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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-19 · Heft 2243 (19.5.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2243 (19.5.1925)
Date
1925-05-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Btfo 8_M«l, DmLt-lg_ Me deutsche Mademie und die 8«den. Bei der Eröffnungsfeier des Deutschen Museums L» München f-anfi) gleichzeitig irr Anwesenheit der Regierungen des Reiches und der Länder sowie der Vertreter des geistigen Deutschland die Begründung der ,/Deutschen Akademie" statt. In Anbetracht gewisser Aeußerungen, büsoiiders der rechtsradikalen Presse, äußert der bekannte Kunstschriststeller Doktor Max Os vorn in der C.V.-Zeitung die Besorgnis, daß sich Bestrebungen geltend machen könnten, um den deutschen Juden, die sich bewußt sind, an der Entwicklung und Pflege der Kultur Deutschlands gewichtigen Anteil genommen zu haben und zu nchmen, die Pforten der Deutschen Mademie womöglich zu ^erschließen. Osborn schreibt: „Die Begründer der Deutschen Akademie . . . haben unter die große Zahl der ersten Senatoren auch Männer wie Max Lieber mann, als einen der Führer und Anreger der neueren deutschen Malerei, wie den Anthropologen Frans Boas von der Columbia-Universität New-Aork, den Philosophen Edmund Husserl in Freiburg und auch noch einige ,^udenobkömmlin-ge", wie Franz v. Mendelssohn in Berlin, ausgenommen, und sie haben damit deutlich ihren Willen kundgetan, über alle Engherzigkeiten hinaus den Persönlichkeiten aus dem deutschen Judentum, die durch ihre Lebensarbeit sich um die fruchtbare Entfaltung des modernen deutschen Wirkens und um seine Stellung in der ganzen Welt bleibende Verdienste erworben haben, den Platz einzuräumen, der ihnen gebührt . . . Aber sofort hat nun die Hetze der Böswilligkeit und Engstirnigkeit eingesetzt und diese wahrlich nicht übermäßige Heranziehung hervorragender deutscher Juden zum Anlaß genommen, um neuen Unfrieden zu stiften . . . Man wird sich kaum vorzustellen vermögen, daß die niedrige Denkungsart, die sich hier kundgibt, auf die maßgebenden Instanzen der Deutschen Akademie, wie sie heute vor uns steht, Eindruck machen könrrte. Man wird'vielmchr die Hoffnung nttb Erwartung hegen, daß sich die entscheidenden Männer der Akademie weder durch das Toben der antisemitischen Gruppen in München und anderswo noch auch durch Strömungen, die sich in den vorgesehenen „Ortsgruppen" «bemerkbar machen könnten, in der Bekundung freier Geistigkeit beirren lassen, ohne die dies große Instrument deutscher Kulturarbeit niemals leben kann." Aus den Theatern. Äurgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Peer G y nt". Akademietheater. Morgen, V-8 Uhr abends, „Weg im Nebel". Staatsoper. Morgen „O t h e l l l o". Kammersänger Schwarz wird an diesem Abend sein letztes diesjähriges Gastspiel absolvieren. Neues Wiener Stadttheater. Morgen beendet Madame Simone mit „Die P a t i f e 11 n" (La parisienne) von Henry Beciqueihr Gastsviel. — Donnerstag, %S Uhr. eröffnen Hans Moser, Sigi Hofer und Adolf Glinger in den Schwanken „Villa Steinhof" und „Nächtlich e F r e ud e n" ein Gastspiel. Leonce Beneditti gestorben. Am 12. Mai starb in Paris der Direktor des Louxembourg- und Rodin Museums Leonce Beneditti. Er war eine- Kunstautorität von Weltrang und Verfasser mehrerer Werke über Kunstgeschichte und Kunstkritik. - Sir Isidore Spielmann gestorben. In London verschied im Alter von 61 Jahren Sir Isidore Spiel mann, eine der amrkanntesten Autoritäten auf dem Gebiete der Kunstfors chuna im England. Er war Präsident der Gesellschaft für Kunstgewerbe und Mitglied des Ausschusses für nationale Kunstsammlungen sowie Mitglied des Komitees des Viktoria- und des Wbert-Museums. Er war auch Leiter des Instituts für Jndnstriekunst. ■ Er erwarb zahlreiche Meisterwerke für die britischen nationalen Sammlungen. Ws ein guter Jude arrangierte er im Jahre 1887 die jüdische historische Ausstellung, aus der die jüdisch-historische Gesellschaft herdovging. _ Gerichtssaal. Set Feldwebel als Bank-Generaldirektor. Aus den Geheimnissen der Nordisch-Oesterreichischen Bank. Gestern begann der Prozeß gegen den Generaldirektor der verkrachten Nordisch-Oesterreichischen Bank, Otto Waldegg. ' Nach der vom Staatsanwalt Dr. Nahrhaft vertretenen Anklage hat Otto Waldegg, wije berichtet, Barbeträge und Wertpapiere-m der Höhe von rund 161000 Schilling veruntreut und durch betrügerische Vorspiegelungen und Handlungen einer Reihe von Privatpersonen und Geschäftsleuten Milliardenbeträge herausgelockt. Die Anklage legt ihm auch zur Last, oaß er in der Zeit vom Herbst 1923 biß Mai 1924 als Generaldirektor der Bank fahrlässig deren Zahlungsunfähigkeit herbeigeführt hat. Waldegg war wahrend des Krieges Feldwebel und beschäftigte sich mit Lebensmi'ttellieferungen. Vor dem Kriege war er ein kleiner Bankbeamter. Der Angeklagte schilderte gestern detailliert, wie es zur Gründung der No rorsch-Oesterreich ischen Bank kam. Der Schwede Lago Leng ui st, der aus sehr großem Fuße lebte, und als sehr reich galt, intervenierte, im Finanzministerium wegen Erlangung der Konzession. Vor der Gründung der Bank hat Lago»'Lenquist seinen 40. Geburtstag gefeiert. Der ehemalige Minister Czapp und drei Feldmarschälle waren zur Tafel geladen. Das Geld zur Bestreitung des Festes hat sich der Schwede vom'Angeklagten ausgeliehen. unter dem Vorwand einer Verzögerung seiner schwedischen Bezüge. Er hat das Geld acht Tage später zürückgezochlt. Dabei wurde ihm ein zweiter Schwede, namens Lind, als sehr reicher Großindustrieller bezeichnet. Dann wurde General Hussarek für die Gründung gewonnen. Die ersten Differenzen in der Verwaltung ergaben sich dadurch, daß Lenquist, der angeblich reiche Gutsbesitzer, fortwährend Geld brauchte und große Beträge behob. Dabei waren im Anfang nur insgesamt 80 Millionen ei »gezahlt worden. Die Schulden des Schweden betrugen schließlich schon mehrere 100 Millionen, die von später gewonnenen Aktionären bereitgestellt wurden. Zuerst Wie die Bank ihren Sitz in der Wohnung Waldeggs. Schließlich wurden Lokalitäten erworben, die in Verschwenders sch ex Weise adaptiert tzurdey. Waldegg behauptet, dem _ Wiener MotflenaeUunti._ Baukomitee, in welchem Czapp, Hussarek und der Holländer van Rohen saßen, nicht angehört zw haben. Der Staatsanwalt hält dem Angeklagten den kostspieligen Zigarrenkonsum des Direktionsrates vor. Der Staatsanwalt fragt schließlich: „Was haben denn die Herren zu tun gehabt'? Sind sie lediglich zu rhrem Vergnügen z w i s ch e n 10 u n d 11 U h r d o r t gesessen?" Der Staatsanwalt weist darauf hin, daß die Protokolle über die Direktionsratssitzungen nur Forrnalien enthalten, die gegenseitigen Glückwünsche der Mitglieder, sonst.aber nichts. — Angekl.: Ich bitte nnch nicht allein verantwortlich zu machen. Der Direktionsrat war;a täglich in der Bank. — Staatsanwalt: Da muß ich Ihnen Ihre eigenen Worte Vorhalten, die Siie gegenüber diesen Herren gebraucht haben. ,-Lesen Sie lieber Ullstein-Bücher, davon verstehen Sie mehr als von einer Bank." — Verteidiger Dr. Formanek, der frühere Staatsanwalt, protestiert gegen die Art und Weise, wie der Staatsanwalt den Angeklagten behandle. Dann wurde der frühere Ersparungskommissär, Präsident Dr. Fritz Hornik, vom Liquidierungsamt, als Zeuge eijnyernommen. Er gibt an, daß mau sich im Handelsministerium im Herbst 1922 geeinigt habe, das Haus Seilerstätte Nr. 22 der Nordisch-Oesterreichischen Bank zu vermieten. — Vors. Hofrat Dörr: Waren Sie gegen die Unterbringung der Bank in einem staatlichen Gebäude'? — Zeuge: Ja, weil ich gewußt habe, daß hinter der Bank eine politische Gruppe steht und Schwierigkeiten erwartet habe. — Aus die "Frage eines privatbeteiligten Vertreters, ob ihm schon damals der Stand der Bank als ein unaüstiger bekannt war, erwiderte der Zeuge: Ich habe diesen Eindruck gehabt.,Als Bankfachmann wußte ich, wie eine gesunde und wie eine ungesunde Bank arbeitet. — Der Sachverständige Spitzer übergibt Hieralls denr Vorsitzenden einen Brief, der verlesen wird. Darin teilt van Rohen dem Angeklagten mit, ba§ er als Präsident des Baukomitees zurück trete. Aus dem Inhalt des Briefes geht ferner hervor, daß zwischen dem Absender und'Waldegg das beste Einvernehmen bezüglich der Bauführung geherrscht hat. Untersuchung gegen Czapp, Hussarek nsw. , Bei seiner weiteren Verantwortung erzählt der Angeklagte, daß sich der vorbereitende Ausschuß der Nordisch- Oesterreichischen Bank, vor allem Lenquist, sogar für bte t inanzierung von Wöllersdorf interessiert hahen. r habe davor gewarnt, da man zu wenig Gelo habe. Es wurde ihm erwidert, das spiele keine Rolle, man werde es schon aufbringen. — Der Vorsitzende bespricht nun die einzelnen Fakten der Anklage. — Vors.: Auf welche günstige Situation haben Sie eigentlich gerechnet? — Angekl.: Ich wollte eine Neuemission von Aktien bei großen Kapitalisten ausbringen und hatte zu diesem Zweck mit Hofrat Zorn gesprochen. — Der Vorsitzende. hält nun dem Angeklagten vor, daß er zu einer Zeit, in der die Bank schon immobil, war, noch große Einlagen angenommen habe und Effektendepots verpfändete. — Vors.: Sie haben in der Zeit von August biß September, also :n einer Zeit, in der oie Bank schon in Schwierigkeiten war, Abhebungen in der Höhe von 620 Millionen gemacht. Mit welcher Berechtigung?. —• Angekl.: Ich konnte doch über mein Konto verfügen. — Vors.: Was haben Sie der Bank für diese Betrage an Gegenwert gegeben? — Angekl.': Einen Teil meiner Aktien habe ich verkauft. — Vorst: Sie haben die Aktien um 2000 K. gekauft und dann der Bank wieder um 5000 K. verkauft. Halten Sie das für gerechtfertigt und noch dazu in einer Zeit, wo die Bank schon auf schwachen Füßen stand? Angekl.:!Ich habe für die Bank alles geopfert, was ich in zwanzig Jahren erworben habe. Meine Frau hat ihrcn Schmuck verkauft und ich habe Akzepte auf 360 Millionen ausgestellt und sie der Bank überlassen. — Der Vorsitzende konstatiert nun, daß Wald egg auf sehr großem Fuß gelebt habe und des öfteren Zechgelage veranstaltete. Außerdem hat er große Spenden große Spenden gemacht, so dem Kloster i' n Kalksburg 100 Millionen und dem Katholischen Jünglingsverein 30 Millionen. Nach Beendigung des Verhörs stellt der Verteidiger Dr. Forma nek den Antrag, die Verhandlung zu vertagen, bis das vom Staatsanwalt in der Anklage angedeutete Verfahren gegen die übrigen Funktionäre der Bank abgeschlossen sei. Der Staatsanwalt Dr. Nahrhaft spricht sich gegen diiesen Antrag aus. Der Verteidiger möge sich beruhigen, wenn noch andere Schuldige da sind, so werden auch sie vor Gericht gestellt werden. Es sei überflüssig, daß Wald egg bis zum Abschluß der so langwierigen Erhebungen in Haft bleibe. Der Staatsanwalt teilte schließlich mit, daß die Voruntersuchung gegen die Funktionäre der Bank, Czapp, Hussarek, Lind und van Rohen, bereits eingeleitet ist. Der Gerichtshof wird über den vom Verteidiger gestellten Antrag heute entscheiden. Bollswirt. Mrschaftsmchrichten aus Palästina. Das neue palästinensische Patentgesetz. Am 1. Mai 1921 wurde ein Gesetzentwurf über die Registrieru ng von Patenten und Warenmustern veröffentlicht, der am 1. Jänner 1925 in Kraft trat. Dieses Gesetz führt den Namen: „Patents and Designs Ordinanoe' 1924" und setzt das türkische Patentgesetz vom Jahre 1880 außer Kraft. Die Patentbchörde ist nicht verpflichtet, die Erfindung auf ihre Neuheit zu prüfen. Die Entscheidung über Erteilung eines Patentes für eine Erfindung von militärischer Bedeutung ist dem High Commissioner Vorbehalten. Nur der wahre und erste Erfinder oder seine gesetzlichen Vertreter sind zu einem Patente berechtigt. Dem Gesuch ist eine vollständige Beschreibung beizulegen, ferner eine beglaubigte Vollmacht und eine Gebühr von 4 Pfund Sterling. Zeichnungen oder (chemische) Proben können gefordert werden. Der provisorische Schutz beginnt mit dem Tuge der Anmeldung und dauert bis zur Siegelung des Patentes, die innerhalb von 18 Monaten von: Tag.' der Anmeldung erfolgen soll. Annahme des Gesuches und der Beschreibung ist zu veröffentlichen. Einspruch gegen die Patenterteilung ist innerhalb van zwei Monaten vom Tage der Veröffentlichung der Annahme beim Registrar zu erheben. Gegen die Entscheidung des Registrars ist Berufung an den Distrikt Court Jerusalem möglich. Das Patent , läuft bei regelmäßiger Zahlung der - Gebühren; ' ' ■ ’ . - 19. Mia>i 1928 Mv. 82W .1 "*' ■ .■ .."**•'—v 16 Jahre - vom Tage >der Anmeldung ab. Zwan-gslizenzett werden erteilt; das Patent kann zurückgonommen werden, jedoch nicht vor Ablauf von drei Jahren vom Datum des Patents. Innerhalb eines Jahres von: Datum der Erteilung' eines Patentes im United Kingdom kann um dessen Regi-. stri-erung in Palästina nachgesncht werden. („Voss. Ztg") Neue Jndustvieuttternehmüngen in Palästina. In Atta haben zwei Juden ans Polen, Lustig und Pr-agmann eine Fabrik für die Verarbeitung von Weichleder erbaut. Die Fabrik soll demnächst ihre Arbeit auf* nchmen. In Tel-Awiw sind in letzter Zeit zwei Unlernehmungen für Möbel-Herstellung, hauptsächlich Metallbetten, wie auch ein kleineres Unternehmen für elektrotechnische Zube«. höre, insbesondere Batterien, geschaffen worden.. Gerüchte wissen auch von der baldigen Gründung einer größeren Bierbrauerei in Tel-Awiw zu melden. Es sollen sich amerikanische Kapitalisten hierfür interessieren, die 60.000 Pfund Sterling in dieses Unternehmen zu investieren beabsichtigen. Bau einer großen Mazzothsabrik iit Haifa. Die Grands Moulins de Palestme in Haifa beginnen dieser Tage mit dem Bau einer großen dreistöckigen Mazzothsabrik. Die Pläne sind nach amerikanischen Vorbildern entworfen, und der Bau mit dow Maschinen, die den letzten Anforderungen' entsprechen, wird auf etwa 12.000 Pfund Sterling zu stehen kommen. Die Maximalproduktion wird gegen 12 Tonnen betragen, wovon der größte Teil für den Export bestimmt ist. Die Fabrik soll gleich nach den Sukkoth-Feiertagen ihre Produktion unter Aufsicht des Oberrabbinats aufnehmen. Der Bau wurde dom Solel Bone^ übertragen. Die Engrospreise im Jevusalem-Jaffa- Drstrikt. Die steigende Tendenz der meisten Zerealien hielt im Monat Februar an. Folgende Tabelle mag als Illustration dienen: Ende Jänner Ende Februar V Jaffa Jerusalem Jaffa Jerusalem Weizen . . . . 210 225 220 225 Gerste .... 160 147 150 166 Hirse. 115 - 140 156 Kersenneh . . 146 121 175 173 Tibbon .... 350 500 700 700 Fleisch ist etwas teurer; Eier sinken weiter, für 45 bis 48 türk. Piaster sind 100 erhältlich gegen 65 türk. Piaster Ende Jänner. Milch verbilligte sich von 3.75 türk. Piaster auf 3 türk. Piaster pro Liter. Erbsen (einheimische) und Bohnen (ausländisches wurden teurer nnd kosten 175 türk. Piaster respektive 160 türk. Piaster in Jaffa und 161 türk. Piaster respektive 158 türk. Piaster in Jerusalem. Auch Sesam ist gestiegen. Petroleum bat sich im Februar etwas verbilligt. ' ' - ’;i ' Der Kleinhandelinbex. Monatliche AuSaabe Zurefp. 2(1 einer fänstöpfigen Fa» Index Prozent Monat nM* für 2o Bedarfs, argenstände Tüä. Piaster nähme gegen den Vomonat Jänner 1922 . . 853 lOO'O Durchschnitt 1922 753 88'2 Durchschnitt 1923 653 766 Durchschnitt 1924 677 79'4 Dezember 1924 . 757 88-7 4- 1'0 Jänner 1925 , . 749 ' 87-8 - 09 Februar 1925 . 771 90-4 -i- 2-6 Eine Aktion der Kaufmannschaft zur Unterbringung arbeitsloser Kriegsinvalider. Bekanntlich besteht für die Erwerbsunt-em-chmungen die Verpflichtung, auf 20 Arbeitnehmer (Angestellte und Arbeiter) und auf je weitere 26 Arbeitnehmer je einen Kriegsinvaliden; entweder Arlbeiter oder Angestellten, in den Betrieben zu - beschäftigen. Da durch die in der letzten Zeit füh'lbar gewordene Stagnation die Zahl der arbeitslosen Invaliden gestiegen ist, so hat das Bundesmmisterium für soziale BevwaLtung eine bis guttt 15. Juni durch die Betriebe Vovzunchmende Meldung der ang-estellten Kriogsinvaliden unter Angabe des Gchamtstandes des Personales verfügt. Um nun einerseits in der gegenwärtigen Krise Zwangsoinftellungen zu vermeiden und andererseits die gerechtfertigten Wünsche der Invaliden zu erfüllen, richtet daher das Gremium der Wiener Kaufmannschaft an alle Handelsbetriebe die Aufforderung, dort, wo eine PersMaleiNstellung auch Mr halbwegs -möglich ist, sofort eine Besetzung durch Invalide vorzunchmen. Die offenen Stellen können hieribei entweder an das Gremium der Wiener Kaufmannschaft, 4. Bez., Schwarzenbergplatz 16, direkt oder an das Jnvälidenamt, 8. Bez., Jos-chstädterstraße 39, gemeldet wevdm. < Nordbahn. Die Ferdinands-N-ordbahn verteilt für das Jahr 1924 eine Dividende von 100 (im Vorjahre 80) tfchech. Kr. Die prozentuelle Aufteilu>ng der Ansprüche der Gesellschaft an die Nachfolgestaaten hinsichtlich der Einlösun-gsvente ist durch die R-eparationskonmüssion erfolgt. Hinsichtlich der vollkommemn Austragung uttb, der Liquidierung sind die Berhndlungen mit den Nachfolgestaaten noch nn Zuge. Auf Rechnung der Einlösungsventen wurden im Berichtsjahre Abschl-agsz-ahlungon in österreichischen Kronen geleistet, die im Rechnungsabschluß mit 4423 ts-chech. Kr. erscheinen. Nach Abrechnung der statutenmäßigen Tantieme des Berw-altun-gsrotes und der Dotation des Aktientilgungsfonds veMeiben 9,569.1-26 -tfchech. Kr. zur Disposition der G/neralv-ersammlung. Davoir wird die Dividende verteilt, ferner im Sinne des Gesetzes vom 25. Februar 1920 von dom Anteile des Bergbaues pro 4,924.282 tfchech. Kr. an dom an die Aktionäre zuverbeil-end-on Reinertrag der 10prozenti-ge Anteil zugunsten der bei dein Bergbau Beschäftigten mit 432.428 tfchech. Kr. (im Vorjahre 391.952 tfchech. Kr.) bestimmt werden und 1,712.572 tfchech, Kr, (im Vorjahre 1,-510.999 tfchech. «Kr.) auf

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