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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-11 · Heft 2206 (11.4.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2206 (11.4.1925)
Date
1925-04-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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- - .. r . .. _ SWW«8»WW8«8 t Serie« Stew, SamStag Miener M>ir«*e«reU>»ii<ff. ^Hofjuden." Gin Lustspiel aus SiaPoleonS Tagen i# drei Men von HE- Koltow. Rolandbühne. Inden auf der Bühne find jetzt sehr belisbt. Besonders ivemr -in den TheotevSafftn Ebbe herrscht, gibt es eine Hochmut von FudeMicken. Da- ,ZoVenftÄndige" PublNdm hat daS gern, freut fich und lacht. Hier gibt es sogar einen gangen Dheateryettel mit Juden, links und rechtd, und es wimmelt von Gestalten, di« direkt für das Lesebuch eines „Duldunys"staateS ohne Numerus olausuS bestimmt fein Kmrtsn. AnfÄm Mayer läßt sich von einem armen Nachbarn ein Los anhänyen und gibt es ihm in selbstverständ- Uchom Edelmut sofort zurück, als eS den großen Hauptttseffct gezogen hat. Worauf der gut« Nachbar aber die Partie feines Sohnemit Anselm- Tochter zurückseihen läßt. Kaum -onftatiert das Mahevsche Ehepaar vührsÄvg, daß ehrlich am längste« wahrt, als daS Lesebuch mit ,Mohltun tragt Zinsen" in der Gestalt eines christlichen Ritterzu Ehren kommt. Dieser Offizier hat einst auf der Flucht vor Napoleon ein« große Summe bei Anselm deponiert und schenkt sie schnell dem ehrlichen Verwahrer, als er die Situation überblickt. Anselm Mayer, der nie ein Schieber war, ist -schon im zweiten Akt saniert, womit das Stück zu Ende wäre. Dem Titel zuliebe folgt aber ein dritter. Di« Inden gehen in Audienz zum Fürsten, der natürlich — siehe Lesebuch — der Ganievungsedelmann ist, um einige Witze anzubringen. Außerdem ibeklommt Mirjam natürlich ihren Jakob. DaS Stück ist jetzt auch äußerlich zu Ende. Szenenwerse läuft eine ganz munter« Komödie, die aber, besonders wenn sie unterhalten will, zur Buda- Poster Posse entgleist. Gut gesehenes Milieu und Anachronismen wechseln ab. FranHurter Jndendentsch schlagt in Praterstraßenlaute um. Durch das Stück poltert eine gute Figur: Ein alter jüdischer Soldatenfritze, den Armin Springer trefflich charakterisierte und in klassischem ,Max und Moritz"-Ton dem Publikr-m mundgerecht machte. Nessy P u ch e r verkörperte ein« kernfrische Werbezirk- Jüdin sehr lebendig. Anzüglichkeiten, mit denen sie aus der Rolle fiel, logen wohl in der Rolle. Sigi Hofers Können ivar auf einen stillen, albgeklärten Charakter beschränkt, den er diskret gab. Herr Neidhardt deklamierte den taufrischen Arier sympathisch. Frau Wal den hatte auch diesmal den Mund auf dem rechten Fleck und Fräulein Markowa machte die naive Liebhaberin sehr natürlich. Der ,Keine" Merst all in ger ist schon jahrelang gut. Die übrigen Mitwirkenden: Frau Helborn sowie die Herren Wittmann. Knausi, Günsberger und Gildorf fügten fich gut in daS Ensemble. Der Autor konnte nach dem zweiten Akt erscheinen. Das Publikum schien sich gut zu unterhalten. a. s. Au« de« Theatern. StaatSover. Heut«, 7 Uhr abends, „8 Tb a". Morgen, 6 Uhr abends, „Lobengrin". Montag, 6 Ubr abends, „P a l S st r i n a". Dienstag, 7 Uhr abends, „M iz n o n". Mittwoch, 7 Uhr abends, „T o S c a". Nedoutenlaal. Morgen, l/tB Uhr abends, „B a ll r t t k o m ü d i e n". Deutscher Volkstheater. .Gats" wird Dienstag vnd Donnerstag, „Die heiligeJohanna" Sonntag, V,3 Uhr nachmittags, und Mittwoch, */,8 Uhr abends, wiederholt. Kammerspiele. Heute und die folgenden Tage Va8 Uhr abends, „Jama, dieLastergrnbe. . Neue Wiener Bühne. Heute und die folgenden Tage, */,8 Uhr abends, die Revue „DieRetse umdte Halbwelttn120Mi«uten". Moderne» Theater. Heute und die folgenden Tage, iU8 Uhr abend», „Wir lassenun» scheiden..." (Gastspiel O r » k a). Raimund-Theater. Morgen, */a8 Uhr abends, „Antonia". Montag, V,4 Uhr nachmittag», Märchenvorstellung. Uhr abend», „Antonia". Renaissancedühne. Heute und die folgenden Tage, V«8 Uhr abends, ,D a s verschlossene Paradies". Sonntag und Montag, Va* Uhr nachmittags, „Der gestiefelteKater". Lustspieltheater. Heute und die folgenden Tage« Vt& Uhr abends, „Mei » Man «, der große Künstler"- Apollotheater. Marge», 3 und 8 Uhr, Inter* Rationale» Variete mit Horaee Gold in, Lord Ain usw. Jüdische Bühne. Heute. 8 Uhr abend», „I a uk a l e" mit Laura GlÜckSmauuinder Titelrolle. Internationale Kunstgewerbeausstelluua Paris 1S2S. M« an» der Arbeir-ansschuß -für die österreichische Beteiligung an der In:ernanonalen Kunstgewerbeausstellung Paris 19S5 mitreiü, wird di« Eröffnung der Kunstgewerbeau Stellung' am 28. v. erfolgen. An dwienr Tage wird auch der österreichische Pavrl'.on eröffnet tverden. Tolstois Tochter in Vien. Tatjana Tolstoi, die Heraus- «Ssrin der NachlafleS ihres BaterS, ist zu kurzonr Aufenthalt m Wien «ingetrosftn und har bei dem Ehepaar M o i s f i Quartier genommen. Sie wird der heutigen Dorsiellnna im Deutschen BollStheater beiwohnen, die zu Ehren ihrer Anwesenheit veranstaltet wird. Alexander Divis si spielt im Rahmen dieser Abend» de« Wanderburschen in Tolstois ,/SEt ist an aüern -schuld". Persische und indische Malerei. Ueber dieses Theina wird Univerfitätspröfeffor Dr. Heirrrich Glück am 15. und ZS. d. in der Urania zwei Lich:b,ldervorträge halten, wobei er an drr Hand unserer heimischen Besitzes die hoben Werte dieser Kunst aufzeiaen und deren emwicklnngSgekchichLichen Zusammenhang Vorjahren wird. Beginn halb 8 Uhr. Dirn jüdische Haus | as jüdische Blatt “BROADCASTING“ dH Wattmarka AUSLANDSEMPFANQ auch mit Zimmer- oder Ersatzantenne (Betteinsatz) Nbrilt i Wien, V* BrSuhausgassa Nr. 6 Sfadlburaaut IV. Karlsplais, Varkaufaüallaa DADIOapparate Walter und Bestandteile in bester Ausführung; zu billigsten Preisen im Beleuchtuitgsliaus _ Abt. RADIO Zentrale: VI., GumpeitdorVerstr. 88B Gerichtssaal. Kredite durch den Gewerbeschein. Wegen mehrfacher Betrügereien und Veruntreuungen ivar der lljährige. nach Preßburg zuständige Reisende David K n ö p f m a ch e r vor einem Schöfferrseuat unter dom Boüsih des Holfrates Czerny angeklagt. Knüpfmacher besitzt einen Gewerbesche m für den Gemiischtwarenhandel, aber ein Geschäft führte er nicht. Er bezog dennoch Warm auf Kredit und veräußerte sie sofort. Die Gesamchumme seiner Verbindlichkeiten belauft sich auf fast 60.000 Schilling, denen nur 300 Schilling Gegenforderungen entgegenstehen. Die Verhandlung endete mit der Vemrteimnq des Angeklagten zu achtzehn Monaten schweren KeÄers. Fra« Iva Roland und „Die Schwester". Frau Ida R ofand hatte daS Strick des jungverstorbenen Wiener Schriftstellers Kalreneker „Die Schwester" vom Donau- Verlag für sich erworben, wobei sie sich rn den Verträgen das Recht der Darstellung unter Vergebung zur Auffi'chrung an einer von chx zu wählenden Bühne vorbchiolt. GleickMitia hatte Direktor Robert die Auifführuna dieses Werkes für Berlin vom Verlag erworben, wogegen Frau Roland beim Bezirksgericht Innere Stadt «ine Klage dahin erhoben hatte, daß dem Direktor Rodert ein gerichtliches Verbot erteilt werde, „Die Schwester" in Berlin vor dem 31. Dezember 1924 außzuführen. Durch einen Streit über di« einstweilige Verfügung wurde die Entscheidung im Hauptprozesse erst nach Ablaivf des Jahres 1924 gefällt, und Ovar mittels eines K o n t u m a z.u r t e i l s, mit welchem das Gericht das Verbot dieser Arvfsichrung im Jahre 1924 cmWrach. Gestern beschäftigte sich ein Senat des ZiviKandesgerichtes unter dem Vorsitz des Hofrates Doktor Stein mit der Berufung, welche der Vertreter des Direktors Rodert, Dr. Richard Katsche:, ggen das Versäumnisurteil erhüben hatte. Er machte unrichtige rechtliche Beurteilung geltend, indem er behauptete, daß Frau Roland nur ein Darstellungsrecht, keineswegs aiber ein AuGühvungsrecht an diesem Stricke erworben habe und daher zur Erhebung der Klage gegen eine dritte Person, die daS AuMihrungsrecht vom Verlag erworben habe, nicht berechtigt sei. Der Senat wies die Berufung zurück und bestätigte das er st richterliche Urteil bezüglich des Verbotes. Der Saugerstreik im Pazmanttentempel. Am 15. Fedruar dieses Jahres war Plötzlich in dvnr Tenrpel m der Pazmanitengasfe ein Streik der Chorsänger wegen nicht bewilligter Lohnerhöhung ansgebrochen. Der Streik war für den Tempelvorstand deshalb unangenehm, weil für den nächsten Tag zwei Trauungen angesagt waren, bei denen die Mitwirkuna des Tempelchores nicht zu entbehren war. Zur ersten Trauung, die am Dormfttag stattfand, erschienen als Ersatz für die streikenden Tompelsänger acht Chovknahen aus einem anderen Bethaus unter Fi'chruna des Kantors Siegfried Frankel. Die Trarmng ging auch ohne Störung vor sich. Ms zur zweiten, für den Nachmittag anyesagten Trauung wiederum die fremden Chorknaben in den Tempel sich begeben wollten, trat ihnen vor dem Tempeleingang der. streikende Tompelisärkger Alexius Drach entgegen, rvm sie von dem Betreten des Tempels und der Mrttoirkung nn Chor abzuhalten. Hiebei soll Drach nach Inhalt der Aniklaige wogen Uebertretu-ng des Koalitionsgesetzes den Chorknaben zugeruisen haben: „Ihr dürft nicht rn den Tempel hinein. Weg von hier oder ich steche euch nieder." Gleichzeitig soll Drach seine Drohung dadurch unterstützt haben, daß er mit aflenom Messer gegen die Chorknaben, die rasch davon eilten, losstürzen wollte. In der gestern durchgoftihrten Bevhandlun-g erklärte der Angeklagte, daß er die Streikbrecher nur in gütlichem Tone ersuchen wollte, den Streikenden nicht in den Rücken zu fallen und daß er den Chorknaben nur zugeruifen habe: „Zurück! Ihr könnt nicht in den Tempel hinein." Irgend eine Drohung habe er nicht <msgestoßen und habe er insbesondere auch nicht ein Messer gegen die Chorknaben gezückt. Mehrere Zeugen des Vorfalles machten über das Vorgehen des Angeklagten gegenüber den Chorknaben widersprechende Angaben, weshalb der Richter über Antrag des Verteidigers die Ladung weiterer Zeugen beschloß und die Verhandlung vertagte. Ci« Haus herausgesockt. Die 25jährige Hausgehilfin Helene G e r h o l d erbte von ihrer Tante ein ernstöckiges Haus im 6. Bezirk. Der Cafetier Hans S i l l e r, der das Haus gerne erwerben wollte, schickte den Hauseragenten Moritz Wessely zur Gcrhold. um einen Kaufvertrag mit ihr abzuschließen. Wessely stellte sich als Vertreter der Obevvormuindschaft vor und vodete ihr so lange zu, bis sie in den Verkauf einwilligte. Sie erhielt von Siller 10 Millionen Kronen An gebe und ein Sparkassenbuch -er Zentrakbank deutscher Spavkassen mit 90 Millionen Einlage. Don den 10 Milllonen nmßte sie dem Wessely 5 Millionen „für Stempel und sonstige Auslagen" bezahlen. Bald wußte er ihr 0 Millionen als Darlehen für einen notleidenden Freund zu entlocken. Später redete er ihr ein, daß das Geld in dieser Bank nicht sicher sei, es äb und vevwendete es zur Gänze für sich. Gütern wurde Wessely, der schon vorbestraft ist, von einem Schöffensenat unter Borsttz des Hofrates Dr. Billek wegen Betruges zu drei Jahren Kerkers vemrteilt. Rur Mieter können gegen die Brmeffung der Wohnbausteuer Beschwerde führen. Die Eigentümerin eines Hauses hatte gegen die Höhe der ihrem Mieter bemessenen allgemeinen Mietzinsabgabe Beschwerde geführt. Die Beschwerdckommission der Gemeinde Wien hat diese Beschwerde zurückgew' '°n, weil der Eigentümer eimr Liegenschaft zur Erhebung l : Beschwerde gesjen die Bemessung der Metzmsal^abe für einen Mieter (Pachter) nicht legitimiert sei. Der Derwaknngsgerichtshos, an den die Hauseigentümerin rekurrierte (Bomtzender Dr. Schuster) schloß sich dieser Auffassung an. In der Begründung hiezu wurde ausgesührt, daß zur Erhebung eines administrattven Rechtsmiims nur derjemae berechtigt sein kann, der als Steuerschuldner in Betracht kommt. Als solcher aber gilt nur der als .Inhaber vermietbarer Rckzmlichkeitrn abgabepflichtige Mieter. Der Harrseigentümer oder HausverwÄver aber hat Leim Legitimation zur Beschwerdeführung in _11. Avril \m_Nr. 2206 Volkswirt. Sie Internationalen FiaanimSrkte. Das bemerkenswerteste Ereignis der letzten Zeit ist die abermalige Baisse des französischen Franken, nachdem es der Regierung lange Zeit gelungen war, durch großzügige IntervmtionM den Frankenkurs zu stützen und zu verbessern. Noch in der vorigen Woche hatte sie durch Vermittlung zweier ihr nahestehender Danken einen erfolgreichen Vorstoß aus dem Wektenmarkt nnternormnen und die Besitzer von Valutatverten zu Mgaben gezwungen. Bis zur Mitte der aibgelaufenen Woche hatten dann Gerüchte über neue Anleihcvechandlungen in Amerika den Frmrkenkurs eher etwas erhöht. Ms diese Gerüchte sich nicht bowahcheiteten, vielmchr von svlchon einer starken Erhöhung der Noteninflation abgelöst wurden, Legann der Frankenkurs m London Md New-Aork rapid zu sinken Md hat sich nach dem Rücktritt des fvairzösischcn Finawzministers und der Ankündigung einer Zwangsanlcihe nur unwesentlich erhöhm können. In Paris stieg der Dollar Von 18.94 aus 19.92, das Pfund von 90.64 aus 92.42, während in Basel der französische Franken von 27.35 auf 26.70 zurückgin Anscheinend besteht innerhalb der französischen Negierung auch jetzt noch kein« einheitliche Auffassung über die künftige Finanzpolitik. Jedenfalls muß aber jede Echöhnng des Notenumlmffes ungünstig ans die internationale Beivertung des französischen Franken wirken. Während früher der belgische Franken der Entwicklung der Pariser Devise folgte, hat er sich jetzt davon emanzipiert, er ist in Paris vmr 97.15 ans 98 gestiegen, sodatz die An. gleichlmg beider Währungen weitere Fortschritte gemacht hat. Di« günstige Entwicklung der belgischen Finanzen und die konsequente Tilgung der Staatsschuld an die Notenbank lassen eine weitere Besserung des belgischen ge-genü'ber dom französischen Franken erwarten. Aus der Pariser Börse hat sich gegen Ende der Woche die Nachfrage nach ansläudischen Werte» verstärkt, während eilcheimische Titel eher angeboten waren, ebenso Renten, die weiter im Kurse sanken, zum Teil iusolge Verkäuisen aus dem Ausland. Artf den: Londoner E f f e k t e u m a r! t hat sich das Geschäft etwas belebs, nachdern die Geldverkna>ppung in Amerika, die dorn Markte Kapital entzog, vorläufig beendet evschernt. Der gute Erfolg der letzten englischen Konversionsanleihe hat zur Kursbesserrmg der festverzinslichen Werte geführt. Auch der Kurs des eglischen Pfundes konnte sich in New-Aork Ende der vorigen Woche etwas verbessern. Ans den deutschen Effektenmärkte n bleiben die Umsätze immer noch gering, obgleich die Entspannung des Geldmarktes weitere Fortschritte macht. Zum ersten Male wurde auch wieder ein offizieller Privatdiskontsatz mit 8 Prozent in Bevlin notiert. Auch die frenrden Gelder bei den Großbanken halben sich seit Jahresbeginn nicht unwesentlich erhöht. Trotzdem bleibt der Einfluß dieser Faktoren auf die Börse gering, da das Sparkapital bei der relativ geringen Rendite der meisten Dividendenpapiere feswerzinsliche Obligationen oder Pfandbriese, die zum Teil über 10 Prozent rentieren, bevorzugt. SV muß bereits ein geringes Angelbot die Kurse drücken und unr dies zu verhindern, haben die Berliner Großbanken Interventionen zur Stabilisierung des Kursniveaus für einige wichtige Papiere beschlossen. Das Gaschäftsevgebnis der Banken selbst wird immer noch durch die unverhältnismäßig hohen Uukosten und die vielfach unproduktive Arbeit als OiachwivkungeN der Inflationszeit beeinträchtigt. Die Kurse der nreisten Devisen zeigen wenig Veränderungen, mit Ansnahnr« des a r g e n t i rr i s ch e n Pesos, dessen rückläufige Bewegung infolge des Sinkens der Weizeupreise und des Rückganges des Exportes sich fortgesetzt hat. Ev notierte am 21. März in Zürich noch 206, ging auf 202.50 am 28. Mävz und schloß am 4. d. mit 198. vorotheum - Bankabteilung Wien, I. Dorotheergasse 17 Keine Börsenversammlungen während der Feiertage. Infolge der kacholischen Feiertage bleiben sämtliche europLifchen Börsen am 11. und 13. d. geschlossen. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über die Verlassenschaft Otto K ü r t h. Erbschaftskäufer war Josef Frohvent sen., Gesellschafter der Firma Frohvent u. Söhne. Anbot 50%. Aktiva 1.1. Passiva 2l/t Milliarden. Ueber Philipp B e r m a n n. 7. Bez., Mariahtlferstraße 66. Ueberschuldung 41.000 S. — Die Eröffnung deS Konkurses über.sich selbst beantragte da» Bankgeschäft M a x K o ch u. C o., IS. Bez., Beckrnanngasse 1. Die A.-G. für Internationalen Warenhandel, deren Generaldirektor Alfred K o h n ist. hat knapp vor der ÄuSgleichtagsatzung ihren Antrag wieder zurückgezogen. Infolgedessen wurde da» Ausgleichsverfahren eingestellt. Es soll in einigen Tagen ein außergerichtlicherAuSgleich zustandekommen. Gegen die Fleischhauergenossenschaft zurBerwertung der Nebenprodukte wurde gestem der K o n k u r S eröffnet. — Der Kreditorenverein meldet folgende Z a h l u n g rein ft ellungenr Stephanie K l e i n c z i g in St. Veit a. d. Glan. Georg B u ch l e i t n e r in Völkermarkt. Norbert Trebelsberger in Klagenfurt, KörnerLFürftin Graz, Jakominiaaffe 89, Alois B i r b a ch e r. Kaufmann, in Peggau, Derltsch-Fetstritz, Karl P t tz l e r, Hutmacher, Mauerkirchen, O.-Oe., Mathias und Therele Z u n z e r I in Wels. Josef und Anna Freimüllertn Wels, Albert R a t h in Reichenau. Ntederöstvrreich, Gmundener Keramische Werkstätten A.-G. in Altmünster bei Gnnmdm. Die Auflösung der Depositenbank und Wiener Lombard- und Eskomptebank — verschoben. Das Bundeskanzleramt hat sowohl bei der Depositenbank als auch bei der Wiener £*8itfVft* »*fc G-kvAlptehank die Frift, binnen der

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