Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2248 (24.5.1925)
- Date
- 1925-05-24
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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SeSe 14 Men, Somckag Wiener MsreenrettunH. 24. .El rjza 5t'i. aC4r.» tionSminister Mc Curdy, faßt die Symptome der „progressiven Paralyse, an welcher das industrielle System Britanniens heute leide und die es zu zerstören drohe", in der „Contenlporary Review" in folgende drei Tatsachen zusammen: eine Arbeitslosigkeit, die auf der Höhe von 1/25 Millionen stabil geworden ist; eine Pauperisiernug der Bevölkerung in großem Stil, so daß heute eine Person unter je 31 in Britannien Armenunterstützung erhält; eiin Rückgang des Ausfuhrhandels um 25 Prozent, verglichen mit seinem Vorkriegsstand. „Wer können unsere Einfuhr nicht länger mit unserer Ausfuhr bezahlen. Wir leben von abnehmenden Reserven und dcni Kredit, den wir ans auswärtigen Märkten noch immer genießen. Wir haben ei'inen Weg betreten, der zur Zahlungsunfähigkeit führt." Die Couponeinlöfung der Völkerdundanlekhe. Die Oester-- reichrsche Nationalbank teilt mit, daß sie die am 1. Juni d. I. fällitz werdenden Zinsen der 7prozentj,gen garant. Staatsanleihe 192?—1943 (Völkerbundanleihe, österreichische Ausgabe) bereits ab Dienstag den 26. >d. bei ihrer Wechselstube in Wien und bei ihren Zweigcmstalteu in Dollarnoten oder ilrt Dollarschecks auf NewDork ohne jeden Abzug anszählen wird. Da die endgültigen Schuldverschreibungen dieser Anleihe infolge technischer Schwierig!ei>ten vor den: 1. Juni nicht mehr fertiggestellt loeroen konnten, wird die Auszahlung dieser Zinsen gegen Einziehung des .den Jnterimsscheinen anhaftenden Erneuerungsscheines, der dabei an die Stelle des Zilnsscheines für Juni 1925 tritt, vorgenommen werden. Der Umtausch der Jnterimsscheine gegen die endgültigen Schuldverschreibungen dieser Ausgabe wird jedenfalls vor idem 1. Dezember 1925 erfolgen: die näheren Bestimmungen hierüber werden vom österreichischen Bundesministerknm für Finanzen noch rechtzeitig verlautbart werden. Die Oesterreichische Nationalbank wird von Parteien, welche Erneuerungsscheilne oder noch nicht eingelöste Coupons bei ihrem Schalter zur Einlösung präsentieren und die Umwechslung der Dollar.zinsen in Schillinge wünschen, die aus der Einlösung resultierende Dollarvaluta zum Tagesgeldkurs für Dollarnoten gegen sofortige Ausbezahlung des Schilling ge genwertes spesenfrei übernehmen. Desgleichen wird sie den Devisenhändlern den Umtausch der aus der Einlösung resultierenden Dollarvaluta gegen Schillinge spesenfrei durchführen. An die Gläubiger der Oesterrerchischen Kaufmännischen Bank. Der Verband der Sparer und Kleinrentner Oesterreichs »nacht die Gläubiger der Oesterreichischen kaufmännischen Bank aufmerksam, daß die am 1. Juni! d. I. fällige erste Ausgleichsrate, soferne sie nicht durch einen bereits bewilligten Vorschuß ausbezahlt erscheint, schon jetzt behoben werden kann. Beträge, die bis 13. Juni d. I. nicht behoben sind, werden auf Gefahr und Kosten der Gläubiger bei einem Kreditinstitut hinterlegt. Der Bankdienst am Pfingstfamstag. Am Pfingstsamstag (30. Mai IW) werden die Banken chre Bureaus in den Hauptanstalten sowie in sämtlichen Depositenkassen und Wechselstuben geschlossen halten. Für Wechselzahlnngen wird in der Hauptanstalt jeder Bank in der Zeit von 9 bis 11 Uhr vormittags ein Schalter geöffnet sein. Insolvenzen. Der Kreditorettverein meldet folgende, gerichtliche Ausgleiche: I. S ch w a r z Nachfolger I. O r m ia n e r, Graz. M. T i tz Nachfolger Leonhard Barth, Spezereiwaren, Graz, Herrengaffe. Arnold Friedländer, Graz, Sporgasse. M. Korner, Galanteriewaren, Lemberg. Adele Frank, HandelSftau, Waidhofen a. d. IbbS. Hirsch Zweig, Weiß- und Wirkwaren, Krakau, Dietlowska 61. Die ägyptischen Borkriegsforderüngen. Herr Kommerzialrat B. Bnchwal.d schreibt uns: Wie die österreichische Jilnanzverwältung die Interessen der, produzierenden Stände praktisch fördert und unterstützt, soll nachstehender, kurz gefaßter Sachverhalt Zeigen: .Die österreichischen, Industriellen und Kauflente, die bereits vor dein Kriege nach Aegypten.exportiert haben, harren seit dem Jahre 1914 noch immer vergebens ans die Befriedigung ihrer bezüglichen Außenstände. Das Abrechuungsamt hat nach Ratifizierung der Friogensbedingnisse das Unterbleiben der Liquidierung dieser Fovdernngen der ägypssifchen Exekutive zur Last geleigt. Daraufhin hat sich im April 1923 ein Komitee gebildet, das sich nunmehr an die maß- , gelbenden Stellen wandte, um die Klärung in dieser Frage zu erreichen. Don seiten der englischen Regierung und des englischen Abrechnungsamtes ist diese Klärung bereits im Jahre 1923 erfolgt. England hat. erklärt, diese Schulden mit Oesterreich zu verrechnen. Bis zur Stunde hat jedoch die Verrechnung der österreichischen Regierung milt den österreichischen Gläubigern nicht stattgefunden, obwohl laut Friedensvertrag diese Pflicht der österreichischen Regierung festgelegt wurde. Das Abvechnungsamt und das Finanzminifteritum hüben alle Versuche des Komitees, durch neuerliche Versprechungen hinauszuziehen verstanden, so daß für das Gros der Teilnehmer, abgesehen von einzelnen Protektionsgläubigern, bis jetzt eine auftechte Erledigung nicht zu erreichen war. denn glaube ich, daß wir des laugen Zuwartens und des so vielfachen Hinausschiebens der Erledigung dieser Angelegenheit seitens der maßgebenden Stellen denn doch endlich nmde sind, und ich rufe als ehemaliger Obmann dieses Komiiees alle Interessenten an den ägyptischen Borkriegssovdernngen, die nicht zu den Bevorzugten gehören, hiermit auf, sich zusammenzuschließen, um gemeinschaftlich bei der im Juni d. I. tagenden Genfer Konferenz unsere Bitte durch eine geeignete Stelle Vorbringen zu lassen und eine meritorische Erledigung für uns zu erwirken. Ich bin mir dessen wohl bewußt, daß diese Angelegenheit weder in die Kompetenz des Bölkeribundes noch der Reparativnskommission fällt, lvar ich hiermit, um mir nicht den Vorwurf der Unintelligenz oder Unwissenheit zuzuziehen, hier ausdrücklich betonen zu müssen glaulbe. Wir werden über anläßlich dieser Tagung Wortführer für unsere berechtigten Ansprüche finden. In dieser Erwartung erbitte ich mir die Zustimmungserklärung zu dieser Aktion seitens sämtlicher Jntereffenten. Der ägyptische Baumwollmarkt. Ans Alexandrien wird uns geschrieben: Das Wetter hat seit einer Woche umgeschlagen und der Sommer hat voll eingesetzt. Es ist darum zu hoffen, daß der Rückstand in der Entwicklung der Pflanzen wieder eingcholt wird. Bis gegen den 1. d. war die Temperatur schr ungünstig. das Thermometer fiel uyd stieg rasch und außerdem lochten starke Winde abwechslungsweise von allen Himmelsrichtungen. Die Folge war, daß viele Pflänzchen vertrockneten und neu gesät werden mußte. Cs entstand ein Rückstand von 20 bis 30 Tagen gegenüber dem Normalstand. Man hofft,' daß das jetzt «in getretene warme Wetter das Uetzel wieder gut „rächt. Die Keimung hatte außerdem stark nnter den feuchten Nächten zu leiden, die oft das Verfaulen der noch nicht aufgcgangenen Sauren in der Erde verursachten. Es wrrd angenommen, daß diese Nachteile ein Neübesäen von zirka 20 Prozent der gesamten Anbaufläche nötig „rächten. Ja, in manchen Gegenden, zürn Beispiel bei Tarrtä, mußten bis »zu 60 Prozent Nachsaaten vorgenomnren tverden. Dabei rrrüssen wir nicht vergessen, daß der zu diesen Nachsaaten verwandte Sanren nicht inuner rein und ungemischt war. Die Felder , sind dieses Jahr etwas dichter bepflanzt worden als das letzte. Im Delta konrnren zirka 25.000, in Oberägypten etwa 30.000 Pflanzen ans 1 Feddan. Di>e Blüte 'der Pflanzen wird in Oberägypten im Juni, im Delta im August erwartet. Es ist aber natürlich, daß eine günstigere oder schlechtere Tenrperatur diese Daten verschiebt. Was die Bewässerung anlangt, so sind wohl dile Befürchtungen der Regierung. daß die Engländer im Sudan Aegypten das Wasser äbschnerden Knuten oder wenigstens nicht genügend Wasser .durchkommen ließen, unbegründet geblieben. Es gibt hier mtb da einige Felder, die ohne Wasser oder nur mit ungenügendem Wasservorrat versehen sind, aber das kommt jedes Jahr vor, und ilm allgemeinen ist die Bewässermrg hinreichend. Schädlinge der Baumwolle sind bis jetzt noch kauin bemerkt worden. Man spricht ztoar hier auf dem Markt und änch im Innern von einem „neuen Wurm", der noch nie Lagewesen sei und der den Pflanzen schr schaden könnte, aber bis jetzt weiß man noch nichts Genaues darüber und cs wird wohl auch nur ein Gemunkel gewesen sein. Schaden ist durch diesen Wurm bis jetzt noch nicht verursacht worden. Berliner Börse vom 23. Mai. Bei geringen Umsätzen waren nur n n b e d e u t c nd c. Kursänderungen zu verzeichnen, ohne daß eine besondere Tendenz znnc Ausdruck kam. Es notierten r Ungarische Kronenrente —, Ungarische Goldrente —. —, Türkenlose —. Süd. Lombarden alte —, Oesterreichische StaatSbahn 21.6. Darmstadter Bank 125.—, Deutsche Bank 125. — , Dresdner Bank 105.—, Oesterreichische Kredit 7.60, Oesterreichische Lä"derbank —, Reich sü unk 132.—, Wiener Bankverein 5.75, Unionbank 7.—, Daimler Motoren 4.50, Dynamit Nobel 95.75, Felten & Guilleaume 152.25. Sie Devisenkurse. Zürich» 23. Mai. «'Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin pro Billion 1.2310 (1.2310;, Holland 207.90 (208.-), Neiv-syork 617.- (517.—), London 25.137» (25.14). Pari« 26.40 (26.60), Mailand 20.82 (21.—), Brüssel 25.80 (25.85), Kovenhagen 97.S0 (97.45), Stockholm 138.40 (138.50), Oslo 87.10 (87.05), Madrid 75.20 (75.—), Buenos Aires 209.- (208.—), Prag 15.327a (15.327,), Budapest 0.007270 (0.007260), Bukarest 2.427, (2.45), Belgrad 8.45 (8.40), Soffa 3.75 (3.76), Warschau 99.30 (99.30), Wien 72.80 >72.87) für 100 Schilling. Budapest» 23. Mai. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.865, Amsterdam 28.510, Kopenhagen 13.340, Stockholm 18.995, Rew-York 70.880, London 345 000, Paris 3633. Brüssel 3541, Prag 2104, Belgrad 1166, Bukarest 326, Warschau 13 515, Wien 9930. Sofia 613, Mailand 2855, Zürich 13.725. SpHthlatf ler Situ« fflot otuciisfio Zur Frage einer jüdischen Olympiade in Wien. Bon Prof. Ernst Vogel in Znamr. Wir gelben den Ausiflihrungen des geschätzten Verfassers gerne Raum, können aber mit seiner Auffassung nicht vollkommen übereinstimmen. In dom Artikel „Eine jüdische Olympiade in Wien" (,/Wiener Margenzeitung" von: 26. April 1926) wird ein großes Turn- und Sportfest anläßlich des 14. Zionistenkongresses in Wien angMnldigt, an welchem „alle im MaWabi- Weltverband organisierten Länder" teilneihmen sollen. . Wenn ich auch nicht annchmen will, daß diese Olympiade mit jener des Vorjahres in Pairis, bei der ta,nsonde Mitwirkende den falschen Eid auf ihren Amateur ismns leisteten, geistesvevwaM ist, so sprechen gegen ihre Abhaltung einige Gründe. ' Die Beschickung eines solchen Festes mit Turnern und Sportlern, der gar-zon Wett bringt riesige Summen ins Rollen, resp. legt den beteiligten MaNcchr-Bereinon nlld deren Mitgliedern schwere Geldopfer ans. die in der jetzigen Zeit, welche die alljudische Pflicht zum Aufbau Erez Israels erkannt hat, nicht aufs Gewissen genommen werden können.?' Was insbesondere die Beteiligung der Durnerschaft anbelangt, so muß darauf hingewiesen werden, daß am' 28. Juni ein großes Turnfest in Mährisch-Ost ran stattfindet, zu welchem etwa 1800 Teilnehmer aus denn tsckecho-slowakischen, deutschen, polnischen und österreichischen Kreis gemeldet sind, und an dessen Vorbereitung in den Ma'Walbivereinen der genannten Kreise seit Monaten eifrig am Turnboden gearbeitet wird. Man kann nicht sieben Wochen später ein zweites großes Fest veranstalten, ohne diesen Vereinen unmögliche Geldopfer zuzumuten. GaM abgesehen davon, wäre es auch technisch unmöglich. an den Freiübungen teiilznnehmen, da vor dem Ostrauer Fest neue nicht geübt werden können, nach demselben aber der Turnibetrielb fast überall eingestellt wird. Infolgedessen werden jene Vereine, die nach Mährisch-Ostrau fahren, nach Wien vermutlich nur einige tvenige von den besten Turnern und Turnerinnen für Geräteturnen entsenden könnm. Was die geplante „MenoraH"-Konkurreng dar Wiener Fußlballvereine anibelangt, so muß zunächst eingewendot werden, daß der Name „Menovah" seit der Veröffentlichung von H erzls gleichnamigem Gedicht auch in den Herzen jenev Juden verankert wurde, welche für die Symbolik der Menorah bisher kein Verständnis hatten. Es ist daher eine Profanierung, die Wettkämpfe von jüdischen Fußballvereinen, bei denen es orsahvungsgeuräß Ausschlüsse. Verletzungen und andere angenehme Begleiterjscheümngen aibt, mit dem Namen „Menorah" in Zusammenhang zu bringen. Eines muß aber mit aller Entschiedenheit verlangt werden : Daß «bei dem geplanten Fest auch nicht e i u e i n z i g e r Pivofessional, kein einziger verkappter Amateur teilnehmen darf. Die Würde des Kongresses verlangt dies als etwas Selbstverständliches und man darf den Delegierten, die zu schwerer, verantwovtungsvolleir Arbeit zusammentreteu, rricht zumuten, daß ihre Hingelbung an glnser Volk irgerMvie in Zusammenhang gebracht werde mit den Akroibaterrkunststücken reichlich bezahlten? Geschäftssportler. Ich nehme an. daß die Leitung des Weltverbandes Ma/kkalbi dieser sellbstverständlicherr Forderung Rechrmng tragen wird. . Eine „Heerschau der Kraft urrd Masse der jüdischen Korpe-rspovtlbewegurrg irr der garrzerr Welt" ist ettvas Erhebendes und Großartiges. Aber dar Ernst der Zeit erfordert hiewür einen bescheidenen Rahmen, uirrsomchr, als ja die Meisterlschaft des Leichtathleten Kay. des Turners Szallah. des Schwimmers Piowaty und vieler anderer allen Konigreßtellnehmern wohl bekannt ist. Es ist Mo nichts zu zeigen, was sie ohnedies nicht schon Wüßten. Was sie mehr interessieren würde, wäre die Frage, ob die jüdischen Turner und Sportler und ihre Vereine ihre nationalen Pflichten gegen unsere Fonds (Keren Kasemeth, ' Keren Hajessod) erfüllen, öb sie außer der körperlichen auch die geistige Eirtwicklung fördern, ob sie viele Ghaluzim nach Evez senden. Mit einer Heerschau, getragen von dem Geiste des Wiener „Nursußballjndentnms" wird man den Kongreß hossenrlich nicht belhelligen. LLLLiL 8»nrskir»c. I.BIBER9TR.9 m.7»27«.7W7* Wir liefern zu den Original« preisen der engl. Fabrik gegen Zahlung«« erleichter« ungen Fußball. Resultate von gestern. Hertha—Sportfreunde 3:0 (2:0). Hertha war ständig überlegen. Die Tore erzielten Kabada (2) und Holly. Schr gut spielte Polster. Amateure—Donau 3:0. Sportklub (komb.)—Donaustadt 1:1 (0:1). Tschecho-Slowakei—Polen 2:1 (1:1). Die Tschechen, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nach drei Fronten kämpfen, trugen das erste Ländermatch der F. I. F. A.-Woche aus. Als Gegner tvaren ihnen die polnische Auswahlmannschaft entgegen, die bemevkswerten Widerstand leistete. Das evste Tor konnte Pol a c c k (Sparta) erst in der 36. Minute erzielen. In der 41. Minute glich Bacs aus. Die zweite Hälfte schien schon torlos zu enden, als endlich drei Minuten vor Schluß M r a z (tschecho-slow. Koste) den Tschechen den Sieg verschaffte. Ein guter Schiedsrichter war Braun ans Wien. Heute spielt ein starkes Team gegen Dresden, woraus dann der Hauptkanvpf der Dschechv-Slowakei gegen Oesterreich ausgetragen wird. Resultate aus Polen. Hasmonea (Lemberg)—Wisla (Krakau) 1:1 (1:0). Czarni (Lemberg)—Polonia (Przemysl) 1:4 (0:0). Makkabi (Krakau)—Moravska Slavia 1:1, Die heutigen SHiele. M. T. K. (Budapest)—Rapid, Hütteldors, halb 6 Uhr». Rudolfshügel—Wacker, Meisterschaft, Meidling, halb 6 Uhr. _ Im heutigen Läudermatch Oesterreich gegen die Tschechoslowakei ist die Mitwirkung Blums, der sich beim Training eine Verletzung zuzog, ungewiß. Als Ersatzmann für ihn kommt Tandler in Betracht. Wr.Meustäidtee Sportklub—Hakoah-Reseeve 3:0 (0:0). Die Hakoah trat Sonntag in Wiener-Neustadt gegen den niederösterreichischeil Meister an und mußte sich trotz zeitweise drückender Ueberlegcnheit geschlagen geben, da die Stürmer von unglaltblichenr Pech verfolgt waren und die schönsten Chancen vergaben. Ein Beweis für die Ueberlegenheit der Hakoah ist das Kornerverhältnis von 14:4 z u g u n st e n der W i e n e r. Die Erfolge der Nenstädter entsprallgcn aus D n r ch b r ü ch e n des gut disponierten linken Flügels, wobei der erste Treffer nicht zu geben gewesen wäre, da Beer deit Ball an der Torlinie abgewehrt hatte. Der Schiedsrichter jedoch war der Aieinnltg, daß der Ball die Torlinie bereits Passiert habe und entschied Goal. Die Hakoah ist tveiterhin überlegen, doch sind ihre Aktionen nicht vom Glück begünstigt und die Nenstädter können noch zwei lveitere Treffer aus zwei Durchbrüchen erzielen. Das Spiel war äußerst interessant und altregend. Die schöne Spielweise der' Hakoah wurde nnt Beifall anfgenontnrell. Die besten Leute der Hakoah warerr Wegner 1, Vogelfänger mtb Beer, bei den Noustädtern konnte der Linksaußen anl bestell gefallen. Die Bodenverhältnisse warelt die deilkbar ungünstigsten. Vorher spielten Wiener-Neustädter Hakoah gegeil Wiener-Neustädter Sportklub-Reserve 1:1 (0:0). Die sportbegeistertcll I u b u it i n Wiener - Ne nst ad t, die zum größten Teil Mitglieder der Wiener Hakoah sind, gehen mm daran, ähnlich wie in Graz, eine Hakoah zll gründen und können bereits eine spielstarke Mannschaft ins Feld stellen. Als erstes Match trugen die Hakoahner ein Freundschaftsspiel geßen den in dieser Saisoll imgeschlagenen burgellländischen Wtesellsportklub aus und konnten einen Sieg von 14:1 erringerl. Die Wiener-Nenstädter Juden wolleil sich nun mit der Wiener Hakoah ills Eillvernehmell sehell, um unter fachmännischer Leitung in möglichst kurzer Zeit de» vollen Betrieb anfnchmell zu können. K. Ein neuer Fithballmnönbor. Boca Juniors ans Buenos Aires. Ueber den 7:0-Sieg des argentinischen Fußballmeisters Boca Juniors über die Leipziger Spielvereinigung schreiben die „Leipziger Nerlesten Nachrichten": Die Süoamerikaner führten ein in dieser Vollendung seit Jahresfrist in Leipzig nicht gesehenes, vollendetes Spiel vor. Sie glänzten neben hohem technischen Könneit und ausgeprägten taktischen Fähigkeiten in allen Mannschaftsreihen vor allem durch eine von ihrem uv, wüchsigen südlichen Temperament getragene ungewöhnliche Schnelligkeit (blendendes Start- und Laufvermögerl), ferner durch ein halbhohes llnd doch zentimeter-