Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-04-25 · Heft 2219 (25.4.1925) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2219 (25.4.1925)
Date
1925-04-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981304--22594-3010023
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 6 Wien, SamStag Wiener 25. April 1925 Nr. SAS Die Rachspiele der Larenburgrr Affäre. In Mödling ivnrd« einer der in der Oeftentlichkeit viel erörterten Ehrenbeleidigungsprozess e zu Ende geführt, welche der geweffene Direktor der früheren Laxenburger Pachtgesellschast, Karl Rädlhammcr. gegen drei schm: früher bei dieser Gesellschaft entlassene Funktionäre führt. In allen diesen Prozessen haben die Beschuldigten, und zwar Robert Bauer» Eugen Deal und Josef Männer den Wahrheitsbeweis für ihre schweren Beleidigungen bekanntlich in der Richtung angeboren, daß Rädlhammer die Laxcnburger Pachtgesellschaft verraten und verkamt, und deren Ruin planmäßig herbeigoführt hat. Auch zahllose sonstige Berfehlungen schwerer Natur werden RÄ>chaurmer in diesen Wahrheitsbeweisangaben vorgewovfen, den seine Gegner damit bis in sein Privat- und Familienleben und bis in seine militärische Dienstleistung während des Krieges zu verfolgen trachteten. Während nun die das gleiche Thema behandelnden Prozesse gegen Bauer und Männer noch schweben.' wurde jener gegen D e a k vor dem Bezirksgericht in Mödling, durch den LandeSgerichtsrat Dr. Eypeltauer in .zwei ganztägigen Verhandlungen fetzt zu Ende geführt. Aus den Aussagen der Zeugen ging hervor, daß di« gegen Rävlhammer erhobenen A n s ch u l d i g un g e n vollkommen unbegründet und ungerechtfertigt sind. Rechtsanwalt Dr. Jakob Buchsbaum als Vertreter des Klägers Rädlhammcr wies in seinem Plaidoyer auf die besondere Schwere und den diffamierenden CharakM der Beleidigungen sowie die dadurch erfolgte Schädigung seines Klienten in der öffentlichen Meinung hin. und erbat eine strenge Arreststrafc. Der Richter verurteilte den Beschuldigten Eugen Dcak zu vierzehn Tagen Arrest, gegen welches Urteil Deal die Berus u n g gnmoldete. Knüppel-Kunze kneift aus. Vor fünf Jahren, im April 1920, hatte das „Berliner Tageblatt" im Reichstagswalftkainpf eine Reibe Artikel unter der Überschrift „Der Held von Garde legen" veröffentlicht, tu welchen schwer korn Promi t t i e r c n d e Mitteilungen über die Tätigkeit des deutschsozialcu Führers Richard K u n,z e. genannt Knüppel- Kunz e, enthalten waren. Kunze hatte die Beleidigungsklage erhoben. Es fand auch eine Verhandlung statt, in der die Zeitung in der Lage war, ihre Mitteilungen unter Beweis zu stellen. Ter Termin wurde dann vertagt. Inzwischen hat Knüppel-Kunze, wie das „Berliner Tageblatt" mitteilt, es oerstanden, das Verfahren so lange hiriMietien, daß fetzt V e rfährung eingetreten ist. Das Gericht hat nunmehr das V e r s a h r e n c i n g e st e 11 t. Radio-Rundschau. Framöfifch und italienisch bei der Navag. In einer gestern vormittags stattgefundenen Pressekonferenz wurde ein Rückblick über die musikalischen und literarischen Darbietungen der letzten Wochen gegeben. Der Erfolg der englischen Sprachlektionen hat zur Folge gchabt, daß vielfache Wünsche nach -französischen und italienischen Lehrkuvsen eingelangt sind, die auch Berücksichtigung finden werden. Hingegen wird noch in dieser Saison ein Radio -Esperantokurs eingeführt werden. Anläßlich der hygienischen Ausstellung werden zahlreiche führende Kliniker zu Worte kourmen. Das Sommeüprogramm der musikalischen Abteilung wird, da viele Solisten Wien verlassen, mchr ans Orchesterkonzerte Bedacht nehmen, dabei aber der leichteren Musik den Vorzug geben, da diese Darbietmvgen auch für das Publikum der Kurorte bestimant sind. Die Zahl der Radioabonnenten in Wien hat die Ziffer oon .130.000 erreicht. QADIOapparate und Bestandteile in bester Aus- M B K ■ » führung zu billigsten Preisen im mWLM AlVAM Beteuchtungshaus W QIIGl Abt. RADIO Zentrale: VI., Gumpendorfferstr. 88B BROADCASTINGdie Weltmarke AUSLANDSEMPFANG auch mit Zimmer- oder Ersatzantenne (Betteinsatz) Fabrik: Wien, V. Brauhausgasse Nr. 6 Stadtbureau: IV. Karlsplatz, Verkaufshallen iSIRADIOVI mm APPARATE MW Broadcasting Radio-Spezialfabrik w M. M. BERND Wien, IV. Bez., Brahmsplaiz 7, Mezzanin Telephon Nr. 58-5-75 8024 TEILZAHLUNGEN Radioprogramm. Lamstag hen 25. April. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 bis 1 Uhr: Vormittagskonzert. — 1 Uhr o Min.: Uraniazeit. — 1 Uhr 20 Min.: Wetterbericht. — J/a4 Uhr: Wiener Börse. 4 Uhr, Nachrichtendienst. — 4 bis 6 Uhrr Nach ° mittagSkonzert: .Die Operette von Lehar." — l/a7 Ubt** »Walter von der Vogelweide". Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Walter Brechtl. — 8 Uhrr »Das DreimaderlhauS". Musik von Franz Schubert. Für die Bühne bearbeitet von Heinrich Berte — 10 Uhr: Heitere Ahendmustk. Boltrwirl. Ser österreichische Bankzinrfutz ermsthigt. Bo« 13 auf 11 Prozent. In der gestrigen Sitzung des Generalrares der Oesterreichischen Nativnal-bank wurde der Beschluß gefaßt, den Bankzinsfuß um 2 Prozent auf 11 Prozent herabzusetzen. Damit ist dem Wunsche der breitesten Schichten der österreichischen Wirtschaft endlich Rechnung getragen. Seit Beginn dieses Jahres haben sich die Petitionen gehäuft, welche eine Befreiung der österreichischen Wirtschaft von der starken Zinsenlast forderten. Bekanntlich ha'ben die englischen Faktoren ihr Veto dagegen eingelegt und erklärt, daß eine Ermäßigung der Rate nur der Spekulation nützen könne. Mittlerweile hat das Wechselportefeuille der Nationalbank von Woche zu Woche abgenmmnen. Diese Abnahme kamr daraus ersehen werden, daß während zu Beginn dieses Jahres noch das Wechselportefeuille 1824 Milliarden betrug, es jetzt nur 1010 Milliarden ansmacht. Es hat sich also um nicht weniger als um zirka 800 Milliarden vermindert, was einer Verringerung es Portefeuilles um fast die.Halste bedeutet. Selbstverständlich zeigt schon eine solche Verminderung von der Nobwendigkeit der -Herabsetzung des Diskontsatzes, da der Kredit zur Bankrate immer in einem gewissen Verhältnisse stehen soll. Auch aus dem Weltmärkte scheinen die Geldverhältnisse einer allmählichen Entspannung entgegenzugehen. Unter diesen Umständen ist es erklärlich, daß auch die Oesterreichische Na tionakbank dom Rechnung trägt und nunmehr die Herabsetzung vorgenommen hat. Allerdings würde eine solche Herabsetzung nicht den gewünschten Erfolg erreichen, wenn nicht auch dor Zinsfuß der Privatbanken entsprecherud ermäßigt werden würde. Bis vor nicht langer Zeit hat dor Prrvatzinssuß fast das Doppelte der Diskontrate ausgeinacht. Allmählich wurde der Privatzinsfuß stärker herabgesetzt. Erst im letzten Monat wurde die Marge zwischen Bankrate und Privatdiskout um 2 Prozent erniedrigt. Jetzt dürfte mit Rücksicht darauf, daß die offizielle Rate um weitere 2 Prozent ermäßigt wurde, auch der Zinsfuß für Debitoren und Kreditoren von den Banken um weitere 2 Prozent herabgesetzt werden. Es dürste also der Eiulagezinsfuß, der erst anfangs dieses Monats arrf 10 Prozent ermäßigt wurde, nunmehr auf 8 Prozent erniedrigt werden, ebenso io erden auch die Kreditsätze um 2 Prozent erniedrigt werden. Es wird sich der Privatzinsfuß um zirka 16 Prozent bewegen. Die jetzige Ermäßigung ist als sehr günstiges Symptom zu werten. Es ist aber fraglich, ob sie eine derart günstige Wirkung zeitigen wird, daß sie die Wirtschaftskrise nunmchr ernstlich günstig beeinflussen könnte. Um dies zu erreichen, müßte der Zinsfuß eine weitere starke Ermäßigung erfahren. Wohl aber muß schon die Wirtschaft angesichts der großen Anstrengungen, welche zwecks Entspannung der österreichischen Geldvevhältnisse gemacht wurden, auch mit biesom Resultate als Anfang einer weitergehendeic Aktion vorläufig zufrieden sein. * Nachstehend das offizielle Communigue: Der Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank hat gestern unter dem Vorsitze seines Präsidenten, Bundesministers a. D. Dr. Richard Reisch, die regelmäßige Monatssitznng albgehalten. Im Anschlüsse an den vom Generaldirskwr-Stellvertreter erstatteten Geschäftsbericht wurde unter Hinweis auf die günstige Entwicklung des Standes der Notenbank und da eine ungünstige Rückwirkung der Beseitigung der Beschränkungen im Dovisenverkehr auf die krodit- und wirtschaftspolitischen Vetlhältnisse nicht eingetreten ist, von der Banklertung der Antrag auf Herabsetzung der Bankrate von dermalen 13 Prozent aus 11 Prozent gestellt. Dieser Antrag der Bankleitung wunde nach Abführung einer Diskussion über die allgemeine wirtschaftliche Lage e i n st i m m i g angenommen. Sonach erscheint der Banttziilsifuß im Eskomptgeschäfte der Nationalbank ab 23. d. um 2 Prozent, bas ist ans 11 Prozent herabgesetzt. Im weiteren Verlause der Sitzung wurde beschlossen, die Zprozentigcn, 10jährigen, steuerfreien Bundesschükwerschreibuugen (Abrechnungsanleihe), Kat. A., Emissionsgruppen 24 und 23 in Pfunden zur Belehnung bei der Oesterreichischen Nationälbank zuzulasfen. Starke Steigerung des Pfundkurses. Auf den internationalen Devisenmärkten hat das englische Pfund neuerlich mit starken Steigerungen eingesetzt. Das Pfund hat nach diesen Avancen fast die volle Goldparität erreicht. Maßnahmen der englischen Regierung scheinen dabei im Spiele zu sein, um die strengen Goldausfuhvvevbote aus England nicht pvolongioron zu müssen. Es verlautet, daß das Finanzministerium die Absicht habe, den Goldsouvereign wieder in Umlauf zu setzen. In Zürich ist das Pfund von 34,775 auf 24,82 'gestiegen. Auch die übrigen Westdevisen lagen fester. Kompaßbank. Wie wir erfahren, hat der Berwaltuugsrat der Kompaßbank in feiner Letzten Sitzung beschlossen, den Direktor Julius Singer zum zweiten Vizepräsidenten der Bank zu ernennen. Außerdem wurde in derselben Sitzung Direktor Prager zum Vorsitzenden des Direktoriums der Bank ernannt. Dir Durchzugsverkehr durch Oesterreich. Die am 22. und 23. d. in Steyr abgehaltenc Konferenz des technischen Unter- Devisen- und »nlutentorfe vom 24. Avril 1925. Devisen Geld War« Geld Ware Gew Ware Amsterdam »».».< 284.76 üofli Stockholm . # . §. 64550 6 1950 FransBslschc Noten . . 8 38.99 37 23 Uclerad»»»»». . 11.3ö 11.40 191.20 191.SO Holländische Noten . . 292— 284.— Berlin. 188.88 Warschau ..... Zürich ...... 133.20 136.70 Italienische Noten , . . 28.08 29.28 Brlieee’ .••••••• 36.98 137.37 137.87 •aaoslawiscHe Noten . . 11.82 11.38 Budapest . 98 86 88.06 Valuten Polnische Noten .... 135.50 133.60 3.20 tuinHnlsche Noten . . . 34.1876 Amerikanische iNoten 703 60 710.50 Russische Noten 'Roman.) 28.26 Belgische Noten . . Schweizer Noten . . . New.York »»,»«», , 708.35 711.86 'ulear. Not. .... Oeutache Noten . . 6.09 644 Tschecho-siow. Noten . 21 — 2142 Paris. 374360 13846 18946 Türkische Pfund-Noten . Prag .. 214176 Englische Noten .. » , Ungarische Noten «.. 90.66 89.96 auZschnsses von föiii; tt öal)nbcr HJfl t iunflCtt mit der Regelung vcrsäsiedemr technischer Fragen und solchen des Wagenverkehrs, wobei Oesterreich hmstchtttch des znqsverkehrs und der vollen Ausnutzung der TragfahMU ei'nige Vorteile erzielte. Vcrtvcten waren Oesterreich. Ungarn, Holland, Preußen, Sachsen und Bayer«. Keine Samstagbörse in,.Prag. Aus Prag, 24d.» wi^ gemeldet: In der gestrigen Sitzung der BoHnkammer wnhe beschlossen an der Effektenbörse vom 1. Mar bis 31. August an Sams t agen keinen Berkehr abzuhalten. Der visenclearinq findet dagegen auch welterhin statt. Ferner wrncde beschlossen, vom 27. d. an neben Kabel New-Aork auch Scheck New-York offftiell zu notieren. Strengere Handhabuna der Devisenvorschriften i» der Tschecho-Slöwakei. Aus Prag wird uns bonchtei: Dos Bankamt dcs Finanzministeriums mackst die Ban^n auqmew. sam, daß es im Rahmen seiner Devisengesetze vre <*töJöec Warenansfulir resuitrereleden, ans freunde lauteiÄeu und bei irgend einer Großbank seitens des Auslandes lallbgeu Wechsel (Devisen) regelmäßig eskoniptieren werde. Der EsvoiWI biefer Devisen ist der normalen Zensur unterworfen nNd wuL durch Bormitttnna der zum Devisengeschäft 'berechtigten Banken nur ln Prag durchgeführt. Verminderung der deutschen Stahlerzeuguug. Aus Düsseldorf, 23. d., wird telegraphiert: In der Deutschen Ruhvstahlgesellschaft wurde beschlossen, an -der für April festgesetzten Eins ch r ä n k u n g der R o h c r z e u g u n g um 16 Prozent auch im Mai festznbalten. Eine Anzahl von Werken hat er« Abkommen unterzeichne!, das die Neugrimdung des A-Produktenverbandes bedeutet. Mit den übrigen in Mage kommenden Werken werden Verhandlungen mit Aussicht auf Erfolg geführt. Ter Ausbau des Verbandes wird sich in der Form des alten Stalstwerkverbandes vollziehen. Ursprungszeugnisse für Polen. Sämtliche polnischen Konsularäinter im Auslande werden von: polnischen Mmisterium für auswärtige Angelegenheiten angewiesen, sogenannte summarische oder Sammelursprun'gszeugniss«, die auf mehr als drei Postpakete für einen Adressaten lauten, nicht inehr auszufolgen, beziehungsweise zu vidieren. Diese Maßnahlne wurde damit begründet, daß in letzter Zeit immer häufiger Warenpoftsendnngen aus dom Sluslcmde einlangen, die mit solchen summarischen oder Sammelursprungszeugnissen vortigung von Warensendungen, die gegenwärtig bei der großen Rkenge der einlangenden Sendungen ohnchin ungemein erschwert ist, überaus kompliziert, zumal oft mehr als 100 Warenpakete mit einem einzigen Sammeluvsprungszengnis gedeckt sind. Die zu einem Sammelzeugnis gehörenden Sendungen langen in der Regel zu verschiedenen Zeiten «m, was eine längere Zeit andauernde Evidenzhaltung i>er Ursprungszeugnisse mid die jeweilige Feststellung der Identität der Sendmvgen anläßlich der nachfolgenden Zollrevisionen notwend-ig macht, wobei Mißverständnisse und Revisionen seitens der Warenempfänger und dergleichen unausweichlich find, worunter schließlich das Interesse der Empfänger empfindlich leidet. Dorotheum- Bankabteilung Wien, I. Dorotheergasse 17 Wiener Warenbörse. Es notierten am 24. Aprjl: Kolonialwaren: Kaffee: New-Iorker 17.90 Dollar, Santos Prime 635.—. T e er Pecco Java, Orayge 1260.—, Gewürze: Paprika, edellüß 490.—, Pfeffer Stngapore schwarz 410.—. Kümmel neu, holl. 160.—. Reis: Burma 62.60, Italienischer 81 50. Zucker: Raffinade-Kristall 250.- tschech.K. Würfel (in Kisten) 270.— tschech. K. Lequar 1924 120,-. Pflaumen, bosn. Sackware, 100/110 134.—. Kranzfeigen. Cälamata 75.—, Barimandeln, superior 630.—. Chemikal i e n i Aetzkali, 88/92 77.— Schweizer Franken, Aetznatron. 128/130, Solvay 70.60, Alaun, in Stücken 34.—, 2lmeisensäure, €5°/0 140.-, Borax, krist. 98.-, Cblorkalk, 110/115 Chromnatron 130.—, Eisenvittiol 14.50, Effigsäure, 80°/o, für Genußzwecke 235.—. Die Preise versieben sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen pro 100 Kilogramm. Wiener Produktenbörse. Es notierten am 24. April: W e i z e n : Inländischer 52.— bis 53.—, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm —.— bis —.—, Ungarischer Theiß 77/78 Kilogramm 54.50 bis 55.—, Jugoslawischer 76 Kilogramm 54.— bis 55.—, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —.— bis Roggen: Inländischer 50.— bis 51.—. Poster Boden oder Nvirer 50.50 bis 51.—. G e r st e: Inländische 43.- bis 47.—. böhmische mährische 54.— bis 56.—. Mais: Ungarischer 27.— bis 28.—. (Sinquantin 37.— bis 38.—. Hafer: Inländische: 41.— bis 42.—. Reis: Italienischer 82.50 bis 85.60, Burma 68.50 bis 64.50. Mahlprod u k t.e: Grieß inländisch« 89.- bis 91.-, Weizenmehl 0 inländisches 8«.- bis 88.—. Kochmebl 2 inländisches 77.— bis 60.—, Brotmehl inländisches prima 68.— bis 70.—. Die Preise verstehen sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schlllingeu pM 100 Kilogramm. ___ Wiener Börse. Freundlich. Auch o*cr gestrige Verkehr eröffnet«: in freundlicher HA tung, weim auch im Vergleich zu den vorgestrigen Umsätze» eine gewisse Zurückhaltung zu bemerken war. Bei fester Gmnd« tendenz. zeigten die meisten Effekten Neigung zu Kurssteigerungen, woioei vor allem fast älle Montanwerte gesucht waren. So gcwauueu gleich zu Beginn Salgo, Alpine und Rima. Der in den letzten Tagen vernachlässigte Bankenmarkt zeigte etwas lebhaftere Geschäftstätigkeit. An'glvbankaktien erösfneten mit einer aufänglicheu Kurserhöhung von 7000 St. Die Arbitrage- -verte ungarischer und tschecho-slowatischer Provenienz.heften sich nicht gleichmäßig. Vernachlässigt blieb der Elektrizitäfsmarkt. Als sin weiteren Verlause des Verkehrs bessere Stimmungsberichte aus Prag und Budapest einlangten, Keigten hie meisten Kurse eine weiter steigende Tendenz, welche durch die fast einmütige Auffassung über die bevorstehende ZinSfutzevmäßigung noch gesteigert wurde. In der Kulisse waren melstens Kurserhöhungeu zu verzeichnen. So gewannen ». a, Oesterr. Kredit und Alpine je 3000 st., Ung. Kredit 8500 K., Staatsbahn 5000 K., Poldihütte 6000 K.. Salgo 9000 K. und Gal. 5karpatben 3900 st. Dagegen ermäßigten sich Südbah» um 1400 5t., Brünuer Maschinen um 9000 K. und Trifailer um 2000 K. Auch im S ch r a n k e n waren überwiegend Kurtzbesserungen zu verzeichnelr. So erhöhten sich unter anderem Berg und Hütten um 87.000 st., Gösser Bräu um 20.000 K., Schoeller Zucker um 24.000 K. und Ung. Zucker um 40.000 K. Tiefer schloffen Adria um 87.000 K.. Holzverkohlung um 80X100 SU

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.