Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2209 (15.4.1925)
- Date
- 1925-04-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Veite 8 Dirn. Mtkwoch Wiener Moraenzeitun«. IS. «P«t«s ' Rr. WM «o> den Aeatern. Burgtheater. Morgen statt „Die Stützen der Gesellschaft" Goethes „Iphigenie auf Tanri Montag „W a l l e n st e i n s T o d". Akabemietheater. Morgen, 7,8 Uhr abends, .DreFahrtinSBlaue". StaatSoper. Morgen, 6 Uhr abends, „T a n n- Häuser". Red oute n s a a l. Samstag entfällt wegen technischer Schwierigkeiten die Vorstellung. DolkSoper. Heute „Das R h e i n g o l d", morgen »Gräfin Mari za". DeutscheS Volkstheater. Alexander Moisst spielt nur noch Freitag in.„D ie Wollust derA n st ä nd i g k e i t", „Er ist an a l l e m s ch u l d" und „D i e schimmen Buben i n d e r S ch u l e", um sich SamStag in „Räuber" als Fra.<z Moor und Sonntag in „D e r weißeHeiland" zu verabschieden. SamStag und Sonntag, 3 Uhr nachmittags, „Emilie G a l o t t i". — Das Deutsche VollStheater eröffnet in der nächsten Woche am V i g s z i nb a z (Lustsvieltheater) in Budapest ein zehn Abende umfassendes Ensemblegastspiel. Raimund - Theater. SamStag, 5 Uhr nachmittags, spricht Frau Gräfin Tatjana T o l st o i über das Leben des Dichters, Alexander M o i s s i spricht einführende Worte. Sitzpreise von 1.50 bis 3.— S. Theater inderJosefstadt. Täglich, 7,8 Uhr abends, „Gesellschaft" von John Galsworthy. Das Frauensymphonieorchester in der Hofburg. In dem am 21. d. im neuen Saale der Hofburg stattfindenden Konzerte des Frauensymphonieorchcstcrs unter der Leitung des Kapellmeisters Julius L e b n e r t gelangt eine Suite für Kammerorchester , des jugendlichen Wiener Komponisten Friedrich Weckens zur Aufführung. Der Bassist Emanuel List von der BoIksoper wurde für die im Mai am Londoner Convent-Garden stattfindenden deutschen OpernauGührungen engagiert. „Gräfin Mariza" übersiedelt ins Wiener Bürgertheater laut einem, Uebereinkommen zwischen der Direktion des Theater an der Wien und des Wiener Bürgertheaters. Die Aufführungen finden von der nächsten Woche ab mit der Origmalausstattung des Theater an der Wien und dem Künstlerpersonal des Bürgertheaters statt. Franz Tanah gestorben. Wie das Ungarische TeleglaPhen-KorresPondenk-büreau unterm 14. d. mellibet ist das Mitglied des Lustjspieltheaters Franz Tanay, einer der hervorragendsten ungarischen Schauspieler, gestorben. Festakademie. In Ehren Bernhard Scharrers, der sich nur die Möge jüdischer Kunst in Wietl sehr verdient gemacht hat, findet in dos Kunstspielen, 1. Bez.. Riemergasse 11, am 23. d. eine Festakademie unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte statt. Der Abend wird von einem Komitee veranstaltet, welchem angchören: Dr. Otto Abeles, Olbevkantor Israel Alter, Isaak Deutsch, Hilda Dulihkaia. Richard Duschinsky. Musikdirektor Max Geiger Akademischer Maler Leopold Gottlieb. Leo Holpern, Lilly Karoly, Akademischer Maler Lazav Krastin, Dr. Joses Löwenherz. Drzepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde. Obevkantor Gers. Margülies, Hermann Menkes. Gustav Moriz, Kultusrgt. Anitta Müller-Cohen, Prof. M. Rath, Mirjam Schnabel- Höflich, Davih Sölbeübujsch - Mendel Singer, .Dr. Israel Taubes, Akademischer Maler Wilhelm Wachtel, Lea Weintranb-Graf. Proif. Juliusz Wölflohn. Konzertmeister Josef Zimibler. — Karten im Vorverkauf: Bücherstube Rath & Präger, 2. Bez., Taborstraße 20 a. i Gerichtssaal. Wolle« Sie heiraten? „Eine Witwe, 24 Jahre alt. mit 150 Millionen, sucht charaktervollen Mann." Vor dem. Bezivkstichler Dr. Neudeck (Strafbezirksgericht 1) hatte sich gestern der Herausgeber der in letzter Zeit von der Polizei verbotenen Zeitschrift ,S)e'r He2ratsbor^, Hermann Samek, wegen einer eigenartigen Betrugsanklaae zu verantworten. Mitte November hatte der Handelsanqestellte Leopold. Sch. in einer Tageszeitung ein Inserat einvücken>lassen, worin er eine Frau mit Vermögen suchte. Auf dieses Inserat erhielt Sch. van Sameik eine Karte des Inhalts, daß er für ihn eine Witwe. 24 Jahre alt, mit 150 Millionen Bargeld und einer Wohnung, am Lager habe. Sch. mußte apf Verlangen des Samek ein Formular mit Angabe seines Nationales ausifüllen und ihm sofort 200.000 K. angahlen, die dje Kosten für eventuelle Einschaltungen im „Heivatslboten", unterstützt durch persönliche Vermittlung des Herrn Samek, decken sollten. Für den Fall des Zustandekommens der Partie verMichtete sich Sch., 3 Prozent von der Mitgift als separates Honorar^ an Samek zu bezahlen. Den Namen der Dame, erklärte Samek, könne er ihm aus Diskretion vorläufig nicht bskamrtgoben. Nach längerer Zeit fruchtlosen Wartens teilte Samek dem Sch., über dessen Urgenz mit, daß es mit dieser Partie nichts sei. weil die Dame nur auf einen selbständigen Kaufmann reflektiere. Sch. verlangte nun die Rückzahlung der 200.000 K. und drohte mit einer Anzeige. Samek erwiderte, daß er ihn im .^Heiratsboten" als Mitgiftjäger charakterisieren werde. Sch. erstattete nun die Betrugsanzerge. Nunmehr erklärte sich Samek bereit, die 200.000 K. zurückzuzahlen, falls Sch. bei der Polizei die Anzeige zurückziÄhen und zu seinen Gunsten intervenieren würde. Außer der Anzeige des Sch. liefen noch zwei weitere Anzeigen ähnlichen JnhÄts von geprellten Heiratskandidaten ein. Aus Grund der Anzeigen wurde nun gegen Samek die Anklage wegen Betruges erhöben. ' In der gestrigen Verhandlung stellte der Ange-klagte jedes strafbare Vorgehen in Abrede und erklärte, daß er in seiner Branche zu den seltenen Ausnahmen gehöre, da er seriös und a n st ä nd i g avbeite. Aiff die Frage des Richters, wie eigentlich sein Betrieb ausseihe und geführt werde, erklärte Samek, daß er?im Jahre 1919 die Zeitschrift „Der Heiratsbote" gegründet habe und Mit Hilfe Weser Zeitschrift durch ^Inserat«, überdies auch durch ferne persönliche Tätigkeit. En vermittelte. Die Ehewevber müssen einen Betrag vyn 200.000 K. im vorhinein erlogen, jedoch sei er, Angeklagter, durch die Annahme dieses Betrages atbsolut zu gar mchts verrichtet. — Richter: Wofür sind dann die 300.000 K.? ~ Angokl.: Für Inserate in meiner Zeitung und für nleine TätioLeit, durch welche ich mich noch persönlich für die Leute einfetze. Mein Matt ist ein Fachblatt für Ehevermittlungen. In der letzten Zeit wurde ans Grund der Anzeige die Zeitschrift eingestellt und mir die Ausübung der ElMermitttungstätigkeit verboten, doch habe ich dagegen Rekurs erhoben, der bestimmt von Erfolg begleitet sein wird. — Z«r-m Falle Sch. erklärt der Angeklagte, daß er tatsächlich für ihn eine Partie hatte, es sei eine Dame in Preßburg, die heiraten wolle, die eine Mitgift von 150 Millionen und eine Wchnuna hatte, der ckber dann Herr Sch. nicht Mt«. - Richter: Ist diese Wem hei JhNW auch MWchNEr « Angekl.: Die. Dame ist bei mir nicht eingeschrieben, denn Damen mit sehr großem Vermögen werden nicht eingeschrieben und sind an nichts gebunden.-- Der AWcklagte eEävtie, daß er sich speziell für den Anzeiger sogar persönlich bemüht habe, auch in Preßtburg gewetzn sei, mn mit den Eltern der Dame zu sprechen. Auf den Vorhalt der Angeige, in welcher Herr Samek als ein besonderer Schwindler hmgestcllt wird, erklärte der Beschuldigte: „Der Herr, der diese Anzeige erstattet hat, ist ein Hochstapler, der sich bei, mir auch als Ehekandidat hat vormerken lassen, der aber dann den Damen, deren Adressen ich ihm gegeben habe, unsittliche Anträge gestellt hat und den «ch daher aus meiner Liste gestrichen habe." Der als Zeuge vernommene Haffdelsangostellte Leopold Sch. bestätigte den Inhalt seiner Anzeige mit dem Beifügen, daß ihm der Angeklagte «roch besonders die Vorzüge der betrsffenden Dame geschildert und ihm sogar das Bild einer Dame gezeigt habe. Ter Zeuge erklärt, daß seiner Ansicht nach das Ganze ein Schwiirdel gewesen sei, daß die betreffende Dame überhaupt nicht existiere, weil ihm der Anklagte bei der Vormerkung versichert habe, daß die Dame schr anspruchslos sei, daß sie lediglich einen charaktervollen Mann suche, auch wenn er kein Gclld habe. Ueber Antrag des staatsanwaltschaftlichen Funktionärs beschloß der Richter die Vorladung der beiden anderen Anzeiger sowie auch die Einvernahme der Dame, deren Namen der Angeklagte bekcmntgab. und vertagte die Verhandlung. . Invalid durch den Wiener Kommunistenputsch am 15. Juni 1919. Der ehemalige DolkÄwchrmann und jetzige Aintsdicncr bei der Polizeidirektion, Silvester Veigl, hatte bei der Jnvali>dencntschadigun'gskommission zwei KriegÄbeschäd.gungen angemeldct, itn>b zwar eine Schußverletzung a«n Auge durch ^dcn Krieg und eine zweite Schußverletzung (Beckenschuß) beim Kommuuistenpuisch am 15. Juni 1919, bei dem bekanntlich durch die Schüsse der Stadlschutzwache 16 Personen getötet und zahlreiche Personen schwer v e r- I c v it wurden. Veigl gab an, er habe sich damals in die Kaserne nach Kaiser-Ebersdovs begeben wollen. Anr Schlickplatz habe er und alle anderen Passagiere aus der Elektrischen aussteigen «nüssen, er sei dann durch die Hörlgasse gegangen, mn in der Währingerstraße einen anderen Straßenbahnzug zu erreichen, sei aber dort in ein Menschengedränge geraten und habe eine Schußverletzung erhalten. Die Jnval«denentschädigunaskom'miss i on nahm nnr die mr Kriege erlittene Schußverletzam-g als Kriegsverletzung an, die bei dem Kornmunistenputsch erlittene deshalb nicht, weil Veigl schon zwischen 8 und 9 Uhr früh irr die Kaserne nach Kaiser-Eoersdorf fahren wollte, die Schießerei aber erst um halb 11 Uhr 'vormittags stattgefunden habe, so daß angenommen werden müsse, daß Veigl sich freiwillig in der Horlaasse. anfgchalten habe, um die Denronstration mit anznsehen. Geigen diese Entscheidung brachte Vejgl die Beschwerde an den Verwaltungs- ^gierichtsihof ein, vor'welchem gestern unter Vorsitz des SenatSaräsidenten Dr. LöSer die BerihaMung hierüber stattfand. Der Verwaltungsgerichtshof erkannte auf Abweisung der Beschwerde, weil der durch die erste Instanz festgestellte Tatbestand keine Aenderung erfahren habe, Volkswirt. Ae Hyvothekeubank in PMMa. In der letzten Nummer von „Mifchar we Hataffiah" schreibt M. Estermann über dieses Thema. Wir entnehmen diesem Artikel nachfolgende Hauptstellen: In Palästina, wo die Bautätigkeit sehr rege fft und trotzdem Wohnungsmangel besteht, ist ein großes Bedürfnis nach Hypothekarkredit fühlbar. Nach den Unruhen im Mai 1921, als viele Juden von Tel-Awiw nach Jaffa flüchteten und dort zum ersten Mal eine Wohnungsnot entstand, gab die zionistische Exekutive (August 1921) ein Darlehen an das „Provisorische Comitee für Baukredite" (Misrad hasmani lehalvaot. lebanin batim) in. Tel-Awiw, dessen Zweck es war, dieses Anlehen als Beitrag zur Gründung einer Hypothekenbank zu verwenden. Man dachte, daß dies eine Sache Von kurzer Frist sei, und erwog nicht die Schwierigkeit, bei dem herrschenden . türkischen Recht (das noch heute besteht), eine moderne Hypothekenbank zu errichten, die den Käufern der Obligationen genügende Sicherheit geben könnte. Dazu waren zwei Dinge nötig: ein Hypothekenbankgesetz, nach welchem es der Bank möglich gemacht wird, stets aufs neue sich durch den Verkauf ihrer Obligationen die für Hypothekarkredite nötigen Gelder zu verschaffen, und zweitens, ordentliche Grundbücher, welche ermöglichen, daß die Hausbesitzer sich der Hypothekerrbarlk bedienen in der Weise, daß sie als die im Grundbuch vorgemerkten Besitzer gegen Berpfän-r dungseintragung Hypothekardarlehen erhalten. Von diesen beiden Bedingungen ist die erste erst vor wenigen Wochen, die zweite bis zum heutigen Tage noch nicht vollkommen erfüllt worden. Die „Banks Ordinance" ist im Jahre 1922 herausgegeben worden. Sie gab zwar den Banken dieser Art das Recht, Obligationen auszugeben, aber mit der Bedingung, daß diese auf den Namen des Käufers eingetragen werden („registered"), was gewöhnlich geschieht, wenn die Obligationen nicht auf den freien Markt kommen. Um unseren Obligationen (Pfandbriefen) den nötigen großen Markt zu verschaffen, nn«ß es aber möglich sein, daß sie frei von Hand zu Hand gehen können. Diese Verbesserung wurde erst Ende vorigen Jahres erreicht. Was die zweite Bedingung, betrifft, die Regelung der Besitztitel auf den Namen der wirklichen Eigentümer, so schleppt sich diese Ordnung «roch bis zum heutigen Tage fort. Das Bestreben des provisorischen Rates war, durch Anleihe den Bau von Häusern und neuen Vierteln zu erleichtern. Aber gerade in den Städten, welche in raschem Maße wuchsen, Tel- Atviw, Haifa, Liberias (in Jerusalem war damals noch keine Paubewegrrng vorhanden), war die Angelegenheit mit den Besitztiteln noch nicht geregelt. Bei allen Schuldnern, welche damals Anleihen erhielten, war es notwendig, vorübergehend die A. P. C. einzuschalten, und erst im vergangenen Jahre war es möglich, $ur Hypothekenbank überzngehen. D ins jüdische Haus I as jüdische Blatt S Trotz aller Schwierigkeiten wurde die Hypothekenbank §£ einem wichtigen Faktor für die Entwicklung des städtisch«, Jischuw, und diese Wichtigkeit zeigte sich nicht nur in bezug auf ihre Darlehen, als auch darin, weil sie die allgemeine Bas-, tätigkeit förderte. Zum Beispiel im Viertel Hadar Hakarmel bei Haifa konnten zwar viel mehr Häuser ohne Hilfe der Bank, als mit dieser gebaut werden. Aber ohne die Darlehen, welche die Bank den e r st e n Bauführern gegeben hat, wäre es m8g* lich gewesen, daß dieses Viertel bis heute ein wüster Platz ge-< blieben wäre. Ein gleiches gilt für „Kirjath Samuel" in Liberias und andere mehr. Die Summe der Bardarlehen der Bank übersteigt 64.009 Pfund. Außerdem arrangierten sich nicht wenige Gläubiger mit ihren Schuldnern mit Hilfe der Bank auf die Weise, daß die Gläitbiger an Stelle von Barrückzahlungcn Obligationen der Bank zu festgesetzten Bedingungen übernahmen. Bis jetzt wurden durch Hilfe der Darlehen gebaut in: Tel-Awiw 253 Häuser, Sch'chunath Borochow 22 Häuser, Haifa: Hadar Hakarmel 29 Häuser, New eh Schonen 25 Hällser; Jerusalem 6 Häuser, Liberias 36 Häuser; zusammen 371 Häuser. Es ist zu hoffe«:, daß nach schrittweiser Ueberwindung der gesetzlichen Schwierigkeiten die Entwicklung der Bank noch rascher fortschreiten wird, als bisher. Sie steht vor der Ausgabe der ersten 100.000 Pfund Obligationen. Der größte Teil dieser Suinrnen ist schon verkauft und der Erlös dafür wurde zu den erwähnten Darlehen verwertet. Allerdings waren die Käufer der Keren Hajessod und die bekannten Institute, aber es ist kein Zweifel, daß auch das Privatkapital nicht zögern wird, diese sicheren Papiere zu kaufen, welche in ihrem Werte den Pfandbriefen der europäischen und amerikanischen Hypothekenbanken in nichts nachstehen. Was die Sicherheit betrifft, liegt sie in den Beding««ngen der Darlehen, die strenger sind, als die airderer Institute, und die Verzinsung, sieben Prozent, übersteigt gleichfalls die übliche der ersten Hypotheken oder der Pfandbriefe der anderen Banken. Nach all dem ist zu hoffen, daß. jene Kapitalisten, welche Gelder hier in verschiedenen Banken als langfristige Depositen anlegen und nicht mehr als fünf Prozent erhalten, es vorziehen werden, ihr Geld in Pfandbriefen der Hypothekenbank zu investieren, die nicht weniger sicher sind und sieben Prozent tragen. Selbst in der Diaspora werden sich gewiß viele von denen, welche einen Teil ihrer Gelder in Wertpapieren anlegen, finden, die solche Obligationen kaufen werden, da sie „Mündelsicherheit" haben. Diese Sicherheit wird noch durch das Eigenkapital der Bank, 50.000 Pfund, erhöht und außer der sicheren Kapitalsanlage weiß der Käufer, daß er die Bau-« tätigkeit in Erez Israel fördert. Die Ausgleichstagsatzung der Petrogen - A.-G. — vertagt. Geistern fand die Ausglleichsta,Mtznn,g der Petrogen- A.-G.. einer Tochtergeisellschalst der Rütgers-A.-G., statt. Seitens der Verwaltung war Diroktov Benjamin Griislfeil, der sich schon auif freiem Fuß beffrnidet, erschienen, während Direktor Meitner von Julstizisoldaten begleitet war. Nach dem neuen Ausgleichsantrag sollen die Aktiven der GeiseUHafft einem dreigliedrigem TreuihanVkoamtee übergeben werden. Irr dem Bericht des AuSglleichsverwallters wird die letzte K a p italserihölhuna als Ursache des Zusammenbruches angegeben, da von den 200.000 emittierten Mtien 169.000 von der Mtgers-A.-G. Wernommen wurden und der Gegerrwert in der Höhe von 4L Milliarden nur buchmäßig gutgeischrieben werden konnte. Zu den Aktiven gehören noch Grulbenanteile. Die Summe der Aktiven wird mit 2,4 Milliarden bewertet, während die Passiven 14.1 Milliarden betragen. Durch bessere Realisierung de: Aktiven echoiffe man, eine 25pro>zentiige Quote anibieten zu können. Zwecks Feststellung der Rechtsverhältnisse der GrubenanteAe wurde die Verhandlung vertagt. Konkursaufhcbung infolge Deckungsmangel der Kosten. Bor ainliger Zeit wurde über das Vermögen des Geischäftsmannes Nathan Roirtmain^ 6. Beß., RelinPvechtSdorierstriaße, der Konkurs vechängt. Da sich aber hevausstMe, daß das Vermögen des GesamffchuLdners nicht einmal zur Deckung der Kosten des Konkursvechahrens hinreichen wurde, wurde der Konkurs Wieder aulfigeholben. Insolvenzen. Das Ausgleichsv er fahren wurde eröffnet über die Munitionswerfftätte I. Pozäik, 10. Bez., Favoritenstraße 174. UÄbevschuldung 380 Millionen. — Uebe» Leopold Rosen seid Le Söhne, 3. Be>z., Seidlgasse 32. — Ueber Sußmann & Winkler, 1. Beiz., Bövseplatz 3. — Ueber .Hans Kryz, 7. Beiz., Kaisorstraße 103. — Ueiber die Th e a t erbe trieb s G. m. b. H. H ölle 6. Beg., Linke Wienßeile 6. Die U e b e r s ch u l d u n g wirp mit einer Milliarde beziffert. — Außerdem wurde das Ausgleichs-, verfahren verhängt Mer: Heinrich Kainz, Modewaren- Handlung. 4. Bez.. Große Neügasse 17; Salomon Preminger, TeMwarenhäMer, 2. Bez., Ausstellunigsstraße 35; Hugo Piliehal. FührwevkÄbesitzer, 2. Dez., Bruckharilfen.. — Der Konkurs wurde eröffnet über das BanVhaus Max Koch Le Co.. 13. Bez., Beckmaimgassc 1. — Uelber Wiener rleischhauervereinigung zur Verwertung er Nebenprodukte, veg. G. m. b. H, 8.,Bez., Lenaugasse 2. — Uelber die vor drei Jahren gegründete Mittel- und Osteuropäische Hand els-A.-^P., 1. Bez. Wollzeile 7, wurde gestern der Konkurs eröffnet. Das Mienikapital beträgt 800 Millionen. Im Vorjahre wurde eine Fusion mit der M i to r, WareWentrale-A.-G., beschlossen. Auszeichnung eines LLnderVankdirektors. Aus Paris wird ilelegraVhiLvt: Der Direktor der Zentvaleuropäischen Lä««derbanik Henry Reuter, «im Oesterreicher, ist zum Rfttsr Iw«; Ehvvnllogion ernannt worden. Goldbilanzierung der Galizischen Aktien-HYPothekenbank. Die Galizische Mien-HYPochelSeiDank hat für den 2. Mai chre Genevallv-orsllmmlulrg «inberufen, in welcher sie ilhre, Rechnuirgsfiilmnz in Zlotti vorlegen wird. Die Goldbiilanzierung beginnt mit dem 1. Immer 1925. „Der wirtschaftliche Zusammenschluß Europas." Herr Prof. Dr. R. Hotowetz ffchech.-slow. BundeSminOer a. D., spricht über dieses Thema über Einladuna des Freihandelsbundes gegen Teuevu««ia und Wirtlschmtszwania movae» Donnerstag um 7 Uhr abends in den Raumen der Oefte» reichischen Politischen Geisellschaft, Wien, I- Bez.. Annaaasse 6. Prof. Dr. Hotowetz verficht bekanntlich seit Jchren die Idee der wirtschaftlich vereinigten Staaten von Europa^ weshalb seinem Bortrag mit großen; Interesse entgegen^ gesehen wird. Wiederaufnahme des Börfenverkehres tnJtalieu. «tu* Rom, 14. d.. wird telegraphiert: An den Bövseu wurde drei YAStaMintJihin* ifottiMvi Büiifaftlttttfkltttlf*