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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-27 · Heft 2251 (27.5.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2251 (27.5.1925)
Date
1925-05-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Wien. Mittwoch .s L«gitimksten und Hakenkreuzler. * Gelegentlich einer Montag abordds in .Hi-etziirg Acfun&oitctt VersamwluiNg -er schwarz-geitöeu Lt$ttiin istenpar tc i tont der Parkeiprasident Oberst Grfftvv Wolfs auch au,f die jüngsten blutigen Er-eigtt-isst in Mödling zn sprechen. Er betonte di« Notwendigkeit, daß die Regienrng «Mich einmal mit ihrer langniütigen Hailtnng gegenüber den staatsgejährlichen Schutzformationcn ein Ende tttache und alle Schutz« f o r m c t i o n c it, gleichgültig avelcher Partei sie angehören, auflöfc. Die Solda te ns pieke re i werde hauptsächlich rmr von solchen Lanten betrieben, die Übe rhaupt nie an der Front gestanden sind. Auch-das Farbe nv e rbot für Studenten an den Hochschulen müsse strenger gehandhM werden. In den HövMen, aus den Straßen und in öffentlichen Lakalan sei das Farbe «tragen der Studenten als Provokation endlich emzustellerr. Verbotene Hakenkreuzlevveefammrut^en. Für gestern hatten die Hakenkrcuzler eiivc Reihe von Versammlungen in Hernals, insbesondere eine große „Kund gcbnug" beim Gschtvandtner, cmberufen, die aber Von der Po slizei, da Znsamnwnstöße zu befürchten waren, verboten! wurden. In den Abendstunden sanunlten sich nun Vor der ' Gastwirtschaft Gschtoandtner jugendliche Personen, zum großen :Teil kommunistischer Parteizugehörigkeit, an, die, ob- '«gleich von der an Ort und Stelle befindlichen Sicherheitswache aufnlerksam gemacht, daß die nationalsozialistischen Versammlungen nicht stattfmden, gleichwohl in lärmender Weise demon jstrierten. Als die Zahl der Demonstranten immermehr an .wuchs, sah sich düe Sicherheitsioache genötigt, dieselbe zu zerstreuen, wobei sechs Personen wegen Auflaufes und Polizei widrigen Verhaltens angehalten und dem Bezirkspolizelkom missariat Hernals überstellt wurden. i Die Menge, deren Zahl indessen auf mehr als -tausend angeivach-sen -war, folgte nun der Eskorte und demonstrierte in lärmender Weise vor dem Kommissariatsgebäude. Hiebei wurden auch mehrere Fensterscheiben durch Stein würfe zertrümmert. Einer dieser Steine traf einen Arrestanten am Kopfe und verletzte ihn. Er wurde von der RettungSgestllfchaft in -das Allgemeine Krankenhaus geschafft. Erst nachdem die Sicherheitswache Verstärkungen herangezogen hatte, wurden die Demonstranten nach und nach abgedrängt und zerstreut. Prügeleien in Wiener-Nerrfta-dt. Aus Wr.-Neustadt wird uns berichtet: Montag abends tmrrde von der sozialdomokrattschen Partelexekntive im Arbeiter- Heim eine Versammlung zum Protest gegen die Mödlinger Vorfälle einlberufen. Anläßlich des Aufmarsches von Miitgliodern des Republikanischen Schutzbundes zu dieser Versammlung durch die Straßen der Stadt kanl cs zu einzelnen Zwischenfällen. Zwei Hochschüler und ein Uhrmacher, der ein Turnerabzeichen trug, wurden verprügelt. Sämtliche Beteiligten wur den noch am Abend durch die Sicherheilsbehörde einvernommen und «s wurde durch Zeugen der 30jährige Hilfsarbeiter Max Novak als einer der Angreifer agnosziert. Derselbe wurde auf Grund einer genauen PersonSbeschrei-bung von der Sicherhcitsbehörde ausgeforscht, stellt jedoch jede Beteiligung an der Rauferei in Abrede. Die Versammlung selbst verlief vollkommen ruhig. Ein Einspruch de» Aunderrate». Der Bundesrat beschloß gestern gegen die Novelle'zum Krankenvers'lchenmgSgesetz der Staatsbediensteten Einspruch zu erheben, da auf Grund dieser Novelle der Staat von der ihm durch den Verfassungsgerichtshof auferlegten Verpflichtung, die Beiträge zur Krankenversicherung der Bundesangestellten für die Mortate Mai und Juni zu bezahlen, befreit werde. DieS bedeute eine« Eingriff derGesetzgebenden in dierichterl i ch e Gewalt zum Nutzen des Bundes und zum Schaden der Versicherung. Ae Sozialverstchenntgrvorlage sertlggeftellt. Einer Gewerkschastsabordnung teilte gestern Bund«-kanzlet Dr. Dt (i nt e J mit, er beabsichtige am Freitag den Kabinetisrat mit der vom Ministerium für soziale Verwaltung bereitftttiggestellten Vorlage über die Alters- und I « v a l t d I* tatsversicherung zu beschäftigen. Sie Aursperruag der LertilarbeUer. Gestern wurden in zwei weiteren Betrieben die Textrlavbeiter ausgesperrt, und zwar in den Webereien von Trum au und Marie nt al. Heute vormittags findet tat Hauptverband der Industrie eine Besprechung zwischen den Vertretern der Union der Textilarbeiter und dem Arbeitgeberverband der niederösterreichischen Text-iliindustrie unter Zuziehung eines Vertreters der Gewerkschaftskommission und des Hauptverbandes der Industrie statt. Es soll zunächst nur eine unverbindliche Aussprache geführt werden, an die sich dann -weit:re Verhandlungen schließen werden. Die Vorstände der Gewerkschaften hielten nachmittags eine Konferenz ab, in der den Textilarbeitern die weitestgehende Hilfe dn Aussicht gestellt wird. M««N» SnecflrftjMittitrt. Vorliiüflg keine Erhöhung de» Kollegiengelder. Uutcrri.htsminister Dr. Schneider beantwortete gestern iur N a t i o n a l r a t eine Anfrage über die Befreiungen vo»l der Zählung der Unterrichtsgebühren all den Hoch» schulerl dahin, die Regierung sei zur Auffassung gekommen, daß die lvirtschaftliche Lage eines großen Teileder österreichischen Studentenschaft es geboten erscheinen lasse, mit der Erhöhung der Unterrichtsgebühren erst in einem Zeitpunkte vorzugehen, m welchem Vorkehrungen getroffen sein werden, um auch Ve» wirtschaftlich Schwächsten nuter den Studierenden im Weg« von Befreiungen oder ZahlnngSerletchtenmgen die FortsetziMg der Studien zweifellos zu ermöglichen. Die Unterrichtsvnwal lung hat demnach die Professorenkollegien eingcladen, jene An träge zn stell«», die erforderlich sind, um eine entsprechend »i-erale Befreiung-Praxis zu sichern. -ie gnftfMMct fordern von «rrltner Ihr «et» rmlick. BetöLitlMich hat -er Avuva lkuu^sgovichtshos .über die Beschwerde von 34 ZuckeMckem wegen Borschretbu>„g der echöhten NcchvungSmch GenmtzaMeMgabe eilt Erkennt nis gestillt, -rs di-e.se Borschrvi-nrig als ii » g e f e tz-l-i ch au f hebt. In eiiwr Verfa,lMiMng des Metstevdsreines der Zttckndäcker in Ottakring wurde nun mitgeteilt -ah die GenwUtA-vevivaltttttg, di« durch anderthM Jahre etagehobe-mn,, in die Milliarden gehenden. Be träge rückerftat u u müsse. Ein« ztveite Sorte von Beschwvrden sei beint BeAmMrig-gevicht-hof, eine dritte, 46 Fälle umfasst nd, seit sechs Monaten Lei der gemeinde vätlichc-n Boschtverdetom-twlsfiotl archängig. Es wurde bc Mosstn, oi-ne Mordmiltg Dun Siadtrat Breiiner zu. «nt« ' enderr, iwit die ehefte Riickcrftattnng der HU mr« recht elltgehc-b-enell. Abgabe zu vevlattgen. Der Fall fttittt noch zionWich >kom«pliziert werdcrv, wenit die Kunden dieser Zttckerbäckor, denen ja die Abgade odgant Lich aMchalist Mt-rdc, die Mckgade der auf sie übcvwcilzten GüNteinidsstzeuer von deit Zucke-Mckern verlangen werden UedriHLNs bötMen sie sich diese Beträge auch, da die Zuckerbäcker doch lticht die Stellen sind, bei denen Steuer gelde-r der GemeiN'dc verwahrt -werden, «dvi Stadtrat Breit ne r oder bei der stäWschen .HauPtkassc se-Mst e>m kassieret^. Re Wiener Lheaterkrise. Der Zusammenbruch der Hölle. — Die Carl-Theater-Krise. Die für gestern arrgesagte Ausgleichstagsatzung der Theak-erbetriebsgesellschaft m. b. H. „Hölle" wurde infolge Einstellung des Ausgleichsverfahrens abgesagt. Nach denr Be richt des Ausgleichsverwalters an bas Handelsgericht betragen die Passiven 1F Milltarden, denen als Aktiven nur das Jnven -tar iu der Höhe von 260 Millionen Kronen gegenüberstohen. Da nun von diesen Aktiven die Gemeinde Witzn für mtlbezählte Abgaben wertvolle JnventarstüLe als PstindungSobjekt o r t g e f ü h r t hat, kann im Ausgleichsverfahren -die Minvestquote nicht erreicht werden. Es dürfte zur Konkurseröffnung über dieses Unternc-Hmetl kommen. Morgen findet die Tagfo-Hrt tat Ausgleich der Frau Theodora E t b e n s ch ü tz, Miteitgentü-merin des Carl-Theaters, statt. Den Glänbtgerii werden 25 Prozent, zahlbar in zwölf Jahresraten, angebvteit. Die AusgleichSschul-dnerin Eibenschütz erbietet sich ztun Eide über die Richtigkeit ihres Status, in dent auch der Pass-uS vorkommt, daß unter den Aktiven ein Drittel Eigentum am Carl-Theater-Gebäude nur 300 Millionen wert sti- _ Mische Mendwohlfahrtstagung in Wien. In Vorbereitung des int August d. I. in Genf stattfindendeir ersten allgom-einen Kongresses für das Kind ftrnd Sonntag den 24. d. im Sitzungssaal« der Israelitischen Kultusgemeiude eine Aussprache zwischen Len Organisationen der jüdischen Iugendwohlifahrtspflege in Oesterreich statt. Die Anregung zrt dieser Tagung gab die Kommission für Kinderschutz und Jugendfüvsorge der Jüdischen Welthilsszentrale, beziohungsweise deren Bovsitzende, Frau Anitta Müller-Cahen, rrnd die J-ugcndsürsorgcscktio>i der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge der Kultusgeme'mde, tvelche unter Leitung des Professors Julius Zappert steht. Professor Zappert eröffnet die Sitzutrg mrd begrüßt die zahlreich erschienerten Vertreter der Organisationen sowie insbesondere die Delegierten der Kultusgemeiude von Mödlittg und von Wieuer-Neustadt. Professor Doktor P i ck begrüßt es, daß die Tagrmg zu ihrem Hauptziel die Aussprache über di« landfremden Kinder setzte. Di« große Zahl der sürsovgebMvftigen landfremden Kinder bedeutet eine schwere Belastung der Jugendwohlfahrtspflege ,md es sei lebhaft zu wüllschelt, daß an dein Kongreß in Genf ein öÄeg zur Lösung dieses ProölontS gcfundett tuende. Fvall Anitta Müller-Cohen sprach über den Zweck der Tagung. Der Zeitpunkt, ln dern diese Zusamnleuknnft der Vertreter der jüdischen Organisationetl der Jugendfürsorge stattfindet, ist em äußerst ungünstiger. Gerade davum kdtlntc, durch die Not gezwtlugen, jener Zusammenschluß der sozialen Arbeiter in eine zerrtrale A-vbeitSgenwi-nschast unter der Aegide der Kultusg-emeindc erreicht werden, den verniiitstigo Cptuaguugen bisher nicht zustande bringen könnt«!». Die Fürsorge ist für die große Masse der Getdgeber uniuteressan-t getvo-rden, die theatralischen Motnente kamen in Wegfall. Andererseits lastet noch immer an der sozialen Arbeit die Tatsache schwer, daß sie nach außenhin immer Erfolg haben mrlß, u>m Mittel für die Weiterarbeit zn echalten. Es sind viele Fehler gesche'hen, viele Verbuche mißlungerr: nrart rnnß das theatralische und das ProPagandistiische Moment endlich a-usschalten und sich zur ziel bewußter! organischen Arbeit zusammenfinden. Die Ausgabe, den Genfer Kongreß vorzn'bereiten, den Schutz des landfrentdeu Kindes dort durchzusetzen, bietet den äußeren Anlaß hiezu. Direktor Siegfried Altmann sprach ühe-r die jüdische JugendwoNahrtsPflege -in Wen, ihre Probleme und S7. Mak IW ' ^.'rr'.flkihre Organisation, tfi handelt sich «t<gt «loß wi eine Notsiandisfvage in der .I.Mnvfüvsovge. Dian m-uß hinter der llwt eine Nottueudigke-it erkennen. Die Mrsorge ist keine Zufallserscheinuttg, sonderneine Nottvendigkeit und hat den einzigen Zweck, die Jugend für die jüdische Gemeinschaft und deauf sie zu gründenden jüdischen Lebens zu schalten und zu erziehen. Die Jugsndwchlfahvtspflcge ist notwendig, weil sie ein organischer Teil unserer gesellschaftlichen'Ordnung, unserer Sozialpolitik ist. Mau darf sie nicht als Ding an sich betrachten. Eine Organisation kann allein eine planvolle WoihlfahrtSbewegunq -sthalffm. Zu diesem Zllveck mutz gefordert -worden: 1. Die Neueinstellung der jüdischen Gemeinde gegenüber der Jugend mit Berücksichtigung der unschätzbaren ideellen Kräfte der jüdischen IuMNdbewegung. 2. Die Be. stellung eines Zentralorganes bei -er Gemeinde, welche Richtung uud Technik der JugendwohlfahrtSPflege bcstimmt. Die freiwillige Zedalah besitzt ein großes Kapital au Erfahrung und HilMbe, aber die neuert Kräfte müsien schon an Stelle ve-reinzelter sMst l-ochherziger Jintipullse eine zielbewußte Arbeit setzen. ES .iist ein Mßbrmich des Ranlens Htmtauität, wenitt die gsnietzonde Mange ihren Opferit dült Wert geleerter Scktflascherr gju-tischwilbt. D!« jüdische Geuteittde hat bis nun die .JMltdwchl'fchrtS. pflege nicht genügend bvvücksrchiiigt. Sie muß. ihre Orgait^' sation in die .Hand nchtnen. QbermMner Dr. CHajes begrüßt die lBestnivbu-n gelt der Tagung und «rnoint, die Jugenderziehung aniüsst überhaupt im MittelpunLt der JugenVwchl'fchvts. pflege ftehelt. Eine jüdische Erziehung 'wird durch rituell geführte allein nicht crveiichi. Cs müsse Lmstat>tart werden, daß ans den Hei-mciv hevvorgLhenÄe jmlge Men. schon mx allzu leicht das Jüdische vergessen. Wiv^ dürfen nicht länger unisere Jugend als Juden «wehvloH für dai Loben erziehen. Prof. Dr. Max Eisler spricht ü'bvv die- ^lan'd. fremden Kinder, die ohne Schutz irgend eines Siaalet ftehelt. Die Sorge sür die landfvont,derv Kinder ist Mv Kerrl des ganzen Problems der jüdiischell Kindeüfüvsorg» gewovderr. Inden können keinen Untorschied zwischen Gm. heimischelt und Landfremden machen-, aber müssan tvohdaw feststellc-n, daß cs nicht »vertar angeht, das schnraib gewordene Brot der lheimischon Kinder i>nrurer 4v5eidav zi teilen-. Eine grundsätzliche Lösung der Pvoblen« ist bet diesen Berhältinissen ganz undenkbar. Dabvi kann nicht einmal ein Bruchteil der Wrsovgeibedürftigen, und auch diesei nur ganz unigenügend, -versorgt ivevden. Für Säugili-ng» und Kleinkinder gibt cs ht\ uns überhaupt keine Hüime Die Ursprungsländer nborilassen uns die Sorge für ihn Judenwa-isen, Krüppel, Schwachsinnige und Schwer^ erzichbaM finden nberha'npt keine Unterkunft, Kvankie, ön's besondere Tuberkulose, können- «nur schwer und mit gvoßei Kosten uu-tergebracht werden: alle unsere HiHLwerVe breche» unter der Last zusammen. Die Framdlandischen, Schub entwachsenen tnachen mehr als zwei Drittel aller jugenld» lichen Straffälligen aus. Wir müssen versuchen, auf dem internat'ioncrlen Kongreß in Genf alle Staaten zu veran- Itassen, -ihre fürforgobedürftigen Kinder nach deür Grundsatz der -GegenseitilAeit gleich den heimischen zu behandeln. Die Kommission für IKindoris-chutz und Jugerchlfürsorge der Jüdischen Welchilfsizervtmle wird eine internaiianaile Rege, luuy der Frage de-r landfremden Kinder anstvehen. In der Diskussion verspricht zunächst Prof. P ii ck, daß die Kultusgemoinde die Anregungen, Öicfet Tagung -nach Möglichkeit bovücksichtigein tvird. Direktor Alt-manu tuid Dr. Klaber verlangen, die Kuiltusgeineinlde urüge ein zentrales Jugendamt scha-ffen. Heime unter nicht-jüdischer Leitung find eine Geführ für jüdische Kiin-der. Nur mit Hilfe der jüdischen Eltern kann Jugendfürsorge überhaupt gemacht werden. Dr. Herbatschek betont, daß die Rechtsschntzarbeit den wichtigsten Teil der Sorge für -landfremde Kinde-v ausnmcht, um so mehr, -weil die ösferMchen Stellorr iu ihrer .Hailtu-ng -manchnral eine direkte Abne-vgung zöigon. Frau Sophie Grünfeld meint, die ümoren Pvoble-Nl« der Jugendfiivsorge nmssetl nobcrr der Frage der laudfretuden Kinder a-Nch berücksichtiigt werden. Frau Dr. Martha H offmann, Direktor Dr. BAor Kellner fordern -die Einberufung einer pädagogischen Taguirg, unr die Erz-i-ehungsfrage erörtern zn können. Nach den Ausführungeic ldes RegievrutgSrates S'iuger, Siegfried Abele s', M-iu-ist-evialvates Dr. Haas« und Direktors K h u n e r wurde auf Antrag des Prof. Eisler sine Resolution angononmlien, welche -die iKuiltluSgenie-inde auffordert, bis zur endgültigen internationalen -Rogel-ung der Frage der la-ndfvenrden Ki-nder durch BevLinbarringen mit -den zuställdigen jüdischrn Körperschaften des Auslandes die Interessen der landfre-tnden Kindw zu wahren, nn-- eine R-echtsschutzstelle Ml errichten. Amnndsen noch nicht rnrückgelrhrt. Oslo, 26. Mai. Einem mittags beit der ,-SjöfartstI-dende* eingetwfjenem Telegramm zufolge war Amundsen heute morgens noch nicht nach Spitzbergen zurückgekehrt. Sollte er bis abends nicht eintveffen, so ist kaum anzunehmen, daß er auf dent Lufttooge zllrückkehrt. Die Witterungsaussichten scheinen nicht mehr so günstig zn sein wie bisher. Es droht ein Schueet-urm. Nach einer Meldung aus Washiugtmt ist die Marine durchaus darauf vorbereitet, gegebenenfalls sofort eine H ilfüex-peditiion für Amundsen mit der „Shenandoah" oder der ,^os Angeles" zu uuternchmen. Der Lender „Pateka" mit einem Aukermast würde Locher nach der DiSkobap auf Grönland entsandt werden. p

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