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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-19 · Heft 2213 (19.4.1925) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2213 (19.4.1925)
Date
1925-04-19
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. ZS13 Wen, ^oibirfd^ duna. Auch du Notensystom, welches daS Abjpielcn der Farblrchntücke aus dem ApMrat crinöglicht, ist bereits anfgcitcllt. LaWo hat sich über das Wesen und die Bedeutung der Favb UMMllsrk eirrgeheiib geäußert. Es werden bei den öffentlichen Alkfführunsien unter anderem elf „F arbc n P r ä l n d i e n" (ledes Präludium auf eine Hauptfanve eingestellt), eine Sonatine für Farblicht und Klavier, sowie e>im Ballade, Nie Farblicht und Klavier „in konzertanter Weife" behandelt, zu hören und gleichzeitig zu sehen sein. Wie Laßlo versichert, bleibt die Bectlwveuschc Musiik von diesem neuen, künstlerischen Experinient verschont. Freilich nicht, wie man vemmten könnte, aus Pietät, sondern weil der Erfinder entdeckt hat, datz Beethovens Tondichtungen sich für die Unrhrtznng in Farblichtmusik nicht eignen... Gerichtssaal. Sie verführte Poftmrifterl«. Der Prozeß gegen die P o st m e i st e r i n von G o b e l sburg und ihre Verführer wurde gestern fortgesetzt. Bor» Mittags wurde mit dem Verhör der Philomena Populorum begonnen. Sie erklärte sich nicht schuldig. Sie habe nichts erpreßt. Ihren Mann habe sie im November 1923 in "inz, wo sic eine Stellung als Artistin annehmen sollte, rennengelernt und nach 1 tägiger Bekanntschaft ohne Wissen ihrer Mutter geheiratet. Ileber fein Einkommen habe er ihr lerne Angaben gemacht. Die Kowarna sei ihr von ihrenr Manne als Freundin, die ihm in der Kriegszeit geholfen hatte, vorgestellt worden. Sie habe aber gleich Argwöhn wegen semer. Beziehunan zu ihr geschöpft und deshalb wiederholt Anftrrtte mit ihm gehabt. , ~r f'.;, ^ar„um er von Ihnen weggezogen? — Angckl.: Cr ist nach Italien gefahren, weil er seine Strafe li^bzusitzen hatte und meinte, er müsse sich, bevor er die Strafe antritt, stärken. Er war nämlich damals sehr leidend.;r, ™01' f-: ‘vftbett Sie da noch immer nicht gewußt, daß es s'ch um mehr als eine oberflächliche Freundschaft handelt? — Angekl.: Jetzt habe ich schon gewußt, daß nicht Mann Geld üoit ihr erhalt. Die Angeklagte berichtet dann über ihre» Besuch bei der Rosa Kowarna in Gobelsburg. fieser Bestich bezweckte, der Kowarna Vorstellungen zu machen, fre möge ihren Mann doch endlich in Ruhe lassen. Rosa Kotvarna lag damals kraut zu Bette. Auf die Vorstellungen der liliigcn Frau lachte sie höhnisch und rief: „Wenn ich nenn Kinder habe und hundert Männer, so geht das niemand etwas an. Durch dieses Verhalten, erklärte die Angeklagte, bin ich in riesige Aufregung geraten, und habe mich an der Kowarna tätlich vergriffen. Bors, (sarkastisch): Und in diesem großen Zorne haben Sie noch immer Zeit gehabt, an Ihre Alimente zu denken, '.Wonne in Äid»7prii'ch° Lr'dic'"ZcitanMb?n.^ ’*"* In der NachmiittaigsvechanUnnig wurde das Verhör mit der Mutter.der Frau Popul är u m, Äntoniia König, vorgenmnimen. Sie gab zu, den erpr cifif-e»r‘tIf dfjen Brief an die Kowarna geschrieben zu haben. Die Kowarna sei einmal nach Wien zu Or geikommen und Hab« ihr gesagt, daß sie für kleine Darlehen Pur Populorum aufkonuuen wolle. Später habe sie Mer vmr dc-r' Kowarna.kein Gold bokomlmen -und deshalb den Briaf goschrieiben. Sie sei in großer Witt gewesen, weil die Kowarna sie eine Kupp>ler iund Fur ie genannt halbe. Populorum halbe n re Gold gchöbt. so daß sie immer ihre Tochter aushalton mußte. Sie erklärte., sie habe nicht gewußt, idaß das Ehepaar Populorum von der Kowarna Gold halten halbe. Populorum erzählt, daß (feine Schwiegermutter — die auf ,em Vergangen unterdessen den SM verlassen mußte — wiederholt von ihm verlangt habe, daß er ihr Schuldscheine, dre auf höhere Betrage lauteten, als er ausgezahlt erhielt, "itt er>>chreilbe damit sie von der Kowarna mchr Geld als die König ihm borgte, zurückerhalte. Hierauf erzählte er von den Mißhandlungen durch feine Schwiegermutter. Dann wurde in das Zougeuverhör ciiigegauaen. Als erster Zeuge wurde. der Qboipostrai.Karl H öfh a n s l vernommen, der die Uuterlsuchuu.q gemeinsam mit dom zweiten Zeugen, Dr. Kolbe, wogen der Dclfmndation gogpr die Kowarna führte, Hüter auderoiu erzählte er. daß infolge des Abbaues >oie Amtszeit in Gobe'lsburg mir zwei'Stunden betragen halbe. Die Scheuerfrau des Postamtes. Blasel, lagte Ms, daß die Kowarna sehr eingeschränkt gelebt habe ynd ihre Kleider selbst verfertigte. Einmal habe die Kowarna ihr weinend eine Zeitung gezeigt, in dex die Heirat .Pop'ttlornnt angezeigt war. Als nächster Zeuge wurde der WaichMMer Neumann vernommen, der mit den Ange- Aagten in geschäftlicher Berbiudnua stand und auch hrit ihnen B e ranngungsl o-k ale aufgesucht habe. . Hierauf wurde yoch seine Frau und die Zeugin Franziska Gm ent, die mit. dem Ehepaar Populormn verkehrte, ■ "2ter Eid vernommen, weil sie aligeblich der Angeklagten König nicht gut gesinnt sei. - .,, „$u später Abendstunde wurd das Beweisverfahren geschlossen. Beim Verlassen des ^Saales sagte Karl Populorum ) der vor chm gehenden Kowarna halblaut: „Mißgeburt." Das Urteil wird, morgen nachmittags gefällt. Der Prozeß gegen die Ankerbrotwerke. Morgen Beginn der Verhandlung. , .. ---..— -...'echr> Fried, wogen Verbrechens der PreLtreiberci. Die 'Änklaae wegen dieses Delikts ist auch gegen 'deiUPräsidenteil der Ankerorottvevke, Kommerzialrat Fritz Mendel, erhoben , worden.?>?^.,Mlßte das Verfahren gegen ihn ausgeschieden werden, weil Präsident Mendl s ch w e r krank darnioderliegt und nach gcrichtsärztlicher Feststellung nicht vechaMungSfähbg ist. -Die Aivklage legt beiden Beschuldigten, Fritz Mendl und Urtnr Fried, .zur Last, daß sie im gemeinsamen Einvor st a n d n r s itii'ö Zusamlnenluirken vorsützl ich für Bodarfsgegenstän/de. Weißes und gemischtes Brot, offcll-bar nv»rmah ige Preise gefordert, hierbei gewerbsmäßig dre Notlage der Bevölkerung ausaebeutet hübe», wodurch die öffentlichen Interessen, nämlich me Versorgung der Bevölkerung mit dem täglichen Brot, delonders schwer gefährdet wordLu sind. Die Tathandkuza er- >treckt sich auf den Zeita-bschnitt vvm -1. Februar 1084 bis Si Gärtner 1936. In dieser Zeit 'bewegte sich der Preis für AMbrot, weiß, zwischen 7000 und 8700 K.. für das gemtschte Brot zwischen 0500 und 8000 K. für den Laib. * r ßm -Auge der von der Wirtschaftspolizei geführten Un° tevsuchnng wurde, wie noch erinnerlich, Generaldirektor Fried 'lu Haft genommen und erst' nach 14 Tagen freigogwen. In der Berhandlimg wird Hofrat Dr.'Schneewe!ß den Borsitz führen, der Beschuldigte Fried.wird von Dr. Ed« Mnd Benedikt verteidigt. Zur Durchführung der Verhandlung ist der große Achwurgerichtssaal ansevstheri, flSHettc* MoraettzeNuna. Bolkswitt. Srez gstael» neue Mhrnng. Im bevorstehenden Einführung des neuen Geldes. Bon Dr. Michael Snss«,. Im Laufe des SenmnerS soll Erez Israel sein eigenes Gold bekommen. Damit dürfte eines der perwickoltsten Wirtschaftspröblvnie. dieses Landes seine endgÄtige Lösung finden. Bor dank Kriege war dort das ^türkische Geld i-m Börkehr. Schon daraus allein resultiert ein Ehoas von verschiedenartigen MünM und Valuten, welches nmnögilch den Eindruck einer geregelten Währung erwecken könnte., iDie vorfchivdonartige Be - Wertung des Mvialkes, des SM»er- und Mcköbpiasters, des Dscherek upd des siivbevnen Medschidij,. die wechselu.de Relation .des tübkischen Wrndes zmn Piaster, die variable M- Schätzung der Gold- und Silbevmünzev, all dies schuf eine Verwirrung, die ebenso wie m den anderen türkischen Provinzen auch in Palästina jeden geregelten Geldverkehr fast illuisoristh machte. Erst;M)renld des Krieges im Jahre 1916 hat Die Türkei das Münzsystem neu zu regeln versucht und als Münzeinheit ihrer GoÄvährnng den Piaster fixiert. Bekanntlich hat auch diese Reform sich während des Krieges in der Türkei n-ickft ganz durchsetzen tonnen. Der Mangel an Prägnngsmetall, namentlich an Scheidemnnzeil tvährend des Krieges, das Lünstil-iche Hineirrpumpen von Papiergeld in den Verkehr und ähnliche Maßnahmen haben auch später keine' woseEiche Besserung zu bringen vermocht. Erez Israel litt öber nicht lange unter diesen. Verhältmssen. Als die englischen Truppen dort einrückten, . brachten sie auch gleichzeitig Das ägyptische Gold dorthin. Das ägyptische Pfund blieb nmrmchr Das tatsächliche Umlanssmittel. Ms die engli- 'schen Zivklbchörden die Bertwaltung Pailästmas übernahmen, ließen sie aus nahettegeiiden Gründen das ägyptische Gold so lange im Verkehr, bis sich die Wirtschaft Palästinas so wert entwickelt haben würde, daß sie dem Lande eine eigene Währung gestatten würde. . Nun schreitet sie an die Einführun.g dieser neuen Währung. J-m Vorjahre hat sich ein Sachverständigenfomitee nrit dem WührnngsPrMem Erez Israels eingehend befaßt. Das Resultat der Beratungen dieses Komitees ist zusaiM'mentgcifaßt und von Sir Herbert Samuel iioch im vorigen Jahre offiziell dein englischen Kolonralaimtc überreicht worden. Dieses -hat sich Ebenfalls gründlich mit dom Problem beschäftigt und dürfte in Kürze mit dein entsprechend fertiggestellten Projekt in die Oejlsentlichkeit treten. Soweit bisher die Einzelheiten des neuen Währungsplancs bekannt sind, soll die neue WM)rnng Er.ez Israels eine reine Goldwährung sein. Sie-soll der englischen Währung in der Bewertung anigeglichen werden. Die 'Münzeinheit soll der Dinar sein, eine G'e-ldart, schon im Talmud erwähnt wird. Der Dinar soll dom englischen Pfund gleichwertig, sein. Er zerfällt in zehn Schekel. Jeder Scheiköl besteht aus hundert Pruta. Schon daraus ist ersichtlich, daß Die pailästrnensische Währung in ihrer 'Slückelung nicht das englische Muster, welches bökannAich auf dein Duodezimalshstsm beruht, nachahmt, sondern seine eigene): Wege geht, die 'den anderen europäischen Währungen analog sind,, nämlich der HeraÄzichung des Deziinalsystsnis für die Stückelung. Für das neue Geld soll eine eigene Notenbank in Palästina geschaffen werden. Das Geld soll volKornmen gedeckt sein. Als Deckung sollen Goldmünzeri, beziehungsweise die endsprechende Anzahl von englischen Pfund oder englischen Schatzischeinen fnngieren. Es ist. also weder .das englische Peelsystem angewendet, welches bekanntlich eine gewisse Banknotemnenge ungedeckt läßt, ^während jede weitere Banbirote .voll gedeckt sein muß, noch die Zweidritteldecknng, wie .sie von einer'Reihe europäischer Staaten geübt wird. Es steht noch nicht fest, durch wiche Mittel das Kapital für die Notenbank beschalfft .werden wird. Zweifellos dürfte eine >große cnZlisch-amerikanische Anleihe für diesen. Zweck cntriert worden. Das vollgedeckte Papiergeld wird die Hauptrolle sin Geldverlchr bilden. Es wird natürlich vom Kapitalreichtum Palästinas ahhängBn, inwieweit sich auch späterhin tatsächliche Goldmünzen sin Berkehr befinden werden. Bon der Aufnahme .der Barzahlungen wird anfangs natüblich noch, nichts geslpr.ochen werden können. Ditz gestückelten Geldeinheiten dürften in Form voll Silber-, Nickel- und Kupfermünzen im. Berkchr vemendet lverden. Durch die Einführung einer eigenen 'Währung wird zweifellos die palästinensische Wirtschaft äußerst günstig beeinflüßt werden. Es darf, nicht vergessen worden, daß eine der wichtigsten Ursachen, weswegen die Wirtlschaft in Palästina Abonnenten Iiaben wir bereits durch ein wertvolles und passendes Geschenk .erfreut und jeder Leser der «Wiener Morgenzellung», der die Bezugs* gebühr Ihr ein Jahr im voshinein.de,shit, erhält gratis < in drei eleganten Halbleinenblnden Graetz / Geschichte der Juden .. Auwpr der JahmMbübr sind . für Versandsptsen uocU ö. K 25,000 zu beialilea ' fg. April im _ *; selbst in den früheren Jahren «manche Krise zu Hütchen hat«. Darin bestand, daß es Über Sem eigenes Geildsystem Verfügte. Aegyptifches Geld tvar nicht in hinreichender Menge sin Lande vachanden. Dies ist ganz laicht erklärlich, da Erez Israel für die Beschaffung dieses Goldes twtz sesiror nicht allyu reichen Kapitalen dennoch größere Kapitcrlsnrengen in Aegypten brach liegen lassen mußte. Das Kreditsystem kannte sich «lbenfalls in Palästina nicht entwickeln, da jene Zentralstelle fehlte, die, wie in anderen Ländern, in .der Jnsti-dutian des Rockeninstitutes i.hve Wurzeln hat. Die Folge davon war ein ständig« Geldinangel, der deflatorische Wirkungen verursachte. Diese deflatorischen Wirkungen infolge Geldmangels haben unter anderem in erster Reihe die Pwdulktion ungünstig beeinflußt und in den bekannten PwduktbonSkrisen vor andwchalib Jahren ihren Ausdruck gefunden. Durch die Schaffung einer eigenen Währung mtd eines Kreditzentrums wird nunmehr die MöglichEeit gegeben fei», solche imgünstige Wirkungen durch eine geschickte DiskimtpolM des künftigen paÄistinensischen Noteninstitntes zu verhindern. Es wird ckber auch dadurch endlich das Fundament für die Muöbildmrg des Kreditwesens in Palästina wesenÄsih «weitert weren. Erst dan.n lvird von einem tatsächlichen Kreditsystem gesprochen werden können. Ebenso wie in allen anderen Staaten wird auch dort das zentrale Geldinstitut in der Lage sein, den Ge-ldmnllanf den WirtschaftsvechMtnissen vollkommen anzupassen, Den Kredit nach den Bedüchrrssen des Landes zu regeln Und den Geldumlauf zu normalisieren. Damit wird eine der «wicht'Igsteu Etappen der Wirtschaftsentwicklung Erez Israels erfolgreich zurückgelegt fein. Erez Israels eigenes Geld wird der sinnfälligste Beweis für die günstige Entwicklung sein, welche dieses Gebiet in den letzten fünf Jahren genom,men haL. Polnische Wlrlfchastrwoche. (Bon urchereinr polnischen M.-S.-Kovreisipondenlen.) Die. Lage des Geldmarktes hat sich letztens neuer» kich LÄr'utend verschlimmert. Nachdem vor kurzem dev Zinsfuß bei privaten Umsätzen stavk rückgängig war, kam in der Berichtswoche ein so startker Geldmangel zum Vorscheme, Daß der Zinsfuß bei privaten Umsätzen vis aus 5,5 und 6,5 Prozent gestiegen ist. Dieser Umstand wiMe sich sofort aus den Gffottenplätzen aus, wo man wieder große Positionsauflösungen durch goMedüristige Kcmfleute «nd Industrielle bemerken konnte. Die Börsenikreise halben aber keine Möglichkeit, di« Mtien richtig zu bewerten, da die MiengeseUchasten ihre Generalversammliingen nicht aibhalten und nur in einzelneir Fällen die Valorisierung der Mtien vornehmen. Die Wiener ArMragewerte weifen folgende Notierungen aus: ZielmiewM 11.35, Chodorow 4.2v, Äembevger Bräu 8.76, Galizische Montan 3.8st, Rakszawa 1.80, Depege 1.10, Hypothekenbankk 0.64, MailopolÄkibank 0.28, Warschauer Dis- Lontobanik 7 Zloty. Die jetzr vevöfeMichte Handelsbilanz für den Monat Jänner zeigt noch immer ein trauriges Bild. Gegenüber einem Import im Werte von 178,668.000 Zloty steht ein Export im Werte von 107,554.000 Zloty. Die Bilanz ist formt Mit 66401.000 Zloty Passiv. Erst jetzt hat sich der wirtischaft- Liche Minfftervat entschlossen, die Exportabgaben bei einer Reihe von wichtigen^ ExPortartAeln, wie Holljz, Kohle, Textilien usw., abzuschaffen. Nachdem auch gleichzeitig infolge des Abschlusses des Vertrages mit der Dschecho-Slolvakei günstigere Voraussetzungen für den Kohlenexport geschaffen wechen^ darif man tatsächlich in dernächsten Zukunft eine Bessevung der HandelMManz erwarten» naMMch wenn die Regierung auch wäiitechin dieser Frage ein wachsames Auge Mvenden lmrd. In Brün» wurde das polnisch-vsterreichijschtfchecho-slowatkische Eisenbalhnprotokoll mrterfertigt. Die Berhanvlu-n>gen wurden in der Hauptsache bozüg" lich der KohlmtranSpovte nach Oesterreich geMrt, für welche der neue Handelsvertrag Polens mit der Tscheche-Slowakei verschiodene Erleichterungen vorsieht. Die Bechandlungeu Polens mit Oesterreich j-n dieser Speziasfrage haben bereits begcmneu. . __ Der Geldmarkt. Bei starkem Anbot Vevlief der gestrige Geldmarkt geschästSlos. Infolge des emgeschranikten Bedarfes sind ersMasstge Bankakzepte zu IO7/« Prozent plaoiert worden. Monatsuud Wochengeld waren um 12 bis 13 Prozent leicht erhältlich. Einzug deutscher Roten. Wie mrtgeteilt wird, wevden am 31. Mar 1835 die deutschen Rentenbawkscheme zu 50 Rentenmark mit Datum vom 1. November 1033 zur Emzichnng ausgeru'fen.» Letzter EittWsungstermiu 30. Septentber 1025. Vom Deemarkt. Obgleich wohl aus der gatMn Wett der TeeEonswm dahin strebt, gute und feine Qualitäten zu bevor- Mgen und di« ordinären Tees Mrückßuweisen, haben die ProduiktioMänder der in den außerordentlich hohe« Toepreism liegenden Versuchung nicht lvlderstehen Ännen und find vielfach dam übergegangen, di« produzierte Meng« unter VornachlässMtna der Qualität zu erhöhen. Der Erfolg dieser falschen Politik hatsich sehr rasch auSgewirkt. Seit Anfang des Jahres haben die Teepreisc eine weichende Tendenz gezeigt. Der Preisrückgang war anr ausgeprägtesten fürdie geringsten Qualitäten. Die mittleren Qualitäten wuchen zeitweilig in Mitleidenschaft gezogen, während die Preise für feilte Qualitäten sich durchwegs unverändert gehakten haben, so daß die SSpannung zwischen den verschiedenen Qualitäten zurzett :ößer geworden ist als sie im Laufe des vergangenen Jahres rrchwegs gewesen tvar. Die größte Pvodmentenvere irristimg, die Indian Tea Asiociatioii. hat sich deshaW an ihre Mttglieoev golveudet und sie darauf hingowisfen. daß die Qualität der Ende 1924 geernteten Tees mchesriedigend ist. Sie hat Michzeitig ihre Mitglieder aufgsfordert. dafür «r sovaen, im Jahre 1925 großere'Sorgfalt daraus verwendet wird, TeeS voir einer Qualität, wie sie heutigen Tageverlangt wird, zu produ.sieren und die Herstellung minderwertiger Tees * meiden. Während zu Beginn des BerlchtSmonates hie so^ Haltnng des Te«narrtes fortdauerte. hat sich gegen Ende selben eine kräftige Echökung durchgefetzt, von der nur Me ordinärsten Qualitäten unberührt gMieve« Ach,

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