistischen Partei Die , österreWsche Tabalregie hat in der letzten Zeit begonnen, ihre Zigaretten, auch mittlerer und billiger Preislage, mit sogenannter Mebenaht an Stelle Ser bisher üblichen Falznaht herzustellen. Seit dieser Zeit langen häufig Beschwerden über diese fabrikationstechnische Neust una bei der Generaldirektioit der Tabakregie ein, wo es auch bekannt ist, daß von den Kmtden in den Trafiken häufig die Zigaretten mit Klebenäht zmückgewiesen und solche mit Falznaht verlangt werden. . Die Generaldirektion der Tabakregie übermittelt uns daher folgende Mittellungen Die Klebenaht bedeutet gegenüber der Falz naht einen fabriftationStechnifchen Fort, fchriti, der auch auf dt'e Qualität und das äußere Au»?sehen deS FabrikateS nur von vorteilhaftem Einfluß ist. Der Geschmack einer Zigarette ist er sahrungSgemäß umso besser, je geringer die auf den Tabak st ock entfalle u b e Papiermenge ist. Da zur Herstellung der Falznaht eme brettere Uebergreifung des PapiereS nötig ist als bei der Klebena' t, erweist, sich letztere alS vorteilhafler. Der zur Herstelllrng der Klebeuaht verwendete Klebestoff selbst ist völlig färb-, geruch- und geschmacklos und daher gleichwie der bei der Z'aarretrerzeugung verwendete Klebestoff von keinerlei Einfluß ans das Aroma. - . Im Auslands wird zur Herstellung der Ztgarettensorten schon längst nur die Klebenaht verwendet/ wie sich der Konsument an den auch in Oesterreich gangbaren Jmporlsorten lz. B. Figaro, Queen, Slbdulah uswF überzeugen kann \ auch für die Erzeugung der Luxus» «nd Spesislziaa'eiten der Regieerzeugung (CoronaS, Sphinx, Khedive usw.d ist seit jeher die Klebenaht verwendet und vom Publikum nie beanständet worden. Die Klebenaht ist auch deshalb vorzuziehen, tveil mit der Klebeuaht die Zigaretten strammer heraestellt werden können und das leidige Ausrinnen der Zigaretten viel seltener als bei der Falznaht eintreteu kamt. ES ist auch nicht richtig, daß — wie vielfach behauptet wird — die geklebten Zigaretten leichter aufsprinaen als die gefalzten; eher könnte man das Gegenteil vehaupten. Immerhin ist es rrröglich, daß hiev infolge der Umstellung der Apparaturen auf dar neue System vvt den Erstlings« er-eugutkge» der Klebenahtzigaretten fehlerhafte Fabrikate unterlaufen sind. Da die Maschinen, die bisher die Zigaretten mit Falznaht heraestellt haben, nur nach und nach mit dem Apparate für die Kl-benaht ausgestattet werden können, ist es nicht zu vermeiden, daß Zigaretten mit Falz- und Klebenayt gleichzeitig in den Verschleiß gelangen. In etwa 6 Monaten dürste die Umstellung aller unserer Ptaschinen auf das neue System beendet und dann die Zigaretten mit Falznaht ganz aus dem Verschleiße verschwunden sein. f....... >. i» I? ecW; Chevreaa 1 zu überpriugetl. Ansprachen hielten ferner Dr. David Roth- 'olum (lMräisch) und Dr. Otto, Abel es namens -der langjährigen Freunde Hammers. Die Beamtenschaft der, Firma üb-erreichte ein Ehrengeschenk rmd Herr Tietze würdigte dic anßerordelltlich menschliche Haltung Hammers als Chef. Füi die Arbeiterschaft, die ein dreifaches Hoch auZbrachte, widnretc Herr Johann Bauer dem Judi-lar Worte der Hochschätzung- Tief gerührt dankte der Julbilar. * Todesfall. Josef We-isz, Redakteur und Bogrüuder des in Neutra seit 61 Jahren »besteihendcit Wochenblattes „Neutra» Trellcziner Zeitung" („Nyitrai Lapok") ist int Alter von 90 Jahren gestorben. Der Verstovbelle erfrellte sich als Doyen den Jottrnalisten der Slowakei wegen seines ausgezeichneten Charakters und seiner oft unter den widerwärtigsten Verhältnissen botvährten Gesinnuugstreue auch bei feinen politischen Gegnern der Höchstelt Wertschätzung. In mchr als 60jährigei iournalistifcher Tätigkeit verfocht Jdsäf Wersz di« Rechte des Judentums. Die nach dellt Zusammenbruch in Slvwensko erstarkte jüdiischnertionatc Bewegung hatte bei ihm und in seinem Blatte warme, verständnisvolle Förderung. Weisz war auch Mitglied des Mnnizipalausschusses des Komitatsimunizipiums und des Gemeinderates. Der Verein der Neutvaer in Wien ehrte Joses Wöisz erst vor einigen Monaten, anläßlich des neunzigstett Geburtstages. durch Ernennung znm Ehrenmitglied. Das Lcicheilbegängnis des veMenstvollen Publizisten fand unter Bet»eil»igrmg aller Kreise der Bevölkerung statt. * Die Sammeltage der Rettungsgesellschaft. Zur Aufbringung der BetMbskosten für die Rettungsgesellschaft, welche, fii: das laufende Jahr mit 4,6 Milliarden Kronen berechnet sind hat der Bürgermeister dem populären Wohlfährtsinstitut zwc» Sammeltage, und zwar den 6. nnd 7. Juni bewilligt. 3lr diöseli beiden Tagen werden sowohl in den Häusern der Stad! ntittels der ofstziellell Sammelböaen als auch in den Straßcr ulld öffentlichen Lokalen ntittels Sammelbüchsen Speudetl eingehoben werden. ' E Halloh, halloh! Hier 'Jnsormationsradio. Wien, aui Welle: Restallrationswesen! Es ist wohl cm offenes Geheimnis, das au.it Recht die tveiteste Verbreitung - verdient, daß utan in Wien ekler vorzüglichen Verköstigung sicher ist Wiener altbetvcilhrte Küche, »mit deiner enizückenden Auswahl, du hast mit Recht dein gutes Renommee! Der Wiener selbst und jeder in Wien Ovientierte weiß, »toohkl er gchen müß, -uich aber der Fremde und so wollen wir das ösifene Gcheimnider breiten OeffeivlilichMt und allen interessi-erten Kreiserr der. raten, das; man schwerlich lbesser atntb v»erhältm'ismäß»ig billiget ' spoisen Bannt, als int Hotel-Restaurant iG»u»t h, 2. Bcz., Hol-- lan-dstraßc (ehem-abige Siephaniestvaße) 14, wo man bei täglick abwechslungsrercher Spoisonkarte auch ganz vorzügjliche Menüs, zu b-escheidenen Preisoil Mlf »das elega-uteste serviert erhält. * Einbruch. In der Zentrale der Mhmafchiilellurrd Fahrräderfirma P i ck, 9. Bez., Liechtellsteinstraße 27, lvnvdc in der Nacht zum 28. d. Won unbokannteil Tätern ein Ciilbruch verübt. Gestohlen lonrden zwei oder drei fabriksneue, konrplett montierte Fahrräder des Fabrikates Puch mit Marke „Pick" am Rad und. auf der Pneumatik, diverses Fahrradzllgehör, Sportartikeln lind eine größere Alizahl Fahrradgumt-mi, ebelkfalls mit der »Ansschrift „Pick", »im Werte von milldestens 1CKXJ Schilling. Zwcckdlellliche Angabeil erbeten an Pick, 9. .Bez., Liechtensteinftraße 27, Tel. 16-6-65. * Einbruch auf der Türkenschanze. Freitag nachts wurde bei dem fricheren Generalagenten des Oesterreichischen Lloyd iv China, WilhÄm Pucher, Türkenfcharlzplatz 6, eiilgebrochen. Gestohlen wurden Bestecke und Silbergcräte. * Ein Juivelenfchwindler. Gegen den frühereil Barou Artur A m e l i n de Saint Marie hat eine Anzahl hiesiger Juweliere Strafanzeiaen erstattet. Sic halben i!f>m kostbare Juwelen zum kommissiollsweisen Verkauf überlassen, mit denell er seit vorgestern aus seiner Wohnung in der Schottenseidgasse verschwunden ist. Der Wert der km A-melm eingehändigten Juwelen geht in die vielen Millioneil. Unter hn Geschädigten befin'den sich einige sehr bekatlnte Wiener Namen. E Ein tadellos sitzender Anzrcg kellnzeichnet »im gewissen Sinne den Möellschen, fcumnt doch feine Wesensart, sein Charakter durch sein Aeutzeres zum Ausdruck. Was Wun-der, wenn jeder bestrebt -ist, feilt Aenßercs aufs beste zll präsentieren. Ettvas »ganz anderes aber ist cs mit der Herstellung »des Anzuges selbst. Delikt doch kein Atensch weiter da»rüber nach, daß es »nicht gerade ein Leichtes ist, eilten wirklich »in seiner »ganzen Art »tadellos fitzellkn ^ilrzng horzliftellell »und doch «ist das effektiv eirr 'leines Kuuststück, zum miildesten aber eine Kunst gewerbeleistung erstell Ranges. Mehr oder welliger glltsitzende Klsider »bekonrmt anan überall, doch die Sichocheit eines gllten Schn»ittes und tadMvsell Passeus nicht! Maßanzüge siild BertranenSsache «nd »es »darf mit Recht gesagt worden, daß Herr Johann Kostelecky, Wien. 6. Be<z., Radetzkyplatz 2, einer sener guten, bürgeckiche»» Herreufchneider ist, auf kn man sich in jeder Beziehung verlassen Itamt, der ein nach jeder Richtung gutsitzendes Stück, ohne hohe Preise zu fordern, zu liefern im fbtvbe ist und daher gewisselchaft aufs, hefte empfohlen wu'vkn Darm. "

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