Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2227 (3.5.1925)
- Date
- 1925-05-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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I Polen; LV arorryl Wien: Zum Abholen in der Expedition, IL Taborslr. 1-3, oder in einer Verschlelsstelie ffiraflk) monatl. 5 Schilling Strassen verkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Gol dschmied, 1.. Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling T sch echö-Slowakei: Mon.K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 4Zloty. Deutschi an d: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 NachnaMunjen bet Frei«* erhShanien Vorbehalten «r. 2227 wenn das m&helose Parkett-GlanzmiHel Erhältlich ln allen etnfdil<«l«ett Gefchlften Wiener ommsettuitz Me«, Sonntag, 3. Mai 1928 I Preis 35 fl England: Mon. 4 Schilling, Italien: Monatl. 18 Lire, Rumänien: Mon. 170 Lei, Bulgarien: Mon.IOOLewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. S Redaktion. Administration: Wien, Il.Taborstr.l Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmanm Oesterrelchisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 7. Jahrgang Sie Palastmaanleihe. Wichtige krklarungen der Jerusalemer Regierung. Jerusalem, 1. Mar. (I. T. A.) Eine Anfrage der pälästinensisch-arabischen Nationalpartei (gemäßigte Nationalisten) bezüglich der Palästinaanleihe» beantwortete die Palästinaregierung wie folgt: Es ist in diesem Augenblick unmöglich, zu bestimmen, wann und auf welche Summe die geplante Palästinaanleihe der Regierung aufgelegt werden wird; jedenfalls werden zu gegebener Zeit alle Einzelheiten der Oeffentlichkeit bekannt gegeben und alle notwendigen gesetzlichen Bestimmungen getroffen werden. Sollten die Engagements für die Anleihe beendet sein, bevor ein Repräsentantenrat in Palästina gebildet w o r d e n i st, so wird g l e i ch w o h l die Anleihe begeben werden. Am 28. Februar d. I. haben die Kronsagenlen in London der Palästinaverwaltung Vorschüsse auf die geplante Anleihe von 1,330.000 Pfund gewährt. Diese Vorschüsse wurden mit Billigung des Staatssekretärs für die Kolonien zugleich mit den verfügbaren Ueberschüsien der Verwaltung für die palästinensische Eisenbahn, Telegraph und Telephon, sowie zur Deckung eines Teiles der Ablösungssumme für die Jaffa-Jerusalem-Eisenbahn verwendet. Eine spezielle gesetzliche Bestimmung für die. Verwendung dieser Vorschüsse ist nicht getroffen worden, da die Billigung der Zinsenzahlung durch die beratende Körperschaft (Advisory Council) ausreichend war. Ein Bericht über das Anleihewerk Wird zu gegebener Zeit veröffentlicht werden. Das Anleiheprojekt wird dem britischen Parlament erst dann unterbreitet werden, wenn die Garantie der britischen Regierung gewährt werden würde. Die Zinsen werden auf die Diskontrate der Bank von England gezahlt; sie betrugen anfangs drei Prozent, wurden im Juli 1923 auf vier Prozent und im März 1925 auf fünf Prozent erhöht. -r- Aus dieser Meldung ist zu ersehen, daß die schon seit langem geplante Palästinaanleihe ihrer baldigen Verwirklichung entgegengeht. Diese Anleihe dürfte einerseits zur Vornahme gewisser Investitionen, andererseits aber auch, wie schon seinerzeit an dieser Stelle angedeutet wurde, zur Errichtung einer eigenen Notenbank in Palästina verwendet werden. Im Schoße des Kolonialministeriums wird jetzt die Frage erörtert, ob diese Anleihe unter Garantie der englischen Regierung ausgegeben werden soll oder vom Lande Palästina allein. Sollte die Garantie der englischen Regierung ebenfalls hinzukommen, so wird selbstverständlich die Anleihe auch im englischen Parlament in Beratung gezogen werden. In dieser Hinsicht müssen die Entschlüsse der britischen Regierung abgewartct werden. 6in arabische« Memorandum an de« Völkerbund. Jerusalem, 1, Mai. (I. T. A.) , Die Palästinensischarabische Exekutive sandte am 27. April ein neues Meimoraudum an dm VAkorbund, im iwivlchem.nochmals >gogen die Aiolnlistische Politik in Palästina Protast erhoben wird. Das Memorandum zerfällt ln zwei Teile, von denen der eine für den V ö l i c i ib at at J> x a i, der zweite für. die Mandatskommlission des BöMerbnndes bestimmt ist. In dem Memorandum an den Bölkevbnndvat wird insbesondere «gegen Artikel 2 des Palästmamaudats, der die Errichtung eines jüdischen Nation alheims in Palästina, sowie gegen Artikel 4, der die Anerkennung der Jewilsh Agency bolviisft, Protest erhoben. Der Völkerbund wird ersucht, die Errichtung einer nationalen und verfassun-gsmäß i-gen Regierung in Palästina, in welcher Araber und Juden nach dem Verhältnis i^per Zahl im Lande vertreten sein sollen, zu veranlassen. In dem für die Mandatskommission bestimmte« Memorandum wird darüber Beschwerde geführt, daß die Kommission in ihrer letzten Sitzung im Oktober 1924, da das Palästinamandat zur Verhandlung stand, nur einer Partei das Wort gab, nämlich Sir Heribert Samuel. Die arabische Exekutive ersucht die Mitglieder der Kommission, persönlich nach Palästina zu kommen, um die Beschwerden der arabischen Bevölkerung an Ort und Stelle auf ihre Berechtigung hin zu prüfen. Zum Schluß wird in dem Memorandum gegen die Herrn Ruthenberg gewährten Elektrizitätskonzessionen sowie gegen die der Jewish Colonisation Association (I. C. A.) in Athl.it und Kabarah gewährten Kongestionen Protest erhoben. Endlich wird gegen die Nichtau s s ch reib ung der Wahlen in die Stadtverwaltungen und gegen die steigende jüdische Einwanderung protestiert. Lord Balsonrs stintritt in die Regierung. London, 1. Mai. (I. T. A.) Amtlich wird mitgeteilt, daß Lord B a l f o u r zum Präsidenten des Geheimen Rates und zunr Mitglied des Kabinetts an Stelle des verstorbenen Lord Cnrzon e r n a n n t w o r d e n i st. Allgemein wird der Eintritt Lord Balfo urs in die britische Regierung unmittelbar nach seiner Rückkehr von feinem Besuch in Palästina als eine Bi lligung sieiner z i o n i st i s ch e n P o fit ion gedeutet. Dies kommt auch in einigen Blätterstimnren, insbesondere m der folgenden Aeußerung des ,/S t ä r" im Leitartikel vom 28. April, MN. Ausdruck. ,Die Balspur-DMlavatiön wucheandaiuerttd' von den ,-Söhnen des Beliääl"'rn Mißkredit gebucht; sein jchiger Eintritt m das Kabinett ist deshalb äls einem n zweideutige Mißibsllligung der antisemiti scheu Bewegung i n di e s e m L a n d e anzusehen. Lord Gailsour ist soeben von einer Tour nach dem neuen Pa-- lästina, wo er nochmals seinen Glauben au das zionistische Prinzip autoritativ bekundete, zuvückgekehrt. Die an ihn ergangene Einladung, in -das Kabinett emzutveten, bedeutet in diesem Zusammenhang eine e n t s ch e i d e n d e G e st e. Sein Rat wird für die Regierung des Herrn B a l d w i n zweiseNos von Wert nnd Gewicht sein." ' Wie die Blätter weiter Mitteilen, wird Lord Balfour die Außenpolitik' des Kabinetts im Oberhaus zu vertreten Wen. Amertz und Haare auf der Rückreise. Rom, 1. Mai. (I. T. A.) Am 27. April sind Kolonienn^.uister L. S. Amery nnd der Minister für Luftfahrt- Wesen Mr. Hoare auf der Rückreise von Palästina nach England in Kairo eingetroffen. Die Minister waren in Kairo Gäste des Feldmarschalls Lord Allenby; sie wurden vom König Fuad empfangen. In Fortsetzung ihrer Heimreise kamen die Minister am 29. April in Rom an. Sie hatten mit dem Ministerpräsidenten M u s s o l i n i eine längere Unterredung. Zionistische streWve nnd Agndah. . Dr. Chajes reist nach London ab. Wie wir erfahren, beginnen am 6. d. in L o u ,■> o n die schon seit längerer Zeit angekündigten Verhandlungen zwischen der Zionistischen Exekutive und der Leitung der Agndas Ji-froel. Bon zionistischer Sbite nehmen an den Besprechungen teil die Herren Weizmann, Feiwel und Dr. C'ha j e s; die Aguda vertreten die Herren Doktor Pmchas Kbhrr, Jakob Rosenhe-im und Dr. Leo Deutschiländer. Im Haag findet -heute eine vertrauliche Vorkonferenz der Aguda statt. ObervaMner Dr. Chajes reist -morgen früh nach London ab. ■□■□■□■□■□■□■□■□■□□■□■□■□■□■□■□■□■Bio BERLINER J STADTHÄUSER! g zum sofortigen Abschluss zu kaufen gesucht. □ Grösse, Friedensmiete, Lastenangabe erforderlich § I. HYPOTHEKENKAPITAL II nur für GROSS-BERLIN günstig zu vergeben I B * g BENNO STAHL & SOHN Berlin SW. 68, Markgrafensfrasse 56 Telephon: Dönhoff 4727/29. □ ■ □ ■ J.A.Baczew$ki HllllltlMUlllltllllirilflllllllllMIIlllIIIIIlIIIIlI'IIIIIIIIIIlllllllllllIIIItllllllllillllllHIII Schn äpse . 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Wir beginnen mit dieser Einrichtung in unserer morgen mittags erscheinenden Ausgabe und werden von *mut ab jeden Montag die uns zugegangenen Diskust-ionsartikel nach Maßgabe des Raunres veröffentlichen. Diese Montagsnummern werden dauernd -in verstärktem Umfanig erscheinen und außer diesen Artikeln ausführliche Berichte über P a l ä st i n a, den jüdischen Sport usw. enthalten. '«i» # Aus dem Inhalt der'morgigen Nummer: Robert Stricker: Zu den Berhandlnugen mit der Orthodoxie. Wladimir Jabotinsky: Die . politischen Ausgaben der Zionisien-Revisioltisten. Fortschritte der Arbeit in Palästina. Bries an die Redaktion. . - H. Hübners Schloss-Hote > COBENZL eröffnet! Konzert / Feinste Küche B.