Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2207 (12.4.1925)
- Date
- 1925-04-12
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Mr. M7 Merk, Gvnntchgf tviMche Mische, nationale Wirtschaft entwickeln konnte und daß gerade von -udenftlndlicher Seite leicht diejenigen Kri- «terieN alS Wirtjschastsänßerungen der Juden hervorgchckben weben konntm, welche alles andere denn günstig Gr die Beurteilung der jüdischen Wirtschaft auSgeilegt wurden, Wohl ist auch die Betätigung in der Finanz eine loirtschaftliche FnnLttvn. die nicht aus den Besitz von Boden angewiesen ist. Der Handel alS solcher ist ebenfalls nicht im Zusammenhang mit dem Bodenbesitz. ES sind dies WirischaftS- Mige, die im Gesamlrahmen der Wirtschaft eine bedeutende Rolle spielen, und in denen sich Juden hervorragend betätigt Hoden. Gerade in diesen Zweigen wurden «st Tchcheinmrgen als Ausfluß der jüdischen Eigenart angesehen, chne daß dies in jeder Hinsicht dm Tatsachen entsprach CS waren vielleicht .Konsequenzen, die oft alS Folgeerscheinung der betreffenden WiÄschaftSlbetätigung beobachtet werben. Sie durften aber nie als ausgesprochen rein jüdische angesehen werden, wenn neben der Berücksichtigung des Milieus und der Albstamum»g die ge. wisse» saglologischm Folgerungen herangezogen worben wären. ES Mt in dieser Hinsicht so lange daS Gefamtkrtterium, so lange nicht die Möglichkeit gegeben wird, wie dar jüdische VoV sich in einer Wirtschaft betätigt, in welcher eS sämtliche Wirtschaftszweige in einer gewissen Harmonie auSübt, ohne daß der einen oder anderen WirtschaftSfunktion irgend welches Uclbevgewicht zugestanden wird. Dies aber ist nur in einer Mrtschoft vrögjlich, die ein abgeschlossenes Ganzer Mr sich bildet und bei der die wichtigste GruMage, der eigene Boden, rn hinreichendem Maße vorhanden ist. Erst dann, wenn alle dies» persönlichen und sachlichen ProduLtionSfaktoren, wie jüdische Arbeit, jüdisches Land, jüdisches Kapital, in richtiger Zchämmenfetzung vorhanden sind, erst dann bann sich tatsächlich di« jüdische Produktion entwickeln, die in ihrer Gesamtheit daS Bild der jüdischen Wirtschaft geben soll. Hier beeinflußt der eine Wirtschaftszweig den anderen. DaS Resultat all dessen ist!cin abgerundetes Ganzes, aus dem der jüdische WirtschaftS- 'charakter ersehen werden kann. Dieser ist aber erst mit der Besitznahme des jüdischen Bodens gegeben. Es spielt hier keine Rolle, welche Basitzformen sich bei diesem Boden geltend machen. Ob die Individualwirtschaft betrieben oder die genossenschaftliche Basis die GruMage der Produktion bildet. Die soziologische Gestaltung der gesamten Produktion kann wrHl das WirtschaftLgMDe irgendwie färben, doch die große Form dieses Gebildes wird durch die nationale Eigenart bestimmt. Der jüdische Boden ist das Fundament dieser Gebildes, welches sich nur allmählich und sukzessive auPanen laßt. Doch unter jüdischem Boden darf nicht nur Moden allem verstanden tverden, auf dem sich jüdische Siodlungeu befinden, sondern Boden, der schon auf wivhschaftshiftorischer GruMage Mischer Boden ist. Daraus «Märt sich Ai« ausschließliche Eignung des Bodens von Ercz Israel für die/Entwicklüng der jüdischen Wirtschaft. Es ist vielleicht bei manche-nr Zuerst ein -theoretisches Interesse, das sich in der Neugievde äußert, wie eigentlich hie Endsorm dieser jüdischen Wirtschaft auSsehen wird, die nach woMchen Wirtschcvftsgrundfätzen begründet und ausgebaut, die Eigenart des jüdischen Volkes zum Ausdruck bringen soll. Es ist aber tatsächlich etwas mehr. Die Wirtfchaftspshcho-- logie, die in der Mrtschaftsibeoibachlung immer mchr an Bedeutung gewinnt, hat einen besonderen Zweig, der in der Pvüftmg der Fähigkeiten des einzelnen W'rrtschaftsindividuums für die einzelnen WrftchaftWveig« bestcht. Aus der Gesamtheit der.Erscheinungen, aus dem Gesamtbilde der Mischer Wirtschaft wird erst geschlossen werden können, worin die WirtschoftssW,gkeii der Juden besteht. Vielleicht werden hier die Resultate ganz andere sein als diejenigen, die die bisherige Forschung des Wirtschaftslebens der Juden ergeben haben. Doch auch dies ist nicht das Wesentliche, welches aus dem Besitze des jüdischen Bodens resultiert. Es 'kann für die überall in der Welt tätigen jüdischen WirtschaftssubMe nur von Vorteil sein, wenn es einen Mischen WirtschastSkern gibt, in welchom sich die jüdische WirtschaftsMigkeit kristallisiert. Ein solches Gebilde ist auch für die Weiterentwicklung der Weltwirtschaft von großer Bedeutung. Gin jüdisches Wirtschafts- Zentrum, basierend aus citwm Mischen Boden m Palästina ist berufen, seine Strahlen nach denr Osten und Westen auszusenden. Bisher hat es die westliche Wirtschaft trotz ihrer ununterbrochenen Anstrengungen nicht vermocht, mit dorn Osten in innige Verbinduirg zn treten. Die Unmöglichikeit des Kontaktes schuf eine gewisse wirtschaftliche SWHängiMt, die denr ^Oostler als Last und dem Westlev nicht immer als Vorteil erschien. Ein jüdisches Wirffchaftszentrum in Palästina ist berufen, hier den Mittler zu bilden zwischen der modernen westlichen Wirtschaft und 'der nur nach der Ansicht dev Westler zurückgebliebenen, wohl aber auf eine gewisse gesund« Tradition und Entwicklung zurüMickenden Ostwirtschaft. Und was die Juden bisher in der Diaspora waren, die Mittler des MirtlschaftAebens zwischen den einzelnen BiMerst, das werden sie nunmehr jetzt umso erfolgreicher sein können, wenn die jüdische Wirtschaft in ihrem Heim, auf dem Mischen Boden als dem ruhenden Pol in der Wirtlschaftserscheinungen Flucht, basieren wivd. : üeftttrrlchr AinanM im abgelausenen gehre. Die Zolle in nahmen waren für 1924 mit 1298 Milliarden Kronen veranschlagt und betrugen tatsächlich insgesamt 1391 Milliarden Kronen.. Sie waren somit um rund 159 Milliarden'Kronen höher als im Voranschläge vorgesehen. Die Berbrauchssteuereingänge des Jahves 192s beliefen sich auf 831 Milliarden Kronen, gegenüber einer veranschlagten Einnahme von 587 Milliarden KroWn; die, tatsächlichen Einnahmen waren schin um rund 270 Milliarden Kronen, d. L mn fast die Hälfte günstige r. In den ersten Monaten, des. laufenden Jahres konnte bei den Zollvinucchmen und Verbrauchssteuern eine günstige Viltwicklung wahrgenommen werden, di« zn der HM- Wlettkr MoraenMLung. *2. _ nurrg berechtigt, daß die tatsächlichen Cirrgäuge auch im heu rigen Jahr« die BöranMagsansätze nicht unwesentlich hinter sich lasten werden. Der GesamterfoLg de- GebührengefäilleS, welcher sich im Jahre 1924 auf rund 322.7 Millionen Schilling stellte, hat die Voranschlag-Mer von 241.8 Millionen Schilling um rund ein Drittel überschritten. Der Hauptanteil an diesem günstigen Erfolg gebührt der Warenumsatzstmer, die sich während der verhältnismäßig kurzen Zeit ihveS Bestandes zu einer der Hauptstützen deösterreichischen Budgetentwickelt hat und deren Erfolg von der Wirtschaftskrise nicht berührt wurde. Die Erträgnisse der direkten Stenern im Jahre 1924 haben sich trotz der ungünstigen wirtschaftlichen BerhAtniste und der dadurch verursachten geminderten Leistungsfähigkeit der Steuerträger so ziemlich gut gehalten. Nach Ausscheidung der Erträgnisse an Vermögensabgabe (Tilgung von Zahlungsrückständen und Einzahlungen aus Grund nachträglich erfolgter Veranlagungen) ergibt sich ein Jahreserfolg von rund 262 Millionen Schilling. Verurteilung wegen betrügerischer Krida. Am 8. d. fand vor dem Landesgericht in Graz die HauptvechaMmig gegen Richard S ch n e e b e r g e r in Graz statt. Die Strafanzeige geigen denselben wurde seinerzeit von: Kreditorenverein erstattet, welcher die erforderlichen Grundlagen mit um so Mteitsivevem Eifer sanrnEe, als «s sich damals um die erste größere Grazer Insolvenz handelte. Die Voruntersuchung ergab so vielerlei belastendes Material, daß die Anklage wegen Betruges, betrügerischer Krida, Veruntreuung und wegen Umtrieben ivährend des Ausgleichsverfahrens erhoben wende. Das Urteil lautete auf fünf Jahre schweren Kerkers wagen sämtlicher vorgenannten Delikte. Insolvenzen«. Die KolomalwarenhmMung tMx Wassermann n. Co., 1. Bez., Himmelpfortgasse, hat au ihre Gläubiger um Zahlungsauftchub appelliert. Die Passiven der Firma betragen 3 Milliarden. Die Gläubiger hcchen einen Vertrauensmann mit den BefuMissen eines Ausgleichsverwalters emgvsetzt, der die Geschäftsführung untersuchen soll. 'In den nächsten Tagen findet eine Gläubigervensammlung statt, die entscheiden wird, ob das Ausgleichsverfahren beim Handelsgericht angemoldet werden soll. Die Quote dürfte 35 bis 40 Prozent betragen. Vom Postsparkastenverkehr mit dem Ausland. Der Uoberwersungsverkchr mit Ungarn ist am 1. März wieder eröffnet worden und am 1. Mai wird das Postsparkassenamt den Bevkehr auch mit Deutschland von wnwm aufnehmen, so daß von diesem Tage augefangen wieder Beträge zwischen den österreichischen ScheMonten und den Konten bei den deutschen Postscheckämtern werden überwiesen werden können. Der Weitere. Aushau der interniationalen ZcchkmgÄvege des Postsparkassenamtes, wie sie bestanden halben und durch die neuen staatlichen Verhältnisse erforderlich sind, ist im Zuge. Es ist zu hoffen, daß die Kontoinhaber von dem ausländischen lieber- Iveisungsverfthr wie auch vom ausländischen Bankenverkehr des Postsparbastenanrtes in Hinkunft mn so mehr Gebrauch brachen werden, als die besondere Gvbiihr für Arrslandsüberweisnngen auf 0,5 pro Mille herabgesetzt worden ist. Durch die Aufhebung der Devisenvorschriften ist der Zahlungsverkehr des Posffparkassenamtcs mit denr Ausland wesentlich erleichtert. Scheckkonlto'mha'ber. welche Zahlungen ins Ausland anweisen, brauchen jetzt nicht mchr die gewissen, für die Oesterreich sich e Notionalbank bestimmt gewesenen schriftlichen Erklärungen über den Anlaß und Zweck der Zahlungen und über den Nichtibvsitz ausländischer Valuten den Schecks beigsben. Eine Propagandaoktion für die österreichische Holzwirtschaft. Die schwere Krise, unter der die österreichische Wirrschaft schon, seit geraumer Zeit leidet, ist bekanntlich vor allem eine Krise des Auslandsvertrauens. Tie maßgebenden finanziellen Faktoren des Auslandes haben ■ infolge mangelnder Kenntnis des österreichischen Wirtschäftsleibens ein beschränktes Interesse für dieses und für die GeilvähMng langfristiger Kredite. Unter diesen Verhältnissen leidet die österreichische Holzwirtschaft in ganz besonderem Maße. Der Wiener „Internationale Hobznlavkt". das bKannte führende Fachblatt Oesterreichs und der Nachfolgestaaten, hat nun soeben eine großaugelegte Sondcrnmuuler „Oesterreich" herausgogebeu, die dem Ausland einen umfassenden Ue'bcrblick Wer die gegenwärtige Situation der österreichischen Holzwirtschaft und ihrer Zukunftsittöglichkoiten vom speziellen Gesichtspunkt ihrer Kreditwürdigkeit bwtet. Dies« Sondernummer, die in einer deutschen Wir geben jedem Abonnenten der »Wiener M o r g c n z e I i u n g“, der die Bezugtgebühr für ein Jahr voraus zahlt umsonst Graeiz' / Geschidite der Juden in 3 eleganten Halbleinenbauderi Au*itr der JahretgtbOh; »Ind für Ver»mdspe»tn no«h 9. K 3 9 000 ,u baiablca und einer frausiisischeu Ausgabe erschienen ist, enthält unter anderein Beiträge der Buydcsmmister Dr. Jakob Ahrer, Rudolf Buchinger und Dr. Hans Schürft sowie zahlreicher prominenter Persölllichkciten der in-und ausländischen Holzwirtschaft. Exemplar« dieser Sondernummer sind zu beziehen wirch die Pcrwaltmrg des „Internationalen Holzmarkt". Wien, 1. Bez., Tegetthoffstraßc 7/9. Eine Fusion in der Holzbranche. Wie der „Hmrdcl" mitteilt. schweben gegenwärtig zwischen der Vereinigten Holzverwertungsaktrengesellschast Vehowag, die Mn Judustriekonzern des österreichischen Kreditinstitutes für öffentliche Untemchmu-wgen und Arbeiten gehört, und der D a m b a ch- Werke A.-G. DechaMungen, die auf die Aufnahme der Dambach-Wer-e in die Vehoivag zielen. Die Mtienmehcheit der Dambach-Werke bsfirrdet sich bereits seit einiger Zeit im Besitze der Behoivag. Die Dambach-Werke sind auf die Spe^zialerzeugung von SpercholMatte-n und Artikeln aus solchen sSchuhstrecker, Schultaschen u,fw.) eingerichtet und haben vov einiger Zeit ein wertvolles Patent auf schieferavmiert« SperrhoWgchplatien evwovöen, die als fsuerstchenes Teckun>gSmaterial zum Wiederausbau Tokios verwendet werden. Der wirtschaftliche Zusammenschluß Europas. Am 16. d. spricht der gewesene tschechische HandelSminifter Dr. Rudolf Hotowetz als Gast der Oesterreichischen politischen Gesellschaft (1. Bez., Annagasse 5) Über den wirtschaftlichen Zusammenschluß Europas. Beginn des Vortrages 7 Uhr. Polnische Wirtschaftsnachrichtrn. Aus Warschau wind uns geschrieben: Die Verschuldung Polens im Jnlanide erreicht die Höhe von 146 Millionen Zloty. Die ausländischen Schulden werden nach der Konsolidierung der amerikanischon SchMen ohne der. neuen Anleche mit 1599 Millionen Zloty angegeben. Pro Kopf der Bevölkerung beträgt mm die SchuWenlast Polens, inklusive der letzten Anleihe, 63 Zloty. . — Die Majontät der ältesten Lemberger Bank, der Beremsbank- Aktiengesellschaft, erwarb von dem früheren Besitzer Wasserb e.rger ein Konsortium dortiger Industrieller unter der Füh«' rung des Direktors Zar n e c k i. — Mit dem Sitze in Warschau wurde eine neue polnische SchiMgesellschast unter dem Namen „Polska .Muga morska" gegründet. Als Gründer zeichnen Jndustrieunternehnrungen und Banken, unter diesen die Bank der LaildeSwirtschaft. Das Mtieirkaipital beträgt 10 Millionen Zloty, ausgctci'lt in 400.000 Stück Aktien zu 25 Zloty Nominale. Für das Aktienkapital werden acht Handelsschiffe eingekauft. — In Warschau ist eine neue MiengoseUchaft unter der Firma Backerat u. Co. der Lederindustrie mit einem Kapital von ' 250.000 Zloty rinter BeteMgung eirglischev JndMrieller ge- . gründet worden. Der tschecho-slowakifche Zuckererport. Aus Prag, 10. b., wird gemoldet: Wie die Blätter feststellen, betrug die Zuckeraussuhr im ersten Hvlibjahr der . laufenden Kampagne mn 2,5 Millionen Zentner mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Bisher wurden 70 Pvotzent ^des gchamten Exportüberschusses ailSgcführt. Die Zuckcvprvduktion ist um 4 Millioueil Zentner größer als im Vorjahre. Der heimische Zuckerverbrauch ist um 30.000 Zentner und die Rübenveraribettung um 23 Millionen Zentner größer als im Vorjahre. Die Warenumsatzsteuer für Ausländer in Ungarn. Di« Äuistro-Umgar-ische Hdiideilskammer teilt uns mit, daß sic in Angeloaenheit ver Handhabung der ungarischen Warerrmnsatzsteuervovschriften gegenü!bcr Ausländern numnchr autoritative Auifflärtuucvcn cchaiten hat. sowie Mitteilungen Wer die zukünftige Bchanblunig der Frage. Aus diesen acht hervor: Daß bei jedeme Wareneintrstt nach Ungarir die W a re n Umsatzsteuer zu entrichten ist als Koutpensation für die inläWische Waren belastenden Vorphasen der Umsatzstmer,'daß uuckbihängiig hievon jeder Verlaus an sich untsatzstouerpflichtig ist. nicht ^aber die Vevmsttlmrc, eines solchen. Daß für die ausländischen Firmen für die Zeit bis 25. Mai 1923 eine vollstänldige Ilmsatzsteneramnesti« erlassen tverden wirb und die Strafen für die Zeit vom 25. Mai 1933 bis setzt nachgesehen werden, wenn die Bezahllniig der rückständigen Umsatzsteuer in einer bestimmten PrMusivsrist erfolgt. Daß die Berichte Wer Verhaftungen' ansländi-scher reisender Ka-rrfteute in Ungarn wegen Umsatzsteuechinterzichung den Tatsachen nicht entsprechen. Daß dre Einhebmlg der Umsatzstener von Postsendungen ans «in« neue Basis gestellt werden wird. Maßnahmen der italienischen RWernna gegen die Börsenmakler. Aus Rom, 11. d., meldet Wolfs: Da die Agitation der Börsennrakler trotz der Zudestärvbnisse. die der Ministerpräsident ihrren Mnacht hat, werterzugreifen droht, hat Mussoli iri honte nachts an die Präfektelt ein Telegramm gerichtet, lvorin er mitteilt, daß jede iveitere Agitation an der Börse oder gar jode Unterbrechung der Börsentätigkeit von ihm als Attentat ans das wirtschaftliche Leben der Nation botrachtel /»eäbnldet würde. Wellmustermesse in Rom. Italien veranstaltet in diesem Sommer eine Wclt'nnlstermesse m Rom, welche im Juli eröffnet wird. Donr leitenden Komitee dieser Dauerausstellung gehört eine Reihe von Wirtschcvftspolitikern, Vertretern der Re-gierrmg und bedeutenden Persönlichkeiten Italiens an, unter anoeren Ministerpräsident Mussolini, der italienische Handels- und Innenminister, der Staatssekretär für Volkswirftchaft, Marconi, Diaz, Eadorna. Die Veranstaltung trägt somit offizielles.Gepräge. Wmonatlich werden Prämien für die besten ausgestellten Leistungen verteilt werden. Danebell wird auch der Berkaufsmesse ein breiter Raum gewährt. Die Organisation der Sektionen für die Zentralstaaten (Oesterreich, die Tschecho-Slowakei, Jugoslawien, Polen, Ungarn) wurde mit Rücksicht auf die zentrale Lage Wiens hieher verlegt, und es ist in Wien. 1. Bez., Rotenturmstvaße 18, eme Direktion der römischen Wültmustermesse errichtet worden. Demgemäß ist Oesterreich an dieser Woltmustermesse besonders stark interessiert. Wiener Prvdusttendvrse« Es notierten am 11. April, Weizen: Inländischer BO.50 bis 81.80, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm bis —Ungarischer Theiß 77/78 Kilogramm 88.80 bis 84.—, Jugoslawischer 78 Kilogramm 86.— bis 88.80, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm bis —. R v g g e n r Inländischer 49.— bis 80.—, Bester Boden oder Rvirer 49.80 bis 80.-. Gerste; Inländische 4H.- bis 80.-. böhmische n'ährische 86.— bis 60.—. M a i Sr Ungarischer 27.— hiS 28.—. Cinquantin 37.— bis 38.—. Hafer; Inländischer 89.50 bis 40.50. Reis; Italienischer 82.50 bis 88.80, Burma 63 80 bis 64.80. Mahlprodukter Grieß inländischer 89.- bis 91.-. Weizenmehl 0 inländisches 88- bis 88—, Kochnrehl S inländisches 77— bis 80—, Brotmehl inländisches prima 68.— bi» 70—. Die Preise verstehen sich, w» nicht» anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen pro IflA AlTivsvnmHf